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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

Magische Abenteuer über den Wolken

Starminster - Stadt in den Wolken
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Das Cover fängt sofort die Atmosphäre der Geschichte ein. Die schwebende Stadt über London wirkt geheimnisvoll und traumhaft zugleich und weckt sofort die Neugier auf die Geschichte von Astrid. Die junge ...

Das Cover fängt sofort die Atmosphäre der Geschichte ein. Die schwebende Stadt über London wirkt geheimnisvoll und traumhaft zugleich und weckt sofort die Neugier auf die Geschichte von Astrid. Die junge Protagonistin hat ihr Leben bisher in einem kleinen Schuppen verbracht, behütet von ihrer Mutter, und erlebt nun eine völlig neue Welt, als eine mysteriöse Frau mit Flügeln sie nach Starminster bringt. Die Schule für Librae, Kinder mit der Gabe zu fliegen, ist fantasievoll und detailreich beschrieben, von den Himmelsgärten bis zu den schwebenden Brücken, sodass man die Welt lebendig vor Augen hat. Megan Hopkins versteht es, Spannung und Geheimnis harmonisch zu verbinden, während Astrids Gefühle, ihre Ängste und die ersten Flugversuche einfühlsam dargestellt werden. Die Freundschaften, die sie knüpft, wirken warmherzig und glaubwürdig, und die Rätsel um verschwundene Kinder geben der Geschichte zusätzlich Tiefe. Der Schreibstil ist flüssig und kindgerecht, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Manche Nebenfiguren hätten noch mehr Profil vertragen, doch die zentrale Handlung bleibt dadurch ungetrübt. Abenteuer, Geheimnisse und die schwebende Stadt bilden die Grundlage für die faszinierende Welt von Starminster. Ein Auftakt, der Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in eine magische Welt entführt.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Wenn die Geschichte plötzlich ihren eigenen Kopf bekommt

Paul bekommt kein Kätzchen
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Das großformatige Cover wirkt freundlich und farbenfroh und weckt sofort Neugier auf Pauls Geschichte. Die Illustrationen sind großzügig gestaltet und zeigen viele kleine Details, die beim gemeinsamen ...

Das großformatige Cover wirkt freundlich und farbenfroh und weckt sofort Neugier auf Pauls Geschichte. Die Illustrationen sind großzügig gestaltet und zeigen viele kleine Details, die beim gemeinsamen Betrachten entdeckt werden können. Besonders in den Szenen mit viel Bewegung entfalten die Bilder ihren Reiz und tragen die Handlung visuell mit.
Inhaltlich beginnt alles mit einer klaren Ausgangssituation, denn Paul soll ein Kätzchen bekommen. Doch schnell entwickelt sich die Geschichte anders als gedacht, weil Paul eigene Vorstellungen vom Verlauf seines Buches hat. Das Aufeinandertreffen von Erzählerstimme und Hauptfigur bildet dabei das zentrale Element. Diese Idee ist zweifellos kreativ und eröffnet Raum für überraschende Wendungen.
Allerdings wirkt der angekündigte Humor nicht durchgehend so pointiert, wie man es vielleicht erwartet. Einige Dialoge sind schmunzelnd, andere Passagen ziehen sich etwas in die Länge. Auch die Botschaft rund um Selbstbewusstsein und eigenständiges Handeln bleibt eher zwischen den Zeilen und hätte stellenweise klarer ausgearbeitet sein dürfen.
Der Schreibstil ist dialogreich und lebendig, verlangt beim Vorlesen jedoch eine deutliche stimmliche Unterscheidung zwischen Erzähler und Paul.
Im Fazit hinterlässt das Buch einen gemischten Eindruck. Die Grundidee ist frisch und die Illustrationen überzeugen durch ihre liebevolle Gestaltung. Humor und Botschaft erreichen jedoch nicht in jedem Moment die erhoffte Tiefe. Dennoch bietet die Geschichte Gesprächsanlässe und eignet sich gut für gemeinsames Entdecken.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Ein stiller Roman

Alma
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Schon das Cover strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Es wirkt ruhig und zugleich nachdenklich, fast wie ein Fenster in eine Stadt, die mehr erzählt, als man auf den ersten Blick erkennt. Die Gestaltung ...

Schon das Cover strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Es wirkt ruhig und zugleich nachdenklich, fast wie ein Fenster in eine Stadt, die mehr erzählt, als man auf den ersten Blick erkennt. Die Gestaltung passt stimmig zu der Geschichte, die sich zwischen Erinnerung, Verlust und der Suche nach Identität entfaltet.
Im Mittelpunkt steht Alma, die nach dem Tod ihres Vaters in ihre Heimatstadt Triest zurückkehrt. Diese Stadt an der Grenze zwischen Ost und West ist weit mehr als nur Kulisse. Sie wird zum Spiegel ihrer inneren Zerrissenheit. Zwischen den vertrauten Kaffeehäusern der Großeltern, den Erinnerungen an unbeschwerte Sommer und der Straße Richtung Osten, auf der ihr Vater immer wieder verschwand, tauchen alte Fragen auf, die nie wirklich beantwortet wurden. Auch die Begegnung mit Vili, ihrer Jugendliebe, bringt längst verdrängte Gefühle zurück.
Die Figuren wirken vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Besonders Alma erscheint als Frau, die lernen muss, ihre eigene Geschichte anzunehmen. Ihre Gedanken und Empfindungen werden einfühlsam dargestellt, ohne aufdringlich zu wirken.
Der Schreibstil ist ruhig, fast poetisch, und verlangt Aufmerksamkeit. Die Erzählweise entfaltet sich behutsam und verbindet verschiedene Zeitebenen miteinander. Dadurch entsteht eine dichte Stimmung, die lange nachhallt.
Im Fazit bleibt ein Roman, der nicht laut sein möchte, sondern durch seine Tiefe berührt. Für mich ist Alma ein Buch, das Zeit braucht und genau deshalb so eindrücklich ist. Eine klare Empfehlung für alle, die stille, anspruchsvolle Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Bewusster Genuss

Süßer Genuss
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Die Gestaltung wirkt modern und freundlich, die stimmungsvollen Fotografien machen sofort Lust aufs Ausprobieren. Das Layout ist übersichtlich, die Rezepte sind klar strukturiert und angenehm präsentiert. ...

Die Gestaltung wirkt modern und freundlich, die stimmungsvollen Fotografien machen sofort Lust aufs Ausprobieren. Das Layout ist übersichtlich, die Rezepte sind klar strukturiert und angenehm präsentiert. Bereits beim ersten Durchblättern entsteht das Gefühl, hier eine liebevolle Sammlung in Händen zu halten.
Inhaltlich bietet das Buch eine breite Auswahl an Kuchen, Desserts, Eis und kleinen Naschereien, die konsequent ohne Zucker, Gluten und Laktose auskommen. Stattdessen setzt die Autorin auf natürliche Süße aus Früchten sowie auf alternative Mehlsorten und gesunde Zutaten. Ergänzend findet sich ein Theorieteil zur Entstehung von Heißhunger und zum Umgang mit Süßgelüsten. Dieser liest sich verständlich und motivierend, bleibt jedoch in manchen Punkten eher allgemein und hätte stellenweise etwas tiefer gehen dürfen.
Die Rezepte sind gut nachvollziehbar beschrieben und überwiegend alltagstauglich. Viele Zutaten sind problemlos erhältlich, was positiv auffällt. Allerdings greifen zahlreiche Rezepte auf Datteln als Hauptsüße zurück, wodurch sich geschmacklich eine gewisse Wiederholung ergibt. Auch wer sehr trockenes Gebäck bevorzugt, wird hier nicht immer fündig, da viele Varianten bewusst saftig gehalten sind.
Im Fazit überzeugt das Buch mit einer kreativen und gesunden Rezeptauswahl, auch wenn nicht jede Idee gleichermaßen begeistert. Für alle, die neue Wege des bewussten Naschens entdecken möchten, ist es dennoch eine klare Empfehlung wert.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Zwischen Herzklopfen und Gewissensfragen

Wild Card
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Elsie Silver erzählt eine gefühlvolle Liebesgeschichte, deren Weg alles andere als einfach ist. Im Mittelpunkt stehen Gwen und Bash, die nach einer besonderen ersten Begegnung unerwartet wieder aufeinandertreffen. ...

Elsie Silver erzählt eine gefühlvolle Liebesgeschichte, deren Weg alles andere als einfach ist. Im Mittelpunkt stehen Gwen und Bash, die nach einer besonderen ersten Begegnung unerwartet wieder aufeinandertreffen. Die Situation könnte komplizierter kaum sein, denn Bash ist der Vater von Gwens Exfreund. Aus dieser Konstellation entsteht eine emotionale Spannung, die sich leise, aber eindringlich durch den gesamten Roman zieht.
Gwen begeistert mit ihrer offenen, warmherzigen Art und einer spürbaren inneren Stärke. Bash hingegen trägt Verantwortung und Zweifel mit sich, was ihn zunächst zurückhaltend wirken lässt. Gerade dieses Zusammenspiel aus Optimismus und Ernsthaftigkeit verleiht ihrer Beziehung Tiefe. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und lassen die Kleinstadtatmosphäre lebendig wirken.
Elsie Silvers Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Sie verbindet leichte, humorvolle Momente mit emotionalen Passagen, ohne ins Dramatische abzudriften. Die Annäherung der beiden wirkt nachvollziehbar und authentisch, was die Geschichte besonders berührend macht.
Im Fazit ist „Wild Card“ eine Romance über Loyalität, Mut und das Hören auf das eigene Herz. Für mich war es eine bewegende Geschichte, die trotz der komplizierten Umstände warm und hoffnungsvoll bleibt.

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