Düstere Liebesgeschichte
Society of Death. Von Rache verführtMeinung:
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Das letzte Licht des Sommertages fiel durch die Fenster des Hörsaals und ließ feine Staubkörnchen auf dem Tisch vor mir tanzen.
Das Cover ...
Meinung:
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Das letzte Licht des Sommertages fiel durch die Fenster des Hörsaals und ließ feine Staubkörnchen auf dem Tisch vor mir tanzen.
Das Cover gefällt mir richtig gut, es passt zur düsteren Atmosphäre des Buches und sieht dabei auch noch gut aus.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Victoria’s als auch aus Emery’s Sicht gibt. Die Atmosphäre in dem Buch ist grandios, es ist düster und spannend, aber man merkt auch die Liebe und Anziehung. Die Mischung hat mir wirklich gut gefallen.
Zu Beginn lernt man Victoria kennen, die in einer Vorlesung auf Emery trifft. Dieser studiert Medizin und die beiden kommen sich schnell näher. Als Emery in die geheimnisvolle Studentenverbindung Skull & Bones aufgenommen wird, verschließt er sich immer mehr. Als Victoria auch noch eine Verbindung zwischen Skull & Bones und dem Tod ihres Bruders herstellt, beginnt ihre Beziehung zu wanken.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man lernt alle relevanten Figuren kennen, deren Beziehung und auch Victoria und Emery treffen schnell aufeinander. Kurz wird erzählt, wie sie sich näher kommen und schlussendlich ein Paar werden, danach gibt es einen kleinen Zeitsprung und die eigentliche Geschichte kann beginnen.
Victoria fand ich genial. Sie setzt sich dafür ein, dass auch Frauen studieren dürfen und geht in alle offenen Vorlesungen. Außerdem schreibt sie Artikel über Depressionen in einem Gesundheitsmagazin, unter falschem Namen. Sie versucht aktiv etwas gegen die Krankheit Melancholie, wie sie genannt wurde, zu tun und diese zu ergründen. Auch als ihr Bruder tot ist gibt sie sich nicht mit der einfachen Erklärung zufrieden, sondern versucht die Wahrheit herauszufinden.
Emery mochte ich zuerst sehr gerne, im Mittelteil nahm meine Sympathie dann ab und am Ende mochte ich ihn wieder gerne. Er studiert Medizin und als er in die Verbindung aufgenommen wird, verändert er sich. Seine Wandlung fand ich interessant, auch wie er sich seinen Freunden und Victoria gegenüber verhält. Insgesamt mochte ich ihn als Charakter.
Das Buch ist düster, das lässt sich nicht abstreiten. Einerseits wegen der Studentenverbindung und andererseits wegen anderen Themen wie eben Depressionen. Besonders das Thema wurde wirklich gut behandelt und zeigt, dass es jeden treffen kann. Man leidet als Leser mit den Figuren mit, entweder weil sie direkt betroffen sind oder jemanden kennen. Ein schweres Thema, das gut in die restliche Geschichte eingearbeitet wurde.
Die Verbindung mochte ich auch, wie sie ihre Mitglieder auswählen und behandeln war zuerst grausam, doch bedenkt man, was diese Männer erreichen können, versteht man die Sicherheitsvorkehrungen. Sie müssen schreckiche Dinge tun und damit leben. Diese ganze Verbindung fand ich so spannend und ich schauderte bei manchen Prüfungen und Gesprächen. Emery ist ein so netter Kerl, dass er dort eigentlich gar nicht rein passt und genau darum funktioniert das Buch so gut. Man liest von seiner Aufnahme und weiß, was seine Prüfung ist, allerdings liest man dann lange nur aus Sicht von Victoria und sieht alles durch ihre Augen. Man beginnt an Emery zu zweifeln, kann den netten Mann nicht mit Skull & Bones verbinden und hofft einfach, dass es vielleicht doch nicht stimmt. Wie die Autorin das aufgebaut hat finde ich einfach genial.
Wie schon gesagt gibt es auch die Liebesgeschichte, die sich direkt zu Beginn entwickelt. Das geht zwar schnell, ist so aber besser für die Geschichte, außerdem gibt es dann einen Zeitsprung, der alles noch realistischer macht. Emery und Victoria sind ein richtig schönes Paar, das merkt man schon auf den ersten Seiten. Ich mochte die beiden zusammen. Ihre Beziehung hat Höhen und Tiefen, also wirklich tiefe Tiefen, aber bis zum Ende habe ich gehofft, dass sie doch einen Weg finden um zusammen zu bleiben. Dass Victoria wegen des Tods ihres Bruders gegen Skull & Bones ermittelt ist da natürlich nicht hilfreich, denn Emery darf nichts über die Verbindung verraten.
Das Ende war dann unerwartet. Es gibt einige Wendungen, die unerwartet waren, über die ich mich aber gefreut habe. Ich mochte die Auflösung von allem, auch wenn mir das ein bisschen zu einfach vorkam. Skull & Bones wurde es als so brutal dargestellt und das Ende war dafür zu leicht gelöst.
Fazit:
Wie immer hat die Autorin abgeliefert und ich konnte das Buch zwischendurch gar nicht aus der Hand legen. Emery und Victoria sind tolle Protagonisten, das Buch behandelt wichtige Themen und das sehr gut. Nur das Ende kam mir zu einfach vor, daher kriegt das Buch nur 4 Sterne von mir.