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Veröffentlicht am 30.08.2020

Humorvoller Liebesroman

Das Glück in vollen Zügen
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Zum Inhalt (Klappentext):

Marie liebt ihr Leben im kleinen Bauwagen am Ammersee. Aber ihren Traumjob in München würde sie nie aufgeben. Deshalb pendelt sie. Alles kein Problem, wenn da nicht die ständigen ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Marie liebt ihr Leben im kleinen Bauwagen am Ammersee. Aber ihren Traumjob in München würde sie nie aufgeben. Deshalb pendelt sie. Alles kein Problem, wenn da nicht die ständigen Bahn-Verspätungen und die Marotten ihrer Mitreisenden wären. Besonders der Benzin-Neandertaler, der immer lautstark mit seinen BMW-Kollegen telefoniert, geht ihr auf den Senkel. Schade, denn er sieht verdammt gut aus.

Der angebliche Benzin-Neandertaler heißt Johannes und findet Marie eigentlich ganz süß, traut sich aber nicht, sie anzusprechen. Wie hat man das nur vor Tinder gemacht? Dann ist Marie eines Tages nicht mehr im Zug, und Johannes merkt: Er will sie unbedingt wiedersehen.


Meine Meinung:

Erstmal muss ich sagen, dass ich den Titel einfach genial finde. Wirklich sehr gut gewählt.

Der Schreibstil lässt sich sehr leicht lesen. Es ist zeitgemäß und recht einfach zu lesen. Ein bisschen wird der bayrischer Dialekt wiedergegeben, was wunderbar in die Geschichte passt und ich als Nicht-Bayerin sehr süß fand. Geschrieben ist das Buch aus Maries und Jos Sicht, immer abwechselnd ein Kapitel, dabei sind Maries Kapitel in der 1. Person und Jos Kapitel in der 3. Person geschrieben. Der Leser verfolgt die Leben der beiden und natürlich auch die schicksalhafte Treffen der beiden.

Ich muss gestehen, dass ich in den ersten paar Kapitel mich nicht ganz mit dem Buch anfreunden konnte. Bald hatte mich das Buch aber dann doch gepackt und es hat auf mich sogar eine leichte Sogwirkung, die ich leider nicht komplett ausleben konnte, weil ich einfach keine Zeit hatte. Wenn man aber die Zeit dazu hat, kann man das Buch gut in ein oder zwei Tage lesen.

Wie die Geschichte am Ende ausgeht, ist natürlich klar, aber der Weg dahin fand ich recht schön. Es habe jeden Treffen von Marie und Jo entgegen gefiebert und manchmal hätte ich beide aber gerne geschüttelt. Ich finde es immer schrecklich, weil Charaktere über jemand anderes einfach irgendwas annehmen, ohne sicher zu sein, ob es der Wahrheit entspricht.

Schön fand ich aber auch die Darstellung der Leben der Hauptprotagonisten. Marie hat mit Endometriose zu kämpfen. Ein Thema, das viel zu selten thematisiert wird, deswegen fand ich es toll, dass es hier aufgegriffen wurde. Auch muss einige andere Probleme wie der Umgang mit dem Tod des Vaters werden passend thematisiert. Es war eine gute Mischung aus ernsten und humorvollen Themen. So muss das auch sein, denn was bleibt am Ende außer unseren Humor?

Jos persönliche Probleme haben mich sehr berührt. Jeder, der in seinen engen Umfeld Angehörige hat, die an Alzheimer erkrankt sind, werden sich in Jo wiederfinden können. Die Probleme wurden gut und emotional dargestellt. Auch fand ich es schön, dass der männliche Protagonist sich mit den Schwierigkeiten des Online-Datings auseinandergesetzt hat und dabei auch mal die männlich Perspektive präsentiert hat. Das fand ich echt mal was anderes. Und manchmal, machen wir es uns einfach heute viel zu schwer. Da hätte der liebe Jo doch auf die Ratschläge seines Vaters hören sollen.

Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Jeder bringt so sein Päckchen mit, aber in keinster Weise kam mir das zu viel vor. Es wird einfach insgesamt realistisch vom Leben erzählt und ich könnte mir vorstellen, dass so eine Geschichte durchaus im echten Leben vorkommen kann.

SPOILER ANFANG

Nicht so gut gefallen hat mir das Ende. Marie und Jo hatten überhaupt keine Zeit, ihre Beziehung zu vertiefen, was ich wirklich sehr schade fand. Ich hätte gerne beide mehr zusammen erlebt.

SPOILER ENDE

Insgesamt ein wirklich humorvolles Buch, dass das heutige Chaos vom Daten realitätsnah darstellt. Ernste Themen werden trotzdem auf einer guter Weise dargestellt. Es ist aber ganz klar ein Buch, dass von den Beziehung der Charaktere und deren persönlichen Entwicklung lebt. Wer auf einen spannende Handlung aus ist, ist hier an der falschen Stelle. Sonst ist dieser Roman wirklich zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2020

Wenig überzeugend

Speed Love – Summer & Tyler
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Zum Inhalt (Klappentext):

Tyler Hatfield ist jung, gutaussehend und ein aufstrebender Rennfahrer im härtesten Motorsport der USA. Als er im renommierten Booth Thunder Racing Team unter Vertrag genommen ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Tyler Hatfield ist jung, gutaussehend und ein aufstrebender Rennfahrer im härtesten Motorsport der USA. Als er im renommierten Booth Thunder Racing Team unter Vertrag genommen wird, geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Für ihn zählt sein Sport, sonst nichts.
Summer Booth ist nach dem Tod ihrer Mutter und einer schmerzhaft gescheiterten Beziehung zu einem von Tylers Teamkollegen am Ende. Sie wird sich nie mehr auf einen Mann einlassen. Besonders nicht auf einen Rennfahrer.
Doch als Tyler und Summer sich kennenlernen, ist die Anziehung so groß, dass sie einander nicht widerstehen können. Sie beginnen eine heiße Affäre. Aber ist Tyler bereit, seinen Traum aufs Spiel zu setzen? Und kann Summer ihm wirklich vertrauen?


Meine Meinung:

Das Buch ist in recht kurze Kapiteln aus der Sicht der beiden Protagonisten eingeteilt. Die verschiedene Sichten haben mir gut gefallen. Es lässt sich insgesamt leicht lesen, da der Schreibstil ziemlich locker ist. Durch die kurzen Kapiteln konnte ich auch schnell voran kommen. Leider war es aber an vielen Stellen so, dass die Dialoge sehr gestellt wirkten. Mir hat eindeutig die Natürlichkeit gefehlt, die ich sonst in vielen anderen Büchern finden kann.

Der Klappentext verspricht vom Geschichtsablauf natürlich keine super spannende Geschichte. Jedoch hatte ich dann erwartet, dass ich als Leserin ein bisschen mehr über den Rennsport erfahre und die Charaktere genug Tiefe bekommen, um trotzdem eine recht spannende Geschichte daraus zu machen. Leider wurde ich hier komplett enttäuscht.

Der Rennsport spielt zwar eine Rolle, aber die Geschichte hätte auch gut ohne funktioniert. Es ist wirklich sehr nebensächlich, was ich schade fand. Ich finde es immer schade, wenn die Charaktere ihre Leidenschaften nicht ausleben können und dies an den Leser transportiert wird. Sonst passiert von der Handlung her nicht so viel. Es ist insgesamt vorhersehbar und langweilig.

Von der Tiefe der Charaktere will ich gar nicht erst anfangen. Die ist quasi nicht vorhanden. Ich kratze als Leser nur an der Oberfläche. Die beiden Protagonisten Summer und Tyler entwickeln sich nicht wirklich weiter. Bzw. es findet Entwicklungen statt, aber die Auseinandersetzung mit den Problemen, die zu einer Änderung der Menschen führt, wird hier schlecht dargestellt, sodass ich nichts davon mitnehmen kann. Sehr schade.

Es gibt viele Konflikte in diesen Buch. Konflikte zwischen Tyler und Summer und Konflitke jeweils von Tyler und Summer mit anderen Charaktere. Diese Konflikte sind am Ende irgendwie alle gelöst. Wie? Keine Ahnung. Irgendwie herrschaft am Ende Friede, Freude, Eierkuchen, so wie ich es vom Buch erwartet habe, aber leider fehlt der Weg bis dahin komplett. Da hat die Autorin zu viel Frieden und Einigkeit am Ende gewollt.

Summer und Tyler zusammen haben mir auch nicht wirklich gefallen. Es ist von Anfang an pure sexuelle Anziehung. Allgemein ist die erotische Komponente hier sehr hoch, was ich durch den Klappentext nicht erwartet hätte. Es gibt kaum ein Kapitel von Tyler, wo es nicht darum geht, wie heiß Summer ist und wie sich sein Körper nach ihr sehnt. Damit wird die Oberflächigkeit weiter unterstriechen. Von Liebe kann man meiner Meinung nach hier aber nicht sprechen. Auch habe ich Summers Verhalten ab einen gewissen Punkt einfach nicht mehr verstanden.

Ein Buch, das sich leicht und einfach lesen lässt, der aber leider sonst wenig zu bieten hat. Sehr schade.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Familiendrama über drei Generationen

Die Tränen von Triest
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Zum Inhalt (Klappentext):

Wien: Die 33-jährige Johanna Silcredi wird ans Krankenbett ihres Großvaters Bernhard gerufen. Er bittet sie, nach Triest in die Villa Costa zu reisen, und er fügt hinzu: »Finde ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Wien: Die 33-jährige Johanna Silcredi wird ans Krankenbett ihres Großvaters Bernhard gerufen. Er bittet sie, nach Triest in die Villa Costa zu reisen, und er fügt hinzu: »Finde heraus, wer mein Vater war.« Johanna ist zutiefst irritiert und macht sich auf den Weg. In der Villa trifft sie auf Charlotte von Uhlrich. Auch sie scheint auf Spurensuche zu sein.Triest 1914. Die schöne Afra von Silcredi steht kurz vor der Verlobung mit Alfred Herzog und könnte nicht glücklicher sein. Doch dann beginnt der Erste Weltkrieg, und die Liebenden werden getrennt …


Meine Meinung:

Das ist mein erstes Buch von Beate Maxian gewesen. Da ich seit letztem Jahr das Genre der historischen Romane für mich entdeckt habe, habe ich mir dieses Buch ausgesucht.

Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, in der Gegenwart aus der Sicht von Johanna und in der Vergangenheit aus der Sicht ihrer Urgroßmutter. Wer solche Art von Geschichte bereits gelesen hat, weiß bereits, was einen in etwas erwartet. Natürlich ist das Familiengeheimnis hier in Mittelpunkt, das alles zum Rollen bringt. Erzählt wird aus der 3. Person, wobei jedoch auch innerhalb der zwei Zeitebenen zwischen den Haupterzähler gewechselt wird.

Bei historischen Romane mag ich es immer ganz gerne, wenn auch echte historische Gegenbenheiten eingebaut werden und ich durch Fiktion was lernen kann. Das ist zwar auch hier der Fall, jedoch hat das nur einen super kleinen Teil ausgemacht, sodass ich da andere Romane gelesen habe, die das besser hinbekommen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass einige Themen einfach nur reingeworfen werden, wie bspw. Frauenrechte, um die Leserschaft anzusprechen, ohne dass da wirklich drauf eingegangen wird. Das finde ich schade.

Ich hatte leider auch Probleme damit, dass das Buch meine Aufmerksamkeit nicht wirklich halten konnte. Die ganzen Namen und Familienverhältnisse haben mich verwirrt und ich konnte die Charaktere zum Teil nicht wirklich zu ordnen. Ich habe wirklich lange gebraucht, um das Buch zu beenden, weil es nicht viel gab, was mir das Gefühl gegeben hat, dass ich auf jeden Fall weiterlesen will.

Die Geschichte lebt von dem Familiengeheimnis, aber auch von der Liebesbeziehung, die um Johanna aufgebaut wird. Ich muss gestehen, dass ich gut ohne diese Liebesgeschichte hätte leben können. Sie war ohne viel Tiefe und hat sich super schnell entwickelt, wie das meinstens bei solchen Romane ist. Der vorhandene Platz gibt das einfach nicht her. Das Familiengeheimnis war aber soweit ganz interessant.

Auch wenn meine Rezension jetzt eher negativ klingt, konnte mich das Buch soweit ganz gut unterhalten. Es ist wirklich sehr seichte Literatur. An der einen oder anderen Stelle konnte es auch mit den Emotionen punkten, was ich wirklich schön fand.

Wer schon viele solcher Famliengeschichten gelesen hat, wird wissen, was ihm erwartet und kann selber entscheiden, ob er in der Stimmung für einen solchen Buch ist. Sonst ist das Buch für Einsteiger in das Genre, die sich eher ein Schwerpunkt auf Liebesbeziehungen wünschen, ganz gut geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Für mich ein sehr emotionales Buch

Forever Free - San Teresa University
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Zum Inhalt (Klappentext):

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte ...


Meine Meinung:

"Forever Free" ist das erste Buch einer New Adult-Triologie. So wie es im Genre üblich ist, kann jede Geschichte grundsätzlich unabhängig voneinander gelesen werden, da verschiedene Leute aus dem Freundeskreis jeweils die Protagonisten sind.

"Forever Free" erzählt die Geschichte von Raelyn (hauptsächlich) und von Hunter. Erzählt wird deswegen aus beiden Perspektiven, jedoch liegt der Fokus eindeutig auf Raelyn, was letztendlich die größte Schwäche im Buch ist. Aber dazu an spätere Stelle mehr. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Es ist leicht und flüssig. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Seiten einfach geflogen sind. Ich habe gar nicht gemerkt, dass das Buch für ein New Adult Roman eher ein dickes Buch ist.

Die Geschichte ist insgesamt eher ruhig, so wie Raelyn auch. Raelyn ist ein ruhiges und schüchternes Mädchen. Sie fängt an der San Teresa University ein neues Leben an, weit weg von Zuhause. Sie will endlich mal Freundschaften schließen und nicht nur die Außenseiterin sein. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Protagonistin mal schüchtern ist und nicht sofort am College Anschluss findet. Denn seien wir mal ehrlich: Es geht vielen so. Raelyn versucht über ihren Schatten zu springen und sie findet dann auch ein paar Freunde, was das ganze sehr schön machen. Raelyn hat aber mit ein großes Problem zu kämpfen, womit sich sicherlich auch viele jungen Erwachsene identizieren können, so wie mich auch. Neben dieses Problem, das Raelyn hat, konnte ich mich recht gut mit ihrer Art identifizieren. Aus diesen Grund hat mich das Buch emotional sehr mitnehmen können. Sicherlich nicht für jeden was, da es recht persönliche Themen sind und nicht jeder gleich tickt, aber bei mir hat es gut funktioniert.

Wie angedeutet ist die Geschichte eher ruhig. Es passiert nichts super wildes. Das finde ich aber überhaupt nicht schlimm. Ich fand das tatsächlich mal ganz nett. Es wird eher der Alltag von Raelyn und Hunter erzählt, was denen zustößt und wie sie sich entwickeln. Auch das mag nicht für jeden besonders reinzvoll kligen, aber auch für mich hat es gepasst.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Darstellung von Hunter und seinen Problemen. Das er ein Geheimnis hat wird recht schnell klar, aber die Auflösung kommt wirklich erst am Ende. Grundsätzlich nicht schlimm, aber doch schade, weil es so ein wichtiges Thema ist, dass kein Raum bekommen hat. Wenn das zweite Buch sich darüber drehen würde, könnte ich gut damit leben, aber Band 2 wird sich um Kate drehen. Auch hatte ich das Gefühl, dass der Charakter von Hunter nicht den Raum bekommen hat, den er verdient hätte. Der Fokus war nun mal auf Raelyn. Jedoch wird durch den Sichtwechsel suggeriert, dass Hunter der zweite Protagonist ist. Das hat sich in meinen Augen eher nicht bestätigt, was ich wirklich sehr schade fand.

Insgesamt also ein ein ruhiges und für mich emotionales Buch, dass sicherlich nicht den Geschmack von jeden treffen wird. Mich konnte es größententeils überzeugen und ich freue mich auch auf die nächsten Bände, da ich die Nebencharaktere sehr sympatisch fand.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 27.05.2020

Schöne Fortsetzung

Liebe oder Krone / Wünsche dir die Liebe
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Band 2 der Liebe oder Krone Reihe

Zum Inhalt (Klappentext):

Die erste Woche des Connectings ist vorüber und Jill ist froh, vorerst im Palast der Einheit bleiben zu dürfen. Aber der Wettkampf um die Gunst ...

Band 2 der Liebe oder Krone Reihe

Zum Inhalt (Klappentext):

Die erste Woche des Connectings ist vorüber und Jill ist froh, vorerst im Palast der Einheit bleiben zu dürfen. Aber der Wettkampf um die Gunst der fünf Prinzen wird mit jedem Tag härter. Vor allem, seitdem sich das Misstrauen seinen Weg hinter die Mauern gebahnt hat.
Als Jill endlich die ersehnte Aufmerksamkeit erhält, scheint sich jedoch alles zum Guten zu wenden. Ist es also doch möglich, hier mehr zu verlieren als die Chance auf eine Krone – nämlich sein Herz?


Meine Meinung:

Da ich bereits Band 1 kannte, wollte ich natürlich wissen, wie es nun mit Jill weitergeht. Band 1 muss auf jeden Fall zuerst gelesen werden, sonst macht die gesamte Geschichte kein Sinn.

Das Buch gehört eher nicht zu meinem normalen Leseschema, da es eher ein Jugendbuch ist. Ab und zu mag ich das aber auch mal, vor allem wenn es sich um eine royale Geschichte handelt.

Der Schreibstil hat mir bereits in Band 1 gut gefallen. Es lässt sich leicht lesen und passt gut zu dieser Art Geschichte. Es wird weiterhin aus Jills Sicht erzählt. Bisher finde ich diese Wahl auch gut. So bleiben die Prinzen noch mysteriös genug, auch wenn ich mich immer freue, wenn man mehr über sie erfährt.

Band 1 lag bei mir schon ein bisschen zurück, aber der Einstieg in Band 2 wird gut vollzogen. Bei den Namen bin ich sicherlich nicht zu 100% wieder reingekommen, zumindestens nicht bei den Charaktere, die eher weniger vorkommen, aber das ist okay. Sonst hat es aber ganz gut funktioniert.

Man sollte bei diesen Buch im Hinterkopf haben, dass die Handlung insgesamt eher ruhig ist. Es gibt keine Action Szenen oder Ähnliches. Klar, Zickereien gibt es zwischen den Mädels und auch das eine oder andere unerwartete passiert, damit wird auch Spannung erzeugt. Vor allem am Ende wird etwas recht spannendes offenbart, wodurch ich auf jeden Fall sehr neugierig auf Band 3 werde. Es dauert allgemein ein bisschen, bis die Geschichte richtig ins Rollen kommt.

Ich finde es weiterhin gut, dass es sich hier um eine eher schüchterne Protagonistin handelt. So eine Protagonistin hat man doch eher selten. Trotzdem entwickelt sich Jill hier weiter. Natürlich nur langsam, denn die Zeitspanne im Buch beträgt zwei Wochen. Die Entwicklung wird also schon recht realistisch dargestellt. Trotzdem ist das manchmal beim Lesen ein bisschen frustriend, da Jill sehr in ihren Kopf lebt und viel, viel, viel mehr denkt, als lebt oder spricht. Das ist manchmal ein bisschen schade. Schön finde ich Jills Gedankengänge aber trotzdem. Bspw. macht sie sich Gedanken darum, ob sie mit den anderen Mädels befreundet sein kann, wo sie doch eigentlich Konkurentinnen sind. Nett findet sie einige Mädchen ja trotzdem. Ich finde diesen Zwiespalt gut nachvollziebar.

Es war ein sehr schnelles Lesevergnügen, zumal das Buch auch nicht super lang ist. Aber durch den schönen Schreibstil fliegt man quasi durch die Seiten. Für alle Fans von royalen Dystopien wie bspw. Selection sind hier auf jeden Fall gut aufgehoben. Ich freue mich auf die Fortsetzung und darauf zu erfahren, wofür sich Jill entscheidet: Liebe oder Krone?

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