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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Interessantes Spin-Off mit vielen Charakteren wo Vorwissen besser ist

Blood Heir - Verborgene Wahrheit
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Vor acht Jahren verließ Julie Lennart Atlanta und kommt nun als Aurelia Ryder wieder. Doch niemand erkennt sie. Denn sie hat sich optisch verändert, nicht nur gealtert, sondern vollständig anders aussieht. ...

Vor acht Jahren verließ Julie Lennart Atlanta und kommt nun als Aurelia Ryder wieder. Doch niemand erkennt sie. Denn sie hat sich optisch verändert, nicht nur gealtert, sondern vollständig anders aussieht. Die 26 hat die Nachricht erhalten, dass eine Prophezeiung sagt, dass ihre Adoptivmutter sterben wird. Und wenn dies passiert, geht alles in einen Krieg über. Denn sie ist der Kleber in einer Welt wo Technik vs. Magie herrscht und die unterschiedlichen Clans und Wesen in einer gebrechlichen Zusammenkunft leben.

Der Leser erfährt von vielen Namen und Personen, welche Teils zur Wahlfamilie von Aurelia gehören und vielen die in der Politik Atlantas unterwegs sind. Für Leser der Mutterserie sind viele bekannte Gesichter dabei, da es aber ein Spin-Off ist und für mich neu, waren es für mich alle durchweg neue Charaktere. Die einen helfen ihr bei der Suche nach dem Mörder eines Pastors und andere stellen sich ihr in den Weg. Diejenigen welche ihr jedoch Steine in den Weg legen, werden dies sehr bereuen.

Denn sie ist nicht mehr die junge Frau von damals, sondern mittlerweile eine Frau die schon mehr als ein Opfer hinter sich gelassen hat. Die Zeit auf der Straße und in Armut hat sie erwachsen lassen, die letzten 8 Jahre haben sie reifen lassen. Zudem Sie bereits einen Gott bezwungen hat und das gibt ihr Kraft in einer Stadt, welche sie nicht unbedingt gerne wieder aufsucht.

Für mich war das Buch durchweg spannend gewesen. Da für mich alles neu war, von der Welt bis hin zu den Charakteren, über die unterschiedlichen Wesen und der politischen Struktur, musste ich schon recht viel mitschreiben um den Überblick nicht zu verlieren.

Für diejenigen welche die Mutterserie kennen, wird es sicherlich ein schönes Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern gewesen sein. So konnte ich mich recht schnell in Aurelia hineinversetzen und ihre Beweggründe verstehen. Sympathisch war sie mir auf jeden Fall durch das ganze Buch hindurch. Aber auch Nebenfiguren wie das Pferd Tulip haben es mir von Anfang an sehr angetan. Bei ihr war es auch der Humor der so mir so gut gefiel. Ein Pferd welches ständig das Maul blutig hat, weil es nicht vernünftig frisst und das Heu nicht anschaut. Für mich als Neuling etwas befremdlich aber zugleich super beschrieben. Darüber hinaus war es der bissige Humor der mir sehr gut gefallen hat.

So war das Buch sehr ausführlich in seiner zeitlichen Geschichte, dem was die Charaktere und ihre eigene Geschichte betraf aber auch die Hintergründe welche Ryders verschwinden begründet. Infos wie die Blutkontrolle durch Kate fand ich hilfreich um zu verstehen, wie sehr auch manche Erfahrungen negativ auf die Charaktere gewirkt haben.

Die Story war trotz vieler Infos und neuem für mich gut zu lesen und die Welt echt unheimlich abwechslungsreich. Den Schreibstil kannte ich schon von der Hidden Legacy-Reihe und war mir somit nicht neu.

Alles in allem ist es eine tolle Geschichte, welche auch einzeln lesbar ist, ich aber eher als Anschluss an die Mutterreihe empfehlen würde. Denn Wiedersehen macht Freude, vor allem wenn man die Hintergründe und Charaktere schon etwas besser kennt.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Die Abgründe der menschlichen Seele sind endlos - Faber weiß wie man diese aufzeigt

Kaltherz
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Mit „Ausweglos“ hat Henri Faber ein Debüt geliefert, um somit in die Liga der bekanntesten deutschsprachigen Autoren einzusteigen. Mit „Kaltherz“ zeigt uns der Autor, dass seiner Ideenvielfalt und die ...

Mit „Ausweglos“ hat Henri Faber ein Debüt geliefert, um somit in die Liga der bekanntesten deutschsprachigen Autoren einzusteigen. Mit „Kaltherz“ zeigt uns der Autor, dass seiner Ideenvielfalt und die Tiefe der menschlichen Psyche und die damit verbundenen Verbrechen, keine Grenzen gesetzt sind.

In seinem neuen Thriller erleben wir mit einer der schlimmsten Ereignisse, welche Eltern passieren kann, wenn das eigene Kind entführt wird. Die fünfjährige Marie wird mitten am Tag aus dem Auto der Mutter entführt und niemand will etwas gesehen haben.

Die Spurensuche beginnt beim Kindermädchen der Familie und die Eltern sind nervlich am Ende. Vorwürfe und Rechenschaft geben sich im Wechsel. Doch war es das Kindermädchen? Die Kommissarin Kim Lansky hat eine sehr eigene Vorstellung von Gesetzen und Regeln und Pädophile spürt sie auf wie sonst niemand anderes. Aber nach ihrer x-ten Versetzung landet sie nun bei diesem Fall. Ist das Kind Opfer eine Pädophilenrings geworden?

Henri Faber kann eines besonders gut, den Leser in die Irre führen. Warum sollte es der erste Gedanken sein, wenn es auch der zweite oder dritte ist. Oder vielleicht ist es doch ganz anders als man denkt.

Wie bereits in Ausweglos erschafft er einen Baum, den man Rückwärts erklimmt. Die Wurzel ist das verschwundene Kind und hoch in die Äste hinaus, gehen viele Abzweigungen und mehr als einmal landet man in der Spitze der Krone und muss zurückgehen auf der Suche nach den wahren Hintergründen und Tätern.

Für mich eines der erneut besten Bücher für 2022. Wenn das so weiter geht, habe ich jedes Jahr einen neuen Faber im Schrank mit immer wieder erfreulichen Stunden, welche mich gruseln lassen bei den Abgründen der menschlichen Seele.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Starke Frauen in einer mittelmäßigen Geschichte

Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter
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Wenn Sherlock Holmes und Watson auf Dr. Jekyll und Hyde trifft. Dann kommt noch eine Erschaffung von Frankenstein hinzu. In „Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter" steht Mary im Vordergrund. Die junge ...

Wenn Sherlock Holmes und Watson auf Dr. Jekyll und Hyde trifft. Dann kommt noch eine Erschaffung von Frankenstein hinzu. In „Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter" steht Mary im Vordergrund. Die junge Frau betrauert den Verlust ihrer Mutter, welche schon seit längerer Zeit nicht mehr physisch gesund ist und nun ohne Eltern dasteht. Denn ihr Vater ist vor Jahren verschwunden und gilt als Tod.

Grund dafür soll sein Assistent Hyde sein. Auf seinem Kopf ist ein Kopfgeld ausgeschrieben, welches die junge Mary gut gebrauchen kann. Auf der Suche nach Hyde findet sie seine Tochter Diana. Diese ist in einem Waisenhaus groß geworden und eine richtige Göre und keine Lady.

Gemeinsam mit Sherlock Holmes und seinem Assistenten Watson findet Mary noch weitere Frauen, welche Opfer einer Geheimgesellschaft sind, wo es um Experimente an Menschen geht. Von Versuchen der Chemie, über Biologie bis hin zur komplett körperlichen Veränderung. Gemeinsam wollen die jungen Frauen diese Gesellschaft zu Grunde bringen. Doch der Weg dahin wird lang sein und erstmal ist Mary mit ihrem Problem im Vordergrund.

Sie ist auch diejenige, welche die Geschichte erzählt. Es gibt zu jeder der weiblichen Hauptpersonen ein eigenes Kapitel, wo diese ihre Erfahrungen wiedergeben. Von den Experimenten, wie ihr Leben vorher gewesen ist. Wer oder was sie waren.

Darüber hinaus haben alle in Kursivschrift ihre Einschübe in die Geschichte von Mary, welche Sie aufschreibt und die Kommentare wie Randnotizen sein sollen. Oftmals mit viel Humor und zum Lachen, die Kabbeleien der Frauen sind oftmals im Vordergrund. Aber leider hat es mich oftmals aus dem Lesefluss gerissen. Nur einmal habe ich richtig lachen müssen, denn es war mein absoluter Lieblingsspruch der so schön schwarz und passend auf dem Punkt war.

Die Geschichte nimmt sich Zeit alle Charakter vorzustellen und den Geschehnissen Platz zu geben. Die Anspielungen an die Bücher woher die Charaktere stammen sind auch im Umschlag vorne und hinten zu finden, so dass man auch ohne Vorerfahrung versteht wer welche Person sein soll.

Leider hat es mir nicht so besonders gut gefallen. Der Einstieg war super, die Charaktere vielseitig, die Wiedererkennung aus anderen Romanen gefiel mir gut. Darüber hinaus hat es sich aber mit über 400 Seiten sehr gezogen und kam für mich auch nicht richtig in Fahrt.

Mary als Hauptperson war mir zu blass, der Rest gab mir schonmal hier und da das Gefühl nicht präsent oder wichtig genug zu sein. Der Humor, gerade der schwarze, hätte stärker sein dürfen. Am meisten sprach und stach heraus am Ende Diana. Gerade ihre rotzfreche Art die den Haufen aufrüttelte war aber nicht gerade sympathisch für den Leser.

Alles in allem ist es eine interessante Geschichte, welche mich aber nicht stark genug begeistern konnte.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Sehe die Stadt in ihrem Ganzen und kämpfe für diese und dem was du liebst

Die Wächterinnen von New York
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„Die Die Wächterinnen von New York" bezirzt auf den ersten Blick mit einem tollen Cover. Man sieht das es die Mehrschichtigkeit der Stadt und die überlappende Welt zeigen soll. Wenn man genau hinschaut, ...

„Die Die Wächterinnen von New York" bezirzt auf den ersten Blick mit einem tollen Cover. Man sieht das es die Mehrschichtigkeit der Stadt und die überlappende Welt zeigen soll. Wenn man genau hinschaut, sieht man auch die Tentakel im Bild, welche im Buch eine wichtige und immer wieder aufkommen Rolle haben.

New York gilt als eine der lebendigsten Städte der Welt, doch dies ist nicht nur der Menschen die dort Leben zu verdanken, sondern weil jede Stadt wie ein Lebewesen atmet und lebt. So ist sie aber auch angreifbar. Und NY wurde sehr hart angegriffen und nach dem letzten gibt es keinen alleinstehenden Avatar mehr sondern fünf Wächter für die fünf Bezirke.

So lernen wir im Buch die verschiedenen Personen kennen, welche Ihren Bezirk präsentieren. In ihrer Persönlichkeit und auch in der Art wie sie kämpfen. Sauber oder schmutzig, mit Geld oder mit Kraft, Köpfen oder Technik. Jeder hat seine Vorgehensweise. Doch nur zusammen sind sie wirklich stark. Daher müssen fünf so unterschiedliche Leute zusammenfinden. Aber wie findet man diese Personen die selbst noch nicht wissen was sie sind?

Das Buch nimmt sich sehr viel Zeit den Charakter wirken zu lassen und sich zu entwickeln. Manhattan der sein altes Leben hinter sich lässt und komplett neu anfängt, Brooklyn die taffe Anwältin und Mutter. In der Bronx herrscht die Kunst und ebenso ein sehr rauer Ton.

Immer wieder wir die Macht gezeigt, welche für Chaos und Gewalt steht. Die Leute beeinflusst. Die Tentakel sehen aber auch Außenstehende.

So unterschiedlich wie die Charaktere und die Bezirke sind, so gut kam dies auch in der Sprache rüber. Vom Slang, über den Dialekt über die teilweise sehr ruppige und flapsige Sprache. Die Dialoge sind stellenweise, so wie die Handlung, schon sehr in die Länge gezogen gewesen. Die Bezirke sind so detailliert erläutert, dass man das Gefühl hat selbst vor Ort zu sein. Im Park zu laufen, mit der Bahn zu fahren oder einfach nur das Gefühl der Menschen dort in sich aufzunehmen.

So sehr mir der Klappentext gefallen hat, so wenig hat mich das Buch selbst überzeugen können. Aber es ist kein schlechtes Buch, es hat viele Facetten und kann noch einiges in den zukünftigen beiden Bänden erreichen. Nur das mir der Schreibstil zu anstrengend war und ich mich ziemlich durchziehen musste. Für Fans von moderner Fantasy in einem Real-Life-Setting mit einer größeren Anzahl an unterschiedlichen Charakteren ist das Buch eine perfekte Leselektüre.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Tolles Rund-Um-Packet zum Thema gesundes Home-Office

Der große Homeoffice Guide
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Home- Office das große neue Arbeitsleben vieler deutscher Arbeitnehmer. Damit in Verbindung kommend, der Platzmangel, Überstunden am heimischen Schreibtisch, Rückenschmerzen und der Stress neben der Arbeit ...

Home- Office das große neue Arbeitsleben vieler deutscher Arbeitnehmer. Damit in Verbindung kommend, der Platzmangel, Überstunden am heimischen Schreibtisch, Rückenschmerzen und der Stress neben der Arbeit die Küche und die Kinder zu betreuen.

„Der große Homeoffice-Guide Zu Hause fit, gesund und beweglich bleiben“ beschreibt in seinem Titel sehr gut, was der Fokus des Buches ist. Der Inhalt ist farbenfroh, abwechslungsreich und macht Spaß durchzulesen. Aber auch darüber hinaus bringt es Lust auf Änderungen im Essensverhalten, der Bewegung und auch in der vielleicht schon falsch eingependelten Routine.

Um diese falsche Routine und das falsche Verhalten zu ändern, spricht das Buch von Verhältnisprävention, Verhaltensprävention und Verständnisprävention. Oder weniger platt gesagt: Beweg dich, esse vernünftig, gönne dir Auszeiten.

„Eat the frog“ ist eine der Vorgehensweisen, welche gegen falsches Bearbeiten von Aufgaben helfen soll und wie man diese nutzt. Aber neben den falschen Routinen und Verhaltensweisen in der Arbeit selbst, gibt es natürlich große Kapitel zum Thema Bewegung und Ernährung.

Beide Grundsteine für einen gesunden Körper, der gerade in HO sehr leitet unter zu vielem sitzen und zu wenig Bewegung. (Im Büro ist der Drucker, die Kaffeeküche und die Toilette dann doch weiter weg. Der Weg mit öffentlichen oder selbst zum Auto fehlen hier) und dann der böse Kühlschrank der immer gut gefüllt in der Nähe ist.

Zum Thema Ernährung gibt es dann eine super Erklärung was der Körper benötigt und gerade auch für die Hirnwindungen gut ist. So gibt es leckere Rezepte zu Mahlzeiten nach der Arbeit oder auch den ein oder andere Smoothie für den Schreibtisch.

Das zweite große Thema beinhaltet die körperliche Bewegung. Neben Sporteinheiten wie Joggen, gibt es super Übungen für den Schreibtisch oder auf einer Yogamatte, welche nicht allzu viel Platz wegnimmt. Diese sind mit ganz tollen Bildern abgebildet, welche verhindern sollte es falsch zu machen. Von kleinen Einheiten bis hin zu langen, ist für jeden dabei. Auch im Büro neben dem Kollegen kann man mal eben schnell die Schultern kreisen lassen.

Aber neben all dem was wir während der Arbeitszeit für uns Gutes machen können, gibt es natürlich auch die Zeiten danach. Feierabend und Urlaub werden ebenfalls erläutert. Denn körperliche Gesundheit ist das eine, aber auch seelisch und psychisch müssen wir auf uns aufpassen.

Das Buch ist für mich ganzheitlich ansprechend in meinem dreimal die Tage Home-Office. Denn gerade Rückenprobleme kenne ich selbst zu gut und finde daher die Bewegungseinheiten des Buches super. Die Rezepte haben mich zum Teil schon so sehr angelacht, dass ich diese nachgekocht habe.

Das Buch ist für mich sehr gut umgesetzt und ich würde es auch Kollegen als HO-Fibel schenken. Denn wir alle können unsere Arbeits-,-Sitz,- und Ernährungsweise sicherlich noch verbessern.