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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein sehr zartes Buch mit einer wichtigen Message!

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Spoiler!

Grey hatte Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Und ich hoffe so sehr, dass ich auch welche in seinem hinterlassen habe.

Das von Brittainy C. Cherry geschriebenen Buch „Wie die Ruhe vor dem ...

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Grey hatte Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Und ich hoffe so sehr, dass ich auch welche in seinem hinterlassen habe.

Das von Brittainy C. Cherry geschriebenen Buch „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist der Auftakt der „Chances-Reihe“ und erzählt die Geschichte von Eleanor, kurz Ellie, und Greyson. In den dunkelsten Momenten stand Greyson Ellie bei und hat sie vor dem Ertrinken gerettet. Jahre später tritt Ellie einen Job als Nanny an. Nicht wissend, das Greyson der Vater der Kinder ist. Doch er ist nicht mehr die liebevolle Junge, der er einmal war. Aus ihm ist ein kalter Mann geworden, der alle Gefühle verdrängt. Aber Ellie ist fest entschlossen, dass sie ihm helfen muss, wie er ihr früher, sonst wird er ertrinken.

Das Cover finde ich wirklich hervorragend! Die Fleckeneffekte in blau finde ich auf dem Rosa Hintergrund wirklich super! Auch den Farben kann ich eine gute Bedeutung zumessen, obwohl ich erst kurz nachdenken musste. Dafür gibt es noch drei Libellen auf dem Cover. Diese haben mir besonders gut gefallen, weil sie für Ellie einen hohen Wert besitzen. Es ist eine super Idee, sie deshalb auf dem Cover abzubilden.

Auch beim Titel musste ich kurz nachdenken. Obwohl Ruhe und Sturm in dem Buch sowohl wörtlich als auch unterschwellig angesprochen werden. Die beiden stehen sich immer vor und auch im Sturm bei, weshalb dieser super passt.

Was für mich weniger passt ist der Klappentext. Da das Buch in zwei Teile geteilt ist und der erste Teil etwa ein Drittel einnimmt, hätte ich mir gewünscht, dass er im Klappentext mehr Aufmerksamkeit bekommt. Stattdessen wurde nur vom zweiten Teil erzählt. Deswegen hätte ich höchsten Rückblicke in die Vergangenheit, aber keinesfalls einen eigenen Teil erwartet.

Außerdem war mir am Anfang nicht klar, dass die Protagonisten bereits um die 30 Jahre alt sind. Ich hätte sie eher in Richtung 20 Jahre erwartet, auch wenn Greyson schon Kinder hat.

Der Schreibstil ist meiner Meinung nach gut gelungen. Ich bin sehr gut vorangekommen und konnte vor allem beim ersten Teil sehr schnell lesen. Dies liegt aber nicht ausschließlich am Schreibstil.

Da der erste Teil die Kennenlernphase der beiden darstellt, ist er auch geprägt von Liebe, Aufmerksamkeit und Hoffnung. Als dann der zweite Teil begann, habe ich es mir ziemlich schwer gemacht zu lesen. All die Wärme ist eisiger Kälte und Distanz gewichen, die nur langsam verschwand.

So waren auch die Gefühle ziemlich eingefroren. Im ersten Teil habe ich schon direkt am Anfang so sehr gefühlt, dass ich mehrfach weinen musste. Im zweiten Teil hatte ich nur am Ende, als die beiden sich wieder näher waren, einmal Tränen in den Augen. Dennoch konnte ich ihre Gefühle immer verstehen und im zweiten Teil auch halbwegs fühlen.

Zudem gab es noch eine weitere Sache, bei dem die Gefühle eingebüßt haben. Es wurden oft nur die Treffen der beiden erzählt. Nicht jedoch ihren Alltag und das normale Leben. Das hat es oft schwer gemacht, mich in sie hineinzuversetzen, weil alle anderen Gedanken und Themen wie Freundschaft komplett gefehlt haben. Vor allem bei Ellie ist mir dies aufgefallen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ein weiteres buch hätte alles gut auseinanderziehen können.

Auch bei der Realität haben die gekürzten Erzählungen Spuren hinterlassen. Es war schwer zu fühlen, wenn die Protagonisten ansonsten kein eigenes Leben hatten. Es hat die Charaktere distanzierter und schwerer greifbar gemacht. Trotzdem war das Buch extremrealitätsgetreu. Es gab so gut wie keine Vorurteile oder Klischees.
Außerdem gab es, vor allem in der Vergangenheit, keine besonderen Ereignisse, die nur selten so stattfinden würden oder nur Spannung erzeugen sollen. Stattdessen gehen die Wege das Meschen einfach auseinander, ohne, dass es eine Katastrophe geben muss.

Dafür wurde mit den Perspektivenwechseln geschickt Spannung aufgebaut. Oft wurde gerade nicht aus der Sicht erzählt, die Antworten geben könnte. Also hatte ich viele Fragen und musste für eine Antwort weiterlesen.

Zuletzt ist mir in diesem Buch besonders die Länge der Kapitel aufgefallen. Manchmal gab es sehr kurze Kapitel von nur vier Seiten und dann hatte ein Kapitel mal wieder zwanzig Seiten. Genau mit dem oben genannten Ziel der Spannungserzeugung.

Dies hat auch wunderbar funktioniert und es ist ein sehr spannendes und zartes Buch geworden. Es zeigt, dass Wege manchmal auseinander gehen und sich wieder kreuzen und es sich lohnt zu kämpfen. Auch wenn das Timing nicht zu stimmen scheint. Ich empfehle es wirklich von Herzen!

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Ein absolut perfektes Buch mit super Balance zwischen Liebe und Krimi!

Coldhart - Right & Wrong
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„Ich möchte einfach nur, dass du glücklich bist, Fairytale.“ „Ohne dich kann ich nicht glücklich sein, Eli.“

In dem Buch „ Right & Wrong“, welches das Finale der Coldhart-Trilogie ist, wurde ...

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„Ich möchte einfach nur, dass du glücklich bist, Fairytale.“ „Ohne dich kann ich nicht glücklich sein, Eli.“

In dem Buch „ Right & Wrong“, welches das Finale der Coldhart-Trilogie ist, wurde von Lena Kiefer geschrieben und erzählt die Geschichte von Felicity und Elijah. Elijah kann nicht mehr und er will auch nicht mehr schweigen. Doch er muss die Drohungen von Harrison Grant ernstnehmen. Gerade erst hat er gezeigt, wie ernst ihm diese sind. Wie viel wert Elijahs Schweigen für ihn hat. Allerdings bedeutet das auch, dass er die Frau, die ihm mehr als alles andere bedeutet, loslassen muss, da sie keine Chance haben. Doch Felicity hat andere Pläne und möchte für eine Beziehung mit Elijah und für beider Seelenfrieden kämpfen.

Das Cover finde ich ganz in Ordnung. Ich kann für das Pink, welches hier über dem Schwaz-grau ist, keine nähere Bedeutung finden. Aber es fügt sich gut in die Trilogie ein. Von daher ist es für mich persönlich mittelmäßig in Ordnung. Ansonsten ist sowieso alle, wie bei Band eins und zwei auch schon.

Dafür messe ich dem Titel nochmal sehr viel Bedeutung bei. Es geht viel um große Entscheidungen, die alle einen hohen Preis fordern. Ob man den Prei zahlen kann oder ob er zu hoch ist. Ist das richtig oder falsch, kannst du später damit leben oder nicht? Die Frage ist so einfach und doch hat sie hier eine tiefere Bedeutung als man erwartet.

Zum Reihentitel gibt es auch wieder was zu sagen. „Coldhart“ setzt sich wie schon erwähnt aus den Nachnamen der Protagonisten zusammen. Allerdings haben die beiden keinesfalls ein kaltes Herz. Dies beweisen sie auch nochmal eindrucksvoll. Zum Glück wurde dies in gewisser Art und Weise auch angesprochen. Andernfalls wäre dies ein klarer Minuspunkt bei mir.

Einen Minuspunkt muss ich dennoch verbuchen. Zwölf Kapitel vor dem Ende schien mir schon alles nach einem Happy End. Es gab irgendwie nichts, was noch offen war. Trotzdem gab es noch einen gehörigen Schlag. Ich war genauso verwirrt wie Elijah. Dies ist zwar einerseits super, um sich in Elijah und Felicity hineinzuversetzen, aber ich fand es auch ein wenig zusammenhangslos.

Ansonsten konnte ich mich aber auch immer in die Protagonisten hineinversetzten. Ich konnte alles immer nachvollziehen. Es hat sich schon so nah und greifbar angefühlt.
Nur leider konnte ich nur halbwegs eine Verbindung zu den Gefühlen aufbauen. Vielmehr habe ich mich mit der Spannung verbunden gefühlt. Es war wirklich ab Seite ein bis zur letzten voll Spannung angesagt!

Glücklicherweise war dennoch die Balance zwischen Gefühl bzw. Liebe und Spannung also Krimi perfekt. Ich habe vom Klappentext und den vorherigen Bänden schon mehr Richtung Krimi erwartet und wurde vollkommen bestätigt.

Meine Erwartungen wurden auch bei dem Schreibstil nicht geschmälert. Er war genauso klar und detailreich wie gedacht. So langsam gewöhne ich mich echt daran.

An die sehr regelmäßigen Perspektivenwechsel von Felicity und Elijah hatte ich mich schon gewöhnt. Bis ich bemerken musste, dass diese Regelmäßigkeit hier zweimal unterbrochen wird. Allerdings kann ich gut verstehen warum und finde das in Ordnung.

Dafür waren die gleich langen Kapitel wirklich nie unterbrochen. Ab dem ersten Buch war es immer konstant lang, sodass auch die langen Kapitel immer schneller verflogen sind.

Insgesamt ist das ganze Buch sehr schnell verflogen. Es war so wild wie zart und gemischt mit ganz viel Spannung. Der perfekte Mix, den man unbedingt kennen sollte!

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein sehr spannendes und interessantes Buch!

Coldhart - Deep & Shallow
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Sollte ich nun derjenige sein, der ihr das wieder wegnahm? Sollte ich immer derjenige sein, der sie unglücklich machte?

In dem zweiten Buch „Deep & Shallow“ der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer ...

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Sollte ich nun derjenige sein, der ihr das wieder wegnahm? Sollte ich immer derjenige sein, der sie unglücklich machte?

In dem zweiten Buch „Deep & Shallow“ der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer geht es weiterhin um Elijah und Felicity. Vor vier Monaten hat Elijah Felicity von sich gestoßen, obwohl es sich für beide anfühlt, als wäre ihnen das Herz rausgerissen werden. Doch Elijah musste es tun, um sie zu beschützen. Jetzt treffen die beiden immer wieder aufeinander und Elijah muss herausfinden, dass ihr Vater sein Entführer ist. Nun muss er sich entscheiden, ob er für immer ohne Felicity sein möchte oder ob er alles riskieren will.

Das Cover hat mir gut gefallen. Alles ist gleich angeordnet wie beim Vorgängerband. Nur ist oben statt lila nun blau. Ich finde es passt zwar super zu dem Gold, des Reihentitels, dafür aber weniger zu dem schwarz-grau unten. Es wirkt irgendwie viel schwerer und düsterer. Trotzdem oder vielleicht eher, deswegen ist es gut gelungen.

Ebenso ist es bei dem Titel. Ich musste eine Weile nachdenken, finde aber, dass „Deep & Shallow“ sehr gut passt. Die Entscheidungen, die getroffen werden mussten bzw. müssen haben immer viel Tiefgang und Hintergrund. Trotzdem ist der Ursprung oder der Grund oft ziemlich flach und unmöglich. Auch werden oder wurden manche Entscheidungen als flach oder tief dargestellt, obwohl sie genau dies nicht sind.

Was den Schreibstil anbelangt, bin ich extrem zwiegespalten. Zwar konnte ich nur langsam lesen, aber dennoch habe ich jetzt im Nachhinein das Gefühl, schnell gewesen zu sein. Desweiteren habe ich immer noch sehr detailreich lesen können, aber es hat sich nicht mehr so klar angefühlt.

Wobei ich aber generell nicht mehr so viel gefühlt habe. Die Gefühle zwischen Felicity und Elijah waren weiterhin glasklar und sehr gut zu erkennen, aber es war irgendwie so weit weg von mir. Nicht wirklich greifbar.

Zudem hat sich das Buch viel schwerer angefühlt als das erste Buch. Allerdings waren die Themen auch nochmal viel schwerer und bedeutsamer. Und dies nicht nur auf die gute Art und Weise, sondern eher krimimäßig. Deshalb war es oft, vor allem gegen Ende, sehr spannend.

Zu den Charakteren habe ich nicht allzu viel zu sagen. Alle, die ich als wichtig erachte, mit drei Ausnahmen, kamen zu genüge vor. Auch wenn der Fokus eindeutig auf Elijah liegt. Normalerweise mag ich dies nicht so gerne, aber hier hat dies perfekt in die Story gepasst.

Wichtig zu erwähnen ist für mich, dass der Fokus nicht von den Perspektivenwechseln verursacht wurde. Hier waren Felicity und Elijah wieder gleichteilig abwechselnd. Ich habe aber gerade bei Felicity weniger Erinnerungen, wenn man mal von den markanten und sehr einschneidenden Situationen absieht.

Im Allgemeinen habe ich nicht bei allzu vielen Dingen Erinnerungen. Ich weiß zwar, was alles passiert ist, aber ich weiß nicht, wann es passiert ist. War es in diesem Buch oder im ersten Band der Reihe? Und dies, obwohl die Bücher in einem beträchtlichen, zeitlichen Abstand handeln. Diesen habe ich aber leider fast gar nicht gespürt.

Nur an die Kapitel habe ich absolut gar keine Erinnerungen mehr. Ich muss wohl vollends auf die Handlung konzentriert gewesen sein und habe alles um mich herum vergessen.

Insgesamt hat dieses Buch einige Schwächen, über die ich eigentlich gut hinwegsehen kann. Das größte Problem war für mich, dass ich keine richtige Verbindung aufbauen konnte. Trotzdem hat es sich gelohnt. Es ist ein sehr spannendes und interessantes Buch!

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Ein sehr gefühlvolles Buch mit ein wenig Krimi!

Coldhart - Strong & Weak
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„Es ging nie um ein nicht genug, Felicity“, sagte er. „Es ging um ein zu sehr.“

„Strong & Weak“ ist der Auftakt der Coldhart-Trilogie von Lenia Kiefer und beginnt die Geschichte von Elijah und ...

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„Es ging nie um ein nicht genug, Felicity“, sagte er. „Es ging um ein zu sehr.“

„Strong & Weak“ ist der Auftakt der Coldhart-Trilogie von Lenia Kiefer und beginnt die Geschichte von Elijah und Felicity. Felicity ist gerade noch New York gezogen und möchte ihren Vater kennenlernen, der ihr Studium finanziert. Zudem fühlt sie sich allein, bis sie immer wieder auf Elijah trifft. Er lässt ihr Herz deutlich höherschlagen und ist ebenso fasziniert von Felicity. Allerdings kann er der Anziehung nicht nachgeben, da er seine Kontrolle nicht abgeben kann. Es ist das Einzige, was die Ängste, die ihn seit der Entführung in seiner Kindheit plagen, in Schach halten. Doch dann bekommt er die Namen fünf möglicher Verdächtiger in seiner Entführung. Nicht ahnend, dass einer der von Felicitys Vater ist…

Das Cover finde ich sehr schön. Es ist zwar ziemlich düster mit dem schwarz unten und dem dunklen lila oben und wird nur durch den goldenen Titel aufgehellt, passt aber genau deswegen sehr gut in die Geschichte. Dazu passen auch die dezenten, hervorgehobenen Verzierungen oben und unten. Es macht die Atmosphäre ein wenig edler und passt so auch super zu Elija.

