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Veröffentlicht am 07.02.2026

Düstere Liebesgeschichte

Society of Death. Von Rache verführt
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das letzte Licht des Sommertages fiel durch die Fenster des Hörsaals und ließ feine Staubkörnchen auf dem Tisch vor mir tanzen.

Das Cover ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Das letzte Licht des Sommertages fiel durch die Fenster des Hörsaals und ließ feine Staubkörnchen auf dem Tisch vor mir tanzen.

Das Cover gefällt mir richtig gut, es passt zur düsteren Atmosphäre des Buches und sieht dabei auch noch gut aus.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Victoria’s als auch aus Emery’s Sicht gibt. Die Atmosphäre in dem Buch ist grandios, es ist düster und spannend, aber man merkt auch die Liebe und Anziehung. Die Mischung hat mir wirklich gut gefallen.

Zu Beginn lernt man Victoria kennen, die in einer Vorlesung auf Emery trifft. Dieser studiert Medizin und die beiden kommen sich schnell näher. Als Emery in die geheimnisvolle Studentenverbindung Skull & Bones aufgenommen wird, verschließt er sich immer mehr. Als Victoria auch noch eine Verbindung zwischen Skull & Bones und dem Tod ihres Bruders herstellt, beginnt ihre Beziehung zu wanken.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man lernt alle relevanten Figuren kennen, deren Beziehung und auch Victoria und Emery treffen schnell aufeinander. Kurz wird erzählt, wie sie sich näher kommen und schlussendlich ein Paar werden, danach gibt es einen kleinen Zeitsprung und die eigentliche Geschichte kann beginnen.

Victoria fand ich genial. Sie setzt sich dafür ein, dass auch Frauen studieren dürfen und geht in alle offenen Vorlesungen. Außerdem schreibt sie Artikel über Depressionen in einem Gesundheitsmagazin, unter falschem Namen. Sie versucht aktiv etwas gegen die Krankheit Melancholie, wie sie genannt wurde, zu tun und diese zu ergründen. Auch als ihr Bruder tot ist gibt sie sich nicht mit der einfachen Erklärung zufrieden, sondern versucht die Wahrheit herauszufinden.

Emery mochte ich zuerst sehr gerne, im Mittelteil nahm meine Sympathie dann ab und am Ende mochte ich ihn wieder gerne. Er studiert Medizin und als er in die Verbindung aufgenommen wird, verändert er sich. Seine Wandlung fand ich interessant, auch wie er sich seinen Freunden und Victoria gegenüber verhält. Insgesamt mochte ich ihn als Charakter.

Das Buch ist düster, das lässt sich nicht abstreiten. Einerseits wegen der Studentenverbindung und andererseits wegen anderen Themen wie eben Depressionen. Besonders das Thema wurde wirklich gut behandelt und zeigt, dass es jeden treffen kann. Man leidet als Leser mit den Figuren mit, entweder weil sie direkt betroffen sind oder jemanden kennen. Ein schweres Thema, das gut in die restliche Geschichte eingearbeitet wurde.

Die Verbindung mochte ich auch, wie sie ihre Mitglieder auswählen und behandeln war zuerst grausam, doch bedenkt man, was diese Männer erreichen können, versteht man die Sicherheitsvorkehrungen. Sie müssen schreckiche Dinge tun und damit leben. Diese ganze Verbindung fand ich so spannend und ich schauderte bei manchen Prüfungen und Gesprächen. Emery ist ein so netter Kerl, dass er dort eigentlich gar nicht rein passt und genau darum funktioniert das Buch so gut. Man liest von seiner Aufnahme und weiß, was seine Prüfung ist, allerdings liest man dann lange nur aus Sicht von Victoria und sieht alles durch ihre Augen. Man beginnt an Emery zu zweifeln, kann den netten Mann nicht mit Skull & Bones verbinden und hofft einfach, dass es vielleicht doch nicht stimmt. Wie die Autorin das aufgebaut hat finde ich einfach genial.

