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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2021

Jahreshighlight

Keeping Dreams
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„Ich hatte Fehler gemacht, aber ich hatte nicht versagt. Manche Träume erfüllten sich, manche nicht. Für manche Träume musste man kämpfen, und manche musste man loslassen.“

Anna Savas hat mir mein Herz ...

„Ich hatte Fehler gemacht, aber ich hatte nicht versagt. Manche Träume erfüllten sich, manche nicht. Für manche Träume musste man kämpfen, und manche musste man loslassen.“

Anna Savas hat mir mein Herz gebrochen, wieder zusammengesetzt und dann mit viel Liebe, Hoffnung und neuen sowie alten Träumen gefüllt.

Den ganzen August lang, ach was rede ich… eigentlich seit dem Beenden von „Keeping Secrets“ fiebere ich dem zweiten Band der Reihe entgegen und dann war es endlich soweit!
Ich habe den ersten Band schon so in mein Herz geschlossen und da man dort auch schon einen Teil der folgenden Protagonisten kennenlernen konnte, war meine Vorfreude dementsprechend giiiiigantisch.
Das Cover ist ein Traum! Mehr kann ich dazu fast schon nicht sagen. Ich habe schon die Farben vom ersten Band geliebt, aber ich finde der zweite toppt es nochmal richtig. Ich konnte mich gar nicht daran sattsehen und habe mich wirklich nur losreißen können, wenn ich gelesen habe :)
Denn der Inhalt konnte das Cover dann doch um Längen übertrumpfen hehe. Vom ersten Moment an hat es sich wie „Nachhausekommen“ angefühlt. Ich hatte das Gefühl als würde ich eines meiner alten und liebsten Bücher lesen, obwohl ich doch davor erst ein Buch der Autorin gelesen habe und zusätzlich „Keeping Dreams“ natürlich zum ersten Mal gelesen habe. Trotzdem war mein Herz einfach die ganze Zeit einfach voller Liebe für dieses Buch. Also falls es noch nicht ganz rübergekommen ist: Ich liebe den Schreibstil von Anna Savas.
Ich bin förmlich durch die Handlung geflogen und musste mich selbst ein bisschen bremsen, damit ich es nicht in einem Rutsch beende. Ich war nämlich in einem ernsten Zwiespalt: auf der einen Seite wollte ich unbedingt erfahren wie es weitergeht und auf der anderen Seite, wollte ich eben nicht, dass es endet. Aber wem will ich etwas vormachen, nachdem ich tagsüber wirklich stark geblieben bin, konnte ich in einer Nacht nicht mehr aufhören zu lesen und ich saß irgendwann senkrecht im Bett und konnte vor lauter Tränen in den Augen kaum weiterlesen. Julian und Lily sind einfach unglaublich. Beide allein sind schon unfassbar starke Charaktere aber zusammen? Einfach nur perfekt. Ich habe es geliebt die beiden auf ihrem Weg zu begleiten, wie sie sich gegenseitig unterstützt haben aber es eben doch alleine meistern mussten. Jeder für sich. Sie haben ihren Weg gefunden, ihre Stärken anerkannt und angefangen an sich selbst zu glauben. Ich glaube, ich habe selten wirklich beide Charaktere so unglaublich gut nachvollziehen können und zudem gab es wirklich einige Stellen im Buch, bei denen ich mir Sticky Notes gewünscht hätte. (Das Schöne ist; jetzt habe ich einen hochoffiziellen Grund es ganz bald nochmal zu lesen). Julian aber vor allem Lily haben mich daran erinnert wofür Träume eigentlich gut sind und dass man sich viel zu leicht in ihnen verrennen, festbeißen und somit verlieren kann. Nach dem Lesen war ich wirklich voller Tatendrang und es hat mich in den Fingern gejuckt, wieder das zu Tun was ich Liebe – nicht aus einem Pflichtgefühl heraus oder für jemand anderen, sondern nur für mich und weil ich es so will.
Zum Schluss möchte ich nur noch erwähnen, dass ich wirklich noch nie so eingenommen war von Nebencharakteren in einem Roman, wie hier. Schon in Band 1 habe ich Ella und Jamie für mich entdeckt und sie eigentlich ab dem ersten Lesen schon in mein Herz geschlossen. Im zweiten Band allerdings haben ihre Taten und Geschehnisse mich umgehauen. Obwohl ja Julian und Lily die Hauptprotagonisten sind, habe ich mich persönlich einfach nicht von den beiden losreißen können. Es ist für mich eigentlich schon ungewöhnlich überhaupt wegen Handlungen in Romanen wirklich zu weinen aber hier haben mir nicht nur Julian und Lily das Herz gebrochen. Nein ich habe mir in „Keeping Dreams“ auch von Jamie das Herz brechen lassen. Und das finde ich wirklich überaus bemerkenswert.
Ihr könnte euch also vorstellen, wie groß meine Vorfreude auf „Keeping Hope“ ist? Viel zu groß!!! Ich kann es kaum erwarten im Dezember endlich dieses Buch zu lesen, welches ich jetzt schon über alles liebe aber bis dahin werde ich auf jeden Fall einfach „Keeping Dreams“ rereaden und mir weitere Mal das Herz brechen lassen. Einfach weil ich weiß, dass es bei Anna Savas in guten Händen ist!

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Veröffentlicht am 04.10.2021

Ich habe nur eine Frage: Wo ist mein perfekt Englisch und Norwegisch sprechender halb kroatischer Ire?

Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss
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Ich habe bisher schon zwei New Adult Bücher von der Autorin Kim Nina Ocker gelesen und die wirklich sehr geliebt. Daher habe ich mich riesig gefreut, als ich von der neuen Dilogie von ihr gehört habe! ...

Ich habe bisher schon zwei New Adult Bücher von der Autorin Kim Nina Ocker gelesen und die wirklich sehr geliebt. Daher habe ich mich riesig gefreut, als ich von der neuen Dilogie von ihr gehört habe! Und dann auch noch direkt Fantasy - ich liebe Fantasy und zusammen mit dem tollen Schreibstil von der Autorin, konnte es einfach nur genial werden.
Die Idee der Handlung hat mich schon vom Klappentext her angesprochen aber der Prolog hat meine Neugierde noch weiter verstärkt. Eine solche Story habe ich bisher noch nicht gelesen und dabei würde ich mal behaupten, dass ich bislang schon wirklich viele verschiedene Fantasybücher gelesen habe. Aber bevor ich weiter vom fantastischen Inhalt schwärme, möchte ich einige Worte zum Cover verlieren.

Ganz kurz und knapp: Ich liebe es!! Die Farben sehen wunderschön aus und harmonieren so schön zusammen. Es ist unfassbar toll! Und die Art, wie die Jahreszeiten in dem Kleid des Mädchens aufgegriffen werden, weckt in mir das Bedürfnis das Buch sofort auszuschlagen und zu lesen.

Der Schreibstil ist wie ich es auch schon von der Autorin gewohnt bin, mitreißend, einladend und authentisch. Ich konnte Blooms Gedanken direkt nachvollziehen und sie war mir einfach direkt sympathisch. Der Prolog hat ja einiges verraten aber gefühlt noch so viele Fragen offen gelassen... Da muss ich einfach weiterlesen und durch Bloom mehr über diese Welt erfahren. Vom Einstieg her, hat es mich direkt ein bisschen an "Rubinrot" erinnert. Sowohl, dass Bloom so wie Gwen auftritt, als auch der Fakt, dass die Familie besondere Kräfte hat und da so ein riesiger Wirbel drum gemacht wird. Ich habe einen lockeren und lustigen Einstieg kommen sehen und wurde direkt am Anfang schon aus meinen Träumereien gerissen…
Am Anfang des Buches ging es ziemlich heiß und wirr umher, allerdings hat man so auch direkt ein Gefühl dafür entwickelt, wie sich das alles für Bloom angefühlt haben muss. Ich habe ständig neue Theorien entwickelt, andere über den Haufen geworfen und als ich mir dann wirklich sicher war: Kam die nächste Überraschung auf mich zu und die Karten haben sich direkt wieder neu gemischt. Zwischenzeitlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob es nicht vielleicht etwas zu langgezogen wird oder ob Bloom mir wirklich noch sympathisch ist, da mir einige Handlungen dann doch nicht ganz schlüssig waren aber hey: Sie muss mir nicht zu 110% zusagen, damit ich das Buch mag. Zwischendurch war Bloom mir wirklich etwas sprunghaft, aber hat es der Geschichte geschadet? Ein ganz klares Nein!
Irgendwann hat mich das Buch einfach komplett in seinen Bann gezogen und ich war wie in einem Sog. Ich konnte und wollte nicht mehr aufhören zu lesen und wollte einfach nur noch erfahren, wie es weitergeht. Besonders die Funken zwischen Bloom und einem ganz besonderen Iren waren einfach zum Niederknien. Die beiden hatten einfach den perfekten Vibe und ich habe einfach alles geliebt. Die Schlagabtäusche, die Witze, die Eigenständigkeit, das Training und noch so viel mehr…
Das Ende habe ich wie so vieles einfach nicht kommen sehen und dadurch habe ich mich nach dem Beenden des Romans einfach nur noch verraten, belogen und betrogen gefühlt. Dieses Ende… puh, also die Autorin hat es wirklich drauf fiese Cliffhanger zu schreiben und ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten nächstes Jahr endlich den zweiten Band zu lesen! Er wird auf jeden Fall sehnlichst von mir erwartet!

„The Lie in your Kiss“ ist ein genialer, fesselnder und überraschender Auftakt. Es hat genau die richtige Kombination aus Witz, Charme und Raffinesse.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Nicht Überragend

Wildflower Summer – In diesem Moment
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„Wildflower Summer – In diesem Moment“ ist der zweite Band der „Wildflower Summer“ Dilogie der Autorin Kelly Moran. Mir wurde immer von der „Redwood“ Reihe vorgeschwärmt und irgendwann hat es sich mal ...

„Wildflower Summer – In diesem Moment“ ist der zweite Band der „Wildflower Summer“ Dilogie der Autorin Kelly Moran. Mir wurde immer von der „Redwood“ Reihe vorgeschwärmt und irgendwann hat es sich mal ergeben, dass ich den ersten Band der „Wildflower Summer“ Dilogie lesen und mir so ein Bild von dem Schreibstil der Autorin machen konnte. Ich habe sowohl vom ersten als auch vom zweiten Band im Voraus einiges an schlechten Meinungen mitbekommen und wollte mir dennoch selbst ein Bild davon machen. Nachdem ich den ersten Band dann gar nicht als so schlecht empfunden habe, wie es mir prophezeit wurde wollte ich gerne auch noch den zweiten Band lesen. Besonders weil mir Amy, die Hauptprotagonistin aus dem zweiten Band schon beim Lesen des ersten Bandes recht interessant vorkam. Daher wollte ich mir auch vom zweiten Band gerne selbst ein Bild machen und ich kann jetzt schon sagen, dass es sich hier ähnlich wie beim ersten Band verhält: Es war kein unglaubliches Highlight aber als kompletten Flop würde ich es auch nicht bezeichnen.
Aber kommen wir erst einmal zum Cover: Wie schon bei dem des ersten Bandes bin ich nicht unbedingt ein Fan davon. Irgendwie spricht es mich nicht an und wahrscheinlich hätte ich in einem Buchladen nicht von selbst danach gegriffen, weil es einfach etwas unscheinbar erscheint. Trotzdem ist es ja eigentlich recht süß und schlicht gehalten und spiegelt trotzdem das Ranch Thema wider. Außerdem passen der erste und zweite Band schön zusammen und letzten Endes geht es ja um den Inhalt und nicht um das Äußere.
Generell war der Schreibstil sehr locker und lädt zum Wohlfühlen ein. Allerdings war es das dann auch schon für mich. Es lädt ein – aber holt einen nicht wirklich ab. Das Thema an sich hatte durchaus Potential aber wurde meiner Meinung nach nicht vollends ausgeschöpft. Zudem ist es eigentlich ein recht sensibles Thema, welches nicht einfach mit Sex zu lösen ist aber durchaus wurde. Man hatte gar keine Chance irgendwie die Gefühle der Charaktere nachvollziehen und das obwohl wir eigentlich beide Sichten gleichermaßen erfahren haben. Die Oberflächlichkeit war zwischenzeitlich einfach etwas zu viel und zu prägnant und für meinen Geschmack haben einfach die Gefühle und sonstigen Emotionen gefehlt, so dass man gar keine Chance hatte sich auf die Handlung und deren Charaktere einzulassen. Ich finde das wirklich schade da ich glaube, dass Amy und Nakos durchaus besondere Persönlichkeiten besitzen könnten und dennoch ging es immer nur um das Eine. Es wird von Liebe gesprochen aber bis auf das Körperliche ist davon nichts zu spüren.
Schön fand ich jedoch, dass man in dem Band erfahren hat wie es Olivia und Nate aus dem ersten Band weiter ergeht und besonders Nate ist mir im zweiten Band nochmal überaus wichtig geworden, obwohl ich im ersten Band nicht unbedingt ein Fan von ihm war.
Alles in allem, konnte mich die Dilogie nicht wirklich überzeugen. Es war ganz nett zu lesen und allein der Vollständigkeit halber finde ich gut, dass ich den zweiten Band gelesen habe. Allerdings würde ich die beiden Bücher nicht unbedingt empfehlen, vielleicht für jemanden der nur eine kurzweilige Geschichte für Zwischendurch sucht. Trotzdem werde ich den „Redwood“ Büchern der Autorin noch eine Chance geben, da ich dort ja viel Positives von vernommen habe.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Süß, locker und witzig

A History of Us − Vom ersten Moment an
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Nachdem der Kyss Verlag „A History of Us- Vom ersten Moment an“ von Jen DeLuca als eine Mischung aus Girlmore Girls und Mittelalter beschrieben hat, musste ich es einfach lesen. Naja zugegebenermaßen hatte ...

Nachdem der Kyss Verlag „A History of Us- Vom ersten Moment an“ von Jen DeLuca als eine Mischung aus Girlmore Girls und Mittelalter beschrieben hat, musste ich es einfach lesen. Naja zugegebenermaßen hatte der Verlag mich schon bei den Worten „Gilmore Girls“ in der Tasche. Aber auch der Mittelalteraspekt hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich habe nämlich schon viele Bücher mit einem Zeitreise-Thema gelesen aber habe bisher noch keines mit dem Thema des Mittelalterfests gelesen. Daher war ich sehr gespannt darauf, wie die Autorin das hier wohl umgesetzt hat. Tatsächlich habe ich bisher auch noch kein Buch von ihr gelesen und hatte daher wirklich keinerlei Erwartungen an das Buch. Soweit ich weiß handelt es sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie, die aber mehr oder weniger komplett rund um das Thema des Mittelalterfestivals aufgebaut ist.
Das Cover finde ich super schön und schlicht gehalten. Auch wenn die Farben nicht unbedingt meinen persönlichen Geschmack treffen, heben sie sich leicht von den anderen Covern ab und besonders der Line- Art Faktor ist eine süße Idee.
Der Schreibstil war wirklich herrlich locker und luftig. Anders kann man es gar nicht beschreiben. Ich habe abends angefangen zu lesen und habe es direkt in einem Rutsch beendet, da ich mir nichts dir nichts am Ende angelangt war. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und ich habe mich pudelwohl gefühlt. Auch der Humor war einfach spitze und hat mich direkt abgeholt. Natürlich gab es hier (wie wahrscheinlich bei jedem New Adult Roman) unnötige Probleme, die man hätte vermeiden können aber dann hätte es wahrscheinlich erst gar keine Geschichte gegeben. Daher hat mich das hier gar nicht weiter gestört. Ich mochte Emily von Anfang an sehr gerne während ich mit Simon erst einmal warm werden musste. Besonders die Szenen auf dem Mittelalterfestival haben es mir sehr angetan, da sie wirklich ein paar Funken versprüht haben. Außerdem hat die Autorin alles so beschrieben, dass ich es mir direkt bildlich vorstellen konnte obwohl ich noch nie etwas damit zu tun hatte. Zugegebenermaßen hat der Roman jetzt nicht die großen Gefühle bei mir ausgelöst, allerdings war es eine wirklich lustige und schöne Geschichte für zwischendurch. Ich freue mich schon sehr darauf, den zweiten und dritten Band zu lesen.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Super Schön

Forever Mine - San Teresa University
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„Forever Mine“ ist der zweite Band einer New Adult Trilogie von der Autorin Kara Atkin. Normalerweise lese ich solche Bücher immer der Reihenfolge nach, auch wenn man sie eigentlich unabhängig voneinander ...

„Forever Mine“ ist der zweite Band einer New Adult Trilogie von der Autorin Kara Atkin. Normalerweise lese ich solche Bücher immer der Reihenfolge nach, auch wenn man sie eigentlich unabhängig voneinander lesen kann. Irgendwie lernt man ja doch von Anfang an viel mehr über die Protagonisten, da sie vielleicht zuerst nur Nebencharaktere sind aber in den Folgebänden dann zu den Hauptprotagonisten werden. Hier habe ich das allerdings nicht so gemacht und kann es ehrlicherweise nicht wirklich begründen. Der erste Band hat mich letztes Jahr schon so angesprochen, da ich College-Romanzen einfach über alles Liebe. Irgendwie ist es dann aber nie dazu gekommen, dass ich den ersten Band „Forever Free“ gelesen habe und als ich dann im Buchladen stand, hat mir der Klappentext von Band 2 einfach mehr zugesagt und ich habe kurzfristig entschieden einfach damit zu starten. Daher kann ich aus erster Hand sagen, dass es durchaus möglich ist das Buch so zu genießen (also ohne den ersten Band gelesen zu haben) aber ich wünsche mir im Nachhinein, dass ich den ersten Band vorher gelesen hätte.
An einigen Stellen hätte ich mir doch etwas Hintergrundinformationen gewünscht, um die Charaktere und/oder deren Lage besser einzuschätzen. Trotz allem war es mir möglich das Buch zu lesen und auch zu genießen.
Das Cover finde ich tatsächlich hübsch aber auch irreführend. Es hat etwas von Bonbonpapier mit Zuckerwatte vermischt und meiner Meinung nach lässt das süße Cover einen auch nicht glauben, dass es ein so komplexes und tiefes Thema beinhaltet. Also nein: auch wenn es von außen so aussieht, ist dieses Buch alles aber eben kein Klischee beladenes New Adult Buch. Allerdings ist man sowas ja doch schon gewohnt, vor allem in dem New Adult Bereich, daher stellt es jetzt auch kein allzu großes Problem dar. Und mir persönlich gefallen die Farben auch sehr gut.
Der Schreibstil war wirklich schön und flüssig zu lesen. Es hat trotz der schweren Thematik Spaß gemacht es zu lesen. Damit meine ich einfach nur, dass der Roman jetzt nicht unbedingt super viele Lacher hervorruft, sondern tatsächlich eher zum Nachdenken anregt. Kate scheint die absolute Vorzeigestudentin zu sein und will sich nie etwas anmerken lassen. Ich glaube das Gefühl kennt jeder oder zumindestens habe ich mich sehr verstanden gefühlt-. Nur mit dem Unterschied, dass mir nicht täglich tausend bis zu Millionen Menschen dabei zugucken und mich irgendwie auf Schritt und Tritt verfolgen. Ich glaube wir kennen alle die Abgründe von Social Media, diese schmerzvolle Grenze und die Art sich dauerhaft zu Vergleichen und beweisen zu wollen. Auf Social Media präsentiert sich jeder möglichst perfekt und das große Vergleichen geht los. Mir war durchaus klar, dass diese Leute unter permanent Druck stehen aber irgendwie hat mir Kate unfassbar leidgetan. Es geht ja nicht nur darum was man von sich selbst postet, sondern auch wie man sich dann in der Realität gibt. Teilweise hängen von deinem bloßen Aussehen Werbeverträge ab – von dem Verhalten mal ganz zu schweigen.
Kate hatte ein One-Night-Stand mit dem berüchtigtsten Frauenschwarm des Campus. Aber wahrscheinlich wäre es komplett egal gewesen, mit wem sie das One-Night-Stand gehabt hätte. Ein Foto hat gereicht ihren Ruf komplett zu zerstören und das zeigt uns einfach wie unfassbar krass die Werte der Menschen von solchen Banalitäten abhängen. Es gibt Leute die haben jede Nacht ein neues One-Night-Stand und keiner macht sich darüber ein Urteil aber nur, weil jemand in der Öffentlichkeit steht hat mich nicht automisch irgendein Recht über das Leben dieser Person zu bestimmen oder dort direkt ein Urteil zu bilden. Wenn jedes One-Night-Stand des Campus mit einem Bild in der Unizeitung gelandet wäre, dann wäre die Zeitung wahrscheinlich schon längst ein monatliches Bilderbuch.
Sowohl Kate und Alec haben mir vom Charakter her überaus gut gefallen. In ihnen beiden steckt so viel mehr als sie zugeben wollen und gleichzeitig verbiegen sie sich für andere und brechen unter Last des Drucks von außen beinahe zusammen. Ich finde die beiden haben sich vielleicht nicht gesucht aber durchaus gefunden und ergänzen sich hervorragend. Außerdem haben sie beide unfassbar tolle Freunde, auf die man sich wahrlich verlassen kann. Zwischendurch hat es mich aber schon etwas gestört, wie sich alle anderen in deren beiden Angelegenheiten eingemischt haben und die beiden es jeweils auch immer zugelassen haben anstatt für sich selbst und füreinander zu kämpfen. Außerdem hätte ich gerne ein bisschen mehr zu Kates Hintergrund sowie Schwester erfahren, da sie irgendwie doch ein etwas größere Rollen gespielt hat aber dann nicht so richtig zur Sprache gekommen ist. Vielleicht hätte ich das alles ja im ersten Band erfahren, aber das kann ich jetzt nun einmal nicht sagen.

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