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Veröffentlicht am 25.09.2017

Leute, dieses Buch müsst ihr unbedingt lesen! Es ist einfach genial!

Morgen lieb ich dich für immer
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Mallory und Rider haben eine gemeinsame schreckliche Vergangenheit. In ihrer Kindheit lebten sie gemeinsam bei schrecklichen Pflegeeltern und nach einem besonders schlimmen Ereignis, wurden die beiden ...

Mallory und Rider haben eine gemeinsame schreckliche Vergangenheit. In ihrer Kindheit lebten sie gemeinsam bei schrecklichen Pflegeeltern und nach einem besonders schlimmen Ereignis, wurden die beiden getrennt. Mallory hatte Glück und kam zu guten Pflegeeltern, die sich liebevoll um sie kümmern und ihr mit einem Therapeuten zur Seite stehen. Langsam erholt sie sich wieder und zurück bleibt nur noch ihre Schüchternheit mit der Unfähigkeit vor Fremden zu sprechen. Diese möchte sie nun überwinden, indem sie zur Highschool geht und ein „normales“ Leben führt. Vorher wurde sie nämlich zuhause unterrichtet. Doch wer hätte gedacht, dass an der Highschool noch ganz andere Herausforderungen warten, als eine übervolle Mensa und die Rhetorikstunden? Diese Herausforderung ist Rider. Nach vier Jahren sehen sie sich wieder, weil sie zufällig zusammen Rhetorik haben. Die beiden erkennen sich natürlich sofort und sie fühlen sich sofort wieder einander nah. Und trotzdem ist ihre gemeinsame Vergangenheit mittlerweile vier Jahre her. Sie beide haben sich verändert. Mallory, die von Rider immer nur Maus genannt wurde, möchte nicht mehr das kleine hilfslose Mädchen sein und stattdessen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Rider lebt nun auch bei einer Pflegefamilie, hat eine Freundin und ein Badboy-Image an der Schule. Doch natürlich möchte er immer noch nur eins: Die Schwächeren beschützen und sich dabei selbst hinten an stellen. Mallory ist zwar überglücklich ihn wieder zu sehen, doch sie möchte auch, dass er mehr an sich selbst und seine Zukunft denkt. Doch typisch Rider, konzentriert er sich ganz auf seine Maus und darauf, wie es ihr ergangen ist. Immer wieder muss Mallory sich einreden, dass ihre Gefühle nur freundschaftlicher Art sein dürfen, sein müssen! Rider hat doch eine Freundin und er war doch schon immer nur ihr bester Freund. Plötzlich steht Mallorys Leben und Gefühlswelt auf dem Kopf und ihre neuen Pflegeeltern, Carl und Rosa, machen sich sorgen, dass es ihr wieder schlechter gehen könnte. Aber sie ist sich sicher: Bei Rider war sie schon immer gut aufgehoben und er wird auch diesmal gut zu ihr sein. Aber was, wenn es um ihn viel schlechter steht, als er zugibt? Wird Mallory das verkraften können?


Wie schon gesagt: Dieses Buch ist ein MUST-READ! Es überzeugt einfach durch alles: Kreative Charaktere, eine interessante Hintergrundgeschichte und tiefe Gefühle.
Die Charaktere sind vielfältig und jeder einzelne hat seine eigene Geschichte und ist ausdifferenziert, auch wenn es nur eine Nebenfigur ist. Aber besonders Mallory habe ich in mein Herz geschlossen. Sie hat eine sehr starke und unglaubliche Persönlichkeit und ich bewundere sie für ihre Kraft. Im Laufe der Geschichte macht sie einen Wandel durch. Immer wieder reflektiert sie sich selbst und auch ihre Gefühle sind tief und glaubhaft dargestellt. Sie hat eine schwierige Vergangenheit, die sie jedoch umso stärker macht. Im Laufe des Buchs hat sie starke Erkenntnisse, die dazu führen, dass sie sich weiterentwickelt und unabhängige Entscheidungen trifft. Die kleine Maus von früher gibt es nicht mehr und ich bin irgendwie stolz auf Mallory, dass sie so viel geschafft hat.


