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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2019

Ein wunderschönes, zutiefst berührendes und so wichtiges Buch!

Und mittendrin ich
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Als ich mir den Klappentext von „Und mittendrin ich“ das erste Mal durchlas, wusste ich einfach sofort, dass ich diesen Jugendroman unbedingt lesen muss. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht so mein ...

Als ich mir den Klappentext von „Und mittendrin ich“ das erste Mal durchlas, wusste ich einfach sofort, dass ich diesen Jugendroman unbedingt lesen muss. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht so mein Fall und obwohl ich das absolute Coveropfer bin, habe ich das Buch dennoch nur zu gerne bei mir einziehen lassen. Hier war ich mir sehr sicher, dass mich mein erstes Werk von Ami Polonsky hellauf begeistern wird!

Der 12-jährige Grayson hat sich schon als kleines Kind in Kleider und Röcken am wohlsten geführt. Er zeichnet gerne Prinzessinnen und würde seine langen blonden Haare am liebsten mit Spangen zurücknehmen. Vor seinem Onkel, seiner Tante und seinen beiden Cousins, bei denen er seit dem frühen Unfalltod seiner Eltern lebt, hält er diese Wünsche aber geheim, zu groß ist seine Sorge, dass sie ihn nicht verstehen würden. Grayson spürt, dass er anders ist. Er möchte viel lieber ein Mädchen sein. Immer stärker wird dieser Wunsch in ihm, immer mehr verliert er sich in seinen Träumen. Irgendwann lässt sich diese große Sehnsucht in ihm einfach nicht mehr geheim halten. Als er an seiner Schule endlich das erste Mal eine Freundin findet und merkt, wie einsam er die ganzen Jahre über war, beschließt er, etwas an seinem Leben zu ändern. Ob es Grayson wohl gelingen wird, endlich der Mensch zu sein, der sie wirklich sein möchte?

Mir hat „Und mittendrin ich“ unglaublich gut gefallen, sogar besser, als von mir erwartet! Ich lag mit meiner Vermutung, dass das Buch ganz genau das Richtige für mich sein wird, also absolut richtig. Ami Polonsky ist mit ihrem Debüt in der Jugendliteratur ein so wundervolles Buch gelungen, welches auf eine zutiefst berührende, einfühlsame und herzerwärmend schöne Weise das wichtige Thema Transgender behandelt.
Wie Graysons Fühlen, Denken und Handeln beschrieben wird, ist einfach Wahnsinn! Ich konnte mich wunderbar in „ihn“ hineinversetzen und habe „ihn“ vom ersten Moment an unheimlich lieb gewonnen. Die Beschreibungen über Graysons Leben sind wunderschön und traurig zugleich. Ich musste hier beim Lesen öfters schwer schlucken und habe so mit Grayson mitgefühlt. Ihr könnt euch vermutlich denken, dass viele in Graysons Umfeld es nicht gut aufnehmen, dass „er“ lieber ein Mädchen sein möchte. Mich hat es stellenweise so wütend gemacht, wie manche „ihn“ behandeln. Gerade Kinder können so grausam sein. Gemeine Bemerkungen, Mobbingattacken – Grayson wird davon leider nicht verschont bleiben. Ami Polonsky beschreibt all das absolut authentisch und realistisch. Ich weiß jetzt schon, dass mir dieses Buch noch sehr lange sehr gut im Gedächtnis bleiben wird. Mich hat die Story einfach zutiefst beeindruckt und auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen.

Obwohl die Handlung sehr ruhig ist, konnte sie mich dennoch von den ersten Seiten an mitreißen und bis zum Schluss fesseln. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen und war am Ende richtig traurig, dass ich mich so schnell wieder von Grayson verabschieden musste. Ich gehe hier schon davon aus, dass es sich um einen Einzelband handelt, obwohl das Buch recht offen endet. Über das Ende musste ich ehrlich gesagt auch erst ein bisschen nachdenken. Zuerst war ich irgendwie nicht so zufrieden damit, weil es so ein paar Fragen unbeantwortet lässt. Mittlerweile aber habe ich mich doch damit angefreundet. Ich finde dieses Buch einfach nur perfekt und hoffe so sehr, dass es die Aufmerksamkeit erhalten wird, die es verdient!

Erfahren tun wir hier alles aus Graysons Sicht in der Ich-Perspektive. Mit „ihm“ ist Ami Polonsky ein einzigartiger Charakter gelungen. Grayson hat eine enorme Fantasie, „er“ beobachtet seine Mitmenschen ganz genau und hat früh gelernt, sich unsichtbar zu machen. Grayson ist wirklich etwas ganz besonderes, man gar nicht anders, man muss „ihn“ einfach sofort ins Herz schließen.

Die anderen Charaktere wurden ebenfalls allesamt erstklassig ausgearbeitet. Sympathisch waren mir allerdings definitiv nicht alle; wie oben bereits erwähnt, gibt es in Graysons Leben leider so einige Menschen, die nicht damit klarkommen, dass „er“ so anders ist und „ihn“ deswegen übel hänseln. Wen ich zum Beispiel richtig doof und gemein fand, war Graysons Cousin Jack. Und auf einige „seiner“ Mitschüler habe ich beim Lesen auch eine richtige Wut entwickelt. Es ist einfach so schlimm und ungerecht, dass manche Menschen nicht so sein dürfen, wie sie sein wollen, ohne deswegen verurteilt zu werden.

Zum Glück wird Grayson aber auch Menschen an „seiner“ Seite haben, die „ihn“ verstehen und unterstützen. Mitschüler, Lehrer, sein Onkel – diese Momente, wenn Grayson Zuspruch erhält, haben mich so glücklich gemacht!

Womit ich hier gar nicht gerechnet habe, ist, dass das Thema Theater eine sehr große Rolle in der Geschichte spielen wird. Hat mir total gut gefallen, ich liebe Bücher, die vom Theaterspielen handeln. Grayson entschließt sich recht früh im Buch dazu, an der Theater AG teilzunehmen. Diese wird demnächst das Stück Die Sage der Persephone proben und Grayson wird eine der Hauptrollen spielen. Welche das ist, verrate ich hier allerdings nicht.

Ich kann nur sagen, lest dieses Buch! Es erzählt eine so tolle Geschichte über das Anderssein, über Familie, Freundschaft und Mut, über Selbstfindung, Vorurteile, Mobbing und Hoffnung. Wenn ihr gerne Bücher lest, die euch berühren und zum Nachdenken anregen, euch überraschen und mitfiebern lassen, euch traurig und glücklich zugleich machen, dann werdet ihr „Und mittendrin ich“ ganz bestimmt genauso sehr lieben wie ich.

Fazit: Was für ein wundervolles Buch! „Und mittendrin ich“ erzählt auf eine gefühlvolle, authentische, warmherzige und zutiefst berührende Weise eine ganz besondere Geschichte über viele wichtige Themen wie Freundschaft, Mut, Selbstfindung, Hoffnung und den Glauben an sich selbst. Mich hat Graysons Geschichte sehr bewegt und nachdenklich gestimmt. Sie hat mich Wut, Trauer und Freude empfinden lassen und mir die allerschönsten Lesestunden beschert. Ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen. „Und mittendrin ich“ hat es so verdient, von ganz vielen Menschen gelesen und geliebt zu werden! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 27.06.2019

Spannend, duftig schön und wunderbar magisch! Genauso klasse wie die ersten beiden Bände!

Die Duftapotheke (3). Das falsche Spiel der Meisterin
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Endlich hat das Warten ein Ende! Diesen Monat ist endlich der dritte Band der Duftapotheke erschienen! Ich liebe diese zauberhafte Reihe über alles, die ersten beiden Bände haben mir wahnsinnig gut gefallen. ...

Endlich hat das Warten ein Ende! Diesen Monat ist endlich der dritte Band der Duftapotheke erschienen! Ich liebe diese zauberhafte Reihe über alles, die ersten beiden Bände haben mir wahnsinnig gut gefallen. Auf das dritte magische Duftabenteuer habe ich mich daher schon riesig gefreut. Kurz nachdem das Buch bei mir eintraf, habe ich mir diese wunderhübsche Coverschönheit geschnappt und mit dem Lesen losgelegt.

Seit Luzie, Mats und Benno aus Amsterdam zurückkehrt sind, geht es in der Villa Evie im Lavendelweg ziemlich ruhig zu. Beunruhigend ruhig, findet Luzie. Haben die Ewigen etwa aufgeben? Luzie kann einfach nicht glauben, dass ihre Widersacher ihre bösen Absichten abgelegt haben. Tja, da soll sich noch sehr bald herausstellen, dass ihr ungutes Magengrummeln sie nicht getäuscht hat. In der Stadt tauchen auf einmal überall merkwürdige Raumdüfte von der Ancien-Duftreihe auf. Luzie und Mats gehen der Sache auf den Grund und finden heraus, wer hinter dieser mysteriösen Duftmarke steckt: Syrell de Richemont, der Anführer der Ewigen. Dass dieser nichts Gutes im Schilde führt und ganz bestimmt weiter darauf aus, das Meteorpulver in seine Finger zu bekommen, ist den Kindern sofort klar. Sie beschließen kurzerhand nach Paris zu reisen, zu Syrell de Richemonts Grundstück. Sie wollen das furchtbare Vorhaben ihrer Feinde, die Weltherrschaft zu erlangen, unbedingt verhindern. Ein sehr schwieriges und äußerst gefährliches Unterfangen. Ob es den Kindern wohl gelingen wird, den Ewigen endlich das Handwerk zu legen?

Auf den dritten Band der Duftapotheke habe ich mich zurecht so sehr gefreut. Anna Ruhe ist hier erneut eine absolut bezaubernde Fortsetzung gelungen, die mir ein herrlich duftes Leseerlebnis beschert hat. Wie schon die beiden vorherigen Bände, so habe ich auch diesen Teil richtig weggeatmet - bzw. weggeduftet ;) - und für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Das Buch liest sich einfach klasse. Anna Ruhe hat einen so wunderschönen und lebendigen Schreibstil! Dank der spannenden, temporeichen Handlung, dem mitreißenden Schreibstil und der angenehm kurzen Kapitel fliegt man hier wirklich nur so durch die Seiten.

Ich rate bei dieser Reihe sehr, die Bände chronologisch zu lesen, da sie ziemlich aufeinander aufbauen. Es mag vielleicht auch so gehen, da in den Folgebänden alles wichtige kurz erklärt wird, aber ich halte es dennoch für sinnvoller, die richtige Reihenfolge hier einzuhalten. Der Lesespaß ist dann einfach deutlich höher.

Womit mich Anna Ruhe auch in diesem Band komplett überzeugen konnte, sind die Charaktere. Egal ob gut oder böse – alle Figuren wurden wieder hervorragend ausgearbeitet. Sie wirken allesamt absolut authentisch und machen das Leseabenteuer, das einem hier beschert wird, zu einem unvergesslichen und ganz besonderen.

Erzählt wird wieder alles aus der Sicht der 13-jährigen Luzie in der Ich-Perspektive. Luzie habe ich seit dem ersten Teil ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein total sympathisches und mutiges junges Mädchen. Man kann gar nicht anders, man muss sie einfach lieben. Genauso sieht es bei ihrem fünfjährigen Bruder Benno aus. Hach, ich finde diesen kleinen Kerl einfach zum Knuddeln süß! Ihn würde ich sofort als meinen Bruder adoptieren. :D

Wen ich natürlich ebenfalls unheimlich gerne mag, ist Mats, Luzies bester Freund. Er ist einfach auch so jemand, den man sofort gernhaben muss. Was Luzie und Mats angeht, musste ich hier ja öfters sehr schmunzeln. Da ist doch mittlerweile sehr offensichtlich, dass sich die beiden ein bisschen ineinander verguckt haben.

Zusammen mit Luzie und Mats verschlägt es uns dieses Mal nach Paris. Wir halten uns also, wie schon in Band 2, eher weniger in der Duftapotheke auf. Hat mich aber erneut überhaupt nicht gestört, ganz im Gegenteil, mich konnte Anna Ruhe mit dem Setting hellauf begeistern! Die Orte, die wir in Paris besuchen dürfen, werden einfach großartig beschrieben. Und obwohl wir uns nur recht wenig in der Duftapotheke aufhalten, geht es hier natürlich dennoch durchweg magisch zu. Ich kann euch ja schon mal verraten, dass auch diesem Band wieder jede Menge magische Düfte zum Einsatz kommen werden. Die Düfte werden einfach so toll beschrieben! Da bilde ich mir beim Lesen ja wirklich manchmal ein, die Gerüche plötzlich riechen zu können. :D

Neben der Magie kommt in diesem Band aber natürlich auch die Spannung nicht zu kurz. Hier folgt wirklich einer aufregenden Szene der nächsten, sodass man immerzu am Mitfiebern ist. Ich bin mir sehr sicher, dass selbst die größten Lesemuffel hier wie gebannt am Lesen sein werden und das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollen. Für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren bietet sich die Duftapotheke-Reihe prima zum Selberlesen an. Ich kann die Bücher aber auch Jugendlichen und Erwachsenen sehr ans Herz legen. Die Geschichten haben so etwas wunderbar Zeitloses und verzaubern einfach jedermann, egal ob Jung oder Alt, von den ersten Seiten an.

Was das Leseerlebnis hier dann erst so richtig perfekt macht, ist die liebevolle Gestaltung des Buches. Auch dieser Band wurde wieder märchenhaft schön von Claudia Carls illustriert. Ich liebe ihre Zeichnungen über alles. Sie verstärken diese wundervolle Atmosphäre, die hier durchweg herrscht, nur noch. Besonders gut gefallen haben wir wieder die Einbandillustrationen; in die bin ich ganz verliebt.Und das Cover ist einfach nur ein Traum. Die Duftapotheke-Reihe macht sich so wunderbar im Regal!

Ich freue mich nun schon sehr auf den vierten Band, der nächstes Jahr im Frühjahr erscheinen soll. Ja, ihr habt richtig gelesen, mit Teil 3 ist zum Glück noch nicht Schluss, es wird tatsächlich noch zwei weitere Bände geben, hurra! Ich war ja irgendwie immer davon ausgegangen, dass die Duftapotheke eine Trilogie wäre. Was war meine Freude groß, als ich hörte, dass es noch zwei weitere Duftapotheke-Bücher geben wird. Meinetwegen dürfen nach Band 5 auch gerne noch viele weitere Bände folgen. :D

Fazit: Spannend, atmosphärisch, duftig schön und wunderbar magisch! Auch mit dem dritten Duftapotheke-Band ist Anna Ruhe ein absolut bezauberndes Kinderbuch gelungen, welches von den ersten Seiten an zum Träumen und Mitfiebern einlädt. Es enthält einen wundervollen Mix aus Freundschaft, Liebe, Mut, Zusammenhalt, Magie und Abenteuer, welcher für prickelnd schöne, mitreißende Lesestunden sorgt. Ich kann „Die Duftapotheke – Das falsche Spiel der Meisterin“ wärmstens empfehlen und vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 26.06.2019

Turbulent, warmherzig, magisch schön und so, so witzig!

Glück und los!
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Als ich erfuhr, dass dieses Jahr der erste Band von Dagmar Bachs neuer Trilogie erscheinen wird, war meine Freude riesengroß! Ich liebe die Zimt-Reihe von Dagmar Bach, die Bücher sind so schön! Dem Erscheinen ...

Als ich erfuhr, dass dieses Jahr der erste Band von Dagmar Bachs neuer Trilogie erscheinen wird, war meine Freude riesengroß! Ich liebe die Zimt-Reihe von Dagmar Bach, die Bücher sind so schön! Dem Erscheinen von „Glück und los!“ habe ich ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich war schon so gespannt, was mich in dem Buch wohl erwarten wird.

Früher war Lina der festen Überzeugung, dass sie Wünsche erfüllen kann. Ihre Mutter hat sie darin sogar immer bestärkt, schließlich stammen sie von Gloria Petrus ab, die eine Art Stadtlegende ist und der nachgesagt wird, dass sie Herzenswünsche erfüllen konnte. Jetzt, mit 15, glaubt Lina natürlich nicht mehr daran, dass sie eine Glücksbringerin ist...Na ja, okay, so ein bisschen vielleicht doch. Sie hat zum Beispiel ihre Liste, auf der sie all die Dinge notiert hat, die in ihren Augen dazu beigetragen haben, dass Wünsche um sie herum wahr wurden: Am Pferdeschwanz drehen, fünfmal schlucken, an glatzköpfige Franzosen denken,...Was gäbe Lina dafür, wenn ihre Wunscherfüllungsutensilien doch wirklich Glück bringen würden! Sie selbst hat nämlich gerade einen großen Herzenswunsch: Sie möchte sich endlich verlieben und zwar so richtig, so Liebe-auf-den-ersten-Blick-mäßig. Hm, warum nicht einfach mal versuchen? Vielleicht klappt es ja doch mit dem Wünsche erfüllen? Früher hat es ja irgendwie auch erstaunlich oft funktioniert. Lina legt also los und stolpert mitten hinein in ein sehr chaotisches Abenteuer…

Meine große Vorfreude war hier absolut gerechtfertigt, ich bin hellauf begeistert von dem Buch. Einmal angefangen mit dem Lesen, konnte ich gar nicht mehr damit aufhören. Die Story ist einfach so witzig und mitreißend – ich bin hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch quasi inhaliert.

Erzählt wird hier alles aus der Sicht der 15-jährigen Lina in der Ich-Perspektive. Wer den vierten Band der Zimt-Reihe kennt, hat schon die Bekanntschaft mit Lina gemacht. Vicky trifft in „Zimt und verwünscht“ auf sie und freundet sich sehr schnell mit ihr an. Lina muss man aber auch sofort gernhaben. Sie ist so ein lustiges, süßes und fröhliches Mädchen. Ich habe sie bereits im Zimt-Band ganz fest in mein Herz geschlossen und beim Durchschmökern des Auftakts ihrer eigenen Reihe habe ich sie nur noch lieber gewonnen.

Natürlich muss man die Zimt-Reihe aber nicht kennen, um hier dem Geschehen problemlos folgen zu können. Die Reihen sind zwar miteinander verknüpft, können aber dennoch wunderbar unabhängig voneinander gelesen werden. Ich persönlich würde aber dennoch empfehlen, zuerst „Zimt und verwünscht“ zu lesen und dann erst zu „Glück und los!“ zu greifen. Ich denke, dass der Lesespaß dann etwas höher sein könnte.
Mir hat es total gut gefallen, dass Dagmar Bach ihre beiden Reihen miteinander verflochten hat. Ich mag das irgendwie richtig gerne, wenn Autoren so etwas machen. Super fand ich auch, dass Vicky hier sogar ihren Auftritt haben wird. Lina und Vicky sind mittlerweile richtig gute Freundinnen geworden und haben beide das Gefühl, sich schon ewig zu kennen, obwohl sie sich erst vor kurzem das erste Mal getroffen haben.

Dank dem vierten Zimt-Band ist man schon ein bisschen darüber im Bilde, wie es so in Linas Familie aussieht. Linas Patchworkfamilie, die aus einer Wohnung dank eines Wanddurchbruchs einfach mal zwei gemacht hat, ist einfach einzigartig und so lustig! Ihr Vater ist ein total lieber Kerl und ihren großen Bruder Mats fand ich zum Knuddeln süß.
Wen ich ebenfalls richtig gerne mochte, ist die Freundin von Linas Papa: Bea. Bea ist auch so jemand, den man sofort gernhaben muss.
Ihre Eltern dagegen konnte ich überhaupt leiden. Wir haben hier das große Vergnügen dieses charmante Ehepaar (ähm, ja, räusper) kennenzulernen. Warum das verschämte Räuspern, fragt ihr euch? Tja, lest das Buch, dann wisst ihr es. Ich kann euch versichern, ihr werdet die Eltern von Bea genauso unausstehlich finden wie ich. Wie die sich verhalten, einfach nur furchtbar.

Zum Glück bekommen wir es hier überwiegend mit netten Charakteren zu tun. Beas Söhne Arthur und Vincent zum Beispiel fand ich auch super. Na ja, okay, anfangs waren sie mir nicht so sympathisch. Sie geben sich zuerst so geheimnisvoll und brummig. Lina braucht ebenfalls ein Weilchen, ehe sie mit ihren neuen Stiefbrüdern warm wird. Und sie benötigt sehr lange, ehe sie die beiden auseinander halten kann. Arthur und Vincent sind eineiige Zwillinge und gleichen sich wie ein gut aussehendem Ei dem anderen.

Neben Linas außergewöhnlicher Familie hat mir auch ihre allerbeste Freundin Kim total gut gefallen. Und natürlich Linas Patentante Therese, die ebenfalls so ein herzensguter Mensch ist.
Hier mal ein ganz großes Lob an die Autorin: Das Erschaffen von liebenswürdigen und wunderbar schrägen Charakteren hat Dagmar Bach einfach voll drauf! :D

Wofür sie ebenfalls ein absolutes Händchen hat, ist das Schreiben von humorvollen Geschichten. Was hatte ich hier einen Spaß beim Lesen! Ich hatte hier stellenweise wirklich ein Dauergrinsen auf den Lippen und musste immerzu vor mich hinkichern. Genial fand ich zum Beispiel Linas Rituale, die ihr ihrer Meinung nach beim Wünsche erfüllen helfen. Wie Dagmar Bach das beschreibt, hach, einfach herrlich.
Ob Lina allerdings wirklich Wünsche wahr werden lassen kann, werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen.

„Glück und los!“ ist ein wundervoller Trilogieauftakt, der mega große Lust auf mehr macht. Die Story lässt einen durchweg mitfiebern; Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf. Einer turbulenten Szene folgt der nächsten, sodass man gar nicht anders kann als das Buch wegszusuchten. Dank des lebendigen, humorvollen und locker-leichten Schreibstils und der angenehm kurzen Kapitel kommt hier ein großartiger Lesefluss zustande, sodass man das Buch leider viel zu schnell wieder beendet. Zumindest war es bei mir so. Nachdem ich die Buchdeckel vom ersten Band zugeklappt hatte, hätte ich am liebsten sofort zum zweiten Teil gegriffen. Leider erscheint dieser erst nächstes Jahr im Sommer, schnief. Auf „Glück und weiter!" freue ich mich jetzt schon riesig!

Lauter romantisches Liebeschaos, jede Menge geheime Herzenswünsche, viele tolle beste Freundinnen-Momente, Fettnäpfchen ohne Ende – klingt das nicht toll? Nun, das ist es auch! Wenn ihr gerne zuckersüße, liebeschaotische, mitreißende und wunderbar magische Bücher liest, werdet ihr von „Glück und los!“ ganz bestimmt hellauf begeistert sein! Wer gerade den großen Wunsch verspürt, mal wieder so ein richtig tolles, unterhaltsames Buch zu lesen, wird diesen Wunsch mit Linas erstem Abenteuer garantiert erfüllt bekommen!

Fazit: Zuckersüß, turbulent, witzig und einfach nur schön! Ein wundervoller Wohlfühlschmöker, der rundum glücklich macht und uns Lesern ein breites Dauergrinsen auf die Lippen zaubert. Ich habe herrliche Lesestunden mit dem Buch verbracht. Wer gerne humorvolle, zum Schmunzeln schöne und wunderbar magische Bücher liest, wird hier garantiert ganz auf seine Kosten kommen! Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Und für alle Fans der Zimt-Reihe ist die Glück-Trilogie in meinen Augen ein ganz großes Muss! Von mir gibt es volle 5 von 5 glücklichen Sternen!

Veröffentlicht am 24.06.2019

Warmherzig, turbulent und so witzig! Ein ganz wundervolles Buch!

Spring! Vor allem über deinen Schatten
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Mich konnten bisher alle Bücher, die ich von Mina Teichert gelesen habe, hellauf begeistern! Ich liebe einfach ihren Humor und ihre einzigartigen, witzigen Charaktere. Als ich nun in der Vorschau des ...


Mich konnten bisher alle Bücher, die ich von Mina Teichert gelesen habe, hellauf begeistern! Ich liebe einfach ihren Humor und ihre einzigartigen, witzigen Charaktere. Als ich nun in der Vorschau des Thienemann-Esslinger Verlags entdeckte, dass dieses Jahr im Juni ein neues Buch von ihr erscheinen wird, war meine Freude groß. In das hübsche Cover habe ich mich sofort verliebt und der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Als Penelop, genannt Pebbels eines Tages von der Schule kommt, hört sie plötzlich ein blechernes Klingeln. Nanu, kommt das etwa von der alten Telefonzelle? Tatsache. Pebbels kann nicht widerstehen und betritt die enge und nach alten Socken riechende Telefonkabine. Sie nimmt den Hörer ab und...ist mit einem Mädchen namens Coco verbunden. Diese weiß, woher auch immer, dass sie mit einer Penelop spricht. Total unheimlich das Ganze! Coco behauptet von sich, eine Seherin zu sein und drölf Jahre zu zählen. Drölf? Nun, Coco ist fast dreizehn, aber immer noch zwölf. Drölf eben. Dieses sehr merkwürdige Telefonat soll der Beginn einer wunderschönen Freundschaft werden. Dank Coco wird Pebbels eine unvergessliche Zeit erleben, sie wird mutiger und selbstbewusster werden und – das wohl allerbeste: sie wird endlich eine richtige Freundin haben, mit der sie Spaß haben und auf die sie sich immer verlassen kann.

Hach, was für ein tolles Buch! Ich bin ganz begeistert von dem neuen Werk von Mina Teichert; es ist so witzig, mitreißend und herrlich schräg. Breiter Schmunzler und laute Lacher sind hier garantiert! Ich habe das Buch quasi mit einem Dauergrinsen gelesen und es für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet.

Erzählt wird hier alles aus der Sicht von Pebbels (ich liebe diesen ulkigen Spitznamen!) in der Ich-Perspektive. Ich habe die liebe Pebbels sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist so ein liebenswertes, sympathisches und süßes Mädchen, man muss sie einfach gernhaben.
Ihr Leben ist nur leider alles andere als einfach. Pebbels hat ADS, ihr fällt es daher schwer, sich lange auf etwas zu konzentrieren, sie hat keine Freunde, träumt ständig vor sich hin und nimmt vieles anders war als andere. Mina Teichert beschreibt auf eine sehr einfühlsame, kindgerechte und wunderschöne Weise Pebbels Fühlen, Denken und Handeln. Ich fand es wahnsinnig interessant wie Pebbels die Welt sieht. Pebbels ist einfach großartig, mit ihr ist Mina Teichert eine ganz besondere Protagonistin gelungen.
Leider führt Pebbels Krankheit nur dazu, dass sie in der Schule übel gemobbt wird. Mir tat die arme Pebbels so leid. Sie wirkt immer so schüchtern und kindlich-naiv, echt gemein, dass gerade so ein lieber Mensch wie sie so gehänselt wird.

Aber keine Sorge, die Story ist nicht bedrückend, überhaupt nicht. „Spring! Vor allem über deinen Schatten“ ist ein totales Gute-Laune-Buch. Es macht rundum glücklich, regt einen zugleich aber auch sehr zum Nachdenken an. In meinen Augen eine ganz wundervolle Kombi.

Wer mich hier definitiv am besten unterhalten hat, ist Coco. Von Coco könnte ich euch hier jetzt ohne Ende etwas vorschwärmen. Ich fand sie so genial. Sie ist so ein fröhliches Mädchen, sie ist laut, frech und wild und einfach einzigartig. Mich persönlich hat Coco mit ihrer aufgeweckten Art stellenweise sehr an Pippi Langstrumpf erinnert. Da ich ein riesengroßer Pippi-Fan bin, habe ich mich wahnsinnig darüber gefreut, dass Mina Teichert mit Coco eine moderne Pippi Langstrumpf erschaffen hat.

Womit mich Coco immer wieder sehr zum Lachen gebracht hat, sind ihre Flüche. Coco ist eine Meisterin im Fluchen, müsst ihr wissen. Einfach herrlich, was für originelle Sprüche und Wörter sie hier immerzu raushaut. Mein Favorit war „Hammergeile Entenscheiße“. Keine Ahnung, irgendwie hat es mir dieser Ausruf total angetan. :D
Mich haben diese vielen Flüche und Schimpfwörter nur ehrlich gesagt ein klein wenig zwiespältig zurückgelassen. Eigentlich sehe ich das gar nicht gerne, wenn in Kinderbüchern geflucht wird. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass einige (in erster Linie die Eltern) nicht so begeistert von Cocos Kraftausdrücken sein werden. Ich persönlich habe mich tatsächlich nicht daran gestört. Auch wenn ich bei manchen Wörtern schon kurz am überlegen war, ob sie nicht vielleicht etwas zu krass für ein Kinderbuch sind, habe ich mich über Cocos Gefluche köstlich amüsiert.

Die wilde Coco und die ruhige Pebbels werden sich in diesem Buch dank einer Telefonzelle kennenlernen und sehr schnell die allerbesten Freundinnen werden. Wie ihre Freundschaft beschrieben wird ist so lustig und herzerwärmend! Die beiden Mädchen sind irgendwie ziemliche Gegensätze, aber vermutlich passen sie gerade deswegen so gut zusammen. Mich hat es so für Pebbels gefreut, dass sie endlich eine Freundin gefunden hat und nicht mehr so alleine ist. Dank der temperamentvollen Coco wird es Pebbels endlich gelingen, mehr Mut und Stärke zu zeigen und Dinge zu wagen, die sie sich vor ihrer turbulenten Coco-Zeit niemals getraut hätte.

Ich kann euch versichern, Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf. Man ist immerzu am Mitfiebern und am Grinsen und mag das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Dank des lebendigen, locker-leichten und humorvollen Schreibstils und der angenehm kurzen Kapitel fliegt man hier wirklich nur so durch die Seiten. Für Mädchen – und durchaus auch Jungen – ab 10 Jahren bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an. Ich kann „Spring! Vor allem über deinen Schatten“ aber auch deutlich älteren Lesern sehr ans Herz legen. Das Buch ist in meinen Augen für jedermann, ganz egal welchen Alters, absolut lesenswert!

Ich jedenfalls habe Pebbels und Coco nur zu gerne begleitet. Cocos kunterbunte Welt fand ich großartig, sie wird so fantasievoll und verrückt beschrieben. Auch die Nebencharaktere, die wir hier kennenlernen dürfen, haben mir mit ihren schrulligen Eigenarten richtig gut gefallen. Als sympathisch würde ich sie nun nicht alle bezeichnen, Pebbels Mitschüler Paul und Mira zum Beispiel fand ich einfach nur doof, aber gestört hat mich das nicht, ganz im Gegenteil. Wie ich nun schon öfters in meinen Rezensionen geschrieben habe: Ich liebe solche Charaktere - über diese kann man sich aufgrund ihres nervigen Gehabes beim Lesen immer so schön aufregen. ;D

Ich hoffe nun sehr, dass es noch einen zweiten Band geben wird. Ich mag mich einfach noch nicht von Pebbels und Coco verabschieden, die beiden sind mir so ans Herz gewachsen. Über ein Wiedersehen würde ich mich wirklich riesig freuen!

Fazit: Warmherzig, mitreißend, herrlich schräg und so, so witzig! Ich bin hellauf begeistert von dem neuen Buch von Mina Teichert. Es erzählt auf eine einfühlsame, humorvolle und wunderschöne Weise eine ganz besondere Geschichte über Freundschaft, Mut und das Anderssein. Die Charaktere sind allesamt einzigartig, der Humor ist klasse und die Kapitelanfänge wurden so süß von der Stephanie Reis illustriert. Ein ganz wundervolles Buch, welches ich jedem sehr ans Herz legen kann. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 23.06.2019

Ein magisches Leseerlebnis für Jung und Alt!

Cassandra Carpers fabelhaftes Café
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Als ich das erste Mal über „Cassandra Carpers fabelhaftes Café“ gestolpert bin, wusste ich sofort, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Das Cover finde ich zauberhaft schön und der Klappentext klang ...

Als ich das erste Mal über „Cassandra Carpers fabelhaftes Café“ gestolpert bin, wusste ich sofort, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Das Cover finde ich zauberhaft schön und der Klappentext klang einfach so gut! Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 11-jährige Emma hat es gerade alles andere als leicht. Sie ist vor kurzem mit ihren Eltern nach London gezogen und fühlt sich in dieser neuen Stadt ziemlich allein und einsam. Ihre Eltern haben kaum Zeit für sie und Freunde hat Emma leider noch keine gefunden. Was ihr das Einleben auch sehr erschwert, sind die fiesen Clark-Brüder. Diese haben es auf Emma abgesehen und lauern ihr regelmäßig auf. Als sie mal wieder auf der Flucht vor den blöden Jungs ist, landet sie in einem kleinen Café. Es gehört einer Cassandra Carper, einer sehr seltsamen Frau. Was Emma zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Cassandra Carper ist eine Hexe. In ihrem Café backt sie die wundervollsten Cupcakes. Die kleinen Küchlein sehen nicht nur verdammt lecker aus und duften so herrlich verführerisch – sie sind auch magisch! Als Emma auf die Bitte von Cassandra Carper einen Cupcake auswählt und genussvoll hineinbeißt, ändert sich ihr Leben schlagfertig. Die Cafébesitzerin ist plötzlich verschwunden und Emma ist auf einmal Besitzerin eines komischen schwarzen Buches, welches sie einfach nicht mehr loswird. Die Ereignisse beginnen sich immer mehr zu überschlagen. Zum Glück wird sich Emma mit ihrer Nachbarin Paula und deren großen Bruder Ben anfreunden. Zusammen werden sie der Sache auf den Grund gehen. Ein aufregendes Abenteuer erwartet die Kinder…

Ich habe hier irgendwie eine etwas andere Story zu lesen bekommen als ich erwartet habe. Leider nicht unbedingt gut anders, denn ich muss gestehen, dass mich das Buch nicht so begeistern konnte wie von mir erhofft.

Was ich etwas schade fand, ist, dass die Handlung stellenweise etwas langatmig ist. Zumindest ich habe es so empfunden. Der Anfang hat mir noch richtig gut gefallen, nur flachte die Geschichte dann etwas für mich ab. Zum Ende hin war ich wieder mehr am Ball und bin wieder deutlich mehr ins Mitfiebern geraten. Der Mittelteil aber hat sich mir persönlich ein bisschen zu sehr gezogen.

Nicht so gut gefallen hat mir zudem, dass die Kapitel zum Teil sehr lang sind. Ich mag lange Kapitel einfach nicht, kurze sind mir so viel lieber, da durch diese so ein schöner Lesefluss zustande kommt. Zum Glück hat sich aber der Schreibstil von Mona Herbst super angenehm für mich lesen lassen, sodass mich die langen Kapitel letztendlich eigentlich gar nicht so sehr gestört haben. Der Schreibstil ist wirklich toll, er ist lebendig und herrlich locker-leicht.

Meinen letzten Kritikpunkt kann ich leider nicht so genau benennen. Mir hat einfach das Besondere gefehlt, diese prickelnd magische Atmosphäre, mit der ich hier aufgrund des hübschen Covers und des Klappentexts gerechnet habe. Obwohl hier viel gezaubert wird und man es mit vielen magischen Figuren zu tun bekommt, konnte mich die Geschichte dennoch nicht so verzaubern wie ich es gerne gehabt hätte. Ich kann da leider wirklich nicht genauer sagen, woran es gelegen hat. Mich konnte der Zauber dieses Buches einfach nicht komplett erreichen.

Womit mich Mona Herbst zu meiner großen Freude hellauf begeistern konnte, sind die Charaktere. Emma, unsere Protagonistin, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie wird im Verlaufe des Buches eine wunderbare Entwicklung durchmachen. Anfangs ist sie noch ein total schüchternes und ängstliches Mädchen, mit dem man richtig mitfühlt. Mir tat Emma so leid, dass sie sich so einsam und unglücklich in London fühlt und ständig so übel von den gemeinen Clark-Brüdern geärgert wird. Dass die Autorin das ernste Thema Mobbing aufgreift, hat mir ganz besonders gut gefallen.
Zum Glück wird Emma in Paula eine gute Freundin finden, auf die sich verlassen kann. Dank ihr wird Emma nicht mehr so allein sein. Sie wird an Mut und Stärke gewinnen und immer selbstbewusster werden.

Paula war mein persönlicher Charakterliebling. Sie ist ein total liebes und witziges Mädchen. Sie muss man einfach gernhaben.
Paulas Bruder Ben fand ich ebenfalls klasse. Er nimmt nur leider eine recht kleine Rolle ein, was ich etwas schade fand. Über ihn hätte ich sehr gerne noch mehr gelesen.

Neben Emma, Paula und Ben haben mir auch die weiteren Charaktere sehr gut gefallen. Da fand ich es wahnsinnig spannend, dass man bei vielen nie genau sagen konnte, wer nun gut und wer böse ist. Man begegnet hier so einigen sehr geheimnisvollen und außergewöhnlichen Charakteren, so viel kann ich ja schon mal verraten.

„Cassandra Carpers fabelhaftes Café“ enthält einen schönen Mix aus Magie, Abenteuer, Humor und Spannung. Besonderes die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen werden hier sehr groß geschrieben, was mir unheimlich gut gefallen hat.
Klasse fand ich auch, dass die Kapitelanfänge mit liebevollen Vignetten versehen wurden. Ich mag die Illustrationen von der Dagmar Henze total gerne, sie kann so schön und süß zeichnen. 

Fazit: Ein magisches, witziges und fantasievolles Leseerlebnis für Jung und Alt! Auch wenn meine Erwartungen hier leider nicht komplett erfüllt wurden, hatte ich dennoch Spaß beim Lesen. Mir persönlich war die Story stellenweise etwas zu langatmig und die magische Atmosphäre, die ich mir erhofft hatte, konnte mich leider nicht so in ihren Bann ziehen und verzaubern, wie ich es gerne gehabt hätte. Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich diese aber sehr wahrscheinlich lesen. Da hier am Ende so ein paar Fragen hoffen bleiben, hoffe ich doch sehr, dass noch ein zweiter Band folgen wird. „Cassandra Carpers fabelhaftes Café: Magische Cupcakes aller Art“ erhält von mir 3,5 von 5 Sternen.