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DanielaK82

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2019

Traurige Realität

Poppy
1

Astrid Korten erzählt die Geschichte von Poppy, die auf wahren Begebenheiten beruht.
Bereits mit 6 Jahren wird Poppy von ihrem Stiefvater missbraucht und lässt ihn aus Angst und Scham viele Jahre gewähren.
Nachdem ...

Astrid Korten erzählt die Geschichte von Poppy, die auf wahren Begebenheiten beruht.
Bereits mit 6 Jahren wird Poppy von ihrem Stiefvater missbraucht und lässt ihn aus Angst und Scham viele Jahre gewähren.
Nachdem ihre Psyche es einfach nicht mehr erträgt, vertraut sie sich endlich jemanden an - und wird bald gewahr, dass sie von ihrer Mutter keine Unterstützung bekommen kann.
Denn auch sie hat ihre Probleme. Ich wünschte jemand hätte Poppy und ihrer Mutter geholfen.

Zitat Pos.1572
Ich bin nicht nur eine. Von mir gibt es zwei. Die Poppy in mir, die niemand sehen kann, und die Poppy, die jeder sieht und kennt. Poppy innen wird stärker. Poppy außen kann beim Lügen kaum noch auf den Beinen stehen. (Poppy – dreizehn Jahre)

Es lässt einen fassungslos zurück mitzuerleben, wie auch Poppys Mutter und ihre Familie agieren. Geld ist hier wichtiger als alles andere.
Das Ende schenkt Poppy dann endlich Frieden und ich bin froh im Nachwort zu lesen, dass sie heute ein besseres Leben lebt.

Leider ist es Alltag, dass die meisten Menschen nicht genau hinschauen.
Vor Angst oder Unsicherheit ignorieren sie lieber alle Warnzeichen und reden sich alles schön. Schließlich geht das niemanden etwas an.
Aber wenn dieses Buch es schafft nur einen einzigen dieser Menschen zu überzeugen etwas zu sagen, dann ist das schon viel wert.
Und ich hoffe jeder denkt darüber nach und handelt dementsprechend, wenn er solche Warnsignale spürt.
Kein Kind dieser Welt sollte einem Erwachsenen so hilflos ausgeliefert sein.

Veröffentlicht am 05.11.2019

spannendes Thema

Die Sekte
0

Dies ist bereits der 2. Teil der Reihe, für mich aber das erste Buch von Gregg Hurwitz.
Und was soll ich sagen - ich bin positiv überrascht.

Tim wird von dem reichen Filmproduzenten Will angeheuert, um ...

Dies ist bereits der 2. Teil der Reihe, für mich aber das erste Buch von Gregg Hurwitz.
Und was soll ich sagen - ich bin positiv überrascht.

Tim wird von dem reichen Filmproduzenten Will angeheuert, um seine Tochter aus den Fängen einer Sekte zu befreien.
Seit seinem letzten Fehltritt ist er suspendiert und musste seine Dienstmarke abgeben. Nun bekommt er durch Wills Einfluss die Gelegenheit als undercover Agent in die Machenschaften der Sekte einzutauchen.

Die Geschichte ist aufwendig konstruiert und scheint mit viel Hintergrundwissen daher zukommen.
Die Protagonisten, allen voran Tim, wachsen einem schnell ans Herz. Man hat aufgrund seines privaten Verlustes Mitleid mit ihm, doch Tim ist ein Kämpfer - genau wie Leah.
Die dargestellten Methoden der Sekte sind erschütternd und ließen Wut in mir aufsteigen. Doch der Autor hat auch viel Sinn für Humor, den er in den Dialogen wiedergibt.

Zitat Position 4299
Deine Idioten auf dem Kolloquium wollen irgendwelchen Quark glauben, also finden sie andere Idioten, die auch an irgendwelchen Quark glauben wollen. Heutzutage ist es so schwer, an irgendetwas zu glauben. Also tun sie sich zusammen und bekommen die Doktrin ihrer Gemeinschaft – einfach runterladen, einen Löffelvoll Glaube dazu und einmal umrühren, bitte.«

Das Tim und seine Helfer letztlich die Sekte mit ihren eigenen Mitteln zerschlagen, wirkt etwas konstruiert, gab mir aber trotzdem eine Genugtuung.

Fazit: Mir hat das Buch hervorragend gefallen. Trotz fast 500 Seiten gab es keine übermäßigen Längen und so konnte ich durchweg spannend unterhalten werden.

Veröffentlicht am 05.11.2019

gelungene Fortsetzung

Die Meute
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In diesem bereits 3. Teil der Tim Rackley Reihe hat Tim es mit einer Bikergang zu tun.
Während mir der Einstieg, aufgrund der vielen Namen und unzähligen Bezeichnungen, zuerst schwer fiel, kam spätestens ...

In diesem bereits 3. Teil der Tim Rackley Reihe hat Tim es mit einer Bikergang zu tun.
Während mir der Einstieg, aufgrund der vielen Namen und unzähligen Bezeichnungen, zuerst schwer fiel, kam spätestens nach den ersten Seiten bereits die Spannung auf. Wie gewohnt ist auch diese Story aufwendig konstruiert und lässt einen mit zahlreichen falschen Fährten immer wieder in die falsche Richtung laufen.
Letztendlich fügt sich fast alles lückenlos ineinander und ergibt einen spannungsreichen Thriller, der auch viel Emotionalität zu bieten hat.
Das Ende ist ein typisch amerikanisches Happy end und etwas überzogen.
Trotzdem hatte ich auch mit diesem Teil wieder zahlreiche gelungene Lesestunden.

Veröffentlicht am 28.10.2019

komplex und spannend

In the Dark - Keiner weiß, wer sie sind
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Bei Renovierungsarbeiten stoßen Bauarbeiter auf eine junge Frau und ein Kind, die im Nachbarkeller gefangen gehalten wurden. Alles deutet auf ein Verbrechen hin und die Parallelen zum österreichischem ...

Bei Renovierungsarbeiten stoßen Bauarbeiter auf eine junge Frau und ein Kind, die im Nachbarkeller gefangen gehalten wurden. Alles deutet auf ein Verbrechen hin und die Parallelen zum österreichischem Fall "Fritzl" lassen einem bereits zu Anfang die Nackenhaare aufstellen.

Bereits nach wenigen Seiten befinden wir uns in umfangreichen Ermittlungen und die vielen Protagonisten überforderten mich vorerst.
Allerdings steigt der Spannungsbogen rapide und immer, wenn man denkt die Lösung zu kennen, war sie es dann doch nicht. Die Autorin setzt gekonnt Perspektivwechsel und Plottwists ein, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Veröffentlicht am 11.10.2019

facettenreicher Spannungsroman

Der Fund
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Ich habe bereits Bücher von Bernhard Aichner gelesen und fand bisher alle gut. Dieses Buch unterscheidet sich aber in Schreibstil und Aufbau von seinen Vorgängern.

Während Rita in der Gegenwart erzählt, ...

Ich habe bereits Bücher von Bernhard Aichner gelesen und fand bisher alle gut. Dieses Buch unterscheidet sich aber in Schreibstil und Aufbau von seinen Vorgängern.

Während Rita in der Gegenwart erzählt, was sie in dem Bananenkarton fand und wie ein Plan in ihr reifte, den sie eiskalt umsetzte, ist der zweite Erzählstrang als Vernehmungsgespräch zwischen dem Kommissar, Verdächtigen und Beteiligten dargestellt.
Es ist spannend zu verfolgen wie Aichner den Kontrast der Perspektiven und die jeweilige Sichtweisen wiedergibt.
In jedem Kapitel nähern sich die Ermittlungen der wahren Geschichte um Ritas Schicksal.
Und bald scheint, als wäre die Sache vielleicht doch eine Nummer zu groß für die Verkäuferin gewesen.
Immer weiter tauchen wir in die Welt, in der es nur um Macht und Geld geht. Und für die Rita mit dem Leben bezahlte, weil sie dazu gehören wollte.
Doch wer hat sie auf dem Gewissen, oder war die Geschichte in Wirklichkeit ganz anders?
Die Konstruktion und der Aufbau haben wir sehr gut gefallen und auch das Ende war überraschend, wenn auch etwas weit hergeholt.

Fazit: Ein spannender Roman über eine Frau, die facettenreich und auf interessante Weise versucht ihr tristes Leben zu ändern und einen Polizisten, dem Moral noch etwas wert ist.