„Aber so war ich nicht mehr.
Ich war keine Maus mehr.
Ich war kein Feigling.
Ich war nicht schwach.“

Auch Rider ist ein toller Kerl, der der typische „harte Schale, weicher Kern“-Typ ist. Er hat sich aufgrund seiner Vergangenheit ein unnahbares Äußeres zugelegt, durch das er nur wenige blicken lässt. Doch durch Mallorys Augen sieht der Leser auch seine verletzliche Seite und ich muss gestehen, dass ich mich sofort in ihn verliebt habe. Und da bin ich nicht alleine mit! Mallory liebt ihn auch und ich habe die beiden von Anfang an zusammen gesehen! Doch in ihrer Welt ist nicht alles immer nur voller rosaroter Herzchen. Das hat mir schon der Prolog gezeigt. Allein diese ersten Seiten haben mich sofort überzeugt! Jennifer L. Armentrout kann nicht nur Fantasy Geschichten schreiben, sondern auch packende Romane. Die Hintergrundgeschichte von Mallory und Rider ist traurig und berührend. Und das liegt vor allem daran, wie gut sie geschrieben ist.

„ Ein lautes Klatschen ertönte, dann ein dumpfer Schlag, als etwas zu Boden fiel. Miss Becky schien es wieder besser zu gehen, denn sie brüllte plötzlich ebenfalls herum. Doch hier im Schrank zählte nur das harte Klatschen einer fleischigen Faust auf einem mageren Kinderleib, das wieder und wieder zu hören war. Sie öffnete den Mund und schrie lautlos in den Bauch ihrer Puppe hinein.
Sei ganz still.“

„Sei ganz still.“ Das wird zu Mallorys Leitsatz. Und so wie der Prolog geschrieben ist, war mir sofort klar: Dieses Buch musst du lesen! Und es hat sich gelohnt. Auf 540 Seiten hatte ich kein einziges Mal den Gedanken „Wann ist das Buch endlich vorbei?“ Nein! Mein Gedanke am Ende des Buches war eher: „Warum muss es schon vorbei sein?!“ Es ist echt genial geschrieben und kann die Autorin wieder einmal nur für ihren Schreibstil bewundern! Und auch für ihre Kreativität! Die Geschichte von Mallory und Rider bei ihrer Pflegefamilie ist tragisch, aber nicht übertrieben. Und die Probleme, die sich dadurch mit sich tragen, sind nicht unrealistisch, sondern verständlich und nachvollziehbar.
Okay, und jetzt zu meinen kleinen Kritikpünktchen: Erstens, mag ich die Namen Mallory und Rider nicht so gerne und zweitens, hat mir die Übersetzung an ein, zwei Stellen nicht gefallen. Aber bei sowas spricht man wohl von Meckern auf hohem Niveau. Und außerdem macht der Spitzname Maus, die Sache mit den Namen wieder wett und für die Übersetzung kann die Autorin ja nichts. Ich bin also trotzdem ein riesiger Fan!

Mein Fazit (auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole): Ihr MÜSST dieses Buch unbedingt lesen! Es ist voll von tiefen Gefühlen und ich meine jetzt nicht nur kitschige. Bei „Morgen lieb ich dich für immer“ geht es nicht nur um eine übertrieben romantische Liebesgeschichte, sondern es geht um echte und tiefgehende Gefühle. Auch um Angst, Enttäuschung und Trauer. Leuten, die etwas näher am Wasser gebaut sind (so wie ich), empfehle ich ein Taschentuch bereitzuhalten!

Veröffentlicht am 25.09.2017

Kennt ihr dieses Gefühl? Man liest die ersten Worte, die erste Seite, das erste Kapitel und man weiß: Dieses Buch werde ich nicht mehr aus der Hand legen können. Das ist Liebe auf den ersten Blick. Das ist Liebe auf den ersten Seiten!

GötterFunke 1. Liebe mich nicht
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Jess und ihre beste Freundin Robyn wollen ihre letzten gemeinsamen Sommerferien gemeinsam in einem Sommercamp in den Rockys verbringen. Bereits auf dem Hinweg passiert ihnen etwas Merkwürdiges und sie ...

Jess und ihre beste Freundin Robyn wollen ihre letzten gemeinsamen Sommerferien gemeinsam in einem Sommercamp in den Rockys verbringen. Bereits auf dem Hinweg passiert ihnen etwas Merkwürdiges und sie liegen nach einem Autounfall im Sterben. Jess begegnet während ihrer vermeintlichen Nahtoderfahrung einem Jungen mit wunderschönen Augen, der sie retten will. Sie wacht auf und nichts erinnert an diesen schrecklichen Unfall. War also alles nur ein Traum? Doch dann begegnet Jess im Camp diesem Jungen wieder. Wie kann das sein? Der Junge, Cayden, ist übernatürlich schön und alle Mädchen aus dem Camp sind ihm sofort verfallen. Und das ist keine Überraschung. Denn Cayden ist in Wirklichkeit der Gott Prometheus und er ist nur auf der Erde, um seine Sterblichkeit zu erlangen. Zeus hat sie ihm versprochen, wenn er ein Mädchen findet, die ihm widerstehen kann. Das scheint ziemlich unwahrscheinlich, denn nicht nur Jess ist total fasziniert. Auch ihre Freundin Robyn kann sich ihm nicht entziehen und das obwohl sie einen festen Freund hat. Es scheint vorprogrammiert: Diesen Sommer werden einige Mädchenherzen gebrochen. Doch das ist nicht Jess einziges Problem. Es geschehen merkwürdige Dinge um sie herum und schon bald findet sie heraus, dass mit Cayden und seiner Familie etwas nicht stimmt.

„Liebe mich nicht“ So lautet der Untertitel des Buches. Wenn das nicht gerade dazu auffordert es zu lieben! Wie schon gesagt: Es war Liebe auf den ersten Blick. Jess verliebt sich in Caydens smaragdgrüne Augen und ich habe mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt. Als ich dann den Buchrücken gelesen habe, war klar: Dieses Buch muss ich lesen. Jess ging es genauso. Erst war sie nur von Caydens Aussehen geflasht, doch je näher sie ihn kennenlernte, desto mehr verliebte sie sich in ihn. Was soll ich sagen? Mir ging es mit ihrer Geschichte genauso. Ich bin verliebt! In die liebevolle Gestaltung der Charaktere, in die dargestellte Welt der Götter, in den Schreibstil der Autorin, in die Gefühle, die dieses Buch vermittelt, in einfach alles!
Die Charaktere sind genial und jeder hat seine eigene ausgefeilte Persönlichkeit. Die Protagonistin ist ein super starkes und mutiges Mädchen, das seine Qualitäten immer unterschätzt und sich selbst viel zu häufig zurück nimmt. Genau das macht sie mir sehr sympathisch. Und Cayden? Er hat in mir die gleichen Gefühlsverwirrungen hervorgerufen wie in Jess. Er treibt mich in den Wahnsinn, aber ich liebe ihn! Mein absoluter Lieblingsnebencharakter: Apoll. Er ist einfach extrem witzig und hat immer einen klugen Spruch auf den Lippen. Er hat mich wirklich immer zum Lachen gebracht.
Neben Apoll und Prometheus tauchen auch noch andere Götter in der Geschichte auf: Hera, Zeus und Athene sind die, deren Persönlichkeit man auch kennenlernt. Was mir total gut gefallen hat: Die Götter in Götterfunke werden sehr menschlich dargestellt was ihre Eigenschaften betrifft. Ein besonders gutes Beispiel ist Hera. Sie wird in den Sagen, Mythen und Legenden immer sehr rachsüchtig dargestellt, weil sie es ihrem Mann Zeus nicht verzeihen kann, dass er sie immer wieder betrügt. In Götterfunke zieht sie Athene, die Tochter von Zeus und eine seiner Geliebten, mit ihm zusammen groß und liebt sie wie ihre eigene Tochter. Es ist toll mal einen positiveren Blick auf die griechischen Götter zu bekommen. Ich bin ein großer Fan von Percy Jackson, in dem es bekanntermaßen auch um die griechischen Götter geht. Die beiden Geschichten lassen sich aber eigentlich gar nicht miteinander vergleichen. Man sollte einfach auf keine von beiden verzichten!
Die Autorin hat ihr Buch teilweise aus der Sicht von Hermes, dem Götterboten, geschrieben. Seine Kommentare zu dem Geschehen auf der Erde zu lesen war immer sehr amüsant und ich finde es eine klasse Idee. Auch so erhält man einen ganz anderen Eindruck von den Göttern. Sozusagen aus den eigenen Reihen.
Der einzige Kritikpunkt an diesem Buch: Es war zu schnell vorbei! Ich kann es kaum erwarten noch mehr von Jess und Cayden zu erfahren. Hinten im Buch war eine Leseprobe und die hat mich jetzt schon von dem zweiten Band überzeugt. Auch da ist es wieder Liebe auf den ersten Seiten. Für die, die das Buch lesen werden und sich auch verlieben werden. Der zweite Teil Götterfunke – Hasse mich nicht erscheint 2017 im September. Ich werde es lesen und ihr?

Was bleibt noch zu sagen? Ich empfehle dieses Buch einfach jedem, der sich für griechische Mythen interessiert und der eine gute Geschichte um Liebe, Frust und Gefahr mag. Los lest es und verliebt euch! Ihr werdet es nicht bereuen.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Eine Glanzleistung von Jennifer L. Armentrout. Wie immer!

Erwachen des Lichts
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Ein paar Begriffserklärungen, damit man nicht den Überblick verliert:
Halbgott: Direktes Kind eines der 12 bekannten griechischen Götter, beherrscht alle Elemente, auch das Element Akasha
Reinblut: Kind ...

Ein paar Begriffserklärungen, damit man nicht den Überblick verliert:
Halbgott: Direktes Kind eines der 12 bekannten griechischen Götter, beherrscht alle Elemente, auch das Element Akasha
Reinblut: Kind von zwei Halbgöttern, beherrscht die Elemente
Halbblut: Kind eines Reinbluts und eines Sterblichens, beherrscht keine Elemente
Apollyon: Kind eines Reinbluts und eines Halbbluts, beherrscht alle Elemente, auch das Element Akasha, ist etwas ganz besonderes und kommt nur einmal in einer Generation vor


So, nachdem die wichtigsten Begriffe geklärt sind, nun die Geschichte:
Josie ist ein ganz normales Mädchen. Denkt sie wenigstens. Doch das stimmt nicht. Denn eines Tages taucht ein mysteriöser und sehr gut aussehender Typ auf, der ihr tatsächlich weis machen will, sie sei eine Halbgöttin und es gebe die alten griechischen Götter wirklich und diese ganzen Sagen seien war. Josie denkt sie wird verrückt, so wie ihre Mutter, die glaubt von einem Engel ein Kind bekommen zu haben und schizophren ist. Doch Seth (so heißt der mysteriöse und gut aussehende Typ) gibt es wirklich. Er ist ein Apollyon und damit etwas ganz besonderes und sehr mächtig. Er hat einen Auftrag von Apollo bekommen. Er soll Josie, die Tochter des Sonnengotts, beschützen. Denn es bahnt sich eine Katastrophe an: Einige Titanen sind aus dem Tartarus ausgebrochen und wollen die Weltherrschaft an sich reißen. Nur die Halbgötter, können sie aufhalten. Es gibt sechs Stück und ihre Kräfte sind von ihren Eltern blockiert worden, damit sie als Sterbliche unerkannt auf der Erde leben können, bis sie gebraucht werden. Und Josie ist eine von ihnen. Also beginnt für sie jetzt eine schwere Zeit, in der ihre Welt und Ansichten auf den Kopf gestellt werden.


Meine Meinung:
Wir haben es hier mit einem klassischen Roman von Jennifer L. Armentrout zu tun. Ich lese ihre Bücher so gerne, weil sie immer mit viel Witz und Charme geschrieben sind. Besonders die Konversationen triefen oft nur so von Sarkasmus, beinhalten versteckte Wortwitze oder sind einfach nur so super lustig. Wenn sie ihre Figuren sprechen lässt, kommt es mir immer so vor, als würden sie mit mir sprechen. Deswegen möchte ich euch zwei meiner Lieblingsstellen aus diesem Buch nicht vorenthalten:

Er schnappte sich seine Bücher und warf mir ein leichtes Grinsen zu. „Bleibt’s bei morgen Abend?“
Ich stand auf und schob das dicke Lehrbuch in meine Tasche. „Jepp. Wir sind verabredet …“ Mein Hirn zuckte zusammen und ruderte zurück. „Ich meine, keine Verabredung wie ein Date. Wie ausgehen und so. Essen gehen. Egal.“ Meine Wangen brannten, und ich konzentrierte mich darauf, den äußersten Punkt seiner Schulter anzusehen. „Gemeinsam lernen, kein Date.“
Oh mein Gott. Ich musste dringend den Mund halten, denn genau dieses Geplapper war der Grund, aus dem ich niemals ein richtiges Date hatte. Herrje, jetzt glühte mein ganzes Gesicht, weil ich vor Jesse stand und daran dachte, dass ich noch Jungfrau war. Ich wünschte, mein Hirn hätte einen Knopf zum Abschalten.
Während ich albern vor mich hin plapperte, beobachtete er mich, und als ich endlich den Mund zuklappte, lachte er leise.
„Ja, ich weiß, Josie. Bis morgen um sechs?“
„Ja. Sechs. Sechs Uhr abends, richtig?“ Verpasst mir bitte einen Kopfschuss. „Natürlich. Perfekt.“

Das ist eine Unterhaltung zwischen Josie und einem Typen. Ich finde hier kann man super erkennen, was Josie für eine Persönlichkeit hat und beim lesen muss man ein bisschen schmunzeln. Sie ist so niedlich tollpatschig im Umgang mit Jungs.
Eine komplett gegensätzliche Persönlichkeit besitzt Seth:

„Dein Sarkasmus und dein Schwachfug im Allgemeinen sind nicht notwendig“, bemerkte Apollo beiläufig.
Ich grinste ihn an. „Ich glaube nicht, dass ‚Schwachfug‘ ein Wort ist.“
„Wenn ich es ausspreche, ist es eins.“
Apollo holte tief Luft, ein unverkennbares Zeichen dafür, dass er sich dem Punkt näherte, an dem er mich am liebsten ins nahe Meer treten würde.

Das ist Seth. Immer einen dummen Spruch oder ein Widerwort auf den Lippen, womit er es fertig bringt, dass die Leute ihn entweder hassen oder lieben. Ich für meinen Teil habe den Apollyon, Josie und die ganzen anderen Charaktere sehr schnell sehr liebgewonnen.
Okay, jetzt kommen wir zum schwierigsten Teil meiner Buchbesprechung. Ich hoffe, ich kann euch alles so erklären, dass ihr mich auch versteht.
Und zwar finde ich das Buch, wie alle Bücher von der Autorin, super geschrieben und mit tollen Figuren belebt.
Es gibt nur eine Sache, die ihr nicht gelungen ist und bei der ich noch nicht einmal weiß, ob ich das jetzt als Kritikpunkt ansehe oder nicht. Und diese Sache ist, dass ich finde, dass es sich bei Erwachen des Lichts nicht wirklich um einen Fantasy-Roman handelt, obwohl er das eigentlich sein sollte. Das Material ist schließlich da: Die Götter, Halbgötter, Titanen und alles, was Jennifer L. Armentrout sich noch alles ausgedacht hat. Doch meiner Meinung nach, wurde es nicht völlig ausgeschöpft. Wenn ich das Buch aufteilen müsste, dann würde ich es in 30% Fantasy und in 70% Lovestory einteilen und in einem Fantasy-Roman sollte es eigentlich anders rum sein. Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen die Liebesgeschichte. Ganz im Gegenteil. Ich liebe die ganzen Liebesromane, die Jennifer L. Armentrout unter dem Pseudonym J. Lynn veröffentlicht hat. Doch an einigen Stellen des Buches hatte ich leider das Gefühl, ich lese solch eine Liebesgeschichte. Obwohl es eigentlich um den Machtkampf der Götter gehen sollte, stehen meist Seth´ und Josies Gefühle im Mittelpunkt. Was durchaus nicht schlecht ist, denn der Wandel, den die Gefühlswelten der beiden Protagonisten durchmachen, ist sehr gut beschrieben.
Meine Zusammenfassung lautet daher: Das Buch ist wie immer super geschrieben und macht Spaß zu lesen. Die Figuren und Dialoge sind lebensecht und die Liebesgeschichte geht unter die Haut. Leider verliert dadurch das Mystische und Actionreiche seine Stellung. Wer sich also auf einen spannenden Fantasy-Roman freut, der sollte sich vielleicht eher ein anderes Buch aussuchen. Wen das jedoch nicht stört und wer einfach ein Armentrout-Fan ist, der sollte das Buch unbedingt lesen! Und wer weiß, vielleicht wird der nächste Band etwas fantastischer und göttlicher. Ich werde ihn auf jeden Fall lesen!

Veröffentlicht am 25.09.2017

Ganz schön abgedrehte Story!

Einzig
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Die Geschichte:
„Stell dir vor, dein Leben dauert nur 365 Tage. Danach lebt jemand anderes dein Leben weiter.“
Klingt furchtbar, oder? Aber so geht es Teva. Oder besser gesagt so geht es jeder Teva. Es ...

Die Geschichte:
„Stell dir vor, dein Leben dauert nur 365 Tage. Danach lebt jemand anderes dein Leben weiter.“
Klingt furchtbar, oder? Aber so geht es Teva. Oder besser gesagt so geht es jeder Teva. Es fing alles mit der kleinen Eva an und mittlerweile entsteht jedes Jahr durch eine Teilung eine neue Teva, die das Leben der alten weiterlebt. Die anderen Tevas sind dazu verdammt, zuhause bei ihrer Mutter eingesperrt zu bleiben, weil sie nicht mehr wachsen und im üblichen Sinne altern. So leben in dem großen Haus nicht nur Teva und ihre Mutter, wie sie es der Außenwelt glauben machen wollen, sondern noch Eva, Sechs, Sieben, Acht, und so weiter bis Fünfzehn. Die jetzige Teva ist sechszehn und hat sich erst vor Kurzem von Fünfzehn getrennt und lebt jetzt ihr Leben. Geht zur Schule, ist mit Maddy befreundet und mit Olli zusammen. Doch Fünfzehn ist darüber überhaupt nicht glücklich. Sie möchte ihr Leben zurück und kämpft dafür. Aber auch Teva ist nicht zufrieden mit der Situation. Sie möchte unbedingt eine Zukunft und fühlt sich von der neuen Teva, die in ihr schlummert bedroht. Deswegen versucht sie alles, um diesem Leben zu entkommen und eine Lösung zu finden. Aber wie kämpft man gegen etwas an, das man noch nicht einmal beim Namen nennen kann, weil man nicht weiß, was in einem vorgeht?


