Profilbild von EineMami

EineMami

Lesejury Star
offline

EineMami ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit EineMami über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2025

Wild, romantisch, düsterhell ❤️

Mit dir zwischen den Sternen
0

Haven lebt zurückgezogen mit ihrem Vater in Los Angeles. Als Außenseiterin und gehänselte Schülerin, zieht sie es vor, sich zuhause einzuigeln. Ein Zustand, den ihre abwesende Mutter nicht hinnehmen möchte ...

Haven lebt zurückgezogen mit ihrem Vater in Los Angeles. Als Außenseiterin und gehänselte Schülerin, zieht sie es vor, sich zuhause einzuigeln. Ein Zustand, den ihre abwesende Mutter nicht hinnehmen möchte und sie zu einem Aufenthalt in Alaska zwingt, dem Geburtsort von Havens Vater. Dort soll sie lernen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.
Von heftigen Ängsten geplagt, hilft Haven in einem Diner aus. Gerät aber schon am ersten Tag an das schwarze Schaf des Ortes: den attraktiven Hayes. Auch er scheint in ihr nur das Opfer zu sehen. Oder ist er selbst vom Schicksal gebeutelt? Wie Magnete werden die beiden voneinander angezogen, doch die Vergangenheit ist düster und droht sowohl Hayes als auch Haven einzuholen. In der rohen Wildnis des gefährlichen Alaskas müssen Haven und Hayes ihrem Schatten entgegentreten.

Die junge Haven wird anfangs von starken Ängsten dominiert und macht im Laufe der Geschichte eine unglaublich schöne Entwicklung durch. Sie und Hayes sind eine powervolle Kombination. In den düsteren Bad Boy mit der fürsorglichen, verletzlichen Seite muss man sich einfach verlieben.

Wie schon ihre Bücher davor, hat mich auch das neue Sprach-Kunstwerk von Mila „Meisterin der Gefühle“ Olsen mit seiner mitreißenden Wortgewalt von Seite eins gefangen genommen. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, die düstere Aura ihrer Geschichten, die immer auch von Licht und Liebe durchdrungen wird. Eine Achterbahn der Gefühle ist jedem ihrer Romane zu eigen und auch „Mit dir zwischen den Sternen“ hat mich wieder bestens unterhalten. Einziger Negativpunkt des Buches: Es hat ein Ende.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Große Gefühle und erschüttertes Vertrauen

Teach me how to fly
0

Ivy hat alles, was sich eine Jugendliche nur wünschen kann: Reiche Eltern, die sie lieben, einen Haufen Freundinnen, Parties, Unbeschwertheit und natürlich den perfekten Freund. Bis sie von einem Tag zum ...

Ivy hat alles, was sich eine Jugendliche nur wünschen kann: Reiche Eltern, die sie lieben, einen Haufen Freundinnen, Parties, Unbeschwertheit und natürlich den perfekten Freund. Bis sie von einem Tag zum anderen von schweren Panikattacken heimgesucht wird. Ihre Welt schrumpft auf die Größe eines Stecknadelkopfes zusammen, denn das elterliche Anwesen zu verlassen, scheint plötzlich unmöglich. Schon bald ist Ivy ganz allein und hadert mit ihrem Schicksal. Da erinnert sie sich an ihren Brieffreund aus der Kindheit: Jake. Sie schreibt ihm einen folgenschweren Brief. Jake seinerseits hat das Leben auf andere Weise übel mitgespielt und plötzlich scheint Ivy die einzige Rettung aus der Misere. Doch dazu muss er sie benutzen und hintergehen …

Clara Blais‘ „Teach me how to fly“ hat mich nicht nur mitgerissen, sondern auch tief berührt. Ihr authentischer, packender Schreibstil trug mich durch die Geschichte, ebenso wie die liebevoll ausgestalten Figuren. In Jake muss man sich einfach verlieben und in Ivy konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Die wachsende Zuneigung und Charakterentwicklung der beiden hat den Roman absolut lesenswert gemacht.

Die Handlung ist spannend, emotional und überrascht mit tollen Wendungen. Ich konnte das Buch kaum weglegen und habe mit Herzklopfen darauf gehofft, dass es für Ivy und Jake ein Happy End geben wird. Für mich eine rundum gelungene Geschichte, die mich wunderbar unterhalten hat. Bitte mehr davon, liebe Frau Blais!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Zweite Chance für die große Liebe?

Forever's Gonna Start Tonight
0

Schon lange hegen Nelly und Zack Gefühle füreinander. Jung und privilegiert aufgewachsen, scheint ihnen trotz familiärer Widrigkeiten das gemeinsame Glück zu winken. Doch dann geschieht etwas Unfassbares. ...

Schon lange hegen Nelly und Zack Gefühle füreinander. Jung und privilegiert aufgewachsen, scheint ihnen trotz familiärer Widrigkeiten das gemeinsame Glück zu winken. Doch dann geschieht etwas Unfassbares. Eine Tragödie trennt die beiden. Für immer?
Fünf Jahre nach der schicksalshaften Nacht treffen Nelly und Zack ganz unverhofft aufeinander, doch sie sind nicht mehr dieselben. Die jugendliche Leichtigkeit ist dahin und Nelly möchte die Vergangenheit samt Zack lieber in der Versenkung verschwinden lassen. Wäre da nicht die beunruhigend intensive Zuneigung, die sie noch immer für Zack empfindet. Wird das Leben ihnen eine zweite Chance einräumen?

„Forever‘s gonna start tonight“ ist für mich der zweite Roman von Clara Blais, den ich mir in Form eines Hörbuchs zu Gemüte geführt habe. Eine rührende Geschichte über Liebe, Verlust, Schuld und Vergebung. Gelesen wird er von Janna Ambrosy als Nelly und Alexander M. Schumacher als Zack. Beide Sprecher haben eine für mich etwas gewöhnungsbedürftige Stimme, lesen aber sehr abwechslungsreich und angenehm. Wobei mir Schumachers Stimme noch einen Tick besser gefallen hat.

Die Charaktere sind realitätsnah und bildhaft ausgestaltet. Ich habe mit beiden sympathisiert und ihre Entwicklung mit Freude verfolgt. Die Story wird nicht von großer Spannung beherrscht, ist teilweise auch recht vorhersehbar, wartet aber mit einigen Twists und Wendungen auf, die der Handlung Würze und Authentizität verleihen. Ich mag den Schreibstil der Autorin, frisch und echt und lebhaft. Es hat mir Spaß gemacht, dem Hörbuch zu lauschen und ich würde mich freuen, wenn ich von Clara Blais noch öfter lesen und hören würde.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Spannende Familien-Saga mit wahrem Hintergrund

In Liebe, deine Lina (Mühlbach-Saga 1)
0

Lina und Albert. Ein Traumpaar wie es im Buche steht. Schon als Kinder im idyllischen Pfälzer Dorf Mühlbach gemeinsam aufgewachsen und eng befreundet, ist für die beiden klar: Sie werden einmal heiraten ...

Lina und Albert. Ein Traumpaar wie es im Buche steht. Schon als Kinder im idyllischen Pfälzer Dorf Mühlbach gemeinsam aufgewachsen und eng befreundet, ist für die beiden klar: Sie werden einmal heiraten und glücklich sein bis ans Ende aller Tage.

Aber es kommt anders.

Lina wird schwanger, unverheiratet und das 1897! Ein Skandal. Die Dorfgemeinschaft munkelt, wendet sich ab. Der Vater des Kindes steht nicht zu der jungen Frau. Ein Spießrutenlauf beginnt. Doch einen gibt es noch, der Lina etwas bedeutet …



Am meisten beeindruckt hat mich an Barbara Leciejewskis Roman „In Liebe, deine Lina“ die wahre Geschichte, welche die spannende Kulisse bietet. Die Autorin arbeitet ihre eigene Familiengeschichte auf und hat eine stimmige und bewegende Handlung, gewürzt mit fiktiven Charakteren und Ereignissen ausgearbeitet. Ich bin ein großer Fan ihres Schreibstils und der bildhaften Beschreibung von Orten und Personen.



Lina ist eine sympathische junge Frau, wild und ungestüm und wunderschön. Sich von ihrer Lebenslust nicht mitreißen zu lassen, ist schier unmöglich. Ich habe schon früh geahnt, was ihr blüht und ihrem Schicksal entgegengefiebert.

So vieles, was für uns heute alltäglich und kaum der Rede wert ist, war es damals ganz und gar nicht. Geschickt hat Barbara Leciejewski die um die Jahrhundertwende brandheißen Themen in ihre Geschichte aufgenommen und zu einem authentischen Konstrukt zusammengefügt. Der Roman enthält viele interessante Informationen und spannende Fakten, ist lebhaft und packend geschrieben. Mich hat die Lektüre bestens unterhalten und ich freue mich schon auf den 2. Band „Für immer, dein August“, den ich ebenfalls lesen werde.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Romantische NA Story mit Schwächen

The Way She Smiles
0

Mit „The way she smiles“ von Bella Paasch konnte ich mich leider schon von den ersten Seiten an nicht wirklich anfreunden. Die Autorin mag mit ihrem umgangssprachlichen Schreibstil eine ungezwungene Nähe ...

Mit „The way she smiles“ von Bella Paasch konnte ich mich leider schon von den ersten Seiten an nicht wirklich anfreunden. Die Autorin mag mit ihrem umgangssprachlichen Schreibstil eine ungezwungene Nähe zum Leser schaffen zu wollen. Leider wirkt der Text dadurch unrund, unausgegoren und ist gespickt mit unangenehmen Wortwiederholungen, die mir schon nach kurzer Zeit tierisch auf die Nerven gingen.

Dabei hat mich die Beschreibung der Handlung total interessiert: Ein Upper Class Mädchen erwischt einen jungen, attraktiven Draufgänger beim Einbruch in eine schicke Villa. Die Unterschiede könnten nicht größer sein. Das Katz und Maus Spiel und eine humorvolle Reibung sind vorprogrammiert. Logisch, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Reverie Lancaster gehört zu den reichen Töchtern der Gesellschaft und ihre Welt wirkt nach außen hin perfekt. Wie so oft sieht es bei genauerem Hinschauen aber doch anders aus, denn ihre eigenen Entscheidungen darf sie nicht treffen, ihren eigenen Weg nicht gehen.
Weston Morrison steht quasi am anderen Ende der Nahrungskette und hält von der High Society überhaupt nichts. Frisch hinzugezogen und neu in der Schule, lässt er sich vor allem von den Reichen nichts gefallen.

Die Dialoge der Figuren hätten meiner Meinung nach noch einiges an Potenzial, wirken leider insgesamt nicht so authentisch, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Message ist immerhin sehr schön, nämlich, dass nicht perfekt zu sein auf eine ganz eigene Weise perfekt sein kann.