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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2020

Die ersten 100 Seiten waren wirklich toll, aber leider konnte der Rest so gar nicht mithalten

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
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Ich habe das Cover gesehen und dann den Klappentext gelesen und ich wusste, dass ich das Buch haben musste.

Ella ist eine der besten Jägerinnen in ihrem Dorf und hat noch nie an die Geschichten der Drachen ...

Ich habe das Cover gesehen und dann den Klappentext gelesen und ich wusste, dass ich das Buch haben musste.

Ella ist eine der besten Jägerinnen in ihrem Dorf und hat noch nie an die Geschichten der Drachen geglaubt. Dann trifft sie auf Razul, der ihr das Gegenteil beweist, denn er selbst gehört zu dem Clan der Weißdrachen. Damit er ihr Dorf vor dem Hunger bewahrt, erwartet er, dass Ella auf sein Schloss zieht und dort erkennt sie, wie gefährlich der Drache in Razul ist.

Ella war eine starke Protagonistin, die für sich und ihre beiden jüngeren Brüder sorgt. Sie ist eine starke, aufopferungsvolle Protagonistin und hatte ein großes Herz. Aber leider blieb es auch dabei, aber dazu weiter unten mehr.

Aufgrund des Klappentextes und auch nach den ersten wenigen Kapitel dachte ich noch, es wäre eine 'Schöne und das Biest' Adaption. Wir hatten die schöne junge Frau aus der Kleinstadt, die anders ist als die Mädchen dort und ein Typ hatte Interesse an ihr, den sie nicht ausstehen konnte. Dazu wollte das Biest (ein Drache) Ella bei sich haben und soll nun in seinem Schloss leben. Aber sehr schnell hat sich gezeigt, dass ich damit sowas von falsch lag. Sehr schnell entwickelte es sich dann doch in eine komplett andere Richtung.

Man kommt sehr schnell in die Geschichte rein und der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Während der Start auch noch super interessant und sehr packend war, so fing es ab der Hälfte an sich zu ziehen. Ich hatte das Gefühl, dass es keine wirkliche Spannung mehr gab und die Geschehnisse haben sich immer nur wiederholt.

Dazu ging mir die Liebesgeschichte zu schnell und von jetzt auf gleich (innerhalb von vielleicht 5 Tagen) wussten beide, dass es zwischen ihnen die große Liebe ist. Ich mag es lieber, wenn es sich entwickelt und nicht, wenn die Gefühle sofort da sind. Es gab keine Gefühlsentwicklung, keine Spannung, sondern nur Liebe von Null auf Hundert auf weniger als 50 Seiten.

Dadurch wirkten auch die Protagonisten nicht wirklich ausgereift und bewegten sich irgendwann nur auf der Stelle. Ella war die Starke und Razul der Drache mit dem dunklen Herzen. Der Böse war abgrundtiefe Böse und es gab ab einem bestimmten Punkt nicht wirklich eine Entwicklung der Charaktere.

Insgesamt wurde ich am Anfang noch positiv von der Geschichte überrascht und war voll in der Story drin. Doch leider war damit nach dem ersten Drittel Schluss und mir gefiel das Buch leider nicht so, wie ich es nach den ersten Seiten noch dachte. Schade, ich hätte viel mehr erhofft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2020

Ein Fantasyroman, der in einer dystopischen Zukunft spielt

Chasing Darkness. Das Herz eines Dämons
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Es gibt so selten Einzelbänder im Fantasybereich und da habe ich mich über 'Chasing Darkness' sehr gefreut.

Alana gehört zu den Van Helsings, den bekanntesten Dämonenjägern und ist auch eine der besten ...

Es gibt so selten Einzelbänder im Fantasybereich und da habe ich mich über 'Chasing Darkness' sehr gefreut.

Alana gehört zu den Van Helsings, den bekanntesten Dämonenjägern und ist auch eine der besten in ihrem Job. Doch dann verlangt der König von ihr Darius zu heiraten, einen Halbdämon. Für beides ist es unvorstellbar den Feind heiraten zu müssen, also versuchen sie diese Bindung zu verhindern und kommen sich dabei auch näher.

Alana ist mit der Meinung aufgewachsen, dass alle Dämonen böse sind und es ihre Aufgabe ist, diese zu töten. Es war schön, ihr dabei zuzusehen, wie sich ihre Sicht der Dinge geändert hat. Sie war mir am Anfang etwas zu engstirnig, aber das passte dadurch auch zu ihrer Charakterentwicklung

Darius war als Halbdämon sehr interessant und er gefiel mir von allen Charakteren doch am besten. Er wurde von seinem Großvater gehasst, von seinem Bruder verabscheut und von vielen anderen Menschen gefürchtet. Trotzdem ist er sympathisch und seine Gedanken nachvollziehbar, da er dadurch natürlich auch mit Unsicherheiten zu kämpfen hatte. Aber man wusste auch nicht genau, was für Kräfte er hatte, was ihn noch geheimnisvoll machte.

Der Schreibstil war von der ersten Seite an packend und ich habe mich auch direkt in dieser neuen Welt zurechtgefunden. Mir hat es vorallem dann sehr gut gefallen, als mir klar wurde, dass es keine fiktive Welt ist, sondern unsere, nur in einer entfernten Zukunft. Eine tolle Idee, einen Fantasyroman in eine dystopische Zukunft zu setzen.

Leider war die Beziehung der Beiden sehr vorhersehbar und auch ihre Probleme und teilweise dessen Lösungen. Insgesamt hatte das Buch nicht so viele überraschende Wendungen, wie ich erhofft hatte. Die Story war teilweise vorhersehbar und auch der Böse, war für mich von Anfang an klar. Trotzdem konnten mich ein paar Sachen dann doch noch überraschen.

Zum Ende hin passierte auch alles sehr schnell und man hätte das ganze noch etwas ausarbeiten können. Insgesamt gefiel mir die Geschichte aber sehr gut und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2020

Ich hoffe ja auf noch mehrere Teile der AcA

Academy of Arts: Herzensmelodie
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Ich habe schon einige Bücher von Sina Müller gelesen und habe mich daher auch sehr auf dieses hier gefreut.

Die Academy of Arts ist eine renomierte Kunsthochschule an der nur die Besten eingeladen werden, ...

Ich habe schon einige Bücher von Sina Müller gelesen und habe mich daher auch sehr auf dieses hier gefreut.

Die Academy of Arts ist eine renomierte Kunsthochschule an der nur die Besten eingeladen werden, um dort zu studieren. Toni liebt nichts mehr als mit ihrer Violine Musik zu machen und nach einer Aufnahmeprüfung wird sie von Talentscout Vincent angeworben. Auf der Academy hat sie nicht nur mit dem Unterricht zu kämpfen, sondern auch mit ihren Gefühlen für Vincent.

Toni hat mir sehr gut gefallen. Sie ist anders als manch andere Protagonistin und das lag vorallem an ihrer Art. Sie möchte nichts anderes tun als Violine spielen und ohne Instrument fühlt sie sich sehr schnell unsicher. An der AcA soll sie sich auch mal anderen Dingen widmen und wird an ihre Grenzen gebracht. Ich fand es toll gemacht, wie sie den Weg immer zu sich selbst fand.

Vincent mochte ich sehr gerne. Er hat nicht nur ein Ohr für Künste, sondern ist selbst ehemaliger Musiker, doch er hat das Spielen aufgegeben. Er hat seine Geheimnisse und das hat ihn super interessant gemacht. Er war nicht der typische Bad Boy, den man aus den meisten Büchern kennt und das hat mir ganz besonders gefallen.
Ich hätte gerne einen Vincent für mich, bin nur leider so musikalisch wie eine Kartoffel, also wird das wohl eher nichts.

Die Geschichte beginnt sehr leicht und wundervoll und entwickelt sich so schön, dass ich sofort mittendrin war. Die Gefühle der beiden Protagonisten wachsen langsam und es wird nichts überstürzt, wodurch das ganze sehr authentisch wurde.

Ich bin begeistert von Toni und Vincent und von ihrer Geschichte. Es gibt aber einen Kritikpunkt. Ich fand, dass das Ende sehr plötzlich kam und ich dachte einen Moment, da würde ein Abschnitt fehlen. Man ist mitten drin und plötzlich ist es zu Ende.
Ich fand die Probleme waren zu schnell gelöst und durch den Epilog (den ich mega schön fand) wirkte alles sehr schnell. Es lagen zwar sechs Monate zwischen den Geschichte und dem Epilog, aber die Lösung wirkte so simpel. Puff, alle Probleme sind gelöst und mir fehlte da einfach ein bisschen mehr.

Ich war Anfang des Jahres selbst in Amerstdam und habe im Rijksmuseum diese tanzenden Lampen gesehen. Auch mich haben sie verzaubert und ich habe dort mehrere Minuten gestanden und sie beobachtet. Sina hat diese Magie sehr gut eingefangen und ihr Schreibstil packt einen auf den ersten Seiten. Die Chemi zwischen den Charakteren war spürbar und die Geschichte unglaublich süß, ohne dabei kitschig zu sein.

Auch wenn es ein Einzelband ist, hoffe ich doch, dass es vielleicht doch noch mehrere Teile geben wird. Die Academy of Arts hat tolle Charaktere, die eine eigene Geschichte verdient hätten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Schwächer als der erste Teil

Das Mal der Götter 2: Erwacht
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In Sirion wurde jetzt ein König gewählt und der muss sich nun für eine der drei Priesterinnen entscheiden. Nathaniel hat die an die Götter geglaubt und nun ist er zum König erwählt worden. Celeste zeigt ...

In Sirion wurde jetzt ein König gewählt und der muss sich nun für eine der drei Priesterinnen entscheiden. Nathaniel hat die an die Götter geglaubt und nun ist er zum König erwählt worden. Celeste zeigt ihm, was genau das Land für einen König bracuht und die beiden kommen sich näher. Doch das Königreich wird bedroht und auch die beiden sind in Gefahr.

Celeste hat sich die meiste Zeit verschlossen und lässt kaum einen an sich ran. Durch ihre Gabe kommen ihr die meisten Leute nicht zu nah und dadurch ist sie den meisten gegenüber auch von vorne herein abweisend. Ich konnte sie sehr gut verstehen und sie ist mir noch sympathischer geworden. Sie ist ein vielschichtiger Charakter, den man immer näher kennen lernt.

Ich war im letzten Band sehr begeistert von Nathaniel, da er nicht der typische König ist und das ganze System hinterfragt. Aber leider war Nathaniel auch ziemlich sexistisch und der Meinung, dass die Rolle der Priesterinnen nur der ist ein Schmuckstück für den zukünftigen König zu sein. Dazu denkt er, dass Frauen ihm nicht die gleichen Tipps geben können oder eine Hilfe sind, wie Männer. Dieser Wesenszug hat mich richtig genervt und ich hätte ihn gerne geschüttelt. Er hat dadurch einige Sympathiepunkte eingebüßt, denn so eine richtige Entwicklung habe ich leider nicht gesehen.

Von Anfang an war es klar, wer die zukunftige Königin wird und für wen Nathaniels Herz schlägt und auch dass Celeste sich in ihn verliebt. Nur den beiden war es überhaupt nicht klar, deswegen gab es ein ewiges Hin und Her. Es hat aber trotzdem lange gedauert bis sich die beiden näher kamen.

Leider hatte ich einfach viel mehr Fantasy erwartet. Abgesehen von den Gaben der Auserwählten war es mehr eine Liebesgeschichte. Dazu wurde es erst im letzten Drittel wirklich spannend.

Ich dachte eigentlich, dass es eine Dilogie ist, aber es gab kein komplettes Ende und es sind noch viele Fragen offen. Wieso funktioniert Celestes Gabe nicht bei den anderen Auserwählten? Was genau ist damals mit Marco und [...] passiert? Was ist mit der vierten Region? Wird darauf noch irgendwann näher eingegangen?

Dazu sind viele Erzählstränge noch nicht zu Ende geführt worden, daher müsste es noch eine Fortsetzung geben. Ich hatte bei den beiden Büchern fast mehr das Gefühl, dass es eine Vorgeschichte zum eigentlichen Geschehen ist. Es ist einfach noch mehr Luft nach oben und man hätte die Geschichte definitiv ausbauen können.

Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam und ich habe auch dieses in einem durchgelesen. Ich hoffe sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, denn wenn nicht, dann würde ich für das Ende noch einen Stern abziehen. (Was ich natürlich nicht gemacht habe, da ich noch nicht weiß, ob es eine Fortsetzung geben wird)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Viel weniger Fantasy als erwartet

Das Mal der Götter 1: Berufen
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Wenn es um Göttergeschichten geht, dann schaue ich mir das Buch einfach näher an und 'Das Mal der Götter' klang einfach zu gut.

Alle 50 Jahre wird in Sirion ein König durch den Sonnengott erwählt und ...

Wenn es um Göttergeschichten geht, dann schaue ich mir das Buch einfach näher an und 'Das Mal der Götter' klang einfach zu gut.

Alle 50 Jahre wird in Sirion ein König durch den Sonnengott erwählt und dieser soll sich eine der drei Priesterinnen als Braut nehmen. Auch diese wurden von den Göttinnen bei der Geburt erwählt. Celeste ist eine dieser Priesterinnen und so sehr sie es liebt für das Volk da zu sein, so sehr hasst sie es, dass sie vielleicht einen Fremden heiraten muss. Dann wird aber auch noch der Mann erwählt, der ihr das Leben gerettet hat und der dazu nicht mal an die Götter glaubt.

Celeste ist stur und dickköpfig und möchte am liebsten das tun, was sie will und nicht, was von ihr verlangt wird. Aber da sie weiß, was auf dem Spiel steht, reizt sie die Grenzen aus, aber sie übertritt sie nicht. Sie liebt das Königreich und glaubt an die Wahl der Götter, auch wenn sie manchmal an sich selbst zweifelt. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.

Nathaniel war in seinem Glauben das komplette Gegenteil von Celeste. Er zweifelt an dem System, an der Existenz der Götter und auch an der Priesterin der Stadt Celeste. Dadurch entstehen natürlich Reibereien, die ich sogar ganz amüsant fand. Manchmal hat mich seine sture Art aber auch genervt, da er unbedingt auf seine Meinung gepocht hat und der Meinung war, dass er alles besser wüsste.

Neben den beiden Protagonisten gab es auch unglaublich viele Nebencharaktere, die ich mir alle nicht wirklich merken konnte. Die Priesterinnen und auch die neuen Freunde von Nathaniel gingen noch, aber der Beraterstab des Königs oder auch die ganzen Zofen machten das ganze schwierig.

Der Schreibstil hat mich definitiv gepackt und man liest das Buch in einem Rutsch durch. Aber ich muss zugeben, dass da noch Luft nach oben ist. Der 'Götter-Fantasy'-Teil , wodurch ich erst aufmerksam auf die Reihe wurde, war sehr gering. Ich hoffe, dass der Fantasy-Anteil größer wird, wenn es zum zweiten Band kommt. Denn bisher wirkt es mehr wie eine reine Liebesgeschichte, ohne dass es eine richtige Liebesgeschichte gibt, denn dafür passiert zu wenig.

Das Ende kam sehr abrupt und anstatt eines Cliffhangers, endete es mitten in der Geschichte. Aber ich musste trotzdem sofort weiterlesen, da ich schon wissen wollte, wie es weitergehen würde.

Insgesamt hat mich die Geschichte gepackt und trotz kleiner Schwächen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere