Platzhalter für Profilbild

Carolinchen

Lesejury Star
offline

Carolinchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Carolinchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2020

Misslungener Start einer Ermittlerduo-Reihe

Das Spiel – Es geht um Dein Leben
0

Inhalt
Mavie erfährt auf einer Party von ihrem UV-Tattoo: Ein großer Skorpion auf ihrem Rücken. Nur weiß sie davon nichts.
Gleichzeitig ermitteln Brand und Björk in einer Mordserie, in denen die Opfer ...

Inhalt
Mavie erfährt auf einer Party von ihrem UV-Tattoo: Ein großer Skorpion auf ihrem Rücken. Nur weiß sie davon nichts.
Gleichzeitig ermitteln Brand und Björk in einer Mordserie, in denen die Opfer mit solch einem Tattoo gekennzeichnet sind.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Eigene Meinung
Leider haben mir schon die Charaktere nicht zugesagt. Mit Björk wurde ich nicht warm. Sie ist sehr distanziert und wirkt eiskalt und emotionslos.
Brand scheint die ganze Zeit auf einem Egotrip zu sein. Ballert rum und denkt er wäre Superman. WItzig, dass er das irgendwann einem Kollegen vorwirft, er selber ist ja nicht besser.
Mavie war mir noch am sympathischsten, doch leider verhält sie sich manchmal total offensichtlich unvernünftig. Gerade gegen Ende hin habe ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen können.

Spannung kam schon auf, was auch an der Abwechslung durch die vielen verschiedenen Handlungssträngen liegt. Das fand ich wirklich gelungen. Es wurde bei keinem langweilig durch die schnellen Wechsel. Allerdings haben die oft gestelzt wirkenden Dialoge vieles wieder kaputt gemacht.

Das Spiel an sich fand ich auch gelungen, aber die Umsetzung eher weniger. Man erfährt für meinen Geschmack zu wenig über das Spiel an sich und die anderen Spieler im Darknet. Die Morde wurden wiederum gut in die Geschichte eingearbeitet.

Das Ende allerdings ist auch der letzte Ausschlag dafür, nur eine mittelmäßige Bewertung abzugeben.
Es kam zu schnell, war zu komplex für die wenigen Seiten, die noch geblieben sind und so musste vieles in einem kleinen "Epilog" erklärt werden. Sowas kann manchmal gut gehen, aber meistens, so wie hier, zeugt es eher von mangelnder Hinweisstreuung im kompletten Buch. Sowas kann man sich als Leser nicht zusammenreimen und dann finde ich es wieder blöd, da ich gerne auch ein bisschen selber überlege. Wer, warum und wie der oder die Täter war/waren, war für mich selbst danach nicht zufriedenstellend und schlüssig. Für mich war es ein unbefriedigendes Ende, was sich schnell aus den Fingern gesaugt wurde.

Fazit
Mich konnte die Geschichte leider nicht packen und das Ende gefällt mir überhaupt nicht. Als Einstieg in eine Ermittlerduo-Reihe ist es meiner Meinung nach sehr misslungen, da beide keine Sympathiepunkte gesammelt haben und auch zusammen kein tolles Team abgeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2020

Highlight 2020

Cryptos
0

Inhalt
Jana ist Weltenentwicklerin und tüftelt an neuen, interessanten Zielen für die Weltbevölkerung, damit sich niemand allzulange mit der Realität auseinander setzen muss. Denn hier sieht es weniger ...

Inhalt
Jana ist Weltenentwicklerin und tüftelt an neuen, interessanten Zielen für die Weltbevölkerung, damit sich niemand allzulange mit der Realität auseinander setzen muss. Denn hier sieht es weniger rosig aus.
Durch den Klimawandel ist die Welt ein unwirtlicher Ort geworden. Doch plötzlich geschehen immer mehr unvorhergesehene Dinge in Janas Welten und als sie der Sache auf den Grund geht, werden die falschen Leute auf sie aufmerksam.

Eigene Meinung
Das Cover hat in der Buchhandlung sofort meine Aufmerksamkeit erregt, die Kurzbeschreibung hatte mich dann so weit, das Buch zu kaufen und als ich sah, wer der Autor ist, gab es keinen Zweifel mehr: Ich musste "Cryptos" kaufen und sofort lesen.
Gott sei Dank wurde ich nicht enttäuscht. Wie auch in ihren anderen Büchern erschafft Ursula Poznanski eine völlig neue und fantastische Welt.

Die Realität ist ein unwirtlicher Ort geworden. Viele Naturkatastrophen und Lebensmittelknappheit lassen die Menschen in virtuelle Welten fliehen. So neu dieses Szenario in ihren Büchern ist, so alt ist es in der Realität bei uns.
Klimawandel ist ein aktuelles Thema, zwar nicht so dramatisch dystopienmäßig wie im Buch, aber dennoch eines, womit wir uns auseinandersetzen müssen.
Ursula Poznanski ist es hervorragend gelungen das Thema mit einer spannenden Geschichte präsent zu machen.

Von Anfang an war ich begeistert von dem Buch. Jana ist sehr sympathisch und die Welten, die sie im Schnelldurchlauf besucht, vermitteln selbst in dieser kurzen Zeit einen umfassenden und zum Träumen einladenden Einblick in die Möglichkeiten der virtuellen Realität.
Wer würde nicht gerne mal als Elfe durch Wälder fliegen, oder in die Welt seines Lieblingsbuches abtauchen? Auch gefährliche Welten, die mit Dinosauriern bevölkert sind, oder in denen Krieg herrscht gibt es. Denn der Tod ist nur eine Illusion.
All das und noch viel mehr ist hier möglich.

Auch die Charaktere sind gut gewählt und vermitteln einem den Eindruck, es seien Freunde, die man schon ewig kennen würde. Ursula Poznanski versteht es einfach einen in ihre Welt zu entführen und dort für alles so sehr zu begeistern, dass man gar nicht merkt, wie schnell die Zeit in der echten Welt vergeht.

Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und bin unglaublich traurig, dass es vorbei ist. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell. Zwar wird die Möglichkeit einer Fortsetzung offen gelassen, aber wenn es ein Einzelband bleiben sollte, stellt es einen auch zufrieden.

Fazit
Gerne wäre ich noch länger in Janas Welt geblieben und wer weiß, vielleicht habe ich nicht das letzte Mal von ihr gelesen.
Ein weiteres Buch von Ursula Poznanski, welches ich jedem Fantasy-Leser restlos empfehlen kann.
Achtung Suchtgefahr!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Rasanter Pageturner

Die Nanny
0

Inhalt
Als Kind ist Jos einzige Vertraute ihre Nanny Hannah. Diese verschwindet jedoch eines Tages spurlos und hinterlässt eine große Lücke. Nun, dreißig Jahre später, muss Jo aus persönlichen Gründen ...

Inhalt
Als Kind ist Jos einzige Vertraute ihre Nanny Hannah. Diese verschwindet jedoch eines Tages spurlos und hinterlässt eine große Lücke. Nun, dreißig Jahre später, muss Jo aus persönlichen Gründen zurück zu ihrer Mutter ziehen.
Prompt klingelt es eines Tages an der Tür und eine Frau steht davor die behauptet, ihre Nanny Hannah zu sein. Doch ihre Mutter weiß es besser, denn Hannah ist schon seit dreißig Jahren tot. Wer also ist die Frau, die sich wieder in ihr Leben schleicht?

Eigene Meinung
"Die Nanny" hat mir unglaublich gut gefallen. Ein Pageturner durch und durch. Die verschiedenen Perspektiven und Zeiten (teilweise erfahren wir, was sich vor dreißig Jahren zugetragen hat) haben sehr dazu beigetragen, die Spannung stetig oben zu halten. Dadurch wurde es sehr abwechslungsreich und rasant.

Ich fand wirklich fast ausnahmslos alles gut. Die Personen haben mir sehr gut gefallen, vor allem Ruby und Virginia. Mit Jo hingegen wurde ich nicht so recht warm und die Sichtweise von Ermittler Andy hätte man auch weglassen können, ich hatte dadurch keinen Mehrwert.
Das Ende war mir ein bisschen zu schnell dafür, dass vorher so viel dafür aufgebaut worden ist.

Fazit
Allerdings ist das mit dem Ende nur ein kleiner Minuspunkt. "Die Nanny" hat mich wirklich überzeugen können. Ein toller Thriller!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2020

Kein Grusel-Roman

Das Haus der finsteren Träume
0

Inhalt
Noahs Familie betreibt ein Gruselhaus, doch die Monster in dem Haus sind echt, auch wenn alle davor die Augen verschließen. Als Noah jedoch eines Tages den Monstern Eintritt ins Haus verschafft, ...

Inhalt
Noahs Familie betreibt ein Gruselhaus, doch die Monster in dem Haus sind echt, auch wenn alle davor die Augen verschließen. Als Noah jedoch eines Tages den Monstern Eintritt ins Haus verschafft, nimmt das Unheil seinen Lauf.

Eigene Meinung
Vorweg muss ich sagen, dass das kein Horrorroman ist. Ich fand es an keiner Stelle auch nur ansatzweise gruselig. Anfangs habe ich mich auch gefragt, ob ich eher ein Familiendrama lese und die Monster im übertragenen Sinne gemeint sind.

Als die Monster dann tatsächlich vorkamen, war die Geschichte schon sehr weit fortgeschritten. Dementsprechend hat mir auch eine ausführliche Erklärung zu den Monstern und dem drum herum gefehlt. Vor allem, wenn man das Ende betrachtet, wurde das vorher einfach zu wenig und zu oberflächlich behandelt.

Leider war die Spannung nicht immer gegeben. Zwar ließ es sich wirklich flüssig lesen und innerhalb von zwei Tagen war ich durch, allerdings war es stellenweise echt zäh. Vor allem die Schreibmaschinen geschriebenen Kapitel, die in der Stadt spielen, haben sich für meinen Geschmack zu sehr gezogen.

Fazit
Ein Buch, an dem man auch getrost vorbeigehen kann, vor allem, wenn man einen gruseligen Roman erwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Sehr an den Haaren herbeigezogen

Flashback – Was hast du damals getan?
0

Inhalt
Zehn Jahre nachdem sich Lindsays beste Freundin das Leben genommen hat, trifft Lindsay eine alte Bekannte von damals. Diese macht komische Andeutungen und Lindsay kommt ins Grübeln.
Hat Edie sich ...

Inhalt
Zehn Jahre nachdem sich Lindsays beste Freundin das Leben genommen hat, trifft Lindsay eine alte Bekannte von damals. Diese macht komische Andeutungen und Lindsay kommt ins Grübeln.
Hat Edie sich damals wirklich umgebracht? Und warum kann sich Lindsay an nichts erinnern?

Eigene Meinung
Lindsay hat mir als Protagonistin überhaupt nicht gefallen. Sie kommt sehr kindlich rüber und nicht wie eine erwachsene Frau von Anfang 30. Ihre Freunde von damals sind leider nicht sympathischer. Sie sind total oberflächlich und definitiv nicht an Lindsay interessiert, damals wie heute.

Anfangs fand ich es noch echt spannend und wollte wissen, wie es weiter geht. Doch als Lindsay anfängt, selber Detektiv zu spielen, was auch super funktioniert, weil sie passenderweise in der Rechercheabteilung einer Zeitschrift arbeitet, war es bei mir vorbei.
Diese Ermittlungen fand ich echt schlecht. Häppchenweise bekommt man neue Informationen, die Lindsay anfangs natürlich alle falsch zusammensetzt und pausenlos reihum die Leute von damals verdächtigt.

Dass sich alles nach zehn langen Jahren aufklärt und dann auch noch von einer Person, ohne polizeiliche Ausbildung und noch dazu mit Gedächtnislücken, ist mehr als unglaubwürdig.
Vor allem hatte ich von Anfang an einen Verdacht, der sich am Ende auch leider bestätigt hat.

Fazit
Leider wieder ein platter und unrealistischer 0815-Thriller mit einer Protagonistin, die zu einer Möchtegern-Ermittlerin mutiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere