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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2024

Eine bewegende Fortsetzung

Windstärke 17
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"Windstärke 17" ist eine fesselnde Fortsetzung des Romans "22 Bahnen", die mich ebenso wie ihr Vorgänger vollkommen in den Bann gezogen hat. Diesmal steht Tildas jüngere Schwester Ida im Fokus der Geschichte. ...

"Windstärke 17" ist eine fesselnde Fortsetzung des Romans "22 Bahnen", die mich ebenso wie ihr Vorgänger vollkommen in den Bann gezogen hat. Diesmal steht Tildas jüngere Schwester Ida im Fokus der Geschichte. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter ist Ida von Trauer, Einsamkeit und Schuldgefühlen geplagt, die sie dazu treiben, von zu Hause zu fliehen. Ida landet auf Rügen. Dort hat sie das Glück bei dem Ehepaar, Marianne und Knut, wohnen zu dürfen. Obwohl das Leben dort etwas erträglicher wird, gerät ihre Welt bald wieder ins Wanken.

Der einzigartige Schreibstil der Autorin hat mich erneut überzeugt. Durch Idas Ich-Perspektive werden ihre Gedanken und Gefühle dem Leser nahegebracht, und ihre Geschichte lässt einen nicht mehr los. Die Wut, Trauer, Schuldgefühle sowie die Angst vor weiteren Verlusten haben mich tief berührt. Immer wieder reflektiert Ida die Zeit mit ihrer alkoholabhängigen Mutter und die Schuld, die sie empfindet.
Es ist ein intensiver Roman, in dem alle Charaktere überzeugend und authentisch wirken.
Für mich ist "Windstärke 17" ein wahres Highlight, und ich hoffe, dass es noch weitere Fortsetzungen geben wird. Diese bewegende Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Selbstentdeckung

Am Himmel funkelt ein neuer Tag
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Zoé nutzt die Gelegenheit, ein Jahrespraktikum als Innenarchitektin in London anzutreten, und findet eine Wohnung in einem charmanten Viertel der Großstadt. Der Roman beschreibt eindrucksvoll die Schönheit ...

Zoé nutzt die Gelegenheit, ein Jahrespraktikum als Innenarchitektin in London anzutreten, und findet eine Wohnung in einem charmanten Viertel der Großstadt. Der Roman beschreibt eindrucksvoll die Schönheit Londons. Während Zoé neue Freundschaften knüpft und auf der Arbeit hundert prozentigen Einsatz zeigt, begleiten sie häufig Gedanken an ihren Ex-Freund Filipe, ihre große Liebe.
Meike Werkmeister erzählt die Geschichte in einem flüssigen und leicht zugänglichen Schreibstil aus Zoés Perspektive, was es dem Leser ermöglicht, sich gut in die Gedankenwelt der Protagonistin einzufühlen. Trotz Zoés Sympathie und Ehrgeiz wird ihre dominante Art nicht von allen positiv aufgenommen, obwohl sie stets das Beste im Sinn hat. Familie spielt eine bedeutende Rolle in diesem Roman sowie die Probleme, mit denen Zoé unerwartet konfrontiert wird.

Insgesamt ist es ein Wohlfühlroman, der sich leicht lesen lässt. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Selbstentdeckung.

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Veröffentlicht am 22.04.2024

Ein Roman von besonderen Freundschaften, Familie und die Liebe

Das Fenster zur Welt
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Im Jahr 1944 kreuzen sich die Wege des jungen britischen Soldaten Ulysses und der sechzigjährigen Kunsthistorikerin Evelyn. Durch tiefgründige Gespräche über das Leben und die Kunst öffnet sich Ulysses ...

Im Jahr 1944 kreuzen sich die Wege des jungen britischen Soldaten Ulysses und der sechzigjährigen Kunsthistorikerin Evelyn. Durch tiefgründige Gespräche über das Leben und die Kunst öffnet sich Ulysses eine neue Perspektive auf die Welt, und zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, obwohl sie sich zunächst aus den Augen verlieren.

Sarah Winmans neuer Roman lockte mich mit dem traumhaft schönen Cover, und da mich ihr vorheriges Werk "Lichte Tage" begeisterte, freute ich mich sehr auf dieses Buch. Die Autorin zeichnet sich durch einen besonderen Schreibstil aus, mal poetisch, mal direkt. In diesem über 500 Seiten starken Werk erlebte ich Höhen und Tiefen. Manchmal fesselte es mich, dann wieder zog es sich. Es gab Momente, in denen mir zu viele unwichtige Details erzählt wurden und zu wenig voranging. Die Konzentration fiel mir dabei nicht immer leicht aufrechtzuerhalten, doch plötzlich gab es wieder Stellen, die mich nicht losließen und sehr bewegt haben. Persönlich bin ich auch kein Fan von endlosen Kapiteln.

