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Veröffentlicht am 03.09.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Das Gift deiner Lügen
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Im englischen Villenviertel Severn Oaks fühlen sich die Menschen sicher. Wäre da nicht der rätselhafte Tod von Erica Spencer, einer allseits geschätzten Nachbarin, die letzten Herbst bei einer Halloweenparty ...

Im englischen Villenviertel Severn Oaks fühlen sich die Menschen sicher. Wäre da nicht der rätselhafte Tod von Erica Spencer, einer allseits geschätzten Nachbarin, die letzten Herbst bei einer Halloweenparty ums Leben kam. Ein Jahr später ist der Fall längst als tragischer Unfall zu den Akten gelegt, als ein rätselhafter Podcast die Runde macht: Der Mord an Erica Spencer. Wöchentlich postet ein anonymer Absender neue Folgen seiner makabren Sendung, in der er hinter die scheinbar makellosen Fassaden des Ortes blickt und so manches dunkle Geheimnis seiner Bewohner enthüllt. Seine Absicht: Er will den Mörder von Erica entlarven - und ruft ihn damit erneut auf den Plan...

„Das Gift deiner Lügen“ war mein erstes Buch von Jenny Blackhurst. Ich muss sagen, ich hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen und war tatsächlich versucht, sie erst mal wieder weg zu legen. Der Beginn zog sich ein wenig und ging für mich zu sehr in Richtung „Desperate Housewives“, obwohl die Handlung in England angesiedelt ist, nicht in den USA.
Auch an den Schreibstil musste ich mich erst mal gewöhnen und die vielen Figuren (im Endeffekt sind es eigentlich dann doch nur acht, die wichtig sind), waren auch ein wenig verwirrend. Ich musste zwischendurch immer mal wieder überlegen: Wer ist jetzt noch mal Peter? Und Jack, das ist der Mann von…?

Die Handlung kreist eigentlich um die Frage, wer Erica Spencers Mörder ist bzw. war es überhaupt Mord (wie der Betreiber des Podcast behauptet) oder war es doch ein Unfall? Und es geht darum, welche Geheimnisse man in einer eingeschworenen Gemeinschaft hat, in der angeblich jeder jeden kennt, welche Lügen man lebt und was passiert, wenn diese plötzlich herauskommen.

Prolog und Epilog sind jeweils in der ersten Person aus Sicht von Erica Spencer geschrieben, was ich recht interessant fand. In den anderen Kapiteln wird immer in der dritten Person erzählt, aber die Perspektiven wechseln, mal ist es Karla, mal Felicity, mal Miranda, die gerade im Mittelpunkt stehen.

Als Psychothriller, wie es auf dem Cover steht, würde ich das Buch nicht bezeichnen, eher als psychologischen Spannungsroman. Wobei die Spannung dann doch erst in der zweiten Hälfte aufkommt, besonders zum Ende hin. Wenn man denkt, das ist es jetzt, das ist die Auflösung, dann kommt wieder eine neue Wendung.
Allerdings plätschert die Geschichte zwischendurch auch einfach mal nur so dahin und wirklich dramatisch wird es auch nicht, als aufgelöst wird, wer der mysteriöse Podcaster ist.

Insgesamt im Nachhinein betrachtet finde ich „Das Gift deiner Lügen“ zwar ganz unterhaltsam, zumindest ab der zweiten Hälfte und es gibt auch einige interessante Twists, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich was verpasst hätte, wenn ich es nicht gelesen hätte.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

War mir etwas zu viel Liebesroman :-)

Unsere Tage am Fluss
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Deutschland, heute: Eine rätselhafte Botschaft im Nachlass ihrer Großmutter führt Elisa nach England auf das majestätische Rosewood Manor. Unter einem Vorwand beginnt sie dort zu arbeiten, um nach einem ...

Deutschland, heute: Eine rätselhafte Botschaft im Nachlass ihrer Großmutter führt Elisa nach England auf das majestätische Rosewood Manor. Unter einem Vorwand beginnt sie dort zu arbeiten, um nach einem verschollenen Tagebuch zu suchen –, und trifft auf den reservierten Hausherrn Calam. Beide gehen sich anfangs aus dem Weg, bis Elisa erkennt, dass sie mehr mit Calam verbindet als gedacht. Bei ihren gemeinsamen Recherchen kommen sie sich näher und ihr Geheimnis lastet immer schwerer auf ihr. Als sie endlich das Tagebuch findet, droht alles zu zerbrechen …

England, 1908: Harriett Lyndham führt ein Leben im goldenen Käfig. Ihre Ehe gleicht einer Fassade, hinter der sich nur noch Leere verbirgt. Doch dann kommt der charismatische Arzt Arthur Schelling nach Rosewood Manor – und zum ersten Mal seit Jahren fühlt Harriett wieder. Zwischen heimlichen Blicken und verbotenen Berührungen entflammt eine Leidenschaft, die beide in den Abgrund zu reißen droht. Denn Harrietts Ehemann ist nicht bereit, sie gehen zu lassen …

Zunächst vielen Dank an Lovelybooks und den Verlag für den Buchgewinn.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt.
In der Gegenwart arbeitet Elisa als Investigativjournalistin in Hamburg, aber ihre letzte Enthüllung hat sie ihren Job und auch ihren guten Ruf gekostet. Da kommt ihr der Fund ihrer Schwester im Haus ihrer verstorbenen Großmutter sehr recht. Ein Foto aus dem Jahr 1908 zeigt eine fremde Frau und einen Hinweis auf ein Tagebuch in einem herrschaftlichen Haus in England. Elisa bewirbt sich als Reinigungskraft auf Rosewood Manpr und flüchtet nach England. Sie hofft, so hat sie Gelegenheit irgendwo das Tagebuch zu finden. Der Hausherr, Calam Lyndham erwischt sie gleich zu Beginn in einer unschönen Situation, gibt ihr aber eine Chance. Gemeinsam suchen sie nach Spuren von Harriett Lyndham und begeben sich auf eine Reise in die Vergangenheit.

Im Jahr 1908 steht Harriett im Mittelpunkt der Geschichte. Nach dem Tod ihres Vaters hat die Stiefmutter sie mit dem um einiges älteren Lord Edward Lyndham verheiratet, um ihr eigenes Ansehen in der Gesellschaft zu festigen. Dabei hätte Harriett viel lieber Medizin studiert. Aber ihr Mann will nur eins von ihr: einen Erben. Leider ist die Ehe seit vier Jahren kinderlos und Harriett sitzt in einem Goldenen Käfig, der Willkür ihres kalten, brutalen und herzlosen Mannes hilflos ausgeliefert. Hier wird die Situation der Frauen zu damaligen Zeit sehr deutlich, denn wenn sie verheiratet waren, hatten sie praktisch keine Rechte mehr.
Trotzdem ist sie eine starke Frau und als sie den Arzt Arthur Schelling kennenlernt, erfährt sie zum ersten Mal wahre Zuneigung und Fürsorge. Aber das Spiel ist gefährlich und für eine gemeinsame Zukunft muss sie alles riskieren, auch ihr Leben.

"Unsere Tage am Fluss" war mein erstes Buch von Karin Lindberg. Tatsächlich hat mir der historische Teil besser gefallen, als der in der Gegenwart. Vielleicht, weil mir die Geschichte mit Calam und Elisa doch ein bisschen zu viel in Richtung Liebesroman geht, das ist ja nicht so ganz mein Beuteschema.

Insgesamt war der Roman gut zu lesen. Ein lebendiger und flüssiger Schreibstil, vielschichtige Charaktere und anschauliche Beschreibungen der jeweiligen Zeit, auch die Sprache passt. Der Perspektivwechsel in den Kapiteln hält die Spannung aufrecht. Und auch wenn nicht in der Ersten Person erzählt wird, ist man immer mittendrin im Geschehen, sowohl bei Elisa als auch bei Harriett. Bei den Recherchen von Elisa zum Tagebuch gibt es immer wieder Überraschungen und Rückschläge. Die Auflösung war für mich dann zwar nicht sehr überraschend, aber der Weg dorthin ist auf jeden Fall sehr interessant erzählt.

Fazit: Wer Romane auf zwei Zeitebenen mag, in denen es um Familiengeheimnisse geht und kein Problem mit ein bisschen Romantik hat, dem wird "Unsere Tage am Fluss" sicher gefallen.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Sommer auf Norderney

Das Glück liegt am Strand
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Liv liebt ihren Job als Intensivkrankenschwester, auch wenn sie kaum noch Zeit für sich findet. Doch als eine alte Schulfreundin auf ihrer Station nur knapp überlebt, beschließt Liv, sich endlich wieder ...

Liv liebt ihren Job als Intensivkrankenschwester, auch wenn sie kaum noch Zeit für sich findet. Doch als eine alte Schulfreundin auf ihrer Station nur knapp überlebt, beschließt Liv, sich endlich wieder mehr um sich selbst zu kümmern. Sie fährt nach Norderney, wo sie früher oft mit ihren Großeltern war und ihre Schwester Johanna mittlerweile ein Café betreibt. Zwischen den unterschiedlichen Schwestern kracht es allerdings schon beim ersten Treffen. Doch als Liv erfährt, dass es schlecht um Johannas Café steht, beschließt sie, ihr zu helfen. Und dann klopft plötzlich die Liebe an die Tür. Liv muss sich entscheiden. Welches Leben passt wirklich zu ihr?

Wenn das Meer die Seele freipustet.

Dieser Satz auf der Rückseite über dem Klappentext trifft perfekt den Kern des Buches. Liv steht kurz vor einem Burnout. Als eine Schulfreundin von früher mit Krebs auf ihrer Station landet und bei einem Notfall nur knapp gerettet wird, zieht sie endlich die Reißleine. Zusammen mit einem alten Holzkästchen, dass sie von ihrer Mutter bekommen hat, fährt sie nach Norderney zu ihrer Schwester. In diesem Kästchen befinden sich Nachrichten von ihrer Oma, die sie jeden Morgen an ihren Mann, also Livs Opa, schrieb. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde. Auch Liv helfen einige Sätze ihrer Oma, wieder zur Ruhe zu kommen, um herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Hat sie einen Plan für ihr weiteres Leben? Welche Träume möchte sie unbedingt noch wahr machen?
Auch die Insel, das Meer und die raue Seeluft tun ihr unheimlich gut. Und auch wenn das Wiedersehen anfangs nicht so einfach ist, fühlt sie sich doch wohl in der Nähe ihrer chaotischen Schwester Johanna. Gemeinsam erinnern sie sich an die Ferien ihrer Kindheit, die sie hier mit ihren Großeltern auf Norderney verbracht haben, denn ihre Eltern hatten eigentlich nie Zeit für sie.
Und gemeinsam versuchen sie schließlich auch, Johannas Café zu retten.

"Das Glück liegt am Strand" ist kein Liebesroman, auch wenn die Liebe natürlich eine Rolle spielt. Aber genauso wichtig sind Familie und Freundschaft. Es geht darum, zu sich selbst zu finden und vielleicht mal zu hinterfragen, ob man wirklich glücklich ist mit seinem Leben oder ob man etwas ändern sollte. Welche Ziele, Träume und Pläne hatte man als Kind oder Teenager und welche habe ich bisher tatsächlich erfüllt oder erreicht?
Es gibt übrigens ein Wiedersehen mit Yve, die auch eine Rolle in "Unser Reetdachhaus am Strand" spielt. Leser von Christin-Marie Below werden sich erinnern.

Und am Ende findet man leckere Rezepte für Kuchen und Kekse.

Eine Geschichte zum Wohlfühlen und Eintauchen, perfekt für den Sommer.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Gelungener Abschluss

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit
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Karlskrona 1910. Dank ihrer Freundschaft und ihres Mutes haben Marlene und Liv gemeinsam eine Zuflucht geschaffen: Der malerische Rosenhag ist ein Ort, an dem Frauen einander helfen, sich gegenseitig unterstützen ...

Karlskrona 1910. Dank ihrer Freundschaft und ihres Mutes haben Marlene und Liv gemeinsam eine Zuflucht geschaffen: Der malerische Rosenhag ist ein Ort, an dem Frauen einander helfen, sich gegenseitig unterstützen und Geheimnisse austauschen – ganz gleich, welche Herkunft sie auch haben mögen. Doch als ein Mann aus Marlenes Vergangenheit plötzlich in ihrem wohl geordneten Leben auftaucht, scheint alles, woran sie einst glaubte, nicht mehr gültig. Und auch das zarte Band zu Oskar könnte nun zerreißen. Liv hingegen ist bereit, sich neu zu verlieben. Wäre da nicht ihr grausamer Ehemann Sten Boregard, der mit allen Mitteln versucht, ihr Leben aus den Angeln zu reißen. Mit Zuversicht wollen die Frauen in eine selbstbestimmte Zukunft schreiten – aber ihnen werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Können sie ihren Gegnern endlich gemeinsam die Stirn bieten? Oder müssen sie ihre Träume ein für alle Mal aufgeben?

Es ist nicht so einfach, meine Meinung zum Buch wiederzugeben, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Der zweite Teil der Saga beginnt genau dort, wo der erste endet. Ein Fremder taucht am Rosenhag auf, verschwindet aber plötzlich wieder. Ein kurzer Blick auf ihn reicht allerdings aus, um Marlene einen Schock zu versetzen.
Auch auf Liv kommen keine einfachen Zeiten zu. Zunächst genießt sie ihre Freiheit, als ihr Mann im Gefängnis sitzt, aber sie ist ständig in Sorge, dass er bald wieder freikommen könnte. Was soll sie dann tun? Wird er in eine Scheidung einwilligen?
Auch aus Oskars Vergangenheit taucht jemand auf, mit dem er nicht gerechnet hat und dadurch gerät seine gerade begonnene Beziehung zu Marlene in Gefahr.

Von Anfang an ist man als Leser wieder mittendrin in der Geschichte um Marlene, Liv und Oskar. Wie schon im ersten Teil, wechseln sich die Kapitel in der Erzählperspektive zwischen den drei Hauptfiguren ab und es kommt noch eine vierte dazu. Dadurch ist man wieder die ganze Zeit nah an den Ereignissen.
Ständig passiert etwas, immer wieder gibt es Wendungen und Überraschungen. Wenn man denkt, jetzt kehrt mal ein bisschen Ruhe ein, kommt wieder etwas Unerwartetes um die Ecke. So verfliegen die 600 Seiten sehr schnell.
Der Schreibstil hat mir auch dieses mal wieder gut gefallen. Die Sprache ist der Zeit angemessen, denke ich, nicht zu altmodisch, aber auch nicht zu modern. Corina Bomann gelingt es, einen guten Eindruck der damaligen Zeit zu vermitteln, es wirkt sehr authentisch.

Mit „Sehnsucht nach Freiheit“ ist die Dilogie um zwei starke Frauen leider auch beendet. Ich habe sie gerne gelesen und Liv und Marlene bei ihrem Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung begleitet.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Etwas zu viel Romantik für meinen Geschmack

Annas kleiner Teeladen
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Nach dem Unfalltod ihres Mannes ihres Mannes vor zwei Jahren möchte Anna Hemingway endlich einen Neuanfang wagen. Sie zieht mit ihrer kleinen Tochter Ellie in ein malerisches Cottage in ihrem Heimatort ...

Nach dem Unfalltod ihres Mannes ihres Mannes vor zwei Jahren möchte Anna Hemingway endlich einen Neuanfang wagen. Sie zieht mit ihrer kleinen Tochter Ellie in ein malerisches Cottage in ihrem Heimatort Little Somerby und übernimmt das Café ihrer Patentante. So hat sie ihre Eltern und auch ihre beste Freundin seit Kindheitstagen, Charlotte, ganz in der Nähe. Und dann trifft sie auch noch auf Matthew Carter, den Besitzer der örtlichen Cider-Farm. Langsam nähern sich die beiden an. Doch auch Matthew musste im Leben einige Enttäuschungen verkraften, nachdem ihn seine Frau vor einigen Jahren und mit einer halbwüchsigen Tochter zurückgelassen hat. Sein einziger Lichtblick ist Anna und bald gehören urige Dorffeste und Cider-Verkostungen unter den Sternen und Annas und Matthews neuem Leben. Doch dann geschieht eine Tragödie und das neu gewonnene Glück gerät in Gefahr…

Anna ist Mitte Dreißig als sie plötzlich Witwe wird. Nach zwei Jahren ergreift sie die Chance und übernimmt zunächst für ein Jahr das Café ihrer Patentante Ursula. Sie kauft das Pippin Cottage zwei Häuser neben ihrer besten Freunden Charlotte. Anna ist mir gleich sympathisch und ich finde es mutig, dass sie einen Neuanfang wagt, schon alleine für ihre Tochter. Zunächst für ein Jahr - solange begleiten wir sie auch in ihrer neuen Heimat - und dann will sie schauen, wie es weitergehen wird.

Ich konnte direkt in die Geschichte eintauchen und der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Autorin schafft es, die Szenen so bildhaft zu gestalten, dass man das Gefühl hat, direkt am Geschehen teilzuhaben – sei es bei einem Spaziergang durch Little Somerby, im Café oder bei der traditionellen Baumsegnung im Apfelgarten.
Im Kern ist dies schon ein klassischer Liebesroman, aber ich fand ihn trotzdem nicht zu kitschig. Die Charaktere haben Tiefgang, ihre Motivationen und inneren Konflikte werden nachvollziehbar und einfühlsam dargestellt. Man lernt sie mit all ihren Stärken und Schwächen kennen und schließt sie schnell ins Herz. Das gilt wie gesagt vor allem für Anna, aber auch für Matthew, Meredith oder Charlotte. Gerade die kleinen Marotten in ihren Persönlichkeiten sorgen immer wieder für Momente zum Schmunzeln, die dem Roman an den richtigen Stellen etwas mehr Leichtigkeit verleihen. So sieht man gerne auch mal über ein paar "funkelnde Augen" zu viel hinweg.

Für mich persönlich war es teilweise ein bisschen zu viel Romantik, ich hätte mir gewünscht, dass das Café mehr im Mittelpunkt steht. Für Liebhaber gefühlvoller Geschichten ist "Annas kleiner Teeladen" aber sicher genau das Richtige. Wer also auf der Suche nach einer herzerwärmenden Lektüre mit der passenden Dosis Humor ist, die das Herz höherschlagen lässt und Mut macht, wird dieses Buch lieben.

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