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Veröffentlicht am 21.08.2020

Niedlicher Inselroman

Wo die Sterne tanzen
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Inhalt
Nele ist Musicaldarstellerin und lebt mit ihrer Tochter Annika in New York. Die Ferien verbringen die beiden nur zu gerne auf der Insel Juist, auf der Nele schon damals ihre Ferien verbracht hat ...

Inhalt
Nele ist Musicaldarstellerin und lebt mit ihrer Tochter Annika in New York. Die Ferien verbringen die beiden nur zu gerne auf der Insel Juist, auf der Nele schon damals ihre Ferien verbracht hat und dort stets ihre Oma besucht hat. Doch nun ist der Besuch auf der Insel ein trauriger, denn Neles Oma ist verstorben. Mit gemischten Gefühlen reist Nele nun gemeinsam mit ihrer Tochter nach Juist. Zu viele Dinge sind hier passiert. Sie hat hier ihre große Liebe gefunden und wurde dort verletzt. Nun möchte Nele die Vergangenheit nun endlich hinter sich lassen. Das Haus ihrer Oma, das sogenannte Deichschlösschen, soll nun ausgeräumt werden und verkauft werden. Doch Neles Mutter gibt alles, das Haus nicht zu verkaufen. Nele steht zwischen den Stühlen. Sie möchte einen Neuanfang in München, gemeinsam mit ihrem Freund. Doch auch Henry - ihre alte große Liebe wirbelt Gefühle in ihr auf und Erinnerungen, die sie am liebsten verdrängen möchte.

Beschreibung
Ich bin vor kurzem auf die Autorin Katharina Herzog aufmerksam geworden und habe eines ihrer Bücher als Hörbuch gehört. Die Stimmung, das Inselflair und die Charaktere haben mich so begeistert, dass ich nun unbedingt ihr neues Buch lesen wollte. Die Thematik des Buches entspricht genau meinem Geschmack - Musicaldarstellerin und Insel, was kann es schöneres geben. Das bedeutet Musik, Meer, Dorfleben. Auch das Cover in dem zarten rosa, gepaart mit goldener Schrift und den Möwen, die auf das Meer und die Insel hinweisen, gefällt mir sehr gut. Im Cover lässt sich all das wiederfinden, worum es in dem Buch geht. Die Kulisse - gold für New York und das Leben als Musicaldarstellerin, das zarte rosa steht für Träume und Zerbrechlichkeit und die Möwen für die Insel Juist.
Das Buch spielt in verschiedenen Jahren. Man begleitet Nele quasi durch verschiedene Abschnitte ihres Lebens. Dadurch kann man sich gut in die gegenwärtige Situation von Nele einfühlen. Allerdings fielen mir diese Zeitsprünge auch etwas schwer und ich habe lange gebraucht, um mich in das Buch einzufinden. Die Zeitsprünge beinhalten immer nur einige Jahre Unterschied und wechseln immer mal wieder. So musste ich erst einmal überlegen, wie der rote Faden aussieht und die zeitlichen Abschnitte verorten. Des Weiteren kamen zu Beginn gleich so viele Charaktere vor, dass ich stellenweise gar nicht wusste, welche Rolle ein bestimmter Charakter spielt und wie er zu Nele steht. Dadurch kam es dazu, dass ich den Charakteren nicht so nah war und mitfühlen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Nele und ihre Tochter allerdings mochte ich schon recht gerne. Vor allem Annika ist einfach ein Sonnenschein und so wunderbar herzlich. Nele hingegen muss alles genau überdenken und trifft Entscheidungen eher mit dem Kopf als mit dem Herzen. Insgesamt macht sie aber eine tolle Entwicklung durch.
Was ich übrigens total niedlich fand, waren die kleinen Ausschnitte von Texten aus Musicals zu Beginn eines jeden Kapitels.

Fazit
Insgesamt ein niedliches Buch mit süßen Charakteren, dass mich allerdings nicht vollends abholen konnte. Kleine Minuspunkte sind bspw. die vielen Zeitsprünge, die vielen Charaktere und dass ich nicht so eine enge Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Auch die Insel hätte gerne noch eine größere Aufmerksamkeit bekommen können. Etwas mehr Strand und Meer, wären perfekt gewesen. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2020

Nettes Buch

Wenn du zurückkehrst
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Inhalt
Trevor Benson hat einen schweren Schicksalsschlag erlebt. Als Arzt beim Militär wurde es so stark verletzt, dass er körperlich teilweise entstellt ist und eine PTBS davon getragen hat. Für Trevor ...

