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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2017

Nicht wirklich in die Story gekommen

Träume, die ich uns stehle
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In Lily Olivers Roman „Träume die ich dir stehle“ treffen wir auf Lara die sich in einer psychiatrischen Abteilung befindet und sich nicht an die letzten beiden Jahre ihres Lebens nicht erinnern kann. ...

In Lily Olivers Roman „Träume die ich dir stehle“ treffen wir auf Lara die sich in einer psychiatrischen Abteilung befindet und sich nicht an die letzten beiden Jahre ihres Lebens nicht erinnern kann. Mit ihrem krankhaften Drang zu Reden, ist sie natürlich immer auf der Suche nach einem Zuhörer, doch niemand aus ihrem Umfeld ist wirklich bereit dazu ihr immer und immer wieder zuzuhören. So stößt Lara auf Thomas. Er liegt im Koma und ist somit ein guter Kandidat für ihren Redeschwall, immerhin kann er ja nicht weglaufen. So schleicht Lara sich immer wieder in Thomas Krankenzimmer und erzählt ihm ihre Geschichten, dabei vermischt sich jedoch die Realität mit Fiktion. In den Kapiteln von Thomas bekommt man einen guten einblick in sein bisheriges Leben, aber auch wie er Lara und ihre Worte wahrnimmt.

Lily Oliver lässt in diesem Roman abwechselnd Lara und Thomas ihre Geschichte erzählen, wobei Thomas Kapitel doch immer um einiges kürzer sind als die Sequenzen von Lara. Ich muss jedoch ehrlich gestehen, dass ich von diesem Roman etwas anderes erwartet habe. Mir fiel es irgendwie schwer richtig rein zukommen. Ob es nun am Schreibstil liegt, der eigentlich gar nicht so kompliziert ist oder an den wechselnden Erzählern, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht kam das Buch für mich einfach nur zum falschen Zeitpunkt. Fakt ist, ich habe mich regelrecht durch die Seiten gezwungen.

Trotzdem gebe ich diesem Buch zwei Sterne, denn die Grundidee ist nicht schlecht und auch das Cover mit dem leicht erhobenen Schriftzug des Titels haben schon etwas.






Veröffentlicht am 19.09.2017

Interessante Einblicke in ein sehr facettenreiches Leben

Ich, mit Risiken und Nebenwirkungen
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In "Ich, mit Risiken und Nebenwirkungen" erfährt man mehr über den Autor und Mensch Frank Pape. Der Autor gewährt einen Einblick in ein sehr turbulentes und nicht immer einfaches Leben. Ich möchte ehrlich ...

In "Ich, mit Risiken und Nebenwirkungen" erfährt man mehr über den Autor und Mensch Frank Pape. Der Autor gewährt einen Einblick in ein sehr turbulentes und nicht immer einfaches Leben. Ich möchte ehrlich sein, es liest sich recht gut und es gab Stellen an denen ich dachte "Sowas kann doch einfach nicht passiert sein" .... allerdings gab es auch an mancher Stelle irgendwie kleinere Stolpersteine, da musste ich mehrmals die Sätze davor lesen um alles zu verstehen... (vielleicht war ich aber auch nicht konzentriert genug). An manchen (wenigen) Stellen kam es mir allerdings vor, als fehle an der Stelle ein Puzzleteil, aber ich denke mal, dass Frank Pape hier auch einfach die Hände gebunden sind, gerade wenn es um Rechte Dritte geht. Der Geschichte an sich schadet dieses fehlende Stückchen jedoch nicht, man kommt dennoch gut durch die Zeilen und es ist auch nichts aus dem Zusammenhang gerissen. Das Buch spiegelt ein Leben wieder, welches mit allen möglichen Facetten versehen ist. Nicht immer kommt der Mensch in dieser Story sympathisch rüber und ich habe auch Bezeichnungen wie Blender, Egoist oder ähnliches im Kopf gehabt. Jedoch zeigt diese Geschichte auch, dass ein Lebenswandel jederzeit möglich ist, wenn man den Willen (und die passende Unterstützung) dazu hat.

Frank Pape, der mir seit einigen Jahren persönlich bekannt ist, hat mit diesem Buch einen großen und mutigen Schritt gewagt. Er hat gezeigt, dass er trotz allem eben auch ein Mensch ist und Menschen machen nicht immer alles im Leben richtig. Zudem geht er das Risiko ein, dass sich das Bild, welches die Menschen bisher von ihm hatten, ändern kann und sie ihm gegenüber in Zukunft anders reagieren und handeln könnten. Beim Lesen war irgendwie alles an Reaktionen und Emotionen dabei: Ungläubigkeit, Respekt, Achtung, Mitgefühl , sogar einige Tränen flossen. Kurz gesagt eine Achterbahn der Emotionen, so wie ein Buch für mich sein sollte.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Eine sehr emotionale und bewegende Geschichte

Das Leuchten einer Sommernacht
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Schwerkranken Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen, diese Aufgabe ist das Ziel der Organisation „Gute Fee“ für die Lynne arbeitet. Für die Rugby begeisterte neunjährige Winnie organisiert sie ein Zusammentreffen ...

Schwerkranken Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen, diese Aufgabe ist das Ziel der Organisation „Gute Fee“ für die Lynne arbeitet. Für die Rugby begeisterte neunjährige Winnie organisiert sie ein Zusammentreffen mit den „Cardiff Greens“, dessen Star ausgerechnet Reed Rivers ist. Reed ist Lynne’s Jugendliebe und die beiden haben sich 12 Jahre nicht gesehen.

In Ella Simon’s „Das Leuchten einer Sommernacht“ taucht der Leser ein in eine emotionale Zeitreise. So erfährt man in wechselnden Erzählperspektiven welche Gefühle zwischen Lynne und Reed waren, welche Hürden sie damals zu meistern hatten, aber auch wie es zum Bruch zwischen den beiden kam und wie es beiden in diesen 12 Jahren ergangen ist. Wie gehen die Beiden mit dem Schicksal des anderen um, welche Reaktionen werden durch das jetzige Zusammentreffen hervorgerufen?

Parallel hierzu erhält der Leser aber auch einen Einblick in das Leben von Winnie und ihrer Mutter Jen. Man erfährt viel über die Sorgen und Ängste einer Mutter, die sich als Alleinerziehende um ihre schwerkranke Tochter kümmert. Auf der anderen Seite lernt man aber auch eine quirlige und vor Lebensenergie strotzende Winnie kennen … es war hier schon herzallerliebst wie pfiffig diese kleine Person schon ist.

Beide Geschichten sind mit Höhen und Tiefen versehen, die an mancher Stelle auch mal für ein Tränchen sorgen. Es ist eine super gefühlvolle Mischung aus Drama und Romanze gewürzt mit einer Prise Humor geschaffen worden. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist auch klasse gelungen, zumindest ich bin nicht ins Schleudern dabei gekommen. Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an völlig in seinen Bann gezogen und ich habe ihn förmlich verschlungen. Der einzige negative Punkt an diesem Buch ist meiner Ansicht nach, dass es nun zu Ende ist ….

Veröffentlicht am 05.07.2017

Leider oft bittere Realität

Dann mach ich eben Schluss
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Max, der im Kreativen sehr begabt ist, aber von seinem Vater in dieser Richtung nicht gefördert sondern in einen völlig anderen Bereich gedrängt wird (der ihm überhaupt nicht liegt), der in der Beziehung ...

Max, der im Kreativen sehr begabt ist, aber von seinem Vater in dieser Richtung nicht gefördert sondern in einen völlig anderen Bereich gedrängt wird (der ihm überhaupt nicht liegt), der in der Beziehung mit Annika nicht glücklich ist, der nach einem Lehrerwechsel vom Lehrer in keinster Weise ermutigt oder gefördert wird, das Leistungspensum irgendwie zu schaffen .... (puhhh, selbst beim Schreiben hier bekomm ich noch Gänsehaut, wenn ich an das alles denke) ... genau dieser Max beendet sein Leben in einer Kurzschlussreaktion indem er mit dem Auto (in dem noch seine Schwester, Annika und Paul saßen) gegen einen Baum fährt.... Er ist sofort tot.

Die Story wird aus verschieden Perspektiven von den Betroffenen erzählt, so dass man das ganze Drama wie bei einem Puzzle Stück für Stück begreift oder es zumindest versucht. Man spürt beim Lesen wieviel Wut, Angst und Verzweiflung in jedem Einzelnen steckt. Mir selbst flossen beim lesen mehr als einmal die Tränen. Trotz der Wechsel der Personen lässt sich das Ganze echt flüssig lesen und man verliert nicht den Faden.

Zuerst einmal hat mich dieses Buch echt betroffen gemacht, denn einiges ist leider oft bittere Realität. Eltern die ihre Kinder in eine Schiene drängen, nur weil sie finden, es ist das Beste für ihr Kind oder eben weil sie durch ihre Kinder ihre eigenen Wünsche und Träume verwirklichen wollen. Die Bedürfnisse des Kindes werden nicht beachtet. Aber auch erkenne ich bei den Lehrern vieles aus dem realen Leben wieder. Das was leider mittlerweile nur noch zählt ist Leistung, man hat also so zu funktionieren, wie die anderen es wollen. Gute Noten sind Pflicht, sonst wird man nichts, ist die Meinung vieler Menschen. Wie Max aus der Geschichte wird es sicher viele (zu viele) Menschen geben, die dem Druck der Gesellschaft nicht mehr standhalten können. Leider wird diese Not der Betroffenen von Familie, Freunden oder Bekannten nicht richtig oder viel zu spät erkannt. Am Ende bleiben Schuldzuweisungen und Fragen, die niemals eine Antwort bekommen.

Was ich jedoch einfach erschreckend finde, dass eben Dinge wie Suizid, Depressionen und alle anderen ursachen die einem Menschen zu so einer Tat treiben nach wie vor so tabutisiert. Ich würde mir genau in diesen Bereichen viel mehr Aufklärungsarbeit wünschen und dieses Buch ist ein kleiner Teil dazu.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Ein toller Fantasyroman, der Lust auf mehr macht

Engelserwachen
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Cover
Zunächst möchte ich anmerken, dass mich allein schon das Cover dieses Buches sehr neugierig gemacht hat. Ich finde, dass Motiv, Farbauswahl und die Schriftzüge sehr gut harmonieren.

Gedanken zur ...

Cover
Zunächst möchte ich anmerken, dass mich allein schon das Cover dieses Buches sehr neugierig gemacht hat. Ich finde, dass Motiv, Farbauswahl und die Schriftzüge sehr gut harmonieren.

Gedanken zur Story
Ich habe mich allerdings anfangs etwas schwer getan ins Buch reinzufinden, schließlich beginnt es erst mal mit einer Mobbinggeschichte und ich hatte Sorge, dass sich diese erst einmal in die Länge zieht. Ab dem Zeitpunkt, an dem Georgie sich für ihr altes oder ihr neues Leben entscheiden muss, lief es bei mir wie von selbst und ich habe jede einzelne Seite verschlungen.

Die Autorin hat so bildlich geschrieben, dass ich mir nicht nur Georgie, sondern auch die beiden anderen Malakhim Chiara und Jonathan sehr gut vorstellen konnte. Auch der eher geheimnisvolle Cedric, der Georgie auf seine Art und Weise anzieht, hatte eine Gestalt vor meine Augen. Ich konnte wirklich in die Geschichte eintauchen, so als wäre ich live dabei und habe so beim Kampf Gut gegen Böse mit fiebern, fluchen und schmunzeln können. Zudem finde ich, hat die Autorin gut recherchiert, denn zuvor waren mir Begriffe wie Malakhim, Halbengel usw. eher nicht so geläufig.

Fazit
Ich kann nur sagen, dass dies ein mehr als gelungener Debütroma ist und ich fiebere schon jetzt Teil 2 entgegen. Bin doch so neugierig wie es mit Georgie und Cedric weiter geht ….