Platzhalter für Profilbild

DanielaK82

aktives Lesejury-Mitglied
online

DanielaK82 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DanielaK82 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2019

Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen

Ich - Im Dunkel der Angst
1

Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen?

Hannah und Pia sind Schwestern. Beide haben einen Schicksalsschlag hinter sich und wollen im beschaulichen Warningen ein neues Leben beginnen. Während Hannah, ...

Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen?

Hannah und Pia sind Schwestern. Beide haben einen Schicksalsschlag hinter sich und wollen im beschaulichen Warningen ein neues Leben beginnen. Während Hannah, Schuld am Unfalltod eines 4jährigen Mädchens, versucht wieder in ein " normales" Leben zu finden, versucht auch Pia ihre Fehlgeburten zu verdrängen und beginnt einen neuen Versuch schwanger zu werden, indem sie sich einer Hormontherapie unterzieht.
Doch da gibt es noch jemanden, der kein Interesse daran hat, dass es den beiden "gut" geht.
Sie will Rache und Bestrafung für die Geschwister, die sie mitverantwortlich für den Freitod ihrer Tochter macht.

Das Cover finde ich ansprechend, hätte mir aber einen besseren Bezug zum Plot gewünscht. Dennoch bewirkt es eine düstere Atmosphäre.
Der Titel hingegen ist sehr passend, denn "Ich" ist in ihrer Dunkelheit gefangen und verbreitet Angst.
Die Autorin wechselt in Zeit und Erzählperspektive. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, da zu folgen, man kommt dann aber doch schnell rein.
Die Hauptfiguren sind allesamt sehr tief gezeichnet und ich empfand mit jeder dieser Frauen tiefstes Mitgefühl. Jede hat auf ihre Art eine schreckliche Erfahrung machen müssen, die die Psyche erst einmal verdauen muss. Und so hat man auch ein Stück weit Verständnis mit dem irrationalen Verhalten, die einige Figuren ausleben.

Die kurzen Kapitel mit den immer wieder wechselnden Perspektiven lassen einen nur so durch das Buch fliegen. Ein Buch voll mit Schmerz, Rache und Schuld. So mitreißend und ergreifend, dass meine Emotionen Achterbahn fuhren.
Ich musste das Buch in kürzester Zeit zu Ende lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wer "Ich" ist und, ob ein happy end möglich ist.
Letztendlich hat wohl jeder seinen Frieden gefunden.
Äußerst lehrreich finde ich, dass Menschen, denen so schwere Schicksale widerfuhren, unbedingt professionelle Hilfe und Unterstützung benötigen, um wieder ins Leben zu finden.
Und das sich jeder dringend vor Augen halten sollte, was Mobbing anrichten kann.
Nicht jeder der um sich schlägt ist böse, sondern braucht vielleicht einfach Hilfe.

Fazit: Ein sehr erschütternder Thriller, der noch lange nachhallt. Absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Eine Stadt in Aufruhr

Tage des Zorns
0

Der Chief Superintendent Gordon Grand wird in die Kleinstadt Clayton geholt, um bei der Klärung eines grausamen Ritualmordes zu helfen.

Im Laufe des Falles kommen immer schlimmere Details an die Oberfläche. ...

Der Chief Superintendent Gordon Grand wird in die Kleinstadt Clayton geholt, um bei der Klärung eines grausamen Ritualmordes zu helfen.

Im Laufe des Falles kommen immer schlimmere Details an die Oberfläche. Wir haben es hier mit Einwohnern zu tun, die entweder rechtsradikal oder extrem christlich, aber nicht weniger radikal sind. Die Verkettung mehrerer Geschichten, die doch am Ende alle miteinander zu tun haben. Gemeinsam mit seinem Kollegen Bradock und der Pathologin Blyde lüftet er ein Geheimnis nach dem anderen.
Aber ist das wirklich die richtige Spur?

Das Buch ist mit seinen 520 Seiten recht lang, aber nicht langatmig oder gar langweilig. Man wird bis zur letzten Seite gut unterhalten.
Ich habe mit den Figuren Grand, Bradock und Blyde sympathisiert und konnte das Gefühlschaos gut nachvollziehen. Ebenso interessant fand ich die einzelnen privaten Schicksale der Betroffenen.
Es wurden viele verschiedene Themen aufgegriffen, von Transplantationsverbrechen, der rechtsradikalen Szene, einem verblendeten Pfarrer über eine neue Liebe. Es ist also für jeden etwas dabei.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und so kam nie Langeweile auf.
Die Geschichte nimmt gerade zum Schluss eine extreme Wendung und hat mich nochmal richtig schockiert.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Targa ermittelt wieder

Immer wenn du tötest
0

Die verdeckte Ermittlerin Targa wird zur Hilfe gerufen, als in einem Schlachthaus drei Leichen gefunden werden. Im Visier der Polizei steht Freya von Rittberg, eine exzentrische Künstlerin, die ein Bild ...

Die verdeckte Ermittlerin Targa wird zur Hilfe gerufen, als in einem Schlachthaus drei Leichen gefunden werden. Im Visier der Polizei steht Freya von Rittberg, eine exzentrische Künstlerin, die ein Bild des MordSchauplatzes veröffentlicht. Die Polizei kann ihr aufgrund von besten Beziehungen im Innenministerium nichts nachweisen und hofft das Targa die Mörderin überführen kann.
Targa schleicht sich als Bodyguard in Freyas Leben und wird bald selbst zur Zielscheibe.

Im Grunde hat mir die Geschichte gut gefallen. Der Text ist gut zu lesen, ohne dass Langeweile aufkommt. Leider war der Schluss doch sehr vorhersehbar. Daher von mir nur 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.05.2019

fesselnd

Schuld bist du
0



Absolute Psychothriller Leseempfehlung

Jakob kommt von einer Dienstreise nach Hause und nichts ist so, wie es sein soll. Es beginnt eine spannende Geschichte über die Entführung seiner Tochter. Zeitgleich ...



Absolute Psychothriller Leseempfehlung

Jakob kommt von einer Dienstreise nach Hause und nichts ist so, wie es sein soll. Es beginnt eine spannende Geschichte über die Entführung seiner Tochter. Zeitgleich erzählt jemand seine Geschichte am Krankenbett eines Komapatienten. Zuerst fragt man sich, wo die Geschichte hin geht. Zwischendurch hatte ich auch die Befürchtung, dass es zu mystisch für meinen Geschmack wird. Aber die Geschichte fügt sich zweifelsohne realistisch und tragisch. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und hab Mitleid, Trauer und Verständnis mit den Protagonisten empfunden. Das Schicksal ist manchmal ungerecht. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 21.05.2019

abwechslungsreicher Plot

Dunkel Land
0



Verena Hofer, die sich nach dem Tod ihrer Schwester um deren Tochter kümmert, bewirbt sich auf einen Job im Havelland. Sie soll sich drei Monate um den Neffen der reichen Frau von Wuthenow kümmern.

Erschrocken ...



Verena Hofer, die sich nach dem Tod ihrer Schwester um deren Tochter kümmert, bewirbt sich auf einen Job im Havelland. Sie soll sich drei Monate um den Neffen der reichen Frau von Wuthenow kümmern.

Erschrocken stellt sie fest, dass Carl von Wuthenow kein Kind, sondern ein erwachsener Mann ist, der seit einem Attentat auf ihn, sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat.
Er arbeitet als Kriminalistischer Berater der Staatsanwaltschaft und benötigt Verenas Hilfe.
Zusammen versuchen sie eine Mordeserie aufzudecken. Verena, die noch nie mit dem Bösen zu tun gehabt hat, gerät in eine Welt, die ihr gänzlich fremd ist und sie einiges an Überwindung kostet.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es lässt sich flüssig lesen. Die Hauptfigur Verena und Carl sind einem sehr sympathisch. Und man freut sich über die anbendelnde Liebesbeziehung mit einem offenen Ende. Die Art der Ermittlung ist mal eine ganz andere und hat mich daher begeistert.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.