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Veröffentlicht am 30.11.2020

Berlin du bist so Wunderbar

Breakaway
3

Was ich mit diesem Buch erlebt habe, ist kaum in Worte zufassen. Dieses Buch hat so viel Message. Vorweg möchte ich sagen, das dieses Buch eine Triggerwarnung enthält (slut shaming und Beschreibung sexuelle ...

Was ich mit diesem Buch erlebt habe, ist kaum in Worte zufassen. Dieses Buch hat so viel Message. Vorweg möchte ich sagen, das dieses Buch eine Triggerwarnung enthält (slut shaming und Beschreibung sexuelle Gewalt) wer also betroffen ist sollte dieses Buch bitte mit Vorsicht lesen.

Was Lia durchgemacht hat ist unglaublich und ich bin froh, dass sie das daraus gemacht hat auch, wenn es ein harter weg war. Sie ist so unglaublich mutig und unfassbar stark. Lia ist einfach eine Protagonistin mit Gefühlen und das merkt man sie versucht immer wieder ihre Verzweiflung zu unterdrücken und doch gelingt ihr das meiner Meinung nach nicht ganz. Man merkt ihr einfach an das, was im Busch ist und nicht nur, weil es im Klappentext steht. Sie zeigt es mit ihren Reaktionen, ihren Worten, ihrem Handeln. Lia hat mich wirklich umgehauen als Protagonistin und ich hätte mir keine bessere Protagonistin für diese Geschichte wünschen können.

Noah ist mir so sehr ans Herz gewachsen mit seinem Charakter, seiner unglaublichen Erwachsenen Art. Ich finde und das kann ich sagen, weil ich genauso gehandelt hätte wie er, er hat in allen Situationen genau richtig gehandelt meiner Meinung nach. Er ist ein herzensguter Protagonist mit vielen Emotionen, was die Autorin sehr gut rübergebracht hat. Ich konnte mich sehr gut ihn Noah hineinversetzten. Ich wäre genauso sauer auf meine Eltern gewesen, hätte meinen Bruder genauso angemeckert endlich die Wahrheit zusagen und hätte auch genauso die Wut auf Lia gehabt. Aber ich hätte genauso das Verständnis gezeigt, hätte mich genauso bei meinen Eltern entschuldigt und genauso hätte ich mich auch um Lia gekümmert.

Was die Autorin hier geschaffen hat, ist ein unglaubliches Werk. Sie hat es geschafft, dass ich sämtliche Gefühle, sämtliche Emotionen und Handlungen gefühlt habe. Ihr ist es gelungen, mir Berlin so Lebendig zu zeigen, wie ich es noch nicht mal in echt erlebt habe, so unglaublich schöne Beschreibungen der Orte, der Geschichte und der Menschen hier. Anabelle Stehl hat einen Lebendigen, eomotionalen, gefühlsvollen und starken Schreibstill mit dem sie einen sofort abholt und an Ort und Stelle des geschehens katapulltiert und du die Geschichte einfach selbst erlebst. Dieses Buch hat aber auch etwas sehr Wichtiges für Betroffene, und zwar eine Botschaft. Diese Botschaft sollte jeder lesen daher empfehle ich das Buch, insoweit das es trotzdem mit vorsicht zu lesen ist, als betroffene Person. Auch die Entwicklung der Charaktere, hat sie sauber und unglaublich lebendig ausgearbeitet, als würde man erwarten Lia an der Uni zu treffen und mit Noah im Cafe zu sitzen. Der Aufbau der Geschichte konnte mich ebenfalls überzeugen da es nicht nur eine Geschichte war mit aneinander gereihten ereignissen, sondern durch den Schreibstil eine gewisse lebhaftigkeit bekommen hat und mir nicht das Gefühl gab erzwungen zu sein. Sie hat den Charakteren die Chance gegeben ihre Geschichte selbst zu erzählen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.10.2020

Richtig Gut

It was always you
0

It was Always you bin ich persönlich etwas skeptisch gegenüber getreten, nicht nur deshalb weil ich was Jugendbüchern gegenüber sehr kritisch bin, sonder weil es sehr gehypte wurde. Ich bin aber dadurch ...

It was Always you bin ich persönlich etwas skeptisch gegenüber getreten, nicht nur deshalb weil ich was Jugendbüchern gegenüber sehr kritisch bin, sonder weil es sehr gehypte wurde. Ich bin aber dadurch auch mit sehr hohen Erwartungen an das Buch gegangen. Was soll ich sagen? Ich wurde überzeugt und nicht enttäuscht. Nikola Hotel hat hier eine wunderschöne und sehr authentische Atmosphäre geschaffen, was auch an dem sehr leichten, angenehmen und lesbaren Schreibstil lag aber auch an den Charakteren ihrer Protagonisten.

Ivy ist verletzt. Sie wurde mit 15 von heut auf morgen in ein Internat abgeschoben ohne Erklärung. Nun muss sie zurück und ihre Welt droht erneut zusammenzubrechen. Sie ist eine zähe und unglaublich außergewöhnliche Person. Sie kommt nach Hause, als eine junge Frau, die zwar immer noch skeptisch ist, aber gleichzeitig auch versucht Fehler die begangen wurden zu verzeihen und sich für eigene Fehler zu entschuldigen. Ivy ist zäh, gibt kontra, lässt sich so leicht nicht mehr unterkriegen und ist einfach eine sympathische junge Frau. Ich muss gestehen, das es immer wieder Situationen gab, in denen mich Ivy wirklich genervt hat oder sie sehr anstrengend war, das machte sie für mich im Nachhinein jetzt nur sympathischer.

Asher war mir auf Anhieb sympathisch, er war aufrichtig hat sich für seine Fehler entschuldigt und sie versucht wieder gutzumachen. Hierbei sind auch Fehler passiert, die er sperren eingesehen hat, wenn es richtig war (sprich, wenn es wirklich seine Fehler waren) er zeigt seine Gefühle nach und nach und redet über sie etwas spärlich aber auch da kommt er immer wieder aus sich raus Kommunikation gehört eben dazu.

Mehr als einmal hat mir die Autorin mit ihrer Geschichte rund um Ivy und Asher den Atem geraubt, aber ebenso hat sie es geschafft, mich mit dem Stiefvater zur Weißglut zu bringen. Was dieses Buch für mich noch umso schöner gemacht hat. Das Ende war genau zum richtigen Zeitpunkt gewählt, auch wenn ich gerne noch viele Lesestunden mehr verbracht hätte mit Asher und Ivy.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Nicht ganz so gut wie erhofft

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Hendrik war mir leider manchmal etwas zu unglaubwürdig, nicht was seinen Charakter betrifft, sondern mehr wegen seinen Handlungen. Auf der anderen Seite konnte ich ihn aber verstehen. Das machte es für ...

Hendrik war mir leider manchmal etwas zu unglaubwürdig, nicht was seinen Charakter betrifft, sondern mehr wegen seinen Handlungen. Auf der anderen Seite konnte ich ihn aber verstehen. Das machte es für mich so kompliziert.

Mein Grimmiger Kanntstein ist mein persönlicher Favorit auch wenn wer sehr sehr grimmig ist, ist er doch sympathisch.

Alexandra konnte mich leider nicht ganz erreichen auch wenn ich ihre Kenntnisse über Informatik sehr gemocht habe, war ihr Auftreten leider immer mit einer Skepsis verbunden.

Die Gecshichte hatte eine sehr gute Grundlage, aber für mich eindeutig zu wenig pyschothriller Elemente. Die Spannung war auf den ersten Seiten extrem gut, obwohl sie für mich recht schnell abflachte da ich mir schon denken konnte wer hinter alldem steckte. Der Showdown kam zur richtigen Zeit und doch war er nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich hätte das gerne etwas anders gehabt. Aber eine kleine Überraschung gab es doch noch. Ich hatte zwar den Verdacht, aber damit hatte selbst ich nicht wirklich gerechnet.

Fazit:⠀
Trotz allem das ich schon relativ schnell wusste wer hinter alldem steckte war und der Tatsache das es mehr Pyschothriller Elemente gebraucht hätte fand ich Die App gut. Der Schreibstil von Arno Strobel ist einfach gut und er weiß mit welchen wörtern er dich dazu bringt, nicht aufhören zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

Gefiel mir sehr sehr gut

The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission
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Kommen wir nun zu Band zwei von The secret Book Club in dem es wie von mir erhofft um Mack und Liv geht. Beide sind geprägt durch ihre Vergangenheit, doch es gibt einen Unterschied zwischen den beiden ...

Kommen wir nun zu Band zwei von The secret Book Club in dem es wie von mir erhofft um Mack und Liv geht. Beide sind geprägt durch ihre Vergangenheit, doch es gibt einen Unterschied zwischen den beiden Mack möchte ankommen und eine Frau an seiner Seite haben, Liv hingegen glaubt nicht mehr an die Liebe.

Als der zweite Band bei mir eintraf habe ich direkt Angefangen zu lesen und war von Sekunde eins begeistert und das bin ich noch. Anders als bei Band eins hat sich meine Meinung nicht geändert zu Mack und Liv´s Geschichte.

Mack hat mich von der ersten Sekunde mit seiner Art und seinem Humor um den Finger gewickelt. Er ist nicht nur ein Liebevoller und charmanter Typ, nein er ist auch sehr hilfsbereit und Loyal. Er ist manchmal ein wenig übereifrig, trifft Entscheidungen, die er eigentlich mit Liv absprechen sollte, aber er steht auch dazu, wenn er mal einen Fehler gemacht hat.

Liv hingegen mochte ich zwar auch in Band eins schon, fande sie da aber noch etwas sehr nervend mit dem ich Misch mich mal in das Leben meiner Schwester ein, obwohl es nicht mein Leben ist. Trotzdem konnte sie mich im Band Zwei von sich überzeugen. Mit ihrer Art und Weise, die mir doch von Anfang an das Gefühl gab, hinter ihrer Fassade der gefühlskalten Zicke steckt ein Mensch mit so viel Liebe und mit so viel Humor. Die bedingungslose Loyalität des weiblichen Geschlechts gegenüber hat mich zu tiefst berührt. Hilfsbereit und Engstirnig zu gleich kämpfte sie sich von Seite zu Seite in mein Herz.

Hier fand ich die Idee zwar schon etwas ausgelutscht, weil man sie eben schon zisch, tausendmal gelesen hat, aber ich muss sagen, dass die Autorin ein gutes Feeling für Timing hatte. Szenen wurden an die richtige Stelle gesetzt, Konversation wurde an den richtigen Stellen ernst und an den richtigen stellen humorvoll. Dazu kommen die super ausgearbeiteten Protagonisten und Charaktere, die ich alle außer Thea wirklich sehr mochte, den auch hier ging sie mir gehörig auf den Keks. Alles in allem ein Highlight das ich gerne irgendwann nochmal lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

Für Zwischendurch

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Als ich mit dem Buch fertig war, war es für mich eines der Bücher die man „unbedingt„ lesen muss. Nun ein paar Wochen später und nach reiflicher Überlegung sehe ich das nicht mehr ganz so.

In dem Buch ...

Als ich mit dem Buch fertig war, war es für mich eines der Bücher die man „unbedingt„ lesen muss. Nun ein paar Wochen später und nach reiflicher Überlegung sehe ich das nicht mehr ganz so.

In dem Buch geht es um Thea und Gavin die mit starken Eheprobleme haben und Gavin verzweifelt versucht seine Ehe zu retten. Einem Buchclub der von Männern veranstaltet wird und Liebesromane gelesen werden, um Frauen besser zu verstehen.

Ich muss gestehen, das ich am Anfang noch sehr begeistert war von der Idee, jetzt im Nachhinein finde ich sie zwar immer noch gut, aber längst nicht mehr so spektakulär wie am Anfang.

Thea hat mich von Anfang an in den Wahnsinn getrieben. Sie war stur, dickköpfig und meiner Meinung nach absolut begriffsstutzig. Nicht nur das sie an allem Gavin die Schuld gegeben hat sie war auch völlig davon überzeugt das Gavin in dieser einen Situation nicht so hätte Reagieren (dürfen), wie er es eben getan hat. Eigentlich hatte ich das Gefühl sie spricht ihm ständig seine Gefühle ab, er darf keine haben, weil er ja die schuld an allem hat, seine Gefühle zählen nicht, weil er es ja alles nicht kommen sehen hat usw. Also ihr merkt, Thea war mir einfach unsympathisch.

Gavin hingegen hätte ich küssen können. Gavin ist Liebevoll, Hilfsbereit, steht zu seinen Gefühlen, kämpft für das, was er liebt und er gibt nicht auf. Ich finde es stark wie Gavin trotz seiner Sprechschwierigkeiten, nicht zulässt das diese ihm nochmal Steine, in den weg legen. Was mich etwas genervt hat ist das er sich so behandeln lassen hat von Thea. Er war nicht unschuldig an den Problemen, doch hat sie auch dazu bei getragen und alles auf ihn Geschoben.

Wie schon erwähnt war ich am Anfang ein großer Fan dieser Idee: Männer führen einen Buchclub und lesen Liebesromane um die Sprache der Frauen besser zu verstehen. An sich bin ich das auch noch immer, aber mit einem Objektivieren blick auf die Geschichten. Der Aufbau war toll und das Timing hat gestimmt die Szenen sind zur richtigen Zeit passiert. Die Charaktere sprich die Buchclub Jungs und Liv mochte ich super gern, besonders Mack. Trotz allem war es ein gutes Buch für zwischendurch mit hauptsächlich guten und wunderbaren Charakteren und einem tollen Protagonisten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere