Unterhaltsam mit einer schlagfertigen und mutigen Protagonistin
Kissed - Eine Liebe zwischen Licht und DunkelheitDas Buch hat mir genau das gegeben, was ich erwartet hatte: In typischer Armentrout-Manier ließ es sich flüssig und schnell lesen und war unterhaltsam. Die Protagonisten waren – anders als in ihren anderen ...
Das Buch hat mir genau das gegeben, was ich erwartet hatte: In typischer Armentrout-Manier ließ es sich flüssig und schnell lesen und war unterhaltsam. Die Protagonisten waren – anders als in ihren anderen Serien – älter (um die 30 und 300), was ich grundsätzlich gut finde. Dadurch hatte ich aber auch etwas mehr reife erwartet, die ich leider nicht spürte. Große Teile des Konflikts basierten auf Kommunikationsproblemen, was mir persönlich garnicht gefällt. Diese Mischung ließ die beiden Protagonisten, trotz einiger traumatischer Erlebnisse, zu naiv und unsicher wirken. Wenn man mehrere Bücher von Jennifer L. Armentrout gelesen hat, kennt man auch ihre Charaktere: Die beiden Hauptfiguren waren vom Wesen her sehr ähnlich zu denen aus ihren anderen Buchreihen, was ich etwas enttäuschend fand.
Das Pacing empfand ich an einigen Stellen als zu schnell, an anderen wiederum als zu langsam, wodurch es nicht immer stimmig wirkte. Auch der Antagonist blieb für mich zu eindimensional, obwohl er und Bri lange Zeit miteinander verbracht haben. Positiv fand ich hingegen, dass Bri trotz ihrer Naivität und Zweifel sehr mutig ist. Ihre Kolleg:innen und Freund:innen stellten sie oft als schwach dar und nahmen sie nicht ernst. Das ließ sie aber nie von ihren Taten abhalten.
Störend am Aufbau des Buches empfand ich die vielen Wiederholungen und Rückblenden. Im Englischen besteht das Buch aus zwei einzelnen Kurzgeschichten, wo diese Wiederholungen mehr Sinn ergeben. In der zusammengelegten Fassung fand ich sie jedoch überflüssig.
Trotz allem hat mir das Buch gut gefallen, weil es mich in dem Moment sehr unterhalten hat.