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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2019

Ich habe zwei Kritikpunkte, ansonsten gefiel mir das Buch sehr gut

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Achtung: Band 1 einer Reihe!



Avery ist gerade erst nach Redwood im Bundesstaat Oregon gezogen, nachdem die Scheidung von ihrem A... Ex endlich über die Bühne gegangen ist. Nie hätte sie gedacht, dass ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!



Avery ist gerade erst nach Redwood im Bundesstaat Oregon gezogen, nachdem die Scheidung von ihrem A... Ex endlich über die Bühne gegangen ist. Nie hätte sie gedacht, dass sich in diesem kleinen Ort alles für sie so fügen würde. Vom ersten Moment an werden sie und ihre autistische Tochter Hailey vollkommen akzeptiert und jeder bemüht sich, sie beide zu unterstützen.

Als Hailey an ihrem ersten Abend einen schwer verletzten Hundewelpen findet, trifft Avery in der Tierpraxis auf Cade, einen der drei O’Gready-Brüder, die alle Tierärzte sind. Cade denkt, dass Avery die verantwortungslose Besitzerin des Welpen ist und ist ziemlich grob zu ihr. Als er seinen Irrtum einsehen muss, entschuldigt er sich bei Avery und die Funken fliegen. Seine Tante stellt sie unversehens ein und Avery stellt sich als Gewinn für die Praxis heraus.

Doch kann Cade, der bislang keine einzige ernsthafte Beziehung hatte, sich jetzt darauf einlassen? Und kann Avery die Komplexe, die ihr Ex ihr beschert hat, hinter sich lassen?



Ich bin bei diesem Buch sehr zwiegespalten. Ich fand die Charaktere wirklich toll gestaltet, ich mochte sie alle sehr. Allerdings ging mir Avery immer wieder tierisch auf die Nerven, wenn sie Cade angeschmachtet hat und sich bei nur einem Blick auf ihn über sein tolles Aussehen ausgelassen hat und wie heiß er doch sei und so weiter und so weiter. Sie verwandelte sich sofort in eine Sabber-Pfütze am Boden. Das ändert sich erst durch die Arbeit in der Praxis. Dort kann sie normal mit ihm umgehen, außerhalb aber nicht. Erst nach einer ganzen Weile schafft sie es eine Szene mit ihm durchzuhalten, ohne zu sabbern.



Cade ist echt total süß. Er fühlt sich oft unterschätzt und in die Playboy-Schublade gesteckt. Die Single-Frauen des Ortes machen regelrecht Jagd auf ihn und er ist zu nett, um sie deutlich abzuweisen. Das hat mich auch etwas gestört, aber nicht so sehr, wie Averys Gesabber.



Auch Cades Brüder fand ich total sympathisch. Ich freue mich schon sehr auf ihre Bücher! (so sehr, dass ich heute extra noch in die Bibliothek gerannt bin)



Was mir aber am allerbesten gefiel war, dass die Tiere in diesem Buch eine ganz besondere Rolle einnehmen. Die Charaktere interagieren mit ihnen, wie mit Menschen. Sie reden mit ihnen wie mit Menschen und die Tiere sind auch alle Charaktere mit eigenen Merkmalen und Macken. Das fand ich persönlich, als Tierliebhaberin ganz besonders toll. Vor allem der Kakadu, der jede Situation in der Klinik mit einem passenden Songtitel versieht, einfach zum Schießen!



Mini-Spoiler:



Eine Szene gab es, über die ich mich sehr aufgeregt habe. Avery hat einen extrem stressigen Tag und steht kurz vor dem Zusammenbruch. Sie sagt Cade, dass sie heute den Abend für sich braucht und er taucht trotzdem auf. Er meint es gut, ja, aber ich finde, er hätte sie da nicht so bedrängen dürfen. Leider ist es Avery, die sich dann für ihr Verhalten zuerst entschuldigt, das fand ich schade.



Fazit: Mir hat das Buch bis auf die Kritikpunkte echt richtig, richtig gut gefallen. Aber man muss sich am Anfang echt durchbeißen, denn Avery nervt da wirklich total. Ansonsten ist es wirklich ein nettes Buch mit tollen Charakteren und besonders Tierliebhabern wird viel geboten.



Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.12.2019

Hat was, aber zwischendrin hat das Buch seine Längen

Sanguineus - Band I
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Achtung: Band 1 einer Reihe!


Der Vampir Nathan wurde von einer radikalen Gruppe Vampirhassender Menschen entführt und scheinbar getötet. Seine Freundin Sam, die er einst aus der Gewalt eines bösartigen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!


Der Vampir Nathan wurde von einer radikalen Gruppe Vampirhassender Menschen entführt und scheinbar getötet. Seine Freundin Sam, die er einst aus der Gewalt eines bösartigen Vampirs gerettet hatte, will die Hoffnung nicht aufgeben, obwohl Jonathan, ein Vampir und bester Freund Nathans, sich sicher ist, dass Nathan längst tot ist. Doch dann machen die beiden eine Entdeckung, die Grund zur Hoffnung gibt und gleichzeitig etwas Schreckliches vermuten lässt.


Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Jonathan, Sam und Nathan geschrieben und wechselt ständig zwischen Gegenwart, Vergangenheit, Träumen und Erinnerungen. Letztere sind durch kursiven Text gekennzeichnet. Die ständigen Wechsel machen durchaus Sinn, aber man muss gut aufpassen, um mitzubekommen wo, wann und bei wem man gerade ist, denn die Sprünge sind in keiner Weise chronologisch geordnet.

Der Anfang ist relativ ungewöhnlich, man wird direkt in die Handlung geschubst und muss erstmal die ganzen Tatsachen verdauen, die einem vorgesetzt werden. Die Vampir-Mythologie hier ist wiedermal eine ganz andere, aber interessant.

Leider zog sich die Handlung in der Mitte ziemlich und ich musste aufpassen, nicht wegzudriften. Die Liebesgeschichte zwischen Sam und Nathan, die hauptsächlich in der Vergangenheit spielt, steht eindeutig im Vordergrund. Ich fand das schade. Ich persönlich finde es immer schöner, wenn sich zwei Protagonisten bei einer Suche oder einer Mission verlieben. Hier geht es im Prinzip um eine Frau, die ihrer großen Liebe nachtrauert. Entweder sie trauert, weil er weg ist, oder sie schwelgt in Erinnerungen. Jonathan ist zwar ein Protagonist, kommt hier aber zu kurz, weil er mit der Liebesgeschichte nichts zu tun hat. Er ist, wenn man so will das fünfte Rad am Wagen, wichtig für die Mission, ja, aber unwichtig, wenn es um die Liebesgeschichte geht. Ich mochte ihn sehr gerne und hätte es lieber gesehen, wenn ihm von einer Frau der Kopf verdreht worden wäre.

Das Ende gefiel mir wieder besser und die Auflösung ebenfalls. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen, allerdings haben mir die vielen Sprünge das Lesen erschwert, ebenso, wie die Längen in der Mitte des Buches.
Das Buch ist eine Mischung aus Krimi, Fantasy und Liebesroman, wobei die Liebesgeschichte zwar im Zentrum des Romans steht, aber weil sie nur in Rückblicken ausgedrückt wird, ist sie nicht immer greifbar. Ich finde es schade, dass der Protagonist, der bei der Krimi-Handlung im Zentrum steht, bei der Liebesgeschichte komplett außen vor ist.

Davon abgesehen sind die Charaktere aber wirklich schön gestaltet. Von mir bekommt das Buch knappe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.12.2019

Ein grandioses aber auch tragisches Finale

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7)
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Achtung: Band 7 einer Reihe!



Harry, Ron und Hermine sind auf der Suche nach den Horkruxen Voldemorts. Dumbledore hat Harry vor seinem Tod den Auftrag gegeben eben dies zu tun. Doch das ist nicht so ...

Achtung: Band 7 einer Reihe!



Harry, Ron und Hermine sind auf der Suche nach den Horkruxen Voldemorts. Dumbledore hat Harry vor seinem Tod den Auftrag gegeben eben dies zu tun. Doch das ist nicht so einfach. Die verbliebenen Horkruxe könnten überall sein. Zudem haben die Todesser das Ministerium übernommen und töten überall Menschen. Es scheint hoffnungslos, doch Harry kann nicht aufgeben, er muss Voldemort ein für alle Mal vernichten.



Der finale Band der Harry Potter Reihe ist vollgepackt mit Abenteuern und Tod. Man merkt wieder die Atmosphäre der Angst überall gegenwärtig, ebenso wie die Verzweiflung Harrys und seiner Freunde, die zwischenzeitlich keinen Ausweg sehen, ihren Auftrag zu erfüllen. Die Todesser sind so offen böse und grausam wie in keinem anderen Band.



In diesem Band gibt es auch so viele Tode zu betrauern, wie in keinem anderen. Jedes Mal rührt mich das Buch zu Tränen.



Einen kleinen Spoiler muss ich mir erlauben: es gibt in diesem Band eine große Schlacht in Hogwarts. Das ist mit der beste Teil des Buches. Also an all diejenigen, die sich mit der Jagd nach den Horkruxen schwertun und sich da durch kämpfen müssen: es lohnt sich! Einfach alle kämpfen, auch die Hauselfen und es gibt tolle Duelle!



Kurz vor Schluss gibt es noch eine Offenbarung, mit der niemand gerechnet hätte. Es gibt so viele Szenen, die einem das Herz brechen und ich empfehle dringend Taschentücher.



Endlich ergibt alles Sinn, manches, dass schon lange zurückliegt, vieles, dass man erst in diesem Band erfahren hat. Ich finde die Auflösung wirklich richtig, richtig gut! Für mich ist es absolut stimmig.



Fazit: Ich liebe auch dieses Buch, aber ich nehme es J.K. Rowling jedes Mal beim Lesen übel, dass so viele geliebte Charaktere sterben. Ich habe dieses Buch schon so oft gelesen, aber trotzdem weine ich jedes Mal an den genau gleichen Stellen.



Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.12.2019

Bis auf einen Kritikpunkt sehr gut

Wellensang
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Ende des 8. Jahrhunderts: Turid, Tochter eines Jarls soll eine Weile bei einem anderen Jarl leben, um dort zu lernen. Bald verlieben sich zwei Männer, zwei Krieger, die wie Brüder sind, in sie. Turid hätte ...

Ende des 8. Jahrhunderts: Turid, Tochter eines Jarls soll eine Weile bei einem anderen Jarl leben, um dort zu lernen. Bald verlieben sich zwei Männer, zwei Krieger, die wie Brüder sind, in sie. Turid hätte nie gedacht, welchen Preis ihre Entscheidung von ihr fordern würde.



Mir gefiel das Buch wirklich gut, doch ein Teil, kurz vor dem letzten Viertel war mir zu viel. Der „Böse“ wird immer böser und böser und das zu einem Grad bei dem mir echt übel geworden ist. Seine Rechtfertigungen vor sich selbst sind wirklich widerlich und sein Plan ebenfalls. Ich finde das ging einfach zu weit.



Davon abgesehen gefiel mir das Buch aber gut. Die Charaktere waren toll gestaltet und sehr sympathisch, auch wenn man erst relativ spät erfährt, warum die Handlung immer wieder zu Charakteren in England springt.



Man konnte viel über das Leben der Wikinger lernen. Ich persönlich kenne mich da nicht wirklich aus und konnte viel Neues lernen.



Die Handlung zieht sich über einige Jahre, was durchaus Sinn macht, aber sich einen unwillkürlich fragen lässt: was ist in der Zwischenzeit passiert?



Kurz vor Schluss ging es Schlag auf Schlag, aber wie ich finde auf eine gute Art und Weise. Auch das Ende gefiel mir sehr, auch wenn es einiges offen lässt.



Fazit: Mir gefiel das Buch gut. Allerdings ging mir der „Böse“ zu weit. Ich hätte mir gewünscht, dass er eine bestimmte Grenze nicht auch noch überschritten hätte. Was ich besonders gut fand war, dass es zwar bei den Plünderungen logischerweise Tote gab, aber das nicht en detail beschrieben wurde. Es floss Blut und es gab Leichen, aber niemand wurde absichtlich gequält oder das Töten besonders zelebriert.

Abgesehen von diesem einen Kritikpunkt hat mir das Buch wirklich gefallen. Ich fand die Charaktere toll gestaltet und die Handlung interessant.



Von mir bekommt das Buch knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Ein interessantes und spannendes Buch mit ein paar Schwächen

Unter Wölfen
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1942: Isaak Rubenstein hat die Hoffnung, dass alles gut werden würde aufgegeben. Seine Familie und er hat den „Evakuierungsbescheid“ bekommen, der wie er vermutet ein Todesurteil ist. In seiner Verzweiflung ...

1942: Isaak Rubenstein hat die Hoffnung, dass alles gut werden würde aufgegeben. Seine Familie und er hat den „Evakuierungsbescheid“ bekommen, der wie er vermutet ein Todesurteil ist. In seiner Verzweiflung klammert er sich an ein Gerücht, dass er gehört hat: seine Ex-Freundin Clara soll angeblich zum Widerstand gehören. Er bittet sie um Hilfe und tatsächlich kann sie seine Familie in Sicherheit bringen, doch Isaak muss bleiben. Er soll den Ermittler Adolf Weissmann personifizieren und einen Mord aufklären, in den ein hochrangiger Nazi verwickelt ist.


Die Geschichte ist komplett fiktiv und manchmal etwas sehr abenteuerlich. Was das Buch aber sehr gut eingefangen hat, ist das Klima der Angst und wie leicht die Wahrheit zur Nebensache wird, wenn das Recht nichts mehr gilt.

Isaak Rubenstein war mir durchaus sympathisch. Er ist anfangs ziemlich naiv, aber er findet sich recht schnell in seine Rolle hinein, was vor allem daran liegt, dass er sehr belesen ist und weiß, wann er schlau klingende Zitate einwerfen sollte.
Clara war lange relativ undurchsichtig. Man war sich nicht sicher, ob sie wirklich Isaaks Bestes im Sinn hatte, oder gar eine Verräterin ist.

Ein hochrangiger Nazi hat – so seine Aussage – seine Geliebte tot aufgefunden. Daraufhin ließ er den Pförtner verhaften und foltern, weil er der Meinung war, er müsse es gewesen sein, obwohl er physisch gar nicht in der Lage war den Mord zu begehen. Allein das zeigt, worum es in dem Buch geht: jemand mit Macht entscheidet, was die Wahrheit ist. Es war damals egal, ob man unschuldig war oder nicht, es war egal, ob es Beweise gab und ob diese Sinn ergaben. Es gab schon lange keine richtigen Gerichtsverhandlungen mehr, sondern nur noch Schauprozesse und der Gestapo waren keine Grenzen gesetzt. Jeder Mensch gibt unter Folter alles Mögliche zu und genau darum ging es. Nicht darum die Wahrheit zu erfahren, sondern darum, die eigenen – teilweise auch haltlosen – Annahmen bestätigt zu bekommen.
Da ist es wenig verwunderlich, dass die Bevölkerung in ständiger Angst lebt. Denunziationen waren an der Tagesordnung und stand ein Verdacht einmal im Raum, hatte man keine Chance diesen aus der Welt zu räumen.
In genau dieses Chaos wird Isaak geworfen und soll ermitteln. Man kann sich vorstellen, dass das alles andere als einfach ist. Gleichzeitig ist das Stadtbild geprägt von der Gefangennahme und Verschleppung der ansässigen Juden, zu denen auch Isaak gehört hätte.

Der Fall an sich ist interessant, allerdings findet keine echte Ermittlung statt, was schade ist. Ebenso, wie die Handlung meiner Meinung nach zum Ende hin immer abstruser wird. Anfangs wirkt alles noch einigermaßen glaubwürdig, doch kurz vor Schluss erinnert mich die Story mehr an einen Actionfilm, es fehlten nur noch die sich überschlagenden Autos.
Was ich ebenfalls schade fand, war, dass alles zu glatt lief. Isaac hat kaum Hindernisse aus dem Weg zu räumen, denn die Nazis werden als ziemlich doof dargestellt.
Der Schluss war dafür wieder interessanter.


Fazit: Das Buch ist sehr interessant und es hat mich durchaus unterhalten, vor allem, weil man beide Welten durch einen Protagonisten zu sehen bekommt. Allerdings ist es wirklich schade, dass nicht „richtig“ ermittelt wird, das hätte dem Ganzen für mich noch die Krone aufgesetzt und mich leichter über die teilweise doch recht fantasievolle und mitunter unrealistische Handlung kurz vor Schluss hinwegsehen lassen.
Dennoch, weil mich das Buch gut unterhalten hat und das Ende gut war, bekommt das Buch von mir 3 Sterne.

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