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Veröffentlicht am 29.03.2021

Sehr interessante Idee - aber ich habe ein bisschen Kritik

SHAINA
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die Menschheit hat sich selbst fast vollständig zugrunde gerichtet. Der Klimawandel, Bürgerkriege und Genozide haben die Bevölkerung radikal reduziert. Die Fronten sind verhärtet ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die Menschheit hat sich selbst fast vollständig zugrunde gerichtet. Der Klimawandel, Bürgerkriege und Genozide haben die Bevölkerung radikal reduziert. Die Fronten sind verhärtet zwischen dem Regierungslager und den Rebellen, den „alten Menschen“ und jenen, die ein friedliches Zusammenleben zwischen „alten Menschen“ und „Anderen“ anstreben. Es herrscht ein Kalter Krieg. Die endgültige Vernichtung der menschlichen Rasse scheint unabwendbar. Doch dann schafft ein junger Mann das, woran niemand mehr geglaubt hat: er findet Shaina. Sie soll die Menschheit retten, doch kann sie das überhaupt? Und selbst wenn, wird sie eine Chance dazu bekommen, oder wird die Regierung sie vorher beseitigen?


Shaina ist 21 Jahre alt. Nun ja, eigentlich ist sie 126. Über 100 Jahre lang hielt man sie im Koma gefangen, machte Versuche mit ihr und hielt sie mittels Technologie jung. Jetzt, im Jahr 2339 ist sie wieder frei, aber alle die sie liebte, alles was sie kannte ist tot und begraben. Die Welt ist eine andere geworden. Alle Hoffnungen ruhen auf ihr, doch kann sie wirklich das vollbringen, was alle von ihr erwarten?

Alles ist plötzlich fremd für Shaina, nichts mehr so, wie es war, als sie gefangen genommen wurde. Sie erkennt die Welt nicht wieder und als wäre das nicht schon genug, erdrückt sie immer wieder beinahe die Last der Trauer. Dann ist da auch noch Janok, der junge Mann, der sie gerettet hat und für den sie seltsame Dinge empfindet. Was ist bloß los mit ihr?

Janok war schon sein Leben lang davon besessen Shaina zu befreien. Er spürte eine besondere Verbindung zu ihr. Er wusste: wenn jemand es schafft, sie zu finden, dann er. Es war fast, als würde sie nach ihm rufen. Die echte Shaina übertrifft aber all seine Erwartungen. Er will sie um jeden Preis beschützen und würde alles tun, um sie lächeln zu sehen.

Mir waren beide Shaina und Janok sehr sympathisch, manchmal allerdings zu kindisch bzw. Teenie. Das beste Beispiel hierfür ist die Marla-Sache. Klar, Shaina hat keinerlei Erfahrungen mit Jungs und so, aber immer wieder betont sie, dass sie im Krieg aufgewachsen ist und dadurch schneller erwachsen geworden ist. Bei dieser Sache benimmt sie sich aber wie maximal 13. Das war mir zu übertrieben. Ja, die erste Reaktion passt noch, sowas kommt vor, aber das danach war in meinen Augen einfach nur noch zum Augenverdrehen. Das betrifft Janok aber auch. Er hätte auch erwachsener oder umsichtiger mit der Sache umgehen können. Ja, wir sind in der Zukunft, aber Stift und Papier sind noch nicht ausgestorben, er hätte die Initiative ergreifen können.


Fazit: Insgesamt fand ich die Idee sehr interessant und fand mich relativ schnell in dieser Zukunft zurecht. Ich mochte die Protagonisten und die anderen Charaktere. Was mich gestört hat waren Shainas und Janoks Teenie-Anfälle und, dass einiges recht plötzlich ging. Eben war man sich noch fremd und plötzlich sind da die innigsten Gefühle – ich beziehe mich nicht auf die Protagonisten, sondern auf andere Charaktere, zum Beispiel den obersten Ratsvorsitzenden. Eben noch relativ distanziert und plötzlich Herz ausschütten. Das war etwas zu krass und sowas stimmt mich dann beim Lesen leider immer misstrauisch, sodass ich mich dann frage: ist das echt? Selbst wenn Zweifel vom Autor gar nicht beabsichtigt waren. Und das ist einfach schade.
Nach der Wendung nimmt das Buch Tempo auf. Es wird heftig für den Leser, aber ich fand den Teil trotzdem sehr gut, allerdings ging mir auch hier manches wieder etwas zu schnell.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon echt gespannt auf die weiteren Bände! Von mir bekommt es ganz knappe 4 Sterne, weil ich die Idee einfach mega finde und trotz meiner Kritikpunkte das Buch nicht weglegen konnte.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Mal was anderes - ich fand es wirklich gut!

The Story of a Love Song
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Griffin und Luca haben sich seit ihrer Kindheit Briefe geschrieben. Sie wurden beste Freunde und vielleicht sogar ein bisschen mehr, bis Luca ihm irgendwann nicht mehr geantwortet hat, das hat er ihr bis ...

Griffin und Luca haben sich seit ihrer Kindheit Briefe geschrieben. Sie wurden beste Freunde und vielleicht sogar ein bisschen mehr, bis Luca ihm irgendwann nicht mehr geantwortet hat, das hat er ihr bis heute nicht verziehen. Er ahnt nicht, dass ein traumatisches Ereignis für ihr Schweigen verantwortlich ist und als er es als Antwort auf einen Brief, den er zugegeben betrunken schreibt und an sie verschickt, erfährt wird ihm klar, dass das jetzt ihre Chance ist. Eine zweite Chance, wie man sie nur einmal im Leben bekommt. Doch sind sie nicht mehr die, die sie einst waren. Luca kämpft mit Phobien und ihrem Trauma und Griffin ist ein berühmter Musiker, der niemandem mehr vertrauen kann. Haben sie überhaupt eine Chance?


Die Briefe, die Luca und Griffin einander schreiben sind so schön und süß und teilweise auch sexy. Sie sind etwas ganz Besonderes. Auch die beiden sind sehr sympathisch, obwohl Griffin mir manchmal ein bisschen sauer aufgestoßen ist.

Griffins Sinn für Humor ist oft unheimlich witzig, aber manchmal ist er für mich übers Ziel hinausgeschossen. Was ich toll fand war, wie er Luca nie das Gefühl gegeben hat, verrückt zu sein, nicht wegen ihrer Phobien und auch nicht, wenn sie ihm etwas ganz Persönliches gestand. Allerdings sieht Griffin oft nur das, was er sehen will. Wo Luca Probleme sieht, sieht er Kompromisse. Aber man kann nicht für alles Kompromisse finden. Phobien lassen oft einfach keine Kompromisse zu.

Luca hat sich mit ihren Phobien arrangiert. Sie kommt klar und hat ein schönes Leben. Sie ist eine erfolgreiche Autorin, hat ein Hausschwein, das sie über alles liebt und einen Therapeuten, der zwar sehr skurril ist, aber dem Luca eindeutig sehr, sehr am Herzen liegt. Er versucht alles, um ihr zu helfen und Luca will auch an ihren Problemen arbeiten. Doch man kann keine Wunder erwarten. Klar macht sie Fortschritte, aber eben auch Rückschritte.

Man hat gemerkt, wie die beiden einander gut tun. Wie sie aufblühen und einander stärken. Doch man darf bei all dem nicht vergessen, wie gegensätzlich ihre Leben sind. Luca lebt sehr zurückgezogen, meidet aufgrund ihrer Phobien Menschenmengen und kann das Gefühl gefangen zu sein nicht ertragen. Sie braucht immer das Gefühl die Kontrolle zu haben. Griffin ist Musikstar – sein Leben besteht quasi aus Menschenmengen, Gedränge und den Erwartungen hunderttausender Menschen.


Fazit: Ich mochte das Buch sehr gern. Auf mich wirkte die Darstellung von Lucas Phobien sehr glaubhaft. Was ich schade fand war, dass immer wieder der Eindruck entstand, Luca sei egoistisch. Ich empfand es nicht so. In meinen Augen versucht sie einerseits irgendwie mit ihren Phobien klar zu kommen und daran zu arbeiten, erkennt aber auch ihre Grenzen. Griffin weiß zwar von Lucas Phobien, sieht aber die daraus resultierenden Probleme nicht. Er fixiert sich auf Kompromisse, aber nicht für alles gibt es Kompromisse, die man eingehen kann.
Die Wendung war vorhersehbar, aber ich fand sie auch nicht schlecht oder so. Ich hätte mir einen etwas anderen Umgang damit gewünscht.
Der Teil zwischen Wendung und Ende hat mich dann doch noch zum heulen gebracht – warum kann ich natürlich nicht verraten.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich habe es verschlungen und von mir bekommt es volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

So schön - aber IHN hätte ich manchmal echt gern erwürgt!

Back To Us
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Fleur und Aaron haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Sie weiß, dass sie für immer beste Freunde sein werden, aber er blockt sie lange Zeit ab, bis sie ihm das Leben rettet, ab da ist sie sein ...

Fleur und Aaron haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Sie weiß, dass sie für immer beste Freunde sein werden, aber er blockt sie lange Zeit ab, bis sie ihm das Leben rettet, ab da ist sie sein Schutzengel.
16 Jahre später treffen sie durch Zufall wieder aufeinander, Fleur zieht es den Boden unter den Füßen weg, aber Aaron scheint sie nicht zu erkennen. Wie kann das sein? Sie würde ihn immer und überall erkennen! Hat er sie in den 16 Jahren, die sie getrennt waren, vergessen? Oder hasst er sie für das, was damals geschah, als sie 8 Jahre alt waren? Für das, was sie auseinandergebracht hat?


Dieses Buch ist gleichermaßen süß wie tragisch. Zwei Menschen, die schon immer für einander bestimmt gewesen zu sein scheinen wurden durch ein grauenvolles Ereignis getrennt – eine Tragödie. Wer weiß, was anderenfalls aus ihnen geworden wäre?
Jetzt treffen sie als Fremde aufeinander, beide vom Leben gezeichnet und auf ihre jeweilige Art kaputt.

Wenn man die Nachrichten liest, die die beiden einander als Kinder geschrieben hat, schmilzt man schon dahin. Sie sind so süß und man muss sie einfach lieb haben. Vor allem Fleur, die Aaron in „Lilas“ umgetauft hat, französisch für Flieder, mit ihrem Standard-Spruch: „Ich liebe dich mit all meinen Tentakeln“ – eine Anspielung auf ihren Lieblings-Disney-Film Pocahontas und vielleicht auch ein bisschen auf ihre Locken.

Dann lernt man sie als Erwachsene kennen und sofort bricht einem das Herz. Wo ist das furchtlose, mutige, quirlige Mädchen geblieben? Fleur heute hat diverse Ängste und fühlt sich vor allem eins: unzureichend. Sie findet, sie ist eine Enttäuschung für alle. Sie wird vom Hochstaplersyndrom verfolgt – einem alten Bekannten von mir. Auch ich plage mich beinahe täglich damit herum und kann aus Erfahrung sagen: diese Stimme, die dir ständig sagt, du seist nicht gut genug, und bald wird das auch dein Umfeld erkennen, ist echt eine B*tch!
Fleur hat es aber noch nicht geschafft, diese Stimme zu vertreiben, im Gegenteil. Mit jedem Atemzug wartet sie darauf als „Hochstaplerin“ entlarvt zu werden, darauf, dass ihre Väter erkennen, dass sie eine Versagerin ist und sie nicht mehr lieben, darauf, dass sie in ihrem neuen Job in Aarons Firma gefeuert wird, weil sie nicht gut genug ist, nicht talentiert genug, nicht klug genug. Wie sie immer sagt: sie ist nichts Besonderes, sie ist Durchschnitt, eher noch unterdurchschnittlich. Und jeden Tag lebt sie mit diesen toxischen Gedanken in ihrem Kopf.

