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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2018

Das Cover ist das einzig Positive

Dreckiger Schnee
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In diesem Buch geht es um polizeiliche Arbeit gegen das Böse der Welt, genauer gesagt gegen Drogendealer und ähnlichem.

Leider konnte mich "Dreckiger Schnee" überhaupt nicht überzeugen. Aufgrund des ...

In diesem Buch geht es um polizeiliche Arbeit gegen das Böse der Welt, genauer gesagt gegen Drogendealer und ähnlichem.

Leider konnte mich "Dreckiger Schnee" überhaupt nicht überzeugen. Aufgrund des Klappentextes habe ich einen spannenden, vielleicht auch brutalen Thriller erwartet, doch es ist alles andere als das.
Es begann schon gleich am Anfang mit einem sehr verwirrenden Einstieg. Die Namen sind teilweise ähnlich, weshalb man sie oft nicht zu ordnen kann oder man kann sich einfach nicht mehr an sie erinnern, da sie schon eine Weile zurück liegen.
Genauso ist es auch mit dem Schreibstil: ich musste die meisten Sätze öfter lesen, um sie besser zu verstehen oder man den Inhalt des vorherigen Satzes schon wieder vergessen hat, da es leider an Spannung mangelt. Was mich aber mit am meisten gestört hat, war, dass man nie wusste wer gerade redete, da die wörtliche Rede immer vollkommen allein gestellt war.
Ebenfalls negativ aufgefallen ist mir, dass es viel zu viele Geheimnisse vor dem Leser gab. Ein paar sind noch in Ordnung und würden für Spannung sorgen, doch hier war es einfach nur nervig und man hatte ab einem bestimmten Punkt keine Lust mehr, überhaupt weiter zu lesen.
Außerdem wurde ich weder mit der Geschichte noch den Protagonisten warm. Der Inhalt plätscherte nur so dahin und die Personen waren nichts anderes als Namen. Was ich damit meine ist, dass nichts über deren Vergangenheit oder Gedanken, Wünsche, Ängste etc gesprochen wurde. Sie waren wirklich einfach nur Namen, weshalb ich keinerlei Bezug zu ihnen aufnehmen konnte, was dazu führte, dass ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte oder sie mir auch nur ansatzweise sympathisch waren.

Die einzigen positiven Dinge an dem Buch waren die kurzen Kapitel und das Cover, welches mir sofort gefallen hat.

Leider kann ich hier keine Empfehlung geben. Ich wurde mit diesem Buch einfach nicht warm und denke nicht, dass ein weiteres Buch dieses Autors lesen werde.

Veröffentlicht am 25.08.2018

Gefühlvoll und berührend!

I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich
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In diesem Buch geht es um die siebzehnjährige Lilly, die ihre Chance ergreift und die deutsche Synchronstimme eines berühmten Hollywoodfilms wird. Doch zwischen ihrem einst unsympathisch wirkenden Synchronsprecherpartner ...

In diesem Buch geht es um die siebzehnjährige Lilly, die ihre Chance ergreift und die deutsche Synchronstimme eines berühmten Hollywoodfilms wird. Doch zwischen ihrem einst unsympathisch wirkenden Synchronsprecherpartner Ben und ihr knistert es plötzlich gewaltig...

Dieses Jugendbuch hat mir unglaublich gut gefallen! Der Klappentext hält, was er verspricht, legt sogar noch eine Schippe drauf.
Zum einen liegt dies natürlich am flüssigen und schönen Schreibstil, zum anderen aber auch an der wechselnden Ich- Perspektive von Ben und Lilly.
Etwas, was sehr authentisch wirkt, ist, dass gesprochene Sätze auch beispielsweise immer mal wieder abgebrochen werden, so, wie ein normaler Mensch auch reden würde. Dies führt dazu, dass man sich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen kann.
Ein weiterer positiver Punkt, ist die Wiedererkennung der Personen an ihrer Sprechweise. Jede Persönlichkeit hat ihren eigenen Stil, was es alles sehr besonders macht.
Genauso wichtig zu erwähnen ist allerdings, die Tiefsinnigkeit der einfachen Sätze. In jedem einzelnen Satz steckt ein Sinn: eine Lebensweisheit oder äußerst relevante Dinge, die nicht einfach daher gesagt wurden, sondern zum Nachdenken anregen, oder sich auf etwas beziehen, was schon weit hinter diesem Zeitpunkt liegt.
Was aber die wundervolle heimelige Atmosphäre verursacht, die sich durch das ganze Buch zieht, als wäre man gerade nach Hause gekommen, ist, das man als Leser oft ins Schwärmen kommt, wenn Ben mal wieder einen Kosenamen benutzt, unauffällig Metaphern setzt oder ähnlich handelt. Als Außenstehender spürt man die Emotionen, die in der Geschichte lodern und kann gar nicht aufhören mitzufiebern. Was aber für mich der wichtigste Punkt ist, ist, dass immer wieder Verbindungen zwischen den Protagonisten und den Protagonisten im Film, den die beiden synchronisieren, gezogen werden. Es ist spannend, wenn plötzlich die Grenzen verschwimmen, es gibt der Geschichte das gewisse Etwas.
Was mich anfangs etwas gestört hat, war, dass manchmal eine etwas kindliche Atmosphäre aufkam oder manche Geschehnisse nicht besonders weit ausgeführt werden. Doch diese Dinge verschwanden im Laufe der Geschichte gänzlich.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch sowohl Jung als auch Alt empfehlen. Wer auf eine süße, jugendliche Liebesgeschichte mit Happy End steht, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen!

Veröffentlicht am 22.08.2018

Aktuelles Thema

Tödlicher Befehl
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In "Tödlicher Befehl" geht es um einen Autounfall, der einem Mädchen das Leben gekostet und einen Mann schwer verletzt hat. Doch war dies wirklich ein Unfall?

Dieses Buch behandelt ein äußerst aktuelles ...

In "Tödlicher Befehl" geht es um einen Autounfall, der einem Mädchen das Leben gekostet und einen Mann schwer verletzt hat. Doch war dies wirklich ein Unfall?

Dieses Buch behandelt ein äußerst aktuelles Thema, es ist nah an der Realität und gibt ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man als Politiker zu große Kritik verübt. Was mir auch sehr gefallen hat, war die Verbindung zur modernen Technik. Um nichts vorweg zu greifen, möchte ich dies nicht näher erläutern, dennoch zeigt dies mal wieder, wie sehr sich doch die Welt weiter entwickelt und was die Technik heutzutage alles leisten kann.
Um immer weiter zu lesen, ist die Kapitellänge von circa 10 Seiten gut gewählt worden, genauso wie der Humor bei den ermittelnden Polizisten Ritter und Hain, die die Geschichte an den richtigen Stellen auflockern.
Ich muss jedoch zugeben, dass der Einstieg mir etwas schwer fiel, da es etwas an Spannung fehlte. Erst ab dem Unfall ging es rasant weiter und man konnte nicht mehr aufhören mit Lesen.
Womit ich mich außerdem erst einmal anfreunden musste, war der Schreibstil, was zum Teil auch daran lag, dass die Geschichte nicht in der Ich- Perspektive geschrieben wurde: die verschiedenen Kapitel erzählten jeweils von Okan Schulze, Ritter und Hain und Hakan Durmus, Arbeiter für die türkische Regierung.
Außerdem kamen in den ersten paar Seiten ein paar politische Wörter vor, unter denen ich nur wenig verstand. Dies legte sich aber auch nach kurzer Zeit.

Zusammenfassend sollte man sich schon ein wenig für Politik interessieren, damit man das Buch mögen kann, weshalb ich auch glaube, dass es für jüngere Leser eher weniger spannend ist. Doch den anderen kann ich dieses Buch empfehlen, wenn man auch mal nicht nur aus der Ich- Perspektive lesen möchte.

Veröffentlicht am 13.08.2018

Das beste Buch seit Langem!

Todeskäfig (Ein Sayer-Altair-Thriller 1)
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Special Agent Sayer ist leitende Ermittlerin im Fall eines im Käfig tot aufgefundenen Mädchens, welches dazu noch die Tochter eines bekannten Politikers ist. Als kurz darauf noch zwei weitere Mädchen verschwinden ...

Special Agent Sayer ist leitende Ermittlerin im Fall eines im Käfig tot aufgefundenen Mädchens, welches dazu noch die Tochter eines bekannten Politikers ist. Als kurz darauf noch zwei weitere Mädchen verschwinden beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende begeistern können!
Zum einen lag dies am Schreibstil, der locker, leicht und sehr fließend ist, weshalb man gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Genauso sympathisch waren mir auch die Charaktere, denn man konnte sich gut in sie hinein versetzen. Sie zeigten ihre Emotionen, welche wiederum beim Leser das gleiche hervor riefen, weshalb man die ganze Zeit mit ihnen mitfieberte.
Was mir persönlich auch sehr gefallen hat, war der amerikanische Flair und den tiefen Einblick in die Arbeit des FBIs. Interesse der Polizeiarbeit sollte deshalb zumindest ein wenig bestehen.
Vor allem aber die Schilderungen der Situationen und der Sachlagen haben mir sehr gut gefallen: sie waren detailreich, aber dennoch einfach und gut zu verstehen. Für ein einfaches Verständnis sorgten außerdem auch die Orientierungspunkte am Kapitelanfang mit Nennung von Stadt und genauem Ort, in welcher sich die Person im folgenden Kapitel aufhält.
Für eine lockere Stimmung zwischen ein paar düsteren Situationen sorgte der angemessene Humor von Vik, Partner von Sayer, der mch nicht nur einmal zum Lachen brachte.
Was für mich einen guten Thriller oder Krimi ebenfalls ausmacht, ist die Tatsache, dass der Täter nicht frühzeitig vom Leser erkannt wird. Dies ist hier überhaupt nicht der Fall, denn als Leser hat man so gut wie gar keinen Verdächtigen.
Ein weiterer Punkt, welcher die Spannung aufrecht erhalten hat, waren definitiv die unvorhergesehenen Wendungen. Auch ein paar kurze Einblicke in verschiedene Mythologien haben ihren Teil dazu beigetragen.
Was mir aber besonders an dem Buch gefallen hat, zum einen, dass Sayers Privatleben neben dem eigentlichen Fall ebenfalls eine Rolle spielt, und zum anderen die überaus interessante und vor allem neue Thematik des Mörders.

Zwei Dinge, die mir nicht ganz gefallen haben, war eine Stelle, die mich durch nicht genaue Erklärungen etwas verwirrt hat. Jedoch konnte sich dies nach wiederholtem Lesen auch klären. Außerdem wurde meiner Meinung nach die Umgebung nicht ganz so gut beschrieben, weshalb es mir oft an der Vorstellungskraft mangelte. Doch diese Punkte waren nicht besonders relevant und haben den Spaß an der Geschichte nicht nehmen können.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch an jeden empfehlen, der sich auch nur für das kleinste Bisschen für Thriller interessiert. Man sollte damit klar kommen, dass auch mal etwas brutalere (Richtung Psyche) Situationen beschrieben werden, doch diese Szenen machen das Buch extrem spannend.
Es ist eins der besten Thriller die ich in den letzten Monaten lesen durfte, ihr solltet es deshalb auf keinen Fall verpassen!

Veröffentlicht am 01.08.2018

Spannend durch und durch

Der Flüstermann: Thriller
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Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und ich muss sagen, dass ich es wirklich super fand! Abgesehen vom Inhalt hat man für dieses Buch die perfekte Stimme ausgewählt: die Sprecherin weiß die richtigen ...

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und ich muss sagen, dass ich es wirklich super fand! Abgesehen vom Inhalt hat man für dieses Buch die perfekte Stimme ausgewählt: die Sprecherin weiß die richtigen Stellen zu betonen, sodass die Emotionen super heraus kamen. Ich hatte teilweise echt Gänsehaut!
Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist, was bei nicht jedem Buch der Fall ist, ist, der Bezug zum Titel. Nach und nach wurde dieser hergestellt und man konnte sich noch ein kleines bisschen mehr in die Geschichte hineinversetzen.
Genauso interessant waren die Rückblinden und die Sprünge in der Zeit, die auch ihren Teil dazu beitrugen, dass die Spannung aufrecht erhalten wurde, so wie die Wendungen in der Geschichte, die teilweise völlig überraschend kamen.
Interessant fand ich auch die Einblicke in den Polizeidienst, auch wenn dies nicht ganz so oft thematisiert wurde.
Zu den Charakteren muss ich sagen, dass Laura Kern und ihre Ermittlerkollegen mir extrem sympathisch und authentisch waren. Man hat mit ihnen mitgefiebert, was wohl auch daran lag, dass die Personen ebenfalls eine tragische Vergangenheit hinter sich hatten und man noch mehr mitfühlen konnte. Es gab ein paar sehr emotionale Stellen, die einem auch noch nach Beenden des Buches im Hinterkopf bleiben.
Auch das Ende hätte nicht passender sein können: etwas kitschig, dennoch an der richtigen Stelle beendet.
die einzigen beiden Dinge, die mir nicht ganz so gefallen haben, waren, dass man zum Ende der Geschichte dann doch recht schnell auf den Täter kam, doch das war weniger schlimm. Auch manche Szenen fand ich etwas zu ausführlich, doch auch das war kein Problem.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch nur empfehlen, wenn man auf brutale Mörder steht und ein spannendes Hörvergnügen haben möchte!