Gut passen tut auch der Titel „Strong & Weak“, da es immer wieder um die Themen Schwäche, Stärke, Mut und Angst und wie man damit umgeht, behandelt. Vor allem in Bezug auf Elijah, aber auch bei Felicity. Der Titel der Trilogie besteht zur Hälfte aus Felicitys und zur anderen Hälfte aus Elijahs Nachnamen.

Dies ist ebenso bei der Westwell-Trilogie, welche ebenfalls von Lena Kiefer ist. Zudem kommen auch Helena und Jess aus dieser Reihe wieder vor. Deshalb habe ich den Verdacht, dass diejenigen, die vorab Westwell gelesen haben, weniger gespoilert sind und sich noch besser einfinden können. Dies soll aber nicht heißen, dass ich nicht auch so gut in die Geschichte gefunden habe.

Ich habe mit den ersten Kapiteln angefangen und war sofort hin und weg vom Schreibstil. Ich hatte das Gefühl viel klarer zu lesen, weil der Schreibstil einfach so warm und extrem detailreich war. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht zu Lesen. Deshalb wollte ich auch gar nicht mehr aufhören.

Davon mal abgesehen konnte ich auch gar nicht aufhören. Der Prolog fing schon sehr spannend in der Perspektive von Harrison Grant an. Auch im weiteren Verlauf ist sehr viel passiert, wobei es immer etwas anderes war und zu keiner Weise das Gefühl einer Dauerschleife aufkam. Dafür war es eindeutig zu abwechslungsreich. Spannend blieb es nicht zuletzt, weil einschneidende Ereignisse oft düster waren und bei mir immer mehr Fragen aufgeworfen haben.

Diese Fragen wurden zum größten Teil nicht beantwortet, sondern im besten Fall höchsten konkretisiert. Normalerweise würde mich dies extrem stören, hier allerdings nicht, da die Fragen geschickt für einen Cliffhanger genutzt wurden. Aus diesem Grund werde ich auch gleich mit dem Folgeband anfangen.

Desweiteren wurde, abgesehen vom Prolog, nur aus Felicity und Elijahs Perspektive berichtet. Dabei waren beide ausgeglichen und ich hatte nie das Gefühl, einer von den beiden wurde bevorzugt. Stattdessen wechselten sie sich immer in gleichlangen Kapiteln ab.

Dadurch konnte ich Felicity und Elijahs Gefühle gleichermaßen verstehen. Ich finde dies ist in diesem Buch sehr wichtig, weil die Liebe zwischen den beiden zwar wild ist, aber dennoch mehr Slow-Burn gleicht. Und so seltsam es auch klingt, passt es wirklich ausgezeichnet in dieses Buch.

Das Buch hat mich an mehren Stellen an einen Krimi erinnert, weil es so düster ist und es auch um zwei Morde geht. Auch deshalb ist die Slow-Burn-Liebe mehr als nur angebracht. Andernfalls wäre viel zu viel passiert.

Und ich fand, dass es in diesem Buch ohnehin schon grenzwertig war. Meistens stört mich viel Handlung nicht, nur sind hier immer mal wieder Themen wie Familie, Freundschaft, Studium und Alltag untergangen. Für mich sind das wichtige Bereiche im Leben und deshalb hat das Fehlen dem Buch ein wenig Authentizität genommen.

Grundsätzlich fehlt dem Buch nur noch ganz wenig und es wäre zweifelsohne ein Buch mit strahlenden 5 Sternen. Trotzdem finde ich es ausgesprochen gefühlvoll und intensiv, weshalb es auch so schon zu meinen Lieblingsbüchern gehört. Es lohnt sich wirklich für alle, die eine spannende Liebesgeschichte mit ein wenig Krimi lesen wollen!

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Ein interessantes Buch mit positiven und negativen Aspekten!

Infinity Falling - Bring Me Home
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Wir hatten alles riskiert, und der Einsatz war mein Herz gewesen

Das Buch „Bring me home“ von Sarah Sprinz ist das Finale der Infinity Falling-Trilogie. Megan freut sich endlich am Set von Infinity ...

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Wir hatten alles riskiert, und der Einsatz war mein Herz gewesen

Das Buch „Bring me home“ von Sarah Sprinz ist das Finale der Infinity Falling-Trilogie. Megan freut sich endlich am Set von Infinity Falling zu sein und eine Hauptrolle spielen zu dürfen. Gedämpft wird ihre Freude nur von der Presse, die sie ständig runtermacht. Eines Abends trifft sie in einer Bar auf Cole. Er ist Arzt und ihm ist ein folgenschwerer Behandlungsfehler unterlaufen. Kurz geben sie sich der Anziehung hin nicht wissend, wer der andere ist. Bis sie am Set wieder aufeinandertreffen und eine PR-Beziehung eingehen…

Das Cover gefällt mir am besten aus der ganzen Trilogie. Grundsätzlich mag ich Blautöne gerne und hier harmoniert er sogar noch super zu den Farben des Titels. Leider scheint das Glitzer nun mehr Gelb statt Gold, weil es sich ziemlich mit dem blau sticht.

Dafür passt der Titel umso besser. Tatsächlich wird im Buch das Thema „zuhause“ im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne zur Sprache gebracht und ist grundsätzlich relevant.

Was mir hingegen nicht gefallen hat war die Umsetzung. An sich ist die Story des Buches sehr gut und auch wirklich interessant, aber es wurde meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Zwar ist man am im Prolog schon voll reingestartet und die folgenden Kapitel waren auch noch sehr interessant. Dann zog sich aber alles in die Länge, wodurch ich das Gefühl hatte nach dem halben Buch noch immer am Anfang zu drehen. Gegen Ende hingegen wurde plötzlich alles gequetscht und es war, als wären in zwei Kapiteln drei einschneidende Ereignisse. Ich habe mich irgendwie im Kreis gedreht und wusste nicht mehr, wo mein Kopf steht.

Auch bei den Gefühlen habe ich dies gespürt. Am Anfang war es echt spannend und ich wurde mit reingezogen. Danach wurde alles stumpf und am Ende ist der Druck zu groß gewesen und am Ende ist der Druck zu groß geworden und alles kam auf einmal. Ich konnte mich dann nicht mehr auf eine Situation einstellen, weil es sich zu schnell geändert hat. Es schien, als hätte jemand versucht, die großen Gefühle zu schreiben, ohne dabei selbst etwas zu fühlen oder die Gefühle zu verdrängen.

Vor allem für die Charaktere fand ich das sehr schade. Sie waren mir sehr sympathisch und kommen größtenteils auch authentisch rüber. Allerdings war ich manchmal ein wenig enttäuscht, weil mir die Charaktere aus den vorherigen Bänden, wie zum Beispiel Aven, Hayes und Ruben oft gefehlt haben.

Ich habe erwartet, dass sie einen größeren Platz einnehmen. Besonders bei Ruben und Hayes habe ich mehr erwartet. Nicht zuletzt, weil diesbezüglich einiges offengeblieben ist. Zudem hatte ich aus dem Klappentext einige Erwartungen. Es wurde schon dort von einer PR-Beziehung gesprochen, weshalb ich davon ausgegangen bin, dass sich dieses Thema schnell erledigt. Dem war leider aber nicht so.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, waren noch die Perspektivenwechsel. Sie waren von Anfang an bis zum Ende durchgehend gleich abwechselnd mit etwa gleich langen Kapiteln. Bisher hatte ich das nur bei zwei Bücher und finde, dass es etwas Besonderes ist.

Ebenfalls sehr besonders war der Schreibstil. Er war immer flüssig, und hat mich am Buch gehalten, auch wenn es gerade überhaupt nicht spannend war. Ich bin einfach von Wort zu Wort gehüpft und konnte nicht aufhören, bis das Buch fertig war. Und nicht spannend war es vor allem am Anfang bis kurz vor Ende.

Insgesamt ist es ein Buch mit vielen guten, aber auch einigen negativen Aspekten. Vielleicht hat sich auch von den vorherigen Bänden die Erwartung immer gesteigert, und die Latte hier zu hoch lag. Trotzdem ist es ein interessantes und zugleich emotionales Buch.

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