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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Immer noch aktuell

Zähne zeigen
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Letztens hatte ich ja „Hazel sagt nein“ gelesen, und da Hazels Lieblingsautorin Zadie Smith ist wurde es jetzt endlich Zeit, die Gute aus dem RUB (Regale ungelesener Bücher) zu befreien. Wie lange sie ...



Letztens hatte ich ja „Hazel sagt nein“ gelesen, und da Hazels Lieblingsautorin Zadie Smith ist wurde es jetzt endlich Zeit, die Gute aus dem RUB (Regale ungelesener Bücher) zu befreien. Wie lange sie da schon stand könnt Ihr am Verlag erkennen. „Zähne zeigen“ ist mittlerweile zum @kiwi_verlag abgewandert.
Warum eigentlich habe ich bloß so lange mit den Lesen dieser höchst vergnüglichen, aber auch extrem intelligenten, Lektüre gewartet?
Obwohl das Buch nunmehr 26 Jahre auf dem Buckel hat, hat es absolut nichts an Aktualität verloren. Alle angesprochenen Themen sind heute noch relevant: Akzeptanz von Migranten, deren Anpassung an die neue Heimat, das Chaos das die Kolonialzeit hinterlassen hat, Generationenkonflikte, Alltagsrassismus, Fundamentalismus etc.
Zadie Smith schreibt locker und humorvoll, zeichnet liebevoll ihre ProtagonistInnen, ohne die jeweiligen Themen ins Lächerliche zu ziehen. Gesellschaftskritik in alle Richtungen - immer mit viel Augenzwinkern.
Das war wirklich allererste Sahne und äußerst unterhaltsam.
Übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Die Thematik ist leider sehr aktuell

Hazel sagt Nein
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Was für eine Erzählung! Die Story ging mir so richtig an die Nieren und ich hätte all die Ungerechtigkeit und die Emotionen kaum ausgehalten, wenn der Schreibstil nicht diese ungeheure Portion Humor beinhaltet ...


Was für eine Erzählung! Die Story ging mir so richtig an die Nieren und ich hätte all die Ungerechtigkeit und die Emotionen kaum ausgehalten, wenn der Schreibstil nicht diese ungeheure Portion Humor beinhaltet hätte.
Kein anderes Buch könnte sich grad jetzt - inmitten der Epstein Files Skandale - richtiger anfühlen.
Aber auch ohne diesen speziellen Fall, ist es leider aktueller denn je.
Männer, die sich unangemessen gegenüber jungen Frauen oder gar Kindern benehmen oder nähern oder sich über sie äußern. Aber auch der gesellschaftliche Umgang damit, wenn es öffentlich wird, das Relativieren, das Beschuldigen der Mädchen, das Wegzwinkern… Sexualisierung ist in viel zu vielen Köpfen leider immer noch völlig normal.
Was junge Mädchen dabei und danach psychisch durchmachen müssen, wie sehr sie an so einem Ereignis verzweifeln und im schlimmsten Fall sogar daran zerbrechen können, kann man in diesem Buch nicht nur lesen, sondern regelrecht spüren.
Eine sehr authentisch erzählte Geschichte, die mich richtig wütend gemacht hat, aber mit ganz wundervollen ProtagonistInnen, die ich sehr liebgewonnen habe.
Übersetzt von Angela Koonen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Endlich eine weibliche Sicht auf ein altbekanntes Thema

Die Frauen jenseits des Flusses
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Kristin Hannah ist für mich ein Phänomen: ich hab schon grottige Bücher von ihr abgebrochen, aber dann haut sie Bücher wie dieses raus, das man gar nicht genug würdigen kann.
Ja, mittlerweile haben sogar ...



Kristin Hannah ist für mich ein Phänomen: ich hab schon grottige Bücher von ihr abgebrochen, aber dann haut sie Bücher wie dieses raus, das man gar nicht genug würdigen kann.
Ja, mittlerweile haben sogar wir Nicht-US Bürger mehr als genug über Vietnam gelesen, gehört und gesehen… die klaffende Wunde in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Aber diesen unsäglichen Krieg und entsetzliche Behandlung der Soldaten durch die eigenen Landsleute aus dieser Sicht nochmal auf den Punkt gebracht zu lesen, war doch sehr besonders. Vor allem eine weibliche Sicht, die der Feldkrankenschwester Frankie. Vieles wusste ich schon, einiges war für mich neu und sehr viel konnte ich mir durch den Roman deutlicher nachempfinden.
Ich fand dieses Buch sehr eindringlich und es hat mich extrem bereichert, auch wenn es natürlich ganz schön viel ist, was einer einzelnen Person, der Hauptprotagonistin also, so widerfährt.
Wer sich für die weibliche Sicht auf die Thematik Vietnam interessiert, dem will ich diese Erzählung empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Wir wurden keine Freunde

Wir Töchter
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Ich schätze das Buchprogramm des C.H.Beck Verlags sehr und durfte da schon einige literarische Perlen für mich entdecken.
„Wir Töchter“ und ich konnten aber leider gar nicht zueinander finden und ich muss ...

Ich schätze das Buchprogramm des C.H.Beck Verlags sehr und durfte da schon einige literarische Perlen für mich entdecken.
„Wir Töchter“ und ich konnten aber leider gar nicht zueinander finden und ich muss gestehen, dass ich es nach der Hälfte abgebrochen habe.
Woran das lag?
Cover und Klappentext hatten mich sehr angesprochen, ich liebe Generationengeschichten, aber in diesem Fall kam ich mit der Art des Erzählens kaum klar. Wir lernen in der Hauptsache drei Frauen kennen: Grossmutter, Mutter und Enkeltochter, polnischstämmig. Abekdotenhaft erfahren wir aus deren Kindheit und Leben. Leider nicht linear und gespickt mit vielen polnischen Wörtern, Sätzen und sogar Liedtexten - meist ohne Übersetzung. Ich neige dann beim Lesen immer dazu, die Wörter richtig lesen zu wollen… allerdings kann ich kein Polnisch. Krampfhaft habe ich mich dann dazu gezwungen, diese Stellen zu ignorieren. Da ich zu den Protagonistinnen keinen richtigen Bezug aufbauen konnte hatte ich immense Probleme zu erkennen über wen ich jetzt grade lese und wann das jetzt spielt. Die Kapitel geben leider am Anfang auch keinen Hinweis auf das Jahr und die Person. Es wird viel gekocht und eingeweckt, sehr viel! Und immer wenn ich dachte, dass das Buch mich endlich gepackt hat, kam entweder der nächste Personenwechsel oder wieder eine nicht enden wollende Aufzählung diverser kulinarischer Genüsse.
Ich fand es einfach nur anstrengend.
Schade, für mich hat es leider nicht gepasst.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Lektüre die sprachlos macht

Das Beste sind die Augen
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Oh.mein.Gott.
Was hab ich da grad gelesen? Wie genial war das denn jetzt?
Ich bin ein wenig sprachlos, weil das Buch absolut anders als erwartet war.
Sehr sehr krank, stellenweise schockierend widerlich, ...

Oh.mein.Gott.
Was hab ich da grad gelesen? Wie genial war das denn jetzt?
Ich bin ein wenig sprachlos, weil das Buch absolut anders als erwartet war.
Sehr sehr krank, stellenweise schockierend widerlich, aber…. super gut.
Sehr bizarr, spannend in jedem Fall, düster und ja: auch feministisch.
Genretechnisch kann ich es kaum einordnen, war es ein Krimi, ein kafkaesker Horrortrip, ein feministischer Befreiungsschlag oder eher ein Drama? Von allem ein bisschen.
Auf alle Fälle ein Hammerbuch, das ich nicht so schnell vergessen werde.

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