Aaron ist eine Maschine. Er arbeitet, er isst, er arbeitet und schläft und dann wieder von vorne. Als sein Chef eine Comic-Zeichnerin namens Lilas einstellt, ist er absolut dagegen. Irgendetwas an ihr irritiert ihn. Vielleicht ist sie eine Spionin? Er setzt jedenfalls alles daran sie rauszuekeln. Sicher ist sicher.
Doch Aaron hat auch eine andere Seite. Er kann ein mega A… sein, keine Frage, aber er kann auch so süß und verletzlich und einfach „awwww“ sein. Er glaubt langsam verrückt zu werden und Albträume suchen ihn heim, ebenso, wie Erinnerungen an Fleur, seinen Schutzengel. Er will sie unbedingt finden, unbedingt! Vielleicht schafft sie es erneut ihn zu retten?


Fazit: Das Buch ist an ein K-Drama angelehnt und das ist es wirklich: dramatisch. Mir war es ehrlich gesagt schon etwas zu viel. Aaron habe ich als erwachsenen mehr als ein Mal richtig gehasst, aber so wirklich richtig! Er ist so gemein zu Lilas und nach der Wendung hätte ich ihn an liebsten erwürgt. Ein bisschen ist das bei ihm wie mit Jekyll und Hyde – lieber, süßer Aaron und A…-Aaron. Wie gesagt, mir ist das immer wieder zu extrem dramatisch. Aber das Buch kann auch unbeschreiblich berührend sein. Ich wollte die beiden so oft in den Arm nehmen, Fleur ins Gewissen reden, ihr Mut zusprechen und Aaron abwechselnd trösten und erwürgen.
Wenn man erfährt, was damals geschehen ist – ich hatte es bereits geahnt – ist das so schrecklich und tragisch und man kann einfach nur weinen, weil es diese beiden Menschen so verletzt und traumatisiert hat.

Wäre das Buch ein bisschen weniger dramatisch gewesen und Aaron nicht ganz so ein extremer A… manchmal, dann hätte es volle 5 Sterne von mir bekommen, so reicht es nur zu 4,5 und das auch nur, weil es mich stellenweise so unglaublich berührt hat.

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Taschentücher nicht vergessen!

Durch die kälteste Nacht
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Triggerwarnung: Trauer, Verlust, Schuldgefühle, Trauma.

Kennedy hat ihre Tochter durch einen Unfall verloren und gibt sich die Schuld. Es ist jetzt ungefähr ein Jahr her ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Triggerwarnung: Trauer, Verlust, Schuldgefühle, Trauma.

Kennedy hat ihre Tochter durch einen Unfall verloren und gibt sich die Schuld. Es ist jetzt ungefähr ein Jahr her und sie trauert nach wie vor. Ihr Mann, Penn, hat dafür keinerlei Verständnis. Kennedy hat gefälligst zu funktionieren! Als ihr bei einer beruflichen Veranstaltung von ihm die Tränen kommen, platzt ihm der Kragen. Kaum sind sie Zuhause überhäuft er Kennedy mit Vorwürfen und wirft sie aus dem gemeinsamen Haus. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an ihre Schwester und kann gar nicht glauben, dass sie ihr einfach so hilft. Sie vermietet ihr ein Haus in einem kleinen, überaus neugierigen Ort. Es dauert nicht lange und Kennedy lernt die Schattenseiten des Kleinstadtlebens kennen und eine davon hat sogar einen Namen: Jax.
Sie ahnt nicht, dass dieser Jax derselbe Jax ist, der als Kind ihr bester Freund gewesen war. Beide sind gebrochene Menschen. Können sie einander helfen zu heilen?


Dieses Buch hat mich fertig gemacht. Ich habe den halben Tag gebraucht, um mich so weit zu erholen, dass ich diese Rezension schreiben kann. Ich habe so viel geweint und bin einfach nur fertig.

Kennedy hat mir das Herz gebrochen. Ich kann sie so gut verstehen! Trauer ist ein Prozess, man kann nicht einfach eines Morgens aufwachen und alles ist wieder "gut" - wie könnte es das auch? Da wo vorher ein Mensch war, ist jetzt eine Leere. Und dann ist da ihr Mann, der nur Hass und Verachtung für sie übrig hat. Ich glaube, er hat sie nie geliebt. Wie er mit ihr gesprochen hat, wie er sie behandelt hat! Ich hätte ihn so gern verprügelt! Ich frage mich, ob er damit seinen eigenen Schmerz zu betäuben versucht, oder wirklich so ein eiskalter Bastard ist. Das was er da abgezogen hat, war psychischer Missbrauch!

Kennedy hat mich fertig gemacht. Nicht nur der schreckliche Verlust und ihr furchtbarer A...-Ehemann, sondern vor allem, wie sie auf die Güte und das Mitgefühl ihrer Schwester reagiert. Sie kann gar nicht glauben, dass jemand so zu ihr ist. Sie glaubt es nicht verdient zu haben, es nicht wert zu sein. Hier merkt man, wie sehr Kennedy unter dem emotionalen Missbrauch durch ihren Mann gelitten hat.

Vor allem wenn man dazwischen die Kapitel von ihr und Jax als Kindern liest, fällt aus, wie sehr Kennedy sich verändert hat. Wie sehr der Verlust und auch ihr Ehemann sie gebrochen haben.

Jax lernen wir einerseits durch die Rückblenden in die Kindheit kennen und andererseits heute. Allerdings ist er heute vor allem eins: ein A…! Er ist schrecklich zu Kennedy und genießt seine Rolle in der Kleinstadt als der immer schlecht gelaunte, immer gemeine Mistkerl. Doch auch Jax hat einiges durchgemacht und ist innerlich gebrochen. Wenn man alles weiß, bricht auch er einem das Herz.

Mein heimlicher Liebling ist aber Joy. Kennedys Nachbarin und Jax irgendwie-beinahe-Großmutter. Beinahe jeder im Ort verspottet sie und nennt sie verrückt. Gut, beinahe alles, was im Ort die Runde macht ist absoluter Schwachsinn, aber die Geschichten über sie sind wirklich krass. Aber egal, wie oft ihr die Leute gemeine Sachen zurufen oder sie verspotten, sie hat für jeden ein Lächeln und freundliche Worte übrig. Sie sieht viel mehr, als man ihr zutrauen würde und allein die Art, wie sie mit Kennedy umgeht, hat mich so extrem berührt.

Also Achtung: dieses Buch kann man nicht lesen, ohne zu weinen. Also denkt an ausreichend Taschentücher!


Fazit: Mir hat dieses Buch so oft das Herz gebrochen. Diese beiden süßen, liebenswerten Kinder und was das Leben und andere aus ihnen gemacht haben. Zu sehen wie gebrochen und verletzt sie sind, das tut unglaublich weh. Man möchte sie beide am liebsten die ganze Zeit in den Arm nehmen. Kennedy und Jax leiden beide sehr und sie trauern. Menschen können grausam sein und beide kriegen das mehr als einmal zu spüren. Sie haben mich so sehr berührt, mir das Herz gebrochen und mich zum Weinen gebracht. Ich fand das Buch wirklich wunderschön aber emotional echt heftig. Man ist so nah bei beiden, dass es nicht ohne Spuren an einem vorbeigeht.

Eine Sache hätte ich mir ein kleines bisschen anders gewünscht, da dachte ich irgendwie die ganze Zeit „da kommt noch was!“, aber es kam nicht. Aber das hat mich jetzt auch nicht so gestört, dass ich Sterne abziehen würde – es ist jammern auf hohem Niveau.

Von mir ganz klar 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Für mich leider viel zu verwirrend

Aus schwarzem Wasser
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Maja ist tot. Sie stirbt bei einem Autounfall, zusammen mit ihrer Mutter. Sie nimmt alles genau wahr, sie weiß, dass sie sterben wird, ertrinken, aber sie kann es nicht verhindern. Dann plötzlich erwacht ...

Maja ist tot. Sie stirbt bei einem Autounfall, zusammen mit ihrer Mutter. Sie nimmt alles genau wahr, sie weiß, dass sie sterben wird, ertrinken, aber sie kann es nicht verhindern. Dann plötzlich erwacht sie in einem Leichensack in der Leichenhalle. Wie kann das sein? Sie ist unverletzt und flieht. Was ist mit ihr passiert?
Nicht lange später sterben tausende Menschen beim Schwimmen im Meer auf der anderen Seite der Welt. Maja hat davon geträumt. Irgendetwas ist hier los, aber Maja hat keine Ahnung wann. Und dann waren da auch noch die letzten Worte ihrer Mutter: „traue niemandem, sie stecken alle mit drin.“ Wer „alle“? Und worin?


Ich fand die Idee total interessant und wollte das Buch unbedingt lesen. Aber leider hat es mich nicht fesseln können. Ich empfand es immer wieder als anstrengend und zum Ende hin als viel zu kompliziert und verschachtelt. Ich habe nicht mehr durchgeblickt.

Was hinter all dem steckt ist total interessant und faszinierend, aber man muss erstmal bis dahin durchhalten – mir wäre es beinahe nicht gelungen.

Das Buch springt ständig zwischen verschiedenen Charakteren, Zeiten und Orten hin und her. Mal ist man gerade bei Maja, dann bei Daniel, ihrem Freund, zur selben Zeit, dann wieder bei Maja fünf Minuten früher, dann bei Daniel eine Stunde früher oder später oder es kommt wieder jemand ganz anderes. Man fühlt sich bald wie eine Flipperkugel und ich hatte es echt schwer den Überblick zu behalten und irgendwann, habe ich das nicht mehr geschafft und wurde abgehängt. Ich habe zwar den Anschluss wiedergefunden, aber dann kam das Ende und es wurde alles nur noch verwirrender.

Ich glaube das Ziel war einen temporeichen Thriller vorzulegen, eine Mischung aus Science-Fiction und Politthriller. Leider verliert man aber durch die ständigen willkürlichen Sprüche total den Überblick. Man kann keiner Aussage trauen, Charaktere sind mal tot, dann wieder lebendig, dann wieder tot und so weiter.

Bei einigen Charakteren wird nicht klar, warum sie zu Wort kommen. Ist ihre Aufgabe einzig und allein, den Leser zu verwirren?

Mit Maja habe ich mich auch schwergetan, sie war so distanziert. Ich hatte nicht das Gefühl wirklich einen Zugang zu ihren Emotionen zu bekommen.

Die Grundidee ist mega, aber sie geht für mich in zu vielen Sprüngen und Twists unter und das Ende lässt mich unbefriedigt und extrem verwirrt zurück.


Fazit: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, ich habe es mir zu Weihnachten gewünscht und aufgehoben und jetzt wollte ich es mir gönnen. Leider hatte es aber eher den gegenteiligen Effekt auf mich. Ich fand es anstrengend.
Die Grundidee finde ich wirklich richtig, richtig, richtig mega! Aber die ist für mich letztlich beinahe komplett untergegangen. Das Buch springt pausenlos zwischen verschiedenen Charakteren und Zeitebenen hin und her. Teilweise im Minutentakt, dann wieder Jahre in die Vergangenheit. Ich habe irgendwann den Überblick verloren und wurde abgehängt.
Die Protagonistin und ihre Geschichte und die Hintergründe finde ich interessant, aber ich habe es nicht geschafft einen Zugang zu Majas Emotionen zu finden. Sie war immer so distanziert.

Die Auflösung, was hinter all dem steckt fand ich wie gesagt mega, das Ende aber leider nicht. Das hat mich komplett verwirrt und lässt mich unbefriedigt zurück. Schade!

Von mir bekommt das Buch leider nur ganz knappe 2 Sterne. Die Idee ist mega aber es ist einfach viel zu kompliziert und verwirrend.

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