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Veröffentlicht am 06.11.2022

Von einem kleinen Frosch, tollen Freunden und kreativem Wintersport

Der kleine Frosch will schwimmen gehen!
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Für kleine Frösche gibt es im Winter nicht viele Aktivitäten, das Spektrum der Beschäftigungsmöglichkeiten ist relativ klein. Schwimmen gehen auf einem zugefrorenen See gehört leider nicht dazu. Was macht ...

Für kleine Frösche gibt es im Winter nicht viele Aktivitäten, das Spektrum der Beschäftigungsmöglichkeiten ist relativ klein. Schwimmen gehen auf einem zugefrorenen See gehört leider nicht dazu. Was macht so ein kleiner Frosch also dann? Zum Glück gibt es viele tierische Freunde, die allerhand Ideen haben, was man denn so alles anstellen kann, in der kalten Jahreszeit…

Das erste Kinderbuch der Autorin Luisa Schauenberg startet mit einem interessanten Thema für kleine Vorlesefreunde umrahmt von gewohnt starken Illustrationen von Pina Gertenbach. Die zuckersüße Erzählung, die von tollen Tierfreundschaften begleitet und kindlichem Sprachgebrauch dominiert wird, hat eine passende Länge für unsere Kleinen ab 3-4 Jahren. Die sehr kurzweilige Geschichte kommt ergänzend mit vielen Informationen rund um den Winterschlaf der bekanntesten Wildtiere einher. Jede einzelne Seite weist eine farbenfrohe und sehr zum gemeinsamen Anschauen geeignete Bebilderung des jeweiligen Handlungsabschnittes auf, so dass der Vorlesende sehr gut mit der Zuhörerschaft einen Austausch zu den jeweiligen Handlungsschritten vornehmen kann.

Mit diesem Buch werden sich kleine Geschichtenliebhaber selbst wiederfinden, auf den Vorlesenden sowie den lauschenden Kindern wartet eine wundervolle Lesezeit mit neuen Ideen gepaart mit tollen Hintergrundinformationen über unsere tierischen Nachbarn und deren Winterzeit.

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Veröffentlicht am 23.10.2022

Düstere Zukunftsfiktion mit realen Anfängen in unserer Gegenwart

Freiheitsgeld
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Im Jahr 2064 erhält jeder monatlich das feste „Freiheitsgeld“; wer einer Arbeit nachgeht, muss auf den Lohn dieser horrende Steuern abführen; die Menschen sind in 2 Gruppen eingeteilt, die „Besseren“ leben ...

Im Jahr 2064 erhält jeder monatlich das feste „Freiheitsgeld“; wer einer Arbeit nachgeht, muss auf den Lohn dieser horrende Steuern abführen; die Menschen sind in 2 Gruppen eingeteilt, die „Besseren“ leben in der „Oase“; es gibt Naturschutzzonen für das klimatische Gleichgewicht; Roboter erledigen die eintönigen Arbeiten; systemkritische Berufe wie Krankenpfleger sind die mit am besten bezahlten Jobs; im Supermarkt kann man „Hosen in Dosen“ kaufen; Häuser werden mit Hilfe von 3D-Druckern errichtet…

Andreas Eschbach hat mit „Freiheitsgeld“ eine niederschmetternde Fiktion unserer Zukunft gezeichnet. Selbstverständlich gibt es auch positive Errungenschaften, aber die negativen Folgen aktueller Gegebenheiten und Ansätze überwiegen doch sehr deutlich. Der Roman liest sich, wie vom Autor gewohnt, angenehm leicht und dennoch spannend. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, dieses Buch als erstes von Andreas Eschbach zu lesen, da die spezielle Erzählweise verbunden mit den doch sehr realen Verbindungen sehr stark zu irritieren vermag.

Wieder einmal ist es dem Autor sehr überzeugend gelungen, ein beängstigend reales Szenario zu skizzieren. Durch diese Zukunftsvision machen die bereits existierenden Ansätze aus unserer Gegenwart deutlich, wohin die Reise gehen kann, wenn man hier nicht im Voraus denkt und Richtungen teilweise drastisch korrigiert. Und ja, der Autor hat es geschafft, eine immens spannende und diskussionswürdige Variante der Beschreibung unserer Zukunft niederzuschreiben. Das Werk stellt in jedem Fall eine wichtige Basis für Diskussionsstoff der Gesellschaft um unser aller Zukunft dar. Wer, wenn nicht wir alle haben es in der Hand, wie unsere Zukunft aussehen wird? Denn, wir alle sollten uns immer bewusst sein, dass man mit den Wölfen heulen muss, wenn man sie nicht verjagen kann...

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Veröffentlicht am 17.07.2022

Menschliche Psychopathen und psychopathische Menschen – eine Mischung mit enormer Durchschlagskraft

P.S. Morgen bist du tot
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An einer Washingtoner Universität sollen 7 Psychopathen durch Therapiesitzungen und Tests so weit wie möglich normalisiert werden und gleichzeitig einen hochwertigen Studienabschluss erreichen. Bei dem ...

An einer Washingtoner Universität sollen 7 Psychopathen durch Therapiesitzungen und Tests so weit wie möglich normalisiert werden und gleichzeitig einen hochwertigen Studienabschluss erreichen. Bei dem geheimen Vorhaben werden 2 der Studienteilnehmer brutal hingerichtet, 3 der verbleibenden 5 schließen sich mehr oder weniger zusammen und gehen selbst auf die Jagd nach dem Täter. Frei nach dem Motto: Wenn hier einer mordet, dann sind wir das…!

Das aus der Sicht der handelnden Personen heraus erzählte Erstlingswerk „P.S. Morgen bist Du tot“ der US-amerikanischen Psychologin Vera Kurian ist über kleine und kurzweilig erzählte Kapitel gut in der Lage, verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verflechten und auch wieder aufzulösen. Die Steigerung der Handlung wird auch durch immer größer werdende Erzählsprünge erreicht, trotzdem ist die Autorin durchaus in der Lage, die Ereignisse in sich geschlossen darzustellen. Darüber hinaus bietet das Buch jedoch auch die Möglichkeit einer eventuellen Fortsetzung bzw. Serie.

Die überraschend sympathisch wirkende, jedoch deutlich ausgeprägt psychopathische Hauptakteurin Chloe wird so facettenreich und tiefgründig beschrieben, dass man sehr leicht in die Handlung eintauchen kann. Dieses Buch ist von einer höheren Qualität, so dass man es ungern zur Seite legt – für Fans von Thrillern mit psychopathischen Akteuren sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 20.09.2020

Bunburry-Reihe Teil 8: Alfie wächst über sich hinaus

Bunburry - Nur das Schaf war Zeuge
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Bunburry – in einem netten kleinen Ort in England stirbt bei einem Survival-Camp ein Teilnehmer auf mysteriöse Weise. Was zunächst wie ein Unfall aussieht wird jedoch von dem Hobby-Detektiv-Trio Alfie, ...

Bunburry – in einem netten kleinen Ort in England stirbt bei einem Survival-Camp ein Teilnehmer auf mysteriöse Weise. Was zunächst wie ein Unfall aussieht wird jedoch von dem Hobby-Detektiv-Trio Alfie, Liz und Marge skeptisch betrachtet. Alfie schleust sich als Neu-Mitglied in die bereits bestehende Teilnehmerschaft ein und kommt mit Hilfe eines Londoner Freundes recht schnell hinter die eigentlichen Geschehnisse…

„Bunburry – nur das Schaf war Zeuge“ ist die achte Folge der Bunburry-Reihe von Helena Marchmont. Es gehört zu den Cosy-Crimes, denen man eine Erzählweise mit eher mäßigem Tempo und einem primären Fokus auf die handelnden Personen zuordnet. Der Einstieg war auch dadurch sehr leicht, da eingangs die Personen kurz vorgestellt wurden. Notwendige Vorinformationen wurden zu Beginn der Handlung locker mit eingeflochten. Weiterhin wurde die Reihe thematisch durch einen neuen Handlungsstrang ergänzt.

Leider war ich recht schnell etwas enttäuscht, da in der Handlung weit und breit keine Rede mehr von den Schafen aus dem Titel zu finden war. Durch die kurze Einführung der Protagonisten mit ihren teilweise schrägen Eigenheiten kommt man leicht in die Handlung hinein. Mit etwas mehr als 100 Seiten ist die Geschichte recht schnell und abrupt zu Ende gewesen. Aus meiner Sicht sollte man das Buch in jedem Fall im Zuge des Lesens der Reihe beachten. Außerhalb war es bedauerlicherweise wenig überzeugend.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Wieviel Kunst steckt in jedem von uns?

Der Künstler
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Eine Mordserie erschüttert Essen: Auf bestialische Art und Weise werden menschliche Körper für die Nachstellung von Kunstwerken drapiert. Der Chefermittler Alexander Michelsen kann nur mit Hilfe der Praktikantin ...

Eine Mordserie erschüttert Essen: Auf bestialische Art und Weise werden menschliche Körper für die Nachstellung von Kunstwerken drapiert. Der Chefermittler Alexander Michelsen kann nur mit Hilfe der Praktikantin Laura Stürmer die Gedankenströme des Täters nachvollziehen. Doch Laura gelangt dem „Künstler“ zu nah und der von seiner Vergangenheit gezeichnete Kommissar kann sich aus seinen selbst angelegten Fesseln kaum befreien

Dieses Erstlingswerk des Esseners Paul Buderath besticht durch menschliche Charaktere, die sich noch ganz am Anfang ihrer literarischen Entwicklung befinden. Mit sehr viel Geschwindigkeit und trotz einiger unrunder Aktionen vermag es der Autor, seine Leser an die teils verstörenden Bilder und die mitreißende Darstellung der handelnden Personen zu binden. Unvorhergesehene Wendungen lassen den Strudel der Grausamkeiten in einem unfassbaren Finale enden.

Mit einem sehr gut gelungenen Erstlingswerk startet ein neuer Autor eine hoffentlich spannungsgeladene Reihe mit weiterhin hohem Tempo und sich menschlich entwickelnden Charakteren.
Es gibt Serienmörder, die uns hoffentlich niemals über den Weg laufen…

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