Wer ist sie?
That's Not My NameIch fand die Grundidee dieses Jugendthrillers super packend: ein verschwundenes Mädchen, und eines, das ohne Gedächtnis auftaucht. Könnten sie ein und die selbe sein? Und falls ja, befindet sie sich in ...
Ich fand die Grundidee dieses Jugendthrillers super packend: ein verschwundenes Mädchen, und eines, das ohne Gedächtnis auftaucht. Könnten sie ein und die selbe sein? Und falls ja, befindet sie sich in Gefahr?
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven des Mädchens ohne Erinnerung und Drew, der seine Freundin Lola sucht erzählt. Zusätzliche Spannung kommt dadurch auf, dass Drew der Hauptverdächtige im Fall von Lolas Verschwinden ist und das aus seinem Umfeld auch sehr stark zu spüren bekommt. Außerdem ist er scheinbar der einzige, der noch ernsthaft nach Lola sucht und damit ihre einzige Hoffnung.
Das war für mich tatsächlich einer der packendsten Aspekte der Geschichte: wie es Drew ergeht, er geschnitten wird, keiner ihm glauben will. Das fand ich super erschreckend, weil man sich das sehr gut in der Realität vorstellen kann.
Der Handlungsstrang rund um das Mädchen ist vor allem dadurch so fesselnd, dass es immer wieder Verdachtsmomente gibt, weil Dinge nicht zusammenpassen. Aber erst ganz zum Schluss offenbart sich, was hier wirklich vor sich geht.
Ich hatte schon recht früh eine Vermutung und lag nach Beendigung des Buches fast richtig damit. Hat mich diese Vorhersehbarkeit gestört? Ehrlicherweise nicht, weil ich den Plot trotzdem stimmig und spannend fand.
Der Erzählstil ist sehr einnehmend, die wechselnden Perspektiven bringen Tempo und Stimmung rein. Die Sprache ist einfach gehalten und dem Alter der Figuren angemessen. Ich fand das Buch gemessen an der Zielgruppe richtig stark und das Thema sehr nahbar und genau dadurch super unheimlich. Gleichzeitig fand ich es gut, wie hier auf Gewaltschilderungen fast gänzlich verzichtet wird, bzw. diese nur indirekt erfolgen.
In meinen Augen ein gelungener Jugendthriller.