Profilbild von DawnWoodshill

DawnWoodshill

Lesejury Star
offline

DawnWoodshill ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DawnWoodshill über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2022

Süße Idee

Legend Academy, Band 1: Fluchbrecher
0

Nachdem ich bereits die „Black Forest High“ Reihe der Autorin Nina MacKay gelesen habe, konnte ich es gar nicht fassen als ihre neue Dilogie „Legend Academy“ angekündigt wurde. Ein Internat, ein Geheimnis, ...

Nachdem ich bereits die „Black Forest High“ Reihe der Autorin Nina MacKay gelesen habe, konnte ich es gar nicht fassen als ihre neue Dilogie „Legend Academy“ angekündigt wurde. Ein Internat, ein Geheimnis, großartiger Humor und viel Magie: Count me in!
Kaum hat der Postbote mir die Büchersendung in die Hand gedrückt, hatte ich das Paket schon aufgerissen und direkt mit dem Lesen angefangen.

Aber bevor ich mit dem Inhalt weitermache, möchte ich noch einige Worte zum Cover verlieren. Es ist kein Geheimnis, dass ich nicht wirklich ein Fan davon bin, wenn Figuren, Personen oder auch nur Silhouetten auf dem Buchcover sind. Allerdings hat das ja keinen Einfluss darauf, wie ich den Inhalt finde : )
Die Farbwahl hat bei mir natürlich total ins Schwarze getroffen und wenn ich nicht schon beim Titel gecatcht worden wäre, hätte ich spätestens bei dem Anblick des Schlosses reagiert und das Buch genauer betrachtet. Das Coole ist, dass ich nach dem Lesen des Buches noch mehr interessante Details auf dem Cover entdeckt habe, die mir erst nicht aufgefallen sind. Aber ich finde es schön, dass auch der See auf dem Cover zu finden ist, wo er doch schon eine relativ große Rolle spielt innerhalb der Handlung.

„Legend Academy – Fluchbrecher“ spielt wie der Name schon vermuten lässt auf einem Internat und ich lieeeeeebe (Urban) Fantasyromane deren Handlung innerhalb eines Internats stattfinden. Ich habe allerdings schon länger nichts in die Richtung gelesen und habe mich daher einfach riesig gefreut, endlich mal wieder so e was zu lesen. Die Idee rund um das Geheimnis und der Entstehung der Legend Academy hat mir ebenso gut gefallen, wie der Humor von Graylee und die liebevolle und detailreiche Ausarbeitung der einzelnen Charaktere. Ich glaube allerdings, dass ich dieses Buch vielleicht einfach ein bisschen zu sehr lieben wollte. Andererseits könnte es vielleicht auch daran liegen, dass ich einfach nicht zu der Young Adult Zielgruppe gehört habe. Eigentlich lasse ich mich nicht von der Zielgruppe beeinflussen und daher bin ich hier auch gar nicht mit dem Gedanken rangegangen, dass ich bei der „Legend Academy“ eben nicht dazugehöre. Mir war es teilweise von der Handlung her etwas zu sprunghaft und ich habe einige Aktionen auch vom Sinn her nicht nachvollziehen können. Allerdings muss ich hier einwerfen, dass es bei einer Dilogie auch immer mal sein kann, dass einiges im zweiten Band mehr Sinn macht und dann aufeglöst wird. Aber in diesem Fall kann ich ja nur vom ersten Band sprechen und dort wurde es mir etwas mühselig mitzukommen. Es kam mir etwas vor wie eine Mischung aus der „Night School“ und einer der älteren Kerstin Gier Bücher, was absolut nichts Schlechtes ist: Ich habe persönlich beides damals geliebt aber diese Mischung im Young Adult Bereich war vielleicht einfach nicht das Richtige für mich. Bestimmt liegt es auch an den hohen Erwartungen, aber ich habe teilweise einfach viel ungenutztes Potential gesehen, wo ich mir einfach mehr gewünscht habe. Die Grundidee ist unglaublich und sicherlich wird der zweite Band noch einige Klarheit schaffen aber leider konnten mich Graylee, die Kolibris und die anderen nicht so von sich überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem ist es ein süßer Young Adult Fantasyroman mit einem flüssigen Schreibstil, so dass ich es ihn innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2022

Geniale Fortsetzung

IZARA - Stille Wasser
0

Die Autorin Julia Dippel hat mich von der ersten Seite an wieder gefesselt und in ihren Bann gezogen. Häufig ist es ja so, dass man ein bisschen den Faden verliert oder aus der Geschichte einfach „raus“ ...

Die Autorin Julia Dippel hat mich von der ersten Seite an wieder gefesselt und in ihren Bann gezogen. Häufig ist es ja so, dass man ein bisschen den Faden verliert oder aus der Geschichte einfach „raus“ ist, wenn man eine etwas längere Pause zwischen den Bänden hat.
Doch das war hier überhaupt nicht der Fall. Ich bin direkt angekommen, wusste worum es geht und habe von der ersten Seite an mitgefiebert. Auch der Humor und die Schlagfertigkeit von Ari, die ich im ersten Band so geliebt habe, musste ich hier nicht missen.
Ich hatte mir tatsächlich nach dem Beenden des ersten Bandes einige Gedanken gemacht, ob die Autorin mich auch mit dem zweiten Band würde fesseln können und wie die Storyline wohl aussehen mag.
Doch obwohl mich schon der erste Band vom Hocker gerissen hat, hat mich der zweite Band fast noch mehr überrascht. Es gab so viele kleine Momente zwischen Lucian und Ari, so viele große Showdowns und Zittermomente und trotzdem hat mich der Cliffhanger des zweiten Bandes dann komplett fertiggemacht.
Immer wenn ich denke, mich kann nichts mehr überraschen kommt Julia Doppel mit der nächsten Lawine um die Ecke und überrollt mich komplett. Genau sowas liebe ich an Fantasybüchern und obwohl ich immer noch keine Ahnung habe, wie ich jetzt so lange auf den dritten Band warten soll, freue ich mich jetzt schon riesig darauf weiterzulesen.
Ari und Lucian gehören wohl zu einem meiner liebsten Pärchen und die Funken zwischen ihnen sind einfach nicht wegzudenken. Obwohl die beiden durch das Verbot, ihre Liebe nicht so ausleben konnten, haben die beiden mich vollends überzeugt.

Ich finde Rezensionen zu zweiten oder generell Folgebänden immer etwas schwierig, da ich ja nichts Spoilern möchte aber ich kann euch eins sagen: Julia Dippel hat hier eine unglaubliche, mitreißende und geniale Reihe geschaffen und ich werde hier sehnsüchtig auf den dritten Band warten, ein bisschen verzweifeln und mich wahrscheinlich noch mehr in Lucian und Ari verlieben.
Aber auch die anderen Charaktere sind nicht zu verachten: Ryan, Toby, Lizzy und Gid zeigen, dass Familie nicht immer blutsverwandt sein muss und Belial macht mich immer neugieriger auf seine eigene Geschichte von der Autorin!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2022

Fesselnde Biografie und bemerkenswert nah

Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein radikal ehrliches und inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von Mädchen, Frau etc.
0

Ich möchte zu Anfang einmal klarstellen, dass ich normalerweise eher selten zu Biografien greife. Das hat tatsächlich gar nichts mit dem Genre an sich zu tun oder einem Desinteresse... ich glaube es liegt ...

Ich möchte zu Anfang einmal klarstellen, dass ich normalerweise eher selten zu Biografien greife. Das hat tatsächlich gar nichts mit dem Genre an sich zu tun oder einem Desinteresse... ich glaube es liegt schlicht und einfach daran, dass ich aus Gewohnheit eben zu anderen Genres greife.
"Manifesto" wurde mir von einer Freundin empfohlen, mit den Worten "Lies es, jeder sollte es lesen" und ganz ehrlich?
Ich kann mir nur anschließen.
Ich finde, dass die Autorin hier einfach mit einer bemerkenswerten Einfachheit Thematiken darstellt und aufzeigt, die unglaublich wichtig sind und um die viel zu viele Leute ausblenden oder einfach aus dem Grund, dass sie selbst nicht betroffen sind, eben nicht als "Probleme" wahrnehmen.
Ganz besonders wichtig finde ich zu erwähnen, dass der Ton hier die Musik macht, denn obwohl die Autorin ja aus eigenen Erfahrungen spricht und von Situationen berichtet, die sie unter erschwerten Bedingungen erleben musste, nimmt die Biografie grundsätzlich keine anklagende Haltung ein.
Man wird auf die Dinge aufmerksam gemacht und ohne weiteres fängt man an darüber nachzudenken, sich in die Situationen hineinzuversetzen und zu rekapitulieren.
Ich glaube diese Biografie ist wirklich für jeden was und verleiht einem einfach etwas von Stärke, gibt einem gewisse Denkanstöße mit auf den Weg und öffnet einem die Augen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2022

Ein erneutes Highlight aus Aspen

Like Fire We Burn
0

"Like Fire We Burn" war zwar mein drittes Buch im Jahr 2022 aber definitiv mein erstes Highlight des Jahres!
Ich habe den ersten Band rund um Paisley und Knox wirklich sehr geliebt und daher aber auch ...

"Like Fire We Burn" war zwar mein drittes Buch im Jahr 2022 aber definitiv mein erstes Highlight des Jahres!
Ich habe den ersten Band rund um Paisley und Knox wirklich sehr geliebt und daher aber auch seit Oktober ganz gespannt auf die Geschichte von Aria und Wyatt gewartet.
Alles was ich bisher von den beiden gehört habe, hat mich einfach unglaublich neugierig gemacht und ich konnte es kaum erwarten mehr über die beiden zu erfahren.
Ich denke es erklärt sich von selbst, dass ich gar nicht anders konnte als direkt mit dem Lesen anzufangen als ich das Buch endlich in den Händen gehalten habe.
Vorweg möchte ich einmal erwähnen, dass dieses Buch für mich eine ganz persönliche Besonderheit bereithielt; denn Aria und Wyatt waren ein Paar und haben sich getrennt. Bisher habe ich immer nur Bücher gelesen, wo sich beide Protagonisten schon kannten und bereits befreundet waren oder sich eben erst kennengelernt haben. Aber das hier war wirklich komplett neu für mich und ich war wirklich sehr gespannt darauf, wie die Autorin das wohl umgesetzt hat.

Bevor ich mich jetzt zu sehr im Inhalt verliere, kommen hier noch ein paar Worte zum Cover. Denn während ich das Cover des ersten Bandes als "Winter Wunderland" bezeichnen konnte, passt sich das Cover ganz dem Titel an und hat die Farben von Feuer. Ich liebe diese schimmerigen Details auf dem Cover und muss sagen, dass das Cover mir irgendwie richtige Wohlfühlvibes gibt. Als würde man in ein schönes Lagerfeuer schauen.

So, jetzt aber zum Inhalt:
Wie bereits erwähnt waren Aria und Wyatt mal ein Paar. und zwar nicht nur irgendeines; sie waren DAS Paar von Aspen. In Band 2 kommt das Kleinstadt Feeling meiner Meinung nochmal stärker zum Vorschein, was allerdings daran liegen könnte, dass eben beide Protagonisten in der Stadt großgeworden sind und jeder die beiden kennt. Ich habe diese Kleinstadtszenen wirklich genossen und konnte mich so gut hineinversetzen, OBWOHL ich eigentlich die absolute Stadtpflanze bin, bei denen Anonymität normalerweise ja großgeschrieben wird.
In Aspen habe ich mich aber irgendwie "angekommen" gefühlt und dadurch, dass es bereits der zweite Band war, bin ich ein bisschen "Nach Hause gekommen".
Auf jeden Fall war es wirklich interessant Arias und Wyatt Geschichte zu erfahren sowie deren Vergangenheit aufzuarbeiten. Obwohl die beiden bereits länger getrennt waren, war da einfach von Anfang an ein spürbares Band zwischen ihnen.
Es ist unglaublich wieviele Emotionen man durch die beiden erlebt hat und gleichzeitig sind so viele Randdinge durch die Nebencharaktere passiert, die eben auch eine Rolle gespielt haben. Ich habe Arias Mutter einfach ins Herz geschlossen, mich gefreut, dass Harper einfach eine ganz andere Seite zu haben scheint. Wyatt und seine Schwester durchleben keine leichte Zeit, was nicht ihr Verhalten entschuldigen soll aber eben schlicht und einfach Ursache dafür ist.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zwischendurch auch einfach ein paar Momente hatte, die mir etwas "drüber" erschienen und auch wenn ich teilweise dann auch verstanden haben, warum das so passiert ist, wie es eben passiert ist... mochte ich das Verhalten nicht. Aber das kann auch einfach mit persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen zu tun haben, durch die ich besonders Aktionen wie Lügen oder sich für jemanden anderen Ausgeben nicht leiden kann.
Dennoch ist dieses Buch ein Highlight für mich.
Ich habe es regelrecht durchgesuchtet und wollte es einfach nicht aus der Hand legen - ich glaube allein das spricht für sich.

Mit einem wunderschönen Schreibstil, Humor und schmerzhafter Liebe hat sich die Autorin in mein Herz geschrieben und ich wollte Aspen gar nicht mehr verlassen.
Neben Themen wie Vertrauen, Freundschaft, Verantwortlichkeit und Leistungsdruck waren es die Charaktere, die ich einfach liebgewonnen habe.

Wahrscheinlich werde ich für immer an "Like Fire We Burn" denken, sobald ich das Lied "Little Do You Know" höre aber ich würde nichts lieber machen, als diese Erinnerung in mir zu tragen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2021

Spannende Gedankengänge

The Watchers - Wissen kann tödlich sein
0

Ich bin erst seit diesem Jahr auf den Geschmack von John Marrs Büchern gekommen aber bin sehr froh darum, endlich auf all die Empfehlungen gehört zu haben.

Nachdem ich dieses Jahr "The One" gelesen habe, ...

Ich bin erst seit diesem Jahr auf den Geschmack von John Marrs Büchern gekommen aber bin sehr froh darum, endlich auf all die Empfehlungen gehört zu haben.

Nachdem ich dieses Jahr "The One" gelesen habe, habe ich ganz gespannt auf "The Watchers - Wissen kann tödlich sein" gewartet.
Ich liebe die Mischung aus "Near Future" und Thrilleraspekten wirklich sehr. Ich finde es jedes Mal wieder faszinierend, wie der Autor auf diese Themen kommt. Irgendwie betreffen sie uns alle und regen einem zum Nachdenken an und auf der anderen Seite ist man noch in diesem "Das passiert doch niemals" Moment. Aber im Laufe der Handlung liefert John Marrs mir mehr und mehr Argumente und zeigt, wie realistisch die Gedankengänge doch sind.

"The Watchers" ist ähnlich aufgebaut, wie man es schon von John Marrs anderen Büchern kennt. Es gibt wieder kurze und knackige Kapitel und die einzelnen Sichtweisen sind wieder so viele, dass man am Anfang Sorge hat mitzukommen. Normalerweise finde ich ja schon zwei verschiedene Sichten teils langweilig aber obwohl das hier so viele sind, kommt keine Langeweile auf. Denn die Charaktere haben nur bedingt etwas miteinander zu tun und so bekommt man wirklich einfach nur andere Einblicke in die Thematik.
All die Gedankengänge rund um das Speichern von Daten, Technik und eben auch Synästhesie wurden detailliert beschrieben und ausgearbeitet. Gerade in unserem aktuellen Zeitalter sind diese Gedanken nicht nur richtig sondern auch wichtig.

Und ohne jetzt zu viel zum Inhalt zu sagen muss ich einfach sagen, dass ich die Bücher des Autors allein für die Ideen und den Realismus liebe. Mir persönlich hat "The Watchers" sogar noch mehr gefallen als "The One" und wenn man sich darauf einlässt, bekommt man es auch nicht mehr allzu schnell aus dem Kopf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere