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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2021

Anfängliche Skepsis wich dem Lesesog

ONE OF US IS LYING
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Das Buch lag bestimmt 2 Jahre auf meinem SUB. Woran das lag? Vermutlich, weil es Thrillerelemente beinhaltet und ich selten Lust auf so etwas habe und weil die Meinungen dazu sehr auseinander gingen. Nachdem ...

Das Buch lag bestimmt 2 Jahre auf meinem SUB. Woran das lag? Vermutlich, weil es Thrillerelemente beinhaltet und ich selten Lust auf so etwas habe und weil die Meinungen dazu sehr auseinander gingen. Nachdem aber bereits das 4. Werk der Autorin erschienen ist und ich mich fragte, ob an dem Mix aus Gossip Girl und Breakfast Club wirklich etwas dran ist, fing ich an zu lesen. Der Klappentext ließ es zumindest vermuten: Simon stirbt beim Nachsitzen mit der Schulschönheit Abby, dem Kleinkriminellen Nate, dem Baseballstar Cooper und der Streberin Bronwyn. Die Umstände sind mysteriös, die Indizien unzureichend bis Stück für Stück die vier Nachsitzerinnen ins Licht der Ermittlungen rücken. Denn jeder von ihnen hat einen Grund Simon eins auszuwischen, denn seine Plattform "About that" enthüllt die Abgründe und Geheimnisse jeden Schülers der Bayview High...

Über 400 Seiten Hardcover, unterteilt in 3 Teile, wobei ich solch eine Unterteilung sinnlos finde, weil zudem noch die jeweiligen Kapitel der 4 Ich-Perspektiven mit Datum und Uhrzeit integriert sind. Daher habe ich mich nicht wirklich auf die große Unterteilung konzentriert. Eins muss ich der Autorin lassen, sie handelt den Einstieg mit Simons Ableben bereits innerhalb der ersten 40 Seiten ab - keine langwierige Einführung oder Charaktervorstellung. Stattdessen ergründe ich die Figuren und die Auflösung des vermeintlichen Unfalls, Mords oder wie auch immer (spoilern werde ich nicht) im Verlauf der Handlung. So macht das Spaß.

Also bis auf ein paar Tatsachen, die mich störten oder die Augen verleiern ließen. Kleinkariert wie ich bin, störten mich Namen: Vor allem Bronwyn - selbst in Gedanken lässt sich der Name nicht gut aussprechen. Der hat etwas Mittelalterliches, ich kann mir nicht helfen und es passt nicht. Ich glaube, dass die Autorin sich debenso mit Namen wie "Officer Hank Budapest" einen Spaß erlaubte. Vielleicht eine kleine Expertise an längst vergangene Krimiserien? So richtig ernst nehmen konnte ich das nicht. Gut, nach einer Weile gewöhnte ich mich dran. Genauso wie an den ein oder anderen Logikfehler im zeitlichen Ablauf (nein, das war nicht gestern, sondern vor 4 Tagen...) oder dass ein Detective die Schüler mit ihrem Kurz- bzw. Spitznamen anspricht. Es sei verziehen. Manchmal braucht man Eingewöhnungszeit, um mit dem Stil klar zu kommen, aber wenn man einmal warm ist, dann stoppt einen nichts mehr. Wie hier.

Mein Augenrollen bezüglich der Charaktere kostete mich jedoch zu Beginn Nerven. Abby ist ein Prinzesschen, dass sich völlig abhängig von ihrem Freund macht und keine einzige Entscheidung selbst fällt. Ich mochte sie eingangs nicht. Sie wirkte durch ihr Verhalten dumm und naiv. Cooper, die typische amerikanische Sportkanone und Daddys Aushängeschild. Mit ihm hatte ich eher noch Mitleid. Bronwyn ließ mich nicht an sich ran, aber ich war mir sicher, der perfekte Schein würde noch aufhören mich zu blenden. Lustigerweise ging mein High Five an den unbeliebtesten und bereits Verurteilten Nate. Ja, er hat Dreck am stecken und ja, sein Stereotyp ist genauso offensichtlich wie bei den anderen und doch: Er war ehrlich, nahm kein Blatt vor dem Mund und blendete niemanden mit seinem Ruf. Als der Stein so richtig ins Rollen kommt, entwickeln sich die vier Schüler in verschiedene Richtungen, so dass ich sogar Abby schlussendlich nur in mein Herz schließen konnte.

Ich gebe zu, ich habe sofort angefangen mit zu rätseln, was an den Geschehnissen kurz vor Simons Tod und auch danach inszeniert, kein Zufalls sein kann oder total logisch ins Bild passte. Das der Verstorbene im Leben kein Unschuldslamm war, wurde ebenso beleuchtet, wie jedes Geheimnis und die Hintergründe von Bronwyn, Cooper, Abby und Nate. Ich mochte diese Abwechslung und die gesellschaftlichen Probleme, die angesprochen worden: Erfolgsdruck, toxische Liebesbeziehungen, Gewalt, Verwahrlosung, Sexismus, Rassismus, Intoleranz, Inakzeptanz. Ebenso wie Dinge, die dem entgegenwirken. Und das alles nur, weil soziale Medien dem Menschen ein Bild von anderen Personen geben, dass dessen Leben gewollt wie ungewollt verändern kann. Hier vor allem in Form von Simons Plattform "About that", die im Endeffekt so funktioniert wie die Offenbarungen in der Serie "Goospi Girl". Fanfact: Simon lügt darin nie. Umso gruseliger ist es, wenn nach seinem Tod Posts erscheinen. Genau, das ist einer der Steine, der eine Lawine auslöst.

Nebenbei versuchte ich herauszufinden, was die Vier zu verstecken versuchen. Zum Teil war das ultraeinfach zu erkennen - welch ein Erfolgserlebnis oder einfach nur vorhersehbar, zeitweise auch sehr klischeehaft. Zum anderen lag ich dann doch daneben und machte große Augen. Umso mehr Facetten hinzukamen, umso mehr entwickelte sich ein Sog, der mich Verbindungen schließen und Puzzleteile an die richtige Stelle setzen ließ. Dabei blieb es leicht und nachvollziehbar. Ich fands toll. Vor allem, weil aus Einzelkämpfer
innen ein Team wird, dass mit Vorurteilen abschließt. Dieser Aspekt lässt mich nicht los und zeigt, dass es anders gehen kann, auch wenn der Grund hier ziemlich dramatisch ist.

Zum Ende hin wurde es natürlich abenteuerlich, gar übertrieben. Ich kam mir vor, als sähe ich einen End-Neunziger-Teeniefilm. Ein bisschen Angst und Bange wurde mir trotzdem. Tja, an sich war mir bereits Seiten zuvor schon klar, wieso Simon starb. Ich klopfte mir also auf die Schulter als meine Vermutung sich bestätigte und noch mit einigen Details umrahmt wurde.

Fazit:
Ein klein wenig Gossip Girl, ein klein wenig Breakfast Club, ein bisschen Teeniefilm, aber ganz viel gegenwärtige Thematik und Problembewältigung mit Charakteren, die sich Dank ihrer eigenen Erkenntnisse weiter entwickeln. Spannend mit Sogwirkung und trotz vieler Facetten dem roten Faden treu bleibend. Empfehlung für leichte Jugendthriller-Leser*innen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2021

Ist Normal das, was andere uns sagen?

Sara auf der Suche nach Normal
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Mein Bild:

Zu allerallererst gibt’s ein Manko. Mit so etwas beginne ich nicht gern, doch dieses Kinder- bzw. Jugendbuch benötigt, meines Erachtens einen Hinweis über die sensiblen Inhalte - Triggerwarnung. ...

Mein Bild:

Zu allerallererst gibt’s ein Manko. Mit so etwas beginne ich nicht gern, doch dieses Kinder- bzw. Jugendbuch benötigt, meines Erachtens einen Hinweis über die sensiblen Inhalte - Triggerwarnung. Es werden Symptome psychischer Erkrankungen, psychische und körperliche Gewalt angesprochen. Das sollte vorab bekannt sein. Das macht die Geschichte auf keinen Fall schlecht! Im Gegenteil, ich finde sie empfehlenswert, jedoch mit Bedacht. Das Buch ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet und vom Verständnis und der Sprache her, empfinde ich das als passend.

Ich hätte nie gedacht, dass hinter diesem fantasievollen Relief-Cover eine so starke Geschichte steckt. Als ich zu lesen begann, dachte ich dann allerdings, dass knapp 270 Seiten bestimmt nicht reichen, um Saras Geschichte ausreichend zu erzählen. Doch das haben sie in einem bewegenden Umfang.
Wesley King weiß wovon er schreibt, denn er hat in seiner Jugendzeit selbst mit psychologischen Erkrankungen zu kämpfen gehabt, wie er im Nachwort beschreibt. Ich denke, kaum jemand hätte Saras Perspektive genauer und authentischer fassen können. Die Protagonisten war ab Seite 1 meine Freundin. Ich mochte ihre Perspektive so sehr, denn sie sprach mit mir. Ich kam mir vor wie in einem Dialog am Kaffeetisch. Sie erklärte mir, dass sie eine Einleitung machen wollte, aber das sei knifflig, daher begann sie mit einer Kindheitserinnerung, die mir einen ersten Einblick in ihr Leben verschaffte. "Crass" nehme ich selten als Ausdruck in meinen Rezensionen, aber anders kann ich mein Empfinden nicht ausdrücken. Saras Ich-Perspektive zeigt hautnah, was passiert, wenn ein Kind „schwierig“ wird und man konsequent versucht es in eine Rolle zu drängen, die es nicht erfüllen kann. Ich hätte ihre Mutter so gern angeschrien.

