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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2024

Vielversprechender Dystopie Auftakt....

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Ich habe schon x Dystopien gelesen und nach einer etwas längeren Pause hatte ich wieder mal Lust auf dieses Genre ;)

Spontan habe ich mich hierbei ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Ich habe schon x Dystopien gelesen und nach einer etwas längeren Pause hatte ich wieder mal Lust auf dieses Genre ;)

Spontan habe ich mich hierbei grösstenteils für die Hörbuchvariante entschieden und werde deshalb zuerst darauf eingehen. Für mich war es der erste Kontakt mit der Sprecherin und sie hat meiner Meinung nach einfach einen grandiosen Job gemacht.

Die leicht tiefe, erfrischende, lebendige, Stimme hat mich sofort in den Bann gezogen und für mich ist sie wie mit der Protagonistin verschmolzen Luisa Wietzorek war Ophelia. Aber auch bei weiteren Figuren ist es ihr mit ihrer variantenreichen, ausdrucksstarken Sprechweise gelungen den Charakteren Leben einzuhauchen es fühlte sich für mich an als würde ich einem Film lauschen, anders kann ich es nicht erklären ;)

Ab und zu habe ich allerdings auch zum Print gegriffen, um etwas noch genauer nachzulesen, vor allem wenn es um irgendwelchen technischen Kram ging....Lena Kiefer schreibt schnörkellos, auf den Punkt ohne ellenlange Beschreibungen, dennoch lebendig und vorstellbar. Unkompliziert und rasant, jedoch nie oberflächlich. Nur aus der Sicht der jungen ICH- Erzählerin zu lesen und für einmal keinen Perspektivenwechsel zu haben, fand ich äusserst angenehm.

Ophelia unsere Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch, was vielleicht auch an der grandiosen Vertonung lag... who knows..... Jedenfalls waren ihre Gedankengänge und Gefühle transparent dargestellt, ebenfalls nachvollziehbar und dies ohne, dass die Autorin zu endlosen inneren Monologen greifen musste. Ich mochte Ophelias rationale, jedoch nicht emotionslose Art, ihren trockenen Humor und ihren immer wieder zielgerichteten Blick nach vorne trotz allem.

Meine Meinung zu Lucien, dem männlichen Part in der Geschichte war hingegen etwas zwiegespalten, irgendwie konnte ich ihn nicht vollumfänglich einordnen, er wirkte zwar recht nett, aber mein Herz hat er nicht erobert ;)

Die weiteren Charaktere, die eine tragende Funktion spielten fand ich ausreichend ausgearbeitet und je nach Rolle mehr oder weniger sympathisch.

Jaa, es gibt also einen Love Interest, allerdings kam der für mich recht dezent und vor allem dramafrei daher, so dass ich gut damit leben konnte ;)

Wie weiter oben schon erwähnt bin ich ein grosser Jugend- Dystopie- Fan und habe entsprechend schon Einige gelesen. Dieses Buch hier deckt das typische Grundgerüst ab und das meine ich überhaupt nicht negativ. Im Gegenteil ich mag genau dieses Schema, denn darum geht es ja in dem Genre und die Autorin hat es für meinen Geschmack wirklich toll umgesetzt. Dieser "Kampf" zwischen hochtechnisierter Welt gegen ein analoges Umfeld hat mich sehr fasziniert und auch immer wieder zum nachdenken angeregt. Die Geschichte schreitet rasant voran, bleibt spannend, undurchsichtig mit der ein oder anderen Wendung und endet einem unglaublich fiesen Cliffhanger.... Weshalb ich ohne Unterbruch zur Fortsetzung greifen werde.

Ich vergebe hiermit gerne 4,5 Sterne und bin gespannt ob mich Band zwei ebenso begeistern wird.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Redebedarf garantiert

Die spürst du nicht
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Es ist x Jahre her, dass ich " Gut gegen Nordwind" und die Fortsetzung gelesen habe, von daher ist mir der Autor natürlich ein Begriff. Danach habe ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Es ist x Jahre her, dass ich " Gut gegen Nordwind" und die Fortsetzung gelesen habe, von daher ist mir der Autor natürlich ein Begriff. Danach habe ich allerdings nichts mehr von ihm gelesen, bis ich das grosse Glück hatte bei einer Leserunde des Buches dabei zu sein.



Glattauer wählt die Form des Allwissenden Erzählers, was mich zuerst etwas erstaunt hat und ich musste mich zuerst daran gewöhnen. Ebenfalls ist der Schreibstil recht sachlich, schnörkellos, distanziert und als würde man einen Bericht lesen, was mich ein bisschen an die asiatische Literatur erinnert hat. Ebenfalls fühlte es sich so an als sässe ich im Publikum und würde einem Theaterstück folgen. Schlussendlich hat mich der Autor mit diesem Stilmittel aber vollends mitreissen können. Zwischendurch gibt es auch Chatverläufe aus dem Netz, welche ich unglaublich authentisch fand.

Ich werde hier nicht auf die einzelnen Protagonisten der Geschichte eingehen, es sei nur so viel gesagt, im Grossen und Ganzen waren sie mir überhaupt nicht sympathisch ;) Die Darstellung ist stereotypisch und oft sehr überzeichnet, aber ich denke dies ist so gewollt und hat mich persönlich nicht weiter gestört.

Die ganze Grundthematik des Buches, der Titel, wie die Geschichte aufgebaut ist, das Stilmittel, die stereotypischen Charaktere, dieses Überspitzte, nur an der Oberfläche kratzen, mehrere offene Fragen, der Sarkasmus.....ich persönlich fand es einfach grossartig! Daniel Glattauer provoziert, schonungslos, offen, ehrlich, mit der Holzhammermethode....Das Buch regt zum nachdenken an, zum mitdenken, zum diskutieren, es macht wütend, traurig, hilflos......wenn es das ist was er damit bezwecken wollte, dann hat er sein Ziel bei mir erreicht ;)



" Ich glaube nicht, dass es gut ist, dass die hier sind diese vielen, vielen Flüchtlinge, die von weit her kommen. Nein, es ist für Niemanden gut. Nicht für uns, die wir Angst haben, dass man uns was wegnimmt, und dass die unsere heiligen Werte über den Haufen werfen. Es ist aber auch für sie selbst nicht gut. Denn es tut weh, wenn man so rausgerissen wird. Und es tut weh, wenn man woanders neu eingepflanzt werden soll, wo die Wurzeln nicht greifen, weil der Boden dafür nicht geschaffen ist. Da verwelkt man mit der Zeit...." ( S.268)



Ich vergebe hiermit 5 Sterne

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Pageturner

Holiday – Sieben Tage. Drei Familien. Ein tödliches Geheimnis.
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Ich bin durch einen Buch- Trailer auf den Roman aufmerksam geworden und dieser hat mich so angesprochen, dass dieser bei mir einziehen durfte ;)



Der ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)



Ich bin durch einen Buch- Trailer auf den Roman aufmerksam geworden und dieser hat mich so angesprochen, dass dieser bei mir einziehen durfte ;)



Der Schreibstil ist unkompliziert, sehr flüssig/ süffig zu lesen, die Kapitel kurz, die Schrift gross, ach es war eine wahre Freude und ich flog nur so durch die Seiten ;) Die Geschichte wird grösstenteils aus der ICH- Perspektive von Kate erzählt, es gibt aber auch noch weitere Sichtweisen, diese sind am Anfang des Kapitels mit dem betreffenden Namen deklariert und in der dritten Person geschrieben. Zwischendurch gibt es zusätzlich Rückblicke, welche in kursiver Schrift festgehalten wurden. Dies hört sich vielleicht alles ein bisschen kompliziert an, ist es aber gar nicht, da immer alle Wechsel übersichtlich dargestellt sind.

Wie auf dem Buchrückentext vermerkt, kriegen wir es hier mit drei Familien zu tun, entsprechend tummeln sich einige Menschen in dieser Geschichte ;) Ich gebe zu, ich brauchte doch einige Seiten, bis ich alle Personen auf die Reihe gekriegt habe und wusste wer wie wo was? Für mich war Kate die eigentliche " Hauptprotagonistin", denn sie erzählt wie oben schon erwähnt zu grossen Teilen die Geschichte. Folglich war sie am besten ausgearbeitet und ihre Gefühle und oder Gedankengänge wurden transportiert. Ich konnte viele ihrer Entscheidungen nachvollziehen auch wenn sie nicht immer Sinn machten oder " richtig" waren. Die weiteren Charaktere, wie etwa ihr Ehemann Daniel, die gemeinsamen Kinder, die drei besten Freundinnen und deren Ehemänner waren ihrer Rolle entsprechend mehr oder weniger intensiv gezeichnet. Ich jedenfalls konnte mir während dem Lesen von allen gut ein Bild machen.

Dem Autoren ist es übrigens trotz seines simplen Schreibstils sehr gut gelungen das sommerliche Setting und dieses Urlaubsfeeling zu transportieren. Ebenfalls konnte er die aufgebaute Spannung bis am Schluss halten und überraschte mich immer wieder mit seinen Twists und Auflösungen!

Für mich war dieser Thriller ein wirklich unterhaltsamer, fesselnder Pageturner, den ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, gerne mehr davon!!

Ich vergebe fünf Sterne

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Interessant auch ohne Tennis Wissen

Carrie Soto is Back
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Dies ist mittlerweile mein drittes Buch von Taylor Jenkins Reid und ich bin etwas länger darum herumgeschlichen, ich etwas Respekt vor der Tennis Thematik ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Dies ist mittlerweile mein drittes Buch von Taylor Jenkins Reid und ich bin etwas länger darum herumgeschlichen, ich etwas Respekt vor der Tennis Thematik hatte.... Da ich es grösstenteils in der Hörbuchvariante genossen habe, gehe ich zuerst darauf ein.

Die Sprecherin Inka Löwendorf hat eine eher jugendlich angehauchte Stimme, für meinen Geschmack zeitweise auch etwas zu " überdreht" bei der Betonung und nicht auf Anhieb sympathisch. Gerade deswegen passte sie allerdings sehr gut zu unsere Protagonistin Carrie Soto, weshalb die Umsetzung für mich bei dieser Geschichte funktionierte.

Die Bücher der Autorin sind in etwa ( jedenfalls diejenigen, die ich gelesen habe ) stets ähnlich aufgebaut.

Auch hier gibt es wieder Zeitsprünge, klar mit der jeweiligen Jahreszahl am Anfang des Kapitels deklariert, so dass die Orientierung gewährleistet ist. Dazwischen haben wir diesmal TV- Übertragungs- Ausschnitte in einer anderen Schrift, welche für Abwechslung und einen anderen Blickwinkel sorgen. Der Schreibstil ist unverändert ,flüssig, schnörkellos und sehr bildhaft & atmosphärisch. Erzählt wird allerdings in dieser Geschichte aus der ICH- Perspektive der Protagonistin.

Carrie Soto ist ein Charakter, den man als Leser nicht gerade auf Anhieb in sein Herz schliesst;) Trotzdem war die Ausarbeitung wie immer lebendig, Handlungen oder Gedankengänge waren nachvollziehbar, wenn auch nicht jederzeit verständlich und man konnte eine Entwicklung beobachten. Weitere Personen, wie unter anderem ihr Vater oder Bowe Huntley ihr Trainingspartner waren gut dargestellt. Im direkten Vergleich zu, zum Beispiel " Malibu Rising" waren diese tragenden Nebencharaktere allerdings weniger intensiv ausgearbeitet, soll heissen wir erfahren weniger über ihre Vorgeschichte, was ich doch etwas bedauert habe.

Wie weiter oben schon erwähnt bin ich nicht gerade der grösste Tenniskenner, konnte aber problemlos mithalten mit den Erklärungen und fühlte mich in dieser ganzen Thematik wirklich wohl, was ich echt gar nicht erwartet hätte ;) Es ist einfach diese unkomplizierte, erfrischende, unterhaltsame, lebendige Art Geschichten zu erzählen, egal um was es geht ;) und wie sie aufgebaut sind, die ich bei Taylor Jenkins Reid so gerne mag.

Von daher liebäugle ich jetzt doch noch mit " Daisy Jones, auch wenn das Musik Business eigentlich nicht so Meins ist......

Aus all diesen Gründen vergebe ich gerne 4 Sterne

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Familiengeschichten sind im Grunde auch nur Geschichten....

Malibu Rising
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Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Mit " Die sieben Männer der Evelyne Hugo" konnte mich die Autorin letzten Herbst sehr begeistern, weshalb ich jetzt im Sommer spontan zu ihrem neusten ...

Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Mit " Die sieben Männer der Evelyne Hugo" konnte mich die Autorin letzten Herbst sehr begeistern, weshalb ich jetzt im Sommer spontan zu ihrem neusten Werk in deutscher Sprache gegriffen habe....

Ich mag den Schreibstil echt gerne, denn er ist unkompliziert, direkt, schnörkellos, süffig und vor allem immer wieder atmosphärisch. Taylor Jenkins Reid gelingt es einfach mir ihren Worten Bilder im Kopf entstehen zu lassen, ohne diesbezüglich ausschweifend zu werden. Wir springen während des Lesens in der Zeit, kriegen jedoch kein Durcheinander, da zu Beginn des Kapitels die jeweilige Jahreszahl deklariert wird. Wie schon in anderen Büchern wurde auch hier wieder die personale Perspektive gewählt.

Erstaunlicherweise fühlte ich mich trotz dieser Erzählweise sehr mit den verschiedenen Charakteren verbunden. Die Autorin hat eine unglaubliche Gabe ihren Figuren Leben einzuhauchen, es ist als würden sie wirklich existieren.

Nina würde ich als die eigentliche Protagonistin bezeichnen, weshalb sie vielleicht auch am ausführlichsten ausgearbeitet ist. Sie war mir auf Anhieb sympathisch, ich bewunderte ihre Hilfsbereitschaft, ihre Stärke, ihren Mut, ihre unerschütterliche Liebe ihren Geschwistern gegenüber. Sie war ganz die Tochter, ihrer Mutter June, welche ich trotz ihren Schwächen ebenfalls echt gerne mochte. Auch Sonnyboy Jay, der liebenswerte Hud und das kecke Nesthäkchen Kit habe ich in mein Herz geschlossen. Gerne hätte ich noch viel mehr über die einzelnen Familienmitglieder erfahren und sie auf ihrem Weg begleitet. Natürlich tummeln sich noch x weitere Personen in dieser Geschichte under anderem der Vater Mick, der mir mit seiner egoistischen Art, trotz Vergangenheitserklärungen einfach nur widerstrebte. Ebenso Brandon, Ninas Ehemann, welcher in dieselben Fussstapfen zu treten schien....

Das Setting Malibu habe ich wirklich von A- Z gefühlt, ich hörte das Rauschen des Ozeans, spürte die Gischt des Wassers und die brennende Sonne auf meinem Gesicht. Ich konnte den Salzgeruch des Meeres& den Duft von Sonnencreme riechen und sah die Riva- Geschwister vor mir, mit ihren Surfbrettern am Strand, geduldig wartend auf die nächste perfekte Welle.... Ebenso war ich, wie oben schon erwähnt begeistert von der lebendigen Charakterausarbeitung und der faszinierenden Erzählweise & Darstellung der Riva Familie mit diesen Star- Vibes....

Sehr genervt habe ich mich allerdings über die letzten hundert Seiten, da wurden meiner Meinung nach so viele überflüssige, oberflächliche Figuren und deren unnötigen Interaktionen eingefügt, welche dem Buch nur geschadet haben! Sehr schade!

Der Fokus wäre sinnvoller auf der Familienkonstellation geblieben, denn diese ist die wahre Stärke der Geschichte!

Ich vergebe deshalb hiermit 4 Sterne

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