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Veröffentlicht am 29.11.2024

Wahnsinnig amüsant!

Miss Merkel: Mord auf hoher See
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Rowohlt Verlag, 320 Seiten, Roman, E-Book
Inhalt
Eine Seefahrt, die ist lustig. Diese Seefahrt, die bringt Tod. Die Krimi-Kreuzfahrt auf der Ostsee, die Angela für sich und ihre Lieben gebucht hat, soll ...

Rowohlt Verlag, 320 Seiten, Roman, E-Book
Inhalt
Eine Seefahrt, die ist lustig. Diese Seefahrt, die bringt Tod. Die Krimi-Kreuzfahrt auf der Ostsee, die Angela für sich und ihre Lieben gebucht hat, soll der Ex-Kanzlerin etwas Abwechslung verschaffen. Doch die Traumschiffreise verläuft ganz anders als im Reiseprospekt angekündigt. Gleich am ersten Abend kommt der Megastar des deutschen Thrillers Florian Watzek unerwartet zu Tode. Und die anderen erfolgreichen Krimiautoren, die sich an Bord befinden, zählen zu den Hauptverdächtigen. Endlich schlägt wieder die Stunde für die Meisterdetektivin.


Meinung
Ich bin bekennender Fan von der Miss-Merkel-Krimis. Sie sind einfach immer super witzig, bringen aber auch einiges an Spannung und die Gelegenheit, mitzurätseln. So auch in diesem Buch, dem nunmehr dritten Band dieser amüsanten Reihe.

Wir bekommen einen seekranken Personenschützer, einen gefeierten (und toten) Thrillerautoren, bei dem ich die ganze Zeit nach möglichen Gemeinsamkeiten zu realten deutschen Thrillerautoren gesucht habe, ein paar verschrobene Kreuzfahrtgäste. Und natürlich Puffel, Angelas Mann. Also, jedenfalls sein Kosename. So oder so, es wird knifflig und spannend, witzig und hier und da eben auch mal politisch. Insgesamt also eine Kombination, bei der man sich fragt, wie sie eigentlich zusammenpassen soll.

Ich kann euch jedoch sagen: Es funktioniert. Und das hervorragend.

Man muss sich natürlich auf die Protagonisten einlassen können. Ich habe nun schon oft gelesen, dass das Buch nicht ganz so gut bewertet wird, weil man damit die echte Angela Merkel und ihr Leben ad absurdum führen würde. Ich sehe das nicht so, vielmehr muss man denke ich unterscheiden zwischen der echten Persönlichkeit und diesem fiktiven Charakter. Zumal ja in allen Belangen deutlich wird, wer unsere Hauptfigur hier ist und was es damit auf sich hat.

Mit dabei auch immer wieder Mops Pupsi, der alles noch einmal ein wenig auflockert und für einige niedliche und komische Szenen sorgt.

Fazit
Volle Sternenanzahl für diesen Miss-Merkel-Band! Ein leicht zu lesender Krimi ohne die absolute Tiefe, dafür mit viel Humor und etwas Satire – genau mein Geschmack!

5 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥♥

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2024

Leider nicht so gut wie Band 1!

Gameshow – Das Versprechen von Glück
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Fischer Verlag, 432 Seiten, Dystopie, E-Book
ACHTUNG: Die Rezension könnte Spoiler enthalten, da es sich um den zweiten und finalen Band handelt!

Inhalt
Cass hat die Wahrheit über die Gameshow erfahren ...

Fischer Verlag, 432 Seiten, Dystopie, E-Book
ACHTUNG: Die Rezension könnte Spoiler enthalten, da es sich um den zweiten und finalen Band handelt!

Inhalt
Cass hat die Wahrheit über die Gameshow erfahren und entscheidet sich, auf der Seite des Widerstands zu kämpfen. Doch der Plan, das perfide System der Gamemaster zu stürzen, ist mehr als riskant. Denn neben der ständigen Gefahr, entdeckt zu werden, erkennt Cass, dass auch außerhalb der Arenen verhängnisvolle Spiele gespielt werden. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie den richtigen Menschen vertraut.


Meinung
Der Abschluss einer Dilogie – aber leider ein enttäschender Abschluss für mich. Nachdem ich Band 1 wirklich sehr gerne mochte und mich wahnsinnig auf die Fortsetzung gefreut habe, habe ich diesem Buch am Ende nur zwei Buchherzen gegeben.

Es war nicht einmal super lange her, dass ich Band 1 gelesen habe und ich konnte mich noch an der viel erinnern, aber was bleibt ist leider ein Eindruck von Verwirrung und einer irgendwie ziemlich unsympathisch werdenden Protagonistin.

Es gibt einige Zufälle, die für mich irgendwie nicht mehr so ganz ins Bild gepasst haben. Fragen, die ich mit in Band 1 gestellt habe, werden hier recht halbherzig beantwortet, aber irgendwie konnte mich das alles nicht so richtig zufriedenstellen.

Am Ende habe ich die Seiten tatsächlich nur noch überflogen und fand vieles überhastet und an den Haaren herbeigezogen. Außerdem ist für mich auch das Zwischenmenschliche etwas auf der Strecke geblieben.

Fazit
Insgesamt leider eher eine Enttäuschung. Band 1 war super, dieser hier nicht mehr so. Sehr schade, denn ich habe so gerne wissen wollen, wie es ausgeht und am Ende hat es mich irgendwie nicht zufriedenstellen können.

2 von 5 Buchherzen ♥♥

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Französischer Cozy Crime!

Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung
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Inhalt
Lucien Comte de Chacarasse hat seinem Vater am Sterbebett ein Versprechen gegeben: Er wird die Tradition des Adelsgeschlechts seiner Familie fortsetzen und geheime Aufträge für bezahlte Morde entgegennehmen ...

Inhalt
Lucien Comte de Chacarasse hat seinem Vater am Sterbebett ein Versprechen gegeben: Er wird die Tradition des Adelsgeschlechts seiner Familie fortsetzen und geheime Aufträge für bezahlte Morde entgegennehmen – und sie zur Zufriedenheit seines Onkels zum Abschluss bringen. Das aber ist nur mit Tricks und unter Vortäuschung falscher Tatsachen möglich. Denn Lucien hat einen Vorsatz gefasst: Er bringt keine Menschen um. Dabei hat er von klein auf die Kunst des Tötens gelernt – nun ist eine andere Kunst gefragt: jene der listigen Täuschung.

Monsieur le Comtes nächster Auftrag führt ihn nach Marseille, wo er in ein Priestergewand gekleidet ein seelsorgerisches Gespräch mit der Zielperson führt: Wird es ihm mithilfe dieser raffinierten Täuschung gelingen, sein neues Opfer gleichzeitig zu töten und am Leben zu lassen?


Meinung
Cosy Crime rules – zumindest im Moment. Überall, wo man hinsieht, tauchen diese etwas zusammengestückelt wirkenden Cover auf, die irgendwie so gar nicht zu dem Wörtchen „Kriminalroman“ passen möchten. So auch bei „Monsieur le Comte“.

Uns erwartet hier eine kurzweilige Lektüre, die spannend und humorvoll zugleich ist. Hier und da passieren Dinge mir etwas zu „glatt“. Lucien ist alles in allem aber wirklich ein feiner Charakter, den ich total gerne begleitet habe. Er hat überraschende Ideen, zeigt zwischendurch doch eine Menge unerwartete Einsicht und macht insgesamt einfach ziemlich viel richtig in diesem Roman: Er begeistert nämlich und lässt einen auch hier und da schmunzeln.

Die französische Riviera ist zudem ein ziemlich cooler Schauplatz für einen Krimi, ich mochte die Atmosphäre sehr gerne und konnte mich in vielen Szenen geradezu hineinversetzen.

Fazit
Ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe. Hier und da könnte es vielleicht noch etwas mehr Pepp geben, alles in allem aber ein Cosy Crime Titel, der hält, was er verspricht!

4 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2024

Kein guter Mann ... aber ein grandioses Buch!

Kein guter Mann
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Inhalt
Walter ist Postbote und ziemlich gut darin, sich unbeliebt zu machen. Mit knapp sechzig wird er schließlich in die Abteilung für unzustellbare Briefe strafversetzt: in die Christkindfiliale der ...

Inhalt
Walter ist Postbote und ziemlich gut darin, sich unbeliebt zu machen. Mit knapp sechzig wird er schließlich in die Abteilung für unzustellbare Briefe strafversetzt: in die Christkindfiliale der Post in Engelskirchen. Natürlich ist niemand schlechter für den Job geeignet als er.

Eines Tages erreicht ihn ein Schreiben an den lieben Gott. Es stammt vom zehnjährigen Ben. Er will weder Handy noch Playstation, sondern nur wissen, wie man einen Klempner ruft. Walter antwortet vage und bekommt einen zweiten Brief, in dem Ben den lieben Gott ganz schön zusammenfaltet: Warum hilft er ihm nicht?

Walter beginnt einen Briefwechsel mit Ben, selbstverständlich als Gott. Er erfährt immer mehr über das Leben des Jungen, der allein mit seiner depressiven Mutter lebt. Mehr als alles andere wünscht Ben sich einen Freund. Unterdessen naht Weihnachten, und Walter ist mit seinem eigenen Familiendrama beschäftigt: Die Beziehung zu seinen Kindern ist kompliziert, geschieden ist er schon lange, und da ist diese schwere Schuld aus seiner Vergangenheit, die ihm einfach keine Ruhe lässt. Vielleicht kann Walter ja Ben helfen und Ben Walter?


Meinung
Leute … dieses Buch! Es hat mich emotional so wahnsinnig mitgenommen und auf ganzer Linie beeindrucken können. Ich habe es geliebt und kann gleich vorweg sagen, dass das hier eine ganz große Leseempfehlung wird!

Der Autor schreibt so wahnsinnig gut und ergreifend. Er schafft es, aus alltäglichen Situationen und eigentlich unbesonderen Gegebenheiten eine richtig tolle Geschichte zu machen. Es ist nicht das erste Buch, das ich von ihm lese, daher weiß ich, dass das eine Spezialität ist. Und auch sonst sind mir in der Gegenwartsliteratur wenige Autoren bekannt, die so spannend und in einem so tollen Aufbau eine Geschichte erzählen können, die einen von der ersten bis zur letzten Seite begeistern können. Und vor allem – und das ist der Grund für meine gute Bewertung – bleibt dieses Buch auch über das Lesen hinaus im Kopf. Es bleibt hängen, weil es so unvorbereitet ins Herz getroffen hat. Es bleibt hängen, weil es so viele Gegensätze hat, so viele Alltags-Happy-Ends, so viele Situationen, die wir irgendwie alle kennen. Und die der Autor doch zu etwas besonderem macht.

Der Schreibstil ist gewaltig gut. Wirklich! Allein deswegen solltet ihr es lesen. Um euch davon zu überzeugen, dass es diesen fantastischen Autor gibt! Ich merke schon, ich kann gar nicht viel anderes schreiben außer tonnenweise Lob … Aber muss man eigentlich mehr als das wissen?

Fazit
Andreas Izquierdo hat in mir einen riesigen Fan gewonnen. Und vor allem Walter hat einen Fan. Ich finde ihn großartig! Lest dieses Buch unbedingt, es wird euch in so vielen Punkten bereichern!

5 von 5 Buchherzen! ❤️❤️❤️❤️❤️

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Ein Trip mit vielen Enttäuschungen!

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Inhalt
Evelyn Jancke ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit ihr Bruder Fabian zwei Jahre zuvor auf einem Wohnmobil-Trip spurlos verschwand. Es gibt kein Lebenszeichen von ihm, die Ermittlungen wurden ...

Inhalt
Evelyn Jancke ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit ihr Bruder Fabian zwei Jahre zuvor auf einem Wohnmobil-Trip spurlos verschwand. Es gibt kein Lebenszeichen von ihm, die Ermittlungen wurden eingestellt.

Allein ihre Arbeit als forensische Psychologin hält Evelyn aufrecht, vor allem, als die Oldenburger Polizei um ihre Mithilfe bei einer Mordserie bittet. Im norddeutschen Raum tötet ein Unbekannter scheinbar wahllos Menschen auf Campingplätzen. Er kommt immer nachts und verschwindet unerkannt wieder. Bis es einen Zeugen gibt. Und daraufhin ein Phantombild.

Evelyn traut ihren Augen nicht, als sie es sieht. Und fasst einen verzweifelten Entschluss, der sie alles kosten könnte …


Meinung
Bücher von Arno Strobel lassen sich immer schnell lesen. Sie als kurzweilig zu bezeichnen finde ich bei dem Genre irgendwie nicht passend, vielmehr sind sie ziemlich rasant und deswegen mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Hier war es genauso – allerdings hat mir hier einiges gefehlt, was für mich einen guten Psychothriller ausmacht.

Ich fand Evelyn leider total unsympathisch. Der Anfang hat sich sehr in die Länge gezogen und dennoch blieb die Protagonistin mir immer etwas fremd. Ich fand ihr Verhalten häufig völlig übertrieben. Richtige Ermittlungen gab es hier gefühlt nicht, es lief alles nach den Einbildungen und gedanklichen Experimenten von Evelyn ab.

Andererseits fehlten mir trotz diverser Längen im Buch einfach einige detaillierte Informationen. Es wurde mir nicht „psychothriller-mäßig“ genug. Alles blieb flach, der Aufbau hat mir auch nicht gefallen … und auch das Ende war dann alles andere als zufriedenstellend.

Fazit
Leider am Ende ein Trip mit ziemlich vielen Enttäuschungen. Ich konnte der Story und den Figuren nur wenig abgewinnen und am Ende bleibt der Eindruck: Das war alles ziemlich weit hergeholt!

2 von 5 Buchherzen ♥♥

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