Ein Leben, das Jahre später von einer Sammlung Etiketten (so nennt Sara die Diagnosen), Therapiesitzungen, Einzelunterricht und Medikamenten beeinflusst wird. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, jeden Tag von jetzt auf gleich Todesangst zu bekommen oder eine Panikattacke, nachts nicht schlafen zu können, sich so schwer zu fühlen, dass man einfach keine Kraft besitzt aufzustehen. Durch Sara habe ich es jedoch gesehen, gefühlt und realisiert, welchen Kampf sie täglich lebt. Und ob ihr es glaubt oder nicht, sie erzählt es mit einer leichten Routine und trockenen Art, dass es mich nicht runter zog. Sara hält durch, auf ihre Art. Indem sie eindeutig definiert, dass ihr Gehirn eine „sie“ ist, indem sie Harry Potter Band 1 immer wieder liest, sich Notizen und Listen macht, die im Buch übrigens abgebildet sind.
Das Ziel Normal zu sein wird innerhalb der Handlung konsequent infrage gestellt, von allen, außer Sara. Sie sieht in allen anderen Möglichkeiten keine Möglichkeit für sich, was eine Achterbahnfahrt bereits vorprogrammiert. Ich selbst gewöhnte mich dadurch irgendwann an ihre Situation, weil sich ihre Einstellung mittelfristig nicht änderte. Dadurch kam es zu einigen Längen in Saras Entwicklung. Doch, wer hat gesagt, dass es schnell gehen muss? Das wäre doch ziemlich unrealistisch. Ich gebe zu, dass ich trotzdem oft den Kopf geschüttelt habe, weil Saras Suche nach Normal keine Lösung für mich darstellte und sie die Konsequenzen oft selbst spürte.

Facettenreich wird es, als Sara beginnt mit mehr als 4 Menschen zu sprechen und der Autor damit von ihrer Geschichte anteilig auf die des Jungen James und des Mädchens Erins springt, die Sara bei ihren Therapeuten kennenlernt. Erin nahm von den beiden den höheren Anteil in Saras Leben ein und war mir von Anfang an sympathisch. Sie verkörpert Hoffnung, Freude und einfach das Teenie-Sein, was Saras doch recht steifer Natur fehlt. Es bewegte mich, zu lesen, wie sich beide anfreundeten und Erin Sara versuchte beizubringen, dass sie nicht verrückt, sondern etwas Besonderes sind. Ich verstehe so gut, wie es ist, jemanden zu finden, der einem ähnlich ist, der einem das Gefühl gibt mit seiner Situation nicht allein zu sein und der einem Mitgefühl zeigt, weil man es verdient, nicht weil es sein muss.
Sowohl Erin als auch James kämpfen ihren eigenen Kampf und setzen unterschiedlich auf Saras Unterstützung mit unterschiedlichen Ergebnissen für alle 3 Beteiligten. Die Thematik Hilfe zu geben und anzunehmen spielt eine große Rolle, auch wenn es manchmal bedeutet schwere Entscheidungen zu treffen. Die Umsetzung macht es hier wahnsinnig spannend und ich habe nicht vorhergesehen, welchen Weg Sara einschlagen wird. Im schlimmsten Fall wird es verdrängt, weil sie es einfach nicht schafft. Im besten Fall nimmt sie ihren Mut zusammen und zieht ihre Idee durch.

Einen weiteren Blickwinkel wirft die Handlung auf das Eltern-Kind-Verhältnis, Akzeptanz, Ignoranz und den weitreichenden Folgen, wenn sich ein Kind fragt, ob es von allen Elternteilen geliebt wird. Das ist hart. Genauer betrachtet, stellt sich die Frage für mich nicht, sondern eher wie die Eltern mit ihrem Kind umgehen und wie der äußere Schein trügen kann. Denn wie ich feststellen musste, habe ich Saras Eltern zu Beginn anders eingeschätzt als ich es zum Schluss tat. Für Sara, Erin und allen anderen Kindern, die so viel Ballast mit sich tragen, reicht es völlig, wenn sie die Liebe und den Zusammenhalt bekommen, die ein Kind, egal in welcher Situation, bekommen sollte.

Abschließend sei gesagt, dass mich Saras Geschichte berührt und aufgeweckt hat. Die Message, sich selbst nicht über andere zu definieren, sondern für sich selbst festzulegen, wer man sein möchte und was normal für einen selbst ist, kam definitiv an.

Fazit:
Eine Leseempfehlung für alle, die mit sensiblen Inhalten umgehen können und sich fragen, was denn dieses Normal ist. Dafür sollte man die ein oder andere Länge in der Charakterentwicklung nicht scheuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2020

wenig Handlung, viele moralische und grausame Facetten mit einigen sehr futuristischen Ideen

Eve of Man (2)
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Allgemein:

Was würde passieren, wenn unsere Erde eine Apokalypse durchmacht? Umweltkatastrophen, Endzeitszenario und als wäre es nicht genug, werden keine Frauen mehr geboren. Als Jahrzehnte später Eve ...

Allgemein:

Was würde passieren, wenn unsere Erde eine Apokalypse durchmacht? Umweltkatastrophen, Endzeitszenario und als wäre es nicht genug, werden keine Frauen mehr geboren. Als Jahrzehnte später Eve als die Retterin der Menschheit geboren wird und gut behütet in einem Turm aufwächst, ahnt sie nicht, dass ihre Welt bald aus allen Fugen gerät. Mit der Wahrheit und ihrer ersten Liebe Bram im Gepäck flüchtet sie auf spektakuläre Art und Weise aus ihrem alten Leben. Doch wird sie „draußen“ zurecht kommen? Welches Ziel hat der Widerstand? Und wird Eve frei sein können? Die Antworten auf diese Fragen gibt der 2. Band von „Eve of Man – Die Rebellin“ von Giovanna und Tom Fletcher. Der dtv-Verlag nahm sich erneut der Übersetzung an und veröffentlichte den Titel im November 2020.

Mein Bild:

Oh ja, ich habe länger als erwartet auf dieses Buch gewartet. Das war nicht so einfach, denn Band 1 endet in einem miesen Cliffhanger und der jetzige Band 2 endet in einer Erkenntnis mit der ich mich gern noch länger hätte auseinandersetzen wollen, obwohl ich geahnt habe, dass es so kommt. Aber zu Vorahnungen und Unerwarteten komme ich gleich noch.

Meine Überraschung war ziemlich groß als ich dieses dünne Büchlein in der Hand hielt. Um die 100 Seiten weniger als der 1. Band. Das hat mir zunächst Angst gemacht. Ich hab mich echt gefragt, wie die Antworten auf meine Fragen da hinein passen sollen. Dafür überzeugt das Hardcover auf Anhieb. Der Metallic-Effekt ist wirklich toll und Eves Symbol fand ich mit dem gleichen Effekt auch unter dem Schutzumschlag wieder.

Beim Aufschlagen des Buches war ich darauf gefasst erneut auf die Ich-Perspektiven der 16-jährigen Hoffnungsträgerin Eve und ihrem best friend/ love Interest Bram zu stoßen. Ja, und dann kam Michael. „Wer zum Teufel ist Michael?“ Dachte ich mir. Er war mein Rückblick, denn zu Beginn nahm ich die Verfolgung von Eve und Bram während ihrer Flucht aus seiner Perspektive heraus wahr und es hat Klick gemacht. Michael begegnete mir bereits kurz im 1. Band. Er ist ein Finalgardist in dem autoritären Regime, dass sich um die Retterin Eve kümmert und „sorgt“ oder genauer gesagt ist er Soldat und Bodyguard. Sein Blickwinkel zeigte mir ab sofort das Geschehen im Turm, dass nicht nur Eves zuhause war, sondern auch eine Art Illusion für sie. Dieses Gebäude und seine BewohnerInnen zeigen weiterhin, wie detailliert das Setting konstruiert wurde. Hochtechnologisch, bildlich und umso mehr ich las, umso mehr zeigten sich mir die Tiefen – Dank Michael.

Ich fand seinen Charakter eingangs mühselig zu beobachten. Ein Mann, der Befehle ausführt, der völlig unter der Kontrolle eines Regimes steht und das unter anderem aufgrund absolut crass technischer Möglichkeiten. Natürlich fragt Michael sich auf welcher Seite er eigentlich steht. Mir hat das eindeutig zu lange gedauert. Als er dann endlich die Schlussfolgerungen zieht, denen er zuerst den Rücken zugekehrt hat, machte seine Perspektive, sein Umgang mit Vertrauen, Loyalität und Barmherzigkeit mehr Sinn.

Mit Eve war es eine kleine Achterbahnfahrt. Ich bewundere sie definitiv für ihren Mut und sie ist wirklich schlau und es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sie anderen zeigt, dass man sie nicht unterschätzen sollte. Sie legt dahingehend eine wunderbare Entwicklung hin, sich selbst treu zu sein und sich nicht rum kommandieren lassen. Das Autorenduo zeichnet sie aber nicht perfekt. Ihre Gedanken spiegelten wider, dass sie eine ganz neue Welt betritt, sich fragt, wo sie hingehört, wem sie trauen kann und ob sie ihren Platz gefunden hat. Mit 16 und bis dato völlig abgeschirmt gibt einem niemand komplette Ruhe und Allwissen mit. Deswegen wunderte es mich, dass man ihr unter den Rebellen (Libertisten) eine ziemlich hohe Position zur Verfügung stellte. Das wirkte als Konzept nicht ausgereift.
Rückenwind gab ihr da, manchmal mit Widerwillen, Bram. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war er mir im Buch nicht präsent genug. Tatsächlich hätte ich ihn für die Handlung bei den Libertisten nicht gebraucht. Schade. Ich nenne es mal Degradierung zum Love Interest, um irgendwann den ein oder anderen Plottwist einzuschieben. Er fiel zu wenig auf. Schon allein, weil Eve und er in die „Tiefen“ der Stadt Central flüchteten – beide also am gleichen Ort fast das Gleiche erlebten. Mir fiel es tatsächlich schwer beide Perspektiven zu unterscheiden. Der Charakter war am Erzählstil nicht immer erkennbar. Das erschwerte mir das Verständnis für die Storyline.
Dafür ist das Setting in den „Tiefen“ ein sehr feuchtes, jedoch bekanntes Versteck. Der Gegensatz zu dem hochtechnologischen Turm ist prägnant und zeigt anhand dessen, wie die Menschen behandelt werden bzw. was sie der Macht im Turm wert sind. Die Deutlichkeit schon allein darin, gefiel mir.

Die Handlung selbst ist irgendwie typisch für einen 2. Band. Von der Erkenntnis gehen die beiden Autoren nun über zur Rebellion. Es gilt die gegnerische Seite auszuschalten, um das zu bekommen, was man möchte. Gut, nur nichts Neues – es war zu erwarten. Mich überraschte also der ein oder andere Verrat oder die Grausamkeiten nicht. Jedoch die Masse an Gewalt. Dahin blickend hätte ich mir eine Triggerwarnung gewünscht. Die Altersempfehlung liegt ab 14 Jahren. Ob das alt genug ist, möchte ich infrage stellen, denn innerhalb des Buches werden Menschen gefoltert. Ich bekam eine Gänsehaut beim Lesen, betete wirklich, dass nicht das passiert, was ich denke und dann kam es oft schlimmer. Einerseits finde ich es gut, dass nichts beschönigt wird. Eine autoritäre, technologisch hoch entwickelte Herrschaft von Wenigen über Viele besinnt sich oft darauf, dass Menschen Mittel zum Zweck werden. Das ist falsch und zeigt das Buch deutlich anhand der Hauptcharaktere, die für viele gesellschaftlich gute Eigenschaften einstehen und dafür büßen sollen. Andererseits wäre weniger mehr gewesen. Es war zu viel der Brutalität.

Hingegen brachte ein psychologischer Aspekt einige Überraschungen mit sich: Die Manipulation von Menschen. Ich fand es irre, wie daraus Wendungen eingewoben wurden, die vor allem darauf beruhten, dass Liebe, Vertrauen, Freundschaft und noch einige andere menschliche Züge als Schwäche ausgelegt werden können. Wer kennt das nicht,? Lässt man Gefühle zu, macht man sich verwundbar. An mancher Stelle hätte ich nie soweit gedacht. Chapeau!

Fazit:

Ein typisch 2. Band, in der sich 2 Seiten gegenüberstehen und die Protagonisten einen durchwachsenen Eindruck hinterlassen. Dafür sind die Ideen für Wendungen und Storyline oft spannend verpackt. Für Fans des 1. Bandes und Dystopien mit technologisch-evolutionären Touch.

  • Cover
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Veröffentlicht am 12.11.2020

Meine eigene kleine HassLiebe, den nächsten Band lese ich trotzdem

Wenn aus Funken Flammen werden
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Allgemein:

Kann eine Konditoreigründerin auch eine Autorin sein? Warum nicht!? Abby Jimenez ist ein Beispiel dafür. Bold veröffentlichte im Sommer 2020 den 1. Band "Wenn aus Funken Flammen werden" ihrer ...

Allgemein:

Kann eine Konditoreigründerin auch eine Autorin sein? Warum nicht!? Abby Jimenez ist ein Beispiel dafür. Bold veröffentlichte im Sommer 2020 den 1. Band "Wenn aus Funken Flammen werden" ihrer Romance-Reihe in Deutschland. Inhaltlich muss die Protagonistin Kristen die Entscheidung ihres Lebens treffen. Nein, Stopp, eigentlich ist die Entscheidung längst gefallen sich einer OP auszusetzen, nach der sie keine Kinder mehr bekommen kann. Bereits damit abgefunden lernt sie Josh kennen, einen sexy Feuerwehrmann und Trauzeuge des Verlobten ihrer besten Freundin Sloan. Es könnte perfekt sein, wenn Josh sich nicht ein Haus voller Kinder wünschen würde.

Mein Bild:

Ich finde es sehr schwer, zu dieser Geschichte die passenden Worte zu finden, weil ich der Meinung bin, dass die angesprochenen Themen in vielen Situationen genau richtig ausgearbeitet sind und eine Message haben. Und jetzt das aber: Die typischen NA-Klischees verderben das schon. Ich bin echt hin und her gerissen. Doch, wenn mich jemand fragen würde, ob ich das Buch nochmal lesen würde, dann wäre die Antwort "ja".
Bold, das dtv-Imprint, kommt mit einem sprühenden Funkencover daher und der Titel passt wie die Faust aufs Auge, weil der Funke zwischen den Protagonisten simpel gesagt überspringt und ich als Leserin hautnah dabei bin. Lustigerweise tippte ich bei Erscheinung nicht darauf, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt. Jetzt weiß ich es besser, denn der 2. Band "Wenn in mir die Glut entflammt" erscheint im Sommer 2021. Ja, ich werde ihn lesen, da er sich weitergehend mit einer Thematik beschäftigt, die hier bereits im letzten Viertel der Handlung eingekippt wird und mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Meine Emotionen sind dabei ziemlich hochgeschossen. An sich können die Bücher aber unabhängig voneinander gelesen werden, wie es in NA meist üblich ist.

Ok, eigentlich war es nicht mein Plan, die Story von hinten aufzurollen. Deswegen von vorn. Ich hatte das Vergnügen abwechselnd, in ziemlich vielen Kapiteln auf 410 Seiten, sowohl die Ich-Perspektive von Josh als auch von Kristen kennenzulernen. Anhand ihrer Charaktere ist mir ziemlich schnell klar geworden, dass die Autorin versucht, das Schubladendenken, was der Mensch immer schön versucht, aufzulösen. Ich meine, Josh ist der sexy Feuerwehrmann mit vielen Talenten, wie zum Beispiel, dass er tischlern kann und Einfühlungsvermögen besitzt. Natürlich hat er DIE Augen und DAS unglaubliche Grübchen. Was sonst? Die andere Seite ist: Er ist auf Probezeit und neu in der Stadt, macht Hilfsdienste, ist in einer Großfamilie voller Frauen aufgewachsen und ja, endlich, ein Mann, der sich nicht schämt Tampons oder Binden zu kaufen, der offen damit umgehen kann und es versteht. Wow. Trotzdem finde ich, dass er es mit seiner Fürsorge an mancher Stelle übertreibt.

Kristen ist die zierliche, sexy Gewerbetreibende mit Mini-Hund, die nicht auf den Mund gefallen ist, fast schon eine sexistische Ader mitbringt, sich der Realität stellt und bei Stress die Neurose an den Tag legt ekstatisch zu putzen. Sie ist für mich eine facettenreiche Person, die aussagt: Hey, ich kann genauso verkuschelt auf der Couch sein, ja, das Klischee Mädchen mit pastellfarbenen Schlafzimmer, aber auch die Frau, die dir deutlich sagt, was ihr auf die Nerven geht und versucht objektiv zu bleiben. So sind Frauen! Doch ihre Gesundheit macht ihr oft einen Strich durch die Rechnung. Ich will nicht zu sehr spoilern, aber auf jeden Fall habe ich mich beim Lesen mit ihrer Erkrankung auseinander gesetzt und finde, dass es super erklärt ist. Kein Wunder, denn es gibt ein reelles Vorbild für Kristen, die beste Freundin der Autorin. Daher frage ich dich einfach, würdest du auf Kinder verzichten, wenn du dafür von jahrelangen Schmerzen erlöst wirst, die dich hemmen einen normalen Alltag zu führen?

Nichtsdestotrotz hätte ich mir dazu mehr Tiefe, mehr zwischenmenschlichen Diskurs, gewünscht. Mindestens ein Drittel des Buches beschäftigte sich eher mit dem Hin und Her der Beiden. Kriegen sie sich, kriegen sie sich nicht, wegstoßen, wieder ranziehen, dann wieder wegstoßen. Boah, ich meine, es sind zwei erwachsene Menschen. Ich hasse es wirklich, wenn die Kommunikation so scheitert. Das ist falsch und too much. Egal, wie cool und emotionsgeladen die Übersetzung von Franka Reinhart übernommen wurde. Das hat die Handlung einfach unnötig hinaus gezögert. Ich habe Josh und Kristen lieber zugeschaut, wie sie sich näher kommen, wie sie offen miteinander umgehen können. Drama hat es nicht gebraucht. Zumindest nicht in dieser Form.

Es gab schließlich so viel anderes, dass eingewoben wurde: Unnütze Einsätze beim Rettungsdienst, die dazu führen, dass Menschenleben riskiert werden. Die Liebe zu Vierbeinern, die endlos scheint. Denn Kristens kleiner Hund Stuntman Mike ließ mein Herzchen ganz oft höher schlagen. Tiere spielen in NA eindeutig zu wenig eine Rolle. Schön, dass Abby Jimenez daran gedacht hat. Obwohl mir Kristens Einstellung nicht gefiel, als sie ihren Hund als Accessoire betitelte. Im Endeffekt waren es super Ansätze. Freundschaft und Loyalität spielen eine so wichtige Rolle und der dazugehörige Plott-Twist hat mich echt fertig gemacht, weil ich damit absolut nicht gerechnet habe. Warum nicht mehr davon?

Das Ende, ha! Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, wusste schon was passieren würde. Das hat mich trotzdem null gestört, denn diesen Abschluss habe ich mir als Leserin wirklich verdient. Umso mehr mag ich jetzt Band 2 lesen.

Fazit:

Als facettenreiches Gesamtpaket kann die Romance-Story trotz Abzüge zum Pageturner werden aufgrund der witzigen, gefühlvollen und teilweise schonungslosen Kapitel.

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Veröffentlicht am 09.11.2020

Mehr Märchen, mehr Heldenreise, weniger Grausamkeiten

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin
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Allgemein:

Mit den "Dunklen Chroniken" schuf die amerikanische Autorin Christina Henry eine Erfolgsreihe düsterer Märchenadaptionen, die im Jahr 2020 Deutschland erreichte. Der 2. Band "Die Chroniken ...

Allgemein:

Mit den "Dunklen Chroniken" schuf die amerikanische Autorin Christina Henry eine Erfolgsreihe düsterer Märchenadaptionen, die im Jahr 2020 Deutschland erreichte. Der 2. Band "Die Chroniken von Alice - Die schwarze Königin" erschien im August 2020 bei Penhaligon und erzählt eine andere Version von "Alice im Wunderland" weiter: Nach dem Sieg in der alten Stadt begeben sich Alice und Hatcher auf die Suche nach Jenny, Hatchers verschollener Tochter. Ihr Weg führt sie durch das Reich der Weißen Königin, ein Territorium ungeahnter magischer Gegebenheiten, denen Alice sich stellen muss, um die Hoffnung auf ein normales Leben behalten zu können. Doch was hat es mit den verschwundenen Kindern aus dem Dorf auf sich? Und was ist aus der Schwarzen Königin geworden?

Mein Bild:

Ultragroße Coverliebe, erneut! Mal abgesehen davon, dass sich Penhaligon an dem englischen Original orientiert, mag ich den kantigen Schnitt des Hardcovers, die kompakte Größe und den Buchschnitt mit Pfotenmuster. Schon allein deswegen würde es wohl schon bei vielen LeserInnen einziehen, auch wenn das oberflächlich klingt.

Das Buch wirkt dick, doch spreche ich gerade einmal von 330 Seiten. Für Fantasy ist das glatt wenig, doch bis auf Kleinigkeiten hätte Alice` Abschluss tatsächlich nicht mehr Platz benötigt. Christina Henry hat interessanterweise die Aufteilung der Geschichte geändert. Waren es in Band 1 noch Kapitel, sah ich nun 3 große Teile mit Überschriften und innerhalb dieser höchstens längere Leseabschnitte. Ich bin kein Fan davon, weil ich an einigen Tagen nicht viel zum Lesen komme und bei diesem Buch musste ich tatsächlich immer wieder mittendrin aufhören zu lesen. Ihr kennt das: Normalerweise liest man sich von Kapitel zu Kapitel, das war hier nicht machbar.

Ansonsten verfolgte ich Alice personale Perspektive, die sich nach wie vor ehrlich und direkt ausdrückte. Ihre Entwicklung bekam hier mehr Raum als bisher. Das lag hauptsächlich daran, dass Alice ab einem gewissen Punkt auf sich allein gestellt war und Hatcher nicht mehr den Beschützer raus hängen lassen konnte. Ich meine, einerseits ist das in einer aussichtslosen Situation verständlich, andererseits verhielt sich Alice nicht immer so als würde sie aus der "Komfortzone" des männlichen Beschützers herausbrechen wollen. Trotz des ein oder anderen "Nein" hat sie ihn doch machen lassen. Wobei Hatcher, der Schlächter, in seinem animalischen Drang fast nicht zu stoppen ist. Seine Sehnsucht nach Gemetzel konnten weder Alice noch ich verstehen. Ein wirklich heftig traumatisierter Charakter.

Dagegen reflektierte Alice sich ständig selbst und wurde für mich zumindest mehr zu der selbstbewussten Frau, die ich mir gewünscht habe. Ihr war klar, dass sie keine strahlende Heldin ist und erst recht kein Preis, den man gewinnen kann, genauso wenig, würde sie sich mit fremden Federn schmücken. Sie steht zu sich selbst, ihren Fehlern, Hoffnungen, Zweifeln und verharrt nicht an Ort und Stelle. Mir gefiel es sehr, dass innerhalb des Verlaufs das Ziel sehr schnell feststand, und zwar ohne wenn und aber: Die Weiße Königin und ihre Kumpanen erledigen. Das war glatt erfrischend. Die Gefühle zu Hatcher werden nicht vergessen, keine Angst. Er ist und bleibt wichtig für Alice. Mir kam es jedoch ganz recht, dass es sich mehr um Alice drehte.

Der Weg zum Ziel hielt viele Aufgaben bereit, die mich an fantastische Filme oder einige Märchen erinnerte. Die Begegnung mit trollartigen Riesen erinnerte mich an den Hobbit, der Kobold an Pans Labyrinth, der Aschekönig erinnerte mich wiederum an eine Erlkönig-Adaption, die Weiße Königin hatte natürlich den Charme einer Eiskönigin und selbst Alice schwelgte in so mancher Kindheitserinnerung, in denen ihr ein Märchen erzählt wurde. Der rote Faden gefiel daher mir richtig gut. Zudem stiegen mir Bilder vor Augen, die die Autorin in einem richtigen Grad ausmalte, so dass ich mir die gedanklichen Freiheiten nehmen konnte, eigene Feinheiten eines Ortes oder Aussehens hinzuzufügen. Außer vielleicht beim Kobold. Der war im Buch wirklich gruselig genug beschrieben! Er ist der Kandidat, der die Düsternis am meisten verkörperte und Angst einflößte. Ja, so ganz ohne Grusel kommen Christina Henrys Bücher eben nicht aus.

Ein weiterer Pluspunkt war, dass offene Dinge aus Band 1 weiter behandelt wurden. Zum Beispiel Alice mickrige magische Fähigkeiten und die Ursache dessen. Es war wichtig für sie herauszufinden, wer sie ist bzw. wer sie in Zukunft nicht sein möchte, denn ihre bisherigen Erfahrungen mit Magie besaßen immer einen bösen Ursprung. Mit von der Partie in dieser Selbstfindungsphase ist übrigens einer meiner Lieblingsnebendarsteller Grinser. Der Typ ist so genial und ich bin so froh, dass er in einer etwas anderen Art und Weise Platz gefunden hat. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass mir der Show Down zu Alice Magie zu dramatisch war. Das hätte es nicht gebraucht. Mir fehlten eher noch ein bis zwei Erklärungen, zu der Anfangssituation im Buch. Zum Beispiel Flugobjekte, die eben mal auftauchen und dann nie wieder, wo nur vermutet wird, was es damit auf sich hat, aber mehr nicht. Das ist einfach bescheiden.

Das Ende hielt einen Twist bereit oder wie soll ich sagen, die Eröffnung eines Fakts, an den ich nicht gedacht hatte. Obwohl ich mich echt gefragt habe, was aus dem Ursprungsgrund der Reise nun werden soll. Ich wäre nie drauf gekommen und dachte dann nur „ok, gut, das passt“. Ich würde gern mehr verraten, aber hey, ich spoilere nicht. An sich ist es ein gerechtes Ende, kein strahlendes Happy End, kein verschönter Abschluss, nein, das Leben spielt eben anders. Wie sagte Alice so schön: „In der Welt gibt es nicht immer nur Schwarz oder Weiß, sondern auch viele Abstufungen von Grau.“ (Seite 318). Das ist eine von ganz vielen tollen Botschaften in diesem Buch.

Fazit:

Es bleibt spannend und düster bei Alice, aber nicht mehr ganz so blutig. Begleitet eine nicht strahlende, jedoch tapfere Heldin bei ihrer Reise voller Aufgaben, die an so manch andere Geschichte erinnern. Für LeserInnen, die Märchenadaptionen mögen und nicht nur in schwarz und weiß denken.

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