Profilbild von Darcys_Lesestuebchen

Darcys_Lesestuebchen

Lesejury Star
offline

Darcys_Lesestuebchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Darcys_Lesestuebchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2023

Düstere Aussichten

Der Report der Magd
0

Nach einer atomaren Verseuchung ist der größte Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Sie werden in drei Gruppen eigenteilt und gelten nun als Gebärmaschinen, die unterdrückt und wie Waren behandelt ...

Nach einer atomaren Verseuchung ist der größte Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Sie werden in drei Gruppen eigenteilt und gelten nun als Gebärmaschinen, die unterdrückt und wie Waren behandelt werden. Gefühle, Liebe, ein selbstbestimmtes Leben ? Nicht hier, wo ihnen jegliche Rechte abgesprochen werden und sie gefügig sein müssen. Auch Desfred, eine der Mägde zählt dazu, aber sie will sich nicht mit diesem Leben abfinden und rebelliert.

Meine Meinung:
Als ich vor ein paar Jahren auf die Serie stoß und auch ein paar Folgen sah, ließ mich diese Geschichte irgendwie nicht mehr los. Eigentlich ist es nicht unbedingt mein Genre, aber nun fiel mir das Buch zufällig in die Hände und es war für mich ein Wink des Schicksals.

Anfangs hatte ich gewisse Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen, weil der Leser quasi mitten in das Geschehen geworfen wurde und sich erst einmal zurecht finden musste. Es gab keinen Prolog oder Epilog und es wurde viel durcheinander gewürfelt. Zunächst lernte man Desfred, ihre Arbeit und den groben Alltag in diesem Staat kennen. Rote Uniform, roter Regenschirm und eine weiße Haube, das ist die Uniform der Mägde. Seid still, erledigt eure Arbeiten und bringt Kinder auf die Welt, das sind eure Aufgaben. Die Gruppen waren strikt getrennt, durften nicht miteinander kommunzieren oder sich treffen. Geburten wurden wie Jahrhundertergeinisse gefeiert, es gab viel Neid, Missgunst und Intrigen. Und wer ein Baby lebend zur Welt bringen konnte, der hatte besondere Privilegien, während die kinderlosen immer tiefer fielen oder sogar verurteilt wurden. Verbrechen oder andere Vergehen wurden sehr hart bestraft.

Die Erzählungen von Desfred, deren wahrer Name man hier nie erfuhr, schockierten mich manchmal sehr. Ich fand es spannend, sie bei ihrer Reise zu begleiten und mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren, die immer wieder bruchstückhaft auftauchte. Allerdings fand ich die Übergänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit nicht gut ausgearbeitet, weil es mich immer wieder aus dem Lesefluss riss und ich es manchmal nicht gleich merkte, wenn die Autorin wechselte. Das fand ich etwas schade, da auch Desfreds früherers Leben so wichtig und interessant war. Das offene Ende passte hier sehr gut und ließ dem Leser die Möglichkeit, sich selber ein Bild zu machen.

Die Charaktere gefielen mir sehr gut und ich mochte es, dass die Autorin nicht zu sehr ins Detail ging, vor allem, da doch zahlreiche Personen eine wichtige Rolle spielten. Im Vordergrund standen neben Desfred andere Mägde wie Moira oder Desglen, deren Schicksale ebenfalls sehr fesselten und der Kommandant und seine Frau Serena, die mir trotz ihres Verhaltens irgendwo Leid tat.

Durch den ruhigen und sachlichen Stil der Autorin ging mir die Geschichte umso mehr unter die Haut und ich fieberte von Anfang bis Ende mit Desfred mit, die ich unglaublich mutig und stark fand. Auf der einen Seite wirkte sie sehr kontrolliert und beherrscht, auf der anderen impulsiv und emotional. Ihre kleinen Wandlungen erschreckten nicht nur sie manchmal. Nur zum Ende hin war für mich einfach die Luft raus und ich war sogar ein wenig froh, es zu beenden, weil es sich dann doch etwas zog.

Fazit:
Eine fesselnde Geschichte, die mich schockierte und nachdenklich machte. Der ruhige Stil ging mir gerade wegen seiner gewissen Nüchternheit unter die Haut und las sich flüssig. Nur zum Ende war für mich die Luft raus und es blieb offen, was mich ein klein wenig störte.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2023

Schönes Setting, aber mit einer unsympathischen Hauptfigur

Die Liebe fliegt, wohin sie will
0

Cleo liebt ihren Job als Stylistin und ihr Leben in Berlin, vom Landleben will sie nichts wissen. Als sie in die Bretagne reisen muss, um auf dem Biohof von Finn auszuhelfen, holt sie ihre Vergangenheit ...

Cleo liebt ihren Job als Stylistin und ihr Leben in Berlin, vom Landleben will sie nichts wissen. Als sie in die Bretagne reisen muss, um auf dem Biohof von Finn auszuhelfen, holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. Nach und nach schwächelt ihr Widerwille und sie verliebt sich in die Landschaft, das Meer und seine Bewohner. Auch Finn lässt sie nicht kalt und Cleo muss sich entscheiden, wo ihr Herz liegt.

Meine Meinung:
Als mir "Die Liebe fliegt wohin sie will" bei einer Challange ausgesucht wurde, war ich sehr gespannt auf das Buch. Der Klappentext klang echt super und ich freute mich auf die Geschichte. Das Cover spricht mich eher weniger an, weil es sehr kitschig wirkt, aber irgendwie passt es auch ganz gut.

Leider hatte ich schon Beginn so meine Probleme mit der Geschichte. Irgendwie fand ich keinen wirklichen Bezug zum Geschehen und auch mit der Hauptfigur Cleo haderte ich ziemlich. Aber ich wollte nicht so einfach aufgeben und hoffte, dass ich noch damit warm werden würde. Und in gewissen Dingen schaffte das Buch auch noch meine Neugier zu wecken, aber insgesamt fand ich es langweilig und auch emotional erreichte es mich einfach nicht.

Schön fand ich aber die Beschreibungen der Location. Ich war nie in der Bretagne, dennoch fühlte ich mich, als sei ich dort und das war echt toll. Auch ein paar der Dorfbewohner fand ich super, allerdings zog sich die Geschichte für mich wie Kaugummi. Man begleitete Cleo auf ihrem Alltag auf dem Hof. Wie sie mit den Tieren kuschelte, sich neu entdeckte und schließlich auch in Finn eine neue Liebe fand. An sich mag ich solche Settings total gerne, aber die Autorin schaffte es einfach nicht, mich zu begeistern, was auch an der lauen Romanze und der unsympathischen Hauptfigur lag.

Schon in den ersten Seiten fand ich Cleo recht anstrengend. Ich konnte sie durchaus verstehen, aber ihre ganze Art war einfach nervig. Sie wirkte etwas naiv, wirkte sehr ich-bezogen und unempathisch. Mitunter deswegen konnte ich auch die Liebesgeschichte mit Finn nicht nachvollziehen. Ich fragte mich, was er an ihr fand, da mich ihr Verhalten echt abschreckte. Zudem spürte ich auch keine Chemie zwischen ihnen und ihre gemeinsamen Liebesszenen wirkten auf mir zu emotionslos und mir fehlte auch etwas die Tiefe. Aber auch mit Finn wurde ich nie wirklich warm, da er mir zu blass und und unnahbar blieb.

Die Nebencharaktere fand ich durchaus in Ordnung, nur ein paar konnte ich gar nicht leiden. Vor allem Dina fand ich absolut schrecklich gezeichnet. Ich fand es nicht schlimm, dass sie sehr zickig war, aber es wirkte sehr aufgesetzt und die Streitereien zwischen ihr und Cleo waren nervig.

Der Schreibstil konnte mich auch nicht überzeugen. Mir fehlte die Tiefe, Nähe zu den Figuren und Sympathie. Allerdings las er sich ganz flüssig und ich fand die Beschreibungen der Bretagne sehr schön. Da hatte ich immer ein klares Bild vor Augen.

Fazit:
Die Idee kalng schön und in gewissen Zügen konnte es mich auch überzeugen, aber weder mit den Figuren, noch mit dem Stil oder der Geschichte bin ich wirklich warm geworden. Das hätte echt interessant werden können, aber ich fand es sehr langweilig und manchmal anstrengend. Vor allem mit den Figuren haderte ich doch so manches Mal.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2023

Wie alles begann

Detektiv Conan 01
0

Shinichi Kudo ist ein großer Sherlock Holmes Fan und eifert seinem Idol nach. Er löst selbst die schwierigsten Fälle und ist bei den Verbrechern gefürchtet. Bis ihm ein mysteriöses Gift verabreicht wird ...

Shinichi Kudo ist ein großer Sherlock Holmes Fan und eifert seinem Idol nach. Er löst selbst die schwierigsten Fälle und ist bei den Verbrechern gefürchtet. Bis ihm ein mysteriöses Gift verabreicht wird und er sich in ein Kind zurückverwandelt. Nun muss er unter einem Pseudonym nach den Männern suchen, die für sein Schicksal verantwortlich sind.

Meine Meinung:
Die Serie kenne ich seit Jahren und bin ein großer Fan, allerdings habe ich auch noch nicht alle Folgen gesehen und war nun echt auf den Manga gespannt, der doch anders ist, als ich dachte. Deswegen war es für mich zunächst auch eine Überraschung, dass nicht nur eine zusammenhängende Geschichte erzählt wurde, sondern drei verschiedene Fälle, die leicht miteinander verbunden waren.

Aber das fand ich echt nicht schlimm, da ich auf jeder Seite meine geliebten Conan-Vibes spürte und selber miträtselte, was nun vorgefallen war. Es war sehr spannend und interessant, wie Conan auf die Täter, sowie deren Motive und den Tathergang kam. Man lernte hier auch seine Freundin Ran, sowie ihren Vater Kogoro, der mich, wie auch in der Serie einfach nur fertig machte, kennen. Bei dem Mann ist doch Hopfen und Malz verloren und ich konnte so oft nur lachen und den Kopf schütteln.

Die Chemie zwischen Ran und Schinichi fand ich super, auch wenn er in der Hinsicht echt ein Brett vorm Kopf hatte. Ich fand es herrlich, wie sie immer versuchte, eine romantische Stimmung herzustellen und Andeutungen machte, während er sich wieder in seine Liebe für Krimis reinsteigerte. Ihre Kabbelein, aber auch die ernsteren Momente gefielen mir sehr gut. Als Conan hatte er es nicht so leicht, aber dafür war er umso einfallsreicher.

Den Zeichenstil mochte ich sehr gerne und ich konnte dem Geschehen sehr gut folgen.

Fazit:
Ein Auftakt, der mir super gefiel. Die Geschichten waren spannend und interessant und ich liebte die Energie zwischen den Figuren, Vor allem Kogoro machte mich wieder fertig und ich musste einiges Mal lachen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf Band zwei.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2023

Nichts für mich

Gameshow – Der Preis der Gier
0

New York in der Zukunft: Als Cass wegen den Wettschulden ihres Vaters in die niedrigste Klasse der Gesellschaft verstoßen wird, bleibt ihr nur eine Wahl, wenn sie da wieder raus möchte. Sie muss es in ...

New York in der Zukunft: Als Cass wegen den Wettschulden ihres Vaters in die niedrigste Klasse der Gesellschaft verstoßen wird, bleibt ihr nur eine Wahl, wenn sie da wieder raus möchte. Sie muss es in die nächste Gameshow schaffen und dort um ein Ticket nach ganz oben gewinnen. Sollte sie es aber nicht schaffen, bezahlt sie mit ihrem Leben. Hilfe bekommt sie von Jax, dem besten Gamer in der Arena. Aber es ist nicht alles so, wie es scheint.

Vorwort:
"Gameshow - Der Preis der Gier" von Franziska Kopka ist der erste Band der "Gameshow" Dialogie.

Meine Meinung:
Eigentlich hätte mir schon der Klappentext eine Warnung sein müssen. Denn wenn man ehrlich ist, liest es sich wie die Zusammenfassung eines sehr bekannten Romans und schon nach kurzer Zeit fragte ich mich, was ich da eigentlich in den Händen halte. Eine Welt mit verschiedenen Klassen, wo in einem tödlichen Spiel mit vielen Gefahren und Fallen Spieler um den Aufstieg kämpfen und töten müssen, um zu überleben. Die Protagonistin landet dort unfreiwillig und wächst über sich hinaus. Das kommt doch bekannt vor, oder nicht ? Viele Begriffe dieser Welt sind recht ähnlich und auch die Hauptfigur Cass hört sich doch beinahe wie Katniss an. Der Ablauf erinnerte doch stark an den Bestseller; es gab eine Arena, wo sich die Spieler vorbereiteten und die Zuschauer mit Sympathiepunkten Wetteinsätze machen konnten. Die Bevölkerung wurde in gesellschaftliche Stellungen eingeteilt, nur das es hier irgendwie etwas mit Farben statt mit Distrikten zu tun hatte. Das kann man natürlich etwas eng sehen, aber mir waren die Ähnlichkeiten einfach zu stark.

Ich habe echt kein Problem damit, wenn man sich Inspirationen bei anderen Autoren holt und im Grunde lesen sich viele Bücher auch ähnlich, aber es ist einfach nicht meins, wenn ich das Gefühl habe, dass dies zu stark geschieht und es nicht mehr wie etwas Selbstständiges wirkt. Eigene Ideen suchte ich hier eher vergebens, weil sich neben dem Roman von Collins auch bei allerlei anderen Dystopien bedient wurde. Das Mädchen, das unfreiwillige teilnimmt, und ihr Mentor kommen sich näher ? Auch bekannt. Und die Sache mit dem Löschen des Gedächtnisses ? Kenne ich alles zu genüge. Leider habe ich auch das Worldbuilding nicht wirklich verstanden und wie diese Welt eigentlich funktionierte.

Ein weiteres Problem war es für mich, dass hier kaum etwas erklärt wurde. Klar, es las sich für mich beinahe eine Kopie, aber dennoch verwirrte es mich auch sehr oft. Viele der Begriffe wurden gar nicht erklärt und einfach in den Raum geworfen und ich war eigentlich eher irritiert und blickte nicht mehr durch.

Die Geschichte las sich langweilig und recht zäh. Ich bekam leider kein Gefühl für die Figuren und die Liebesgeschichte wirkte nicht authentisch. Spannung war eigentlich nicht vorhanden und ich fand die meisten Charaktere auch recht anstrengend. Sie machten keine Wandlung durch und ich fand sie eher unsympathisch. Cass fand ich sehr langweilig und auch nervig. Sie wollte mutig sein, wirkte auf mich aber eher naiv und Jax war eben da. Er schien keine eigene Persönlichkeit zu besitzen und diente nur als Love Interest von Cass. Tiefe, Vielschichtigkeit, Wandlung, Schwächen oder Stärken waren nicht vorhanden und ehrlich gesagt kann ich mich auch nach nur ein paar Tagen nicht mehr groß an sie erinnern.

Der Schreibstil konnte mich auch nicht überzeugen. Er war weder spannend, noch interessant und zog sich wie Kaugummi. Vor allem im Mittelteil passierte eigentlich nichts und die Geschichte trat nur auf der Stelle rum. Action, Spannung oder Tiefe suchte ich hier leider vergebens.

Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht und ich würde es auch nicht weiter empfehlen. Es gab eigentlich keine eigene Ideen und die Ähnlichkeit zu "Die Tribute von Panem" war mir hier einfach zu stark. Die Charaktere besaßen weder Persönlichkeit, noch Tiefe oder wirkten interessant und die Liebesgeschichte war sehr platt. Ich habe kein Problen, wenn Bücher ähnlich sind, aber dann muss es wenigstens noch etwas eigenes vorweisen können, was die Geschichte nicht geschafft hat. Für mich war es doch eine ziemliche Enttäuschung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2023

Einnehmend

Das dritte Licht
0

Ein kleines Mädchen wird Anfang der 1980er in den Sommerferien zu seinen entfernten Verwandten gebracht. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen und die Mutter ist bereuts wieder schwanger. Liebe, Freundlichkeit ...

Ein kleines Mädchen wird Anfang der 1980er in den Sommerferien zu seinen entfernten Verwandten gebracht. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen und die Mutter ist bereuts wieder schwanger. Liebe, Freundlichkeit oder Zuneigung kennt sie nicht, erfährt sie aber bei den Verwandten. Aber auch sie haben ein trauriges Geheimnis, was seine Schatten auf ihre gemeinsame schöne Zeit wirft.

Meine Meinung:
Das namenlose Mädchen, erzählte selbst, was sie alles erlebte und war sehr aufmerksam in ihren Schilderungen. Dabei wurde sie nie ausschweifend oder gab Dinge wieder, die den Leser nicht interessieren würden. Ihre Geschichte gab sie sehr knapp und präzise wieder und gleichzeitig auch alles preis. Indirekt war es eine sehr traurige Erzählung über Schicksal, Leid und Trauer, was mir sehr unter die Haut ging. Ich stellte mir auch die Frage, wie sehr man seine Eltern lieben sollte oder nicht. Darf man Menschen, die einem eigentlich fremd sind, eher als seine Eltern ansehen als die leiblichen, die einem keine Liebe oder Zuneigung geben ? Darf man unbeschwert sein, während man weiß, dass die eigenen Geschwister es schlechter haben ?

Trotz seiner Kürze beschäftigte mich der Erzählung auch nach dem Lesen sehr lange und selbst jetzt noch grübel ich weiter und das liebe ich. Wenn ein Buch noch so lange nachhallt und das im positiven Sinn, macht es umso mehr Freude solche Bücher entdecken zu dürfen. Das offene Ende passte durchaus sehr gut rein, allerdings hätte ich gerne einen runderen Abschluss gehabt. Die Situation, mit der der Leser das Buch beendet, war für mich eine sehr wichtige und ein Abschluss wäre schön gewesen, egal, wie er endet. Aber dennoch passte es für mich, weil ich mir so ausmalen konnte, dass es doch noch zu einem glücklichen Ende für das namenlose Mädchen und seine Verwandten kommt.

Der Schreibstil war sehr karg, bezog sich nur auf das Notwendigste der Geschichte und begeisterte mich so umso mehr. Einserseits wurde ich auf eine gewisse Distanz gehalten, andererseits spürte das Geschehen umso intensiver. Die Sprache war klar und präzise und lebte von der Kargheit, die die Autorin hier schuf.

Fazit:
Immer mehr entdecke ich Literatur abseits der üblichen Geschichten über Vampire, junge Leute auf dem College oder Ermittlern und das gefällt mir sehr gut. Ich liebe es, dass mich dieses Buch auch nach dem Lesen so sehr beschäftigte und mir beim Lesen unter die Haut ging. Der karge Stil und die präzise Sprachen waren ein Genuss und ich möchte unbedingt mehr von dieser Autorin lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere