Wenn das Telefon bei Bastian Bielendorfer klingelt und seine Mutter am Apparat ist, dann wird aus dem Erwachsenen wieder das Kind. Zwischen Bemutterung und pensionierten Lehrern, die mit dem sich wandelnden ...
Wenn das Telefon bei Bastian Bielendorfer klingelt und seine Mutter am Apparat ist, dann wird aus dem Erwachsenen wieder das Kind. Zwischen Bemutterung und pensionierten Lehrern, die mit dem sich wandelnden Alltag so ihre Probleme haben, ist alles dabei und es entstehen herrlich komische Situationen, die man sich einfach nicht ausdenken kann. Mutter ruft an. . .
Gleich zu Beginn gelingt es dem Autoren, der auch der Sprecher des Hörbuchs ist, den Hörer für sich zu gewinnen und ihn innerhalb der ersten Minuten zum Lachen zu bringen. Ob es an den urkomischen Situationen und Gesprächen mit seinen Eltern, vorrangig seiner Mutter, liegt oder daran, dass man einiges davon aus dem eigenen Leben kennt, mag ich nicht zu beurteilen. Dadurch ist man aber sofort bei der Sache und kann das Hörbuch einfach nur genießen.
Die Kapitel sind knackig und gleichzeitig hat man das Gefühl der Vollständigkeit, was es einerseits realistisch und andererseits umso lebendiger macht. Die vorkommenden Personen werden so nahbar porträtiert, dass man sich die Situationen bildlich vorstellen kann, was es nur umso lustiger und besser macht. Ganz davon abgesehen, dass einige wirklich lustige und unvorstellbare Dinge passieren, die einen überraschen und, manchmal ungewollt, zum Lachen bringen. Es ist kaum vorstellbar, dass das Erlebnis beim Lesen genauso gut ist wie beim Hören, daher kann ich jedem nur das Hörbuch empfehlen.
Ein TV-Experiment voller Social Media-Stars, die auf einer tropischen Insel ohne Außenkommunikation auskommen müssen. Und mittendrin Mia, die so gar nichts mit den anderen Kandidaten zu verbinden scheint. ...
Ein TV-Experiment voller Social Media-Stars, die auf einer tropischen Insel ohne Außenkommunikation auskommen müssen. Und mittendrin Mia, die so gar nichts mit den anderen Kandidaten zu verbinden scheint. Mia, die unter neuer Identität lebt, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Als dann plötzlich die Produzentin ermordet wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn einer der Kandidaten ist der Mörder. Und sie sitzen noch eine Weile auf der Insel fest ...
Die Idee klingt total fesselnd und man kann den Nervenkitzel schon beim Klappentext spüren. Daher habe ich nicht lange überlegt und mir das eBook zugelegt.
Gleich zu Beginn werden viele Fragen aufgeworfen und man kommt erst nach und nach hinter die Ereignisse, die Mia so sehr verändert haben. Das sorgt zwar dafür, dass man sie immer besser kennenlernt, da sie aber auch die Erzählperspektive innehat, ist es merkwürdig. Zumal man auch einzelne ihrer Handlungen in der Gegenwart nicht miterlebt. Diese künstliche Distanz sorgt für Irritationen und nimmt der Geschichte die Spannung und Emotionalität.
Stilistisch hat sich die Autorin dazu entschieden, gegen Ende eines Kapitels vergangenes aufzuarbeiten und hier dann auch unterschiedliche Sichtweisen zu verwenden. Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und kann leider nicht wirklich fesseln, da es irgendwie künstlich erscheint. Und auch hier wird zu viel weggelassen, um echt zu wirken, auch wenn dies teilweise für den Spannungsbogen relevant ist.
Die Auflösung hat mir leider so gar nicht gefallen. Alles wirkte insgesamt zu konstruiert und wenig glaubwürdig. Und auch die Wege bis zur Auflösung sind stellenweise zäh, sodass man irgendwann das Ende herbeisehnt - obwohl das Buch recht kurz ist. Der Autorin gelingt es nicht, einen ansprechenden Spannungsbogen über die gesamte Handlung hinweg zu erschaffen, weswegen man irgendwann gar nicht mehr so erpicht darauf ist, den Mörder zu enttarnen.
Die Figuren sind allesamt recht oberflächlich und wenig nahbar. Das liegt zum einen an der Ausnahmesituation, in der sie sich befinden, aber auch daran, dass sich die Autorin vorrangig mit den wichtigsten Figuren Mühe gegeben zu haben scheint. Bei anderen wirkt es eher, als sei ihnen in letzter Minute eine Backgroundstory angedichtet worden, um das große Ganze zu komplettieren. Das ist schade, da es der Glaubwürdigkeit der gesamten Geschichte schadet und bei manchen Figuren auch ein wenig unpassend zu den übrigen Erzählungen über sie scheint.
Nachdem Nat ihrer Freundin Elodie in einen zwielichtigen Club folgt und anschließend wegen Diebstahls der Schule verwiesen wird, verändert sich ihr Leben vollkommen. Ihre Mutter nimmt das Angebot eines ...
Nachdem Nat ihrer Freundin Elodie in einen zwielichtigen Club folgt und anschließend wegen Diebstahls der Schule verwiesen wird, verändert sich ihr Leben vollkommen. Ihre Mutter nimmt das Angebot eines Milliardärs an und schickt Nat auf eine Eliteschule in England, während sein Geld ihr ein leichtes Leben beschert.
Schon bald muss Nat erkennen, dass die Gray Wolf Academy keine normale Schule ist und Arthur auch kein wohltätiger Milliardär. Wird sie die Rolle, für die er sie gedacht hat, erfüllen oder könnte dies ihr Untergang sein? Und welche Geheimnisse liegen in ihrer Vergangenheit verborgen?
Gleich zu Beginn kann der Prolog bereits begeistern und erste Eindrücke vermitteln. Die hier angedeuteten Dinge sorgen dafür, dass man nur umso gespannter in die Geschichte startet, die deutlich später spielt.
Zu Beginn verfolgt man Nats Alltag, wobei man nur sehr wenig davon wirklich erlebt. Viel mehr erklärt Nat, weshalb ihr Leben mittlerweile ganz anders ist als zuvor und schon bald wird man mit ihr aus ihrem Alltag gerissen.
Aufgrund des schnellen Erzähltempos und der sich überschlagenden Ereignisse passen hier die doch sehr kurzen Kapitel gut, da sie die Atmosphäre verstärken und einen nur noch tiefer in die Geschichte hineinziehen.
Leider ändert sich das, als Nat in der Gray Wolf Academy ankommt. Obwohl hier viel weniger passiert, bleibt es bei den sehr kurzen Kapiteln, was dann eher störend wirkt. Zumal die Kapitel teilweise mitten in Gesprächen enden, die dann im nächsten Kapitel nahtlos fortgesetzt werden.
Zudem wird es hier langatmiger, da vieles nur angedeutet wird und man kaum echte Erklärungen erhält. Nat muss sich einiges zusammenreimen und alle scheinen Dinge vor ihr zu verheimlichen, was es nicht gerade leichter macht, mit diesem komplexen Thema zurechtzukommen. Zumal Arthurs Aufträge einige Fragen aufwerfen, die kaum beantwortet werden. Hier wirkt es so, als hätte sich die Autorin selbst noch nicht entschieden und daher gleich auf die Erklärungen, wie ihre Welt funktioniert, verzichtet. Das sorgt wiederum dafür, dass man sich nicht wirklich in die Geschichte fallen lassen kann und es umso zäher wird. Die Zeitreisen an sich sind gut beschrieben und man kann die Szenen wirklich genießen. Das liegt zum einen daran, dass es etwas völlig neues in diesem Buch ist und zum anderen daran, dass endlich etwas passiert. Der Autorin gelingt es hingegen nicht, die Vergangenheit atmosphärische aufleben zu lassen, was wirklich schade ist. Zudem hält der Roman nicht, was der Klappentext verspricht, denn das große Mysterium in ihrer Vergangenheit entschlüsselt Nat nicht wirklich. Vermutlich wird dies im Folgeband erfolgen.
Mit Nat wird man schnell warm und man schließt sie in sein Herz. Dadurch ist es aber noch schmerzlicher, dass es recht schnell einen Zeitsprung von einem knappen Monat gibt, in dem sie sich stark verändert. Dadurch, dass der Leser die Veränderung nicht miterlebt, entsteht eine Distanz, was die emotionale Verbindung vom Leser zu Nat zerstört. Zumal es sowieso auffällig ist, wie schnell sich Nats Charakter zu ändern vermag, was ein wenig befremdlich ist.
Auch die übrigen Charaktere sind wenig vertrauenerweckend. Das liegt zum einen daran, dass niemand wirklich ehrlich ist. Zum anderen entwickeln sich Beziehung merkwürdig schnell und es werden Andeutungen gemacht, die nicht weiter begründet werden. Und Elodie ist wirklich eine schreckliche Person, der man mehrfach den Hals umdrehen wollen würde.
Als Leser bleibt man ratlos zurück und würde Nat am liebsten von allen fernhalten, während man noch immer darauf hofft, dass der Prolog endlich erklärt wird und die Verbindungen gezogen werden. Denn auch wenn man kaum mehr weiß als Nat, sorgt die schlechte Vorahnung dafür, dass man misstrauischer ist und das ein oder andere vorherzusehen vermag.
So haben sich die Zwillinge ihre Rückkehr nicht vorgestellt: Als Alex und Connors Mutter von der Zauberin ins magische Land entführt wird, bleibt den Geschwistern nichts anderes übrig, als einen Weg zurück ...
So haben sich die Zwillinge ihre Rückkehr nicht vorgestellt: Als Alex und Connors Mutter von der Zauberin ins magische Land entführt wird, bleibt den Geschwistern nichts anderes übrig, als einen Weg zurück ins magische Land zu finden, um ihre Mutter zu retten. Doch schnell müssen die Zwillinge erkennen, dass nicht nur ihre Mutter in schrecklicher Gefahr schwebt und sie viel mehr die gesamte Welt retten müssen. Gemeinsam mit ihren Freunden macht sich die ungleiche Gruppe auf eine magische Schnitzeljagd, um die Waffe zu bekommen, mit der sie die fast allmächtige Zauberin besiegen können. Aber kann ihnen dieses schier unmögliche Unterfangen gelingen?
Einige Zeit ist seit der Rückkehr der Zwillinge aus dem magischen Land vergangen und es braucht ein wenig, bis man wieder in die Geschichte hineinfindet. Zumal sich auch einiges verändert hat, was den Einstieg nicht gerade einfacher macht. Der Aufbau des Handlungsbogens zieht sich ein wenig und an manchen Stellen ist es doch recht vorhersehbar, sodass man gerade dann nicht versteht, warum die entscheidenden Ereignisse nicht schneller kommen. Gleichzeitig muss man bedenken, dass es sich um ein Kinderbuch handelt und die Zielgruppe dies vermutlich weniger störend empfindet, da man sich dadurch nur noch besser mit den Zwillingen identifizieren kann. Denn dadurch erlebt man Connor und Alex in anderen Situationen und erlebt andere Seiten an ihnen.
Die Reihe brilliert mit ihren fantastischen Märchenfiguren, die ihre Eigenarten haben. Gerade diese Ecken und Kanten machen sie so einzigartig und liebenswert und die Geschichte so lustig. Allen voran Rotkäppchen sorgt für einige lustige Szenen und kann sich schon bald als Liebling etablieren - obwohl sie auch sehr nervig sein kann. Und auch die Gans ist teilweise zum Schreien komisch, sodass man gar nicht genug von ihr bekommt. Genau diese einzigartigen Figuren sorgen dafür, dass auch unwichtigere oder tempoärmere Stellen geliebt werden und wie im Flug vergehen, da man einfach nicht genug von diesen Figuren bekommen kann.
An manchen Stellen zieht sich die Geschichte ganz schön und es kommt zu einigen Szenen, die nicht notwendig gewesen wären, was den Eindruck noch verstärkt. Gleichzeitig kann man sich aber auch im magischen Land verlieren und man möchte noch viel mehr über das Land und die Figuren erfahren. Das liegt auch an Rufus Beck, der als Sprecher die Reihe fantastisch vertont und eine emotionale Verbindung zum Leser erschafft. Für diese Reihe könnte es keinen besseren Sprecher geben und allein seinetwegen lohnt es sich, sich das Hörbuch anzuhören. Als Hörbuch ist die Reihe noch deutlich besser als als Buch.
An manchen Stellen ist die Geschichte sehr vorhersehbar und - wie bereits im ersten Teil - passen die Teile dann doch zu gut zusammen, als das es immer so realistisch oder glaubwürdig scheint. Aber da es ein Kinderbuch und eine Märchenneuerzählung ist, ist dies weniger schlimm. Das Buch hat einen vollkommen anderen Zweck und das innere Kind kann diese Reihe einfach nur genießen und sich schon auf den nächsten Band freuen.
Endlich ist es den Kings gelungen, Mable zu einer Entscheidung zu zwingen. Eine Entscheidung, deren Konsequenzen keiner absehen kann. Eine Entscheidung, die sie alle zerstören kann. Hat Mable richtig entschieden ...
Endlich ist es den Kings gelungen, Mable zu einer Entscheidung zu zwingen. Eine Entscheidung, deren Konsequenzen keiner absehen kann. Eine Entscheidung, die sie alle zerstören kann. Hat Mable richtig entschieden oder wird es Mable und die Kings alles kosten?
Es ist eine Weile her, seit ich zuletzt in die Welt der Kingston University eingetaucht bin und daher hat es ein wenig gedauert, bis man sich wieder an alles Wesentliche erinnert. Wobei die kurzen Erwähnungen der Ereignisse hierbei sehr hilfreich sind.
Die von Mable getroffene Entscheidung sorgt für eine neue Dynamik in der Gruppe, die man zu Beginn jedoch kaum bemerkt, da es wenig Szenen gibt, in denen unsere Protagonisten aufeinander treffen. Die Kings sind mit ihren Abschlussprüfungen und Mable mit ihren Prüfungen und einer noch viel weitreichenderen Entscheidung beschäftigt, sodass nur wenig Zeit füreinander bleibt. Das ist schade, da die Reihe von ihren Figuren und der Dynamik unter den Figuren lebt und es gerade zu einer recht elementar wirkenden Veränderung gekommen ist.
Dadurch zieht sich die Geschichte auch zu Beginn etwas, weil eben, wieder erwarten, nicht so viel passiert. Dafür werden endlich ein paar Geheimnisse gelüftet und Fragen beantwortet, die einem seit dem ersten Band unter den Nägeln brennen. Wobei immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden. Viele der Enthüllungen sind schockierend und wirklich überraschend und es ist schade, dass manche nur kurz erwähnt werden, ehe die Erzählperspektive wechselt. Man würde hier am liebsten gleich die Konfrontation mit allen haben, um es endlich zu verstehen, aber dafür muss man sich noch gedulden.
J. S. Wonda gelingt es einwandfrei, den Leser mit all den Geheimnissen und Enthüllungen ans Buch zu fesseln und gleichzeitig ausreichend Normalität einfließen zu lassen, um die Geschichte nicht abdrehen zu lassen. Es ist die optimale Mischung, bei der man immer wieder nach dem Buch greift, weil man die Antworten zu dringend braucht, als dass einen selbst langweiligere Stellen abschrecken.
Einzelne Aspekte sind ein wenig vorhersehbar, auch wenn man bis zuletzt nicht versteht, wieso etwas bestimmtes passiert oder nicht passiert. Ich hoffe mal, das diese Fragen noch geklärt werden, denn es gibt noch mindestens vier weitere Bände, die ich unbedingt lesen will.