Meine Meinung:
Mich hat die Idee von den mehreren Ichs total neugierig gemacht und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Die Sache mit den Teilungen ist gleichzeitig total faszinierend und gruselig. Man erfährt erst sehr spät, was es damit auf sich hat und das macht das Buch sehr spannend. Trotzdem ist es auch sehr verstörend und die Bezeichnung Thriller wird dem Buchinhalt gerecht. Ich fand die Geschichte sehr fesselnd, was zum einen an der späten Auflösung lag und zum anderen an dem tollen Schreibstil der Autorin. Die Gefühle von Teva und auch ihrer früheren Versionen werden sehr gut transportiert und machen die Geschichte dadurch lebhafter. Gleichzeitig ging mir dadurch jedoch Fünfzehn ab und an auf die Nerven, weil sie sehr oft Gefühlsausbrüche hatte. Und obwohl sich das Buch so gut durchlesen ließ, muss ich zurückblickend sagen, dass nicht wirklich viel passiert ist, was die Spannung steigerte. Der einzige Spannungsträger war das Geheimnis um Tevas Teilungen und wen das interessiert, sollte es auch lesen. Aber ansonsten passierte in der Handlung nicht sonderlich viel Neues. Auch das Ende kam für mich etwas zu schnell und es wurde etwas unrealistisch. Na gut, dass ein Mensch sich einmal im Jahr teilt ist natürlich auch nicht realistisch, aber das meine ich gar nicht. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber sagen wir mal, dass das Happyend dieser Geschichte etwas abwegig erscheint.
Wem also eine komplexe und logisch nachvollziehbare Story sehr wichtig ist, sollte das Buch vielleicht nicht lesen. Aber wer neugierig geworden ist, was mit Teva passiert und ob es eine neue Teva geben wird, oder ob die Teilungen aufgehalten werden können, der sollte das Buch lesen. Es lässt sich wirklich gut und flüssig bis zum Schluss lesen und ist gut geschrieben.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Das Cover hat mich angelockt, doch der Inhalt war nicht überzeugend

Ein bisschen wie Unendlichkeit
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Wer sich seine Bücher erst mal nur nach dem Cover aussucht, der ist bei diesem hier natürlich genau richtig. Das Cover ist echt wunderschön und liebevoll gestaltet und zieht einen magisch an. Aber reicht ...

Wer sich seine Bücher erst mal nur nach dem Cover aussucht, der ist bei diesem hier natürlich genau richtig. Das Cover ist echt wunderschön und liebevoll gestaltet und zieht einen magisch an. Aber reicht das auch? In diesem Fall muss ich leider sagen: Nicht ganz. Ich habe mir das Buch auch wegen seines Covers ausgesucht und bin ein bisschen enttäuscht. Das Cover und der Klappentext versprechen eine andere Geschichte, als die, die im Buch letztendlich drin steht. Laut Klappentext soll es um eine verloren geglaubte Kinderliebe gehen, die in den Sommerferien wieder aufblüht. Doch in Wirklichkeit geht es um viel mehr:
Seit dem Tod von Gotties Opa ist nun fast ein Jahr vergangen und sie steckt immer noch in tiefer Trauer. Doch in diesem Sommer verändert sich einiges und sie wird aus ihrem Trauerzustand wachgerüttelt. Nicht nur ihr großer Bruder Ned kommt wieder nach Hause, sondern auch ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weggezogen ist. Doch die größte Veränderung sind die Wurmlöcher, in die Gottie regelmäßig gesogen wird. Dort erlebt sie einen Moment aus dem vergangenen Sommer und kehrt sie wieder zurück in die Gegenwart, ist die Zeit dort vergangen, aber sie kann sich an nichts mehr erinnern. Sie spricht noch vor den Ferien mit ihrer Physiklehrerin darüber, die ihr eine Hausarbeit zu dem Thema aufgibt. Gottie ist sehr an Mathematik und Physik interessiert und in diesen Bereichen sehr begabt, sodass sie sich gerne damit beschäftigt und versucht herauszufinden, was der Grund für ihre kurzen ungewollten Zeitreisen ist. Also versucht sie in diesem Sommer mit so viel klarzukommen: Sie muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, muss wieder lernen auf ihre eigene Familie und Freunde zuzugehen und dabei will sie das Rätsel um die Wurmlöcher lösen.
Das ist meiner Meinung nach das Interessanteste an der Story: Die Sache mit den Wurmlöchern. Es geht zwar viel um Mathematik und Physik – wovon ich, nebenbei bemerkt, überhaupt nichts verstehe – aber dennoch haben diese Wurmlöcher etwas Magisches an sich. Das war allerdings auch ein Problem, denn ich konnte mich die ganze Zeit über nicht entscheiden, ob es eher zu einer Fantasy-Geschichte wird oder, ob es einfach ein normaler Roman bleibt und das alles wirklich mit Formeln und Zahlen erklärbar ist. Wo wir wieder beim Anfang wären: Aus dem Klappentext ist nicht eindeutig zu erkennen, dass die Geschichte so ins Fantastische abdriftet. Natürlich habe ich kein Problem damit, aber ich war da nicht drauf eingestellt, sodass mich das Ganze eher verwirrt hat. Dennoch finde ich die Überlegungen total interessant und trotz der ganzen Zeitverwirrungen hat die Autorin den roten Faden beibehalten und man weiß, wie es am Ende zu dem jeweiligen Ereignis gekommen ist.
Die Wurmlöcher stehen eigentlich im Mittelpunkt der ganzen Geschichte. Dazu kommen noch Gotties Trauer und sonstige Gefühle und ihre Freundschaft zu Thomas, die sich in diesem Sommer verändert. Das alles ist irgendwie nicht überzeugend. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Protagonistin Gottie nicht leiden kann, aber irgendwie hat mich ihr Schicksal nicht mitgenommen. Ich finde, dass sie die meiste Zeit überregiert hat und ihr Egoismus und Selbstmitleid sind mir wirklich auf die Nerven gegangen. Nur wenn sie an den Theorien zu den Wurmlöchern gearbeitet hat, hat sie mit gefallen. Viele der Nebenfiguren waren zwar als außergewöhnliche Charaktere angelegt, haben mich aber leider nicht ganz darin überzeugt. Es wirkte so, als wären sie gewollt auf besonders und verrückt gemacht. Nur Thomas und Grey waren wirklich authentische Charaktere.
Schade eigentlich, denn die Autorin hat wirklich einen tollen Schreibstil, der Freude am lesen bereitet. Außerdem steckt das Buch voller kleiner Weisheiten, die zum Nachdenken anregen und einen Perspektivwechsel hervorrufen. Wie zum Beispiel der Einleitungstext zum ersten Teil:

„Die Unschärferelation besagt, dass man entweder wissen kann,
wo sich ein Teilchen befindet oder wohin es sich bewegt, nie aber beides zugleich.
Dasselbe gilt, wie sich herausstellt, für Menschen.
Versucht man es dennoch und schaut ganz genau hin,
so tritt der Beobachtereffekt ein. Wer herausfinden will,
was vor sich geht, greift in sein Schicksal ein.
Ein Teilchen kann an zwei Orten gleichzeitig sein.
Ein Teilchen kann die eigene Vergangenheit beeinflussen.
Es kann mehrere Zukünfte und Vergangenheiten haben.
Das Universum ist kompliziert.“

Kommen wir zu meinem Fazit: Wer sich für die Quantentheorie und Wurmlöcher interessiert, ist hier genau an der richtigen Adresse. Das Buch ist wirklich interessant zu lesen, aber man sollte sich nicht zu viele Hoffnungen auf die zwischenmenschlichen Aspekte machen. Auch das Cover sollte nicht ausschlaggebend für den Kauf sein!