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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Kein leichtes Thema

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Mich hat die Leseprobe von „Mit dir da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ angesprochen. Diese Lektüre ist allerdings keine leichte Kost. Hier geht um Liebesentzug der Eltern, Drogen, Punkerszene, physische ...

Mich hat die Leseprobe von „Mit dir da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ angesprochen. Diese Lektüre ist allerdings keine leichte Kost. Hier geht um Liebesentzug der Eltern, Drogen, Punkerszene, physische und sexuelle Gewalt, Suizid, Zwänge und Ängste. Diese Triggerwarnung wird auch direkt am Anfang des Buches genannt. Wer damit ein Problem haben sollte, sollte dieses Buch definitiv nicht lesen!

Der Schreibstil der Autorin Sarah Lorenz ist unglaublich gut, leicht zu lesen, aber auch sehr wortgewaltig. Das Cover und der Titel ist einfach toll und spricht einen an.

Elisa ist hier die Ich-Erzählerin und gibt einen Einblick in ihre frühe Kindheit bis zu ihrem jetzigen Alter, Anfang/Mitte 40.
Mit ihr geht man durch soviel emotionale Ereignisse, da muss man teilweise schlucken. Zu jedem neuen Kapitel gibt es ein Gedicht von Mascha Kaléko und Elisa spricht im Geiste mit ihr. Elisa verehrt Mascha sehr und scheinen sich in vielen Punkten sehr ähnlich zu sein. Sie kann sich jedenfalls gut in diese Gedichte hineinversetzen. Ich selbst kenne diese Gedichte nicht und fand sie ganz ganz okay.
Manche fand ich toll, manche haben mich do gar nicht angesprochen. Elisa wurde nur bis zu ihrem 10. Lebensjahr von ihrer Mutter so richtig „geliebt“. Sie scheint mit ihrer Tochter gefühlsmäßig überfordert gewesen zu sein und distanziert sich ihr immer mehr. Elisa soll ein schwieriges Kind gewesen sein und so nahm nach und nach alles seinen Lauf - leider oft zum negativen. Aber bitte lest es selbst!

Ich kann dieses Buch jedem sehr ans Herz legen, auch wenn einem Mascha Kaléko vielleicht nichts sagt!

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Unterhaltsam und Berührend

Das Herz kennt keine Demenz
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In jedem Alten-/Seniorenheim sollte es definitiv einen „Jimmy“ geben!
Jim Ayag ist mit Herz und Seele bei diesem Beruf und ich fand das Buch einfach nur großartig! Jim nimmt uns mit in seinen Arbeitsalltag ...

In jedem Alten-/Seniorenheim sollte es definitiv einen „Jimmy“ geben!
Jim Ayag ist mit Herz und Seele bei diesem Beruf und ich fand das Buch einfach nur großartig! Jim nimmt uns mit in seinen Arbeitsalltag und zeigt hier was Demenz überhaupt ist und wie man damit umgeht. Ja auch ich musste oft bei den Geschichten schmunzeln und „Frau Tippelkamp“ ist mir des öfteren ans Herz gewachsen. Ich musste auch oft an meine Oma denken, die auch Demenz hatte. Das war nicht einfach damit umzugehen und traurig mit anzusehen. Aber auch von der Arbeit, also dem Pflegeberuf an sich, erzählt Jim. Der Beruf ist nicht für jeden, aber es ist wie er sagt nicht nur „waschen“. Ich habe jetzt jedenfalls einen völlig anderen und neuen Einblick in diesen Beruf bekommen und zieh da echt meinen imaginären Hut.
Jim ist auch auf Social Media aktiv und ich muss mir unbedingt noch seine Videos anschauen :)

Und ich gebe zu das in dieser heutigen Gesellschaft die Älteren oft nicht beachtet werden. Man sollte einfach mal mehr hinschauen und helfen wenn nötig. Das ist wirklich sehr wichtig!

Ich empfehle dieses Buch JEDEM! Lest es!
Von mir gibt es 5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Höhen und Tiefen einer Künstlerin

Der ewige Tanz
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Mich hat zuallererst einmal das Cover angesprochen. Von Anita Berber habe ich tatsächlich noch nie etwas gehört und habe somit gegoogelt um mir ein umfassendes Bild machen zu können. Den Klappentext und ...

Mich hat zuallererst einmal das Cover angesprochen. Von Anita Berber habe ich tatsächlich noch nie etwas gehört und habe somit gegoogelt um mir ein umfassendes Bild machen zu können. Den Klappentext und die Leseprobe fand ich super interessant und machte mich neugierig auf die Lektüre. Außerdem lese ich auch gern über dieses Jahrzehnt bzw. Jahrhundert.
Es liest sich an sich gut und flüssig aber irgendwie bin ich mit dem Buch nicht zu hundertprozentig warm geworden. Vor allem mit der Hauptprotagonistin Anita Berber. An sich interessant, wie es zur damaligen Zeit ablief, aber man liest hier nur über das künstlerische Dasein von ihr. Man kommt aber nicht so recht an ihre persönliche Charaktere heran und muss sich da wohl sein eigenes Bild von ihr machen. Sympathisch war mir keiner so richtig, außer die Großmutter von Anita. Von ihr wurde zwischen den Zeilen oft berichtet und man merkt das beide ein sehr gutes Verhältnis zueinander hatten, was sie mit ihrer Mutter eher gar nicht hatte. Leider rutscht Anita schnell in der Künstlerszene ab und konsumiert immens viel Drogen, gerät ständig in Schwierigkeiten.
Anita Berber starb viel zu jung, bereits 1928 an Tuberkulose.

Ich würde dem Buch 3-3,5 Sterne geben. Empfehlen kann ich es durchaus, auch wenn mich das Buch nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Eine scheiternde Ehe

Es geht mir gut
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Eine scheiternde Ehe


USA in den 50er-Jahren. Das Ehepaar Kat und Virgil ziehen mit ihren beiden Söhnen in eine Wohnanlage, die von einem griechischen Hausverwalter betreut wird.
Dort wohnen allerdings ...

Eine scheiternde Ehe


USA in den 50er-Jahren. Das Ehepaar Kat und Virgil ziehen mit ihren beiden Söhnen in eine Wohnanlage, die von einem griechischen Hausverwalter betreut wird.
Dort wohnen allerdings mehr ältere Menschen als wie in dem Werbeprospekt angekündigt. Der Pool wurde allerdings seit längerer Zeit nicht mehr benutzt, mit einem gewissen Hintergrund. Der Pool wird auf Wunsch von Kat hergerichtet und eines
Sonntags im November, ein warmer Tag für diese Jahreszeit, beschließt Kat einfach mal in den Pool zu gehen. Und zwar so lange wie nötig. Kat denkt über ihre Vergangenheit nach und diese Frage: Was wäre wenn?!Und wie geht es jetzt weiter? Auch Virgil denkt über sehr vieles nach. Die Ehe scheint jedenfalls nicht aus Liebe geschlossen worden zu sein und beide sind definitiv nicht glücklich…

Eine kleine aber doch feine Geschichte für zwischendurch mit einigen Überraschungen. Der Schreibstil der Autorin Jessica Anthony hat mir auch gut gefallen. Auch das Cover ist so passend.

Ich kann das Büchlein auf jedenfall empfehlen :)

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Überraschend gut

Hier draußen
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Überraschend gut!

Fehrdorf - Ingo und Lara ziehen mit ihren beiden Kindern von der Stadt ins Dorf. Sie stellen fest das das Leben hier ganz anders ist. Sie lernen nach und nach die Dorfbewohner kennen, ...

Überraschend gut!

Fehrdorf - Ingo und Lara ziehen mit ihren beiden Kindern von der Stadt ins Dorf. Sie stellen fest das das Leben hier ganz anders ist. Sie lernen nach und nach die Dorfbewohner kennen, aber auch die haben ihr Päckchen zu tragen.

Ein toller Schreibstil der Autorin. Sehr bewegend, tiefgründig, authentisch, sympathische und interessante Protagonisten. Aber auch ein Buch zum nachdenken. Auch fand ich die Beschreibungen sehr realistisch und bildlich dargestellt. Abwechselnd erzählen die Protagonisten ihre Geschichte, auch verschiedene Zeitebenen kommen vor. Sehr schön gestaltetes und auch passendes Cover.

Als Ingo eines abends mit dem Auto unterwegs ist fährt er eine weiße Hirschkuh an. Diese ist selten und ein Mythos des Dorfes besagt, wer eine weiße Hirschkuh tötet dem droht nach einem Jahr ebenso ein tödliches Schicksal. Der Unfall macht die Runde im Dorf und Lara beginnt Nachforschungen bei den Bewohnern anzustellen. Auch die Ehe mit Ingo kommt ins wanken. War es überhaupt eine gute Idee aufs Dorf zu ziehen? Ist der Tod der weißen Hirschkuh tatsächlich Schuld an all den Schicksalsschlägen?

Und nein, das Buch war keine Sekunde langweilig. Große Leseempfehlung!

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