Der Roman behandelt eine Vielzahl von Themen, darunter die Suche nach Liebe, Freundschaften, Liebeskummer, Verlust, Trauer und Kunst. Besonders liebenswert ist der Papagei Claude, der die Geschichte charmant auflockert und gerne noch mehr Raum hätte einnehmen dürfen – er ziert auch das wunderschöne Cover. Die Protagonisten begleitet man über Jahrzehnte ihres Lebens und kann ihre Entwicklung verfolgen. Auch historische Ereignisse werden geschickt in die Handlung eingewoben.

Obwohl ich etwas hin und her gerissen bin, hätte mich der Roman vielleicht mehr begeistert, wenn er etwas weniger Seiten gehabt hätte.

"Das Fenster zur Welt" erzählt von besonderen Freundschaften, Familie und der Liebe.

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Ein bewegender, historischer Roman

Sturmmädchen
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Die Freundschaft von Elli, Margot und Käthe wird, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, auf eine harte Probe gestellt. Käthe fühlt sich von der Ideologie der Nazis angezogen, Margot muss als ...

Die Freundschaft von Elli, Margot und Käthe wird, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, auf eine harte Probe gestellt. Käthe fühlt sich von der Ideologie der Nazis angezogen, Margot muss als Jüdin um ihr Leben bangen und Elli hat es als Gehbehinderte nicht leicht. Sie bringt sich selbst in Gefahr, um Margots Leben zu retten.

"Sturmmädchen" ist ein bewegender historischer Roman, der die grausame Nazizeit widerspiegelt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von der gutgläubigen Elli, die sich immer mehr zu einer starken und mutigen Frau entwickelt. Lilly Bernstein hat authentische Figuren erschaffen. Der Roman hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Es ist eine bedrückende sowie ergreifende Geschichte, die die Armut, Angst und Not widerspiegelt. Dabei wird die grausame Judenverfolgung beschrieben, die sehr unter die Haut geht. Zusätzlich geht es um die Freundschaft der drei sehr unterschiedlichen Frauen Elli, Käthe und Margot.

"Sturmmädchen" ist ein sehr ergreifender historischer Roman, der mich durchweg fesseln konnte. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

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Veröffentlicht am 16.04.2024

Auftakt einer unterhaltsamen Kriminalromanreihe

Marconi und der tote Krabbenfischer
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Eigentlich wollte Massimo Marconi sein Leben nicht an der Nordsee verbringen. Doch nach dem Tod seines jüngeren Bruders, hält er sein Versprechen und nimmt die Vormundschaft dessen Kinder an und zieht ...

Eigentlich wollte Massimo Marconi sein Leben nicht an der Nordsee verbringen. Doch nach dem Tod seines jüngeren Bruders, hält er sein Versprechen und nimmt die Vormundschaft dessen Kinder an und zieht von München nach St. Peter-Ording. Kindererziehung bleibt für ihn nicht die einzige Herausforderung, sondern auch die Degradierung seiner Stelle vom Kriminalhauptkommissar zum Dienstellenleiter in der Polizeiwache. Seine neuen Aufgaben sind auf den ersten Blick öde. Deshalb hält Massimo die Ermordung eines Krabbenfischers nicht zurück, unerlaubt bei den Mordermittlungen zu recherchieren.

Daniele Palu hat mich von der ersten Seite mit seiner neuen Kriminalromanreihe in St.Peter-Ording gefesselt. Marconis Überforderung mit der Kinderziehung und seinen Job unter einen Hut zu bekommen, wirkte sympathisch und war unterhaltsam. Das Leben an der Nordsee sowie die Aufgaben der Polizeidienstelle wurde authentisch und bildlich gut beschrieben. Zudem wurden in dem Roman auch aktuelle Umweltproblematiken eingebracht. Der locker und leichte Schreibstil des Autors, bei dem auch der Humor nicht fehlt, hat mich wieder begeistert. Stellenweise gibt es spannende Elemente und genug Raum für Spekulationen, wer der Täter sein könnte.
Massimo Maconi mit seinen italienischen Wurzeln bietet gute, abwechslungsreiche Unterhaltung. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich schon auf weitere aufregende Ermittlungen von Maconi. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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