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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Sehr humorvoll, Ereignis auf Ereignis

Mörderisches Therapieren: Krimikomödie aus Bayern
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Eine Krimikomödie trifft es hier bei „Mörderisches Therapieren“ wirklich sehr gut. Da hat der Dorfpolizist Xaver mehrere Morde aufzuklären, so nebenbei werden auch noch Anschläge auf sein Leben begangen ...

Eine Krimikomödie trifft es hier bei „Mörderisches Therapieren“ wirklich sehr gut. Da hat der Dorfpolizist Xaver mehrere Morde aufzuklären, so nebenbei werden auch noch Anschläge auf sein Leben begangen und zum drüberstreuen kreuzt eine schöne Dame seine Gefühlswelt. Dass dabei einiges an Humor und Skurrilität zu finden ist, verwundert nicht. So haben wir hier beides wundervoll abgedeckt – Humor und Krimi.
Einem Ereignis folgt sogleich das nächste. Xaver hat ständig irgendetwas zu tun. Teileweise fallen mir zu der Geschichte wirklich nur Worte wie skurril, komisch, exotisch verworren, bis bizarr und irr ein. Aber immer auf der witzigen Seite.
Die Figuren an sich sind für mich nicht ganz so greifbar, wie ich es mir wünschen würde, aber in ihren Handlungen meistens authentisch. Manchesmal hatte ich zwar das Gefühl, es habe sich ein Logikfehler eingeschlichen, doch bei einer Komödie ist der Hauptfokus eher auf der unterhaltsamen Seite und nicht auf der streng nachvollziehbaren.
Grundsätzlich fand ich das Buch von Roland Zingerle gut zu lesen und empfehle es all jenen Lesern weiter, die einen Krimi nicht ganz so ernst nehmen wollen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Informativ, verständlich geschrieben, regt zum Überlegen an

Gamechanger Abnehmspritze
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Da ich nur unzureichend über die Abnehmspritze Bescheid wusste und hier auch nicht sicher war, was ich glauben soll, habe ich das Buch „Gamechanger Abnehmspritze“ gelesen.
Die beiden Autoren DDr. Gerald ...

Da ich nur unzureichend über die Abnehmspritze Bescheid wusste und hier auch nicht sicher war, was ich glauben soll, habe ich das Buch „Gamechanger Abnehmspritze“ gelesen.
Die beiden Autoren DDr. Gerald Jahl und Herbert Hirschler wechseln sich immer wieder ab. Während Herr DDr. Jahl für das medizinische Wissen, die Aufklärung und Information zuständig ist, erzählt Herr Hirschler von seinen Erlebnissen mit der Spritze. Diese kurzen Sequenzen lockern den sachlichen Teil sehr auf. Ich hatte dadurch weniger das Gefühl ein reines Sachbuch zu lesen.
Bei DDr. Jahl merkt man seine Erfahrung im Umgang mit der Abnehmspritze. Er transportiert die Informationen leicht verständlich, auch für einen medizinischen Laien, weist immer wieder auf die Vorteile des Abnehmens mit der Spritze hin, aber ohne Risiken, Gefahren oder Kosten zu vernachlässigen. Ein großen Anliegen ist ihm auch die Begleitung des Patienten währen des ganzen Prozesses. Dies nicht nur zwischen Tür und Angel, sondern intensiv mit wiederkehrenden Blutkontrollen und ausführlichen Gesprächen.
Nach dem Lesen fühle ich mich aufgeklärt, trotzdem müssen sich meine Gedanken noch weiter mit der Thematik beschäftigen.
Ich finde das Buch wichtig, nicht nur für Menschen, die sich mit dem Gedanken an die Anwendung der Abnehmspritze befassen, sondern auch allgemein als Aufklärung für jeden interessierten Leser.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Humorvoller, leichter Roman

Das letzte Kind hat Fell
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Hier ist die Hauptfigur eindeutig der Hund Fellina. Mit ihrer Art bringt sie Schwung in die Familie und nicht wenige Situationen zum Schmunzeln. Manches ist vorhersehbarer als anderes, manches auch etwas ...

Hier ist die Hauptfigur eindeutig der Hund Fellina. Mit ihrer Art bringt sie Schwung in die Familie und nicht wenige Situationen zum Schmunzeln. Manches ist vorhersehbarer als anderes, manches auch etwas rosarot, das finde ich bei einem leichten Roman für Zwischendurch völlig in Ordnung. Und „Das letzte Kind hat Fell“ ist für mich so ein Buch. Damit kann man sich schnell aus dem Alltag stehlen, ist sofort in der Geschichte, muss aber jetzt nicht wirklich über tiefgründige Probleme nachdenken.
Es ist mein erstes Buch von der Autorin Tessa Hennig und ich habe es gerne gelesen. Ihr Schreibstil ist flüssig, zwar immer wieder einmal unterbrochen von portugiesischen Worten. Auch wenn ich die Sprache nicht beherrsche, war mir das kein Hindernis.
Im letzten Drittel kommt es dann noch zu einer Begebenheit, die ich so nicht erwartet habe, die aber wiederum für Witz und Verwirrung sorgt.
Grundsätzlich ein Buch, das man gerne für eine kleine Auszeit vom Alltag nutzen wird.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Wohlfühlroman historisch angehaucht

Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt
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Für mich ist es nicht nur das erste Buch der Reihe „Hedley Mill“, sondern auch das erste Buch der Autorin Sophie Oliver. Mir hat die Geschichte, die im Jahre 1954 angesiedelt ist, insofern gut gefallen, ...

Für mich ist es nicht nur das erste Buch der Reihe „Hedley Mill“, sondern auch das erste Buch der Autorin Sophie Oliver. Mir hat die Geschichte, die im Jahre 1954 angesiedelt ist, insofern gut gefallen, da ich direkt ins Geschehen eingetaucht bin. Die Hauptfigur Laura ist eine sympathische, selbstbewusste, junge Frau, die sich einigen Widerständen ausgesetzt sieht. Aber überall gibt es Lösungen. Manchmal relativ schnell. Ihr Weg die Weberei der Familie wieder zu eröffnen und die aufkeimende Liebe zu Fred bilden die zentralen Fäden, um die sich andere, kleinere spinnen. So erfährt der Leser nicht nur Lauras Geschichte, sondern erhält auch ein paar Einblicke ins Leben anderer Dorfbewohner.
Die eine oder andere Handlung konnte ich nicht ganz mit der damaligen Zeit in Einklang bringen, aber dafür hat der Roman für mich mit einer aussagekräftigen Landschafts- und Wetterbeschreibung wiederum gepunktet.
Ich habe „Wohin der Weg dich führt“ gerne und fast ohne Unterbrechung gelesen, kann sagen, dass der Reihenauftakt ein guter Wohlfühlroman mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger am Ende ist. Doch das schwächt den Roman nicht, sondern schürt nur die Neugierde auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ruhig, unaufgeregt erzählt

Insel am Rand der Welt
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Ich bin in die Geschichte mit der Erwartung gegangen, dass das Leben auf der Insel sehr ruhig verlaufen wird. Daher habe ich mir auch den Erzählstil so vorgestellt. Und das war er auch, ruhig, unaufgeregt, ...

Ich bin in die Geschichte mit der Erwartung gegangen, dass das Leben auf der Insel sehr ruhig verlaufen wird. Daher habe ich mir auch den Erzählstil so vorgestellt. Und das war er auch, ruhig, unaufgeregt, gleichförmig. Anfangs fand ich das noch völlig in Ordnung, doch mit den Seiten haben mir immer mehr die Emotionen, die Bewegungen gefehlt. Ich kam mir vor als würde ich in einem Tümpel aus Worten treiben.
Anna hat einen Großteil ihres Lebens dem Schutz der Eiderenten gewidmet. Natürlich sind da Emotionen vorhanden, doch die kamen mir eindeutig zu wenig rüber. Es gab hin und wieder Ausschläge, wenn ein Räuber zu sehen war, oder die Arbeit soweit getan und sie auf der Terrasse ihren Kaffee genossen und die Landschaft beobachtet haben. Auch die zähe Ankunft der Enten auf der Insel war einigermaßen gut beschrieben. Doch darüberhinaus habe ich einfach gelesen und war mir der Gefühle der Figuren nicht wirklich bewusst.
Zugutehalten möchte ich James Rebanks seine Landschaftsbeschreibungen. Wie er das Meer und Wetter beschreibt, ist durchaus vorstellbar. Auch hat mir gefallen, dass ich über die mir unbekannte Arbeit der Entenfrauen etwas lernen durfte. Doch nach dem Lesen des Buches hätte ich keine Lust die „Insel am Rand der Welt“ selbst zu besuchen. So richtig gepackt hat es mich leider nicht.

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