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Veröffentlicht am 01.09.2019

Total deprimierend - leider absolut nicht mein Fall

Miroloi
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Die 16-jährige Protagonistin hat – zunächst – keinen Namen. Sie war ein ausgesetztes Baby und (fast) alle im Dorf verachten sie dafür. Sie sei eine Schade und beschmutze allein durch ihre Existenz das ...

Die 16-jährige Protagonistin hat – zunächst – keinen Namen. Sie war ein ausgesetztes Baby und (fast) alle im Dorf verachten sie dafür. Sie sei eine Schade und beschmutze allein durch ihre Existenz das Ansehen des Dorfes. Zudem hat sie ein verstümmeltes Bein, eine Strafe für eine Verfehlung als sie 10 Jahre alt war, was sie umso mehr zu einer Außenseiterin und Ausgestoßenen macht. Außerdem ist selbstverständlich sie schuld, wenn im Dorf irgendetwas schief geht. Wenn jemand krank wird, oder die Ernte schlecht ausfällt, dann ihretwegen. Und jedes Mal muss sie um ihr Leben fürchten, wenn ein wütender Mob sich auf sie stürzt. Ihr ist zudem kein Besitz erlaubt, außer ihren Kleidern.

Im von der Außenwelt abgeschnittenen Dorf auf einer Insel herrschen klare, von einem aus 13 Männern bestehenden Ältestenrat festgelegte Regeln, es gibt 30 Gesetze die absolut alles reglementieren, dort ist auch festgelegt, dass Frauen und Mädchen den Männern zu gehorchen haben, weder lesen noch schreiben lernen dürfen und sich um den Haushalt kümmern müssen. Männer dürfen nicht kochen und singen und nur ausgewählte Männer dürfen lesen und schreiben lernen. Denn Lesen und Schreiben weckt Begehrlichkeiten und Fernweh. Aber niemand darf die Insel verlassen.
Elektrizität gibt es nicht, obwohl das Buch in der Gegenwart spielt und durch die Abgeschnittenheit sind auch viele für uns selbstverständliche Dinge unbekannt und unerwünscht. Es soll sich möglichst wenig verändern.

Doch etwas verändert sich: Die Protagonistin lernt vom Bethaus-Vater, ihrem Finder, wie sie ihn auch nennt, Lesen und Schreiben und sie lernt einen jungen Mann kennen, Yael, dem egal ist, was alle über sie denken und sagen.



Als ich den Klappentext las, dachte ich, dieses Buch könnte so ähnlich sein, wie „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood, nur besser. Leider habe ich mich da getäuscht. Der Schreibstil ist etwas ganz anderes. Ich empfand ihn als sehr anstrengend, weil er von vielen Wiederholungen und ewigen Aufzählungen geprägt ist. Ich musste wirklich sehr aufpassen, um nicht komplett abzudriften. Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin erzählt, aber der Stil klingt nicht nach einer 16-jährigen, sondern eher nach einer maximal 12-jährigen.
Zudem ist es wirklich deprimierend, wie mit der Protagonistin umgegangen wird. Allgemein empfand ich das Buch als ausgesprochen düster und deprimierend, was auch mit am monotonen Erzählstil lag. Ich musste mich wirklich durchquälen und habe das Ende herbeigesehnt.

Das Buch ist in Strophen eingeteilt, diese sollen ein Miroloi darstellen, ein Totenlied, das von der Protagonistin gesungen wird.


Fazit: Ich fand das Buch leider nicht gut. Ich musste mich von Anfang bis Ende quälen, um es nicht abzubrechen – ich war mehr als einmal kurz davor. Der Schreibstil war für mich sehr anstrengend zu lesen und hat Distanz zum Geschehen geschaffen, die es mir nicht möglich gemacht hat, wirklich mitzufühlen. Natürlich fand ich die Ungerechtigkeit gegenüber der Protagonistin schrecklich, aber das hat mehr damit zu tun, dass ich Ungerechtigkeit und Grausamkeit anderen gegenüber nicht ab kann. Ich konnte mit den Charakteren nicht warm werden.
Ich weiß, dass das Buch überall hochgelobt wird und für den Deutschen Buchpreis nominiert ist, aber ich vermute, dass das bei mir wie mit den Oscar-Filmen ist: ich versteh sie einfach nicht und ich versteh auch nicht, was daran so toll sein soll. Es tut mir leid, aber das Buch war leider überhaupt nicht meins. In Zukunft werde ich mich von für den Buchpreis nominierten Büchern ebenso fernhalten, wie von Oscar-Filmen – außer es handelt sich um Ausreißer.

Von mir bekommt das Buch 1 Stern für die Idee, aber mehr ist leider nicht drin.

Veröffentlicht am 31.08.2019

Leider ließen mich die Charaktere kalt - ich habe nicht mitgefiebert

Kein Moment zum Verlieben
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Cole und Lana treffen durch einen Unfall aufeinander. Eine Gasexplosion schleudert Cole von dem Gerüst, auf dem er gearbeitet hat, meterweit durch die Luft. Lana ist zufällig in der Nähe und denkt erst ...

Cole und Lana treffen durch einen Unfall aufeinander. Eine Gasexplosion schleudert Cole von dem Gerüst, auf dem er gearbeitet hat, meterweit durch die Luft. Lana ist zufällig in der Nähe und denkt erst an einen Terroranschlag, doch dann findet sie den schwer verletzten Cole und als er die Augen aufschlägt und sie in seine blauen Augen sieht, weiß sie, dass sie ihm unbedingt helfen muss. Also schafft sie einen Sanitäter heran und wird wenig später selbst ins Krankenhaus gebracht, doch sie kennt weder Coles Namen noch weiß sie sonst etwas über ihn, also kann sie ihn nicht finden. Doch die gibt nicht auf und sucht in jeder freien Minute nach dem mysteriösen Fremden. Nicht ahnend, dass sie erneut durch einen Zufall zusammengeführt werden.


Cole ist ein Ex-Häftling der sein Leben endlich in den Griff kriegen will. Also kauft er von seinen Ersparnissen ein Haus samt Werkstadt und will in Cornwall ein neues Leben beginnen.

Lana ist Sozialarbeiterin und frustriert von ihrem Job, in dem sie viel zu oft einfach nichts tun kann, um zu helfen. Als eine Frau, für die kein Platz mehr in dem Frauenhaus war, in dem Lana arbeitet, von ihrem Ehemann ermordet wird, braucht Lana dringend einen Urlaub. Sie reist nach Cornwall und trifft dort den Mann, nach dem sie seit der Gasexplosion so lange gesucht hat.

Doch Cole blockt sie ab, zum einen, um sie vor seiner gefährlichen Familie zu beschützen, zum anderen, weil sie eine Sozialarbeiterin ist und er mit diesem Berufsstand bislang keine positiven Erfahrungen verbindet.


Ich fand Lana und Cole beide an sich nicht unsympathisch, aber sie neigen immer wieder zur Überreaktion und das hat mich dann ziemlich genervt. Vor allem Lana schwankt ständig hin und her und lässt sich andauernd beeinflussen.

Für mich gab es immer wieder unnötige Verwicklungen, mir kam es irgendwann so vor, als sollten krampfhaft Seiten geschunden werden. Die Bewohner des Ortes und Coles Ex Frau, vor allem Isabella, Lanas Cousine, bei der sie ihren Urlaub verbringt, ging mir mit ihren Vorurteilen gegen Cole tierisch auf die Nerven. Isabella lässt keine Gelegenheit aus, um auf seinen früheren Fehlern herumzureiten und zu betonen, dass er ihrer Meinung nach, keine Chance verdient hat. Ich empfand sie als total verbohrt und klischeehaft „Kleinstadt-ignorant“. Sie schließt kategorisch aus, dass sich Cole verändert haben könnte. Er war im Knast und stammt aus einer „schlechten Familie“ also muss er immer noch Dreck am Stecken haben! Das hat mich total genervt. Fast genauso, wie die Tatsache, dass sich Lana davon immer wieder hat beeinflussen lassen. Eben noch hält sie Cole für einen Traumprinzen, dann sagt Isabella etwas und schon zweifelt sie, ob er wirklich ein guter Kerl ist, dann schwenkt sie wieder um und wenig später wieder zurück.


Weder Cole und Lana noch die Handlung an sich haben mich richtig gepackt. Irgendwie kamen die Gefühle bei mir nicht an. Die Beziehung der beiden blieb für mich oberflächlich. Ich habe nicht mitgefiebert, ob sie zusammenkommen oder nicht.


Das Buch wurde am Schluss noch richtig spannend, das kam dann auch bei mir an, aber die ganzen 80% davor ließen mich relativ kalt.


Fazit: Leider hat mich das Buch von Anfang an nicht richtig packen können. Es ist nicht schlecht, aber immer, wenn ich dachte, jetzt könnte es mich mitreißen, passierte wieder etwas, dass mich die Augen verdrehen ließ. Bei mir kam kein Prickeln auf, kein Daumen drücken für die beiden Protagonisten, kein Hoffen, dass sie zusammenkommen. Mich hat das Buch leider relativ kalt gelassen. Für mich waren es einfach zu viele Verwicklungen und am Schluss blieb mir zu viel offen. Viele Handlungsstränge wurden einfach nicht zu Ende geführt.

Ich kann dem Buch leider nur 2 Sterne geben, aber mehr ist einfach nicht drin.

Veröffentlicht am 30.08.2019

Einfach ein richtig schöner Liebesroman mit Witz und Spannung!

Auch Engel mögen's heiß
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Camela und drei weitere Mädchen, die vermutlich wie sie minderjährig sind, werden aus Mexiko nach Amerika geschmuggelt. Sie glauben, sie würden nun endlich ein besseres Leben beginnen, doch sie landen ...

Camela und drei weitere Mädchen, die vermutlich wie sie minderjährig sind, werden aus Mexiko nach Amerika geschmuggelt. Sie glauben, sie würden nun endlich ein besseres Leben beginnen, doch sie landen in einem Albtraum.

Daisy ist 34 Jahre alt und will endlich ihr Leben ändern. Sie will nicht mehr die langweilige altjüngferliche Bibliothekarin ihrer Kleinstadt sein, sie will endlich den Einen finden und heiraten. Doch damit es dazu kommt muss sie aus sich heraus gehen und ihren Kleidungsstil ändern. Daisy ahnt allerdings nicht, dass dieser Wunsch dazu führt, dass sie eines Nachts unwissend ein Verbrechen beobachtet, dass sie in Lebensgefahr bringt. Ihre einzige Chance: Jack Russo, der Polizeichef von Hillsboro mit dem Daisy schon mehr als einmal aneinandergeraten ist.


Daisy ist unglaublich naiv. Sie war noch nie in einem Club, hat sich noch nie geschminkt und trägt Klamotten, wie eine 80-jährige. Doch dann wird sie umgestylt und auf einmal wird sie auch von der männlichen Bevölkerung wahrgenommen, allen voran Jack Russo, der sie aber schon vorher faszinierend fand, einfach, weil man mit ihr so gut streiten kann. Daisy wird schnell rot und nimmt wirklich jedes Fettnäpfchen und jede unfreiwillig zweideutige Bemerkung mit.
Jack Russo ist froh in eine Kleinstadt gezogen zu sein. Er hat als Junge seine Sommer in Hillsboro bei seiner Großtante verbracht. Daisy treibt ihn abwechselnd zur Weißglut und reizt ihn als Mann, was er beides eigentlich nicht erwartet hatte. Doch als er mitbekommt, dass sie auf Männerjagd geht, kann er einfach nicht zulassen, dass sie mit einer anderen Beute nach Hause geht als ihm.
Daisy ist sehr sympathisch, wenn auch manchmal nervtötend naiv und unbedarft was die Zweideutigkeit mancher ihrer Äußerungen anbelangt. Sie bringt sich regelmäßig in Situationen, in denen sie sich nach einem Loch zum drin versinken umsehen muss. Manchmal war mir das zu extrem und zu viel, andererseits macht sie das aber durch die Art, wie sie mit Jack umgeht wieder wett.
Jack finde ich auch total sympathisch. Er ist oft mit Daisy überfordert aber kann nicht anders, als sie faszinierend zu finden. Er hat Hillsboro adoptiert und sieht es als seine Pflicht an „seine“ Stadt und „seine“ Bürger zu beschützen, egal, was es ihn auch kosten mag.

Achtung: Das Buch ist sehr (!) witzig, es gibt Stellen, da kann man einfach nicht anders als laut zu lachen und manchmal kann man kaum noch aufhören. Wenn man also schlafen will (oder andere in der Nähe) sollte man das Buch besser erst am nächsten Tag lesen, sonst wird das nichts mehr mit Schlaf – ich spreche aus Erfahrung!
Das letzte Drittel des Buches ist extrem spannend. Ich meine Fingernägelkauen spannend! Ich finde das wirklich faszinierend, wie Linda Howard es geschafft hat ein Buch, dass zuvor so witzig war plötzlich in einen spannenden Pageturner zu verwandeln. Das Buch wurde wirklich ohne Vorwarnung fast schon zu einem Light-Thriller – light deswegen, weil kein Blut fließt aber die Spannung so groß ist, dass man wirklich nicht mehr zu lesen aufhören kann. Und dann, ebenso plötzlich kommt aus dem Nichts wieder eine witzige Stelle. Ich liebe dieses Buch, ich glaube, es wird eines von denen, die ich einfach immer wieder lesen kann. Es hat einfach alles: Spannung, Witz, Romantik!


Fazit: ich kann dieses Buch aus vollem Herzen empfehlen! Es hat sehr sympathische Charaktere, einen interessanten Plot, inklusive Spannung, Witz und einer ordentlichen Portion Romantik. Ich habe es kaum geschafft das Buch aus der Hand zu legen. Für mich wird es höchst wahrscheinlich zu einem „immer wieder lesen“-Buch.
Zwar empfand ich Daisys Mission einen Ehemann zu jagen anfangs etwas übertrieben, aber sobald das Buch richtig in Gang kam, spätestens ab der Hälfte, war ich vollends darüber hinweg und habe das Buch einfach nur genossen.

Wer spannende Liebesromane mit vielen witzigen Momenten mag, ist hier absolut richtig!

Veröffentlicht am 29.08.2019

Leider so gar nicht meins - ich habe es nicht geschafft mit den Protagonisten warm zu werden

Long Night - Ich will nur dich!
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Achtung: Band 5 einer Reihe!



Vor Jahren war Henley Max Lehrling, bis er sie eines Tages einfach gefeuert hat, weil sie „Drama“ gemacht hat. Kein Wunder also, dass sie ihm gegenüber nicht gerade freundlich ...

Achtung: Band 5 einer Reihe!



Vor Jahren war Henley Max Lehrling, bis er sie eines Tages einfach gefeuert hat, weil sie „Drama“ gemacht hat. Kein Wunder also, dass sie ihm gegenüber nicht gerade freundlich gesinnt ist. Als die beiden dann jedoch einen sehr wichtigen und großen Auftrag gemeinsam übertragen bekommen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich zusammen zu raufen. Oder verstecken sich hinter all den scharfzüngigen Kommentaren und blöden Sprüchen etwa echte Gefühle?



Das Buch ist, bis auf To Do-Listen gänzlich aus Max Sicht erzählt. Leider war er mir von Anfang an unsympathisch. Allein schon seine derbe Wortwahl – wie sexistisch er über Henley denkt, obwohl sie doch der feuchte Traum seiner Nächte ist, etc.

Ich fand es gut, dass sie ihm die erste Zeit über ständig Kontra gab und sich nichts gefallen ließ. Immerhin hat sie es geschafft sich in einer Männerdomäne durchzubeißen und sich einen Namen zu machen.

Max gab sich dafür andauernd größtmögliche Mühe noch mehr in meiner Achtung zu sinken, indem er sich oftmals wie ein A... benahm. Er hat mich einfach tierisch aufgeregt. Zwar wurde er später etwas netter, aber das ging mit steigendem Kitsch-Faktor einher.



Das Buch spielt in der Welt der Mechaniker und Autoliebhaber. Leider so gar nicht meins. Ich habe trotzdem versucht mich darauf einzulassen, aber vergeblich. Es gelang mir leider nicht im Buch zu versinken. Das lag zum Teil am Setting, zu einem großen Teil aber auch an Max, den ich einfach nur im Namen aller Frauen verprügeln wollte. Mich hat sein gehabe wirklich extrem gestört.

Ich habe von Anfang an nicht in das Buch hineingefunden und konnte mich emotional weder auf Max (außer Wutgefühlen) noch auf Henley einlassen. Ihre ständigen Schlagabtäusche haben mich bald genervt. Für mich wurden hier einfach möglichst viele Klischees aneinandergereiht.



Fazit: Ich bin leider von diesem Buch sehr enttäuscht. Ich habe mich von dem schönen Cover und dem interessant klingenden Klappentext verführen lassen, aber leider war das Buch so gar nicht meins. Ich konnte mit den Protagonisten nicht warm werden und auch das Setting konnte mich nicht begeistern. Ich habe mehrmals überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll, aber mich dann doch durchgebissen. Es kamen bei mir null Gefühle an.

Die Idee ein Buch komplett aus der Sicht des männlichen Protagonisten zu erzählen ist mal etwas ganz anderes. Leider war er mir aber von Anfang an unsympathisch und hat es auch nicht geschafft mich später im Roman für sich zu gewinnen.

Ich hatte mich auf einen schönen Liebesroman gefreut aber leider hat mich das Buch enttäuscht und ich kann leider nicht mehr als 1 Stern geben.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Einfach nur extrem verwirrend

Nichts wird dir bleiben
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Eine Frau, sie scheinbar psychisch krank ist bringt Zwillinge zur Welt, zwei Jungen. Einen will sie behalten, den anderen nicht. Jennifer, eine Patientin, die der Psychiater Thomas nur ein einziges Mal ...

Eine Frau, sie scheinbar psychisch krank ist bringt Zwillinge zur Welt, zwei Jungen. Einen will sie behalten, den anderen nicht. Jennifer, eine Patientin, die der Psychiater Thomas nur ein einziges Mal gesehen hat, bringt sich vor seinen Augen um, er konnte sie nicht davon abhalten. Die Polizei behauptet, Jennifer habe einen Brief hinterlassen, indem sie ihn beschuldigt sie vergewaltigt zu haben. Jessica sieht, so glaubt sie zunächst, einem Mann beim Sterben zu, weil ein anderer, den sie Krake nennt, das so will. Sie kannte Jennifer und will nach deren Tod fliehen. Doch Krake scheint seine Tentakel überall zu haben. Der Privatdetektiv Werner leidet an Erektionsstörungen. Er bietet Thomas seine Hilfe an, im Gegenzug behandelt er ihn.

Verwirrt? Ja, das war ich auch. In nur wenigen Seiten lernt man sehr viele Charaktere kennen und alle überfahren einen irgendwie in extrem kurzen Kapiteln. Später werden es übrigens noch mehr Charaktere. Die Verwirrung soll hier wohl als Stilmittel dienen, um für Spannung zu sorgen. Bei mir sorgt sie aber nur dafür, dass ich es kaum erwarten kann, bis das Buch zu Ende ist. Nicht, weil ich wissen will, wie es ausgeht, sondern, weil es mich so sehr verwirrt, dass ich Kopfweh bekomme, wenn ich versuche der Handlung zu folgen.

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht begeistern können, im Gegenteil, ich habe das Ende herbeigesehnt. Die Grundidee fand ich gut, ein Psychiater, der zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt wird von einer Toten, niemand glaubt ihm und alle wenden sich gegen ihn. Das wäre auch ein sehr interessantes Buch geworden, aber leider gerät diese tolle Grundidee vollkommen aus dem Fokus. Die vielen Charaktere, die alle extrem kurze Kapitel aus ihrer Sicht erzählen, die scheinbar nur am Rande zusammenhängen und manchmal auch gar nicht, sondern erst später in der Handlung Sinn ergeben, das ist viel zu verwirrend! Ich bin wirklich hart im Nehmen und bin immer bereit auch Bücher zu lesen, die von der „Norm“ abweichen, aber leider weicht dieses für mich in einer Art ab, die mir nicht entgegenkommt.

Ich konnte keine emotionale Bindung zu einem der Charaktere aufbauen. Die Wechsel kamen so schnell und meistens auch sehr plötzlich, aber die Charaktere blieben die ganze Zeit sehr flach und oberflächlich.


Fazit: Leider war das Buch so gar nicht mein Fall. Die Grundidee war gut, aber die Gestaltung für mich zu verwirrend. Es gab zu viele Charaktere in zu kurzer Zeit, die in extrem kurzen Kapiteln immer nur Fitzelchen ihrer Geschichte zeigten und genauso schnell wurde man plötzlich in das Leben des nächsten geworfen und bevor man richtig verarbeiten oder begreifen konnte, worum es bei diesem Charakter geht, schon kam wieder der nächste. Ich war einfach nur total verwirrt.
Ich kann dem Buch leider nicht mehr als 1 Stern geben. Die Bewertung wäre ohne die gute Grundidee noch schlechter ausgefallen.