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Veröffentlicht am 14.03.2020

Schwache Fortsetzung der Green Valley Reihe

New Promises
1

Zum Inhalt (Klappentext):



Was tun, wenn man auf einmal entdeckt, dass man seine große Liebe schon fast ein ganzes Leben lang kennt? Und was, wenn da aber auf einmal noch jemand anderes ist: ein anderer ...

Zum Inhalt (Klappentext):



Was tun, wenn man auf einmal entdeckt, dass man seine große Liebe schon fast ein ganzes Leben lang kennt? Und was, wenn da aber auf einmal noch jemand anderes ist: ein anderer Kerl, der auch irgendwie verdammt anziehend wirkt?

Izzy, die als Snowboard-Lehrerin in der Kleinstadt Green Valley in den Rocky Mountains arbeitet, hat sich damit abgefunden, dass sie für Will nie mehr sein wird als seine beste Freundin. Denn Will, beliebter Sheriff und Draufgänger, wird einfach niemals kapieren, was mit ihr los ist. Daran ändert auch dieser eine romantische Kuss an Silvester nichts. Eines Tages taucht Netflix-Star Cole Jacobs in Green Valley auf und bittet Izzy, ihm für eine Filmrolle das Ski-Fahren beizubringen. Je mehr Zeit Izzy mit ihm verbringt, desto mehr fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und je näher sich Izzy und Cole kommen, desto mehr wird Will bewusst, dass die Gefühle für seine beste Freundin tiefer gehen, als er sich bisher eingestehen wollte. Doch was soll er nun tun? Mit „Liebe und so einem Kram“ kennt er sich doch gar nicht so gut aus. Und was will Izzys Herz?



Meine Meinung:



Ich habe das Hörbuch bei BookBeat gehört und wie es scheint, ist es die ungekürzte Version, zu 100 % sicher bin ich mir aber nicht.

Wie bei allen andere gehörten Hörbücher auch, habe ich immer Schwierigkeiten den Schreibstil einzuschätzen, da ich es nur höre und nicht lese. Soweit ich es beurteilen kann, gefällt mir der Schreibstil. Es ist eher einfach gehalten, was jedoch zum Genre passt. Die Geschichte wird aus Izzys Sicht in der 1. Person erzählt. Wie auch schon bei Band 1 der Reihe, hätte ich mir hier auch gewünscht, dass einige Kapiteln aus der Sicht des männlichen Protagonisten, hier Will, erzählt wird.

Zu Anfang der Geschichte weiß man aus Band 1 bereits, dass Izzy schon seit Jahren in Will verliebt ist. Über Wills Gefühle tappt man als Leser aber genauso im Dunkel wie Izzy. Es gab vor nicht allzu langer Zeit sogar einen Kuss zwischen den beiden, der aber einfach totgeschwiegen wird. Das ist der Hauptpunkt, der mich an dieser Geschichte genervt hat: Das ganze Buch wäre nicht notwendig, wenn die beiden einfach nach Silvester, wo besagter Kuss stattfand, einfach mit einander geredet hätten. Es gab also die Möglichkeit für ein klärendes Gespräch, aber die Chance wurde nicht genutzt. So was nervt mich.

Die Handlung ist sonst eher seicht und nicht besonders spannend. Es gibt keine große Überraschungen und das Ende ist sowieso klar. Tatsächlich mochte ich das Ende überhaupt nicht. Der Ausgang ist okay, auch wenn ich mit einem andere Ausgang auch zufrieden gewesen wäre. Meiner Meinung nach hat die Autorin eine Abkürzung genommen, damit am Ende alles so schön aufgeht, wie es sich alle Leser wünschen. Das fand ich schade.

Da die Geschichte nun komplett im Winter spielt, konnte ich die Landschaftsbeschreibungen nicht ganz so genießen, einfach weil ich kein Winter- und Schneemensch bin. Das hat mir in Band 1 besser gefallen. Es war trotzdem alles sehr schön beschrieben.

Izzy mochte ich in Band 1 echt gerne. Ich hab sie als tough und nicht auf den Mund gefallen in Erinnerung. So ist sie in Band 2 auch. Vor allem gegenüber Cole zeigt sie, aus welchen Holz sie geschnitzt ist und das gefällt mir richtig gut. Gegenüber Will verhält sich Izzy aber komplett anders. Ich kann verstehen, dass ihre Gefühle ihr im Weg stehen, aber trotzdem fand ich bestimmte Sachen nervig, allen voran dass sie einfach ganze viele Sachen bezüglich Will einfach annimmt, ohne mit ihm zu sprechen. Die beiden kennen sich schon seit Ewigkeiten, Izzy ist ja auch nicht erst seit gestern in Will verliebt, also warum kann sie ihn simple Sachen, die zum Teil nicht mal was mit ihnen beide zu tun hatte, einfach fragen?

Will kann ich nach diesen Buch immer noch nicht einschätzen. So viel mehr Neues habe ich über ihn nicht erfahren, was ich wirklich schade finde. Immerhin ist er sowas wie ein Protagonist in der Geschichte. Außerdem finde ich es blöd, dass Will mit allen möglichen Frauen ins Bett steigt, sich bei Izzy aber aufregt, dass sie Zeit mit Cole verbringt und er auch klar sagt, dass er Izzys Ex-Freund nie mochte. Dann soll er bitte den Mut haben, Izzy zu sagen, wie seine Gefühle sind, wenn er eifersüchtig ist. Aber bitte nicht ein solchen Verhalten.

Cole hat mir gut gefallen. Ich fand ihn sympathisch und er hat sich wegen Izzy echt Mühe gegeben. Die Interaktionen zwischen Izzy und Cole haben mir wirklich gut gefallen.

Ich fand es auch schön zu wissen, wie es mit Lena und Ryan weitergeht. Tatsächlich hat mir Lenas Geschichte schon fast mehr interessiert als Izzys. Das war einfach spannender.

Schade fand ich auch, dass bei mir nicht wirklich viel Emotionen angekommen sind. Das mag daran liegen, dass die Verliebtheitsphase schon zu einem früheren Zeitpunkt stattgefunden hat, die im Buch nicht gezeigt wird.

Da mich das Buch aber letztendlich ganz gut unterhalten konnte und es für zwischendurch ganz nett war, vergebe ich 3 Sterne. Ich würde es eher an Fans der Reihe empfehlen, denn Band 1 hat mir deutlich besser gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2020

Es war ganz nett

Someone Else
1

Zum Inhalt (Klappentext):

Ist ein Moment des Glücks wirklich den Preis unserer Freundschaft wert?

Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen und ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Ist ein Moment des Glücks wirklich den Preis unserer Freundschaft wert?

Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen und teilen ihr größtes Hobby - die Fantasyliteratur. Und obwohl Cassie das Gefühl hat, dass niemand auf der Welt sie besser kennt als Auri, scheinen die beiden manchmal Welten zu trennen. Während Auri Football spielt, viele Bekanntschaften hat und gern unter Menschen geht, zieht Cassie sich lieber von der Außenwelt zurück und pflegt einen kleinen, aber engen Freundeskreis. Doch je mehr Zeit vergeht und je stärker ihre Gefühle für Auri werden, desto größer ist ihre Angst, dass das, was sie und Auri verbindet, vielleicht nicht so stark ist wie das, was sie trennt ...


Meine Meinung:

Bei Hörbüchern finde ich es immer schwierig, den Schreibstil zu beurteilen, aber ich fand es soweit angenehm. Ich konnte der Geschichte gut folgen und die Sprecherin fand ich auch gut. So ähnlich wie auch schon bei Band 1 wird diese Geschichte aus Cassies Sicht erzählt. Ich finde das so in Ordnung. Auris Sicht habe ich hier nicht vermisst.

Ich finde es immer schwierig, wenn die komplett Handlung durch ein klärendes Gespräch abgekürzt werden könnte. Das hier bei Somone Else leider der Fall. Wie es aus Band 1 bekannt ist, haben sich Cassie und Auri bereits dort geküsst und sie hatten auch ein Date, der leider nicht ganz so toll geendet hat. Bereits dort hätte das klärende Gespräch stattfinden müssen. Hat es aber nicht, sonst würde es diese Geschichte geben. Aber eben aus diesen Grund fand ich, dass die Geschichte wenig Spannung hat. Das fand ich sehr schade. Der Fokus liegt klar auf die Beziehung zwischen Cassie und Auri. Sonstige Geschehnisse rücken eher in den Hintergrund und sind auch nicht super spannend.


Ich fand es interessant, dass Micahs und Julians Geschichte ein Stückweit weiter verfolgt wurde. Dort gab es mehr Konfliktpotenzial und dadurch wurde auch ein bisschen Spannung aufgebaut.

Ich mag sowohl Cassie wie auch Auri als Charaktere. Cassie ist einfach super süß und nett. Sie ist eher introvertiert, hat aber einige gute Freunde. Das konnte ich alles sehr gut nachempfinden. Ich fand es auch toll durch sie die Krankheit Diabetes näher kennenzulernen. Auch wenn das sicherlich kein Tabu-Thema ist, kennt man sich damit nicht aus, wenn man oder Angehörige bzw. Freunde nicht davon betroffen sind. Im Vergleich dazu ist Auri eher ein bisschen blass geblieben. Das mag aber auch daran liegen, dass die Geschichte nur aus Cassies Sicht erzählt wird.

Es wurden hier einige wichtige Themen angesprochen wie Rassismus oder auch Erwartungshaltung der Gesellschaft zu bestimmten Themen. Das waren sicherlich alle wichtige Themen, die wurden aber nicht weiter ausgeführt. Ich hatte das Gefühl, sie wurden angesprochen, weil die Leser es erwarten, wie bswp. das Thema Rassismus, weil Auri nun mal dunkelhäutig ist. Das fand ich ein bisschen schade.

Das Thema Cosplay war für mich auch nicht super interessant. Das mag aber auch daran liegen, dass ich kein Problem mit diesem Thema sehe. Da denke ich mir einfach, was ist das schlimme am Verkleiden? Jeder, wie er will. Deswegen habe ich da diesen Konfliktpotenzial, der in den Buch aufgenommen wurde, nicht ganz nachvollziehen. Welche Gefühle es aber bei Cassie ausgewirkt hat, konnte ich durchaus verstehen.

Insgesamt fand ich Band 1 interessanter, aber als Hörbuch fand ich Band 2 ganz nett und süß. Für die Fans der Reihe bzw. von Laura Kneidl ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2021

Abschluss einer schönen Reihe

Der Traum von Freiheit
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Dies war ein Reihen-Abschluss, den ich sehnsüchtig erwarte habe. Band 1 hatte mir richtig gut gefallen, Band 2 war fand ich ein bisschen schwächer, aber immer noch schön. Nun habe ich Band 3 lesen können. ...

Dies war ein Reihen-Abschluss, den ich sehnsüchtig erwarte habe. Band 1 hatte mir richtig gut gefallen, Band 2 war fand ich ein bisschen schwächer, aber immer noch schön. Nun habe ich Band 3 lesen können.

Der Schreibstil von Fenja Lüders ich auch hier sehr angenehm zu lesen. Meiner Meinung nach passt es gut zu der damaligen Zeit und lässt sich super gut lesen. Weiterhin kann man gut die Gedanken und Gefühle von Mina verfolgen, auch wenn es in der 3. Person geschriebn ist.

Mir ist der Einstieg in das Buch nicht super leicht gefallen. Ich konnte es gut lesen, aber es hat mich nicht wirklich mitgenommen, also ich musste nicht unbedingt beim Lesen bleiben, damit ich schnell erfahre, wie es weiter geht. Nach ca. dem ersten Drittel des Buches hat sich das dann aber geändert. Es wurde dann spannender und etwas emotionaler.

Mein größtes Problem mit dem Einsteig war wohl, dass ich an Hand des Klappentextes was anderes erwartet habe. Wir befinden uns nicht gleich in den 2. Weltkrieg, sondern noch einigen Jahre vorher. Es war dann zwar spannend zu lesen, wie es angefangen hat und wie die Nazis langsam an die Macht gekommen ist bzw. was der Bevölkerung auch dazu bewogen hat, so zu handeln, wie viele nunmal gehandelt haben. Es hat wirklich sehr lange gedauert (mehr als einen Drittel des Buches), bis der Krieg wirklich tatsächlich begonnen hat. Ab da fand ich es spannender zu lesen. Unabhängig davon war es für mich aber dahingehend problematisch, dass meine Erwartungshaltung an das Buch eine andere war. Es gab viel Themen, die im ersten Drittel angsprochen wurden, die später quasi keine Relevanz mehr hatten. Dafür kamen neue Theman auf. Insgesamt wurde in meinen Augen auch zu viel verschiedenes angesprochen, sodass kein Thema richtig bis zum Ende geführt wurde, zumindest nicht in der Tiefe, die ich mir gewünscht hätte.

Ein weiteres Problem war die Anzahl der Charaktere. Die bisher bekannten Charaktere waren natürlich alle dabei, was ich sehr schön fand, durch die Kinder wurden aber auch viel neue Charaktere eingeführt. Dadurch dass das Buch über ca. 15 -20 Jahren spielt, werden die Kinder irgendwas erwachsen und sie erleben ihre eignen Geschichten, die auch hier mitverarbeitet wurden. Ich will nicht sagen, dass es nicht spannend war. Es war sehr spannend zu sehen, wie es Kindern geht, die mit den Nationalsozialimus aufwachsen, aber es war einfach zu viel. Keiner hat meiner Meinung nach den Platz bekommen, den er/sie verdient hätte. Mina stand natürlich weiterhin im Vordergrund.

Den muss ich leider auch noch kritiseren, dass für die Charaktere die meiste Zeit vieles sehr glatt lief. Vieles, das durchaus Konfliktpotenzial hat. Dadurch wirkt es wirklich nicht sehr realistisch. Ein Buch muss natürlich nicht komplett realistisch sein, aber bei historischen Romanen erwarte ich das doch schon einen Stückweit, was mir leider gefehlt hat.

Das Buch hatte das Potenzial, mich als Leserin emotional richtig mitzunehmen. Das hat es aber leider nur an sehr wenigen Stellen geschafft. Mag an den viele Charakteren und Themen liegen, aber ich hatte wirklich gehofft, dass ich emotional mehr abgeholt werde. So ein bzw. zwei Szenen fallen mir ein, die als sehr emotional empfunden habe, das war es dann aber auch.

Sehr schön fand ich aber, dass der Prolog von Band 1 aufgegriffen wurde und hier nun zu einem Abschluss gebracht wurde. Dadurch wirkt die Reihe sehr rund.

Ich habe das Buch grundsätzlich gerne gelesen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe, aber die oben angesprochnen Punkte kann ich bei meiner Bewertung nicht vernachlässigen, wodurch das Buch nur eine mittelmäßige Bewertung bekommt. Einiges war aber wirklich daran geschuldet, dass ich durch den Klappentext eine komplett andere Erwarungshaltung hatte. Meiner Meinung sollte der Verlag dies überarbeiten.

Sonst würde ich aber die Reihe historische Romane Leser durchaus empfehlen, da es viel schönes mit sich bringt.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 14.05.2021

Schöner Frühlings-/Sommerroman

Die Mühlenschwestern - Die Liebe kennt den Weg zurück
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Zum Inhalt (Klappentext):

Als Fotografin um die Welt reisen! Das war immer Hannahs Traum. Und so ließ sie die Heimat hinter sich, um das Leben durch ihr Kameraobjektiv zu entdecken. Doch nun, mit Ende ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Als Fotografin um die Welt reisen! Das war immer Hannahs Traum. Und so ließ sie die Heimat hinter sich, um das Leben durch ihr Kameraobjektiv zu entdecken. Doch nun, mit Ende Zwanzig, kehrt Hannah traumatisiert nach Sternmoos zurück. Ihre Welt ist nach einem tragischen Unfall in Südamerika nicht mehr dieselbe. Sie hofft, in der alten Mühle ihrer Tante Lou, bei ihren beiden Schwestern Rosa und Antonia, Trost zu finden. Doch kaum Zuhause angekommen, trifft sie auf Jakob, ihre erste große Liebe. Und Hannah wird klar, dass sie ihre Vergangenheit noch lange nicht hinter sich gelassen hat ...


Meine Meinung:

Bisher habe ich noch nichts von der Autorin gelesen, was ich mit diesen Buch geändert habe. Es handelt sich um einen Second Chance Liebesroman, was nicht meine Lieblingshandlung ist, aber da ich den Klappentext trotzdem ganz ansprechend fand, wollte ich es mal probieren.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen. Auch wenn es in der 3. Person geschrieben ist, wechseln ein bisschen die Sichten, wodurch ich einen guten Einblick in die Gefühle der verschiedene Charaktere bekommen konnte. Außerdem gibt es immer mal wieder eingebettet kursiven Text, der sich in der Vergangenheit abspielt.

In den Vordergrund steht Hannah, die nun wieder zurück in der Heimat ist. Trotzdem lernt man die ganze Familie kennen, was bei den Schwestern interessant ist, da die nächsten Bände sich um sie drehen. Neben Hannahs Handlungstrang bekommt auch Tante Lou eine Chance, ihre Geschichte zu erzählen. Das ist für mich persönlich ein bisschen zu kurz geraten.

Es ist ein Buch, wo die Handlung keine große Rolle spielen, sondern eher die Gefühle. Das konnte mich leider nicht komplett abholen. Vor allem zwischen Hannah und Jacob hat mich die Nicht-Kommunkation ein bisschen genervt. Dadurch wirkte das Buch ein bisschen künstlich verlängert. Gefallen hat mir die Beziehung zwischen den beiden grundsätzlich aber schon.Jacob ist mir als Charakter ein bisschen zu blass geblieben. Grundsätzlich sind die Charaktere aber tiefgründig beschrieben.

Mir hat es im Bezug auf Hannah sehr gut gefallen, wie sie herausfinden musste, wie sie ihr Leben weiter bestreiten will und auch wie sie mit der Vergangenheit abschließt. Das war alles toll nachvollziehbar.

Das Buch hat super schöne Landschaftsbeschreibungen, was sofort Lust auf Urlaub macht. Ich würde es als Wohlfühlroman beschreiben. Toll jetzt in der warmen Jahreszeit zu lesen. Auf die Geschichten der Schwestern bin ich sehr gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2021

Die Schattenseite der 20er Jahre

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum
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Zum Inhalt (Klappentext):

Berlin 1920: Kurz nach den dunklen Kriegsjahren geht es in der großen Stadt drunter und drüber. Als frischgebackene Polizeiärztin lernt Magda Fuchs zunächst nur die Schattenseiten ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Berlin 1920: Kurz nach den dunklen Kriegsjahren geht es in der großen Stadt drunter und drüber. Als frischgebackene Polizeiärztin lernt Magda Fuchs zunächst nur die Schattenseiten der glitzernden Metropole kennen. Schon bald stellt sie jedoch fest, dass dies die Zeit von Frauen ist, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. So wird ihr die Fürsorgerin Ina eine Freundin, die sich ebenso wenig um Konventionen schert wie Rechtsanwältin Ruth. Einen regelrechten Kampf gegen die Tradition führt auch Celia, die sich aus einer erzwungenen Ehe zu befreien sucht. Die blutjunge Doris jedoch träumt davon, berühmt zu werden. Inmitten der kaltherzigen Millionenstadt muss sich Magda behaupten. Als sie es am wenigsten erwartet, verändert eine schicksalhafte Begegnung alles …


Meine Meinung:

Mir war bekannt, dass das Autorenduo bereits eine andere erfolgreiche Trilogie geschrieben hat, jedoch habe ich sie bisher nicht gelesen. Auch wenn sich die beiden Reihen optisch ähneln und auch die Titel ähnlich sind, haben beide Reihen nichts miteinander zu tun, soweit ich das beurteilen kann. Zumindest konnte ich dieses Buch gut lesen, ohne die andere Trilogie zu kennen.

Der Schreibstil des Autorenduos gefällt mir soweit gut und ich konnte es ganz gut lesen. Es wird ein bisschen zwischen den Sichten der Charaktere gewechselt, wobei Magda und Celia am meisten im Vordergrund stehen. Bei Magda kein Wunder, nicht umsonst heißt die Reihe "Die Polizeiärztin". Ich habe mich beim Lesen jedoch mit dem Berliner Dialekt schwer getan und zum Teil konnte ich wirklich überhaupt nicht verstehen.

Ich fand es sehr spannend zu erfahren, wie es auf der schlimmen Seite in Deutschland zu den 1920er Jahre aussah und vor allem war es spannend zu lesen, welche Rolle Frauen eingenommen haben. Ich bin großer Krimi-Fan, aber die Elemente die hier waren, waren durchaus spannend zu lesen. Wie aber alles dann am Ende zusammanhang war mir insgesamt ein bisschen zu viel des Guten.

Magda hat mir als Hauptchrakter gut gefallen und ich habe gerne über ihr Leben gelesen. Es hat mich auch gefreut, dass sie sich mit der Zeit von ihrer Trauer lösen konnte und ihren Weg in der Welt gefunden hat, auch wenn der Weg durchaus steinig war.

Mit den anderen Charaktere habe ich mich tatsächlich ein bisschen schwer getan. Ich fand es auch schade, dass viele doch eine eher kleinere Rolle eingenommen haben, obwohl der Klappentext eher eine gerechtere Aufteilug vermuten lässt. Durch diese verschiedene weibliche Charaktere wurde aber eine unglaublich große Vielfalt eingebracht, sodass wirklich verschiedene Aspekte präsentiert werden konnten.

Das ist insgesamt ein Buch, was eher von der Handlung lebt, auch wenn die Gefühle der Charaktere, allen voran von Madga, eine große Rolle spielen. Leider hat mich das emotional nicht immer ganz so berührt, wie ich es gerne gehabt hätte.

Ich bin kein Fan von dem Ende. Die Geschichte dieses Buches ist eigentlich soweit abgeschlossen, deswegen gibt es ein super offenes Ende, weil noch etwas passiert, was erst in Band 2 aufgelöst wird. Ich mag es einfach nicht, wie auf diese künstliche Art und Weise die Leser dazu gebracht werden, die Folgebände zu lesen bzw. zumindest die Neugier stark zu steigern. Aus Marketing-Sicht verstehe ich das natürlich, aber als Leser nervt mich so was einfach. Das ist mit bei historischen Romanen aber tatsächlich schon häufiger über den Weg gelaufen.

Alles in allen war es wirklich eine sehr interessate Geschichte, die mich emotional zum Teil erreichen konnte. Interessante Charaktere und wirklich super informativ.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere