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Veröffentlicht am 19.06.2022

Leider war mir das zu kindisch und zu viel Drama

Still missing you
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Hazel kehrt nach in ihre Heimatstadt zurück, nachdem sie sie mit 18 Jahren verlassen hatte, um ihr Glück in New York zu finden. Jetzt ist ihre Pflegegroßmutter verstorben und Hazel will ihr die letzte ...

Hazel kehrt nach in ihre Heimatstadt zurück, nachdem sie sie mit 18 Jahren verlassen hatte, um ihr Glück in New York zu finden. Jetzt ist ihre Pflegegroßmutter verstorben und Hazel will ihr die letzte Ehre erweisen und vielleicht das Verhältnis zu ihren Pflegegeschwistern kitten, die sie mit Verachtung strafen.

Betty hat ihren Pflegeenkeln ein Hotel hinterlassen, eine Bruchbude, aber, wenn sie sie renovieren, extrem wertvoll. Doch um das Erbe zu erhalten, müssen sie sich alle bei der Renovierung einbringen und Hazel darf nicht einfach wieder nach New York verschwinden.

Das Problem? Derek, ihr älterer Pflegebruder, der ihr damals das Herz gebrochen hat. Wie soll das alles gut gehen?





Ich fand die Grundidee wirklich interessant, deswegen habe ich mir auch das Buch gekauft. Allerdings hat es sich anders entwickelt, als erwartet.



Hazel tat mir leid. Die Rollen wurden ziemlich schnell verteilt: Sie ist die böse, die abgehauen ist und wieder abhauen wird, also nicht vertrauenswürdig ist. Warum sie damals gegangen ist, dass ihre Pflegemutter sie psychisch missbraucht hat, ist unerheblich. Sie ist ja eh immer viel zu dramatisch und emotional und hat sich nicht unter Kontrolle.

Niemanden interessiert es, wie es ihr geht, wie es in New York läuft, dass sich ihre Träume in nichts aufgelöst haben und dass sie sich um Betty gekümmert hat, wird zur Kenntnis genommen, aber trotzdem bleiben die anderen, bis auf Ryan bei ihrer Meinung.

Anstatt also Verständnis oder wenigstens etwas gutem Willen, schlägt Hazel vor allem Ablehnung, später auch Eifersucht und Hass entgegen.



Derek ging mir schon recht bald auf die Nerven. Ja, er hatte seine Gründe, aber er hätte ja auch etwas sagen können. Hazel war zwar erst 18 aber auch nicht komplett bescheuert. So wie er jetzt auch etwas sagen könnte, es aber nie, nie, nie tut.



Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, ist Hazel praktisch immer außen vor. Nur ihre alte Schulfreundin Olivia, der Bauleiter Sam, und die alten Freundinnen ihrer Oma sind auf ihrer Seite.



Dass das auf eine Wendung zusteuert, die sich gewaschen hat, ist selbstredend. Allerdings war mir das zu vorhersehbar und zu Klischee. Die zweite Wendung war da schon deutlich besser.





Fazit: Leider war das Buch nicht meins. Ich konnte zwar eine emotionale Verbindung zu Hazel herstellen, aber immer konnte ich sie trotzdem nicht verstehen. Ihre Pflegegeschwister hätte ich zum Mond schießen können und vor allem gegen Ende ging mir alles viel, viel, viel zu schnell. Das läuft alles extrem abrupt. Ich hätte mir gewünscht, dass da mal mehr Taten statt Worte sprechen und mehr Zeit.

Insgesamt waren mir die meisten Charaktere zu Teenie. Mir war es zu viel Drama und zu viele Kindergarten-Aktionen. Jeder hat ein Recht auf seine Gefühle, bloß Hazel nie.



Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Wäre mir der Protagonist nur nicht so auf die Nerven gegangen ...

Never Stop Fighting For Us
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Triggerwarnung: Sexuelle Belästigung, versuchter sexueller Übergriff, Stalking, Gewalt, PTBS.

Aria zieht voller Hoffnungen und Träume nach Seattle, doch bald ist davon nichts mehr übrig. Sie findet einfach ...

Triggerwarnung: Sexuelle Belästigung, versuchter sexueller Übergriff, Stalking, Gewalt, PTBS.

Aria zieht voller Hoffnungen und Träume nach Seattle, doch bald ist davon nichts mehr übrig. Sie findet einfach keinen Job und nimmt notgedrungen den Job als Barkeeperin im Golden Cage an – einem Fightclub. Direkt an ihrem ersten Tag zieht sie irgendwie den Unmut von Starkämpfer Leander Black auf sich, der sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit wie Dreck behandelt.
Doch Leander ist es auch, der ihr hilft, als sie am Boden ist. Aria weiß einfach nicht, was sie von ihm halten soll. Nur eines ist klar: sie darf auf gar keinen Fall Gefühle für Leander entwickeln, komme was wolle.


Leander hat mich mit seinen Launen nahezu zum Wahnsinn getrieben. Im einen Moment ist er nett, dann das größte A…, das man sich vorstellen kann, dann wieder nett, usw. Echt, ich wollte ihn so oft entweder erwürgen oder gegen die Wand werfen!
Leider hat das für mich auch Aria mit runtergezogen. Die beiden zicken sich sehr, sehr oft an, was Aria wie eine Zicke wirken lässt. Sie hat allen Grund wütend auf Leander zu sein, vergibt ihm sein Verhalten aber zu oft zu schnell.
Bei den beiden habe ich ein richtiges Schleudertrauma bekommen, so oft haben sie ihre Meinung geändert.

Was mir gut gefiel war die Darstellung der Belästigung, des versuchten Übergriffs und des Stalkings mit samt der daraus resultierenden Folgen. Das kommt glaubwürdig rüber und Aria tut einem da wirklich schrecklich leid. Es wird erklärt, warum sie so handelt, wie sie es tut und auch, wie sie die Geschehnisse mit etwas Abstand beurteilt. Aber ebenso auch, was das bei ihr anrichtet. Das fand ich sehr glaubwürdig und gut rübergebracht.

Es wird später erklärt, warum Leander so ist wie er ist, aber das rechtfertigt das alles für mich nicht. Es ist seine Erklärung, ja, aber wirklich, seine Launen machen ihn einfach nur anstrengend, unbeständig und nicht sehr vertrauenerweckend. Man weiß nie, was er als nächstes tut, ob er Aria tröstend in die Arme nimmt, oder nachtritt.

Aria ist sehr naiv und das macht sie manchmal auch etwas anstrengend. Ebenso wie die Tatsache, dass sie Leander so oft so schnell nachgibt. Kaum ist er mal nett zu ihr, vergibt sie ihm sofort alles, was war und wenn er sich noch so übel aufgeführt hat. Aber Aria ging mir auch manchmal wegen ihres Verhaltens auf die Nerven. Sie ist oft eifersüchtig ohne Grund, interpretiert Dinge auf eine bestimmte weise und weigert sich, davon abzurücken, bis sie sich wieder mal richtig gründlich blamiert hat. Davon abgesehen fand ich es nicht in Ordnung, wie sie immer wieder geschnüffelt hat – das macht man finde ich einfach nicht.


Fazit: Ich fand die Idee an sich sehr gut. Wären Leanders Stimmungsschwankungen nicht so extrem und so häufig gewesen, hätte mir das Buch richtig gut gefallen können. So empfand ich Leander aber leider oft als anstrengend. Mal war er das größte A… der Welt, dann total lieb und einfühlsam, dann wieder das gigantische A… - es wurde irgendwann einfach zu viel. Zu viel künstliches Drama, zu viel Streit, zu viel hin und her. Von all den Stimmungsschwankungen bekommt man echt ein Schleudertrauma.
Auch Aria ging mir immer wieder mal auf die Nerven.

Positiv sticht für mich der versuchte Übergriff heraus und die Folgen dessen. Das wurde glaubwürdig rübergebracht und Aria handelt nicht immer so, wie man es als „richtig“ empfinden würde. Aber es wird erklärt, warum sie so handelt und sie lernt damit umzugehen.

Wäre mir Leander mit seinen Stimmungsschwankungen nicht so extrem auf die Nerven gegangen, hätte mir das Buch sehr gut gefallen können. So reicht es mit viel gutem Willen, weil das Buch durchaus spannend war zu ganz knappen 3,5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Das Potenzial war da, aber es wurde leider verschenkt

Arrows Hell
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Anna ist zurück in ihre Heimatstadt gezogen. Dadurch hat sie auch endlich wieder mehr Kontakt zu ihrem Bruder, der ihr sehr gefehlt hat. Adam – oder Rake, wie er jetzt genannt wird – ist ein Mitglied des ...

Anna ist zurück in ihre Heimatstadt gezogen. Dadurch hat sie auch endlich wieder mehr Kontakt zu ihrem Bruder, der ihr sehr gefehlt hat. Adam – oder Rake, wie er jetzt genannt wird – ist ein Mitglied des Wind Dragon MCs und besessen davon seine kleine Schwester zu beschützen. Er stellt ihr ständig kuttentragende Babysitter vor die Nase und nervt sie damit mächtig. Doch die Jungs wachsen Anna immer mehr ans Herz, vor allem einer, aber Arrow blockt sie ständig ab. Anna ahnt nicht, was für eine Versuchung sie für ihn darstellt.


Für mich war dieses Buch ein durchwachsenes Leseerlebnis. Einerseits gab es viele Szenen, die mir gut gefielen und die mich wirklich gepackt haben, anderseits gab es mindestens genauso viele Szenen, die in mir das Bedürfnis weckten, beide Protagonisten aus dem Fenster zu werfen.

Anna ist Doktorandin und es gewohnt, sich um sich selbst zu kümmern. Sie findet es süß, wie ihr Bruder den Beschützer raushängen lässt, aber er übertreibt bald und sie ist nur noch genervt, was wiederum ihre rebellische Seite triggert.
Arrow starrt sie immer wieder an, als wolle er sie verschlingen, reagiert eifersüchtig auf andere Männer, stößt sie aber trotzdem ständig von sich. Dann erfährt sie auch, warum: seine letzte Freundin, Mary, starb bei einem Angriff auf den Club und Arrow gibt sich bis heute die Schuld daran.

Arrow lassen seine Schuldgefühle nicht los. Er hat Mary nie geliebt, nicht so, wie er es hätte tun sollen, aber sie war ein guter Mensch und hatte etwas Besseres verdient, als so jung zu sterben. Deswegen versagt er es sich, Gefühle für jemand anderen zu entwickeln. Er will nicht an noch einem Tod schuld sein.

Manchmal wollte ich wirklich vor Frust schreien. Arrow hat Mary nicht geliebt, schafft es aber Anna ständig das Gefühl zu geben, sie sei ein billiger Ersatz und käme niemals an Mary heran. Davon abgesehen kann er ein richtiges A… sein, manchmal aber auch irgendwie süß.

Anna ging mir auch oft auf die Nerven. Mal ist sie verletzt oder wütend, aber kaum wedelt Arrow mit einem gewissen Körperteil ist alles wieder gut. Probleme wurden fast immer durch Sex gelöst.

Mein größter Kritikpunkt ist aber, dass beide Protagonisten manchmal echt dumm waren. Anna neigt dazu, wegzurennen, wenn sie wütend ist, ganz egal, ob das ihr Leben in Gefahr bringt oder nicht.
Und Arrow agiert gern nach dem Schema, „wenn ich sie wegstoße, verlässt sie mich wenigstens nicht“.
Niemand redet, es wird lieber gestritten, rumgebrüllt oder geschmollt.

Ich konnte durchaus nachvollziehen, dass Anna manchmal Zeit für sich brauchte, aber ihre Entscheidungsfindung war mir dann meistens viel zu plötzlich und abrupt.


Fazit: Das Buch hatte wirklich Potenzial, konnte es aber nicht so richtig entfalten. Das Hin und Her zwischen den Protagonisten wurde bald nervig, statt spannend und beide gingen mir immer wieder gewaltig auf die Nerven.
Es geht sehr viel um verletzte Gefühle, aber keiner macht den Mund auf und wenn doch, wird über etwas ganz anderes gestritten. Probleme werden meistens durch Sex gelöst und beide Protagonisten handelt immer wieder hochgradig dumm. Das ist so schade!

Sehr viel wurde angeschnitten, aber nicht zu Ende geführt. Es sorgte für einen kurzen Spannungsmoment und wurde dann vergessen, anstatt es später noch einmal richtig zu einem Ende zu bringen, vielleicht mit einem Spannungshöhepunkt.

Das Buch hätte wirklich richtig toll sein können, so hat es mich aber sehr oft einfach bloß aufgeregt. Von mir bekommt es 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Mir gefiel es sehr gut, aber etwas Kritik habe ich auch

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Triggerwarnung: Trauer, PTBS, Panikattacken, Selbstverletzung, Suizidversuch.


Vor vier Jahren starb Mias bester Freund direkt vor ihren Augen. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Auch Mia nicht. Diese ...

Triggerwarnung: Trauer, PTBS, Panikattacken, Selbstverletzung, Suizidversuch.


Vor vier Jahren starb Mias bester Freund direkt vor ihren Augen. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Auch Mia nicht. Diese Nacht hat sie verändert. Als sie dann aus heiterem Himmel plötzlich Nathan Dawson gegenübersteht – Brants Mörder – wirft sie das direkt wieder aus der Bahn, nachdem sie doch gerade erst für sich wieder einigermaßen zurechtkam. Ihre Wege kreuzen sich immer häufiger und es verwirrt Mia total, dass sie Nathan irgendwie mag. Aber das darf sie nicht – er hat Brant getötet, also muss sie ihn hassen! Oder?


Die Szene als Brant starb, im ersten Kapitel, ist wirklich hart. Man leidet mit Mia und es bricht einem für sie das Herz. Haltet also dafür unbedingt Taschentücher bereit!

Seit Brants Tod trauert Mia sehr um ihn. Das tut sie bis heute und stößt damit in ihrem Umfeld teilweise auf massives Unverständnis. Doch Trauer hat kein Ablaufdatum. Brant war nicht perfekt, aber er war ihr bester Freund und ein wichtiger Teil ihres Lebens, der jetzt einfach fehlt.
Aber Mia macht etwas sehr Wichtiges: sie holt sich Hilfe. Sie macht eine Therapie und geht in eine Selbsthilfegruppe.

Nathan leidet sehr unter dem, was damals passiert ist. Die Schuld ein Leben genommen zu haben, erdrückt ihn. Er erlaubt sich kein Glück, kein bisschen Freude, weil er meint, das alles nicht verdient zu haben. Er saß über 4 Jahre im Gefängnis und seine Zukunft ist ruiniert. Für ihn ist das wiederholte Aufeinandertreffen mit Mia Segen und Fluch zugleich.

Das Buch ist fast komplett aus Mias Sicht geschrieben, was ich schade fand. Ich denke, es hätte von Nathans Sicht wirklich profitiert.

Als Mia merkt, dass sie Nathan irgendwie mag, ist das für die verflucht hart. Sie schwankt ständig hin und her und das empfand ich irgendwann als anstrengend. Für sie gibt es fast nur Extreme und sie macht in ihren Gedanken auch gern heftige Kehrtwendungen, gern auch mal aus heiterem Himmel.

Die Auflösung hatte ich so in etwa schon erwartet. Ich fand die immer wieder durchscheinende Kritik am US-Rechtssystem sehr gut rübergebracht.


Fazit: Insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut. Mias Trauer und Nathans Schuld werden sehr gut rübergebracht. Allerdings glaube ich, hätte das Buch davon profitiert, Nathans Sicht häufiger zu zeigen.
Abgesehen davon hat das Buch eine tolle Message ohne zu aufgesetzt zu sein. In manchen Bereichen ging es etwas arg schnell, während es sich in anderen gezogen hat, aber insgesamt wurde das gut gelöst. Was ich allerdings schade fand war, dass manche Themen zwar angesprochen, aber nicht „richtig“ behandelt wurden. Da wäre deutlich mehr möglich gewesen.
Mia und Nathan waren beide sympathisch, wobei Mia ab und an auch anstrengend werden konnte, weil ihre Gedanken oft nur Extreme kennen und sie gern mal heftige Kehrtwenden hinlegt, oft auch aus heiterem Himmel.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Mir war es etwas zu dramatisch, aber ich mochte das Buch sehr!

Rise and Fall (Faith-Reihe 1)
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Triggerwarnung: Lebensverändernder Unfall, sexuelle Belästigung, Beleidigung und Schikanierung von Menschen mit Behinderung!

Sky und Carter hatten es nie leicht. Als Kinder landeten sie im Pflegesystem ...

Triggerwarnung: Lebensverändernder Unfall, sexuelle Belästigung, Beleidigung und Schikanierung von Menschen mit Behinderung!

Sky und Carter hatten es nie leicht. Als Kinder landeten sie im Pflegesystem und das einzig Gute daran war, dass sie dadurch einander fanden. Sie wurden ihr jeweiliger Anker, der eine Mensch, der immer für sie da war. Doch Carter erfüllt sich nun seinen großen Traum und reist für sechs Monate mit einer Rockband durch Europa, um ein Buch über sie zu schreiben. In der Nacht vor seiner Abreise landen Sky und Carter im Bett, das was sich beide schon ewig gewünscht haben, aber auch ihre Freundschaft zerstören könnte. Auf dem Heimweg hat Sky einen Unfall, der sie für den Rest ihres Lebens an den Rollstuhl bindet. Sie verschweigt Carter was passiert ist, wohlwissend, dass er ihr das bei seiner Rückkehr vielleicht nie verzeihen wird.


Sky und Carter haben mir beide das Herz gebrochen. Sie haben beide einiges durchgemacht und Narben davon zurückbehalten. Schon lange haben sich ihre Gefühle füreinander verändert, aber sie trauen sich nicht dazu zu stehen, aus Angst, den einzigen Menschen zu verlieren, der immer zu ihnen stand. Diese Nacht vor Carters Abreise stellt alles in Frage.

Carter hält sich für unzulänglich. Schon immer war er der Meinung, er habe Sky nicht verdient und sei nicht gut genug für sie. Das liegt zum einen daran, dass er sie über alles liebt, aber auch daran, dass er sehr schlecht von sich selbst denkt. Und egal, was andere sagen, diese Selbstverachtung wird er einfach nicht los.

Sky versucht, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen, auch wenn es manchmal schwer ist. Einerseits will sie mehr von Carter, aber andererseits hat sie Angst, dass das nicht gut gehen würde – vor allem jetzt nicht. Vieles von dem, was sie früher gemacht haben, kann sie jetzt einfach nicht mehr.

Insgesamt empfand ich das Buch als größtenteils sehr vorhersehbar. Es war klar, was passieren würde und wie die jeweilige Reaktion darauf ausfallen würde. Aber das hat mich nur wenig gestört. Schlimmer fand ich das, für mich, etwas zu überzogene Drama. Da hätte es ein bisschen weniger auch getan.

Was mir dafür besonders gut gefiel war, dass im Buch nicht nur das Leben einer Rollstuhlfahrerin gezeigt wurde, mit allen Höhen und Tiefen, sondern auch Tabu-Themen angesprochen wurden, die sonst gern ausgeklammert werden.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mochte Sky und Carter sehr, sehr gern. Sie haben mich vor allem als Kinder extrem berührt, aber auch als Erwachsene ab und an. Man merkt, wie stark ihre Bindung ist und wie viel sie einander bedeuten. Da waren auch die Rückblenden sehr schön, die sporadisch eingesetzt wurden.
Ich fand die Handlung größtenteils als sehr vorhersehbar. Das hat mich aber nur wenig gestört. Mir war es aber etwas zu viel Drama. Da hätte es für mich etwas weniger sein dürfen.

Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, vor allem weil auch Tabu-Themen behandelt wurden. Von mir bekommt es 4,5 Sterne.

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