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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2020

Sehr verworren und zu detailversessen - ich habe immer wieder den Überblick verloren

Das Buch der Nacht
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Achtung: Band 3 einer Reihe!

Diana und Matthew sind heil wieder in der Gegenwart zurück und Diana ist immer noch mit Zwillingen schwanger. Doch in ihrer Abwesenheit ist so einiges passiert und nur weniges ...

Achtung: Band 3 einer Reihe!

Diana und Matthew sind heil wieder in der Gegenwart zurück und Diana ist immer noch mit Zwillingen schwanger. Doch in ihrer Abwesenheit ist so einiges passiert und nur weniges davon ist gut. Noch immer sehen sie sich von allen Seiten von Feinden bedroht. Ihre Liebe ist verboten, ihre Kinder sind verboten und selbst Diana würden ihrer außergewöhnlichen Kräfte wegen so manche gern tot sehen. Können sie es schaffen sich ein sicheres Leben aufzubauen, oder sind die Opfer, die sie bringen müssen, einfach zu groß und ihre Feinde möglicherweise zu stark?


Ich fand es toll, dass man so viele liebgewonnene Charaktere wiedergetroffen hat und auch ein paar neue kennenlernen durfte. Darunter auch welche, die mir ganz persönlich sehr ans Herz gewachsen waren.
Leider sind aber auch die Feinde nicht einfach so verschwunden – obwohl es echt toll wäre, wenn sich mal eben der Erdboden öffnen und die alle verschlingen würde – sondern bringen sich in Stellung. Manch einen hatte man auf dem Plan, manch einen auch nicht und die Taten so einiger sorgen dafür, dass einem ganz anders wird.

Das Buch ist wieder sehr, sehr detailliert. Man erfährt alles über die genetischen Untersuchungen, die durchgeführt werden müssen, Theorien und auch über Dianas Arbeit. Im Prinzip verwandelt sich das Buch immer wieder in ein Sachbuch, dass einem verschiedene wissenschaftliche Disziplinen erklärt. Ich finde es an sich nicht schlecht, dass alles so genau beschrieben wird, aber hier sorgt es leider für Längen. Ich bin da leider oft weggedriftet. Ich musste mich manchmal wirklich anstrengen, dranzubleiben.

Interessant ist wieder die Handlung bezogen auf Dianas Kräfte, die ja scheinbar grenzenlos sind. Ich finde das faszinierend!

Wen ich mal wieder gehasst habe ist Baldwin. Ich verabscheue ihn wirklich sehr! Nicht nur wegen seines Verhaltens – manchmal ist er einfach nur böse und gemein – sondern auch vor allem dafür, dass es ihm absolut egal ist, wen er verletzt, vielleicht sogar dauerhaften Schaden zufügt. Zudem ist er einfach total halsstarrig und belehrungsresistent. Ein anderer kann einfach nicht recht haben. Punkt. Natürlich steckt auch in ihm mehr, als man denken würde, aber das dauert echt extrem lang.

Die Handlung ist sehr, sehr vielschichtig und verworren. Für meinen Geschmack macht das Buch zu viele Wendungen. Es dreht und wendet sich ohne Ende. Man bekommt sehr viele Informationen, oft zu viele, um den Überblick wirklich zu behalten. In meinen Augen, wollte es die Autorin besonders gut machen, indem sie für absolut alles eine Erklärung liefert, doch um das zu schaffen biegt sie andauernd ab. Die Erklärungen sind nicht in wenigen Sätzen geliefert, sondern ziehen sich manchmal gefühlt unendlich hin. Das Buch profitiert auch immer wieder davon, weil alles stimmig ist, aber man muss extrem aufpassen, um sich nicht in den 100.000 Details zu verlieren.


Fazit: Ich fand Band 3 besser als Band 2, aber an den ersten Band der Reihe, kommt es für mich nicht heran. Es verstrickt sich zu sehr in Details und eine Wendung und Enthüllung jagt die nächste. Immer wieder denkt man „jetzt kommt der Showdown!“, aber nein, er kommt nicht. Er wird abgebrochen und es zieht sich wieder. Ich habe für dieses Buch 2 Tage gebraucht, normalerweile lese ich jedes Buch innerhalb weniger Stunden, allein das zeigt, wie verworren es ist. Es hat seine Längen und macht es einem nicht leicht, dranzubleiben und nicht den Überblick zu verlieren.
In meinen Augen hat sich die Autorin zu sehr in Details verloren. Man kann den roten Faden manchmal nicht einmal mehr erahnen. Ja, die Details sind wichtig und fügen sich am Ende zu einem komplexen Puzzle zusammen, aber zwischendrin verliert man den Blick fürs Wesentliche.

Von mir bekommt das Buch knappe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.03.2020

Nicht ganz einfach zu lesen, aber sehr realistisch in meinen Augen

Wurfschatten
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Adas Leben ist geprägt von Zwängen. Sie weiß, dass sie eigentlich anders sein müsste, aber sie schafft es einfach nicht. Eigentlich ist sie Schauspielerin, aber auch da machen es ihr die Zwänge schwer. ...

Adas Leben ist geprägt von Zwängen. Sie weiß, dass sie eigentlich anders sein müsste, aber sie schafft es einfach nicht. Eigentlich ist sie Schauspielerin, aber auch da machen es ihr die Zwänge schwer. Nun hat sie schon seit drei Monaten die Miete nicht mehr bezahlt und ihr Vermieter droht ihr mit „Konsequenzen“. Ada will ihre Wohnung nicht verlieren. Sie braucht sie und ihre geliebten Fische auch.
Ihr Vermieter findet eine Lösung: kurzerhand quartiert er Juri, seinen Enkel bei ihr ein. Ada kann damit überhaupt nicht umgehen. Er stört! Aber irgendwie nicht immer, vielleicht.


Das Buch ist nicht leicht zu lesen. Die Zwänge und damit verbundenen Erlebnisse von Ada werden sehr detailliert geschildert, ohne mit Fachausdrücken um sich zu werfen. Man erlebt alles mit Ada, so, wie sie es eben empfindet. Man merkt, wie einschränkend das ist und wie erschreckend. Ada kann einem nur leid tun. Ihr einzige Freude sind ihre Fische. Schon immer war sie fasziniert von diesen Tieren.

Als sie eines Tages nach Hause kommt ist plötzlich Juri da. In ihrer Wohnung! Und all ihre Sachen wurden in ein einziges Zimmer geräumt. Ada steht kurz davor durchzudrehen. Sie kann nicht gut mit Menschen und mit einem Eindringling schon gar nicht! Ada versucht ihr Möglichstes um Juri los zu werden. Aber egal was sie auch tut, er geht einfach nicht! Und was noch viel schlimmer ist, irgendwann fängt sie fast an, sich an ihn zu gewöhnen!

Das Buch ist komplett aus Adas Sicht, aber nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben. Dadurch erlebt man zwar alles aus Adas Sicht, bleibt aber ein Beobachter. Ich habe selbst so meine Probleme mit Menschen und ich könnte definitiv nicht mit einem Mitbewohner umgehen, aber ich habe wenigstens nicht so schlimme Ängste und Zwänge wie Ada. Sie tut mir ehrlich leid. Immer wieder versucht sie ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und jedes Mal lassen sie ihre Ängste nicht.

Allerdings sind es auch genau diese Ängste und Zwänge, die das Buch schwer zu lesen machen. Man hüpft kreuz und quer durch Adas Gedanken und die sind oft genug seltsam und verworren. Genau das macht das Buch aber auch so authentisch. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so detailliert und realistisch das Leben eines Menschen mit Ängsten und Zwängen darstellt.

Aber es ist kein Buch, dass man mal eben so runterlesen kann. Der Stil ist anstrengend aber in meinen Augen auch das, was das Buch besonders und gut macht. Es wird nicht mein Lieblingsbuch, aber ich kann Simone Lappert nur dafür bewundern, wie sie es geschafft hat dem Leser diesen Einblick in die Welt eines Menschen zu gewähren, dessen Leben nicht von seinen Wünschen oder Taten bestimmt wird, sondern von dem, was ihm seine Psyche zugesteht. Ich persönlich habe jetzt das Gefühl diese ganze Thematik besser zu verstehen.


Fazit: Das Buch ist alles andere als leicht zu lesen. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man wirklich dranbleiben muss. Man erlebt die Gedanken und Gefühlswelt einer jungen Frau, deren Leben von Ängsten und Zwängen dominiert wird. Oft sind die Gedanken und Gefühle konfus und verwirrend. Sie springen hin und her. Aber gerade dadurch wirkt das Buch unglaublich realistisch. Ada sieht und erlebt die Welt ganz anders. Jeder Tag, so viele Dinge, sind für sie eine Herausforderung. Man macht sich das einfach nicht oft genug bewusst, wie gut man es eigentlich hat, wenn man sich nicht mit Ängsten und Zwängen herumplagen muss, die so ausgeprägt sind, wie bei Ada.

Ich musste wirklich aufpassen, um nicht abzudriften, aber das dranbleiben hat sich gelohnt. Mir hat das Buch gut gefallen, aber es ist echt nicht leicht zu lesen. Zudem hätte ich mir ein weniger offenes Ende gewünscht.
Es hat mir aber etwas besser gefallen als „Der Sprung“. Ich bin gespannt, welches schwierige Thema sich Simone Lappert als nächstes vornimmt!

Von mir gibt es wohlmeinende 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Mindestens genau so gut, wie Band 1, vielleicht sogar noch besser!

Duty & Desire – Verboten sinnlich
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Achtung: Band 2 einer Reihe!



Jack wuchs in einem Bordell auf. Seine Mutter arbeitete dort als Prostituierte und er sobald er alt genug war als Entertainer. Er hielt die Freier bei Laune, bis sie an ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!



Jack wuchs in einem Bordell auf. Seine Mutter arbeitete dort als Prostituierte und er sobald er alt genug war als Entertainer. Er hielt die Freier bei Laune, bis sie an der Reihe waren. Diese Zeit hat ihn geprägt. Er hält sich selbst für wertlos. Das einzige, was er Frauen zu bieten hat ist Sex. Er ist richtig gut im Bett, er weiß, was er machen muss, damit es ein unglaubliches Erlebnis wird. Doch was niemand weiß ist, dass es ihm danach richtig schlecht geht. Er fühlt sich leer und benutzt. Er hat nie gelernt, dass er einen Wert hat.



Katie ist Olympiasiegerin. Sie hat alles diesem Traum geopfert, der nicht einmal der ihre war. Nach dem Tod ihres Bruders war das alles, was ihren Vater noch aufrecht hielt. Jetzt will sie ihr Leben leben und all das nachholen, was sie durch das viele Training versäumt hat und die Dinge, die sie immer mit ihrem Bruder tun wollte, wenn sie es endlich nach New York schaffen. Dabei begegnet sie Jack und es funkt gewaltig. Nur dumm, dass er einer der Rekruten ist, die sie in den nächsten zwei Wochen im Schießen unterrichten soll.





Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach Band 1 nicht wirklich wusste, was ich von Jack halten soll. Er trinkt zu oft und zu viel, ist unmotiviert und scheint einfach keinen Bock darauf zu haben Polizist zu werden. In diesem Band erfahren wir, was dahintersteckt. Eigentlich wollte Jack nie Polizist werden, doch Danika, seine beste Freundin seit Kindheitstagen hat ihn ausgetrickst. Jetzt ist er Rekrut, aber nicht davon überzeugt es wert zu sein. Er wartet eigentlich nur darauf rausgeworfen zu werden. Noch nie hat ihm jemand gesagt, er sei etwas wert oder hätte eine Begabung für etwas anderes als Sex.

Die Begegnung mit Katie ändert alles für ihn. Sie ist sein Mädchen! Er hatte nie eins und wollte auch nie eins, aber auf keinen Fall wird er zulassen, dass sich irgendjemand anders an Katie heranmacht. Sie hat eine Liste mit Erlebnissen für ihre Zeit in New York und wenn sie ihm schon nicht gestattet sie besinnungslos zu küssen, dann begleitet er sie eben nur auf ihren Abenteuern. Er weiß, wie gefährlich die Stadt sein kann und auf gar keinen Fall wird er sie allein gehen lassen!



Jack kann so süß sein! Er versteckt es gut, er lässt niemanden den echten Jack sehen, aber durch seine Gedanken sind wir Leser im Vorteil und können ihn kennenlernen. Es ist echt süß, wie er sofort von Katie fasziniert ist. Er möchte sie so gern in seinem Leben, auch wenn er selbst noch nicht ahnt, wie das funktionieren soll. Eine Beziehung will er selbstverständlich nicht! Aber er möchte Katie haben und behalten. Das wirft ihn ziemlich aus der Bahn. Bei ihr fühlt er sich anders. Er fühlt sich weniger kaputt. Er hört für sie sogar mit dem Trinken auf! Wenn das nicht ein Zeichen ist!



Katie fällt aus allen Wolken und ist fest entschlossen Jack aus ihrem Leben zu streichen, als sie entdeckt, dass er ein Rekrut ist. Es ist gegen die Regeln, es geht sowieso nicht, weil sie ihn benoten muss und überhaupt ist er viel zu sehr ein Wolf, als dass sie ihn an sich heranlassen will. Sie wollte in New York ihre Unschuld an einen Nerd verlieren und nicht Tagträume über einen großen, verdammt gutaussehenden Wolf haben! Aber sie spürt, dass da mehr ist, als er nach außen hin zeigt und so schafft sie es einfach nicht, ihn zum Teufel zu schicken.



Als man erfährt, warum Jack immer wieder exzessiv trinkt, bricht einem wirklich das Herz. Ich rate dringend zu Taschentüchern! Man möchte in das Buch springen, ein paar Morde begehen und Jack in den Arm nehmen.





Fazit: Mir hat das Buch wieder wirklich richtig gut gefallen. Jack war so süß und gleichzeitig so zerbrochen. Er hat mich zu weinen gebracht. Er hat schreckliches erleben müssen und hält sich selbst für wertlos. Es ist wirklich herzzerreißend! Und dann ist er wieder so süß, dass „frau“ einfach dahinschmelzen muss!

Katie versucht ihren eigenen Weg zu finden, nicht einfach immer nur weiterhin das zu tun, was ihre Familie, vor allem aber ihr Vater von ihr erwartet.

Beide waren mir total sympathisch. Es war schön ihre Geschichte zu lesen und die Weichenstellung für den nächsten Band mitzuerleben. Ich bin echt gespannt wie es da weitergeht!



Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Für mich nicht ganz so gut, wie die anderen Bände der Reihe

Gilde der Jäger - Engelsgift
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Achtung: Band 10 einer Reihe!


Vor 4 Jahren war Holly von einem wahnsinnig gewordenen Erzengel entführt worden. Sie musste den grausamen Tod ihrer Freundinnen mit ansehen. Uram hat sie gegen ihren Willen ...

Achtung: Band 10 einer Reihe!


Vor 4 Jahren war Holly von einem wahnsinnig gewordenen Erzengel entführt worden. Sie musste den grausamen Tod ihrer Freundinnen mit ansehen. Uram hat sie gegen ihren Willen mit seinem vergifteten Blut infiziert und zu einem Wesen gemacht, dass noch nie da gewesen war. Holly ist weder ganz Vampir noch Mensch. Etwas wildes, gefährliches wohnt in ihr. Deswegen und weil niemand wissen kann, ob sie nicht doch wahnsinnig werden und Menschen angreifen wird, steht sie unter der Aufsicht des Turms. Sie ist eine Gefangene, erwirbt sich aber nach und nach mehr Freiheiten. Aber jetzt hat irgendjemand ein Kopfgeld auf Holly ausgesetzt und ist zu allem bereit, um sie zu bekommen.
Venom ist der jüngste von Rafaels Sieben. Bei seiner Verwandlung durch den Erzengel Neha waren Vipern beteiligt und Venom ist so zu etwas einzigartigen geworden. Seine Augen sind die einer Schlange, er ist giftig und bewegt sich anders, als alle anderen Vampire. Deswegen ist er neben anderen für Holly verantwortlich. Vor 4 Jahren war sie ein Kind, heute sieht er in ihr eine Frau. Doch er will sie nicht so sehen und schon gar nicht Begehren fühlen, wenn sie in seiner Nähe ist! Er versteckt sich hinter Neckereien und blöden Sprüchen.


Band 10 ist der erste Band der Reihe, der mir nicht mehr zu 100% gefällt. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendwie fehlt bei mir dieses bestimmte Gefühl, dass mir die anderen Bände vermitteln.

Ich finde es schade, dass Holly lange Zeit immer nur eins reingewürgt bekommt. Sie muss sich andauernd kontrollieren und beweisen, sonst wird sie wieder eingesperrt. Alle sehen in ihr eine Bedrohung. Zu recht, ja, sie kann gefährlich sein aber trotzdem! Holly tut mir schrecklich leid! Sie tat mir schon in Band 1 leid, als sie von Elena gefunden wurde. So oft ist sie dem Tod nur knapp entkommen. Ich finde es so schade, dass sie immer wieder wie ein kleines Kind behandelt wird: entweder du stimmst dem oder dem zu oder du wirst eingesperrt.

Venom kennt man schon aus den anderen Bänden der Reihe, aber man wusste nie wirklich woran man bei ihm ist. Er hat immer einen Spruch auf Lager und ist ein sehr guter Kämpfer. Er ärgert Holly fast pausenlos. Er nennt sie Kätzchen und spottet über ihre mini Vampirzähne oder ihre „Krallen“. Trotzdem ist er sich darüber im Klaren, dass sie stärker ist, als ihre äußere Erscheinung vermuten lässt. Irgendetwas an ihr fasziniert ihn. Er weiß nicht genau was es ist, schließlich ist sie noch so jung und fast noch ein Kind. Vielleicht liegt es daran, dass sie so furchtbares überlebt hat und nicht daran zerbrochen ist, oder daran, dass sie, wie er anders ist. Ihre Andersartigkeit ähnelt seiner. Auch Holly ist giftig, wenn auch nicht so giftig wie er und sie schafft es sich zu bewegen, als hätte sie keine Knochen im Leib, wie Venom auch. Er möchte Holly beschützen und hat doch Angst darum, sie an dieses Ding in ihrem Inneren, dass ihr von Uram verpasst worden ist, zu verlieren.

Man erfährt in diesem Buch endlich etwas über Venoms Vergangenheit. Er war Koch, als er ein Mensch war. Hättet ihr das gedacht? Und Neha war früher auch mal nett. Das kann man sich kaum noch vorstellen. Aber natürlich war sie das nicht immer. Auch Venoms Namen, als er noch ein Mensch war, erfährt man.

Die Suche nach dem Auftraggeber für das Kopfgeld ist interessant, man erfährt, was Holly in den letzten Jahren so getrieben hat. Ich finde es toll, dass sie mit Ashwini und Janvier zusammenarbeitet. Holly hat viele Kontakte zu Vampiren, die in den Schatten leben. Sie sind Drogensüchtige oder seelisch zerstörte Wesen. Holly fühlt sich ihnen zugehörig.

So weit ist das Buch schön, wenn auch nicht so packend romantisch wie die davorigen Bände, oder spannend und faszinierend, wie die Bände mit Elena und Rafael im Zentrum. Es dauert einfach sehr, sehr lange, bis die Gefühle zwischen Holly und Venom den Punkt erreicht haben, den die anderen Paare der Reihe viel früher erreicht hatten. Dieser Punkt, der einen dahinschmelzen lässt.
Was ich nicht so toll fand war die Handlung rund um das Ding in Holly und die Suche, die das auslöst.


Fazit: Für mich endet die Reihe vorläufig mit diesem Band. Band 11 hat ja einen fiesen Cliffhanger und ich warte daher mit dem Lesen bis Band 12 erschienen ist. Man schauen, ob ich die dann lesen werde, denn Band 10 fand ich schon nicht mehr ganz so toll, wie die Bände davor.

Ich fand Holly sehr sympathisch. Venom auch immer wieder, aber ich hatte sehr lange nicht das Gefühl an ihn so nah heranzukommen, wie z.B. an Dmitri oder Naasir. Die Story mit dem Kopfgeld war interessant, die rund um das Ding in Holly anfangs auch, aber später nicht mehr wirklich meins.

Die Liebesgeschichte ist deutlich weniger präsent, als in den vorherigen Bänden. Es hat bei mir deutlich länger gedauert, um da gefühlsmäßig voll einzusteigen. Allerdings wird das Buch am Schluss noch richtig spannend.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Wichtige Messages, aber ich hatte meine Probleme mit dem Buch - das Musical fand ich besser

Dear Evan Hansen
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Evan Hansen will so gern dazugehören! Nichts wünscht er sich mehr. Ein Brief, der nie für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen war, lässt Evan plötzlich als besten Freund eines kürzlich verstorbenen Mitschülers ...

Evan Hansen will so gern dazugehören! Nichts wünscht er sich mehr. Ein Brief, der nie für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen war, lässt Evan plötzlich als besten Freund eines kürzlich verstorbenen Mitschülers darstehen. Das ist nicht wahr, aber Evan klärt das Missverständnis nicht auf, im Gegenteil. Der einsame Junge nutzt seine Chance und plötzlich steht er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, auch der des Mädchens, dass er mehr als jedes andere in seinem Leben haben möchte: die Schwester des verstorbenen Jungen.


Dieses Buch ist eigentlich ein sehr erfolgreiches Musical, dass jetzt in Buchform erschienen ist. Es hat eine sehr wichtige Message und zeigt, was Einsamkeit einem jungen Menschen antun kann.
Aber leider war es nicht meins. Mir war es zu überdramatisch. Ich konnte Evans Verhalten oft nicht nachvollziehen. Ich verstehe, dass er unglaublich einsam ist und sich so sehr wünscht es nicht mehr zu sein. Aber trotzdem geht es in meinen Augen viel zu weit so zu tun, als ob man der beste Freund eines verstorbenen gewesen sei.
Ich kann verstehen, wie es am Anfang dazu kam, ich meine, wer schafft es schon den Eltern eines Jungen, der sich vor zwei Tagen umgebracht hat zu sagen, dass der Brief, an den sie sich da klammern nicht von Connor, sondern von Evan stammt? Dass Connor ihn ihm weggenommen hat und sie deswegen gestritten haben? Ich kann nachvollziehen, warum er da nichts sagt. Ein Missverständnis reiht sich ans andere und plötzlich meinen seine Eltern, er sei der einzige und beste Freund ihres verstorbenen Sohnes gewesen.
Was ich aber nicht nach vollziehen kann ist, dass Evan es allen anderen gegenüber nicht klarstellt. Er reitet sich immer tiefer rein. Er lügt immer mehr und geht in meinen Augen deutlich zu weit.

Immer wieder kommt auch Connor zu Wort, der jetzt ein Geist ist. Er erzählt über die Dinge, die ihn dazu getrieben haben und wie er es empfindet, dass er jetzt tot ist und was er von den Reaktionen der Leute hält.


Ich empfand das Buch als sehr deprimierend. Ich habe mir die Musical Songs angehört und sie gefallen mir sehr gut. Für mich funktioniert die Story als Musical, als Buch aber leider nicht.
Ich konnte Evans erste Reaktion verstehen, wirklich, aber danach nicht mehr. Ja, es geht alles schnell und türmt sich immer weiter auf, aber er versucht auch nicht, sich irgendwie aus der Sache herauszuhalten, er macht alles nur noch schlimmer, indem er zu Lügen greift. Ursprünglich meinte er es gut, aber später weiß ich nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll, ich meine, anstatt sich zurückzuziehen, macht er das Gegenteil. Das treibt immer wildere Blüten und ich persönlich finde es echt traurig, dass sich erst kurz vor Schluss die Person offenbart, die den echten Connor kannte. Durch den Protagonisten und einige andere wird eine Version von Connor kreiert, die mit dem echten Jungen nichts mehr gemeinsam hatte.
Ja, das beleuchtet auch ein wichtiges Thema, dass Connor erst „interessant“ wurde, als er tot war und dass sich alle die in den Vordergrund drängen, die ihn eben nicht oder nur flüchtig kannten. Das ist wie nach einer Tragödie oder einem anderen Ereignis, dass Schlagzeilen macht, plötzlich tauchen all diese „guten Freunde“ im Fernsehen auf und erzählen über die Person, dabei fragt man sich natürlich auch oft, ob das wirklich Freunde waren, oder nur Menschen, die ins Rampenlicht wollen. Hier ist das ähnlich.

Fazit: Leider war das Buch nicht meins. Ich fand die Idee nicht schlecht und die Messages wichtig, aber der Stil macht es einem nicht ganz leicht. Das Buch hat definitiv seine Längen und der Grundton ist ziemlich düster. Ich empfand es oft als deprimierend. Ich kann verstehen, wie Evan da hineingeraten ist, aber ich finde es falsch, wie er sich im weiteren Verlauf verhält. Er geht in meinen Augen mehrmals zu weit. Das Ende kam für mich zu abrupt und es war auch nicht meins.
Die Messages sind gut und wichtig, aber mit dem Buch selbst habe ich mich einfach sehr schwergetan – leider.

Ich finde man kann das Buch mit dem Musical nicht vergleichen. Durch die Songs dominiert die Schwere nicht so. Das Musical hat mir wirklich gut gefallen, aber dem Buch fehlt eben die Musik. Die Worte ohne die Untermalung packen mich nicht so. Ich glaube das liegt auch einfach daran, dass ich mich Musik nie entziehen kann.
Der Buch-Evan konnte mich nicht erreichen, der Musical-Evan schon, obwohl beide die gleichen Fehler machen. Vielleicht ist das ungerecht, aber so empfand ich das einfach. Das Musical konnte bei mir all das, was in dem Buch steckt so viel besser rüberbringen.

Von mir bekommt das Buch leider nur 2 Sterne.

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