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Veröffentlicht am 07.03.2026

düsterer, spannender Fantasy-Krimi

The Tainted Cup
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Das Buch ist außen wie innen so unglaublich schön gestaltet, für mich ist es definitiv ein optisches Highlight im Bücherregal ♡

Es handelt sich um eine Art Fantasy-Krimi, also einmal ein Genre abseits ...

Das Buch ist außen wie innen so unglaublich schön gestaltet, für mich ist es definitiv ein optisches Highlight im Bücherregal ♡

Es handelt sich um eine Art Fantasy-Krimi, also einmal ein Genre abseits der gängigen Themen, auch inhaltlich.
Aus dem Körper eines Offizier wuchs spontan ein Baum, mit diesem teilweise groggy Botanic Horror startet die Ermittlung.

Das Ermittlerduo besteht aus Ana, die gleichermaßen durch ihre Egozentrik wie ihren messerscharfen Verstand auffiel. Ich hatte immer diese skurille Miss Havisham aus Dickens "Große Erwartungen" im Kopf, aber glaube, die Figur ist viel jünger als mein Bild von ihr. Ich mochte sie aufgrund ihrer Eigenwilligkeit total gern, der Charakter stach einfach heraus.
Der andere Part ist ihr Assistent Dinios Kol, der durch Magie ein perfektes Gedächtnis erlangte und deshalb aus Spurensuche geschickt wird. Er ist das komplette Gegenteil von Ana, gerade deshalb haben sie sich super ergänzt.

Worldbuilding und Sprache waren ganz eigen, teilweise literarisch, also ich musste mich beim Lesen wirklich stark konzentrieren und auf jeden Satz achten, um nichts zu verpassen - in Kombi mit den vielen neuartigen Begriffen war ich fast etwas überfordert und hab es nicht ganz geschafft, mich auf Plot, Sprache und Welt zu fokussieren, weil der Overload sprachlich so groß war. Wegen des hohen Anspruchs würde ich es erst Erwachsenen empfehlen.

Dennoch hat mich die Fantasie des Autors beeindruckt, etwas in der Art habe ich nie zuvor gelesen. Ich hatte einen Vibe á la Sherlock Holmes meets anspruchsvolle Fantasy.
Der Plot ist düster, angespannt, ungeschont ehrlich, zT verwirrend, spannend. Der Hintergrund des Falls breitet sich wie ein Spinnennetz aus zwischen Intrigen, Politiker und Manipulation, bis in die höchsten gesellschaftlichen Reihen. In gewisser Weise hatte es sogar etwas Dystopisches.

Ich empfehle es Lesenden, die Lust auf einen anspruchsvollen Genremix aus Fantasy & Krimi haben, jenseits gängiger Marktführer ♡

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Veröffentlicht am 03.03.2026

große feministische Lesseempfelung

Kleopatra
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Ich habe mich schon so lang auf das Buch gefreut! Ich liebe feminist retells historischer Plots. Und hier haben mich schon die ersten Zeilen absolut gefesselt, weil es von Anfang an poetisch-deep beginnt. ...

Ich habe mich schon so lang auf das Buch gefreut! Ich liebe feminist retells historischer Plots. Und hier haben mich schon die ersten Zeilen absolut gefesselt, weil es von Anfang an poetisch-deep beginnt. Es wurde definitiv zu einem Herzensbuch, das ich nicht das letzte Mal gelesen habe.

Wir lernen Kleopatra als Jugendliche kennen, die allerdings sehr früh erwachsen werden musste und nie aus der Rolle einer Anführerin fällt. Dabei konkurriert sie gegen ihren Willen gegen ihre Geschwister. Es hat mir immer wieder das Herz gebrochen, wie diese sich permanent gegenseitig verletzt haben zwischen Manipulation, Anschlägen und der Suche nach Macht.

Kleopatra selbst würde ich nicht ganz als Sympathieträgerin bezeichnen, sie war teilweise sehr eigensinnig und egozentrisch, gleichzeitig hat sie ihr Leben gelebt, so gut sie konnte, wodurch ich sie als Figur dennoch wahnsinnig gern mochte. Morally Grey mit vielen Kanten. Sie hat sehr viel verloren, ihr Leben lang, und war gezwungen, permanent im Kampfmodus zu bleiben, ich habe ihr soo oft ein paar ruhige Jahre gewünscht.

Der Altersunterschied zu Cäsar von über 30 Jahren wäre mir vom Schreibstil her überhaupt nicht aufgefallen, sie haben so gut zusammengepasst. Aber ich hatte immer die Figuren aus Asterix im Kopf 😂
Die zweite Lovestory hat mir mehrmals Tränen in die Augen getrieben, es hatte einen Romeo & Julia Vibe und das Ende hat mich in vielerlei Hinsicht zerstört, obwohl man ja weiß, wie es endet.
Dennoch hat mich die Autorin mit einem ganz eigenen Epilog überrascht, wobei ich nicht weiß, ob mich dieser beruhigt oder noch mehr aufgewühlt hat.

Der Schreibstil ist poetisch, tiefgründig, fesselnd. Man lernt auch einiges. Ich habe pausenlos mitgefiebert und konnte es kaum aus der Hand legen. Das atmosphärische ägyptische Setting war unglaublich bildlich und einprägsam, wie in einem Film.

Für mich ein ganz großes Meisterwerk, endlich mal von weiblicher Hand geschrieben ♡

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Content Note beachten

Boys of Tommen 6: Releasing 10
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Der 6. Bd der Reihe umfasst den ersten Teil der Geschichte um Lizzie und Hugh.
mMn kann er unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden, dh man könnte damit starten, aber ich würde es nicht empfehlen, ...

Der 6. Bd der Reihe umfasst den ersten Teil der Geschichte um Lizzie und Hugh.
mMn kann er unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden, dh man könnte damit starten, aber ich würde es nicht empfehlen, weil er für mich der heftigste der Reihe war. Beides liegt daran, dass sich die 900 Seiten fast ausschließlich um die Kindheit der beiden dreht.

Bei diesem Umfang war ich ehrlich überrascht, dass die Story um L&H damit nicht abgeschlossen ist. Stattdessen hatte ich das Gefühl, sie würde erst beginnen. Tatsächlich gelangen wir gar nicht zu der Stelle der Gegenwart, in der Bd 5 endet.

Lizzie ist zu Beginn 3 Jahre alt. Den Großteil des Buches ist sie ein Kind. Deswegen haben die Begebenheiten mich richtig hart getroffen, es war so schrecklich, wie sie sich nicht wehren konnte gegen all das Grausam3, was ihr angetan wurde, wie sie wieder und wieder mit falschen Diagnosen und Medikamenten angespeist wurde oder die unausgesprochenen V3erbrechen in ihrer Kindheit erst zu den Krankheiten führte. Anstatt ihr zuzuhören, ging es sogar bis zur Elektrosch0cktherapie. Bis sie selbst so sehr von Therapeuten, Tät3ern und Mitmenschen gelaslightet wurde, bis sie selbst glaubte, alles, was ihr widerfahren ist, sei bloße Einbildung.

Hierzu empfehle ich den Account von @lenajensn & dass, genau wie in den anderen Bänden, uuuunbedingt die Content Notes gelesen werden.

Die Lovestory von Kindesbeinen an war unglaublich süß, das hätte ich in den anderen Bänden gar nicht vermutet. Oder dass Lizzie wirklich sympathisch werden kann, but Chloe Walsh did it und obwohl die meisten von uns sie bislang nicht sonderloch mochten, wurde sie hier zu Sympathieträgerin und Opf3r.
Hugh hat sich unglaublich um sie bemüht, es war herzzerreißend, wie dieser kleine Junge der einzige war, der für sie da war und sie beschützte. Ich habe verstanden, weshalb er sich letztlich von ihr abgewandt hat, aber auch, dass sie nicht anders handeln konnte, weil sie ihre Probleme einfach nicht benennen oder greifen konnte.
Ich habe mir sooo sehr ein Happy End gewünscht, stattdessen blieb ich wieder einmal mit gebrochenem Herzen und völlig emotional overwhelmed zurück. Chloe Walsh schafft eine Tiefe der Charaktere, wie ich es nicht oft lese, es wirkt derart realistisch, als wäre ihr jede einzelne Geschichte persönlich widerfahren.
Aus diesem Grund wühlt mich kaum ein Roman so auf wie die dieser Reihe. Man fliegt nur so durch die Seiten, unterbricht nur, wenn es einem mental zu heftig wird und man verschnaufen muss. Dass die Bände derart umfangreich sind, merkt man überhaupt nicht, man könnte ewig weiterlesen.
Trotzdem war es nicht mein Favorit der Reihe, einfach weil ich mir gewünscht habe, dass die Thematik geflektiert und letztlich auch gelöst wird, und weil ich gehofft habe, dass wir zumindest ab der Hälfte ins Teeniealter der Protas vorrücken.
Gleichzeitig hat mich dieser Band am meisten mitgenommen.
Ich bleibe bei einer großen Leseempfehlung für die Boys of Tommen, aber mit dringender Empfehlung zur Beachtung der Content Notes und dem Hinweis, dass die dort genannten Themen zumindest für mich in diesen Büchern nochmal viel heftiger erscheinen als in anderen, auch deshalb, weil sie allesamt kapitelweise ausgeleuchtet werden und nicht nur erwähnt.
Ich freue mich auf die nächsten Bände dieser Herzensreihe ♡

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannender Plot aus Basis einer wahren, unheimlichen Historie

Ein Kranich unter Wölfen
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Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, was den Plot umso erschreckender macht. Korea 1506. Das Volk leidet unter dem tyrannischen König Yeonsan. Er beschlagnahmt ihr Land, lässt sie hungern, verbrennt ...

Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, was den Plot umso erschreckender macht. Korea 1506. Das Volk leidet unter dem tyrannischen König Yeonsan. Er beschlagnahmt ihr Land, lässt sie hungern, verbrennt ihre Bücher, m1sshandelt sie und stiehlt ihre Frauen und Töchter. Zum Zeitpunkt der Handlung hat er über 1000 Frauen in seinem Palast verk1avt und/oder als Mätressen. Diese riesige Anzahl kann man sich kaum vorstellen. Zwischenzeitlich habe ich überlegt, wie sich 1000 Frauen einem einzigen Mann beugen können, aber der Palast ist sehr groß, dh. sie sind verteilt, und werden vor allem sehr streng bewacht und auch ohne Gerichtsverfahren wie die Fliegen erm0rdet.

In diesem Kontext tritt Iseul die gefährliche Reise nach ihrer verschleppten und traumatisierten Schwester an. Sie ist eine unglaublich mutige, starke Protagonistin, die alles daran setzt, ihre Liebsten zu beschützen. Dabei st3erben immer wieder Nebenfiguren, sodass man gar nicht weiß, an wem man sich festhalten kann. Und da es keine rosa bubble Romance ist, habe ich mich auch nicht darauf verlassen, dass es ein Happy End gibt, was es noch spannender gemacht hat und mir besonders am Ende das Herz gebrochen.

Daehyun nimmt die Perspektive des Love Interest und Bruders des Königs ein. Er sucht nach einem Weg, ihn vom Thron zu stürzen, was gar nicht so einfach ist, wenn einem alle 5min mit dem T0d gedroht wird. An vielen Stellen wusste ich auch nicht, wie ich an seiner Stelle gehandelt hätte, aber der Move am Ende war nicht soo cool von ihm :O
Die Lovestory war sehr subtil und slow burn, hat mich aber abgeholt und war einfach nur total cute, ich habe durchweg mit ihnen gefiebert und hatte genau wie sie keine Ahnung, ob sie eine Chance haben.

Der Plot war durchweg spannend, es ist immer etwas passiert, zT hatte ich Thriller-Vibes, an Iseuls Stelle hätte mich in keinem Moment sicher gefühlt. Der Schreibstil ist flüssig und trotz koreanischer Begriffe einfach zu verstehen.
Empfehlung ♡

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Spannend, düster, emotional

Medea
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Medea stammt aus der griechischen Mythologie, als Nichte der Zauberin Circe, deren Fähigkeiten sie geerbt hat. Als der Held Jason auftaucht, folgt sie ihm - und stolpert von einem Gefängnis ins nächste. ...

Medea stammt aus der griechischen Mythologie, als Nichte der Zauberin Circe, deren Fähigkeiten sie geerbt hat. Als der Held Jason auftaucht, folgt sie ihm - und stolpert von einem Gefängnis ins nächste.

Zu Beginn hat mir Medea so leid getan, aufgrund ihrer Kräfte muss sie die G3walt ihres Vaters jahrelang über sich ergehen lassen und sich verstecken, bis er ihre Macht für ihre eigenen Zwecke m1ssbraucht. Ihre Einsamkeit, ihr Schmerz und die Unmöglichkeit, zu sich zu stehen , waren bedrückend.

Als der Held Jason auf der Suche nach dem goldenen Flies auftaucht, hilft sie ihm, ihre eigenen Prüfungen zu meistern, zB den Drachen, den sie selbst erschuf. Jason und die Argonauten, die in den Heldensagen bekannt sind, verlieren dadurch in meinen Augen sämtliche Achtung, denn sie haben keine einzige Prüfung ohne Medea geschafft.

Dass sie ihm folgt, verstand ich, um ihrer Freiheit willen. Auch wenn ich wünschte, sie hätte auf die Warnungen von Circe und Atalanta gehört, konnte ich Medeas Entscheidung absolut nachvollziehen - sie wollte einfach mehr vom Leben. Und dann fing das heftigste Gaslighting an. Jason hat sich durchweg manipuliert, mit ihrer Liebe für ihn gespielt und war der toxischste Mann, den man sich nur vorstellen kann. Es war so grausam, Medea dabei zuzusehen, wie sie sich selbst für ihn verliert und vom Volk für seine Taten an den Pranger gestellt wird.

Ihre 180 Grad Wendung hin zum Dunklen hat mich dann allerdings genauso schockiert, ganz besonders, was ihre M0rde betrifft, hier hat sie für mich sämtliche Sympathiepunkte verloren. Das würde ich gar nicht im Negativen sehen, denn zum einen muss die Autorin sich natürlich an die Storyline des Originals halten, zum anderen war es irgendwie einfach Medeas Weg, Vergeltung statt Loslassen zu wählen. Ich hätte mir nur gewünscht, sie hätte sich früher befreit, aber die Manipulation war einfach zu stark & sie hatte keinerlei Support.

Sprachlich war es großartig geschrieben, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es hat mich von Anfang bis Ende berührt, gefesselt und gecacht.

Es gab keine wirklichen Sympathieträger  wie so oft in der gr. Mythologie, jeder ist gegen jeden, jeder leidet für sich, jeder entscheidet sich für den dunklen Weg, alle manipulieren einander und fallen sich in den Rücken. Dadurch hatte der Plot aber einen riesigen "omg"-Effekt, weil ich immer gehofft habe, dass nun doch eine gute Wendung kommt, nur damit es dann schlimmer und schlimmer wird.

Obwohl ich mir gewünscht habe, mehr mit Medea sympathisieren zu können, habe ich in Hinblick auf die Mythologie sehr viel gelernt, nicht nur über sie,sondern auch über Jason uns die Argonauten und Circe und die verschiedenen Königreicher, was es für mich sehr interessant gemacht hat.

Es ist definitiv kein rosa Bubble Roman, aber es war gewaltig und düster und heftig und wirklich fesselnd, mit einem großen Waruuuum.

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