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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2022

Ein weiterer gelungener Fall!

Der Klang des Bösen
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Der Reihe bin ich von Anfang an komplett verfallen. Allein die Thematik um die Phonetik finde ich absolut interessant und ist einfach etwas, das im Thriller-Bereich bisher noch nicht vorhanden war, zumindest ...

Der Reihe bin ich von Anfang an komplett verfallen. Allein die Thematik um die Phonetik finde ich absolut interessant und ist einfach etwas, das im Thriller-Bereich bisher noch nicht vorhanden war, zumindest kenne ich keine Bücher in diese Richtung. Deswegen finde ich die Ermittlungen bei Auris besonders faszinierend, weil es einfach mal was anderes ist.

Der neue Fall von Hegel hat mich erneut ab der ersten Seite in den Bann gezogen. Die Handlung ist gut durchdacht und bietet viel Spannung. Allerdings muss ich gestehen, dass mir gerade zur Mitte hin etwas zu viel persönliches Drama enthalten war. Das Spiel mit der eigenen Gesundheit von Hegel fand ich stellenweise überzogen und leider auch etwas nervig. Wenn man sich hier mehr auf sein Können als Phonetiker konzentriert hätte, wäre mir lieber gewesen, denn nachträglich betrachtet, kam dies ein wenig kurz in diesem 4. Teil. Auch Jula war mir in den vorherigen Bänden etwas sympathischer. Zum Ende hin wurde es zwar wieder besser, aber so richtig ist mir der Zugang zu ihr dieses Mal nicht gelungen. Ich muss aber betonen, dass diese Kritik zum Glück von einer tollen ausgeklügelten Geschichte übertroffen wird.

Die Story an sich bietet wie oben erwähnt wirklich viel Spannung und es macht Spaß, die Geschehnisse nacheinander aufzudecken. Schön ist auch, dass Elyas und Friedrich ebenfalls wieder mit am Start sind, das gibt dem Thriller etwas Frisches und Leichtes. Dank dem tollen Schreibstil und genialer Hintergründe, die intelligent zu einem großen Ganzen werden, kann man über die kleinen persönlichen Dramen hinwegsehen und das Buch lies sich dadurch super schnell lesen.

Fazit
Auris 4 ist im Großen und Ganzen wieder ein gelungener Teil um den Phonetiker Hegel. Die Handlung ist spannend gemacht und man kann mit den Charakteren mitfiebern und die Begebenheiten nach und nach aufdecken. Der Schreibstil ist super einnehmend und ich konnte das Buch dadurch kaum aus der Hand legen. Ein bisschen Kritik gibt es aber auch. Mir kam zum einen die Phonetik von Hegel etwas zu kurz, vor allem deswegen, weil ein persönliches Drama um den Ermittler alles andere etwas in den Hintergrund gerückt hat. Das war mir ein wenig zu vordergründig dargestellt. Trotzdem hat dieser Thriller wieder eine Menge Überraschungen geboten, auch der Cliffhanger am Ende ist neu und zeigt, dass man die Auris-Reihe unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte. Von mir gibt es trotz den paar Dingen, die meinen Geschmack nicht ganz getroffen haben, eine absolute Empfehlung und 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Spannungsgeladen mit Suchtfaktor!

Countdown. Der letzte Widerstand
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Der Klappentext klang einfach so verführerisch gut, dass ich hier nicht widerstehen konnte. Ich liebe Dystopien und von diesem Autor kannte ich bereits ein Buch aus diesem Genre, sodass ich mich sehr auf ...

Der Klappentext klang einfach so verführerisch gut, dass ich hier nicht widerstehen konnte. Ich liebe Dystopien und von diesem Autor kannte ich bereits ein Buch aus diesem Genre, sodass ich mich sehr auf sein neuestes Werk gefreut habe.

Die Vorfreude war berechtigt, denn ich war ab der ersten Seite gebannt. Thomas Thiemeyer schreibt rasant, ohne großes Geplänkel, er baut sofort Spannung auf und verzichtet auf unnötige ausschweifende Passagen. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, springt dann kurzzeitig in die Vergangenheit zu dem besagten weltweiten Stromausfall, bevor es dann mit der eigentlichen Handlung nach und nach vorangeht. Dieser Aufbau war auf jeden Fall sehr gelungen, da gleich die richtige Prise Neugier vorhanden war und man eigentlich gar keine andere Wahl hatte, als schnell weiterzulesen.

Die Figuren sind auf jeden Fall sympathisch und man möchte unbedingt mit diesen herausfinden, welche perfiden Machenschaften von der “Atlas Union” ausgehen. Auf zwischenmenschlicher Ebene hätte es stellenweise etwas intensiver sein können. Man merkt schon, dass der Fokus sehr auf “Action” ausgelegt ist, die Emotionen fehlen da teilweise ein wenig. Das ist aber nur ein winziger Kritikpunkt, denn ich wurde von der ersten bis zur letzten Seite wirklich fantastisch unterhalten und kann im Prinzip nicht meckern. Obwohl einiges auch vorhersehbar war, gab es doch auch immer wieder tolle Wendungen, mit denen mich der Autor komplett überraschen konnte. Mir hat der ganze Aufbau super gefallen, auch die Auswirkungen am Ende, alles wurde toll durchdacht und ist für mich rund dargestellt.

Fazit
“Contdown” ist eine Dystopie mit Suchtfaktor. Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es folglich innerhalb eines Tages gelesen. Spannung ist ab der ersten Seite vorhanden, die Handlung ist durchwegs rasant mit so einigen Überraschungen, es wurden tolle Ideen kombiniert und auch die Figuren sind sympathisch. Zwischenmenschlich fehlt etwas die Tiefe, trotzdem konnte ich mit Lena und Ben mitfiebern und es hat richtig Spaß gemacht, mit ihnen dieses “Abenteuer” zu erleben. Perfekt fand ich auch die Kapitellänge, der Autor wusste allerdings immer genau, wie diese enden müssen, damit man unbedingt sofort weiterlesen muss. Von mir gibt es ein absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Sehr speziell, aber auch richtig genial!

RABBITS. Spiel um dein Leben
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Allein der Titel zu diesem Buch hat mich sofort neugierig gemacht, der Klappentext hat mich dann überzeugt und ich musste es unbedingt lesen. Das Cover ist auf jeden Fall Geschmacksache, wobei es natürlich ...

Allein der Titel zu diesem Buch hat mich sofort neugierig gemacht, der Klappentext hat mich dann überzeugt und ich musste es unbedingt lesen. Das Cover ist auf jeden Fall Geschmacksache, wobei es natürlich perfekt zum Inhalt passt. Dazu gibt es noch den tollen Buchschnitt, sowas liebe ich ja einfach bei Büchern.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr schnell gelungen. Die Handlung startet in der Vergangenheit, ziemlich mysteriös, leicht unheimlich und mit vielen Fragen. Anschließend wechselt die Story in die Gegenwart und hier hatte ich teilweise erst mal Probleme. Alles wirkt zunächst sehr wirr und durcheinander, was aber auch mit daran lag, dass immer wieder Kapitel dabei waren, die Vergangenes durchleuchten. Da fiel es mir anfangs schwer eine Linie bzw. eine roten Faden zu finden. Nach und nach hat sich das aber immer mehr gelegt und es kam Licht ins Dunkel.

Es handelt sich bei Rabbits auf jeden Fall um einen ganz besonderen Thriller, der wirklich sehr skurril ist und auch ins Übersinnliche zu gehen scheint, zumindest weiß man das nie so genau. Beim Lesen habe ich mich tatsächlich immer wieder gefragt, was ist real, was ist Einbildung, passiert das gerade wirklich? Ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn manche Leser mit dieser Art von Thriller ihre Probleme haben, doch ich mochte ihn, gerade wegen dieser Einzigartigkeit, total gerne. Ich habe ehrlich gesagt noch nie etwas Vergleichbares gelesen, zumindest nicht, was die Umsetzung betrifft. Das Thema Gaming ist ja auch in Büchern längst nichts Neues mehr, doch hier hat der Autor wirklich etwas ganz Eigenes geschaffen.

Man könnte schon anmerken, dass stellenweise ein wenig mehr hätte passieren können. Doch für mich war es durchwegs spannend und ich wollte einfach die ganze Zeit miträtseln und war gefangen. Bis zum Schluss blieb es für mich komplett undurchsichtig, ich hatte keine Vermutungen und war sehr gespannt, wie sich alles auflösen würde. Man muss auch dazu sagen, wie die Handlung hier konstruiert wurde, ist schon großes Kino. Da als Autor den Überblick zu behalten, da ziehe ich meinen Hut, denn das war schon echt gut gemacht. Die Auflösungen waren für mich auch sehr spektakulär, zwar schon zum Teil ziemlich komplex, doch ich fand es echt genial.