Wie schon gesagt gibt es auch die Liebesgeschichte, die sich direkt zu Beginn entwickelt. Das geht zwar schnell, ist so aber besser für die Geschichte, außerdem gibt es dann einen Zeitsprung, der alles noch realistischer macht. Emery und Victoria sind ein richtig schönes Paar, das merkt man schon auf den ersten Seiten. Ich mochte die beiden zusammen. Ihre Beziehung hat Höhen und Tiefen, also wirklich tiefe Tiefen, aber bis zum Ende habe ich gehofft, dass sie doch einen Weg finden um zusammen zu bleiben. Dass Victoria wegen des Tods ihres Bruders gegen Skull & Bones ermittelt ist da natürlich nicht hilfreich, denn Emery darf nichts über die Verbindung verraten.

Das Ende war dann unerwartet. Es gibt einige Wendungen, die unerwartet waren, über die ich mich aber gefreut habe. Ich mochte die Auflösung von allem, auch wenn mir das ein bisschen zu einfach vorkam. Skull & Bones wurde es als so brutal dargestellt und das Ende war dafür zu leicht gelöst.

Fazit:

Wie immer hat die Autorin abgeliefert und ich konnte das Buch zwischendurch gar nicht aus der Hand legen. Emery und Victoria sind tolle Protagonisten, das Buch behandelt wichtige Themen und das sehr gut. Nur das Ende kam mir zu einfach vor, daher kriegt das Buch nur 4 Sterne von mir.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2026

Zwei Welten treffen aufeinander

Infinite Nights
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Berührung von etwas Kaltnassem an meinem Bein riss mich aus dem Schlaf.

Das Cover finde ich sehr schön, die Farben kommen richtig gut ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Berührung von etwas Kaltnassem an meinem Bein riss mich aus dem Schlaf.

Das Cover finde ich sehr schön, die Farben kommen richtig gut zur Geltung und mir gefällt es einfach sehr.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Camilas als auch aus Miguels Sicht gibt. Man merkte sofort in wessen Kopf man gerade ist, weil sie so unterschiedlich denken und agieren, das hat mir gut gefallen.

Zu Beginn lernt man Camila kennen, die von seinem Stalker bedroht wird. Ihr Vater stellt dann Miguel als Bodyguard ein, er soll sie bewachen und immer in ihrer Nähe bleiben. Die beiden sind nicht froh damit und zuerst gibt es einige Spannungen, bis sie sich anfreunden und das Kriegsbeil begraben.

Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen. Es startet direkt spannend, denn Camila wird gleich von ihrem Stalker in ihrem Schlafzimmer bedroht, das macht schon Lust aufs Weiterlesen. Danach lernt man die beiden Hauptfiguren ein wenig kennen und erfährt, wieso der Schutz notwendig ist und wieso Miguel dafür ausgewählt wurde.

Camila mocht ich ganz gerne, obwohl sie zuerst wie ein verwöhntes Mädchen wirkte, denn sie sah keine Bedrohung und wollte daher auch keinen Bodyguard. Man merkt ihr einfach an, dass sie auch guten Verhältnissen kommt und ein wenig blind für das Leben von anderen Menschen ist. Mit der Zeit hat der Umgang mit Miguel das aber besser gemacht und am Ende mochte ich sie sehr gerne.

Miguel ist Boxer und nicht froh über seinen neuen Job. Er macht es fürs Geld, doch er macht seine Arbeit auch gut und gewissenhaft. Seinen Einsatz für seine Familie fand ich bewundernswert und allgemein ist er ein richtiger Schatz. Ich mochte ihn sofort, obwohl er gegenüber Camila zuerst eher kalt und abweisend war. Mir hat besonders sein Umgang mit seiner Familie und seinen Schwestern gut gefallen, da sah man seine wahre Seite.

Das Buch war insgesamt sehr spannend aufgebaut. Man erfährt von dem Stalker direkt zu Beginn und dann zieht sich das natürlich durchs ganze Buch. Als Leser kann man miträtseln, wer dahinter steckt, ob man die Person vielleicht kennt oder ob da noch mehr im Busch ist. Ich muss sagen, dass ich mit der Auflösung am Ende gar nicht gerechnet habe. Das Thema Stalker war gut ausgearbeitet und ich habe wirklich jeden Nebencharakter kurz schief angeschaut, aber die Sache war dann doch anders als erwartet und viel größer. Es machte auch Sinn und wirkte für mich nicht an den Haaren herbeigezogen. Ein wirklich guter Twist, den man so nicht kommen sah, da hat mich das Buch wirklich begeistert.

Abgesehen davon fand ich es zwischendurch aber ein wenig zäh zu lesen. Mir ist auch nicht viel in Erinnerung geblieben und das sagt schon einiges aus. Gut gefallen haben mir jedoch die Kapitel von Miguel. Wenn er bei seiner Familie ist, oder boxt oder einfach auf Camila aufpasst, ich mochte seine Gedanken und ihn einfach so sehr. Bei ihren Kapiteln war das Gegenteil der Fall, die waren meist langweiliger zu lesen und erst gegen Ende wurden sie besser. Davor gibt es viel Meckerei, dass sie nicht allein raus darf und viel nachdenken über ihr Leben und ihre Familie. Das sind keine langweiligen Themen, nur für mich hat es sich ein wenig zäh gelesen.

Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung. Sie war kein Highlight und auch nicht unbedingt der Mittelpunkt des Buches, dafür hat sich am Ende zu viel um den Stalker und die Familie gedreht, aber sie hat sich gut in den Rest eingefügt. Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich langsam, man konnte regelrecht dabei zusehen, wie sie sich verlieben. Für mich hat das perfekt gepasst. Zuerst konnte ich sie mir zusammen gar nicht vorstellen, doch es passt und sie sind auch wirklich süß zusammen.

Neben dem Stalker werden noch andere Themen behandelt, wie Familienprobleme bei Camila oder Armut und illegale Aktivitäten bei Miguel. Diese Themen haben sich gut in den Rest des Buches eingefügt und wurden auch ausreichend behandelt. Für alles wurden Lösungsvorschläge gebracht oder einfach Tipps, es wurde aber auch gezeigt, dass man sich von sowas nicht runterziehen lassen sollte und man es immer wieder auf die Beine schaffen kann.

Das Setting in Barcelona, mit den verschiedenen Vierteln war wirklich gut. Ich war noch nicht selbst dort, konnte mir die Gebäude, die beschrieben wurden, aber gut vorstellen. Allen voran das Atelier von der Firma von Camilas Familie. Da wollte ich selbst gleich nach Barcelona.

Das Ende war dann sehr actionreich und es passierte wirklich viel. Einige Enthüllungen habe ich vorhergesehen, andere kamen auch überraschend. Es hat für mich gut gepasst und war auch nicht überladen. Die letzten 100 Seiten muss man einfach auf einmal lesen, anders geht das gar nicht.

Fazit:

Insgesamt fand ich das Buch gut und auch spannend, einzig mit Camila wurde ich lange nicht warm und zwischendurch hat es sich auch ein bisschen gezogen, finde ich. Das Setting und die Auflösung vom Stalker hingegen waren gelungen und haben mich überrascht. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Noch besser als Band eins

To Love a God
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sie alle wollten meinen Tod sehen.

Das Cover ist wieder wunderschön, ich liebe den Stil mit den Statuen, das sieht einfach super aus und ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sie alle wollten meinen Tod sehen.

Das Cover ist wieder wunderschön, ich liebe den Stil mit den Statuen, das sieht einfach super aus und passt auch zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es jeweils Kapitel aus Auroras und aus Coldens Sicht gibt. Wie auch schon bei Band eins flog ich nur so durch die Seiten, allein schon wegen des Stils.

Dieser Band schließt direkt an das Ende von Band eins an. Colden erinnert sich nicht mehr an die letzten 200 Jahre und auch nicht an Aurora. Nicht nur verletzt sie das, sondern es bringt auch ihr ganzes Vorhaben in Gefahr. Als dann auch noch der Bruder von Colden auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, was auch an der kurzen Zusammenfassung am Anfang liegt. Sowas sollte wirklich jedes Buch haben. Danach war ich wieder voll dabei und konnte gar nicht erwarten zu erfahren, wie es mit Colden und Aurora weitergehen würde. Die Ausgangslage war auf jeden Fall spannend, denn Colden kann sich an nichts erinnern.

Aurora mochte ich wieder sehr gerne. Man merkt ihr ihre Entwicklung, die sie in Band eins gemacht hat, gut an ihre Entscheidungen, die sie jetzt trifft, sind auch bedachter und nicht so impulsiv. Immer wenn sie mit ihrem Bruder sprach, merkte man, wie sehr sie ihn liebt, diese Verbindung zwischen den beiden fand ich sehr gut gemacht und hat ihrem Charaktere auch noch mehr Tiefe verliehen.

Colden fand ich toll, einerseits lernt man eine andere Seite von ihm kennen, und ich hätte nicht gedacht, dass sich der Colden von vor 200 Jahren so sehr von dem aktuellen Colden unterscheiden würde. Aber das tut er. Colden ist zu Beginn des Buches hart, unnachiebig und hat eine ganz andere Meinung zu Menschen und Valets als vorher. Ich fand seinen Charakter hier am besten, weil man so viele Seiten von ihm kennen lernt und manches auch besser verstehen kann, wieso er sich manchemal so verhalten hat, wie er es eben tat.

Die Geschichte war wieder genial. Mehr muss man eigentlich nicht sagen, außer vielleicht, dass mir der zweite Band noch besser gefallen hat, als der erste. Zuerst hatte ich Angst, dass das nur ein Füller wird, aber dem ist nicht so. Colden verfolgt immer noch sein Ziel Galadon zu stürzen und die Welt der Götter zu einer besseren zu machen, nur geht er dabei anders vor, als ursprünglich gedacht.

Neben den bekannten Charakteren treffen wir auch neue Charaktere an, der wichtigste davon ist Cassius. Er war verschwunden und ist Coldens Bruder. Bei ihm wusste ich nie, ob er nun ehrlich ist oder nicht. Oder was seine Ziele sind, denn er sagt er will Colden helfen, weiß aber auch viel über das Zepter und wie man damit umgeht, was daraufhindeutet, dass er es vielleicht selbst haben will. Ich fand seinen Charakter toll, und ich habe sehr oft meine Meinung über ihn geändert. Außerdem bringt er frischen Wind in die Gruppe, was dem Buch sicherlich nicht geschadet hat.

Was ich ebenfalls sehr gut fand war, dass Aurora lernt mit ihren Kräften umzugehen, oder es zumindest versucht und man als Leser im Zuge dessen auch noch mehr Informationen über das Zepter und seine Macht bekommt. Diesen Teil fand ich spannend, denn ich liebe sowas in Büchern.

Die Liebesgeschichte bekommt auch wieder einen Platz, wenn auch anders als angenommen. Colden kann sich nicht an Aurora erinnern und daher lernen sie sich sozusagen neu kennen. Trotzdem spürt man einfach, dass da was zwischen ihnen ist und auch wenn er es vielleicht nicht will, kommen sie sich wieder näher. Ich fand das gut gelöst, alles, auch mit seinen Erinnerungen, wie sie versuchen diese zurückzubringen und wie er damit umgeht.

Wie der Klappentext schon sagt, fordert Colden den Primarchen heraus. Dies ist der wichtigste und auch spannendste Teil in dem Buch. Es hat mich ein bisschen an die Hungerspiele erinnert, auch wegen der „Arena“ und den Regeln. Und ab da konnte ich fast nicht mehr aufhören zu lesen, weil es so spannend war. Diese Herausforderung hat einfach perfekt gepasst und durch die Teilnehmer wurden unsere Lieblinge auf eine harte Probe gestellt. Man musste sich immer um sie fürchten und ich dachte ein paar Mal wirklich, dass jetzt jemand sterben würde. Außerdem gibt es in dem Teil des Buches noch einige Wendungen, manche waren vorhersehbar und manche eine komplette Überraschung, das war einfach ein Wechselbad der Gefühle.

Das Ende ist gemein. Es ist genauso großer Cliffhanger wie das Ende von Band eins und ich weiß nicht, wie ich nun auf den dritten Band warten soll.

Fazit:

Ich hatte Angst, dass das Buch nur ein Füllerband werden würde, aber dem war nicht so. Durch neue Charaktere und neue Herausforderungen war der Teil sogar noch besser als der erste Band, zumindest für mich. Ich freue mich schon darauf, herauszufinden, wie es nun mit Colden und Aurora weitergehen wird. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Politischer Science-Fiction-Thriller

Das Ganymed-Fragment
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Hölle ist kein Ort aus Feuer und Folter, sondern ein Zustand des Bewusstseins, in dem das Ich für immer mit der Wahrheit konfrontiert ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Hölle ist kein Ort aus Feuer und Folter, sondern ein Zustand des Bewusstseins, in dem das Ich für immer mit der Wahrheit konfrontiert wird, die es nicht ertragen kann.

Das Cover finde ich interessant, der Krater spielt in dem Buch eine Rolle und man ist gleich neugierig, was sich darin verbirgt. Dass diese Szene es auf das Cover geschafft hat, finde ich gut.

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt leicht zu lesen. Die Kapitel sind sehr lange, was man mögen muss, aber man kommt wirklich schnell voran. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei man meist Alan bei seinen Ermittlungen begleitet.

Zu Beginn lernt man Alan kennen, der auf den Mond Ganymed geschickt wird, um dort einen Tod zu untersuchen. Doch auf Ganymed sind die Leute nicht sehr hilfsbereit und es gibt viele Geheimnisse, die Alan alle aufdecken will, auch um die Wahrheit zu erfahren.

Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen, denn man liest von den Ereignissen, die zum Tod von dem Mitarbeiter geführt haben. Dort wird schon klar, dass es vielleicht mehr war als nur ein Unfall und man wird natürlich neugierig, so ist es zumindest mir ergangen.

Alan mochte ich gerne. Man merkt ihm an, dass er ausgelaugt ist und nicht mehr so richtig kann, doch sein Job macht ihm trotzdem Spaß und er versucht immer das Richtige zu tun. Als einer der Wenigen, der an der Wahrheit interessiert ist, hat er gleich Sympathiepunkte gesammelt. Seine ganze Art an die Sache heranzugehen hat mir gefallen, er bleibt professionell und freundlich, kann aber auch ein bisschen mehr Druck auf die Leute ausüben, damit sie ihm helfen, ohne handgreiflich zu werden. Ich fand ihn als Ermittler wirklich super.

Alle anderen Charaktere sind mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben, zumindest ihre Namen nicht. Es gab den Leiter der Station, den ich eigentlich ganz gern mochte und dann noch die beiden Kollegen, die bei dem Tod dabei waren, wenn auch bewusstlos. Alle Nebencharaktere blieben eher flach, man erfährt nicht viel über sie, außer den Grund, wieso sie da sind und was sie auf dem Mond eigentlich machen. Für mich stach kein Nebencharakter wirklich heraus.

Da ich schon andere Bücher des Autors gelesen habe und sich der Klappentext auch so las, habe ich natürlich mit Aliens gerechnet. Was man hier bekommt ist er aber mehr ein Science-Fiction-Thriller, da eindeutig die Ermittlungen im Vordergrund stehen und andere Lebensformen nur nebenbei erwähnt werden. Das hat dem Buch aber nicht weh getan, denn die Geschichte ist trotzdem gut und spannend geschrieben.

Schon von Beginn an gibt es eine gewisse Grundspannung. Nicht nur, weil man den Tod des Arbeiters beschrieben bekommt, sondern auch weil Alan nur dürftige Informationen von seinem Chef bekommt und manche Antworten von den anderen Mitarbeitern auf Ganymed sehr kryptisch sind. Es wird also schnell klar, dass dort etwas faul ist und als Leser kann gut miträtseln. Bis zum Ende hin bleibt die Spannung erhalten und man will natürlich wissen, was da nun passiert ist. Ich empfand das Buch zu keinem Zeitpunkt als langweilig, obwohl es natürlich auch Stellen gab, in denen es keine Action oder Ermittlungen gab.

Das Fragment, welches dem Buch auch seinen Titel gibt, spielt eine wesentliche Rolle und man weiß lange nicht, was es eigentlich ist. Alan ebenso wenig und es wird ihm immer wieder gesagt, dass es für seine Ermittlungen nicht relevant ist. Doch als noch weitere Menschen sterben verhärtet sich sein verdacht, dass das Fragment doch etwas damit zu tun hat. Für mich war es genau richtig so, denn man erfährt nur langsam mehr über das Fragment und kann zusammen mit Alan den Todesfall immer besser rekonstruieren. Man wartet eigentlich immer nur darauf, dass die ganze Sache explodiert und das tut sie am Ende auch.

Kommen sehen habe ich es nicht, das muss ich dem Autor lassen. Es war klar, dass am Ende noch was Großes daherkommen wird, aber damit habe ich nicht gerechnet. Am Ende wurde es noch spannend, actionreich und alle Geheimnisse wurden aufgedeckt. Immer wieder muss man sich um das Leben seiner Lieblingscharaktere fürchten, denn es ist hier absolut nicht sicher, dass alle überleben. Die letzten 70 Seiten waren wirklich sehr gut und eigentlich auch abgeschlossen, dennoch bleibt auch noch Raum für eine Fortsetzung.

Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist mehr ein politischer Thriller mit Science-Fiction Elementen, was aber gar nicht schlimm ist. Ich mochte Alan als Charakter gerne und auch wie er die Ermittlungen geleitet hat fand ich gut. Ein paar Schwachstellen gab es dennoch, zum Beispiel blieben alle anderen Charaktere sehr flach oder auch die zeitliche Abfolge emfpand ich als merkwürdig. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Etwas zu viel am Ende

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
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Meinung:

„Die Schwesternschaft der Belladonnas hat sich heute hier versammelt, um ein neues Mitglied in ihrem Reihen aufzunehmen. […]“

Das Cover finde ich sehr cool, ich mag dieses halbe-halbe und mit ...

Meinung:

„Die Schwesternschaft der Belladonnas hat sich heute hier versammelt, um ein neues Mitglied in ihrem Reihen aufzunehmen. […]“

Das Cover finde ich sehr cool, ich mag dieses halbe-halbe und mit der Schlange und dem Buch wird auch ein wenig Bezug auf den Inhalt genommen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, manchmal wiederholen sich für mich Sachen zu oft, oder es werden auch zu lange innere Monolge geführt, aber ansonsten fand ich ihn in Ordnung. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Aurelia.

Zu Beginn lernt man Auri kennen, die an der Schule eher eine Außenseiterin ist. Nur Eleanor behandelt sie halbwegs normal, die Anführerin der Schwesternschaft der Belladonnas. Als dann Nate, ein ehemaliger Freund von ihr, plötzlich wieder auftaucht und eine Schülerin ermordet wird, beginnen sie selbst das Rätsel zu lösen, denn niemand sonst unternimmt etwas.

Der Einstieg in das Buch ist mir schwer gefallen, weil es keinerlei Erklärungen über die Welt gibt, oder wie genau die Magie funktioniert. Das ändert sich leider bis zum Ende nicht, was mich sehr gestört hat. Man liest ein bisschen von Auri, wie sie aufgewachsen ist und wie es ihr an der Schule ergeht. Ansonsten kommt da noch nicht so viel Spannung auf.

Auri fand ich in Ordnung, mehr aber auch nicht. Sie verhält sich oft naiv und wie ein kleines Kind, wenn man ihre Gedanken so liest, würde man nicht auf die Idee kommen, dass sie schon 17 ist. Ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen und wieso sie den Leuten so schnell vertraut ebenfalls nicht. Niemand hat sie gut behandelt, bis auf Nate und trotzdem verrät sie ihnen fast alles, was sie weiß.

Nate war dagegen schon besser, man weiß nicht sonderlich viel über ihn und man merkt sofort, dass er einige Geheimnisse hat. Er ist verschlossen, stark und klug, was man auch merkt, denn er rennt nicht kopflos drauf los, sondern macht sich Gedanken und entwickelt einen Plan. Mit der Zeit lernt man ihn auch besser kennen und erfährt, was er in der Zeit, in der er nicht da war, so getrieben hat und wieso er wieder da ist.

Die Geschichte fand ich insgesamt gut, nur leider hat sie sich sehr gezogen. Es dauert schon ein bisschen, bis was passiert und danach passiert lange nichts. Das hat einfach nicht gut gepasst, denn die Abschnitte, die wirklich interessant waren, wurden sofort von einem zähen Monolog oder einer Passage abgelöst, in der nicht viel passiert und die den Lesefluss unterbrochen hat. Außerdem gab es bis zum Ende kein wirkliches Worldbuilding und ich weiß immer noch nicht, wie diese Welt genau aufgebaut ist. Die Magiewesen wurden halbwegs gut beschrieben und das fand ich auch interessant, davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Auri, Nate, Eleanor und der Bruder von Auri wollen den Mord an der Schülerin aufklären, denn offiziel ist die Schülerin abgereist, doch die vier wissen, dass dem nicht so ist. Wie vier Schüler das allein bewältigen wollen weiß ich nicht, aber sie haben gute Startpunkte. Ich mochte diesen Teil, wie sie zusammen Geheimnisse aufgedeckt haben und der Wahrheit immer näher gekommen sind. Gleichzeitig wird auch klar, dass nicht jeder von ihnen alle Karten auf den Tisch legt und manche mehr Geheimnisse haben als andere.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die aber nicht den eigentlichen Teil des Buches einnimmt. Sie geschieht so nebenbei und das fand ich gut. Nicht immer muss eine Liebesbeziehung im Vordergrund stehen. Hier war es gut gemacht und wurde am Ende auch in die eigentliche Handlung eingeflochten, sodass es wichtig wurde.

Das Ende hat sich dann wie ein Fiebertraum gelesen. Bis zu einem bestimmten Punkt fand ich das Buch gut, wenn auch nicht super spannend. Dann aber passiert so viel auf einmal, vieles davon wirkte sehr zufällig auf mich und einiges passte auch gar nicht in ein Jugendbuch. Hier hatte ich das Gefühl, als würde die Autorin schnell noch ein bisschen Action, Spannung und alle möglichen Intrigen in die letzten 50 Seiten stopfen wollen. Wäre das etwas länger geworden, dann hätte es sich auch besser gelesen, so ging alles zu schnell, war zu wirr und auch etwas abgedroschen. Ich fand einige Enthüllungen wirklich gut und auch interessant, dennoch werde ich den zweiten Teil wohl nicht mehr lesen.

Fazit:

Ich war etwas enttäuscht von dem Buch, denn obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, ist die meiste Zeit einfach nichts passiert und dann nahm es eine sehr absurde Wendung, die nicht gepasst hat. Trotzdem gab es auch gute Stellen, die mir gefallen haben. Insgesamt war es also eine Mischung und ich vergebe 3 Sterne.

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