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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2019

Eine wirklich gefühlvolle Geschichte

Kissing Lessons
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Eigentlich ist Stella ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch immer mehr Leute in ihrem Umfeld sagen ihr, dass sie doch ein bisschen Erfahrung in Sachen Liebe braucht und ob sie nicht bald eine Familie gründen ...

Eigentlich ist Stella ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch immer mehr Leute in ihrem Umfeld sagen ihr, dass sie doch ein bisschen Erfahrung in Sachen Liebe braucht und ob sie nicht bald eine Familie gründen möchte. Als Asperger-Autistin nicht ganz leicht, denn Stella mag nichts, was ihre Routine stört und auch mit Berührungen hat sie ihre Probleme. Doch vielleicht braucht sie einfach mehr Übung und heuert daher den Escort Michael Phan an. Doch kann dieser Unterricht gut gehen?
Das Cover von „Kissing Lessons“ ist für mich eins der schönsten dieses Jahr. Ich liebe Blumen, ich liebe rosa, weiß und grau und dieses Cover vereint das alles! Der Schreibstil von Helen Hoang ist flüssig und ich habe das Buch, mit einer Unterbrechung zum Essen, in einem durchgelesen. Durch ihren Autismus versteht Stella viele sarkastische Sätze nicht und spricht auch selbst immer aus, was sie denkt. Das führt zu vielen witzigen und süßen, aber auch zu einigen unangenehmen Situationen. Diese Gespräche und viele andere Details haben mir Autismus etwas nähergebracht, denn ich kam vorher noch gar nicht wirklich mit diesem Thema in Berührung. Ich kann also nicht wirklich beurteilen, ob alles akkurat recherchiert und umgesetzt wurde, aber mir kam es so vor. Stella muss man einfach gern haben, sie ist so eine liebevolle, nerdige Person und mir und vielen anderen Charakteren im Buch sofort ans Herz gewachsen. Michael mochte ich ebenfalls, auch wenn mir einige seiner Entscheidungen erst nicht gefallen haben und meine Loyalität immer mehr bei Stella war. Die Geschichte nimmt schön passend langsam Fahrt auf und auch das Ende kommt nicht zu schnell. In diesem Buch wurde vielem Zeit und Zeilen gegeben, was ich wirklich schön fand. Auch wenn der Verlauf nicht ganz untypisch war, fand ich doch, dass es nicht die ganz typischen Abläufe und Charakteristika einer Liebesgeschichte gab…Falls das für irgendwen Sinn ergibt.
Ich kann die Geschichte auf jeden Fall nur empfehlen. 5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Wieder eine Wohlfühlgeschichte aus Redwood

Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Lächeln
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Jason Burkwell ist ein Feuerwehrmann aus Redwood, sein neuster Einsatz: Eine Katze aus einem Baum retten. Gerade erholt er sich von diesem klischeehaften Einsatz, als Ella Sinclair vor der Tür steht und ...

Jason Burkwell ist ein Feuerwehrmann aus Redwood, sein neuster Einsatz: Eine Katze aus einem Baum retten. Gerade erholt er sich von diesem klischeehaften Einsatz, als Ella Sinclair vor der Tür steht und ihm einen Anzug bringt. Dieses Treffen hat das Drachentrio von Redwood eingefädelt, denn sie finden, dass Jason und Ella perfekt zusammenpassen würden. Doch wie finden die beiden Ausgewählten das Ganze?
Ich liebe die Cover der „Redwood“-Reihe. Sie sehen nicht nur einzeln, sondern auch zusammen toll aus und vermitteln direkt dieses gemütlich-wohlige Gefühl der Redwood Geschichten. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, das mochte ich schon an den ersten Teilen. Die Geschichte von Ella und Jason habe ich in einem durch gelesen. Ich mochte Ella als Person wirklich gerne. Sie ist sehr introvertiert und wenn sie nervös wird, plappert sie ununterbrochen einfach das, was ihr gerade in en Sinn kommt. Das führt zu wirklich lustigen und süßen Gesprächen. Jason mochte ich auch sehr gerne. Zwar muss man erst durch seine harte Schale durch, aber dann bekommt man einen unglaublich tiefgründigen und liebevollen Charakter. Ein bisschen hatte ich gehofft, dass man nebenbei auch etwas von den O’Grady Brüdern und deren Beziehungen mitbekommt. Zwar findet eine Szene in der Tierarztpraxis statt, aber das wars auch schon. Das macht das Buch aber mitnichten schlechter. Die Geschichte von Jason und Ella finde ich wirklich authentisch, was den zeitlichen Ablauf und ihre Reaktionen aufeinander betrifft. Oft geht es zu schnell oder werden unmögliche Dinge verziehen, aber hier war es meiner Meinung nach genau richtig. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass Ella oder Jason gerade Dinge tun, die nicht zu ihrem Charakter passen. Wie die anderen Redwood Teile hat auch dieser mir wieder ein paar Tränen entlockt. Kelly Moran hat auch mit diesem Teil wieder eine Geschichte geschaffen, die einfach nur schön und zum Wohlfühlen ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Ein schöner Abschluss mit kleinen Schwächen

Find me in the Storm
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Airin führt im idyllischen Castledunns ein kleines Bed & Breakfast. Eines Tages kündigt sich ein besonderer Gast an nämlich Joshua Hayes, ein bekannter TV-Star. Die ganze weibliche Hälfte von Castledunns ...

Airin führt im idyllischen Castledunns ein kleines Bed & Breakfast. Eines Tages kündigt sich ein besonderer Gast an nämlich Joshua Hayes, ein bekannter TV-Star. Die ganze weibliche Hälfte von Castledunns ist aus dem Häuschen, doch Airin muss sich erstmal darüber erkundigen, wer Josh überhaupt ist. Eine Schwärmerei kann sie gerade eh nicht gebrauchen, denn einige Familienangelegenheiten machen ihr Leben schon kompliziert genug…
Das Cover ist für mich das schönste der „Leuchtturm“-Reih, aber ich habe ja grundsätzlich eine Schwäche für zarte rosa Töne. Der Schreibstil war wie bei den anderen Teilen auch flüssig und ich habe das Buch schnell weggelesen. Airin als Person hat mit gut gefallen. Sie steht fest im Leben, kommt mit Schwierigkeiten gut zurecht und kümmert sich aufopferungsvoll um Freunde und Familie. Joshua ist mir leider bis zum Ende nicht wirklich sympathisch geworden. Er hat ein paar Dinge gesagt und getan, die ihn für mich einfach ins Aus geschossen haben und seine Erklärungen dafür fand ich leider auch mehr schlecht als recht. Vielleicht kam es daher, dass ich die Hauptgeschichte in diesem Teil gar nicht so fesselnd fand. Mich haben viel mehr die ganzen Nebencharaktere mit ihren Geschichten und Problemen interessiert und ich wollte immer lieber etwas über deren Auflösung erfahren. Leider wurde eines der angesprochenen Themen im Buch nicht ganz aufgelöst, zumindest meiner Meinung nach. Ich hätte mir da noch ein paar Sätze zu gewünscht, aber es ist nicht wirklich unabgeschlossen. Die Familienkrise bei Airin, die auch auf dem Klappentext schon angedeutet wurde, hat mich auch sehr interessiert und hier habe ich sehr mitgefühlt. Auch wenn ich beim ersten und dritten Teil meine kleinen Kritikpunkte habe und der zweite mein liebster Teil bleiben wird, kann ich die Reihe guten Gewissen weiterempfehlen, wenn man ruhige Liebesgeschichten in einer wunderschönen Umgebung lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2019

Ein spannender Auftakt, der Lust auf den zweiten Teil macht

Neon Birds
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Luke beginnt seinen Tag wie jeden anderen. Seine Aufgabe ist es, die Tore zu überwachen, die die „Moja“ aus den Städten der Menschen fernhalten. Doch es kommt zu einem furchtbaren Zwischenfall und die ...

Luke beginnt seinen Tag wie jeden anderen. Seine Aufgabe ist es, die Tore zu überwachen, die die „Moja“ aus den Städten der Menschen fernhalten. Doch es kommt zu einem furchtbaren Zwischenfall und die Moja schaffen es in die Stadt und überfallen die Forschungsstation. Dabei sind die Tore doch seit vielen Jahren sicher. Oder wollte etwa jemand, dass es diesen Angriff gibt?
Das Cover finde ich wirklich sehr schön und passend für das Buch. Der Schreibstil von Marie Grasshoff ist sehr anschaulich und flüssig zu lesen. Ich bin wirklich nur so durchs Buch geflogen und habe es absichtlich zwischendurch weggelegt, da ich es so gut fand und länger etwas von der Geschichte haben wollte.
Man lernt nach und nach die vier Hauptcharaktere kennen. Den Start macht Luke, der beim Militär in einer niedrigen Position arbeitet, um seine eigene Mission durchzuziehen. Flover, der beim Militär arbeitet. Okijen, ein erfolgreicher Soldat im „Ruhestand“ und Andra, ein Mädchen, das aus den Kolonien stammt, die autark von de Stadt leben. Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Charakter mit eigenen Motivationen, Stärken, Schwächen, Zielen und Prinzipien. Ich finde alle Charaktere sympathisch und vor allem gut ausgearbeitet! Es gibt auch noch einige tolle Nebencharaktere, über die ich hier aber nichts verraten möchte. Die Geschichte selbst beginnt sofort spannend und mitten im Geschehen. Für mich hat die Spannung auch das ganze Buch über angehalten. Die Geschichte der Moja wird durch Akteneinträge zwischendurch erklärt, aber auch so bekommt man aus dem Buch heraus viele Informationen. Auch finden wir im Buch Zeichnungen der vier Hauptcharaktere. Die Akteneinträge und Zeichnungen runden für mich das Buch wirklich schön ab.
Ich habs jetzt noch ein bisschen schwerer, meine Top 5 für 2019 rauszusuchen, da Marie Grasshoff hier eine wirklich tolle Geschichte geschrieben hat. 5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2019

Traumhaft, spannend und magisch

Rabenherz und Eismund
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In dem Dorf, in dem Mailin wohnt erzählt man sich, dass der Winterkönig aus dem Land über dem gefrorenen Himmel von Zeit zu Zeit Menschen aus Mailins Welt entführt. Bisher hielt sie das für ein Märchen, ...

In dem Dorf, in dem Mailin wohnt erzählt man sich, dass der Winterkönig aus dem Land über dem gefrorenen Himmel von Zeit zu Zeit Menschen aus Mailins Welt entführt. Bisher hielt sie das für ein Märchen, doch als ihre Freundin Silja verschwindet, macht sie sich auf den Weg in das gefrorene Land. Was sie dort herausfindet, hätte sie nie für möglich gehalten.

Wie gerade schon gesagt, finde ich das Cover einfach traumhaft. Mir gefällt der Verlauf, die Farben, die Anordnung…einfach alles! Der Schreibstil ist sehr schön flüssig. Die Beschreibungen & die Wortwahl von Nina Blazon sind einfach magisch. Ich habe mich sofort in die ganze Welt verliebt und konnte sie mir nur zu gut bildlich vorstellen. Kleine Einzelheiten und Eigenarten an der Welt haben mich immer wieder staunen lassen und mich in ihren Bann gezogen. Die Charaktere haben alle eine schöne Tiefe. Mailin ist liebenswürdig, mutig und furchtlos. Ihre Entscheidungen sind nicht immer ganz rational, da sie mit ihrem Herzen entscheidet. Das gehört einfach zu ihr und da sie es konsequent macht, fand ich das wirklich schön. Toma und Birgida haben auch beide ihre ganz eigene Art, aber da man sie nicht direkt zu Anfang kennenlernt, möchte ich nichts weiter verraten, damit ihr alles selbst erleben könnt. Auch die Liebe kommt im Buch nicht zu kurz, nimmt aber auch keine Überhand, sondern wird gut mit der Geschichte verwoben. Neben der Liebe kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz. Aufregende Passagen und solche zum Staunen und Wohlfühlen wechseln sich ab und sorgten dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Der Verlauf hat mich doch wirklich ein paar Mal überrascht, obwohl ich mir vorher eingebildet habe zu wissen, wie es weitergeht.

Eine tolle Geschichte, die ich nur Jedem Liebhaber des Genres empfehlen kann: 5/5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere