Schöne Fortsetzung
Lessons in ForgivingMit Lessons in Forgiving geht es zurück an die Hall Beck University und damit in ein Setting, das sofort wieder dieses typische Campus-Feeling aufleben lässt. Im Mittelpunkt stehen Paula Castillo, die ...
Mit Lessons in Forgiving geht es zurück an die Hall Beck University und damit in ein Setting, das sofort wieder dieses typische Campus-Feeling aufleben lässt. Im Mittelpunkt stehen Paula Castillo, die kurz davor ist, ihr Journalismusstudium zu verlieren, und ihr Exfreund Henry Parker Pressley, der mittlerweile als Fußballstar auf dem Sprung in die Profiliga steht. Ausgerechnet über ihn soll Paula ihren entscheidenden Artikel schreiben – und plötzlich stehen alte Gefühle, verletzte Erinnerungen und die Frage nach Vergebung zwischen ihnen.
Der Schreibstil von Selina Mae ist wie gewohnt leicht, flüssig und sehr atmosphärisch. Besonders die Rückblenden haben mir gefallen, weil sie Paulas und Henrys Vergangenheit greifbar gemacht und erklärt haben, warum ihre Begegnungen heute so geladen sind. Auch die Nebenfiguren tragen wieder viel zur Geschichte bei und sorgen für Humor und Vertrautheit – ein schöner Wiedererkennungswert, wenn man den ersten Band kennt.
Paula war für mich eine sehr gelungene Protagonistin. Sie ist ehrgeizig, kämpft für ihre Ziele, zeigt aber auch ihre verletzliche Seite, was sie nahbar macht. Henry wirkt zu Beginn etwas glatt, doch im Verlauf zeigt er Tiefgang und viele kleine Momente, in denen klar wird, wie viel er für Paula empfindet. Einziger kleiner Kritikpunkt war, dass seine Perspektive gefehlt hat – dadurch blieb er manchmal etwas geheimnisvoll.
Die Chemie zwischen den beiden war authentisch und angenehm dosiert. Es gibt kein übertriebenes Drama, sondern viele kleine, ehrliche Szenen, die sich nach echter Entwicklung und nach einer zweiten Chance anfühlen. Die Mischung aus Sport, Campusleben und Romance hat für mich richtig gut funktioniert.
Fazit:
Lessons in Forgiving ist eine emotionale Second-Chance-Romance mit sympathischen Charakteren, einem lebendigen Setting und einer Prise Sports Romance. Auch wenn der Anfang etwas ruhig war und Henrys Sicht der Geschichte Tiefe verliehen hätte, hat mich das Buch sehr berührt und überzeugt.