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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2020

Eine amüsante Idee, deren Umsetzung mich leider nicht überzeugen könnte

Love Challenge
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Khai ist Autist und hat Probleme mit Berührungen und Gefühlen. Seine Mutter möchte das jedoch nicht einsehen und versucht ständig ihn zu verkuppeln. Die beiden schließen eine Abmachung: Ein letztes Mal ...

Khai ist Autist und hat Probleme mit Berührungen und Gefühlen. Seine Mutter möchte das jedoch nicht einsehen und versucht ständig ihn zu verkuppeln. Die beiden schließen eine Abmachung: Ein letztes Mal sucht seine Mutter eine Frau für ihn aus. Die soll dann drei Monate mit ihm zusammenleben. Entweder wird daraus Liebe oder seine Mutter lässt ihn endlich in Ruhe. Die Wahl seiner Mutter fällt auf Emse, die ein besseres Leben für sich und ihre Tochter möchte und sich daher auf diese ungewöhnliche Abmachung einlässt...
Das Cover ist wieder wunderschön, die Cover der Reihe entsprechen einfach genau meinem Geschmack! Der Schreibstil von Helen Hoang ist wie auch im ersten Teil sehr flüssig und man kommt gut durch die Seiten. Ich fand die Grundidee der Geschichte eigentlich ganz amüsant und war gespannt, wie alles umgesetzt wird. Auch die Idee des ersten Teils war ja schon außergewöhnlich und dort hat es gut geklappt. Hier für mich leider gar nicht. Ich denke die ganze Geschichte hätte wirklich gut werden können, aber für mich hatte sie einfach zu viele nicht nachvollziehbare Handlungen. Mit Esme und Khai wurde ich leider überhaupt nicht warm. Esme kommt eigentlich aus Vietnam und heißt dort My. Für die Einreise und ihr Leben in den USA wählt sie einen anderen Namen. Im Buch wird es so dargestellt, als ginge sie zum Zoll und sagt, sie heißt jetzt „Esme“, das fand ich recht komisch und auch gar nicht nötig, sie kann doch einfach My heißen! Einige andere Charaktere haben auch Vietnamesische Namen. Solche Kleinigkeiten, die mich gestört haben kamen des Öfteren vor, dies ist nur die einzige, die ich ohne Spoiler erzählen kann. Was mich am meisten gestört hat, war die Inkonsequenz von Khais Charakter. Er ist Autist und dem Leser wird mitgeteilt, dass Gefühle und Berührungen für ihn gar nicht gehen. Danach werden aber sofort von Beginn an unglaublich oft seine Gefühle und körperlichen Wünsche thematisiert, teilweise dann mit dem Beisatz „aber eigentlich könnte ich gar nicht so denken“. Das war mir einfach zu wenig Charakterentwicklung bzw zu schnell. Dabei war das ganze Thema im ersten Teil so gut ausgearbeitet! Mehr kann ich ohne zu spoilern leider nicht sagen.
Ich bin wirklich traurig, dass mich dieser Teil nicht überzeugen könnte und hoffe, dass ich den Dritten wieder lieber mag. 1/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Eine spannende und tiefgründige Dystopie

Falling Skye (Bd. 1)
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Skye wächst in den Gläsernen Nationen auf, die früheren Vereinigten Staaten. Nach eine Katastrophe haben sich hier die Regeln geändert; Menschen werden nun in „rational“ oder „emotional“ eingeteilt und ...

Skye wächst in den Gläsernen Nationen auf, die früheren Vereinigten Staaten. Nach eine Katastrophe haben sich hier die Regeln geändert; Menschen werden nun in „rational“ oder „emotional“ eingeteilt und ihnen stehen je nach Einordnung andere Berufs- und Lebenswege bevor. Skye ist sich sehr sicher eine Rationale zu sein und als sie zu ihrer Testung aufbricht sieht sie dem recht gelassen entgegen. Sie vertraut auf das System und seinem Nutzen. Doch im Zentrum wird ihre Loyalität durch verstörende Prüfungen, verschwindende Mädchen und einige andere Verdächtige Dinge auf die Probe gestellt…
Das Cover von „Falling Skye“ finde ich grundsätzlich ganz schön, ich mag nur einfach wie immer keine Menschen auf Covern. Wenn man sich Skye auf dem Cover weg denkt, mag ich es aber sehr gerne! Der Schreibstil von Lina Frisch ist unglaublich flüssig und bildhaft. Skye, das Zentrum und alles andere konnte ich mir wirklich gut vorstellen. Auch die Ausarbeitung der ganzen dystopischen Welt mit ihren Regeln und die Folgen, die sich daraus ergeben war toll. Ich hatte das Gefühl sehr tief in die Strukturen der Gläsernen Nationen einzutauchen, was anhand des Themas und der weitreichenden Folgen wahrscheinlich gar nicht so einfach ist, aber Lina Frisch hat es gemeistert. Wir lesen die Geschichte aus der Sicht von Skye und einer anderen, die aber bis ungefähr zur Mitte des Buchs geheim bleibt. Das hat die Spannung, die meiner Meinung nach sowieso die ganze Zeit vorhanden war, nur noch mehr angefacht. Die Entwicklung von Skye und der Geschichte im Hinblick auf die Auflösung hat mir wirklich gut gefallen, es ging nichts zu schnell oder zu langsam. Man merkt beim Lesen, dass Lina Frisch durch die Geschichte eine Aussage rüberbringen möchte und das macht sie meiner Meinung nach sehr gut. Es wird einem nicht einfach stumpf gesagt und auch nicht zu sehr verschlüsselt. Auch die Charaktere, die Skye auf ihrer Reise trifft, sind alle schön ausgearbeitet und unterstützen die Geschichte. Eventuell merkt man beim Lesen der Rezension, dass ich von allem wirklich begeistert war und ich möchte, so jung das Jahr auch noch ist, mal das Wort „Highlight“ fallen lassen. Nachdem ich auf der Lesung von Lina Frisch auch noch das erste Kapitel des zweiten Teils hören durfte, bin ich nur noch gespannter auf den zweiten Teil. Da brauche ich aber leider noch etwas Geduld, der erscheint nämlich im Herbst diesen Jahres. Es könnte also auch schlimmer sein!
Ich kann die Geschichte vor allem Fans von Dystopien, aber auch jedem anderen nur wärmstens empfehlen! 5+/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2020

Eine schöne, aber etwas überladene Geschichte

Someone Else
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Cassie und Auri sind beste Freunde und unzertrennlich, seit sie vor ein paar Jahren zusammen in einer WG gelandet sind. Sie teilen ihre Liebe zum Cosplay, Filmen und Büchern. Nähen zusammen Kostüme und ...

Cassie und Auri sind beste Freunde und unzertrennlich, seit sie vor ein paar Jahren zusammen in einer WG gelandet sind. Sie teilen ihre Liebe zum Cosplay, Filmen und Büchern. Nähen zusammen Kostüme und sammeln gemeinsam verschiedene Ausgaben von Büchern. Man könnte meinen, die beiden würden perfekt zusammenpassen, doch abseits ihres Hobbies trennen die beiden doch noch Welten. Auri ist gerne unter Menschen, hat einen großen Bekanntenkreis und spielt Football. Cassie ist introvertiert, gerne zuhause und pflegt einen kleinen, aber engen Freundeskreis. Können die Gemeinsamkeiten die Unterschiede überwinden?
Das Cover ist dem von Someone New sehr ähnlich und doch finde ich es etwas schöner, ich mag die dunkleren Farben etwas lieber! Der Schreibstil von Laura Kneidl ist wie immer wirklich flüssig und ich habe gar nicht gemerkt, wie die Seiten an mir vorübergezogen sind. Cassie ist mir ein wirklich sympathischer Charakter, sie ist freundlich, lieb, loyal und ihre Hobbies geben ihr eine schöne Tiefe. Auri mag ich auch gerne, allerdings ist er doch etwas oberflächlicher. Die Geschichte der beiden mochte ich grundsätzlich sehr gerne und einige Male haben mich Situationen zum Schmunzeln gebracht. Aber ihr habt das „grundsätzlich“ in dem Satz vorher wahrscheinlich bemerkt. Meiner Meinung nach hatte die Geschichte Elemente, die aber für die Geschichte keine Relevanz hatten. Das gibt den Charakteren zwar einerseits Tiefe, andererseits wurde es für mich einfach dann zu oft angesprochen, um am Ende keinerlei Relevanz zu haben. Auch gab es teilweise unnötige Konflikte, die die Geschichte nur etwas gezogen haben. Es gab auch nötige Konflikte, Dinge die angesprochen werden sollten, die es auch wurden. Für mich war es ganz schön „Someone Else“ zu lesen und ich werde die Reihe auch weiter verfolgen, aber es war kein Highlight.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2020

Schockierend, emotional und authentisch

You are (not) safe here
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Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern führen ein vorsichtiges & gefährliches Leben. Bedroht von der Aggressivität ihres Vaters leben sie in Angst und richten ihr Leben danach aus, ihren Vater nicht ...

Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern führen ein vorsichtiges & gefährliches Leben. Bedroht von der Aggressivität ihres Vaters leben sie in Angst und richten ihr Leben danach aus, ihren Vater nicht zu provozieren. Ihre Mutter verlässt ihn nicht, glaubt an das Gute in ihm und auch die Nachbarn in der Kleinstadt Auburn gucken konsequent weg. Doch irgendwann wird sie Situation eskalieren…
Das Cover des Buchs finde ich wirklich sehr cool und aus den Federn und der Schnur, die mit im Päckchen war, habe ich mir ein ziemlich cooles Lesezeichen gebastelt! Der Schreibstil im Buch war gut zu lesen. Die Kapitel waren teils sehr kurz, was mich aber hier nicht gestört hat. Krähen spielen in dem Buch eine große Rolle und so werden Abschnitte des Buchs immer mit der aktuellen Zahl vorhandener Krähen eingeleitet. Die Krähen spielen im Buch für viele Dinge eine Rolle, die ihr aber selbst herausfinden müsst. Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Leighton erzählt, man erfährt, wie sie mit allem umgeht und was sie fühlt. Die Konflikte in denen sie steckt, wie z.B. das sie fürs Studium wegziehen möchte, aber ihre jüngeren Schwestern dann alleine wären, werden wirklich gut dargestellt. Für mich war Leighton generell ein sehr authentischer Charakter. Sie hatte ihre mutigen und traurigen Phasen, Glück und Unglück, Skepsis und Vertrauen. Sie und ihre Scchwestern haben mit unglaublich leidgetan und ich fand vor allem natürlich den Vater, aber auch zwischenzeitlich die Mutter wirklich furchtbar. Auch die Bewohner der Stadt hätte ich alle gerne gerüttelt. Die Geschichte hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und beim Lesen habe ich wirklich viel mit Leighton mitgefühlt, war aufgeregt, sauer, traurig und auch fröhlich und erleichtert. Die Geschichte zu beschreiben ist wirklich schwer, da es viel zu spoilern gäbe. Ich fand aber alles in allem Charaktere und Handlung sehr authentisch und habe eine ganze Fülle an Gefühlen beim Lesen durchlebt. Ich kann euch das Buch wirklich nur empfhlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2020

Eine nette Geschichte

Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
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Charlie und Ever lernen sich in einer paar kennen und sind sofort auf derselben Wellenlänge, denn beide wollen einfach nur eine lockere Affäre ohne Verpflichtungen. Das geht auch gut, bis Ever entscheidet, ...

Charlie und Ever lernen sich in einer paar kennen und sind sofort auf derselben Wellenlänge, denn beide wollen einfach nur eine lockere Affäre ohne Verpflichtungen. Das geht auch gut, bis Ever entscheidet, dass sie sich jetzt eine ernsthafte Beziehung suchen möchte und das Arrangement mit Charlie daher beendet. Doch der kann und will sich nicht damit abfinden, was die beiden hatten war für ihn einmalig, weswegen er versucht Evers Pläne zu sabotieren…
Das Cover von Duty & Desire gefällt mir wirklich gut. Ich stehe ja sehr auf diese ganzen Pastelltöne, aber finde es auch schön, dass wir hier mal was anderes bekommen haben! Auch die raue Oberfläche des Buchs mag ich sehr gerne. Der Schreibstil von Tessa Bailey lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Ever war für mich ein schwieriger Charakter. Einerseits wirkt sie unglaublich gefestigt in dem, was sie möchte und andererseits lässt sie sich dann doch sehr beeinflussen was ihre Lebensführung angeht. Charlie war für mich in der Hinsicht ein weitaus konsequenterer Charakter. Jedoch habe ich auch an ihm Kritik, denn er ist so von Ever eingenommen, dass mir seine Handlungen teilweise schon etwas zu viel waren. Auch schießt er bei seiner Ausbildung bei der Polizei meiner Meinung nach teilweise einfach etwas übers Ziel hinaus. Anfangs fand ich die Situationen, die dadurch entstanden sind aber noch sehr amüsant und auch das Ende hat mir ganz gut gefallen. Mir fehlte leider insgesamt auch etwas Tiefgang. Die Probleme der Charaktere wurden mir zu oberflächlich behandelt und das, obwohl sie so viel Potenzial hatten und ich gerne mehr erfahren hätte. In den nächsten Teilen geht es ja jeweils um einen anderen Rekruten der Polizei. Jack aus Teil 2 kam in diesem Teil auch schon häufiger vor, jedoch nur am Rande, weshalb ich nicht sehr neugierig auf ihn geworden bin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere