Platzhalter für Profilbild

Cariola

Lesejury-Mitglied
offline

Cariola ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Cariola über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Einfache und gute Rezepte für die ganze Familie!

Cooking for Family
0

Das Kochbuch "Cooking for Family" hat mir insgesamt gut gefallen. Toll fand ich, dass es Basisrezepte gibt, die man abwandeln und auch Teig einfrieren kann. Die Rezepte sind nicht zu kompliziert, vor allem ...

Das Kochbuch "Cooking for Family" hat mir insgesamt gut gefallen. Toll fand ich, dass es Basisrezepte gibt, die man abwandeln und auch Teig einfrieren kann. Die Rezepte sind nicht zu kompliziert, vor allem wenn es mal schnell gehen soll. Die Bilder fand ich sehr ansprechend und hochwertig dargestellt, den Rezeptanleitungen kann man sehr gut folgen. Ein paar Rezepte, wie z.B. überbackene Rigatoni am Spieß habe ich so noch nie gesehen in einem Rezeptbuch und haben gleich Lust gemacht das Rezept auszuprobieren!

Auch den sogenannten "Lachsdöner" finde ich genial und wurde sofort ausprobiert und für gut befunden!

Eine tolle Rubrik finde ich auch die "Snack-Lifehacks" blitzschnelle Rezepte die Kinder einfach lieben.

Auch das Cover hat mich mit dem tollen Farbkontrast echt angesprochen. Insgesamt ein gutes Kochbuch, allerdings waren ein paar Rezepte für meinen Geschmack zu simpel. Insgesamt empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 22.03.2026

Inspirierend, Rührend, divers, informativ und wahnsinnig witzig!

Der Comic-Club
0

Wer sich nur ein bisschen mit Comictheorie auseinander gesetzt hat wird Scott McCloud und seine Werke "Comics machen" und "Comics richtig lesen" kennen und schätzen. Nun hat McCloud zusammen mit der Comickünstlerin ...

Wer sich nur ein bisschen mit Comictheorie auseinander gesetzt hat wird Scott McCloud und seine Werke "Comics machen" und "Comics richtig lesen" kennen und schätzen. Nun hat McCloud zusammen mit der Comickünstlerin Raina Telgemaier ein weiteres Comic-über-Comic-machen herausgebracht - allerdings für Kinder.
Und ich habe es sofort meinem 6-jährigen Sohn vorgelesen und was soll ich sagen? Wir sind begeistert!
Wer ein dröges Theoriebuch erwartet ist hier falsch denn: über 260 Seiten stark ist der Band und das Comictheorie-Wissen ist eingebettet in eine wunderbare Geschichte von 4 Middle School Schülern namens Makayla, Howard, Art und Lynda und wie sie zusammen den Comic-Club gründen und lernen Comics zu Zeichen und zu erstellen und darüber hinaus Freunde werden. Begleitet werden Sie von Frau Fatima, die Ihnen viel theoretisches Wissen vermittelt. Dieses Wissen ist eingebunden in eine tolle Story, sowohl zeichnerisch als auch Comictheoretisch und ist dabei niemals langweilig - Im Gegenteil! Mein Sohn hat sich teilweise geklingelt vor Lachen und konnte gar nicht mehr aufhören! Das Buch hat ihn auch gleich dazu inspiriert selbst ein Comic zu erstellen, ich war total begeistert! Zusammen haben wir dann einen 3-seitigen Minicomic erstellt und es hat auch in mir den Wunsch geweckt wieder mehr zu zeichnen. Ich war sehr gerührt, dass ich ihm die Welt der Comics durch dieses tolle Comic näher bringen konnte und meine Liebe zu Comics nun mit ihm teilen kann.

Ich empfehle es allen Kindern ab 6 die gerne Zeichen, Comics lesen oder auch einfach nur mehr über Comics wissen wollen. Auch für mich als Erwachsene hab ich viel gelernt und fand dieses Buch sehr wertvoll und rührend! Klasse!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Toller Coming-of-Age - Roman zwischen Bestattungsinstitut und Stunden am See

Restsommer
0

Sommer 2003: Dominik ist gerade erst 16 geworden und trotzdem scheint sein Leben eigentlich schon vorgezeichnet. Zwischen Rum-Cola-Abenden mit seinen Freunden und Bandproben in einer alten Scheune steht ...

Sommer 2003: Dominik ist gerade erst 16 geworden und trotzdem scheint sein Leben eigentlich schon vorgezeichnet. Zwischen Rum-Cola-Abenden mit seinen Freunden und Bandproben in einer alten Scheune steht für seinen Vater längst fest, dass Dominik eines Tages das Beerdigungsinstitut übernehmen und nach den Sommerferien die Berufsschule besuchen wird.

Doch was will eigentlich Dominik?

Als dann noch ein neuer Schüler in die Klasse kommt, gerät seine kleine Welt aus den Fugen.

Insgesamt hat mir der Roman Restsommer von Kea von Garnier gut gefallen, auch wegen seiner spürbaren literarischen Qualität. Restsommer ist ihr Debütroman und erzählt feinfühlig von Selbstfindung und Identität im Übergang zum Erwachsensein.

Der Einstieg ist allerdings etwas zäh; es dauert, bis die Geschichte wirklich in Fahrt kommt.

Da ich zuvor Klapper von Kurt Prödel gelesen habe – ebenfalls ein Coming-of-Age-Roman mit ähnlicher zeitlicher Verortung – konnte ich Vergleiche kaum vermeiden.

Die Figuren sind gut angelegt, und man kann mit ihnen mitfühlen und ihre Gefühle nachvollziehen. Dennoch gibt es ein paar Logiklücken im Plot, die mich irritiert haben. Besonders Dominiks Innenleben wirkte auf mich nicht ganz stimmig im Verhältnis zu seinem Verhalten nach außen: Er ist sehr reflektiert, fast schon zu reflektiert für einen Sechzehnjährigen.

An manchen Stellen kommt (gefühlt ) dabei eher die Autorin durch als Dominik selbst. Außerdem wird dem Leser meiner Meinung nach etwas zu wenig zugetraut; einige erklärende Sätze hätte man durchaus weglassen können.

Im Vergleich zu Klapper empfand ich die Atmosphäre als weniger authentisch. Da ich 2003 selbst in Dominiks Alter war, fielen mir einige zeitliche Ungenauigkeiten auf. Permanentes Simsen mit dem Handy war damals wahnsinnig teuer und eher unüblich, da man als Jugendlicher nicht das Geld dafür hatte. Gerade auf dem Land gab es oft auch schlechten bis gar keinen Empfang.

Stattdessen hing man viel im ICQ-Chat ab, wo man kostenlos und unbegrenzt mit Freunden schreiben konnte. Auch manche Dialoge zwischen den Jugendlichen wirkten auf mich etwas gestellt und nicht ganz wie aus einem Guss.

Auch ein paar Plotholes gibt es. Insgesamt fühlt sich der „Restsommer“ ewig an, dabei handelt das Buch von der Zeit vor den Sommerferien. Ohne viel inhaltlich zu verraten: An einer Stelle des Buches hat Dominik Hausarrest und übernachtet fast trotzdem jeden Abend bei einem Freund. Das passte für mich nicht ganz zusammen.

Trotz der genannten Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und kann das Buch Lesern empfehlen, die gerne Coming-of-Age Romane lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2026

Auf die Sonnenplätze, fertig, los! Hochbeete leichtgemacht

Hochbeet für Ahnungslose
0

Ich bin total begeistert von dem Buch „Hochbeet für Ahnungslose“ von Anja Klein, illustriert von Véro Mischitz. Es zeigt auf sehr unterhaltsame und anschauliche Weise, wie man ein Hochbeet anlegt, und ...

Ich bin total begeistert von dem Buch „Hochbeet für Ahnungslose“ von Anja Klein, illustriert von Véro Mischitz. Es zeigt auf sehr unterhaltsame und anschauliche Weise, wie man ein Hochbeet anlegt, und hat unzählige Tipps zu Pflege, Bepflanzung, Ernte und vielem mehr parat.

Besonders toll finde ich, dass jede Seite wunderschön illustriert ist. Das lockert das Buch unglaublich auf und macht das Thema sofort greifbar – ohne dass man das Gefühl hat, sich stundenlang einlesen zu müssen. Selbst mein 6-jähriger Sohn findet die niedlichen Illustrationen so spannend, dass er sich die Inhalte schnell erschließt und direkt umsetzen will. So wird das Buch zu einem echten Familienprojekt, denn Gärtnern macht uns allen riesigen Spaß!

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sofort mit dem Gärtnern loslegen möchte, einfache und schnelle Anleitungen sucht und ein praktisches Nachschlagewerk braucht. Der Frühling kann gar nicht schnell genug kommen – absolut klasse!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 06.02.2026

Zwiegespalten

Elf ist eine gerade Zahl
0

Ich bin zwiegespalten. Das Buch wollte ich vor allem lesen, weil mich das wunderschön gestaltete Cover sofort angesprochen hat.
Das Buch ist im Wechsel zweigeteilt: Ein Teil erzählt die Geschichte von ...

Ich bin zwiegespalten. Das Buch wollte ich vor allem lesen, weil mich das wunderschön gestaltete Cover sofort angesprochen hat.
Das Buch ist im Wechsel zweigeteilt: Ein Teil erzählt die Geschichte von Katja und ihrer krebskranken Tochter Paula. Der andere Teil, „Der Fuchs und das Mädchen“, ist eine fiktive Erzählung, die Katja ihrer pubertierenden Tochter vorliest, um sie vor der bevorstehenden Operation abzulenken.

„11 ist eine gerade Zahl“ ist kein leichtes Buch. Wut, Angst vor dem Tod und Überforderung begleiten Katja ständig. Leider konnte ich mich mit ihr als Figur überhaupt nicht identifizieren oder mitfühlen, dabei bin ich selbst Mutter. Aber es gibt überhaupt nichts positives über sie zu sagen. Sie steckt in einer Depression, trinkt täglich Alkohol, stößt alle von sich und steckt in einem tiefen Loch. Ja, sie ist in einer Ausnahmesituation, aber es findet überhaupt keine Charakter Entwicklung während des ganzen Buches statt.

Die zweite Erzählebene hat mir dagegen sehr gut gefallen. Fantasievoll und atmosphärisch führt sie in eine Art Schattenreich. Mit diesen Figuren konnte ich viel stärker mitfühlen, und die Geschichte wirkt für mich lebendiger und echter, obwohl sie reine Fantasie ist. Der Autor schreibt wirklich gut – das zeigt er auf jeder Seite –, aber die Figuren der „realen“ Handlung bleiben für mich kühl, unnahbar und unverständlich.

Für mich auch schwierig: im Buch sind 2 verschiedene Schriftarten, um die Geschichte in der Geschichte von der anderen abzugrenzen. Leider unterscheiden sich beide nur minimal, sodass es schwierig ist, die beiden Erzählstränge auseinander zu halten. Besser wäre es gewesen zwei sehr unterschiedliche Schriften zu benutzen.

Leider nehme ich aus diesem Buch nicht viel mit – außer einem tollen Cover und einer schönen Geschichte innerhalb der Geschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere