Jugend, Freundschaft und verpasste Chancen
Der Sommer, der uns bliebDieses Buch ist für mich etwas ganz Besonderes. Schon optisch ist es unglaublich schön gestaltet und passt perfekt zur sommerlich-melancholischen Stimmung der Geschichte.
Inhaltlich erzählt Greta Herrlicher ...
Dieses Buch ist für mich etwas ganz Besonderes. Schon optisch ist es unglaublich schön gestaltet und passt perfekt zur sommerlich-melancholischen Stimmung der Geschichte.
Inhaltlich erzählt Greta Herrlicher eine einfühlsame Geschichte über drei FreundInnen: Britta, Pia und Martin. Ihre gemeinsame Jugend wirkt total greifbar und echt, viele Gefühle und Situationen sind so menschlich und gut beschriebe, dass ich mich oft in meiner eigenen Jugend wiedererkannt habe. Das Lesen des Buches hat mich auch viel zum Nachdenken über meine eigene Jugend und mein Erwachsenwerden gebracht, aber im total positiven Sinne!
Die Handlung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Früher waren das Trio unzertrennlich, doch durch Missverständnisse und fehlende Kommunikation verlieren sie sich aus den Augen. Jahre später treffen sie sich wieder und müssen sich ihrer gemeinsamen Geschichte stellen. Dabei geht es um Freundschaft, verpasste Chancen, aber auch um Vergebung.
Der Schreibstil ist ruhig, gefühlvoll und bildlich. Ich bin dadurch sehr schell und leicht in die Handlung eingetaucht und habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen. Teilweise zieht sich die Handlung ein wenig, aber das stört insgesamt kaum, weil es trotzdem toll geschrieben ist und die Gefühle mehr im Vordergrund stehen!
Besonders schön fand ich, dass ich angeregt wurde, über meine eigenen Freundinnenschaften nachzudenken, die im laufe des Erwachsenwerdens vielleicht verloren gegangen sind, und darüber, was man heute anders machen würde, was Vergebung bedeutet und ob man wieder zueinanderfinden kann
Insgesamt ist es eine sehr berührende Geschichte über Freundschaft, Vergangenheit und zweite Chancen. Emotional, nachdenklich und absolut lesenswert.