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Veröffentlicht am 17.05.2017

Grün wie die Hoffnung

Grün wie die Hoffnung
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Inhalt:

Der Startschuss zur neuen großen Ring-Trilogie!

Ein Sturm tobt in der Welt, ein Kampf zwischen Gut und Böse, denn die dunkle Königin Lilith sammelt ihre Krieger. Morrigan, die Keltengöttin, erteilt ...

Inhalt:

Der Startschuss zur neuen großen Ring-Trilogie!

Ein Sturm tobt in der Welt, ein Kampf zwischen Gut und Böse, denn die dunkle Königin Lilith sammelt ihre Krieger. Morrigan, die Keltengöttin, erteilt Hoyt Mac Cionaoth den Auftrag, seine Gefährten zu sammeln. Seine Suche trägt ihn durch Zeit und Raum bis nach New York City – in die Arme der einzigen Frau, die stark genug ist, ihr Schicksal und ihr Herz mit dem seinen zu verbinden. Doch Glenna Ward hat eigentlich ganz andere Pläne und hält nichts davon, einen undurchsichtigen Kelten im Kampf gegen dunkle Mächte zu begleiten …
Quelle: Amazon

Meinung:

Meistens lese ich nur Jugendbücher, aber schön langsam wage ich mich an die Bücher für Erwachsene heran. „Grün wie die Hoffnung“ war eins meiner ersten Bücher und ich wurde nicht enttäuscht! Nora Roberts hat einen sehr angenehmen Schreibstil an den man sich anfangs zwar gewöhnen muss, aber mit der Zeit geht das Lesen immer besser voran. Die Geschichte ist in einer allwissenden Erzählform geschrieben, man merkt jedoch, dass Hoyt und Glenna die Hauptprotagonisten sind, da man von den beiden mehr Gedanken und Situationen zu lesen bekommt als von Cian, Hoyts Bruder, Moira, Larkin, King und Blair. Von diesen sind immer nur einzelen Sätze oder kurze Abschnitte zu lesen, in denen man die Gedanken von diesen mitbekommt.

Zu Beginn wird man sehr schnell in die Geschichte geworfen. Diese beginnt um 12. Jh. mit Hoyt. Er wird von der Götting Morrigan auserkoren die Vampirin Lilith zu besiegen, dazu muss er seine 5 Gefährten suchen. Der erste davon ist sein Bruder Cian, der ein Vampir ist. Um diesen zu finden muss er ins New York des 21. Jh. zeitreisen. Dort findet er auch Glenna und nach und nach auch die anderen vier. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.

Die Geschichte hat, finde ich, etwas Einzigartiges an sich, da wirklich alles darin vorkommt. Vampire, Dämonen, Hexen, Zauberer, Gestaltwandler… eben alles, was der Fantasy-Leser begehrt. Auch in diesem Buch gibt es eine Liebesgeschichte, allerdings steht diese nicht wie in allen Jugendbüchern im Vordergrund, sondern wird nebenbei erzählt. Das fand ich sehr erfrischend, da ich nicht immer das Gleiche lesen will und hier die Frauen sehr stark beschrieben werden und auch sind. Hier braucht keine einen starken Helden, der sie rettet (und wenn sie es doch versuchen werden sie dafür zuruchtgewiesen und bekommen gesagt, dass sie schon auf sich selber aufpassen können) und das ist richtig toll zu lesen.


Fazit:

Dieses Buch ist der erste Teil der Ring-Trilogie von Nora Roberts und meiner Meinung nach ein sehr gelungener Beginn. Ich würde das Buch jedem Fantasy-Fan sofort weiterempfehlen und werde die beiden Folgebände auf jeden Fall auch lesen, da ich wissen möchte wie es mit den auserwählten Sechs weiter geht und ob sie Liltih besiegen können. Weiters bin ich gespannt in welcher Zeit sie den großen Kampf antreten werden und wie es mit Hoyt und Cian weiter geht, da das Verhältnis der Brüder nicht immer sehr gut war.

Die Idee, dass ein Vampir, ein Zauberer, eine Hexe, ein Gestaltwandler und eine Kriegerin zusammen gegen Vampire kämpfen konnte mich definitiv beeindrucken! Darum bekommt das Buch von mir verdiente 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Grischa

Grischa 1: Goldene Flammen
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Inhalt:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Unscheinbar und still lebt sie im Schatten ihres Kindheitsfreunds Maljen, dem erfolgreichen Fährtenleser und Frauenschwarm. Keiner ...

Inhalt:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Unscheinbar und still lebt sie im Schatten ihres Kindheitsfreunds Maljen, dem erfolgreichen Fährtenleser und Frauenschwarm. Keiner darf wissen, dass sie heimlich in ihn verliebt ist, am allerwenigsten er selbst. Erst als sie ihm bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich Alinas Dasein auf einen Schlag. Man munkelt, sie hätte übermenschliche Kräfte, und nicht zuletzt der Zar selbst wird nun auf sie aufmerksam …
Quelle: carlsen.de

Meinung:

„Die Diener nannten sie Malenchkij, Geisterchen, denn sie waren die Kleinsten und Jüngsten und sie suchten das Heim des Herzogs heim wie kichernde Phantome, flitzten durch die Zimmer, versteckten sich in Schränken, um zu horchen, stahlen die letzten Pfirsiche des Sommers.“

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Wer meine Rezensionen liest weiß, dass ich einfache Cover ziemlich gerne mag und dieses ist wirklich einfach gestaltet. Man sieht darauf nur die Umrisse einer Frau und einen Hirsch, beides wirkt als wäre es mit Wasserfarben gezeichnet worden. Unterbrochen wird das Bild nur durch den Titel.

Ich habe bereits „Six of Crows“ gelesen und dort fand ich den Schreibstil eher anstrengend, doch hier war er das genaue Gegenteil. Die Autorin schreibt sehr flüssig und es gibt keine verwirrenden bzw, verschachtelten Sätze. Natürlich kommen neue Wörter vor, da es ja eine erfundene Welt ist, doch auch durch diese wird man nicht allzu verwirrt, da die Autorin diese eher sparsam anwendet und man dadurch nicht bei jedem dritten Wort ein Fragezeichen über dem Kopf hat. DIe gesamte Geschichte ist aus Sicht von Alina geschrieben, in der Ich-Form.

Zu Beginn lernt man hier Alina und Maljen kennen, sie sind seit ihrer Kindheit beste Freunde und dienen auch zusammen in der ersten Armee. Als sie durch die Schlattenflur segeln wollen, werden sie und die anderen Mitglieder von den Volkra angegriffen und Alina offenbart Kräfte. Danach kommt sie zum Zaren in den Palast, wo der Dunkle und andere Grischa sie testen und ausbilden.

Da ich bereits ein anderes Buch aus dem Grischaverse gelesen habe, hatte ich eine kleine Ahnung, auf was ich mich einlasse. Da mich „Six of Crows“ auch nicht allzu begeistern konnte, war ich etwas skeptisch. Zusammen mit Ney habe ich das Buch dann begonnen und ich war sehr überrascht, dass es mir so gut gefallen hat!

Man wird sofort mitten in die Geschichte geworfen und es gibt keine langen Erklärungen von den Begriffen oder den Figuren, dies findet man während dem lesen selber heraus und ich denke, dass dies auch so von der Autorin gewollt war. Langsam entdeckt man dann, was die ganzen neuen Begriffe bedeuten und wie die Welt überhaupt aufgebaut ist. Auch die Karte, welche vorne im Buch abgebildet ist hilft hierbei sehr.

Mit Alina konnte ich sofort eine Verbindung herstellen, allein schon, weil in der Ich-Perspektive von ihr geschrieben wird. Ich hatte sofort einen Draht zu ihr, ebenso auch zu Maljen und den anderen Charakteren. Als Alina dann zum Zaren kommt bekommen zwei weitere Figuren eine tragende Rolle, dies sind Genja, ihre Freundin und sozusagen Zofe und der Dunkle. Genja mochte ich zuerst nicht, sie wirkte überheblich und sehr selbstverliebt, so wie alle anderen Grischa auch, doch dies änderte sich schnell. Die Grischa selbst sind Personen, die verschiedenen Fähigkeiten haben, im Grunde können sie nur Materie verändern. Alle Grischas werden in dem Buch als wunderschön beschrieben, sie geben sich auch nicht mit normalen Menschen ab, wenn es nicht sein muss. Durch diese Beschreibung wurden sie mir sofort weniger sympathisch, daher auch die negative Meinung von Genja. Diese habe ich mit der Zeit aber auch lieb gewonnen und ihre Schlagfertigkeit war gleich noch ein Pluspunkt.

Der Dunkle ist der mächtigste Grischa von allen, allerdings hat er am Anfang gar nicht so gewirkt, eher wie ein Mann, der Aufmerksamkeit braucht und diese durch Grausamkeit bekommt. Alina stellt sich ihm sehr oft in den Weg und setzt ihren Kopf durch, hierfür bekam sie gleich nochmal Pluspunkte von mir, da es ihren starken Charakter ausdrückte. Ungefähr bei der Hälfte dachte ich, dass der Dunkle eigentlich ganz lieb ist und alle ein falsches Bild von ihm haben, doch natürlich wurde ich eines besseren belehrt.

Dies ist wieder ein Buch, in dem die meiste Zeit über nichts passiert (wie auch bei „These broken stars“, „Rat der Neun“ oder „Die Königin der Schatten“), das jedoch vollkommen in seinen Bann zieht und das nie langweilig wird. Eigentlich hatte ich mindestens 2 Wochen für das Buch eingeplant, da wir auch immer nur drei Kapitel an einem Tag gelesen haben, doch dann wurde es gegen Ende so spannend, dass Ney und ich es 3 Tage zu früh beendet haben. Die Wendung, welche die Handlung genommen hat, war für mich wirklich überraschend. Ich dachte mir schon, dass der Dunkle irgendwas im Schilde führt, der kann nicht nett sein, aber mit dem hätte ich nicht gerechnet, vor allem, da auch andere Personen beteiligt waren.

Die ersten beiden Drittel des Buches handeln also davon, wie Alina ausgebildet wird und wie sie zu einer Grischa wird. SIe auf dieser Reise zu begleiten war sehr spannend, da sie eine ganz andere Persönlichkeit hat, als alle anderen Grischa. Ihre Lehrerin geht auch nicht zimperlich mit ihr um und so hat Alina kein leichtes Leben. Maljen hingegen ist immer noch in der ersten Armee und ich habe ständig gehofft, dass er wieder auftaucht, was er irgendwann auch tat. Ihn mochte ich wirklich sehr gern, da er einfach einen tollen Charakter hat und doch nicht alles von sich preis gibt.

Es gab in dem ganzen Buch keine Passagen, bei denen ich sagen würde, dass sie sich in die Länge gezogen haben, die Seiten sind nur so dahin geflogen und schwupps, war ich fertig. Ney und ich haben zum Glück auch schon die Folgebände zu Hause und werden diese sofort beginnen zu lesen.

Ein kleiner Minuspunkt, auf den mich Ney aufmerksam gemacht hat, ist, dass Alina immer wieder betont, dass sie nicht so gut aussieht wie alle anderen Grischa, die war zu Beginn wirklich schlimm. Dies ist aber wirklich nur eine kleine Sache. Einige Dinge kamen mir auch unlogisch vor, aber das ist Auslegungssache.

Alina ist eine starke Frau, die sich auch von starken Persönlichkeiten nicht einschüchtern lässt und alles tut um ihr Leben und das Leben ihrer Liebsten zu retten. Nichtsdestotrotz ist sie nicht perfekt.

Maljen ist ein Fährtenleser, der auch noch viele andere Fähigkeiten hat und auch schon mal nachtragend sein kann. Trotzdem ist er sehr loyal und steht zu seinen Freunden.

Der Dunkle ist ein mysteriöser Mensch, der nichts von sich preis gibt und gerne in Rollen schlüpft, um Leute hinters Lich zu führen.

Fazit:

Das Buch konnte mich voll und ganz begeistern und ich weiß nicht, wie ich diesen Schatz über ein Jahr auf meinem SuB liegen lassen konnte. Da ich wirklich nichts auszusetzen habe, bekommt es 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Grischa

Grischa 2: Eisige Wellen
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Achtung! Dies ist Band 2 der Reihe, daher kann die Rezension Spoiler zum ersten Band enthalten!

Inhalt:

Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen ...

Achtung! Dies ist Band 2 der Reihe, daher kann die Rezension Spoiler zum ersten Band enthalten!

Inhalt:

Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron. Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu steigern, braucht er ihre Hilfe – ob freiwillig oder nicht.

Der zweite spannende Band der Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo.
Quelle: carlsen.de

Meinung:

„Früher, lange bevor sie die Wahre See befuhren, hatten der Junge und das Mädchen immer wieder von Schiffen geträumt: Schiffe, randvoll mit Geschichten, verzauberte Schiffe mit Masten aus wohlriechendem Zedernholz und mit Segeln aus purem Gold, von Jungfrauen gesponnen.“

Das Cover ist wie beim ersten Teil auch schon sehr schlicht und einfach gehalten, dadurch bekommt es aber wieder einen gewissen Touch. Ich persönlich finde schlichte Cover immer toll. Darauf zu sehen ist wieder Alina, gezeichnet mit Wasserfarben, umgeben von einem Drachen und einem Schloss.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und auch leicht verständlich. Dadurch, dass die neuen Wörter bereits im ersten Band erklärt wurden, fällt das Lesen und Verstehen hier gleich leichter. Auch dieses Buch ist wieder aus der Sicht von Alina geschrieben, wodurch man einen guten Einblick in ihre wirren Gedanken bekommt. Einige Gespräche gehen hierbei sehr in die Tiefe und es werden Geschichten erzählt, was ich besonders gerne mag und was die Autorin gekonnt eingebaut hat.

Das Buch beginnt dort, wo Band eins geendet hat. Alina und Maljen sind aus Rawka geflohen und versuchen sich ein neues Leben aufzubauen. Doch schon bald findet sie der Dunkle und bringt zu mit einem Schiff, welches von Stormhond geführt wird, zurück. Dass er die Schattenflur und die Volkra überlebt hat, ist kein Wunder, doch seine Macht ist noch mehr angestiegen.

Nachdem Ney und mir Band eins so gut gefallen hat, haben wir sofort den zweiten begonnen zu lesen. Dadurch hatten wir den Vorteil, dass wir alles, das im ersten Band passiert ist noch genau wussten.

Zu Beginn dachte ich, dass nun eine ewige Erzählung folgen würde, wie Maljen und Alina zusammen ein Leben aufbauen und durch das Land reisen, doch schon nach nicht einmal einhundert Seiten nahm die Geschichte an fahrt auf und der Dunkle trat wieder auf die Bildfläche. Da ich seinen Charakter bereits im ersten Band sehr gern mochte, habe ich mich auch hier wieder auf ihn gefreut und er ist ein noch größeres Badass als in Band 1. Im Verlauf der Geschichte kam er dann allerdings nicht mehr sooft vor, was ich schade fand, da ich seine ganze Ausstrahlung und seinen Charakter gerne mag, er hat mehr Tiefgang und ist einfach vielschichtiger, wie es bei den „Bösen“ meist immer der Fall ist.

Nun will er Alina also wieder zurück nach Rawka bringen, dafür braucht er Schiff. Zusammen mit Stormhond, dem ein Schiff gehört, segelt er mit seinen Gefangenen wieder zurück. Ab dem ersten Moment, als Stomhond auftauchte, habe ich mich in seinen Charakter verliebt. Er ist definitiv mein neuer Liebling, weil er einfach klug, witzig und doch auch stark ist. Es war mir sofort klar, dass er eine noch wichtige Rolle sein würde und habe damit auch richtig gelegen. Mit der Zeit bekam er immer mehr Auftritte und eine wichtigere Rolle, jedoch für meinen Geschmack zu wenige Szenen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass er öfters auftauchen würde. Sein Charakter bringt wieder Schwung und neuen Wind in die Geschichte, ebenso wie seine beiden Freibeuterkollegen Tamir und Tolja. Die beiden sind ebenso witzig wie stark und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

Noch ein neuer Charakter, der einfach nur dumm ist, ist Wassili, der Zarensohn. Er spielt in diesem Band eine tragende Rolle und ich musste mir wirklich öfter an den Kopf greifen, so dumm wie der ist. Doch mit ihm hat die Autorin einen Charakter geschaffen, den jeder hassen kann, denn ich glaube, dass niemand Sympathie für diesen Menschen aufbringen kann.

Da, wie schon erwähnt, der Zarensohn auftaucht, ist es nicht verwunderlich, dass der Großteil des Buches wieder im Palast spielt. Hier allerdings hat sich sehr viel verändert, da der Dunkle nicht mehr da ist und sich auch viele Grischa ihm angeschlossen haben. Alina ist nun die stärkste Grischa und führt die verbliebenen nun an. Es wurde in dem Buch deutlich, dass ihr ihre Macht zu Kopf steigt und ich wollte sie manchmal einfach erwürgen. Sie hat oftmals aus Gier gehandelt und nicht, weil ihr die Menschen etwas bedeuten. Maljen hat dies natürlich gemerkt, wie könnte ihn die Verwandlung seiner Liebsten entgehen, und doch hat er sich ebenso dumm verhalten. Im Mittelteil konnte ich über die beiden oft nur lachen oder seufzen, wie man sich nur so blöd anstellen kann. Zu dieser Zeit wusste ich nicht, wen von den beiden ich mehr hasste. Maljen ging mir die meiste Zeit sowieso nur auf den Keks, dies hat sich gegen Ende jedoch gebessert.

Wie auch schon im ersten Band fokussiert sich hier die Spannung auf den letzten Teil, der Rest des Buches wird zum Aufbau dieser genutzt., was ich sehr gern mochte. Es wurden viele spannende Geschichten erzählt, Geheimnisse wurden gelüftet und man konnte die Enti´wicklung von Alina richtig gut miterleben. Am Ende ging alles dann rasend schnell und ich fieberte mit den Charakteren mit.Natürlich endet auch dieser Teil wieder in einem kleinen Cliffhanger, der nicht allzu schlimm ist, aber trotzdem Lust auf den nächsten Band macht.

Durch die Verbindung der Charakterentwicklungen und den Spannungsbogen hat Leigh Bardugo wieder ein Meisterwerk geschaffen. Ihre Charaktere sind einfach ausgefeilt und jeder ist anders, keiner gleicht auch nur im entferntesten einem anderen. Ein gelungener zweiter Band, der einmal kein Lückenfüller ist.

Fazit:

Dieser Band hat mir sogar noch besser als der erste gefallen, was vor allem an Nikolaj liegt, daher bekommt er von mir volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 17.05.2017

Geryons Aszendenz

Geryons Aszendenz
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Inhalt:

Die Aszendenz – digitale Sphäre des ewigen Lebens. Welche Karriere könnte verlockender sein, als die eines Administrators für die Rechnersysteme der alles beherrschenden, unsterblichen Aszendenten? ...

Inhalt:

Die Aszendenz – digitale Sphäre des ewigen Lebens. Welche Karriere könnte verlockender sein, als die eines Administrators für die Rechnersysteme der alles beherrschenden, unsterblichen Aszendenten? Bis gestern war dies noch der Weg gewesen, den Kilian sicher vor sich wähnte. Solange, bis er Hals über Kopf in einen Aufstand gestolpert war, der den letzten Außenposten der Menschheit ins Chaos stürzen wird und der keine Unbeteiligten kennt. Bald schon muss sich Kilian entscheiden, auf welcher Seite er stehen wird: Sicherheit oder Freiheit, Freundschaft oder Loyalität, Diesseits oder Jenseits?
Im Abgrund einer Schlacht ohne Sieger, erbittert geführt in verwinkelten Korridoren, der schwarzen Wüste und den Netzwerken der Aszendenz, liegt es an Kilian und seinem Mut, die drohende Apokalypse abzuwenden.
Quelle: tredition.de

Meinung:

Ich bedanke mich dafür, dass ich bei der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen konnte!

„Die Durchführung meines Plans würde schwieriger werden, als ich gehofft hatte. Um Das Blickfeld der Kamera im Gang war kein Herumkommen. Hier ging es für mich nicht weiter.“

Das Cover ist nun wirklich nicht das Allerschönste. Es wäre mir nie aufgefallen, hätte der Inhalt sich nicht so toll angehört! Kenn man diesen allerdings, passt das Cover gleich besser. Es wird ein Mensch dargestellt, mit vielen Kabeln drumherum, was wsl. die Digitalisierung von eben jenem Menschen darstellen soll. Passt also super zum Inhalt!

Der Schreibstil ist auch etwas ganz besonderes. Einen ähnlichen habe ich schon lange nicht mehr gelesen, da er oftmals sehr philosophisch ist. Der Autor arbeitet auch viel mit Fachbegriffen und eher komplizierten Sätzen, allerdings gewöhnt man sich schnell daran und ich hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit ausgelesen. Geschrieben ist das Ganze in der Ich-Perspektive und abwechselnd aus Sicht von Kilian und Alex. Der Schreibstil variierte auch, je nach dem von welchem Charakter man gerade ein Kapitel las.

Zu Beginn des Buches lernt der Leser Kilian kennen. Er ist auf dem Weg ein Admin zu werden, doch bei seinen Prüfungen dazu hat er zwei überspringen können. Diese Aufgaben soll er aber allen Vorstellen und auch seine Lösungen dazu, daher schleicht er sich in der Nacht heimlich in einen Raum um die Prüfungen abzulegen. Dort belauscht er ein Gespräch von einer Rebellionsgruppe. Vorerst denkt er nicht weiter darüber nach, denn es steht ihm auch sein ersten Außeneinsatz bevor, bei dem er einen Aszendenten herunterladen muss. Doch bei dem Einsatz passiert ein schrecklicher Unfall und seine zwei Kollegen sind kurz vorm sterben, einen von den beiden kann Kilian aber digitalisieren und wird so ein gefeierter Held. Aber bald stellt er die Aszendenz in Frage.

Ok, das mag sich jetzt sehr verwirrend anhören, was es ja auch ist und ich werde mich eher kurz halten, da das Buch sehr komplex ist und ich euch nur noch mehr verwirren würde.

Das Buch hat mich sofort angesprochen, da es um KI, künstliche Intelligenz geht, ein Thema, das mit persönlich eher Angst macht. In diesem Roman wird aufgezeigt, wie es sein kann, wenn man Menschen wirklich digitalisieren kann und einem Computer somit eine eigene Denkweise, ein Gehirn, gibt. Tobias Fromme hat dieses Thema mit diesem Roman wirklich sehr gut behandelt, ähnlich wie der Film „Transcendence“.

Aber es gibt auch dystopische Ansätze, da die Welt „tot“ ist. Nach einer Katastrophe gibt es auf der ganzen Welt nur noch einen sehr geringen Sauerstoffgehalt, daher verkümmern die Pflanzen und die Tiere und Menschen sterben. Kilian lebt in einem Werk, zusammen mit einigen Hundert anderen Menschen und den Aszendenten, den digitalisierten Menschen. Die Dezendenten, also die richtigen Menschen, müssen eigentlich nur noch für die Aszendenten arbeiten, die Serverlandschaft aufrecht erhalten usw. damit sie immer weiter leben. Geleitet wird das Werk von dem Aszendenten Mark, der mir über das gesamte Buch über ein Rätsel blieb.

Der Aspekt, dass reale Menschen für digitalisierte arbeiten war ziemlich erschreckend. Aber keiner von ihnen hat das in Frage gestellt, jeder hatte seinen Job und niemand fand es komisch, was auch darin liegt, dass Mark ihnen eine Digitalisierung versprochen hat, sobald sie sich bewiesen haben. Da die EDV den wichtigsten Part in dem Werk einnimmt, sind die Admins, Mitarbeiter der IT-Abteilung, sozusagen Leiter von allen anderen.

Es war zu Beginn wirklich schwierig alles zu verstehen. Begriffe wie Aszendenten, Nowaks und Orte wie das Werk wurden zuerst gar nicht erklärt. Dies war allerdings so geplant, da man im Laufe des Buches immer wieder Häppchenweise Informationen bekommen hat. Der Aufbau des Werks war mir allerdings nicht ganz klar, hier fehlte eindeutig eine Karte in dem Buch. Mit der Zeit wurde es aber besser und ich verstand mehr und mehr. Je weiter ich voran kam, desto mehr verwirrte mich das Buch aber auch stellenweise, vor allem ein Kapitel in dem Kilian auf Drogen ist. Aber nichtsdestotrotz kam ich sehr schnell voran und meine Verwirrung legte sich auch immer bald wieder, da alles irgendwann erklärt wurde.

Kilian, der Hauptcharakter, war am Anfang wirklich blauäugig. Er hinterfragte nichts und nahm alles als gegeben hin. Mit der Zeit aber entwickelt sich sein Charakter richtig gut weiter und er beginnt nicht mehr alles so hinzunehmen wie es ist. Dies ist sicher auch der Rebellengruppe zuzuschreiben, die ihn rekrutieren will. Man erlebt mit Kilian eine wirklich tolle Wandlung und kann seine Verwirrung, was nun falsch und was richtig ist, immer gut nachvollziehen.

Der zweite wichtige Charakter ist Alex, der Aszendent, den Kilian auf seinem ersten Außeneinsatz herunterladen musste. Er ist gleich als er im Werk ankommt misstrauisch gegenüber Mark und erkennt ihn als das was er ist. Ein Psychopath. In seinen Kapiteln erfährt man mehr über die Hintergründe des Werks, warum es gebaut wurde, wie die Aszendenz geschaffen wurde und auch ein wenig über Mark. Diese Kapitel habe ich immer sehr gerne gelesen.

Es gab natürlich auch ein Mädchen. Ich habe ihren Namen leider schon wieder vergessen, da sie mir einfach so unwichtig vorkam. Sie hat nach dem Autor aber eine größere Bedeutung, was im Laufe des Buches ersichtlich wird. Allerdings gibt es hier keine Liebesgeschichte, dies ist eher nebensächlich.

Spannend war es die ganze Zeit über, aber als die Rebellen dann endlich angriffen wollte ich das Buch auslesen. ich habe die letzten 150 Seiten in einem Rutsch gelesen. Beim Kampf musste ich dann doch über Kilian schmunzeln, da er sich ganz blöd verletzt hat. Ab hier wird es super spannend, daher verrate ich nicht zu viel, ich will niemandem die Freude an dem Buch nehmen.

Dann kam das Ende. Meine Worte an Tobias Fromme als ich fertig war: Ich. Bin. Verwirrt. Ich hatte keine Ahnung, was das denn nun war. Es war so ein Ende, das dich alles, was du zu wissen glaubst, in Frage stellen lässt. Die letzten beiden Kapitel hatten es wirklich in sich und ich habe nichts mehr verstanden. Tobias Fromme hat uns in der Leserunde allerdings mitgeteilt, dass hier alles der Phantasie überlassen wird und die Leser auch zum Nachdenken anregen soll. Das hat er mit diesem Ende auf jeden Fall geschafft!

Der Roman konnte mich aber vollends überzeugen und der Autor hat dieses Thema wirklich sehr gut verpackt. ich hoffe er kann damit vielen das Thema KI näher brinfen.

Fazit:

Ein Buch, das mich wirklich sehr verwirrt, aber auch zum Nachdenken gebracht hat. Es ist wirklich toll geschrieben und sehr tiefgründig. Ich kann es allen Si-Fi Fans empfehlen und auch allen anderen, die an KI (künstlicher Intelligenz) interessiert sind. Daher bekommt es 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2017

For Good

For Good
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Inhalt:

Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben? Nach dem Tod ihrer großen Liebe ...

Inhalt:

Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben? Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken. Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte. Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht. Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an die Autorin, Ava Reed, für das eBook Rezensionsexemplar.

Kurz etwas zum Schreibstil: Dies war mein erstes Buch von Ava Reed (obwohl alle von ihr auf meiner Wunschliste stehen, schande) und daher war mir ihr Schreibstil noch nicht bekannt. Aber sofort auf den ersten Seiten merkte ich, dass sie einen wirklich tollen Stil hat und man richtig mitfühlen kann mit den Charakteren. Sie bringt Gefühle wirklich toll rüber und das Buch ist sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil wechselt auch etwas, je nachdem ob man gerade eine von Charlies Erinnerungen oder die Gegenwart liest. Hierbei passt Ava Reed ihren Schreibstil jeweils an.

Zum Cover muss ich ja wohl nichts sagen, es sieht einfach wunderschön aus und passt perfekt zur Geschichte.

Zu Beginn lernen wir Charlie kennen, die am Boden zerstört ist, da ihr Mann gestorben ist. Ihr Schmerz ist fast greifbar und man wird mit jedem Gegenwartskapitel mehr und mehr in diesem Schmerz hineingezogen und hat fast das Gefühl, als wäre es der eigene. Ich fand sehr schön, dass zu Beginn jedes Gegenwartskapitels ein kurzes Zitat steht. Dadurch konnte man, je nach Zitat, schon ein wenig erahnen, was denn in diesem Kapitel passiert.

Es wird abwechselnd die Gegenwart und eine Erinnerung von Charlie erzählt, beide Teile sind jedoch immer miteinander verknüpft, z.B. lesen wir in einem Erinnerungskapitel ein Erlebnis von Charlie und dann denkt sie im Gegenwartskapitel darüber nach. Dadurch bekommt man als Leser sehr gute Einblicke in Charlies Leben. Man hat während des ganzen Buches nie das Gefühl, dass etwas Unzusammenhängendes passiert, oder die Kapitel ein Lückenfüller sind. Alle Kapitel und auch die Erinnerungen tragen zum Ende des Buches bei und ohne gewisse Stellen, würde man als Leser nicht so berührt werden.

Charlie tat mir von Beginn an sehr leid. Ich wusste zwar nicht, was Ben passiert war, aber durch den beschriebenen Schmerz von Charlie konnte man sich denken, dass es etwas Schlimmes sein muss. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr Details, bis zur Gegenwart hin. Man begleitet Charlie und Ben also auf ihrer gemeinsamen Reise und wird dadurch noch mehr berührt, als wenn alles der Reihe nach und nicht Gegenwart-Erinnerung gemischt erzählt werden würde. Da kam es mir manchmal schon so vor, als wäre Charlies Schmerz auch mein Schmerz, weil ich mitfühlen konnte und es mir so vorkam, als hätte ich selber alles erlebt. Dadurch, dass das Buch in der Ich-Perpesktive geschrieben ist, kann man sich noch einer in Charlie hineinversetzen.

Zu Beginn dachte ich mir, dass es einfach ein sehr trauriges Buch werden würde, aber es war so viel mehr. Es erzählt eine ganze Lebensgeschichte und alles was damit verbunden ist. Liebe, Schmerz, Trauer, Freude, Verlust. Gefühle, die jeder mindestens einmal in seinem Leben haben wird und die einen dann vielleicht übermannen. Ava Reed hat alle diese Gefühle in ein sehr kurzes Buch verpackt, da denkt man sich, dass das doch eigentlich nicht geht, aber die Länge war genau richtig und alle Gefühle kamen 100 Mal stärker rüber, als bei einem 500 Seiten Roman. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so starke Gefühle in einem Buch gelesen habe. Ava Reed ist ja noch eine sehr junge Autorin und ich denke, und wünsche mir für sie, dass sie noch nicht alle diese Gefühle durchleben musste, zumindest nicht so sehr wie Charlie. Dass sie es, trotz ihres Alters schafft, sich in so eine Situation hineinzuversetzen und diese so genial nieder zu schreiben, hat mich wirklich stark beeindruckt. An manchem Stellen war ich den Tränen nahe. Vor Freude. Vor Schmerz. Ava Reed hat ein tolles Buch geschaffen, dass starke Gefühle in den Lesern hervorruft.

Fazit:

Ich lese dieses Genre nicht wirklich oft und wenn, kann es mich miest nicht überzeugen, aber diese Buch übertraf meine Erwartungen. Es hat einfach alles, von Liebe bis Verlust und alles dazwischen. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, keiner bestimmten Gruppe, einfach jedem. Da es auch nicht zu dick ist, kann sich auch ein Thriller-Leser gern an dieses Buch wagen. Ich vergebe tolle 4 von 5 Sterne (5 gibts ja nur für meine Lieblingsbücher, also ist 4 schon weltklasse für Nicht-Lieblingsbücher).