Fazit
Rabbits hat jetzt mit einem klassischen Thriller nicht sehr viel gemein, sondern ist wirklich sehr speziell in der Umsetzung. Das ist auf jeden Fall Geschmacksache, doch ich war am Ende begeistert. Der Autor hat eine unfassbar komplexe Handlung kreiert, die zeitweise sehr verwirrend und kompliziert ist, doch ich fand das ab einem Punkt richtig genial. Dadurch ist die Geschichte absolut einzigartig. Das Buch hat sehr mysteriös angefangen, sodass ich sofort neugierig war. Es war direkt eine unheimliche Atmosphäre vorhanden. Im weiteren Verlauf hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, einen Linie zu finden, doch es hat sich absolut gelohnt dran zu bleiben und ich habe auch zu keiner Zeit überlegt, das Buch vorzeitig zu beenden. Ich fand es spannend und aufregend gemacht. Der Mittelteil hätte manchmal noch ein wenig mehr Adrenalin und Thrill bieten können, doch zum Ende hin hat sich das tatsächlich immer mehr gesteigert, die Seiten sind verflogen und ich fand es auch immer wieder sehr unheimlich. Diese düstere Atmosphäre ist bei mir komplett angekommen, was ich echt klasse fand. Bis zum Schluss habe ich auch wirklich so absolut gar keine Ahnung gehabt, wie alles zusammenhängt. Ich wusste beim Lesen die meiste Zeit nicht mal, was real ist und was nicht. Das fand ich einfach grandios dargestellt! Die Figuren sind ebenso skurril wie die Handlung selbst und ich mochte den Prota K total. Mir hat die Suche nach der Wahrheit sehr gut gefallen und daher gibt es am Ende eine absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Plattformen!

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Emotionaler Jugendthriller!

Dreivierteltot
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Von dieser Autorin kannte ich schon zwei Bücher, die mich überzeugt haben, von daher war schnell klar, dass ich auch dieses unbedingt lesen möchte. Das Cover finde ich wieder sehr gelungen und optisch ...

Von dieser Autorin kannte ich schon zwei Bücher, die mich überzeugt haben, von daher war schnell klar, dass ich auch dieses unbedingt lesen möchte. Das Cover finde ich wieder sehr gelungen und optisch ist es an den Vorgänger, “Searching Lucy”, angelehnt, wobei aber die Storys nichts miteinander zu tun haben. Trotzdem finde ich es schön, da man es sofort mit der Autorin in Verbindung bringt.

Christina Stein hat einen tollen einfühlenden Schreibstil. Es handelt sich in meinen Augen um keinen klassischen Jugendthriller, sondern eher um eine tiefgründige, emotionale Geschichte mit Thrill-Elementen. Das ändert für mich aber nichts an der Tatsache, dass ich diese gesamte Mischung wirklich mochte und am Ende begeistert war.

Wir lernen Kim und Jon kennen, die auf einer besonderen Reise in Schottland unterwegs sind und anfangs mochte ich die Prota wirklich sehr, das hat sich im Wesentlichen auch nicht geändert. Man merkt nur ab einem Punkt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Die Figur “Sky” hat mir auch ganz gut gefallen, man wusste auch nie so richtig, woran man bei ihm ist, das war sehr treffend dargestellt. Die emotionale Bindung zu den Charakteren hätte allgemein etwas intensiver sein könnte, doch die Handlung an sich fand ich klasse und hat mich gerade im letzten Drittel doch sehr berührt.

Was ich wirklich sehr gelungen fand, ist, dass man mit der Zeit nicht mehr genau zuordnen konnte, was real ist, was nicht, wem kann man trauen, wem nicht, da war ich wirklich oft unsicher. Es gab doch einige Wendungen und Stränge, die am Ende schön zusammenfinden, die ich aber nicht komplett vorhersehen konnte.
Beim Hauptstrang allerdings war mir sehr schnell bewusst, wo das hinführen wird. Ich bin mir nicht sicher, ob das von der Autorin so gewollt war, sollte das nicht der Fall sein, dann waren manche Hinweise zu offensichtlich. Mir persönlich hätte es noch besser gefallen, wenn sich mein früher Verdacht nicht bewahrheitet hätte. Aber ich muss mich wiederholen, insgesamt fand ich das Buch echt gelungen und musste am Ende ein paar Tränchen verdrücken. Das passiert mir bei Thrillern auch nicht oft!

Fazit
Dreivierteltot konnte mich insgesamt absolut überzeugen. Ich war von der ersten Seite an gefangen und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Autorin schreibt so einnehmend und spannend, dabei handelt es sich nicht mal um einen typischen Thriller, aber diese Geschichte war psychologisch beängstigend und emotional dargestellt. Schade war nur, dass ich sehr früh den Hintergrund erkannt habe. Trotzdem gab es noch viele kleine Stränge, die am Ende gut durchdacht zusammengeflossen sind. Dazu kam noch, dass es mich wirklich emotional berührt hat und mir am Schluss ein paar Tränen gekommen sind. Insgesamt war es für mich ein absoluter Pageturner, den ich gerne weiterempfehle. 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen!

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Vielversprechender Auftakt!

Prison Healer (Band 1) - Die Schattenheilerin
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„Prison Healer“ ist mir schon in der Vorschau direkt ins Auge gestochen. Das Cover ist schlicht und sieht gleichzeitig sehr edel aus. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich war gespannt auf ...

„Prison Healer“ ist mir schon in der Vorschau direkt ins Auge gestochen. Das Cover ist schlicht und sieht gleichzeitig sehr edel aus. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich war gespannt auf den Inhalt, vor allem auch, weil das englische Original sehr beliebt ist.

Nach nur wenigen Seiten hatte ich schon eine Ahnung, warum die Geschichte so gut ankommt. Sie ist besonders, mit toll gezeichneten Charakteren. Das Setting ist zwar überschaubar in diesem ersten Band, doch es ist perfekt dargestellt. Die tolle Karte am Anfang des Buches hilft da natürlich und macht alles noch authentischer.

Es fiel mir leicht, in die Geschichte einzutauchen, da ich Kiva auf Anhieb ins Herz geschlossen habe. Obwohl diese Prota nicht die typische taffe Kämpferin ist, so hat sie doch ein riesiges Herz und ihre nüchterne Art hat mich einfach irgendwie berührt, weil man nach und nach ihre Geschichte erfahren hat und wusste, warum sie ist, wie sie ist.
Auch Naari und Jaren habe ich sofort ins Herz geschlossen, ebenso Tipp und sogar Mot. Es sind einige Figuren dabei, die mich so schnell nicht mehr loslassen werden.
Das Gefängnis von Zalindov ist ein Ort der Gewalt und Ungerechtigkeit, die Menschen haben wenig Hoffnung und ich war teilweise entsetzt über die Grausamkeiten an diesem Ort.

Nach meiner anfänglichen Begeisterung war mir allerdings der Mittelteil etwas zu ruhig, nicht langweilig, doch ein wenig mehr hätte hier für meinen Geschmack passieren können. Dazu hatte ich erst das Gefühl, dass einiges doch leicht zu durchschauen ist. Aber wie ich mich hier geirrt habe! Ein paar Dinge konnte ich zwar tatsächlich vorhersehen, doch die letzten 150 Seiten sind geradezu verflogen und haben mich atemlos zurückgelassen.

Kennt ihr Bücher, die mit einem Knall enden? Das hier ist eines davon und ich kann es kaum erwarten, erneut in diese Welt einzutauchen.

Fazit
Prison Healer bietet eine tolle Mischung aus Kampf ums Überleben, tollen Charakteren an einem Ort der Grausamkeit, aber auch mit viel Gefühl, doch ohne jeglichen Kitsch! Die zarten Bande, die nach und nach geknüpft werden, waren absolut authentisch und haben mich sehr berührt. Hier passierte nichts von jetzt auf gleich, das fand ich sehr schön. Der Mittelteil war mir ein wenig zu ruhig, doch die Überraschungen und Wendungen im letzten Drittel waren so genial, dass es mich komplett aus den Socken gerissen hat. Der erste Band endet mit keinem fiesen Cliffhanger, doch mit einem absoluten Knall und ich saß mit offenem Mund vor dem Buch und dachte nur: WOW!!! Von mir gibt es eine absolute Empfehlung und 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Plattformen!

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