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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

tolle Idee, leider schlecht umgesetzt

Die Engel von Alperton
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Also die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich klasse. Der Anfang hat mir auch noch sehr gut gefallen. Ich fand den Schreibstil total interessant, da man hier keine normale Erzählung hat, sondern sich ...

Also die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich klasse. Der Anfang hat mir auch noch sehr gut gefallen. Ich fand den Schreibstil total interessant, da man hier keine normale Erzählung hat, sondern sich das gesamte Buch aus Interview-Transkriptionen, sowie Mail- und Chat-Verläufen zusammensetzt. Ein bisschen wie eine moderne Form von Dracula.

Leider nutzt sich dieser Stil hier jedoch ziemlich schnell ab. Es gibt viele Wiederholungen und man bekommt auch keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren. Hauptfigur Amanda fand ich eigentlich ziemlich unsympathisch. Sie ist absolut skrupellos und tut wirklich alles, um an Informationen zu kommen. Auch die wenigen Informationen, die man zwischendrin zu ihr und ihrer Vergangenheit bekommt, machen sie nicht unbedingt liebenswerter. Die restlichen Charaktere bleiben eher blass und nicht wirklich greifbar.

Ich finde auch, dass sich das Buch unnötig in die Länge zieht. Da gibt es einiges, was man meines Erachtens gut hätte weglassen können. Einige Passagen habe ich irgendwann nur noch überflogen oder direkt ganz überblättert, weil ich sie so nervig fand. Das stört natürlich auch den Spannungsbogen.

Ich fand es zwar interessant, mitzurätseln was denn nun hinter dem Ganzen steckt und auch die Tatsache, dass sich die Zeugenaussagen oft gänzlich widersprechen war gut gemacht, aber leider wird die Handlung im Verlauf des Buches immer wirrer. Die Geschichte weicht immer mehr vom ursprünglichen Thema ab. Es tauchen immer neue Figuren auf und es wird alles immer absurder.

Das Ende war eine totale Überraschung. Aber nicht unbedingt im positiven Sinn. Vieles ergab für mich tatsächlich gar keinen Sinn mehr und ich fand die Auflösung auch ziemlich enttäuschend.

Veröffentlicht am 30.04.2025

interessantes Portrait eines besonderen Sportlers

Rafael Nadal: Der Sandplatzkönig
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Rafael Nadal ist ohne Zweifel eine der herausragendsten Figuren des Tennissports. In dieser Biografie beleuchtet der Sportjournalist Christopher Clarey die Karriere von Nadal, von seinen Anfängen als kleines ...

Rafael Nadal ist ohne Zweifel eine der herausragendsten Figuren des Tennissports. In dieser Biografie beleuchtet der Sportjournalist Christopher Clarey die Karriere von Nadal, von seinen Anfängen als kleines Kind, über seine größten Erfolge, aber auch Niederlagen, bis zu seinem Karriereende.

Man merkt auf jeden Fall, wie viel Fachwissen der Autor hat und dass ihm das Thema am Herzen liegt. Er hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der angenehm zu lesen ist. Ich fand vor allem die vielen Hintergrundinformationen sehr interessant. Clarey streut immer wieder Interviews mit Weggefährten ein, oder berichtet von seinen persönlichen Begegnungen mit Nadal und dessem Team.

Ergänzt wird das Buch durch eine Reihe von Farbfotos im Mittelteil, die einen Querschnitt durch die Karriere von Nadal zeigen.

Ich kann dieses Buch jedem Fan wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 29.04.2025

schönes Kinderbuch über Mut, Freundschaft und den Glauben in sich selbst

Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche
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Schon das Cover lässt bei diesem Buch ein fantasievolles Abenteuer erwarten und man wird nicht enttäuscht. Artemis Reise auf der Dreamcatcher ist sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Ich fand den ...

Schon das Cover lässt bei diesem Buch ein fantasievolles Abenteuer erwarten und man wird nicht enttäuscht. Artemis Reise auf der Dreamcatcher ist sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Ich fand den Schreibstil für die junge Zielgruppe sehr gut und auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Man kann gut mit Artemis mitfiebern und das Buch bleibt durchweg sehr spannend. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas abrupt, war aber an sich wirklich schön.

Ich fand es etwas schade, dass die meisten der Charaktere leider eher blass bleiben und Artemis Handlungen konnte ich nicht immer wirklich nachvollziehen. Allerdings gehöre ich auch eher nicht zur Zielgruppe und habe als Erwachsene wohl einen kritischeren Blick.

Für Kinder ist das Buch auf jeden Fall sehr gut geeignet und ich kann es kleinen Fantasyfans nur wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 24.04.2025

spannende Handlung und tolle Protagonisten

Sixteen Souls (Souls-Dilogie, Band 1)
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Ich liebe Geistergeschichten und Bücher mit queeren Charakteren. Dementsprechend hat mich Sixteen Souls sofort interessiert. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mir gefällt der Ansatz, dass nur manche Leute ...

Ich liebe Geistergeschichten und Bücher mit queeren Charakteren. Dementsprechend hat mich Sixteen Souls sofort interessiert. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mir gefällt der Ansatz, dass nur manche Leute Geister sehen können (und auch die Erklärung dafür fand ich total spannend) und vor allem die Idee, dass Geister diese "Sehenden" auch berühren können. Sowas habe ich bisher noch nirgends gelesen und es hat der Geschichte einen interessanten Twist gegeben.

Das Setting fand ich auch einfach großartig, genauso wie die Tatsache, dass sogar "berühmte" Geister in dem Buch vorkommen. Die Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch. Sie sind sehr unterschiedlich, aber gerade dadurch ergänzen sie sich so gut. Und auch die Geister fand ich zum großen Teil sehr sympathisch.

Die Geschichte bleibt durchweg spannend und die sich anbahnende Romanze zwischen Charlie und Sam hat auch gut reingepasst. Vor allem fand ich schön, dass diese nicht so viel Raum eingenommen hat. Im Vordergrund stand das Verschwinden der Geister und ihre Suche nach dem Schuldigen.

Das Ende war sehr gut gelungen und bildet einen schönen Abschluss für das Buch. Ich war vor allem froh, dass es keinen Cliffhanger gab. Trotzdem werde ich auf jeden Fall auch Band 2 lesen.

Von mir fünf Sterne und eine klare Kaufempfehlung.

Veröffentlicht am 24.04.2025

spannende Charaktere, aber vom Schreibstil nicht so meins

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Mühe hatte, mit dem Buch warm zu werden. Zwar fand ich das Setting absolut großartig, aber der Schreibstil ist nicht ganz so mein Fall.

Der Autor schreibt leider ...

Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Mühe hatte, mit dem Buch warm zu werden. Zwar fand ich das Setting absolut großartig, aber der Schreibstil ist nicht ganz so mein Fall.

Der Autor schreibt leider sehr ausschweifend und manchmal auch langatmig. Ich habe z.B. nicht verstanden, warum er jedes Mal ganz genau schildern musste, was die Ermittler anhaben. Ja, das soll die Unterschiede der beiden verdeutlichen. Schon klar. Aber nach den ersten paar Tagen hat man es als Leser dann auch begriffen und es nervt nur noch.

Für mich sind diese beiden so grundverschiedenen Charaktere auch das interessanteste an dem ganzen Buch. Wobei ich gestehen muss, dass ich den ungehobelten Ryan deutlich sympathischer fand als den sehr steifen Ray. Aber das ist sicher Geschmackssache. Wirklich unterhaltsam fand ich das Zusammenspiel der beiden. Wie sie sich anfangs noch gegenseitig in den Wahnsinn treiben und dann doch mehr oder weniger zusammenraufen, um den Fall nicht zu gefährden.

Auf den Täter wäre ich nie im Leben gekommen und so hundertprozentig gefallen hat mir die Auflösung am Ende auch nicht. Auch den Sohn von Ryan fand ich nicht glaubhaft. Kann sich ein gut zweijähriger wirklich schon so eloquent ausdrücken? Ich denke eher nicht.

Trotz einiger Schwächen ist es ein solider Krimi, aber kein Highlight. Zumindest aus meiner Sicht.

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