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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2018

Eine rührende (Chat-) Liebesgeschichte

Tell me three things
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Jessi Holmes hat es nicht einfach, neben anderen Veränderungen in Ihrem Leben muss sie auch noch die Highschool wechseln. Leider läuft dort direkt alles schief. Die Mails die sie von einem anonymen Verfasser ...

Jessi Holmes hat es nicht einfach, neben anderen Veränderungen in Ihrem Leben muss sie auch noch die Highschool wechseln. Leider läuft dort direkt alles schief. Die Mails die sie von einem anonymen Verfasser bekommt und die ihr Ratschläge für den Schultagsüberlebenskampf geben, sind schon fast das Highlight des Tages. Die Tipps annehmen, entwickeln sich aber auch unvorhergesehene Gefühle dem Adressanten gegenüber. Wer ist der Unbekannte, in den sich Jessi zu verlieben droht?

Mit „Tell me three things“ hat Julie Buxbaum eine wundervolle Lektüre nicht nur für die jüngere Generation geschaffen. In ernsten, jedoch auch oft humorvollen Dialogen wird der Leser in die Welt der 16-jährigen Julie entführt und nimmt an ihren Sorgen und Nöten des Alltags teil. Die Kommunikation mit dem anonymen Mailverfasser ist ebenfalls sehr interessant. Besonders gefallen hat mir die 3 Dinge-Liste. Je weiter dieser Roman fortgeschritten ist umso mehr bestätigten sich meine Vermutungen um die Identität des unbekannten Schreibers, dieses hat die Spannung jedoch in keinster Weise geschmälert.

Die Beschreibungen der Protagonistin sowie der Nebencharaktere sind der Autorin gut gelungen und ich bin gut und zügig durch die Zeilen gekommen. Was ich jedoch ein wenig unglücklich gelöst fand, dass der Titel des Buches in englisch übernommen wurde. Wenn man den deutschen Untertitel nicht wahrnimmt, könnte der eindruck einer englischen Lektüre entstehen. Dieser Roman ist zwar ein Jugendbuch, allerdings hat es mir dennoch viel Spaß bereitet diese Story rund um Jessi zu lesen.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Wechselbad der Gefühle

Für immer ist die längste Zeit
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Madeline (Maddy) hat sich vom Dach der Bibliothek gestürzt. Ihr Tod endet für sie jedoch nicht im Himmel, sondern sie schaut aus kurzer Höhe aus einer Art Zwischenwelt auf ihre Familie herab. Ihre pubertierende ...

Madeline (Maddy) hat sich vom Dach der Bibliothek gestürzt. Ihr Tod endet für sie jedoch nicht im Himmel, sondern sie schaut aus kurzer Höhe aus einer Art Zwischenwelt auf ihre Familie herab. Ihre pubertierende Tochter Eve und ihr emotional unaufgeräumten Mann Brady sind schon mit ganz gewöhnlichen Alltagsdingen überfordert, denn darum hatte sich ja bisher Maddy immer gekümmert. Zudem quält die Hinterbliebenen die Frage nach dem Warum. Maddy versucht mit ihren Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits den Beiden auf ihre Art und Weise zu helfen und alles in die richtige Bahn zu lenken.

Ich kann es kaum glauben, dass „Für immer ist die längste Zeit“ ist das Debüt der Autorin ist. Ich habe geschmunzelt, geflucht und geweint und die Story wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Durch die wechselnde Erzählweise zwischen den Protagonisten Madeline, Eve und Brady gerät man in ein Wechselbad der Gefühle. Während Madeline das Ganze von ihrem Platz in der Zwischenwelt aus versucht zu steuern, spürt man deutlich die Trauer die bei ihrer Tochter Eve und ihrem Mann Brady vorhanden ist. Jedoch erlebt man auch die Selbstzweifel der beiden, es kommt zu „Was-wäre-wenn-Gedanken“ und natürlich auch die Realität, die bei den Hinterbliebenen Einzug hält.

An manchen Stellen habe ich mich sogar selbst wieder gefunden was den ein oder anderen Gedankengang der Drei angeht. Es ist erschreckend wie selbstver-ständlich man vieles nimmt und noch viel erschütternder ist es, dass man diese Tatsache in den meisten Fällen erst erlangt, wenn eine wichtige Person plötzlich fehlt. Zwar etwas befremdlich aber dennoch irgendwie schön war die Vorstellung, dass eine verstorbene Person die Gedanken der Hinterbliebenen in gewisser Weise beeinflussen und so die Richtung des Handelns desjenigen lenken kann.

Sowohl Madeline, als auch Eve und Brady konnte ich mir durch das Lesen sehr gut vorstellen und der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Die Gefühlswelt gerade von den Hinterbliebenen Eve und Brady ist sehr realistisch beschrieben und zeigt, dass Abby Fabiaschi sich intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Das Ende dieser Geschichte löst nochmal eine Achterbahn der Emotionen aus und der Epilog zeigt, dass das Leben trotz allem weiter geht.

Eine tragische Familiengeschichte die mit einer winzigen Prise Humor (oder sollte ich es besser Selbsterhaltungstrieb) nennen, die ich wirklich weiter empfehlen kann.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Nicht ganz so spannend wie erwartet ...

Dein Leben gegen meins
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Vom Klappentext sehr angesprochen, habe ich mir „Dein Leben gegen meins“ von Liv Constantine in einer Lesenacht zu Gemüte geführt. Worum geht es? Amber, eine eher unscheinbare Persönlichkeit, hat es satt ...

Vom Klappentext sehr angesprochen, habe ich mir „Dein Leben gegen meins“ von Liv Constantine in einer Lesenacht zu Gemüte geführt. Worum geht es? Amber, eine eher unscheinbare Persönlichkeit, hat es satt von niemandem beachtet zu werden. Sie möchte das perfekte Leben, Daphne’s Leben. Mit einem perfiden Plan setzt Amber alles dran um nicht nur an Daphne’s Geld und das Haus zu gelangen, sie will obendrein auch ihren Mann Jackson. Daphne hingegen freut sich, in Amber endlich eine Freundin gefunden zu haben, denn die Ehe mit Jackson ist nicht so harmonisch wie es nach außen hin scheint.

Die Geschichte ist in drei Abschnitte aufgeteilt, der erste erzählt die Handlung aus Amber‘s Sicht, im zweiten kommt dann Daphne zu Wort und der dritte Abschnitt ist eine Gesamtfassung.
Im ersten Abschnitt habe ich mich oft über Amber geärgert und war erschrocken, welche Intrigen und Taten sie unternimmt um ihrem Ziel näher zu kommen. Ihr sind dabei keine Mittel zu schade und Gewissensbisse hat sie keine. Jedoch ist sie sehr zielstrebig und lässt sich nicht von ihrem Plan abbringen. Daphne hingegen macht in diesem Teil der Geschichte eher den Anschein ein dummes, kleines Naivchen zu sein. Ich habe mehr als einmal gedacht „Mensch Mädel, kapier es endlich“. In Daphnes’s Teil dieser Geschichte, wird es dann doch spannender und ein wenig tiefgründiger. Der Leser bekommt einen besseren Eindruck hinter die Kulissen. Auch bekommt die Geschichte eine überraschende Wendung, welche dann doch zwischendrin mal für ein Schmunzeln bei mir sorgte.

Die Charaktere Amber, Daphe und Jackson haben schnell den jeweiligen Stempel von mir bekommen und ich konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Glaubt man im ersten Teil der Geschichte noch an eine traumhafte Familienidylle Daphne und Jackson Parrish mit ihren beiden Kindern Tallulah und Bella (die so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht), wird man spätestens im zweiten Teil eines besseren belehrt.

Insgesamt ist die Geschichte gut und schnell zu lesen und die anfängliche Vorhersehbarkeit verliert sich zum zweiten Teil. Ich hätte mir jedoch noch etwas mehr Spannung gewünscht, so wie man es bei einem Thriller vermutet. Die ganze Handlung war trotz allem zu seicht und einige Reaktionen waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Trotz allem sorgte dieser Roman für einige interessante Lesestunden und ich war schon sehr neugierig was für ein Ende das Ganze nimmt

Veröffentlicht am 02.05.2018

Interessante Grundidee, jedoch noch Ausbaufähig

RED
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Fasziniert vom rot-goldenen Cover dieses Buches und die Tatsache, dass mich bereits „Der Fluchsammler“ von Ann-Kathrin Karschnick völlig begeistert hat, kam ich nicht drumherum, diesen Roman zu lesen.

Der ...

Fasziniert vom rot-goldenen Cover dieses Buches und die Tatsache, dass mich bereits „Der Fluchsammler“ von Ann-Kathrin Karschnick völlig begeistert hat, kam ich nicht drumherum, diesen Roman zu lesen.

Der Inhalt ist im groben schnell zusammengefasst. Die Protagonistin Laura arbeitet in einem American Diner, da dreht eine rothaarige Frau völlig unerwartet durch und tötet wahllose Menschen um sie herum. Bis zu dem Zeitpunkt als Hunter auftaucht, sieht alles nach einem Amoklauf aus. Doch Hunter erzählt ihr etwas von Tagträumern, die im Auftrag des Teufels die Kontrolle über rothaarige Menschen übernehmen und so Unheil und Schrecken auf der Welt verbreiten wollen.
Laura und Hunter müssen fliehen und eine abenteuerliche Reise beginnt. Jedoch kommen bei Laura Fragen auf: Warum wurde sie nicht von einem Tagträumer besetzt, immerhin ist sie selbst rothaarig? Und was genau hat es mit Hunter auf sich?

Rote Haare, Sommersprossen, das sind des Teufels Artgenossen…

Zunächst einmal zu den Charakteren in dem Buch. Ich fand diese recht gut beschrieben und hatte auch zu jedem mehr oder weniger ein Bild vor Augen. Während Laura mir jedoch als sehr störrisch und doch arg nervig rüberkam, empfand ich Hunter dann doch irgendwie sehr angenehm und eher den Ruhepol bei der ganzen Sache. Was besonders gut gefiel war der Bezug zu den Aborigines. Auch die Schauplätze waren gut beschrieben und ich konnte mir sowohl das American Diner mit seiner Einrichtung als auch die anderen Flucht- und Kampforte sehr gut vorstellen.

Der Sachreibstil ist einfach und auch für jugendliche gut und schnell zu lesen. Allerdings finde ich viele Dinge im Handlungsverlauf doch zu schnell und zu simpel gelöst. Manche Aktionen waren vorhersehbar, andere wenige widersprachen sich aus meiner Sicht. Was mir jedoch ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat, war das kurze Wiedersehen der Charaktere Elisabeth und Vincent sowie Magda aus „Der Fluchsammler“. Insgesamt eine tolle Grundidee, die allerdings etwas mehr in die Tiefe hätte gehen dürfen, auch das Ende hätte gern etwas detaillierter und weniger rasant sein dürfen. Aufgrund des Abschlusses in diesem Roman hoffe ich natürlich jetzt auf eine Fortsetzung …

Veröffentlicht am 25.02.2018

Deutsche Sprache, schwere Sprache ... mit viel Humor

Amina, Erdal, Njami und die anderen
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Regine Kämper hat mit ihrem Buch "Amina, Erdal, Njami und die anderen" eine wunderbare Sammlung von Kurzgeschichten geschaffen. Alle Geschichten zeigen mehr oder minder die Schwierigkeiten der deutschen ...

Regine Kämper hat mit ihrem Buch "Amina, Erdal, Njami und die anderen" eine wunderbare Sammlung von Kurzgeschichten geschaffen. Alle Geschichten zeigen mehr oder minder die Schwierigkeiten der deutschen Sprache,vor allem wenn man dieses erst erlernen muss. In ihren Geschichten berichtet sie über die Schwierigkeiten ihrer neun Schützlinge beim einfachen Vorstellen untereinander, recht witzige Erlebnissen im Alltag oder über Wortirrungen. Mit viel Geduld versucht die Lehrerin den Kindern spielerisch beizubringen. Die bunte Runde hat schon so ihre Schwierigkeiten beim Lernen, jedoch ist das Ganze auch mit einer Menge Spass verbunden.

Was mir sehr gut gefällt ist die Vorstellung der einzelnen Kinder zu Beginn des Buches,so hatte man im weiteren Verlauf ein recht klares Bild vor Augen. ebenfalls sehr schön waren die Illustrationen im von Yayo Kawamura.

Die kurzen Geschichten eignen sich gut zum Vorlesen,aber auch zum Selberlesen. Auf jeden Fall habe ich beim Lesen ziemlich Schmunzeln müssen.