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Veröffentlicht am 06.02.2024

Ich mochte es sehr gern, aber gegen Ende bekam ich Probleme

Of Ocean and Storm (Färöer-Reihe 2)
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An seinem letzten Abend auf den Färöer-Inseln trifft Alex in einem Pub auf Lóa und hat einen One-Night-Stand mit ihr. Am nächsten Morgen fährt sie ihn zum Flughafen, doch aus der Heimreise wird nichts, ...

An seinem letzten Abend auf den Färöer-Inseln trifft Alex in einem Pub auf Lóa und hat einen One-Night-Stand mit ihr. Am nächsten Morgen fährt sie ihn zum Flughafen, doch aus der Heimreise wird nichts, denn sein Pass ist verschwunden. Trotz intensiver Suche taucht er nicht wieder auf und Alex sitzt bis auf Weiteres fest. Lóa gewährt ihm Obdach in ihrem Tiny House mitten im Nirgendwo und bald merkt Alex, dass es ihm dort irgendwie gefällt und vor allem in Lóas Nähe. Aber das mit ihnen kann keine Zukunft haben, oder?


Lóa ist im Autismus-Spektrum und eckt dadurch oft an. Sie kann sich oft nicht dazu durchringen sozial zu sein. Es gibt Tage, an denen sie überhaupt nicht sprechen kann und Tage, an denen sie so tun kann, als sei sie jemand anderes, eine gesellige Version von sich selbst. An so einem Tag hat sie Alex kennengelernt. Aber sie will ihm die andere, die echte Lóa nicht zeigen, aus Angst, dass er sie ablehnt. Genauso wie Alex einiges vor Lóa und eigentlich allen in seinem Umfeld verbirgt.

Ich fand den Umgang des Buches mit Lóa und der Art, wie ihre Art beschrieben und dargestellt wurde echt toll. Man hat alles aus Lóas Sicht nachvollziehen können, wie es sich anfühlt, einen stillen Tag zu haben, oder überfordert zu sein durch Dinge, die anderen nicht einmal auffallen würden. Gleichzeitig aber auch, wie sie Dinge tun kann, die andere nicht tun könnten, gerade weil sie so ist.
Aber es ist schwer nicht der Norm zu entsprechen. Das wird ebenso deutlich. Sowohl bei ihrer Familie als auch im Umgang mit ihrem besten Freund, der sie eigentlich am besten kennen sollte, aber ebenso dazu neigt über ihren Kopf hinweg zu handeln, wie alle anderen.

Alex ist dagegen eine ganz andere Sache. Sein Geheimnis ist eigentlich gar keins, man weiß es von Anfang an. Jedoch gibt er es niemandem gegenüber zu, wodurch man als Leser einen Vorteil hat. Ich persönlich hatte meine Probleme mit ihm. Ich empfand ihn immer wieder als recht launisch und so einfühlsam er manchmal mit Lóa umgeht, so schnell hat er das manchmal auch irgendwie wieder vergessen und erwartet von ihr normal zu sein und normal zu handeln.


Fazit: Das Buch beginnt sehr ruhig, zart. Loa wirkt sehr zerbrechlich und scheu, tut aber so als wäre sie es nicht. Zwischen ihr und Alex entwickelt sich alles sehr ruhig und läuft zu einem Großteil ohne Worte. Aber irgendwann fangen sie an, dem jeweils anderen ihr echtes Ich zu zeigen.

Mir wurde es gegen Ende etwas zu dramatisch und das Ende ließ mir persönlich einfach zu viel offen. Das Buch hört einfach ganz abrupt auf, dabei gäbe es noch so viel zu klären. Das fand ich echt schade.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Ich habe das Buch abgebrochen

The Brothers Hawthorne
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Achtung: Kann nicht ohne Vorkenntnisse der Inheritance Games Reihe gelesen werden!


Die Brüder Hawthorne haben das Vermögen ihres Großvaters nicht geerbt, sondern eine bis dato vollkommen Unbekannte. ...

Achtung: Kann nicht ohne Vorkenntnisse der Inheritance Games Reihe gelesen werden!


Die Brüder Hawthorne haben das Vermögen ihres Großvaters nicht geerbt, sondern eine bis dato vollkommen Unbekannte. Während sie gemeinsam die letzten Rätsel ihres Großvaters entschlüsselten, kamen sich Avery und Jamison näher. Greyson, der sich sein Leben lang darauf vorbereitet hatte, das Erbe anzutreten, arbeitet nun mit Feuereifer daran, Averys Wünschen nachzukommen und sie vor jeder Gefahr zu beschützen. Doch was, wenn die Gefahr aus der Vergangenheit der Brüder stammt und mit ihren jeweiligen Vätern zu tun hat?


Ich mochte die Inheritance Games Reihe echt gern – ich habe mitgerätselt und wollte wissen, warum ausgerechnet Avery das Vermögen geerbt hat und was sie nun damit macht. Allerdings hat mich schon der letzte Band der Trilogie ein wenig enttäuscht und ich muss etwas verkünden, was ich nie gedacht hätte: ich habe es abgebrochen.

In diesem Buch geht es verstärkt um Grayson und Jamison und deren Väter, aber die Geschichte dümpelte für mich viel zu lange dahin. Bei mir kam null Spannung auf und schon direkt von Anfang an, hat es mich nicht gepackt. Das war bei der ursprünglichen Reihe anders. Da war man von Seite 1 an drin und wurde in die Geschichte hineingesogen. Hier war das bei mir leider absolut nicht der Fall.

Ich fand Graysons Anteil an der Geschichte, bzw. die Teile aus seiner Sicht noch besser, als Jamisons, aber auch wieder nicht so gut, dass sie mich wirklich gepackt hätten.

Ich fand die Story an sich, also was für Aufgaben sich den Brüdern stellten gerade bei Jamison irgendwie affig. Das alles fühlte sich für mich aufgewärmt an. Bei Grayson war es noch interessanter, aber es ging im Prinzip auch wieder um dieselben Dinge, wie in der Inheritance Games Reihe, sein Beschützerinstinkt war gefragt.


Fazit: Ich habe das Buch abgebrochen. Leider konnte es mich nicht so packen, wie die Inheritance Games Reihe. Ich fand vieles leider etwas arg an den Haaren herbeigezogen und aufgewärmt. Mich konnte das Buch einfach überhaupt nicht packen. Schade. Ich hatte einfach etwas ganz anderes erwartet.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Ich fand es wirklich gut, aber die Wendung etwas unglaubwürdig

Sidecar Crush
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Achtung: Band 2 einer Reihe. In sich abgeschlossen, aber ein übergeordneter Handlungsstrang wird aus Band 1 fortgesetzt.

In ihrer Kindheit waren Leah Mae und Jamison praktisch unzertrennlich. Doch dann ...

Achtung: Band 2 einer Reihe. In sich abgeschlossen, aber ein übergeordneter Handlungsstrang wird aus Band 1 fortgesetzt.

In ihrer Kindheit waren Leah Mae und Jamison praktisch unzertrennlich. Doch dann kam ihnen das Leben dazwischen. Jetzt lebt Jamison immer noch im winzigen Bootleg Springs und ist erfolgreicher Künstler. Lea Mae, ein erfolgreiches Model, kommt nach einem Auftritt in einer Reality-Show zurück, um nach ihrem Vater zu sehen. Zwischen den beiden ist immer noch diese Freundschaft von früher und … mehr. Doch Leah Mae lebt in LA und ist verlobt, auch wenn ihr Verlobter ein A… ist. Haben sie ihre Chance verpasst?


Leah Mae kennt nur eine Richtung: vorwärts. Noch nie hat sie einfach mal eine Pause gemacht, ihr Leben betrachtet und darüber nachgedacht, was sie eigentlich will. Sie kam als Jugendliche zum Modeln und seitdem geht es immer nur um den nächsten Job. Ihr Verlobter/Manager hat sie zu dieser Reality-Show überredet und jetzt hasst sie das ganze Land und denkt, sie habe mit einem verheirateten Mann geschlafen. Alles gelogen, aber um ihren Vertrag nicht zu verletzen, darf sie das nicht klarstellen. Ihren Verlobten/Manager stört das nicht, er denkt, es gibt keine schlechte Presse und will sie direkt in die nächste Show stecken.
Leah Mae war immer klar, dass ihr Leben alles andere als normal ist, wie weit es davon allerdings entfernt ist, macht ihr Bootleg ziemlich schnell klar, denn hier behandeln sie fast alle wie früher, wie eine von ihnen und nicht wie Leah Larkin den Promi, oder noch schlimmer, Leah Larkin die angebliche Ehezerstörerin.

Jamisons Leben wurde gerade erst auf den Kopf gestellt, er hat plötzlich einen neuen Halbbruder und jetzt wurde sein Vater auch noch „eine Person von Interesse“ in einem jahrzehntealten Mordfall. Jamison, der eher zurückhaltend ist, geht noch mehr auf Abstand von allem. Doch dann taucht Leah wieder auf und sie war schon immer die eine, die ihn aus seinem Schneckenhaus locken konnte.


Fazit: Ich mochte beide Leah Mae und Jamison sehr gern. Allerdings muss man am Anfang die Anwesenheit des Verlobten/Managers ertragen und das macht den Einstieg ins Buch nicht ganz leicht. Man wünscht sich die ganze Zeit, jemand würde „Gerechtigkeit alla Bootleg“ vollstrecken, damit man ihn los wäre. Der Typ ist wirklich schrecklich.

Bootleg zeigt sich wieder von seiner schönsten Seite und man muss diesen schrägen Ort einfach lieben.

Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen, allerdings war mir die Wendung zu konstruiert. Das passte für mich einfach nicht zum bisherigen Verhalten von Jamison. Da hätte ich mir etwas anderes gewünscht, dass sich „echter“ angefühlt hätte.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Leider war das Buch nicht meins

Set on You
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Crystal ist Plus-Size-Fitness-Influencerin – für viele Menschen ein Widerspruch in sich. Denn ja: Man kann Plus-Size und Fit sein. Crystal versucht das all ihren Followern immer wieder und wieder zu beweisen, ...

Crystal ist Plus-Size-Fitness-Influencerin – für viele Menschen ein Widerspruch in sich. Denn ja: Man kann Plus-Size und Fit sein. Crystal versucht das all ihren Followern immer wieder und wieder zu beweisen, ebenso wie sie versucht mit Vorurteilen aufzuräumen.
Das Fitness-Center ist ihr zweites Zuhause, doch auf einmal ist da ein neuer Kerl, der Feuerwehrmann Scott, der ihr andauernd ihre Geräte klaut und Crystal damit zur Weißglut treibt. Doch Scott ist nicht einfach irgendwer, wie Crystal auf der Verlobungsfeier ihrer Oma feststellen muss, sondern der Enkel des zukünftigen Ehemanns ihrer Großmutter und gehört damit bald zur Familie …


Ich fand die Idee echt super, schon allein, weil Crystal eine Protagonistin ist, die auf den ersten Blick mit Klischees bricht, denn sie ist Plus-Size und Fitnessinfluencerin – eigentlich für viele Menschen ein Widerspruch in sich. Allerdings ist sie für meinen Geschmack etwas zu sehr besessen von ihrem Sportprogramm. Das merkt man schon allein daran, wie sich eine Feindschaft zwischen ihr und Scott entwickelt, wegen Fitnessgeräten, die es dort mehrfach gibt.
Crystal wirkt dadurch mehrfach kleinlich und Scott kindisch und umgekehrt. Ich fand das leider nicht süß oder vielversprechend, sondern mir gingen beide recht schnell auf den Nerv. Allgemein war mir persönlich Crystal einfach zu dramatisch.

Ich kam leider nicht an Crystal und Scott heran. Ich weiß nicht wirklich woran es lag, vielleicht an den ewigen Streitereien und Missverständnissen, aber ich blieb die ganze Zeit auf Distanz.

Dann kam die Wendung und ich muss ehrlich sagen, dass die endgültig dafür gesorgt hat, dass das Buch nicht meins war. Mir war das zu viel Drama, zu viel mangelnde Kommunikation, Geheimnisse und mitten drin diese zwei Protagonisten, über die ich nur die Augen verdrehen konnte.


Fazit: Ich bin selbst eine Plus-Size-Frau, weswegen ich es mega finde, dass die Protagonistin das auch ist. Zudem gefiel es mir, dass sie dafür herhielt, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen. Die Geschichte selbst war allerdings nicht meins. Mir gingen beide Protagonisten zu oft auf die Nerven. Ich kam emotional nicht an sie heran und ich fand ihr Handeln so oft kindisch und nervig. Gerade Crystal neigt zu vorschnellen Schlüssen und steigert sich dann total rein.

Die Wendung war für mich persönlich dann der Todesstoß. Das Buch war leider überhaupt nicht meins und bekommt von mir ganz knappe 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Bis zur Wendung fand ich es richtig gut

Stars in our Hands
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Farah bekommt die Chance ihres Lebens. Nachdem sie für etwas gefeuert wurde, was nicht ihre Schuld ist, steht sie eigentlich mit dem Rücken zur Wand, doch dann bekommt sie einen Anruf, der alles verändert. ...

Farah bekommt die Chance ihres Lebens. Nachdem sie für etwas gefeuert wurde, was nicht ihre Schuld ist, steht sie eigentlich mit dem Rücken zur Wand, doch dann bekommt sie einen Anruf, der alles verändert. Sie soll als Assistentin am neuen Hollywood Blockbuster mit Paxton Wright arbeiten – das ist ihre Chance endlich ihrem gelernten Beruf näher zu kommen. Doch der Job bringt sie auch an ihre Grenzen. Sie soll Paxtons Babysitter sein – alles andere als einfach – und sich ab und an um die Filmhunde kümmern – für Farah eine absolute Horrorvorstellung, denn sie hat Todesangst vor Tieren.


Klar ist es dumm von Farah, ihre Phobie zu verschweigen, aber ich kann sie auch gut verstehen. Sie hat ein abgeschlossenes Studium mit super Noten, aber ohne Vitamin B hat sie keine Chance einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ihre Eltern unterstützen sie nicht und nachdem sie auch noch ihren Job verloren hat, ist es durchaus nachvollziehbar, dass sie so ziemlich alles sagen würde, um die Stelle zu bekommen.

Farah ist festentschlossen alle zu beeindrucken, was ihr sogar gelingen könnte, wenn es nicht Menschen gäbe, die ihr mit Freuden das Leben schwer machen und sie sogar teilweise heftig schikanieren.
Paxton gehört nicht unbedingt dazu. Klar hat er ein Händchen dafür, das genau falsche zu sagen und er kann wie ein Obera… wirken, aber eigentlich ist er ganz nett und mag Farah sehr.

Auch Paxton hat mit Ängsten zu kämpfen. Er bekommt Panikattacken in Menschenmengen und hat zudem eine Stalkerin, die er einfach nicht loswird. Überall sieht er nur noch potenzielle Verdächtige.

Durch Farahs Angst vor Tieren – egal vor welchen – kommt hier mal ein Thema auf, das ich bislang noch nirgendwo gelesen habe. Wenn man erfährt, was diese Phobie ausgelöst hat, kann man das sehr gut verstehen. Ich fand es auf jeden Fall originell und auch glaubwürdig.


Fazit: Teilweise fand ich das Buch echt schön, aber mir war es letztlich zu viel Drama und hin und her. Es werden wichtige Themen angesprochen, aber das geht manchmal im Drama einfach unter.
Paxton ging mir regelmäßig auf die Nerven und die Wendung kurz vor Schluss fand ich einfach furchtbar. Das war so extrem offensichtlich und wie das im Anschluss ständig gerechtfertigt werden sollte – so schade! Das war mir zu abrupt und lieblos. Es ging nur um größtmögliches Drama, ob das logisch war oder auch nur im entferntesten Sinn ergab, war egal.
Das hat mich sehr aufgeregt, weil ich das Buch insgesamt davor echt mochte. Aber das wirkte auf mich einfach zu konstruiert und übertrieben.

Von mir bekommt das Buch ganz, ganz knappe 3 Sterne, weil es mir ansonsten wirklich gut gefallen hat.

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