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DanielaK82

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2019

nach trägen Anfang ein doch spannendes Ende

Tagebuch meines Verschwindens
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Der Prolog beginnt spannend. Malin, damals noch ein Teenager findet mit ihren Kumpels eine Kinderleiche im Wald.

Acht Jahre später. Malin ist erwachsen und mittlerweile Polizistin. Sie arbeitet an einem ...


Der Prolog beginnt spannend. Malin, damals noch ein Teenager findet mit ihren Kumpels eine Kinderleiche im Wald.

Acht Jahre später. Malin ist erwachsen und mittlerweile Polizistin. Sie arbeitet an einem Cold Case. Ausgerechnet an dem, dessen Leiche sie damals selbst fand.
Während ihr Kollege Peter spurlos verschwindet, taucht seine Lebensgefährtin Hanne ohne Erinnerungen am Waldrand auf.
Jake, ein Nachbarsjunge, der ganz eigene Probleme hat , findet Hannes Tagebuch und erfährt Dinge, die er lieber nicht gewusst hätte.

So aufregend der Prolog beginnt, so langatmig ist die erste Hälfte des Buches. Die Perspektiven wechseln zwischen Jake und Malin.
Immer wieder gibt es Situationen, die den Spannungsbogen nach oben schnellen lassen, der aber dann auch schnell wieder abebbt. Die Autorin verliert sich meiner Meinung nach zu sehr in Nebensächlichkeiten.
Das erschwerte mir das Lesen enorm und ich konnte nicht viele Seiten am Stück lesen.
Erst auf dem letzten Drittel steigert die Autorin die Spannung plötzlich. Ab hier flog ich nur so durch die Seiten.
All die Spannung, die zu Anfang fehlte, tritt hier nun endlich gebündelt auf und beschert dem Leser ein sehr überraschendes und spektakuläres Ende.

Fazit: Eine cold case, der aufwendig gestrickt ist. Hier geht es weniger um blutige Brutalität, als um die Geschichte einzelner Schicksale, in der sich die Spannung nur langsam aufbaut, der Schluss aber absolut mitreißt.
Auch hat die Autorin ein brenzliges und vor allem aktuelles Thema eingebaut.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Gelungene Reihenfortsetzung

Zimmer 19
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Tom Babylon ermittelt wieder.
Dies ist bereits der 2. Teil der Babylon Reihe von Marc Raabe. Nachdem der letzte Fall so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird auch in diesem Fall das alte Team ...

Tom Babylon ermittelt wieder.
Dies ist bereits der 2. Teil der Babylon Reihe von Marc Raabe. Nachdem der letzte Fall so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird auch in diesem Fall das alte Team zusammen getrommelt.
Bereits der Prolog beginnt spannend und
Raabe überzeugt mit einem interessanten Plot, der einen Bezug zur Realität darstellt.
Auf der Berlinale wird ein Snuff Film vorgeführt, zuerst unklar, ob es sich um einen echten Mord oder eine schauspielerische Leistung handelt.
Die Ermittler treffen bald wieder auf eine Zahl. Was hat es damit auf sich?
Die ausgefeilten Wendungen sind gut durchdacht und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.
Durch die Perspektiv- und Zeitenwechsel hält der Autor den Spannungsbogen hoch, man kann durch Zeitangaben auch gut folgen.
In diesem Teil lernen wir zudem mehr über die Protagonistin Sita und ihre Vergangenheit. Aber auch Toms kleine Schwester findet wieder Beachtung.
Es tauchen häufig Parallelen zu "Schlüssel 17" auf und es gibt einige Zusammenhänge.
Sicherlich ist es nicht zwangsläufig notwendig den vorherigen Teil zu kennen, ich würde es aber empfehlen, da schon sehr viele Rückblenden eingebaut sind.

Fazit: Mir hat dieser Teil noch besser gefallen, als der erste. Eine durchweg spannende und gut durchdachte Geschichte.

Veröffentlicht am 12.08.2019

Wenn die Erinnerung dich zerstört

Niemand stirbt allein
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Tabea erwacht schweißgebadet aus einem fürchterlichen Alptraum. Ihr Mann Marc wollte ihre gemeinsame Tochter Amy erschießen.
Doch gerade als sie sich damit abfindet, nur schlecht geträumt zu haben, wird ...


Tabea erwacht schweißgebadet aus einem fürchterlichen Alptraum. Ihr Mann Marc wollte ihre gemeinsame Tochter Amy erschießen.
Doch gerade als sie sich damit abfindet, nur schlecht geträumt zu haben, wird der schreckliche Alptraum Realität.

Bereits der Prolog beginnt spannend und Martin Krist versteht es den Leser ab der ersten Seite in den Bann der Geschichte zu ziehen.
Ich begleitete Tabea auf ihrer Flucht mit ihrer kleinen Tochter und fieberte mit ihr mit. Was für ein Alptraum.
Doch Gott sei dank war da Jonas, der ihr half.

Die kurzen Kapitel enden häufig mit kleinen Cliffhängern, so dass man das Buch nur ungern zur Seite legt.
Der Autor führte mich auf falsche Fährten, als ich dachte, ich wüsste in welche Richtung die Geschichte geht.
Die Zusammenhänge sind interessant, werfen aber unzählige Fragen auf, die man unbedingt beantwortet haben möchte, denn so richtig stimmig sind die Vorkommnisse nicht.

Doch auf den letzten Seiten löst sich alles auf und bestätigte meine Vorahnung, an die mich der Autor zwischendurch ordentlich zweifeln ließ.
Die Wahrheit ist erschütternd und lässt einen bedrückt und traurig zurück.

Fazit: Ein spannender Thriller mit authentischem und beklemmenden Thema, dass einen nur so durch die Seiten fliegen lässt.

Veröffentlicht am 10.08.2019

Aus Sicht des Täters

Du gehörst mir
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Zitat S. 96
Manchmal ist ein Mord kein Mord, sondern ein Unglück.
Manchmal ist ein Unglück die Folge unglücklicher Umstände

Das Buch ist als Roman betitelt und kommt eher dramatisch und erschütternd ...

Zitat S. 96
Manchmal ist ein Mord kein Mord, sondern ein Unglück.
Manchmal ist ein Unglück die Folge unglücklicher Umstände

Das Buch ist als Roman betitelt und kommt eher dramatisch und erschütternd daher.

Der Prolog beginnt bereits verstörend mit dem einschneidenden Kindheitserlebnis von Tille.
Er muss mit ansehen, wie sein Vater auf dem Feld sein Bein an einen Mähdrescher verliert. Doch niemand hält es für nötig ihn zu trösten oder zu beruhigen. Und so gewöhnt er sich schnell daran, keine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Er heiratet Ada, das einzige Mädchen, das sich für ihn zu interessieren scheint.
Doch die ruhige Ada setzt ihm im Laufe der Jahre immer mehr zu und seine Bedürfnisse bleiben unerfüllt. Und so begeht er eine Dummheit, die erst Jahre später an die Oberfläche gelangt.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel eingeteilt und beginnt mit der Überschrift "Frühling".
Hier wird einem der Hauptcharakter Tille beschrieben und seine Denkweise verdeutlicht.
Der Schreibstil aus Tilles Sicht ist gewöhnungsbedürftig, denn die Darstellung ist sehr monoton.
Einerseits fand ich den Aspekt sehr interessant die Gedanken eines Täters aus seiner Sicht zu erleben. Andererseits ist die Darstellung erschreckend spannungslos, was wahrscheinlich sogar realistisch ist.
Es dauerte ca. bis zur Hällfte des Buches, bis mich die Geschichte mehr packte.

Fazit: Eine interessante Sichtweise und Motivgebung des Täters, die mich aber nicht vollständig überzeugen konnte, da mir einfach Spannung fehlte.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Blut und Boden

Die letzte Witwe
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Die letzte Witwe
Die letzte Witwe
Karin Slaughter
Rezension vom 02.08.2019 (0)
Das Buch ist bereits der 7. Teil der Reihe. Man sollte die vorherigen Bände gelesen haben, um die Entwicklung der Charaktere ...

Die letzte Witwe
Die letzte Witwe
Karin Slaughter
Rezension vom 02.08.2019 (0)
Das Buch ist bereits der 7. Teil der Reihe. Man sollte die vorherigen Bände gelesen haben, um die Entwicklung der Charaktere und ihre Beziehungen zu verstehen. Ohne diese Vorkenntnisse fehlen einem doch erhebliche Zusammenhänge.

So fängt die Geschichte auch bereits ohne große Einleitung an und behandelt die schwierige Beziehung zwischen Sara und Will.
Gleiche Situationen sind abwechselnd aus beider Perspektiven erzählt, so dass man als Leser gut verstehen kann, wo die Problematik und Missverständnisse liegen.
Und auch Wills Kollegin Faith ist wieder mit von der Partie.

Die Charaktere werden aber nicht zu sehr thematisiert, denn der Spannungsbogen schnellt bereits nach wenigen Seiten nach oben, als plötzlich die Erde zittert und die Situation in kürzester Zeit aus dem Ruder läuft.
In der Annahme Menschenleben zu retten versuchen Sara und Will zum Ort des Geschehens zu gelangen. Sie treffen auf mehrere Personen, die beim Versuch sich in Sicherheit zu bringen einen Autounfall verursacht haben. Sara will nach den Verletzten sehen, die berichten, dass an der Universität eine Bombe hochgegangen ist. Doch augenscheinlich stimmt etwas mit diesen Männern nicht. Als Will und Sara das begreifen, ist es aber bereits zu spät.

Zitat Position 803
Er blickte hinter sich und rechnete damit, Saras Leiche zu entdecken. »Wo …?« »Sie ist fort.« Ein Schluchzen kam aus Cathys Mund. »Will, sie haben sie mitgenommen.«

Sara wurde entführt und Will ist körperlich stark angeschlagen. Das GBI versucht verzweifelt Saras Entführern auf die Spur zu kommen und kreuzt damit FBI Ermittlungen.
Diese gestalten sich meiner Meinung nach dann jedoch viele Seiten lang etwas zäh und es fiel mir schwer Zusammenhänge der Gruppierung um die es geht, sowie Zuständigkeiten des FBI und GBI zu verstehen und nachzuvollziehen.

Weiterhin lässt die Autorin aus verschiedenen Perspektiven erzählen, was der jeweilige Protagonist erlebt.
Hier fand ich Saras Erlebnisse teils sehr schockierend. Und endlich begreift man auch, um was es geht.
Der Hintergrund der Gruppierung ist äußerst aktuell,interessant und könnte kaltblütiger kaum sein.Die Vorstellung, dass solch ein Szenario Realität würde, lässt einen bedrückt zurück.

Persönliches Fazit: Eine solide Fortsetzung der Reihe und Entwicklung der Hauptfiguren, abgerundet mit einem spannenden und mitreißenden Thema, die man als Fan natürlich gelesen haben muss.