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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2019

Langweilig

Die Siedlung – Sicher bist du nie
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Die Mustersiedlung „Himmelhof“ steht für eine Zukunft, die heute durchaus möglich scheint. Drohnen, Roboter und künstliche Intelligenz wo man geht und steht. Doch so himmlisch, wie es auf den ersten Blick ...

Die Mustersiedlung „Himmelhof“ steht für eine Zukunft, die heute durchaus möglich scheint. Drohnen, Roboter und künstliche Intelligenz wo man geht und steht. Doch so himmlisch, wie es auf den ersten Blick scheint ist hier leider nichts. Es gibt Morde und verdächtige Todesfälle.
Helen Jagdt – sehr origineller Nachname übrigens (Ironie) – wird als verdeckte Ermittlerin eingeschleust und muss bald erkennen, dass ihr in Himmelhof nicht nur Menschen, sondern auch die hochgelobte Technik gefährlich werden können.

Ich fand die Idee klasse. Eine Smarte Siedlung als Setting für einen Krimi. Nur leider kam beim lesen so gar keine Spannung auf. Das liegt auch mit am Schreibstil. Sehr viele Namen, die einen im ersten Moment sehr verwirren, extrem kurze Sätze die abgehakt wirken und man bekommt irgendwie nicht das Gefühl die Charaktere wirklich kennenzulernen. Ich habe mich leider gelangweilt. Ich habe an keinem Punkt mitgefiebert oder eine emotionale Verbindung zu einer der handelnden Personen gefühlt.

Fazit: die Idee ist gut, aber das wars leider auch schon. Ich habe mich beim lesen gelangweilt und das Lesen hat gefühlt ewig gedauert. Ich bin eigentlich Schnellleserin aber hier zog sich der Plot wie Kaugummi. Mein Fall war das Buch leider nicht.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Leider nicht mein Fall

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Miles Singer ist Arzt und ein Gesternter. Er hat Zauberkräfte und niemand darf das erfahren, sonst wird er in einem Asylum eingesperrt. Trotzdem nutzt er immer wieder seine Fähigkeiten um anderen zu helfen ...

Miles Singer ist Arzt und ein Gesternter. Er hat Zauberkräfte und niemand darf das erfahren, sonst wird er in einem Asylum eingesperrt. Trotzdem nutzt er immer wieder seine Fähigkeiten um anderen zu helfen – heimlich. Eines Tages wird ein Sterbender in das Veteranen Hospital gebracht, der nicht nur ein Hexer ist, sondern alles über Miles zu wissen scheint, darunter auch seinen echten Namen. Bevor er stirbt verbindet er seine Macht mit Miles. Der Mann der den sterbenden Hexer zu ihm gebracht hat, weiß wer Miles ist und auch er hat Kräfte. Er bietet ihm einen Deal an: er wird Miles lehren u.a. sich besser zu tarnen wenn Miles im Gegenzug hilft den Mörder des Hexers zu finden. Daraufhin wird Miles in eine gefährliche Verschwörung hineingezogen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit dem Buch schwer getan habe. Ich konnte mich nicht wirklich in dieser Welt zurecht finden. Es waren einfach zu viele Begriffe, zu viele Vokabeln und Geflechte für mich. Ich empfand das Lesen eher als anstrengend denn als entspannend. Ich habe mich wirklich zwingen müssen dran zu bleiben. Die Story an sich fand ich nicht schlecht aber mir war das Geflecht drumherum zu kompliziert. Ich musste immer wieder nachschauen was bestimmte Wörter und Begriffe bedeuten – es waren für mich einfach zu viele.

Fazit: wer auf Fantasy mit komplexen Welten, sehr vielen neuen Begriffen und komplizierten Verbindungen verschiedenster „Wesen“ steht, dem dürfte dieses Buch sehr gut gefallen. Mit persönlich war es zu viel Fantasy. Ich empfand es als extrem anstrengend irgendwie durchzusteigen und bin mir nicht sicher, ob es mir wirklich gelungen ist. Mein Fall war dieses Buch leider nicht. Die Story war nicht schlecht aber mir war es zu viel Fantasy.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Leider nicht so gut wie Band 1

Wo die Nacht beginnt
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Matthew und Diana sind durch die Zeit ins Jahr 1590 gereist. Sie hatten keine andere Chance ihren Verfolgern zu entkommen. Dort, so der Plan, wollen sie Ashmore 782 finden und lesen und Diana soll lernen ...

Matthew und Diana sind durch die Zeit ins Jahr 1590 gereist. Sie hatten keine andere Chance ihren Verfolgern zu entkommen. Dort, so der Plan, wollen sie Ashmore 782 finden und lesen und Diana soll lernen ihre Kräfte zu kontrollieren und aktiv und willentlich einzusetzen.

Leider läuft in der Vergangenheit nichts wie geplant und Matthews zahllose Geheimnisse machen die Sache auch nicht eben einfacher. Dafür trifft man aber auf alle möglichen historische Größen, wie z.B. Elizabeth I., Rudolf II., Kit Marlowe und auf Philippe, Matthews Vater.

Ich habe das erste Buch der Reihe geliebt. Mit Buch 2 habe ich mich allerdings zeitweilig schwer getan. Es hat, mehr noch als Band 1, definitiv seine Längen. Die Geschichte an sich ist sehr interessant aber reicht auch nicht an den ersten Teil heran. In dieser Hinsicht handelt es sich hierbei um ein typisches „Mittelbuch“ einer Trilogie. Es bildet eine Brücke, zwischen Band 1 und 3, was leider zu Lasten des Lesevergnügens geht. Ich finde, die Hälfte der Seiten hätte für die Geschichte locker gereicht.

Was mir dafür gut gefallen hat, waren die Einschübe aus der Gegenwart. Wie Freund und Feind gleichermaßen versuchen Matthew und Diana in der Zeit zu finden und wie deren Taten in der Vergangenheit die Gegenwart verändern.

Fazit: ich fand das Buch nicht schlecht, aber an Band 1 kommt es leider bei weitem nicht heran. Ich hoffe Band 3 wird wieder besser. Mir war Band 2 zu langgezogen.

Veröffentlicht am 18.05.2019

Ein gutes Jugendbuch - aber mich hat es leider nicht so richtig gepackt

Drei Schritte zu dir
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Ich finde das Cover wunderschön. Die zwei Personen, die unter einem Baum stehen, der wie eine Lunge aussieht und die vielen kleinen Details. Ich finde es passt perfekt zum Buch! Außerdem sieht es in echt ...

Ich finde das Cover wunderschön. Die zwei Personen, die unter einem Baum stehen, der wie eine Lunge aussieht und die vielen kleinen Details. Ich finde es passt perfekt zum Buch! Außerdem sieht es in echt noch viel, viel schöner aus, als auf dem Foto. Der „Baum“ bzw. die „Lunge“ mit den vielen Blüten sind erhoben, das heißt beim drüber streichen kann man das alles fühlen. Ich finde besser, hätte man das Cover nicht gestalten können!

Stella hat Mukoviszidose und braucht deswegen eine neue Lunge. Seit sie sechs Jahre alt war ist das Krankenhaus ihr zweites Zuhause, doch bis jetzt durfte sie immer noch nach Hause, das ändert sich, als sich ihr Zustand massiv verschlechtert. Im Krankenhaus trifft sie auf Will und er ist einfach „anders“. Er hat genug von Krankenhäusern und wartet nur darauf mit 18 endlich verschwinden zu können. Er hat CF und Burkholderia capacia, einen resistenten Keim, was bedeutet, dass er und Stella einander auf keinen Fall berühren dürfen, denn es würde ihrer beider Tod bedeuten. Wills Krankheit ist noch gefährlicher als Stellas, sie hat wenigstens die Chance auf eine Spenderlunge, er wegen des Bakteriums nicht.

Stella verbringt ihre Zeit mit dem Dreh von YouTube Videos und der Entwicklung einer App für chronisch Kranke. Ihr geht es darum so lange zu leben wie möglich und sie kümmert sich so gut sie kann um andere Muko Patienten.
Will zeichnet für sein Leben gern und will nur eins: selbst entscheiden wie er leben und sterben wird. Er verliebt sich in Stella und sie erwidert bald seine Gefühle, aber sie dürfen einander nie berühren, sonst sterben sie.


Ich weiß nicht wirklich, was ich von diesem Buch halten soll. Ich finde es super, dass durch das Buch und den Kinofilm der folgen soll mehr Aufmerksamkeit für Mukoviszidose, CF und die jeweiligen Betroffenen geschaffen wird. Allerdings ist das Buch meiner Meinung nach wirklich ein ausgesprochenes Jugendbuch. Ich persönlich habe mich mit den Charakteren und ihren Handlungen sehr schwer getan. Ich fand das Buch nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht vom Hocker gehauen. Mir haben sowohl Stella als auch Will sehr leid getan, auch wegen ihrer jeweiligen traurigen Vorgeschichte. Aber irgendwie lag so eine gewisse traurige Ausweglosigkeit über der Geschichte, da es keine Heilung für Mukoviszidose und CF gibt und selbst eine neue Lunge schenkt nur mehr Zeit aber früher oder später sterben die Betroffenen daran.

Fazit: ich fand das Buch nicht schlecht, allerdings lies es sich nicht wirklich flüssig lesen und ich hatte zwar Mitleid mit den Protagonisten, aber ich habe mich ihnen nicht wirklich verbunden gefühlt oder mitgefiebert. Mich hat das Buch nicht so erreicht, wie andere.

Ich würde das Buch eher für Jugendliche empfehlen, ich habe leider nicht den Punkt des Mitfieberns erreichen können – mich haben die Protagonisten nur teilweise erreicht.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Einfach atemberaubend gut! Eines der besten Bücher des Jahres bisher!

Der Besucher
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Wow.

Gleich vorneweg: ich habe selten einen so guten Anfang gelesen. Schon Satz 1 wirft einen mitten in die Geschichte hinein. Roman Briggs, der Ich-Erzähler und ein anderer Astronaut namens Quinn arbeiten ...

Wow.

Gleich vorneweg: ich habe selten einen so guten Anfang gelesen. Schon Satz 1 wirft einen mitten in die Geschichte hinein. Roman Briggs, der Ich-Erzähler und ein anderer Astronaut namens Quinn arbeiten gerade außerhalb ihres Raumschiffes, als dieses plötzlich explodiert. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, wird Briggs nur wenig später von einer zweiten Explosion in die Untiefen des Weltraumes geschleudert, er bleibt zwar in der Nähe von Quinn, hat aber keine Verankerung mehr. Noch erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass sie auf einem Tiefraumforschungsschiff gearbeitet hatten, weit entfernt von allen, die ihnen eventuell hätten zu Hilfe kommen können. Bereits an Tag 1 stirbt Quinn und Briggs bleibt allein zurück und kann im Prinzip nur auf den Tod warten.
Doch dann erscheint ein Raumschiff einer ihm bekannten Alien Art, die er „Manti“ nennt. Er kann nicht ins Innere des Schiffes, weil die Atmosphäre für Menschen tödlich wäre, doch er kann sich an die Außenhülle andocken und dort zu warten, bis sie ihn zu „seinesgleichen“ gebracht haben. Er erhält regelmäßig Wasser und Nahrung um zu überleben, aber keiner der Manti möchte sich zunächst mit ihm unterhalten. Der „Terraner“, wie sie ihn nennen bekommt nur gelegentlich kurze Anweisungen. Erst nach einiger Zeit findet sich ein Manti, der sich mit ihm unterhält, er nennt sich Steward eins, das sei sein Rang, einen Namen nennt er nicht, denn der ließe sich nicht übersetzen. Die Beiden unterhalten sich regelmäßig stundenlang und dadurch erfährt man viel über dieses Volk.

Doch diese Routine wird durchbrochen als Briggs einen Mord beobachtet. Ab hier erinnert der Roman stark an „Das Fenster zum Hof“. Briggs hat das zwar beobachtet aber sein Wort gilt nichts bei den Manti. Er kann es aber auch nicht einfach auf sich beruhen lassen. Doch was kann er tun? Er klebt an der Außenhülle des Raumschiffes, der Mörder lebt darin und die anderen Manti interessieren sich nicht für das, was Briggs zu sagen hat. Und wenn das anders wäre – wäre Briggs Leben in Gefahr? Was wenn der Mörder erfährt, was Briggs gesehen hat? Was wenn er den Zeugen los werden will?
Ich konnte „Das Fenster zum Hof“ noch nie leiden, aber diese Version davon gefiel mir wirklich sehr gut. Es ist total spannend als immer mehr Puzzlestücke an ihren Platz fallen und die Hintergründe sich entfalten. Als der Krimi-Teil begann, dachte ich eigentlich, dass er überflüssig sei, weil das Buch so schon interessant genug war, doch ich bin vor Spannung wirklich am Kindle festgewachsen. Einfach richtige richtig gut!

Ich bin ehrlich gesagt noch immer sprachlos. Das Volk der Manti ist faszinierend und so detailreich beschrieben mit so vielen Facetten. Alles was ich dazu sagen kann ist: wow. Ich liebe dieses Buch!

Das Buch hat mich stark an „Der Marsianer“ erinnert, obwohl die Handlung ziemlich unterschiedlich ist. Aber die Art des Erzählens ähnelt sich. Allerdings liegt hier der Fokus auf der Interaktion mit einem Alien Volk, das sich einerseits total von den Menschen unterscheidet und andererseits doch auch Ähnlichkeiten aufweist.

Fazit: ich liebe dieses Buch! Ich finde es so faszinierend wie der Autor es geschafft hat, dass man wirklich von Satz 1 an, an den Seiten klebt und das Buch einfach nicht mehr weglegen kann. Mit wie viel Liebe zum Detail die Manti beschrieben wurden und auch die technischen Details. In diesem Buch steckt ganz viel Herzblut und das spürt man einfach in jedem Wort. Ich bin normalerweise wirklich nicht um Worte verlegen aber hier bin ich einfach so geplättet im positiven Sinne, dass mir kaum die richtigen Worte einfallen.

Absolute, totale und uneingeschränkte Leseempfehlung! Nicht nur für Fans von „Der Marsianer“ geeignet, sondern für jeden, der bereit ist sich mitreißen zu lassen. Ich liebe dieses Buch! Es gehört für mich zu den besten Büchern des Jahres 2019!