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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2021

Schöne Idee, zu kurz angebunden

BookLess
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Cover:
Ich denke, dieses Buch war kein Coverkauf. Ich mag es nicht wirklich gern, ich denke, man hätte aus der Geschichte ein viel passenderes und schöner anzusehendes Cover zaubern können. Aber natürlich ...

Cover:
Ich denke, dieses Buch war kein Coverkauf. Ich mag es nicht wirklich gern, ich denke, man hätte aus der Geschichte ein viel passenderes und schöner anzusehendes Cover zaubern können. Aber natürlich ist das Ansichtssache.

Schreibstil:
„Bookless“ ließ sich sehr angenehm lesen. Durch den recht kurz angebundenen Stil und den wirklich spannend geschriebenen Prolog war ich sehr schnell in der Geschichte drinnen. Trotzdem hätte ich mir ab der Mitte des Buches schon ein paar nähere Beschreibungen gewünscht. Es gab recht viele Zeitsprünge und eine feierliche Zeremonie in einer Doppelseite zu beschreiben war mir dann doch zu wenig. Es hätte dem Buch definitiv nicht geschadet, wenn es 100-200 Seiten länger gewesen wäre, einfach, um die Vorstellungskraft des Lesers ein wenig herauszufordern.

Authentizität der Figuren:
Lucy ist eine selbstständige Frau, die auch ihren Kopf benutzt. Ich konnte mich mit ihr identifizieren und konnte all ihre Handlungen nachvollziehen.
Nathan mochte ich nicht sehr gerne, trotzdem blieb er authentisch und seiner Meinung treu. Und ganz ehrlich, gibt es nicht immer diesen einen Charakter, über den du dich stundenlang aufregen könntest, zu dem du so eine Art Hassliebe entwickelst? Nein? Ach, egal.
Über die anderen Figuren hat man als Leser viel zu wenig erfahren. Leider. Denn es waren wirklich interessante Persönlichkeiten dabei und Nathan, es tut mir leid, aber mein Herz gehört Colin.

Thema des Buches:
Das ist etwas, das mich von Anfang an begeistert hat. Ich meine, sprechende Bücher, Texte voller Weisheit, die zu dir sprechen, ist doch das Beste, was dir passieren kann. Gleichzeitig dieser Alptraum davon, dass Bücher aus dem Gedächtnis der Menschen verschwinden. Diese Ideen haben mich fasziniert. Es ist etwas Außergewöhnliches, das ich so noch nie gelesen habe und tiefgreifender, als ich anfangs vermutet habe, denn es kommt noch so viel mehr dazu. Es ist geheimnisvoll, spannend und einfach nur großartig.


Fazit:
Ein wundervolle Idee, deren Umsetzung etwas anders hätte sein können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Jahreshighlight - berührend, einzigartig

Berühre mich. Nicht.
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Inhalt:

Als Sage nach Nevada kommt, will sie nur eines: ihre Vergangenheit hinter sich lassen und endlich von vorn anfangen, Freunde finden - studieren.
Doch dass dies nicht funktioniert, wenn man emotional ...

Inhalt:

Als Sage nach Nevada kommt, will sie nur eines: ihre Vergangenheit hinter sich lassen und endlich von vorn anfangen, Freunde finden - studieren.
Doch dass dies nicht funktioniert, wenn man emotional noch nicht abgeschlossen hat, bekommt Sage bald zu spüren.
Aber dann taucht plötzlich Luca auf - und alles ändert sich.

Rezension:

Was ich von dieser Geschichte erwartet habe, als ich den Klappentext las? Eine süße, kitschige Liebesgeschichte mit einem Hauch Drama, zum Entspannen und mit locker-leichtem Leseerlebnis.
Habe ich das bekommen? Nein. Es war tausendmal besser.

Dieses Buch hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen, hat mich inspiriert, zum Nachdenken gebracht und war unglaublich berührend und tiefgreifend. Keine Worte der Welt können ausdrücken, wie sehr ich mit Sage, Luca, April und allen anderen mitgefühlt habe, wie ich bis zur letzten Seite an den Seiten hing - und was für eine böse Überraschung dieser Cliffhanger war.

Da dieses Buch nur aus Sages Sicht geschrieben ist, fühlte ich mich noch mehr mit ihr verbunden und habe sie mit größter Liebe in mein Herz gelassen. Diese Charakterentwicklung - einfach wundervoll.

Auch Luca war toll. Er war charmant, witzig und absolut nicht der "Bad Boy", zu dem ich ihn zuerst verurteilt hatte. Es ist nicht die Art Geschichte, bei der er sich für die graue Maus ändert (was ich nicht unterstütze) und es wird auch deutlich, dass sie sich mit seiner Hilfe und nicht wegen ihm weiterentwickelt.

Die Beziehung zwischen den beiden war etwas ganz besonderes. Sie entwickelt sich langsam, beinahe schleichend, und auf eine völlig gesunde Art und Weise. Das allein schon ist eine Meisterleistung, aber Laura Kneidl hat es geschafft, dass ich zu 100% mitgefühlt habe, mitgelitten habe, geweint, gelacht, geschrien habe. Ich liebe die beiden.

Auch die Freundesclique ist toll. Die Freundschaften waren aufrichtig, haben sich echt angefühlt und die Gespräche untereinander waren so vertraut, so echt, dass ich wirklich dachte, dass dieser wilde Haufen neben mir steht und - einfach nur amüsant und wundervoll ist.

Auch mit den Themen, die dieses Buch behandelt, wurde sehr gut - mit viel Fingerspitzengefühl - umgegangen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es (ich möchte nicht näher darauf eingehen, das wären Spoiler) zu leicht genommen wurde oder zu schnell ging. Denn so etwas braucht Zeit und das wurde sehr schnell deutlich.

Fazit:

Es war für mich ein absolutes Highlight, ich habe es geliebt - die Emotionen, die Spannung, die Charaktere - alles.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Wohlfühlbuch - magisch

Wolkenschloss
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Inhalt:

Als Fanny als Praktikantin für das Wolkenschloss in der Schweiz angenommen wird, freut sie sich riesig. Denn das Hotel mit all seinen Erkern, Türmchen und geheimen Ecken ist genau so, wie man ...

Inhalt:

Als Fanny als Praktikantin für das Wolkenschloss in der Schweiz angenommen wird, freut sie sich riesig. Denn das Hotel mit all seinen Erkern, Türmchen und geheimen Ecken ist genau so, wie man es sich von einem echten Schloss erträumt. Und dann sind da auch noch Ben, der äußerst nette Hotelierssohn und Tristan, der bestaussehendste Junge, den Fanny je gesehen hat. Beide haben etwas sehr anziehendes an sich, aber als plötzlich seltsame Dinge im Wolkenschloss passieren, ist selbst das vergessen.


Rezension:

"Wolkenschloss" war ein Buch zum Träumen, mit einer magischen Atmosphäre und außergewöhnlichen Charakteren, sodass ich mir auf jeder Seite mehr wünschte, dort zu sein.

Ich liebe Kerstin Giers Schreibstil. Er ist so locker-leicht mit genau dem richtigen Touch Humor und ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Ich fühle mich wohl und er bringt mich in eine Wohlfühlstimmung. Ich habe mehr als einmal herzhaft gelacht. Ich finde auch, dass trotzdem die Spannung sehr gut rübergekommen ist, ich war zusammen mit Fanny aufgeregt, hibbelig und mir ist mehr als einmal das Herz stehengeblieben.
Auch, dass das Buch nur aus Fannys Sicht geschrieben war, fand ich sehr passend und nicht langweilig.

Fanny war mir sehr sympathisch, sie war lebensfroh, hatte keine schwere Vergangenheit, sondern war einfach sie selbst. Ich hatte das Gefühl, sie hatte sich selbst gefunden, auch, was sie will wusste sie ziemlich genau.

Auch Ben und Tristan waren mir beide recht sympathisch, auch, wenn man über deren Gefühlsleben nicht sonderlich viel erfahren hat. Ben war einfach ein netter Kerl, der es einfach gut meint und Tristan war äußerst geheimnisvoll, aber dadurch sehr interessant.

Nur die Liebesgeschichte fand ich ziemlich flach, es gab kaum tiefgründige Gespräche, sondern meist oberflächlichen Smalltalk. Wie da Gefühle entwickelt werden sollen, ist mir ein Rätsel, und auch für mich als Leser war es nicht schön, sondern eher seltsam.

Die anderen Charaktere waren so verschieden, dass ich, obwohl es so viele von ihnen gab, sie nicht verwechselt habe. Manche waren mir sympathisch, manche waren nervig und wieder andere habe ich einfach zutiefst gehasst. So hat es sehr Spaß gemacht zu lesen, es wurde mit diesen ganzen Leuten nie langweilig.

In der Handlung konnte man einen deutlichen roten Faden entdecken und gegen Ende wurde es sehr spannend. Den Plottwist habe ich nich nicht einmal erahnen können und ich war wirklich positiv überrascht.

Fazit: Ein großartiges Wohlfühlbuch, dessen Liebesgeschichte besser ausgearbeitet hätte werden können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2020

Gefühlvolles Wohlfühlbuch

Truly
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"Egal, wie stark und mutig man sein will, manchmal ist man körperlich unterlegen und manchmal hat man, egal, wie irrational es ist, Angst oder fühlt sich unwohl. Sich dann helfen zu lassen ist keine Schwäche. ...

"Egal, wie stark und mutig man sein will, manchmal ist man körperlich unterlegen und manchmal hat man, egal, wie irrational es ist, Angst oder fühlt sich unwohl. Sich dann helfen zu lassen ist keine Schwäche. Sich Hilfe zu wünschen, genauso wenig."


Inhalt:

Als Andie nach Seattle kommt, will sie nur eines - endlich studieren, zusammen mit ihrer besten Freundin June studieren.
Doch dann begegnet sie Cooper.
Cooper, der abweisend und dann wieder unglaublich fürsorglich ist. Der sich für sie interessiert - und dann wieder nicht.
Was steckt hinter seiner seiner ruhigen Fassade? Was ist sein Geheimnis?

Rezension:

Von Ava Reeds Schreibstil habe ich ja schon oft geschwärmt und würde es auch immer wieder tun. Sie schafft es, mit Worten Gefühle auszulösen, die sich tief einbrennen. Die so real sind, als würde man mitten drin sein.
Ihre Bücher sind deshalb jedes Mal auf's Neue ein wundervolles Leseerlebnis.

Andie war eine sehr sympathische Protagonistin. Ich konnte mich sehr, sehr gut mit ihr identifizieren und ich glaube, dass sie mir in vielen Punkten ziemlich ähnlich ist. Denn ja - auch ich würde gemütliche Abende mit meinem Sofa, Netflix und mir einer Party vorziehen.

Dafür würde ich eigentlich eine June brauchen - jemanden, der mich überall mit hinschleppt und mir zeigt, wie man wirklich schlagfertig ist.
June habe ich sogar noch mehr geliebt als Andie. Sie ist ein so aufgewecktes Mädchen und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Deswegen bin ich auch sehr gespannt auf "Madly", der ihre Gedchichte erzählt.

Cooper. Was soll ich nur zu ihm sagen? Er war, nein, ist toll. Er ist herzensgut, auf den ersten Blick verschlossen, aber wenn man ihn besser kennenlernt... wow!
Muss ich noch was dazu sagen?

Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist die Handlung. Es ist ein langsames Buch - was auch gar nicht schlimm ist. Aber da in der Mitte des Buches recht wenig passiert ist, hat es sich für mich ein wenig gezogen. Dafür haben sich die Ereignisse am Ende nahezu überschlagen, was meiner Meinung nach nicht zum Stil des restlichen Buches gepasst hat.
Sonst hat mir die Handlung gut gefallen, es wurden einige wichtige, emotionale Themen angeschnitten, auf die noch genauer eingegangen hätte werden können.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 24.11.2020

Absolutes Jahreshighlight

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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"Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich, wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen." - Noár

Cassardim - Jenseits der Goldenen Brücke / Julia Dippel / 527 Seiten / PLANET!

Inhalt:
Amaia ...

"Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich, wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen." - Noár

Cassardim - Jenseits der Goldenen Brücke / Julia Dippel / 527 Seiten / PLANET!

Inhalt:
Amaia hat ein Geheimnis. Und noch viel mehr Fragen. Warum sehen ihre Geschwister alle unterschiedlich aus? Was verbirgt sich hinter den Befehlen ihrer Eltern, denen sie widerstehen kann, denen ihre Geschwister aber arglos folgen?
Als ihre Eltern dann plötzlich auch noch einen Gefangenen in ihrem Keller einsperren, fängt alles erst richtig an. Denn er führt Amaia und ihre Geschwister nach Cassardim. Einem Ort, an dem alles möglich ist, wenn man nur den Willen dafür hat.

Rezension:
Am Anfang muss ich euch leider warnen, dass das hier wohl eher eine Lobeshymne auf dieses Buch ist. Es konnte mich auf voller Linie überzeugen und zählt zu meinen absoluten Jahreshighlight und schafft es sogar in meine Lieblingsbücher.

Der Schreibstil war locker und leicht zu lesen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Trotzdem ist es der Autorin auch gelungen, die vielen verschiedenen Landschaften anschaulich und authentisch zu beschreiben.

Amaia und Noár sind zwei unglaublich interessante Hauptcharaktere, deren kleine und große Streitereien ich gerne gelesen habe.
Sie waren ein sehr dynamisches Duo und vor allem Noár hat es mir angetan. (Bookboyfriend incoming!) Da ich an dieser Stelle aber nicht zu sehr spoilern möchte, kann ich zu den beiden sonst nichts mehr sagen.

Auch alle anderen Figuren waren tiefgreifend gestaltet und haben ihren Eigenschaften nach schlüssig gehandelt. Es gibt Charaktere, die man in sein Herz schließen kann, aber auch welche, die einem ebendieses brechen.

Was mich ebenso beeindruckt hat, ist das Worldbuilding. Cassardim ist eine Welt fernab jeder Vorstellung, die wir uns machen können - was das Schreiben bestimmt nicht ganz einfach gemacht hat. Aber diese Welt ist so gut durchdacht, so detailliert, wie ich es bisher nur selten gelesen habe.

Fazit:
Dieses Buch ist einfach der Wahnsinn. Ich brauche Band 2. Jetzt.
Ich kann es jedem empfehlen, der etwas mit Fantasy anfangen kann, wenn nicht, dann... lest es trotzdem, wirklich, es ist genial.

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  • Handlung
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