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Veröffentlicht am 23.04.2019

Herzenmacher

Herzenmacher
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Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Die Geschichte klang so zauberhaft magisch und verspielt. Auch das Cover hat mir sofort super gefallen.

Der Einstieg an sich viel mir leicht. Leo war mir gleich ...

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Die Geschichte klang so zauberhaft magisch und verspielt. Auch das Cover hat mir sofort super gefallen.

Der Einstieg an sich viel mir leicht. Leo war mir gleich sympathisch und der Autor hat ohne großes Drumherum sofort Spannung aufgebaut und mein Interesse geweckt. Der Prota belauscht seine Mutter bei einem merkwürdigen Gespräch und folgt dem zwielichtigen Besuch anschließend. Dabei landet er in einer Art Parallelwelt und das Abenteuer beginnt.

So weit so gut. Erst mal war ich begeistert von dieser kompletten Idee und gefesselt. Ich fand es richtig toll, wie unterschiedliche Wesen wie Zwerge mit einbezogen wurden, dazu noch Hexen und ein bisschen Magie, eine wirklich super Mischung. Mit der Zeit habe ich aber festgestellt, dass es mir etwas an Tiefe fehlt. Die Story an sich fand ich richtig toll, aber die Emotionen blieben auf der Strecke. Dabei ist die Welt richtig schön beschrieben, ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt und konnte auch nicht alles durchschauen. Trotzdem blieb gerade im Mittelteil das Mitfiebern etwas aus und auch wenn ich wissen wollte, wie es weitergeht, so habe ich das Buch ab und an problemlos zur Seite gelegt.

Erst im letzten Drittel wurden die Bindungen zu den Figuren besser und die Spannung hat sich gesteigert. Die leicht düstere Atmosphäre kam super rüber, Magie wurde toll eingebracht und der Zusammenhalt der Charaktere war schön dargestellt. Der große Knall blieb zwar letztendlich aus und es gab keine großen überraschenden Wendungen, aber bei einem Kinderbuch erwarte ich das auch nicht zwingend und war mit dem Ende voll und ganz zufrieden.

Fazit
Herzenmacher hat es mir stellenweise nicht leicht gemacht. Der Anfang hat mich sofort für sich eingenommen. Die Idee ist richtig grandios, es ist super durchdacht und der Autor baut Spannung an den richtigen Stellen auf. Allerdings fehlte mir dann vor allem im Mittelteil die Tiefe zu den Charakteren, die Gefühle kamen nicht komplett bei mir an. Erst im letzten Drittel sind mir Leo und seine Freunde dann doch noch richtig ans Herz gewachsen und ich konnte richtig mit ihnen mitfiebern. Es wurden viele tolle Aspekte eingebracht, Wesen wie Zwerge, Hexen, Magie. Insgesamt war die Umsetzung stellenweise richtig märchenhaft. Das Ende ist zwar recht vorhersehbar, aber irgendwie auch zauberhaft und ich bin damit auf jeden Fall zufrieden. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne, 4 auf den gängigen Portalen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Geniale Fortsetzung!

H.O.M.E. - Die Mission
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Nach einem gelungenen ersten Band, war ich sehr gespannt, wo mich die Fortsetzung hinführen würde. Das Cover finde ich richtig schön und im Nachhinein kann ich sagen, dass diese wirklich sehr genial gewählt ...

Nach einem gelungenen ersten Band, war ich sehr gespannt, wo mich die Fortsetzung hinführen würde. Das Cover finde ich richtig schön und im Nachhinein kann ich sagen, dass diese wirklich sehr genial gewählt wurden und beide perfekt zu dieser Geschichte passen.

Ich bin ja ein riesiger Fan von Dystopien und mag es, wenn einiges an Action geboten wird und da kann ich mich hier echt nicht beschweren. Teil 2 beginnt gleich richtig rasant und ich war absolut geflasht und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man muss allerdings dazu sagen, dass diese Fortsetzung ein wenig in den Sci-Fi Bereich geht, aber für mich nur zu einem kleinen Teil. Es ist eher eine gelungen Mischung, bei der trotzdem noch die dystopischen Merkmale im Vordergrund liegen.

Über den Inhalt selbst will ich an dieser Stelle gar nicht viel verraten, man sollte unvoreingenommen heran gehen. Was ich aber sagen kann, ist, stellt auch auf Adrenalin pur ein. Es gibt grandiose Überraschungen, tolle Wendungen, interessante neue Charaktere, und vor allem eine geniale neue Umgebung mit Keto. Die Beschreibungen und überhaupt diese Idee mochte ich total. Ab und an hatte ich allerdings ein kleines Problem mit Zoe. Manchmal konnte ich einfach ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen und ihre Entwicklung ging in eine Richtung, die mir nicht so gut gefiel, aber nach einiger Zeit hat sich das dann zum Glück wieder gelegt.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht so genau weiß, was ich von diesem Ende halten soll. Auf der einen Seite, hat es mich absolut unerwartet getroffen und mich total aus den Socken gehauen, aber gleichzeitig hat es mich auch etwas ungläubig zurückgelassen. Schwer zu beurteilen, ob man das jetzt gut findet oder nicht, das muss am Ende jeder selbst für sich entscheiden. Was ich der Autorin aber absolut zugute halten muss, sie hat mich hier völlig kalt erwischt, und ein Ende hat mich selten so dermaßen überrascht wie hier.

Fazit
H.O.M.E. 2 ist ein absolut gelungener Abschluss einer grandiosen Dystopie, die ich jedem nur empfehlen kann. Zwar gibt es in dieser Fortsetzung auch Sci-Fi-Elemente, aber in meinen Augen hält es sich insgesamt in Grenzen und es ist insgesamt betrachtet nur am Rande ein Teil der Geschichte. Es geht richtig zur Sache, Adrenalin, Spannung pur, tolle Charaktere, die eine grandiose Entwicklung hinter sich haben. Wir haben hier ein unglaublich faszinierendes und toll beschriebenes Setting, ich war hin und weg. Außerdem gibt es jede Menge Überraschungen und unerwartete Wendungen. Vor allem das Ende ist mal etwas, womit sicherlich niemand rechnet und auch wenn ich selbst nicht ganz sicher bin, ob ich die Autorin dafür hassen oder lieben soll, so ist es doch einfach nur richtig genial. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Zuckersüße und herzergreifende Geschichte!

Der Eisblumengarten
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Das Buch klang einfach magisch und hat mich sofort angesprochen. Das Cover ist total edel, auch verspielt, irgendwie gar nicht typisch Kinderbuch, aber trotzdem absolut passend zur Geschichte.

Was ist ...

Das Buch klang einfach magisch und hat mich sofort angesprochen. Das Cover ist total edel, auch verspielt, irgendwie gar nicht typisch Kinderbuch, aber trotzdem absolut passend zur Geschichte.

Was ist das bitte für eine zuckersüße Geschichte? Ich war von Anfang bis Ende komplett begeistert. Das Buch liest sich recht schnell, nicht nur wegen der geringen Seitenanzahl, denn Autor schreibt wirklich sehr einnehmend und reißt einen durchwegs mit. Er hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, mich emotional komplett abzuholen und ich habe total mit Jess mit gefiebert. In diesem Buch ist wirklich alles super gelungen, die herzerwärmenden Charaktere, tolle Beschreibungen, ein wundervolle magische Idee, die ebenfalls richtig schön umgesetzt wurde. Ich bin rundum zufrieden.

Natürlich waren jetzt keine großen Überraschungen dabei, das war aber auch überhaupt nicht notwendig. Die Gefühle kamen an, mir ging beim Lesen richtig das Herz auf und ich habe die Figuren total liebgewonnen.

Fazit
Der Eisblumengarten hat mich positiv überrascht. Für mich ist es das perfekte Kinderbuch für zwischendurch. Zuckersüße Charaktere, zuckersüße Idee und zuckersüße Umsetzung! Ja, das ist irgendwie das passende Wort, wobei hier Gefühle wirklich eine große Rolle gespielt haben und diese kamen komplett bei mir an. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und denke, dass auch Erwachsene ihre Freude daran haben können. 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.04.2019

Seid Fische, die auf Bäume klettern

Fische, die auf Bäume klettern
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Eigentlich ist dies ein Buch, das nicht wirklich im meinen Lesebereich fällt. Anfangs dachte ich noch: ein Ratgeber, den lese ich dann mal nicht. Aber die ersten Infos des Autors waren zum einen immer ...

Eigentlich ist dies ein Buch, das nicht wirklich im meinen Lesebereich fällt. Anfangs dachte ich noch: ein Ratgeber, den lese ich dann mal nicht. Aber die ersten Infos des Autors waren zum einen immer wieder, dass es mehr ein Kompass ist, zum anderen, dass es eigentlich auch an seine Kinder gerichtet ist, nach dem Motto, was möchte er ihnen mit auf den Weg geben, wenn er es ihnen morgen nicht mehr sagen könnte.

Das hat mich dann doch sehr neugierig gemacht, sodass ich mal in die Leseprobe reingelesen habe. Ich war überrascht und hab gemerkt, dass es doch etwas ist, das ich lesen will. Der Autor schreibt aber einfach auch herrlich locker, hier auch immer wieder mit einer Prise Humor und ich liebe Sebastian Fitzeks Humor.

Mir hat sehr gut gefallen, dass er auf keinen bestimmten Standpunkt pocht, er verurteilt nichts, hat zu keiner Zeit das Gefühl gegeben, dass nur das Eine richtig und wichtig wäre und alles andere falsch. Er gibt Tipps, zählt Beispiele auf, in vielem habe ich mich selbst wieder gefunden. Er gibt persönliche Erfahrungen preis, sodass wir auch einiges über ihn und sein Leben erfahren und ich muss zugeben, im Nachhinein ist er mir noch sympathischer.

Es kommen viele Themen zur Sprache, ernste wie auch etwas lockere. Eine grundsätzliche Message, die man immer wieder herauslesen kann ist, dass man keine Angst vorm Leben haben soll, sich nicht von anderen in eine Schublade stecken lassen soll, aber auch auf niemanden herabsehen soll.

Fazit
Fische, die auf Bäume klettern ist kein Ratgeber. Man lernt hier den Autor besser kennen, bekommt einen kleinen Einblick in seine Ansichten, sein Leben und auch seine Vergangenheit. Wenn seine Tipps und Beispiele aus diesem Buch, wie er selbst auch betont hat, nicht immer so gelebt und umgesetzt werden können, so ist es insgesamt doch ein sehr schöner Kompass, den man sich zu Herzen nehmen kann, und ich habe das Lesen wirklich genossen und musste ihm bei vielen Dingen recht geben. Außerdem fand ich den Humor wirklich toll, den er immer wieder mit eingebracht hat. Für mich hat sich dieses Buch absolut gelohnt und ich kann es jedem nur ans Herz legen, 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 11.04.2019

Echt, bewegend und emotional!

The Hate U Give
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Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich schon, dieses Buch wird emotional. Und ich sollte recht behalten.

Wir lernen gleich zu Beginn Starr kennen. Sie ist 16 Jahre alt, schwarz und wohnt im ...

Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich schon, dieses Buch wird emotional. Und ich sollte recht behalten.

Wir lernen gleich zu Beginn Starr kennen. Sie ist 16 Jahre alt, schwarz und wohnt im Ghetto. Und zwar in einer richtig üblen Gegend, in der man seine Kinder nicht allein auf die Straße lassen möchte. Mit 10 Jahren musste sie schon mit ansehen, wie ihre beste Freundin aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug erschossen wurde. Deswegen gehen sie und ihre Brüder auch auf eine Schule außerhalb, in der zum Großteil nur Weiße sind, und ihre Eltern arbeiten wie verrückt, um ihnen dies zu ermöglichen.

Man merkt recht schnell, dass diese Prota recht hart wirkt, aber auch, dass dies eigentlich nur Fassade ist. Ich muss sagen, ich mochte sie. Ich konnte es gut nachvollziehen, dass sie Angst hat, dass sie sich teils verstellt und auch dass sie teilweise selbst Vorurteile hat. Bei ihrer Vergangenheit und Herkunft war das alles absolut authentisch dargestellt. Das hat mich dabei auch ziemlich mitgenommen. Diese Ungerechtigkeit war so glaubwürdig und echt, ich habe wirklich richtig mit gelitten und mir sind immer wieder die Tränen gekommen.

Natürlich steht im Mittelpunkt dieses Buches der Rassismus! Und wenn auch Schwarze hier ganz deutlich absolut falsch behandelt werden, geradezu menschenunwürdig, so wird auch deutlich, dass die Vorurteile auf beiden Seiten vorhanden sind. Aber das Ganze ist auch verständlich dargestellt, auch wenn immer wieder Szenen dabei sind, die zeigen, dass nicht jeder gleich ist! Nicht jeder Schwarze ist automatisch ein Gangster und nicht jeder Weiße sieht auf diese herab. Die Autorin hat wirklich alles super durchdacht und perfekt vermittelt.

Dieses Buch ist wirklich absolut grandios geschrieben, von Anfang bis Ende. Die Autorin hat zum Teil Slang benutzt, was alles nur noch echter wirken lässt und es geschafft, dass das Ganze einem dadurch noch näher geht.
Für mich ist die Geschichte wichtig, eine absolute Pflichtlektüre, die unbedingt gelesen werden sollte.

Fazit
The Hate U Give erzählt eine Geschichte von absoluter Ungerechtigkeit. Ich war stellenweise absolut fassungslos, traurig, habe richtig den Hass gefühlt und konnte ihn gut nachempfinden. Und auch wenn Gewalt nie eine Lösung ist, so konnte ich die Menschen zum Teil verstehen. Die Verzweiflung war einfach absolut greifbar. Angie Thomas hat hier wirklich ein grandioses Werk geschaffen, das so wichtig ist. Sie hat mich emotional mitgenommen, ich musste immer wieder Tränen lassen und hätte am liebsten ins Geschehen eingegriffen und wollte mit den Figuren kämpfen für die Gerechtigkeit.
Für mich ist das Buch ein absolutes Muss. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und vergebe verdiente 5 von 5 Sternen!