Slow Burn Romance zwischen Recht und Verrat
In Case We TrustGracie hat einen sehnlichen Wunsch: Anwältin zu werden. Aber nicht, indem ihr Vater - der selbst eine renommierte Kanzlei sein Eigen nennt - sie unter ihre Fittiche nimmt, sondern aus eigener Kraft. Ihre ...
Gracie hat einen sehnlichen Wunsch: Anwältin zu werden. Aber nicht, indem ihr Vater - der selbst eine renommierte Kanzlei sein Eigen nennt - sie unter ihre Fittiche nimmt, sondern aus eigener Kraft. Ihre Freude darüber, von Gold, Bright & Partners - der größten Konkurrenz ihres Vaters - eingestellt zu werden, ist riesig. Wäre da nicht dieser einsilbige, mürrische Ira, mit dem sie sich ein Büro teilen muss. Allerdings fühlt sie sich in seiner Gegend weniger chaotisch, denn Gracie trägt einiges an emotionalem Ballast mit sich herum. Und ein explosives Geheimnis, das sie alles kosten könnte, wofür sie gearbeitet hat. Iras ruhige Art und nicht zuletzt sein gutes Aussehen, nehmen sie immer mehr für ihn ein. Doch nachdem Gracie sich ihm anvertraut, macht ein böses Gerücht die Runde … Wer ist Verräter, wer Freund und wer Feind?
„In case we trust“ ist ein berührender Roman über Vertrauen, Liebe und Freundschaft. Langsam und zart entwickelt sich zwischen den Protagonisten Ira und Gracie - beide erzählen kapitelweise in Ich-Form - eine fragile Liebesbeziehung. Die Geschichte ist sanft, eher leise, nimmt sich Zeit, um langsam zu reifen.
Tess Tjagvad konnte mich mit ihrem blumigen Schreibstil sehr gut unterhalten. Die Charaktere hat sie mit authentischen Tiefen, realistischen Stärken und Schwächen ausgestattet. Die Handlung profitiert von berührenden Emotionen, statt rasanter Action. Manches ist vielleicht sogar vorhersehbar, doch die Autorin zeichnet so liebevoll eine bildhafte und erkennbare Entwicklung ihrer Figuren, dass ich große Freude an der Geschichte hatte. Ich finde, der Roman ist ein gelungener Auftakt und macht neugierig auf Band 2.