authentisch, nostalgisch, herzerwärmend
Das Leben fing im Sommer anIch hab mich sofort in dieses wunderschöne Cover verliebt, es ist und bleibt ein Highlight in meinem Bücherregal 💗
Ich persönlich habe mit Fußball gar nichts am Hut - Niveau: Stände nicht im Klappentext, ...
Ich hab mich sofort in dieses wunderschöne Cover verliebt, es ist und bleibt ein Highlight in meinem Bücherregal 💗
Ich persönlich habe mit Fußball gar nichts am Hut - Niveau: Stände nicht im Klappentext, Chris Kramer sei Fußballweltmeister, hätte ich den Namen schlichtweg nicht gekannt.
Macht aber nichts, denn dadurch ist die Rezension umso objektiver und ich kann euch versprechen, ihr müsst keine Ahnung von Fußball haben, denn der kommt im Buch gar nicht vor 😉
Stattfinden geht es um drei Sommertage des Autors, der gleichzeitig der Protagonist ist - ich liebe es, dass das wirklich so passiert ist, das macht einen Coming of Age Roman umso persönlicher, emotionaler & spannender.
Es geht um einen Fünfzehnjährigen im Jahr 2006 und da ich zu dieser Zeit selbst allmählich ins Teenie Alter kam, konnte ich mich soo gut mit der Sprache, der Ausdrucksweise, den damals vorherrschenden Messengern identifizieren zu einer Zeit, in der man ICQ Nummer austauschte, weil man gerade so nach langem Betteln das erste Klapphandy mit stark reduzierter mntl. SMS Anzahl bekam.
Dadurch läuft die Sache mit der ersten Liebe einfach anders ab, man trifft sich, weil es Chatten wie heute so einfach nicht gab. Das hat es auch im Buch einfach romantischer gemacht, aber auch so viel härter - ich konnte durchweg mit dem Protagonisten bei seiner ersten tragischen Verliebtheit mitfiebern. Es war unheimlich gut gemacht, Autorenname hin oder her - ganz, ganz großartig :)
Die Identitätsfrage, die Suche nach sich selbst, eingebettet in diesen einen wundervollen, heißen Sommer, manchmal am Rand des Legalen, diese emotionale Achterbahnfahrt, die innere Aufgewühltheit - das alles kam in diesen 3 großen Kapiteln über 3 Sommertage unheimlich gut heraus.
Dieser Zauber der ersten Liebe, eines Alters, in dem alles mgl ist, in dem man nur draußen irgendeinen Unsinn machen kann, weil es eben diesen permanenten Internetzugriff gar nicht gab, ist die wundervollste Hommage an eine gleichzeitig so nahe und so weit zurückliegende Zeit vor 20 Jahren.
4.5 ⭐