Inhalt
Trevor Benson hat einen schweren Schicksalsschlag erlebt. Als Arzt beim Militär wurde es so stark verletzt, dass er körperlich teilweise entstellt ist und eine PTBS davon getragen hat. Für Trevor ist es unmöglich weiterhin als Arzt tätig zu sein. Als sein Großvater in New Bern auch noch verstirbt, muss Trevor seine Pläne kurzerhand ändern und reist zum Haus des Großvaters, um sich um die Bienen des alten Mannes mit dem guten Herzen zu kümmern. Dort angekommen trifft er unmittelbar auf die Polizistin Natalie, die ihm sofort den Kopf verdreht und sein Herz im Sturm erobert. Vor allem aber möchte Trevor endlich dahinter kommen, was sein Großvater ihm noch mit seinen letzten Worten versucht hat zu vermitteln.

Beschreibung
Nicholas Sparks ist für mich der Inbegriff von Romantik und Liebesromanen. Er steht für Sehnsucht, Ängste, Liebe und Geheimnisse. Dieses Gesamtpaket weist Nicholas Sparks in all seinen Filmen auf, die ich gesehen habe und ebenso in allen Büchern, die ich bisher gelesen habe. Er hat mich immerzu mitgerissen und ich hatte nicht selten Tränen in den Augen. Vor allem aber, habe ich die Charaktere sehr ins Herz geschlossen und habe das Buch immerzu mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zugeschlagen. Denn all seine Geschichten berühren zutiefst. Gleichzeitig kommen Umgebungen hinzu, in denen ich mich sofort wohlgefühlt habe.
Leider konnte ich hier nicht die Gefühle durchleben, die mich sonst in einem Sparks Buch so sehr begeistern und mitreißen. Das Buch startet schön und endet mit Emotionen. Der Mittelteil allerdings hat mich nicht gänzlich überzeugt, was zum großen Teil an den Protagonisten in diesem Buch lag. Trevor verfügt über ein gutes Grundgerüst - Arzt beim Militär, der allerdings bei einem Einsatz verletzt wurde seitdem nicht nur entstellt ist und damit nicht mehr arbeitsfähig, sondern auch noch eine PTBS hat. Ein Gerüst, auf dem der Autor gut aufbauen kann. Allerdings macht Nicholas Sparks sich dies nicht zunutze. Als Leser hat man diese Tatsache im Hinterkopf, sie werden allerdings nicht vertieft und genauer beschrieben und haben schon einmal gar keine Auswirkungen auf den Handlungsverlauf. Generell konnte ich nicht wirklich mit Trevor sympathisieren oder eine Bindung zu ihm aufbauen, da ich ihn einfach zu wenig mit all seinen Gefühlen kennengelernt habe. Erst mit der Zeit kommen mehr Emotionen rüber, aber nie so intensiv oder gehäuft, dass ich mehr für Trevor empfinden konnte. Ähnlich erging es mir mit Natalie. Ich habe von Anfang an nicht nachvollziehen können, was die beiden füreinander empfinden und ganz nebenbei baggert Trevor Natalie auf eine äußert platte Art und Weise an. Trevor weiß ungefähr so wenig über Natalie, wie der Leser auch. Sie gibt nichts von sich preis, ist gefühlsmäßig auch eher zurückhaltend und etwas unterkühlt. Erst gegen Ende des Buches verrät Natalie mehr über sich und ihre Vergangenheit. Allerdings hatte ich immerzu das Gefühl, dass sie mit Trevor nicht sonderlich nett umgeht. Natalie kann sich nicht entscheiden was sie will. Mal öffnet sie sich Trevor, dann wieder geht sie ihm aus dem Weg und versucht Abstand zu gewinnen. Am Ende spitzt sich das Ganze dann auch noch zu, was ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen konnte. Die Situation mit ihrem Mann ist wahnsinnig erschreckend und traurig. Ich fand es allerdings gut, dass sie Trevor in ihr „Geheimnis“ einweiht und ihn mitnimmt. Dass das wiederum im Geschlechtsverkehr endet war dann doch mehr als unsensibel.
Den einzigen Charakter, den ich ins Herz geschlossen habe, war der Opa von Trevor, obwohl ich ihn nie wirklich kennengelernt habe. Er scheint ein so liebevoller und herzlicher Mann gewesen zu sein, der die Menschen so genommen hat, wie sie nun einmal sind, ohne sie in Schubladen zu stecken. Auch die Liebe zu seinen Bienen fand ich unheimlich sympathisch.
Callie mochte ich von Seite zu Seite ebenfalls immer etwas mehr, da man einfach mehr über sie erfahren hat und ihre Art begründet war.
Natürlich gab es auch einige positive Seiten des Buches. Beispielsweise fand ich die Umgebung wieder einmal wunderschön. Ich mag die Szenerie, die Nicholas Sparks in seinen Büchern schildert. Vor allem die Geschichte um den Honig und die Bienen fand ich klasse und hat mich begeistern können. Des Weiteren hat Nicholas Sparks alle Handlungsstränge toll miteinander in Verbindung gesetzt, sodass am Ende alles einen Sinn gemacht hat und es zu einem Ende kommt, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe. Der Schreibstil von Nicholas Sparks hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Ich mag seine Art zu schreiben. Flüssig, herzlich und mit Umgebungen, die einen verzaubern. In diesem Buch hat sich der Autor für die „Ich-Perspektive“ des Protagonisten Trevor entschieden, der aus der Vergangenheit heraus erzählt.

Fazit
Für mich insgesamt ein schönes Buch, dem es allerdings an den typischen Sparks-Emotionen fehlt. Die Handlungen wurden allerdings toll miteinander verwoben und haben wunderbar aufeinander aufgebaut. Der Schreibstil von Nicholas Sparks hat mich auch hier wieder gepackt und ich habe das Buch relativ schnell weggelesen. Insgesamt ein nettes Buch, wohl aber nicht das Beste von Nicholas Sparks. Daher gibt es 4 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2020

Spannender Roman

Das Haus, das in den Wellen verschwand
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Inhalt
Lana und Kitty sind beste Freundinnen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und wollen sich ihren großen Wunsch einer Weltreise erfüllen. Als sie auf die Crewmitglieder der „Blue“ treffen steht ...

Inhalt
Lana und Kitty sind beste Freundinnen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und wollen sich ihren großen Wunsch einer Weltreise erfüllen. Als sie auf die Crewmitglieder der „Blue“ treffen steht für die beiden schnell fest, dass sie auf der Yacht anheuern. Hier warten eine Menge neuer Bekanntschaften und Erfahrungen. Doch eine wichtige Regel auf der Yacht ist, dass man sich nicht auf Mitglieder der Crew einlässt und etwas mit ihnen anfängt. Zu doof nur, dass einige der Crewmitglieder sehr attraktiv sind und plötzlich verschwindet auch noch ein Crew Mitglied. Lana weiß nicht mehr was sie glauben soll. Wie gut, dass sie Kitty hat, der kann sie doch trauen, oder?

Beschreibung
Dies ist nach „Der Sommer in dem es zu schneien begann“ mein zweites Buch der Autorin. Wie beim ersten Buch auch schon, hat mich die Aufmachung des Covers angesprochen, denn es schreit förmlich nach einem leichten sommerlichen Roman, der den Leser abholt und zu einem Ausflug ans Meer einlädt. Aber ich bin ja bereits schlauer und habe mir bereits gedacht, dass mich nicht das erwartet, was sich aufgrund der Aufmachung des Buches vermuten lässt und was soll ich sagen - ich wurde nicht enttäuscht!
Lucy Clarke entführt den Leser mit einem wundervollen, leichten und intensiven Schreibstil - von dem man glaubt, man wäre selbst vor Ort - in die maritime Welt von Lana und Kitty ein und macht bereits auf den ersten Seiten deutlich, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen fröhlichen Sommerroman handelt. Besonders überzeugt haben mich die wundervollen Landschaftsbeschreibungen. Der „Duft“ des Meeres und der Yacht, die Orte, das Meer - herrlich.
Zwischenzeitlich war ich etwa gelangweilt von dem Buch - aber Vorsicht: ich hatte ziemlich viel Stress auf der Arbeit/in der Uni, daher habe ich seeehr wenig gelesen und das Buch über längere Zeit nicht gelesen. Es kann also auch gut sein, dass diese Momente der Langeweile aufgekommen sind, weil ich nicht gelesen habe oder ich habe das Buch nicht gelesen, weil es mir zu starke Längen hatte. Für meinen Geschmack hätte Lucy Clarke die Spannung rund um das Verschwinden von Josef aufrecht erhalten können und mehr Spannungselemente aufnehmen können. Stattdessen wurde die Thematik kurzzeitig wieder fallen gelassen und die Geschehnisse werden nicht so schnell aufgedeckt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Lucy Clarke hat dieses Buch aus der Vergangenheit und Gegenwart geschrieben. Daher weiß man als Leser schnell, was passiert ist, allerdings nicht zur Gänze, denn es fehlen natürlich viele wichtige Details, die man erst nach und nach erfährt und das sogar leider erst mit viel Langsamkeit und am Ende dann geballt.
Mit Lana und Kitty konnte ich zuerst nicht so richtig warm werden, was vor allem an den Namen lag, zu denen ich sofort eine Stereotypie im Kopf hatte. Lana habe ich dann dennoch relativ schnell gerne gemocht und ins Herz geschlossen. Sie ist ein sehr ehrlicher und fairer Mensch, die sich durch ihre Hilfsbereitschaft auszeichnet und ihr gutes Herz. Kitty hingegen gehört eher zu den Nebencharakteren, erfüllt aber ihren Zweck, auch wenn sie mir nicht so ganz sympathisch ist, wie Lana. Letztendlich weckt sie bei mir eher negative Gefühle, aber überzeugt euch selber von ihr. Jedes der Crewmitglieder - und das waren einige - werden mit ihrer Geschichte nach und nach vorgestellt. So kann man als Leser bereits erste Tendenzen erkennen und sich überlegen, wie die Geschehnisse zusammenhängen, was für die Spannung des Buches spricht.

Fazit
Insgesamt eigentlich ein sehr schönes und vor allem auch spannendes Buch - auch wenn man es ihm nicht ansieht. Ich weiß nicht genau woran es lag, ob an meinem Stress oder daran, dass mir der Inhalt nicht zur Gänze gefallen hat, trotzdem hat mir das Buch nicht gänzlich zugesagt. Eine Bewertung von 4 Sternen halte ich demnach für angemessen.
An dieser Stelle möchte ich auch noch kurz das Hörbuch empfehlen. Als ich mit dem Lesen absolut nicht weitergekommen bin, hab ich stellenweise - ca. ab der Hälfte des Buches, angefangen das Hörbuch zu hören. Es wurde toll vertont und ich konnte dem Inhalt ebenso gut folgen wie im Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Wundervolles Buch zum Träumen, welches die Wanderlust weckt!

Eine Reise durch Deutschland in 100 ungewöhnlichen Bildern und Geschichten
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Als ich das Buch in den Händen hielt war es sofort um mich geschehen! Das Format des Buches, das tolle Cover und neben einem der schönsten Gerüche - nämlich dem Geruch nach einem neuen Buch - ist es auch ...

Als ich das Buch in den Händen hielt war es sofort um mich geschehen! Das Format des Buches, das tolle Cover und neben einem der schönsten Gerüche - nämlich dem Geruch nach einem neuen Buch - ist es auch noch relativ dick. Damit hat es bei mir das Gefühl erzeugt, dass es sich um ein ganz besonderes Buch handelt und hat diese Hoffnung erfüllt.
Das Buch wird mir einem wunderschönen Foto eröffnet, das sich auf einer Doppelseite erstreckt. Gleich darauf folgt ein Editorial, eine kleine Einleitung die verschiedenste Orte innerhalb Deutschlands aufgreift und in einigen Sätzen zusammenfasst. So hat man gleich Lust, sich in dem Buch fallen zu lassen und sich auf die Reise zu begeben, wobei ich schon gestehen muss, dass es gar nicht so einfach ist, nur ein Urlaubsziel heraus zu suchen, denn sobald man in das Buch eintaucht, werden einem die wunderschönsten Städte und Landschaften vorgestellt.
Zuvor allerdings findet man noch ein Inhaltsverzeichnis, was für eine tolle Struktur des Buches sorgt. Als Leser und Reisender ist es von großem Vorteil, wenn man im Inhaltsverzeichnis nach einer bestimmte Stadt schauen kann. Diese Struktur zieht sich auch weiterhin durch das Buch. Denn Deutschland wurde in Norden, Osten, Süden und Westen unterteilt. Vor jeder dieser Unterteilungen befindet sich eine Karte mit Nummerierungen, was perfekt ist, um eine Reise zu planen und um abschätzen zu können, ob eine Sehenswürdigkeit auf dem Weg liegt oder man einen kleinen Abstecher dorthin machen kann.
Jeder vorgestellte Reiseort wird mit einem kleinen charmanten Zitat eingeleitet und meist auch mit einem Foto. Teilweise wurden zu einigen Orten mehrere Seiten geschrieben, manchmal allerdings auch nur eine Seite. Der Schreibstil hat mir dabei sehr gut gefallen. Er ist nicht platt und auch nicht zu „informativ“ und „sachlich“ wie bei einem Reiseführer, sondern mit etwas Charme und viel Intelligenz. Es werden kleine „geheime“ Orte in den Texten geschildert, aber auch einige Informationen. Alles wird eher wie eine Geschichte geschrieben und erzählt nicht nur von den schönen Dingen der Orte, sondern auch von den Dingen, die evtl. nervig sind und die es auch nicht lohnt sie zu besichtigen. Der Text lässt sich somit angenehm und schnell lesen und bleibt dabei sogar noch hängen. Dennoch muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr Foto gewünscht hätte und dafür etwas weniger Text, denn Bilder sagen häufig doch mehr aus und laden zum Reisen an, als purer Text, auch wenn dieser sehr wert- und gehaltvoll ist.
Im hinteren Teil des Buches befindet sich noch ein Register, so kann man nach ganz spezifischen Zielen suchen. Ungünstig ist hierbei nur, dass man den Ort kennen muss, an welchem sich die „Sehenswürdigkeit“ befindet.

Insgesamt ein wirklich schönes Buch, das mir wohl noch etwas besser gefallen hätte, wenn es mehr Fotos beinhaltet hätte und dafür ein klitzekleines bisschen weniger Text oder mehr Seite. Für mich ist auch das Format in Ordnung. Ich mag es sehr gerne, da es für mich persönlich ein Buch zum Stöbern und informieren ist. Wenn ich allerdings auf Reisen wäre, bspw. mit einem Camper, so ist das Format des Buches natürlich sehr ungünstig und unhandlich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.05.2020

Grausam und Verstörend

Verity
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Inhalt
Lowen ist eine Kriminal- und Thrillerautorin. Doch ihre Bücher laufen nur schleppend. Das liegt vor allem daran, dass Lowen sich gerne zurückzieht und mit andere Kontakte meidet. Lesereisen sind ...

Inhalt
Lowen ist eine Kriminal- und Thrillerautorin. Doch ihre Bücher laufen nur schleppend. Das liegt vor allem daran, dass Lowen sich gerne zurückzieht und mit andere Kontakte meidet. Lesereisen sind für die junge Autorin nichts, schon gar nicht, nachdem ihre Mutter gestorben ist. Die Vergangenheit sucht Lowen in regelmäßigen Abständen immer wieder heim. Doch eventuell könnte ihre Karriere einen Aufschwung erleben, denn sie wird vom Verlag zu einem Gespräch eingeladen und soll für die berühmte Thriller-Autorin Verity ihr Buch beenden, denn diese hatte einen schweren Autounfall und kann ihr Buch nicht alleine zu Ende schreiben. Lowen ist hin und her gerissen, aber dann überzeugt sie der gut aussehende Jeremy und zugleich Mann von Verity. Um die Recherchen zu vereinfachen, zieht Lowen bei der Familie ein und stößt dabei auf dunkle Geheimnisse…

Beschreibung
Ich habe schon ein paar Bücher von Coolen Hoover gelesen und war immerzu begeistert von ihren wunderschönen Handlungen, in denen die besonderen Arten der Liebe dominierte und einen großen Platz eingenommen haben. Als nun Verity erschienen ist, war ich erst verwundert, als ich es nicht in den Regalen der Jugendbücher vorgefunden habe, sondern auf einem kleinen Tisch bei den Young Adult Regalen. Nachdem ich dann allerdings auf sämtlichen Seiten im Internet dieses Buch entdeckt habe und immer die Sprache davon war, dass es so unfassbar gut ist und spannend, konnte ich nicht anders und musste es unmittelbar lesen. Und was soll ich sagen?! Auch für mich war dieses Buch ein Highlight. Denn ich hätte nie mit einer solchen Geschichte gerechnet!
Sicherlich handelt es sich bei der Geschichte um keine neu erfundene Handlung, allerdings habe ich selber noch kein Buch gelesen, dass eine solche Handlung beinhaltet. 
Interessant war es vor allem, dass man am Ende richtig hinter das Licht geführt wurde und man letztendlich nicht wusste, was wirklich als Wahrheit gelten konnte und was nicht. Teilweise hatte ich schon so Angst nachts auf die Toilette zu gehen, obwohl ich teilweise blutrünstige Thriller und auch Psychothriller lese. Dennoch hat mich die Handlung einfach nicht losgelassen, da sie so verstörend und furchteinflößend ist. Es werden grausame Handlungen so detailliert beschrieben, dass man sich fragt, wie jemand nur so etwas tun kann. Und vermutlich hat mir das Buch deshalb auch so gut gefallen, weil es kein Blatt vor den Mund nimmt und schonungslos die Geschichte von Verity und ihrer Familie erzählt. Das i-Tüpfelchen darauf ist, dass wir sowohl aus der Perspektive von Lowen in die Handlung mitgenommen werden als auch aus der Perspektive von Verity selbst, nämlich in Form von ihrem Manuskript, das einem am Ende mit Unsicherheit zurücklässt und sprachlos macht. Ehrlich gesagt habe ich kurze Zeit überlegt, Coolen Hoover anzuschreiben oder im Internet zu recherchieren, ob ich herausfinden kann, was ihre Gedanken zu dem Ende sind, wie sie für sich das Ende sieht. Diese vielen heftigen, hasserfüllten und grausamen Elemente haben allerdings auch dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und die Seiten nur so vorüber geflogen sind. Der Schreibstil war spannend und flüssig - abgesehen von ein paar Längen, die gerne noch mit mehr Spannungselementen hätten gefüllt werden können, wobei das Buch das sicherlich nicht mehr ins Genre der Romane gefallen wäre.
Die Charaktere fand teilweise unnahbar. Leider konnte ich mit keinem wirklich sympathisieren. Selbst Crew hat in mir manchmal ein mulmiges Gefühl geweckt, während ich bei Verity und Jeremy ein Wechselspiel der Gefühle durchlebt habe. Immer mal wieder war ich davon überzeugt, dass Jeremy hinter all den Geschehnissen steckt. Dann wiederum habe ich dem Manuskript glauben geschenkt und war entsetzt, teilweise angeekelt darüber, was in Verity vorging und konnte mir einfach nicht vorstellen, was sich in ihr abgespielt hat.
Nun möchte ich noch kurz auf das Cover eingehen und naja, es passt zu den bisher erschienen Büchern der Autorin und lässt sich damit gut einordnen. Allerdings sollte vielleicht schon irgendwo vermerkt und verzeichnet werden, dass dieses doch recht leichte und auf der anderen Seite mysteriöse Cover nicht das hält, was es verspricht. Denn eine leichte Liebesgeschichte ist dieses Buch definitiv nicht!

Fazit
Von mir gibt es für dieses Buch 4,5 Sterne. Ich war sehr begeistert von den Spannungselementen, den vielen Verwirrungen und der Brutalität. Allerdings hätte ich mir davon etwas mehr gewünscht, so dass man das Buch ins Genre der Thriller einordnen kann, denn bei den Liebesgeschichten oder den „Young Adult“ Romanen hat es für mich nichts zu suchen. Nichts desto trotz eine klare Empfehlung und für mich auf eines der Bücher, die ich als ein „Lesehighlight“ deklarieren würde. Die Handlung ist ergreifend, spannend, abartig brutal und krank und dennoch grandios und klasse durchdacht! Und obwohl es nun schon ca. eine Woche her ist, dass ich das Buch beendet habe, beschäftigt es mich noch immer, denn vor allem das Ende hat mich nachdenklich gemacht und ich frage mich noch immer, was wahr ist und was Lüge.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere