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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2020

Ganz anders als erwartet. Ein wunderbares Jugendroman

254 Tage mit Jane Doe
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In der Kleinstadt Burgerville ist das spannendste in der Geschichte die die angebliche Grüne Kuh. Ray interessiert sich für fast nicht anderes. Doch dann kommt Jane in die Klasse. Bunte Fingernägel und ...

In der Kleinstadt Burgerville ist das spannendste in der Geschichte die die angebliche Grüne Kuh. Ray interessiert sich für fast nicht anderes. Doch dann kommt Jane in die Klasse. Bunte Fingernägel und eine große Begeisterung für Verschwörungstheorie machen Jane für Ray zum coolsten Mädchen in Burgerville. Doch Jane hat viele Geheimnisse und manchmal passiert das Unvorstellbare.

Ray fand ich unglaublich interessant. Zwischen dem Davor und dem Danach ist viel passiert, was man erst nach und nach erfährt. Und in der Zeit hat sich Ray ziemlich verändert. Im 'Davor' ist er ein unsicherer Teenager mit einem Faible für die Geschichte seiner Heimatstadt und im 'Danach' ist er zynisch und schlägt um sich. Man will immer mehr erfahren wie aus dem unsicheren Hobby Historiker der mürrische Junge, der versucht zu verstehen, was passiert ist. Man bekommt aber immer mehr einen besseren Eindruck in Rays Charakter und ich habe das Gefühl, dass er zwischendurch ziemlich verloren gewirkt hat.
Insgesamt gefiel mir Ray unheimlich gut. Seine Wutausbrüche, seine Verzweiflung und auch seine Akzeptanz waren großartig beschrieben.

Über Jane erfährt man am Anfang noch nicht so viel und ich wusste noch nicht so wirklich, ob ich sie sympathisch finden soll. Dafür musste ich sie erst noch richtig kennen lernen und das habe ich auch. Man erfährt, wer sie ist und was sie für Probleme hatte und was hinter ihrem Wesen steckt.

Ich hatte schon sehr früh meine Vermutungen, was passiert ist und bei dem Hauptbestandteil hatte ich recht. Bei vielen anderen Dingen wurde ich überrascht und einige Sachen hatte ich so komplett nicht erwartet. Man erfährt immer mehr, aber nicht genug, damit die Fragen wirklich alle geklärt werden und dazu kamen auch einfach immer neue auf. Es wurde immer packender und mitreißender und ich bin quasi durch die Geschichte geflogen.

Ich fand den Schreibstil absolut klasse und ich kam auch super schnell in die Geschichte rein. Das Buch wurde in ein Davor und Danach unterteilt und manchmal habe ich so meine Probleme, wenn die Geschichte zwischen zwei Zeiten spielt, aber hier habe ich nicht das Gefühl in meinem Lesefluss unterbrochen zu werden. Ich fand es eher passend, da man dadurch einen besseren einen Gesamteindruck von der Geschichte bekommen hat, obwohl man nicht weiß, was genau passiert ist. Es war sehr gelungen, da man mit Ray leidet und auf der anderen Seite auch irgendwie auf Abstand gehalten wird (vorallem in den Danach Sequenzen).

Es war aber nicht nur ernst, sondern hatte auch eine große Prise Humor. Dadurch wurde die Ernsthaftigkeit aufgelockert und dadurch hat mir das Buch noch besser gefallen. Ein Buch, dass traurig ist, kann auch gleichzeitig humorvoll sein.

Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Es lässt einen nicht los und man fängt an zwischen den Zeilen zu lesen. Genau wie Ray habe ich begriffen, dass man die Geschichte nicht immer einfach berurteilen kann, wenn man ein Teil davon ist. Dann sind die Gedanken und Meinungen immer subjektiv.

Nach so einem Buch mit einem so ernsten Thema, brauche ich erstmal etwas leichtes und seichtes.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Kann nicht mit dem anderen Buch von Anja Tatlisu mithalten

Not Over You
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Ich habe letztes Jahr 'Love without Limits' der Autorin gelesen und war von der Story absolut begeistert. Ich habe mich daher sehr auf die neue Geschichte von Anja Tatlisu gefreut,

Vor sechs Jahren waren ...

Ich habe letztes Jahr 'Love without Limits' der Autorin gelesen und war von der Story absolut begeistert. Ich habe mich daher sehr auf die neue Geschichte von Anja Tatlisu gefreut,

Vor sechs Jahren waren Hayley und Noah absolut verliebt, bis er einfach von heute auf morgen aus ihrem Leben verschwand. Jetzt ist sie mit Dean verlobt, doch am Abend ihres Junggesellinnenabschieds trifft sie auf Noah, der sie bittet noch einmal mit ihm auszugehen, da er sie immer noch liebt.

Ich hatte von Anfang an meine Probleme mit Hayley, da ich mich so überhaupt nicht in sie hineinversetzen konnte. Ihre Zerrissenheit war zwar authentisc.h und nachvollziehbar, aber teilweise hätte ich sie gerne geschüttelt. Zum Ende hin konnte ich sie etwas besser verstehen, aber ich so richig warm wurde ich mit ihr nicht.

Auch einer der Männer in ihrem Leben hat mich nicht wirklich überzeugt. Dean war die sichere Wahl mit einem stabilen Job, aber absolut langweilig und leider waren seine Handlungen vorhersehbar.
Noah war da schon interessanter und hat mir trotz seiner Fehler gut gefallen. Er war vielschichtig und es war schön mehr über ihn zu erfahren

Ich hatte leider auch ein Problem mit der Art der Charakterbeschreibung. Anstatt die Charaktere wirklich zu beschreiben wurden sie nur mit Schauspielern oder berühmten Persönlichkeiten verglichen. Einmal ist das in Ordnung, danach fand ich es etwas nervig. Er war eine Mischung zwischen Johnny Depp und James Dean. Sie sah aus wie Amanda Seyfried und Meg Ryan... Das war mir einfach zu viel und immer wieder musste ich erst überlegen, wie die Schauspieler aussehen. Es wurde so erklärt, dass die Protagonistin die Personen halt immer so beschreibt, aber ich war eher genervt. Vorallem zu Beginn kam es vermehrt vor.

Insgesamt fiel mir der Start sehr schwer und ich habe keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen können. Sie haben für mich nicht wirklich an Tiefe gewonnen und ich habe ihr Verhalten, vorallem das von Hayley nicht nachvollziehen können.

Ab der Mitte wurde die Geschichte etwas packender, auch wenn ich es teilweise ziemlich vorhersehbar fand. Mich konnte kaum etwas überraschen, was ich wirklich schade fand, denn ihr erstes Buch hatte mich wirklich begeistert. Vielleicht gefällt mir ihr nächstes Buch ja wieder mehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2020

Die ersten 100 Seiten waren wirklich toll, aber leider konnte der Rest so gar nicht mithalten

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
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Ich habe das Cover gesehen und dann den Klappentext gelesen und ich wusste, dass ich das Buch haben musste.

Ella ist eine der besten Jägerinnen in ihrem Dorf und hat noch nie an die Geschichten der Drachen ...

Ich habe das Cover gesehen und dann den Klappentext gelesen und ich wusste, dass ich das Buch haben musste.

Ella ist eine der besten Jägerinnen in ihrem Dorf und hat noch nie an die Geschichten der Drachen geglaubt. Dann trifft sie auf Razul, der ihr das Gegenteil beweist, denn er selbst gehört zu dem Clan der Weißdrachen. Damit er ihr Dorf vor dem Hunger bewahrt, erwartet er, dass Ella auf sein Schloss zieht und dort erkennt sie, wie gefährlich der Drache in Razul ist.

Ella war eine starke Protagonistin, die für sich und ihre beiden jüngeren Brüder sorgt. Sie ist eine starke, aufopferungsvolle Protagonistin und hatte ein großes Herz. Aber leider blieb es auch dabei, aber dazu weiter unten mehr.

Aufgrund des Klappentextes und auch nach den ersten wenigen Kapitel dachte ich noch, es wäre eine 'Schöne und das Biest' Adaption. Wir hatten die schöne junge Frau aus der Kleinstadt, die anders ist als die Mädchen dort und ein Typ hatte Interesse an ihr, den sie nicht ausstehen konnte. Dazu wollte das Biest (ein Drache) Ella bei sich haben und soll nun in seinem Schloss leben. Aber sehr schnell hat sich gezeigt, dass ich damit sowas von falsch lag. Sehr schnell entwickelte es sich dann doch in eine komplett andere Richtung.

Man kommt sehr schnell in die Geschichte rein und der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Während der Start auch noch super interessant und sehr packend war, so fing es ab der Hälfte an sich zu ziehen. Ich hatte das Gefühl, dass es keine wirkliche Spannung mehr gab und die Geschehnisse haben sich immer nur wiederholt.

Dazu ging mir die Liebesgeschichte zu schnell und von jetzt auf gleich (innerhalb von vielleicht 5 Tagen) wussten beide, dass es zwischen ihnen die große Liebe ist. Ich mag es lieber, wenn es sich entwickelt und nicht, wenn die Gefühle sofort da sind. Es gab keine Gefühlsentwicklung, keine Spannung, sondern nur Liebe von Null auf Hundert auf weniger als 50 Seiten.

Dadurch wirkten auch die Protagonisten nicht wirklich ausgereift und bewegten sich irgendwann nur auf der Stelle. Ella war die Starke und Razul der Drache mit dem dunklen Herzen. Der Böse war abgrundtiefe Böse und es gab ab einem bestimmten Punkt nicht wirklich eine Entwicklung der Charaktere.

Insgesamt wurde ich am Anfang noch positiv von der Geschichte überrascht und war voll in der Story drin. Doch leider war damit nach dem ersten Drittel Schluss und mir gefiel das Buch leider nicht so, wie ich es nach den ersten Seiten noch dachte. Schade, ich hätte viel mehr erhofft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2020

Ein Fantasyroman, der in einer dystopischen Zukunft spielt

Chasing Darkness. Das Herz eines Dämons
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Es gibt so selten Einzelbänder im Fantasybereich und da habe ich mich über 'Chasing Darkness' sehr gefreut.

Alana gehört zu den Van Helsings, den bekanntesten Dämonenjägern und ist auch eine der besten ...

Es gibt so selten Einzelbänder im Fantasybereich und da habe ich mich über 'Chasing Darkness' sehr gefreut.

Alana gehört zu den Van Helsings, den bekanntesten Dämonenjägern und ist auch eine der besten in ihrem Job. Doch dann verlangt der König von ihr Darius zu heiraten, einen Halbdämon. Für beides ist es unvorstellbar den Feind heiraten zu müssen, also versuchen sie diese Bindung zu verhindern und kommen sich dabei auch näher.

Alana ist mit der Meinung aufgewachsen, dass alle Dämonen böse sind und es ihre Aufgabe ist, diese zu töten. Es war schön, ihr dabei zuzusehen, wie sich ihre Sicht der Dinge geändert hat. Sie war mir am Anfang etwas zu engstirnig, aber das passte dadurch auch zu ihrer Charakterentwicklung

Darius war als Halbdämon sehr interessant und er gefiel mir von allen Charakteren doch am besten. Er wurde von seinem Großvater gehasst, von seinem Bruder verabscheut und von vielen anderen Menschen gefürchtet. Trotzdem ist er sympathisch und seine Gedanken nachvollziehbar, da er dadurch natürlich auch mit Unsicherheiten zu kämpfen hatte. Aber man wusste auch nicht genau, was für Kräfte er hatte, was ihn noch geheimnisvoll machte.

Der Schreibstil war von der ersten Seite an packend und ich habe mich auch direkt in dieser neuen Welt zurechtgefunden. Mir hat es vorallem dann sehr gut gefallen, als mir klar wurde, dass es keine fiktive Welt ist, sondern unsere, nur in einer entfernten Zukunft. Eine tolle Idee, einen Fantasyroman in eine dystopische Zukunft zu setzen.

Leider war die Beziehung der Beiden sehr vorhersehbar und auch ihre Probleme und teilweise dessen Lösungen. Insgesamt hatte das Buch nicht so viele überraschende Wendungen, wie ich erhofft hatte. Die Story war teilweise vorhersehbar und auch der Böse, war für mich von Anfang an klar. Trotzdem konnten mich ein paar Sachen dann doch noch überraschen.

Zum Ende hin passierte auch alles sehr schnell und man hätte das ganze noch etwas ausarbeiten können. Insgesamt gefiel mir die Geschichte aber sehr gut und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2020

Ich hoffe ja auf noch mehrere Teile der AcA

Academy of Arts: Herzensmelodie
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Ich habe schon einige Bücher von Sina Müller gelesen und habe mich daher auch sehr auf dieses hier gefreut.

Die Academy of Arts ist eine renomierte Kunsthochschule an der nur die Besten eingeladen werden, ...

Ich habe schon einige Bücher von Sina Müller gelesen und habe mich daher auch sehr auf dieses hier gefreut.

Die Academy of Arts ist eine renomierte Kunsthochschule an der nur die Besten eingeladen werden, um dort zu studieren. Toni liebt nichts mehr als mit ihrer Violine Musik zu machen und nach einer Aufnahmeprüfung wird sie von Talentscout Vincent angeworben. Auf der Academy hat sie nicht nur mit dem Unterricht zu kämpfen, sondern auch mit ihren Gefühlen für Vincent.

Toni hat mir sehr gut gefallen. Sie ist anders als manch andere Protagonistin und das lag vorallem an ihrer Art. Sie möchte nichts anderes tun als Violine spielen und ohne Instrument fühlt sie sich sehr schnell unsicher. An der AcA soll sie sich auch mal anderen Dingen widmen und wird an ihre Grenzen gebracht. Ich fand es toll gemacht, wie sie den Weg immer zu sich selbst fand.

Vincent mochte ich sehr gerne. Er hat nicht nur ein Ohr für Künste, sondern ist selbst ehemaliger Musiker, doch er hat das Spielen aufgegeben. Er hat seine Geheimnisse und das hat ihn super interessant gemacht. Er war nicht der typische Bad Boy, den man aus den meisten Büchern kennt und das hat mir ganz besonders gefallen.
Ich hätte gerne einen Vincent für mich, bin nur leider so musikalisch wie eine Kartoffel, also wird das wohl eher nichts.

Die Geschichte beginnt sehr leicht und wundervoll und entwickelt sich so schön, dass ich sofort mittendrin war. Die Gefühle der beiden Protagonisten wachsen langsam und es wird nichts überstürzt, wodurch das ganze sehr authentisch wurde.

Ich bin begeistert von Toni und Vincent und von ihrer Geschichte. Es gibt aber einen Kritikpunkt. Ich fand, dass das Ende sehr plötzlich kam und ich dachte einen Moment, da würde ein Abschnitt fehlen. Man ist mitten drin und plötzlich ist es zu Ende.
Ich fand die Probleme waren zu schnell gelöst und durch den Epilog (den ich mega schön fand) wirkte alles sehr schnell. Es lagen zwar sechs Monate zwischen den Geschichte und dem Epilog, aber die Lösung wirkte so simpel. Puff, alle Probleme sind gelöst und mir fehlte da einfach ein bisschen mehr.

Ich war Anfang des Jahres selbst in Amerstdam und habe im Rijksmuseum diese tanzenden Lampen gesehen. Auch mich haben sie verzaubert und ich habe dort mehrere Minuten gestanden und sie beobachtet. Sina hat diese Magie sehr gut eingefangen und ihr Schreibstil packt einen auf den ersten Seiten. Die Chemi zwischen den Charakteren war spürbar und die Geschichte unglaublich süß, ohne dabei kitschig zu sein.

Auch wenn es ein Einzelband ist, hoffe ich doch, dass es vielleicht doch noch mehrere Teile geben wird. Die Academy of Arts hat tolle Charaktere, die eine eigene Geschichte verdient hätten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere